Indiana Tribüne, Volume 29, Number 212, Indianapolis, Marion County, 1 May 1906 — Page 5
Jndkana Tribüne, 1. Mai 1906i
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Maxim Gorki.
ZtVxt ZTZlsston in den Wer. ZtaaitnQlne Zctilailon. Alexej Maximowitsch Pjeschkow. besser bekannt unter dein Schriftstellernarnen Marim (Bozü," der Bittere, bzn er sich mit Anspielung auf seine bitter-kecke LeöcnZphilosophie beigelegt hat, zeigt in seiner äußeren Erschinung den echten kleinrussischen Typus. Eine hagere Gestalt von übe: Mittelgroße, mit hervortretenden Backenknochen, gelblichem aber gesundfarbigein Teint, starler Nase und einem blonden wirren Schnurrbart, während die klar und freundlich blickenden grauen Augen dem energischen Gesicht einen mildernden Ausdrizck verleihen. Gewöhnlich trägt er. gleich xZeo Tolstoi, die Tracht des einfachen russischen Volles, doch hat er, für seinen Aufenthalt hierzulande, Konzessionen an eine mehr kosmopolitische Gewandung gemacht. Seine Reise, die sich bis nach Mexiko erstrecken wird, hat den Zweck, durch Wort und Schrift Interesse für seine geknechteten Landsleute zu erwecken und Gelder zur Unterstützung im Kampf gegen das russische Selbsiherrscherthum zu sammeln. Daß allerdings noch !m Laufe dieses Jahres einc Aenderung des Negierungsregimes eintreten und für die Nomanoffs dann kein Platz mehr in Nußland sein werd?." dürfte er mehr als prophetischer Dichter gesagt haben, wie denn Gorki überhaupt mit etwas mehr Optimismus in das Land der Freiheit gefahren ist, als seiner Mission zuträglich sein kann. Gorki reist nämlich mit der Schauspielerin AndreAwna, mit welcher er seit etwa zwei Maxim Gorki. Jahren lebt, nachdem er sich von seiner Gattin und seinen Kindern in Güte getrennt hat. Dieses erst nach seiner Ankunft in weiteren Kreisen ruchbar gewordene Verhältniß, welches damit erklärt wird, daß es Gö.'ki unmöglich sei. in Rußland eine offizielle Scheioung zu erlangen, hat bereits zu einer Spaltung unter seinen Anhängern geführt und fast noch mehr Sensation erregt, als feine Ankunft selbst. Jedenfalls - hätte er besser gethan, ohne Anhängsel zu kommen, denn dies verschließt seiner Mission hierzulande ein gut Theil Thüren. San Franciscos Ziatastrophe. Tie geolsgifthe Formation der amerikanl' 3 . sche Paeiftetufte. Die 'furchtbare Erdbebenkatastrophe, von der San Francisco heimgesucht wurde, hat die Fachgelehrten nicht überrascht. Die ganze Pacificküste Amerikas ist jüngerer geologischer Formation und Senkungen oder Hebungen unterworfen. Seit Jahren wurde von den Gelehrten behauptet, daß die Stadt Tie City Hall in San Francisco. am Goldenen Thor" eines Tages von einem Erdbeben zerstört werden würde. Unter den dem Erdbeben in der unlücklichen Stadt zum Opfer gefallenen Gebäuden verdient insonderheit die neue City 'Hall, deren einer Theil zerstört ward, Erwähnung. ' Die City Hall, die eine Bauzeit von etwa 20 Jahren und einen Kosienaufwand von 7.000.000 erforderte, bedeckt einen Flächenräum von ungefähr 4 Acker.' Gekrönt ist das gewaltige Gebände von einem achtseitigen, 115 Fuß Durchmesserbesitzenden Thurm, der bis zu 335 Fuß Höhe in die Luft ragt. Auf dem Thurme erhebt sich eine Kuppel mit einer Idealfigur Kaliforniens.. Die Basis des Thurmes ist mit Statuen und bildhauerischen Werken geschmückt. An den acht Seiten des Thurmes. 300 Fuß .über dem Straßenniveau. zeigen mächtige Zifferblätter dem Passtnten die Zeit an. In dem Gebäude waren die sämmtlichen Departements der städtischen Vermalhing untergebracht, ferner Gerichte, die öffentliche Bibliothek, das Stadtgesängniß. das Mufnahme-Hospital und andere öffentliche Institute. . Die Nationale Frauenstimmrechtsgesellschaft erhält gegenwärtig für ihre Arbeit eiwa 51000 den Monat.
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rdt. 1 v JuAgo Compsay. Durch eine heftige Explosion vollständig zerstört wuden in Marseille ein Tabakgeschäft, ein Restaurant und eine Drogenhandlung. Ein Kellner erlitt schwere Verletzungen. Die Explosion war so heftig, daß ein auf dem Bürgersteig vorbeigehendes Mädchen etwa - zehn Meter weit fortgefchleudert wurde. Der Feuerwehr gelang es, den durch die Explosion entstandenen Brand zu bewältigen, der darauf zurückgeführt wird, daß der Kellner in dem mit ausströmenden Gafe angefüllten Kellerraum, in dem -sich außerdem noch etwa 30 Kilogramm Pulver befanden, ein Licht anzündete.' , - 3)a3 50jährige A r z tiubiläum Guido Vaccellis wurde in Nom am 8. April auf dem Kapitol gefeiert. Die Stadt Nom hat diesem berühmten Mitbürger, dem erfolgreichsten Kliniker Italiens, einem der hervorragendsten Bürger des modernen Roms, der als Minister zur Hebung der Stadt, zur Erforschung ihrer Alterthümer und zur Begründung ihrer wissenschaftlichen Institute die gewaltige Poliklinik, die kürzlich eröffnet wurde, ist seiner Jnitiative zu verdanken unendlich viel beigetragen hat, viel zu verdanken. Außer dem Königspclre und der römischen Studentenschaft nahmen zahlreiche Corporationen undFreunde, auch aus dem Auslande, an der Feier theil, so aus Berlin, Leipzig, Frankfurt und Prag. Dem Jubilar wurde eine goldene Erinnerungsmedaille überreicht. Während des russischjapanischen Krieges hatten die Russen sowohl wie die Japaner Anstalten getroffen, um den Truppen warme Mahlzeiten bereiten zu können. Die Russen haben sich dabei fahrender Küchen bedient und sehr gute Resultate erzielt. Die Küchen mit zwei Rädern, die von einem Pferd gezogen werden, sind am praktischsten. Es konnte in ihnen für 135 Mann gekocht werden. Die größeren Küchen, die auf vier Rädern liefern und von zwei Pferden gezogen wurden, haben -sich als nicht sehr brauchbar erwiesen. Dank dieser Vorrichtungen hatten die Russen mitten am Tage auch während des Marsches warme gute Suppen und ihren Thee. Die fahrenden Küchen konnten ebenso wohl auf den Marschen wie auch während der Kämpfe verwandt werden, die bisweilen mehrere Tage dauerten. Sie fuhren bis zu den vorgeschobensten Posten hinaus, um den Kämpfern eine warme Mahlzeit zu verabreichen. Für die Offiziere waren besondere Küchenwagen eingerichtet. Diese fahrenden Küchen sind auch in der französischen Armee wäh renv der letzten großen Manöver verwcndt und haben sehr gute Dienste geleistet. & Die brave und schneidige Haltung der beiden kühnen Luftschiffer Görgen und Plep von der Luftschiffer - Abtheilung eines Berliner Regimentes, die über die Ostsee hinüber .getrieben wurden und nach Bestehung großer Gefahren in Schwer den landeten, hat bereits militärische Anerkennung gefunden. Görgen, der gührer des Ballons, wurde zum Gefreiten ernannt, seinem Kameraden Plep ivurden drei Tage Mittelarrest, die ihm vor Antritt der Fabrt.zudil-.
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V i? V V " V V v X S v w X. v -w j r"" " ' -rs. ynTTtAt A x ?rYv, - ' i)f v x , t " x rfA ,..,'. ' .-.'VkNWwxWA ... .w. 7. W jrv V X ' f r IV v x, ffxa- ly: w p . v x ' Uj ; nitr ' - ü r ;SMWA,S5Yiti -5 i -3s 'S TTTT " "!U.J 1M Der Brand tirt waren, geschenkt. Gorgen ist Kölner, Plep Königsberger von Geburt. Von der beispiellosen Kaltblütigkeit der beiden, wackeren Soldaten wird uns folgendes mitgetheilt: Um nach beendeter Fahrt die verschiehat, genau feststellen zu .können, wird zu jeder Fahrt ein sogenannter Barozu ejder Fahrt ein sogenannter Barograph mitgenommen. Dieses Jnstrument. eine Art Uhrwerk, zeichnet selbstthätig auf einem Blatt Millimeterpapier, das auf eine: sich drehenden Walze befestigt ist, genau die Kurve ab. Der Führer des Ballons, Luftschiffer Görgen. hat es fertiggebracht, in dunkler Nacht und chalb erstarrt im Netzring sitzend, den Streifen Papier aus dem Barographen an sich zu nehmen, bevor er das Jnstrument versenkte. E ins der bemerkenswerthesten Bilder der nächsten Ausstellung der Londoner Akademie wird ein Porträt des Altmeisters der englischen Malerei W. P. Frith von dem begabten jungen Maler H. Keyworth Raine sein, das im Dunkeln gemalt" ist. Die Sitzungen haen in einem Raum stattgefunden, der nur durch ein Fenster erhellt wird, und auch dieses war während 'der Arbeit sast vollkommen abgedunkelt worden. Der Mitarbeiter eines Londoner Blattes, der das Bild besichtigte, fand den Künstler dabei beschäftigt, einige letzte Pinselstriche aufzusetzen. Es war schwer, in dem Halbdunkel irgend welche Gegenstände zu unterscheiden, als aber die Vorhänge zurückgezogen wurden, sah der Besucher das fertige Bild, das den alten Maler in packender Lebendigkeit darstellt. Auch das Modell selbst war erstaunt über das Resultat; wie der junge Künstler bei seiner Methode dies habe erreichen können, verstünde er nicht, meinte Frith dann. Raine lachte und sagte, er habe das Bild in fünf Sitzungen vollendet; bei vollem Licht hätte er sicher die doppelte Zahl von Sitzungen gebraucht. Sein künstlerisches Ziel geht dahin, durch diese eigenartige Methode ein Helldunkel zu erzielen, wie es Rembrandt zu höchster Meisterschaft entwickelt hat. Aus Paris wird berich-. tet: Die Wiederherstellung des antiken Theaters von Orange, die M. Formige übertragen worden ist, hat in der französischen Kunstwelt lebhafte Diskussionen hervorgerufen. Wie aus einem genauen Verzeichniß der Reparaturen, das jetzt veröffentlicht wird, hervorgeht, handelt .es sich um sehr umfangreiche Arbeiten, die sich auf fast alle Theile des Bauwerks erstrecken und einen Kostenaufwand von 600,000 Francs erfordern werden. Die Summe glaubt der Bürgermeister von Orange durch eine Lotttrie aufbringen zu . können. Eine seltsame Usberr a s ch u n g wurde kürzlich einem alten .Ehepaar in Padington zutheil. Ihr einziger Sohn war vor einiger Zeit auf eine größere Fußwanderung gegangen,' und man Hatte nichts wieder von ihm gehört, als plötzlich bekann! wurde, daß man im Wasser die Leiche eines jungen Mannes gefunden habe. Die beiden Alten fürchteten, es könne sich um ihren Sohn handeln, und die Mutter fuhr , an den Ort und erkannte in der Leiche den
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-S t vflWf x x x .xX v - A v V ov X fcxN ' . S.' - f rSFi? r v ;ajVtl .5. ceth---1 t LtS-fM hm " - ,MlkH - ? r!r,,--,,r. . f .. ' ' " von San Francisco nach dem verlorenen Sohn; aus Anweisung der Behörde wurde ihr auch die Leiche übergeben, die die bekümmerten Eltern Tags daraus begruben. Als si: Abends spät zu Bett gegangen waren, hörten sie plötzlich eine Stimme im Hausflur, die ihnen genau fo wie di? Stimme des tcbigeglaubten SohncZ klang.. Die Frau stürzte aus dem Zimmer und sah sich thatsächlich ihrein Sohn gegenüber, der soeben von seiner Wanderfahrt zurückgekehrt war. E ine bemerkenswerthe Anlage planen seit Monaten schon eine; Anzahl Gemeinden des Vogelsberges in Oberhcssen, um die Wasserkrast der Nidda für sich nutzbar zu machen. Auf Kosten ewiger Gemeinden' der Kreise Schotten und Vüdin-' gen' ist von einem Ingenieur ein Projekt ausgearbeitet worden, das ' jetzt den Kreisverwaltungen von Schotten und Büdingen zur Begutachtung vorlieat. Danach sollen durch eine bei Ließberg zu errichtende Zentrale etwa 40 bis 45 Gemeinden in den beiden genannten Kreisen in einem Umkreise von 30 Kilometern mit elektrischer Energie versehen werden. Das Werk, das den größten Theil des Vogelsberges mit elektrischer Kraft für Beleüchtung und gewerbliche Zwecke auf diese Weise versorgen würde, findet allseitige Unterstützung, insbesondere durch die Kreisbehörden. . Die Nidda, deren Stärke auf 700 Pferdekräfte veranschlagt wird, würde nach dem Urtheil von- Sachverständigen vollkommen ausreichen, um das geplante Werk treiben zu kön Der Import n o r w e g ischen Eises nach Deutschland nimmt" gegenwärtig infolge des diesmaligen außergewöhnlich warmen Winters enormen Umfang an. Es find in den letzten Wochen rund 50 Schiffsladungen auf der Weser und Elbe eingetroffen, und es wandelt somit in' diesem Jahre wieder eine große Summe Geldes für Eis in's Ausland, die sonst bei normalem Winterwetter dem deutschen Nationalvermögen erhalten geblieben wäre. Das auf den hochgelegenen Binnenseen Norwegens eingeerntete Eis wird durch Eismaschinen, die von Pferden gezogen werden, in etwa einem halben Kubikmeter große Stücke versandfähig geschnitten. Empfänger des Eises sind hauptfächlich die großen Fischereigesellschaften. Zum Transport des Eises ab Norwegen werden meist Schoonn und Barken verwandt. Wenn auch die Schiffsfrachten für Eis nicht besonders günstige sind, so haben doch diese Schiffe durch den Eisimport jetzt nutzbringende Beschäftigung. Sie werden fönst nur im Sommer für den Transprot von Holz in der Ostsee beschäftigt und liegen im Winter still. Den von CourriöreZ zurückgekehrten Rettungsmannschaften der ' Hiberniagesellschäft in Herne, Westfalen, wurde im Hauptverwaltungsgebäude der Gesellschaft eine festliche Begrüßung zutheil. Generaldirektor Bergrath Behrens begrüßte die Gäste, unter ihnen den Magistrat und die Stadtverordneten von Herne. Den Rettungsmannschaften, die trotz der überwundenen' Strapazen einen frischen, gesunden Eindruck .machen, wär ein Ehrenplatz eingeräumt. Landrath Gerstein entbot ihnen als erster, den. Heimathsgruß auf Rother Erde und rühmte ihr heldenmüthigeS
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-y sxrxx -. y"- -"":kw's . x" V A. " r I -v.x. X ' O I ' t -Sx Erdbeben. Verhalten, durch das sie eine Brücke in das Herz des französischen Volkes geschlagen haben. .Bergrath Behrens betonte in seiner Ansprache, daß die Ehrung der Braven von Courriöres eine besondere Bedeutung dadurch bekomme, daß der Kaiser die Mitglieder der Truppe zur persönlichen Auszeichnung nach Krefeld befohlen habe; er erklärte, daß die Hibernia - Gesellschaft die That von Courriöres durch rlufileüung einer Bronzetafel mit den Namen der opfermuthigen Helfer sowie durch Ueberreichung von Diplomen zu ehren gedenke. Bergmeister Werne beglückwünschte die , Kolonne Namens der Bergbehörde. Der Leiter der Rettungskolonne, Direktor Meyer, dankte für die überreichen Beweise der Anerkennung, die er und seine Kämeraden sich nicht hätten träumen lassen. Mit dem von der. Hibernia Bergkapelle gespielten Choral Lobe den Herrn" schloß der eindrucksvolle Begrüßungsakt, dem eine Bewirthung der Gäste durch die Hiberniagesellschaft folate. V o r s o r g'l i ch. Frau: K'ä the, bringen Sie mir aus der Leih bibliothek Die verlorene Handschrift von Freytag." Dienstmädchen: Uni wenn sie s' noch nicht gefunden haben?" In unserer Zeit. Junge Dame: Max und ich haben heute zui Feier unserer Verlobung in unserem Garten ein Bäumchen gepflanzt!"' Freundin: Na, das kann ja mit Ux Zeit eine schöne Allee werden!" Frau: Denke Dir nur, . Männchen, diese Nacht träumte ich, ein Dieb hatte mir das schöne ' Ketienarmband gestohlen!" Mann: Welches Kettenarmband?" . -. ' . ' Frau: Ich sah'S gestern im Schaufenster; (zärtlich), ach, das kaufst Du mir, nicht wahr, Männ chen?" . - 'Zur Belebung. Dorfwirth (welcher am Kirchtage sehr wenig Besuch hat, zum Hausknecht): Schmeiß' nur einen hinaus, damit das Geschäft' nicht gar sö todt ausschaut!" H y p e r b e l.. Spielen. Sie noch häufig mit Ihrem Vetter vierhändig, Fräulein?" Geht leider nicht mehr: der ist nämlich so' dick geworden, daß er das ganze Klavier allein einnimmt!" . : . . '.' ,
X m u . Auf Umwegen.
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Winziges Witdelthlers Das kleinste Wirbelthier der Welt ist ein Fisch, der in einem Bergsee auf Luzon, der Hauptinsel der Philippinen, gefangen wird. Das winzige Geschöpf wird von den Eingeborenen Sinarapan genannt. Die größte Arj ist nur etwa Zoll lang, und die kleinste nicht mehr als einen halben. Ungefähr 6000 von ihnen gehen auf ein Pfund. So klein der Fisch auch ist, so bildet er doch einen wichtigen Nahrungsartikel selbst in einem an solchen Produkten so reichen Lande. Das Erscheinen des eingeborenen Fischhändlers mit seinem Korbe voll Sinarapan wird sowohl von den amerikanischen Soldaten als von den Philippinern mit Freuden begrüßt. Kein Netz ist dicht genug, kein Angelhaken klein genug, um diese Fische zu fangen. Die Eingeborenen benutzen daher ein fein gewebtes Tuch als Netz und fangen auf diese Art bei einem Zuge Tausende. Um sie zuzubereiten, läßt man sie erst in einem Korbe abtropfen, dann werden sie mit Pfeffer und anderen Gewürzen vermischt und auf Blättern in die Sonne gelegt, wo sie bald trocknen; damit sind sie zum Essen fertig. - Noch schlimmer. Bauer (der eine Vorladung, bekommen hat): Wenn i' net geh', na' muß i' schreiben na' ist der Tag erst recht hin!" Die Schiedsrichterfrage bei den olympischen Spielen hat in früheren Jahren, so z. B. bei den Spielen in St. Louis, Anlaß zu Unzuträglichkeiten gegeben, da die nteressen der fremden Nationen nicht immer gebührend berücksichtigt wurden. Bei den bevorstehenden olympischenSpielen in Athen jedoch hat diese wichtige Frage eine sehr glückliche Lösung gefunden, da alle Nationen, die an den Spielen theilnehmen, in der Jury vertreten sein werden. Nach den von dem griechischen Comite aufgestellten Kampfregeln haben die frem.den. Nationen das Recht, .Ephoren" und Juroren" in das internationale Kampfgericht zu entsenden. Die Ephoren sind eine Art Obrrschiedsrichter, xdie in letzter Instanz und ohne Berufung über alle nicht, in den Kampfre'geln vorgesehenen Fragen, die ihnen von der Jury unterbreitet werden, entscheiden. Die Juroren äußern sich über jeden Wettkampf und bestimmen die betreffenden Sleger. Für die Spiele in Athen hat nun der deutsche Reichsausschuß, um diesmal ür nachdrückliche Wahrung der Ineressen ibrer Wettkäm Soroe ,u tragen, eine Reihe von . Sachverstän digen in das internationale Kampfgericht delegirt. '. ,
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