Indiana Tribüne, Volume 29, Number 211, Indianapolis, Marion County, 30 April 1906 — Page 5
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Jndiana Tribüne, SO April 1906i S
ZNeiK Zgabersack's Zchreibebrief.
Xc.442. Geohrter Mister Editkor! Es ist mit meine Kempehn alles so schmuht gange, daß ich nit den geringste Daut gehabt hen, daß ich en große Suckzeß mit meine Kempehn hawre deht. Den Christ Baldrian fyrt ich mich off Kohrs auch noch emol vorgeknöppt, bikahs er is reit in mei Futtstepps nach die Mietunge gasige un Hot for sich geschafft. Well, ich hen ihn die schlimmste Daunkahling gewwe, wo ich noch in mei ganzes Lewe gewwe hen; er Hot so sonnig geschmeilt als wann er sage wollt: Newwer meind, tschust tiep juhr Schort an, ich biete dich doch noch." 'Er Hot das nit gesagt, noffer, soviel Bäckbohn Hot er nit; awwer ich hen's sei dummes Gesicht ansehn könne. So viel hen ich gewißt, daß ebbes gedahn mußt tocr'n. Awwer was, das war die Kwestschen. Ich hen mich noch emol mit mein Freund, den Saluhnkieper besproche. un do Hot er gesagt: Mister Scheriff, Hot er gesagt, hier is nur noch ein Ding zu duhn un das is, es muß t Dellegehschen zu den Zittie Kaunzil gehn un muß dik Sach vorbringe. Desto größer die Dcllegehschen is, je mehr Jmpreschen duht es mache un ich sin einige Zeit reddig. die Delleghschen zu liebe." Well, hen ich gesagt, was wolle Se denn sage? Newwer meind, Hot er gesagt, sell Will ich , schon fickse. Tende Sie nur dazu, daß mer die Piebels kriege, wo mit martsche." Die nächste Mietung von den Kaunzil is schon in vier Dage gewese un do is es en harter Schavp gewese, die Members von die Sasseiethes zusamme zu. kriege, awwer was war zu duhn. Ich hen mich dran gemacht UN hen meiselbst alle die Presendente gesehn un hen A vT n 4 5 KTTl . t .. i M"b uuo lui jtvca jJi.muKi uvii ihre Sasseiethee zwei Schilling be zahle deht, wann se an dem betrefsende Abend in die Zittiehahl komme dehte. Bieseids das hen ich auch noch e ganze Latt von die Membersch selbst gesehn un all hen se gepramwißt, daß se all da sein wollte. Jch muß sage, es Hot mich doch keinder gut fühle mache, wie ich gesehn hen, daß alles so reddig gewese is, ebbes . for mich zu duhn un in mei Jnseit Hot 's mich getickelt, daß ich den Weg den Christ so ganz kalt stelle deht. Ich hen schon im Geist sei Fehs gesehn, wann er die Dellegehschen anmartsche duht sehn. Well, ein dont kehr, der Schuwiack Hot's nit besser verdient. Je näher der Dag komme is, wo die Demmonstrehschen vor sich yot gehn solle, desto miehner hen ich gefühlt.-Es is doch nit schön, hen ich so zu mich gedenkt, wann mer gege en leiflange Freunds wie der Mister Mehr doch immer zu mich war, ufftrete soll. Ich sin nor for eins froh gewese, daß ich in die letzte Zeit widder uffgemacht hen mit' ihn. Mir sin Widder grad so an freundliche Töhrms gewcse. als wie befor'un ich hen mit kein Wort gemenschend, daß e Etschitehschen gege. ihn im Gang wär. Un ich meine, er Hot ja immerHaupt gar nicks auszufinne brauche, von wem alles inspeiert war, for daß ich mich mein Buckel hen freihalte könne. Ich denke, der Christ Hot Wind kriegt, daß ebbes duhing war, bikahs er Hot sich immer in meine Näh gehakte un Hot getreit e Gespräch mit mich zu starte. Ich sin arig neis zu ihn gewese un das Hot ihn noch mehr unkommfortebbel fühle mache. Schließlich Hot er gesagt: Seh. Meik, Hot er gesagt, du bist doch nit mehr mähd an mich? Du Rinnogeroß. hen ich gesagt, warum soll ich denn .mähd Qn dich sein? Well, bikahs mehbie du denkst, ich hätt dich insoltet Hot er gesagt. Du dreieckiges Kameel. hen ich gesagt, du kannst mich nii in solte, un dich kann ich auch nicks iwwel nemme. Bei all so Sache duhn ich immer konsiddere, wo es herkommt. Well, Hot er gesagt, ich sin nur froh, daß du kein böses fühle gege mich hast, bikahs ich hen dich ebbes frage wolle. Nämlich, Host, du schon gehört, , daß in die nächste Kaunzilmietung ebbes häppene duht? No, hen ich gesagt, was soll dann häppene? Das is was ich von dich ken auskinne inoHe. kiat ir elaat. Well, hen ich gesagt, do mußt du Jemand froge, wo's weiß, hen ich gesagt. In oie erschte Lein duhts mich auch nit battere un dann wer'n mer ja in die Mietung ausfinne, was es is un wann du mich jetzt e Fehwer duhn willst, dann loß mich mei Ruh. Ich hen. kei Zeit zu sillie Tahk." Do , Hot er mich, in, Friede gelosse. Well, wie der Obend is komme, do sin ich wie immer zu die Mietung gange un alles is ganz schmuht gange. Uff eemol iS es in die Hahl neuste geworde. Ich hen e ' Getrampel gehört, als teann die ganze deitsche Ahrmle
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enZemartscht deht komme, un. do hen ich mich in eins von die Seitruhmö geschniekt, von. wo ich alleL hen watsche könne.-Dann is' die Diehr usfge-
macht worde un do hätte Se emol sehn solle, was do for en Gäna ereigemartscht is komme. Borne war mtm Freund der tzaluynlleper un hinne dran so ebaut zwer -Hunnert von die'Singersch un-Turnersch un Schitzebrieder. Der Saluhnkieper Hot dann en Spietsch gemacht un sagt, die Aittisens von Appel Jack dekle verlange, daß der Mister Habersack Mehr von die Taun werft deht, bikahs das wär en Mann wo der Stoff , wär." Der Pressendent von den Kaunzil Hot gesagt: Schentelmänner, ich kann nit sehn, was Sie hier wolle. In die erschte Lein werd der Mehr elecktet un jetzt ist keine Eleckschen. biseids das Hot der Kaunzil gar nicks mit zu duh; un dann noch e anneres Ding, hier is e Kammumkehschen von den Mister Mehr, wo er schreiwe duht, daß er den Mister Scheriff Widder for vier Jahre als Scheriff epeuntet un'sein Sällerie um dausend Dahlcr gerehst Hot. Ich denke, do kann der Mister Habersack mit sättisfeit sein." Do Hot die Dellegehschen do gesesse wie e Heerd Lämmer wo ihren Hammel verlorn Hot. Jsch dat so? Hot der Saluhnneper gesagt, das ts off Kohrs different un dann Hot er die Singersch uffgefordert den Mister Mehr un mich e dreifaches musikalisches Hoch zu singe un dann sin abgezoge un hen kei Wort mehr gesagt. Ich kann Jhne sage, ich hen mich geschehmt wie alles un vor lauter Schamgefühl hen ich mich sellen Obend en Äff gekauft. daß es e Schand war. Mit beste Niegards Juhrs trulie Meik Ha bei sack, Eskweier un Scheriff von Appel 32$ Holie Terrer Kauntie. Die Sturmfluth von Tahiti. Ein Seitenstück zu dem vernichtenden Cyklon, welcher im Januar 190c die Tuamotu - Inselgruppe der Süd. see heimsuchte, ist die Sturmfluth. welche in diesem Jahre, in der Nachi vom 7. zum 8. Februar, die Insel Tahiti, und auf ihr besond:rs die an bei. Nordwestseite geschützt liegende Hafen, stadt Papeete in eine wüste Stätte verwandelte. Ein Korrespondent berichtet darüber jetzt folgende Einzelhei. ten: .... In einem Thale liegend und von den Wogen des Meeres durch ein an. dertbalb Kilometer -von der 'Küste entfernt sich hinziehendes Korallenrifj schützt', schien Papeete Wind un? Mette? aenüaend Stand halten zu können. Aber selbst der scheinbar sicherste 'Ort kann rn diesem Erden, räum nicht immer den gewaltigen Naiurkr'asten entaeben. Schon am 5. und 6. Februar beobachtete man im Jnafrn von Vaveete eine Bewegung des Wassers', welche die verankerten Schiffe tanzen ließ; Wind war wenig, die Unruhe im Hafen aber war ein sickeres dicken dafür, daß sich außtthalb des Korallenriffes heftige Winde angesammelt haben mußten. Am 7. kurz vor 9 Uhr Abends sing das M? an. etwas aus seinen Usern verauszutreten. ?as .zu weiteren Befürchtungen Zedock nock kemen Anlan gab, da der artige Fälle schon früher, vorkamen, ohne weiteren Schaden zu verursachen. Kine Stunde sväter trat das Meer jedoch schon in die vom Ufer nur durch eine Straße getrennten ageryauer ein. was die Interessirten . nöthigte. die am Boden stehenden Waaren höhe? iii leben, b s krastiaere Wellen nach sten und Anlak aaben. wertbvollere Gegenstände in Räumlichkeiten weiter ' r ... " vom Meeresuser weg zu Dieser Wellenaana hielt bis 12 Uhr ?rx,i? ifS rAtn Siinn fortnr et. JlMMLa Uli, uuv miv 'l y - was' abzuflauen, was viele bis dahin i rr n .51 n stt mit Jöergungsaxocueu iuuiiö wesene Leute einlud.. uQ-zum sqia fen hinzulegen. Der Schlaf sollte jedoch nicht von langer Dauer rni, oenn schon nach dreiviertel Stunden, als die Sturmglocken der katholischen Kathedrale läuteten, sah man die Häuser in der Näbe des Ufers vom Wasser rings umgeben; zwei bis drei Mete: hohe Wellen traten heraus und icyoisen. ie nackdem der Boden mehr oder wenioer anstiea. 60 bis 120 Mete: dahin, alles, was nicht gerade aus Stein gebaut war. mit sich sortreienv der einstürzend. Baume entwurzelnd und Steine des Stadens mitführend. Nur diejenigen Hauser. die durch gro f-.ere vorlieaende aeschützt waren, wur den hier und da von schweren Schäden behütet. Bis zum nächsten VJici' aen 9 Ubr setzte die See ihr vermch tendes. unbarmherziges Toben fort. bis em Orkan von der entgegengesetzten Seite, vom Lande, ungefähr in nordwestlicher Richtung sich erhob und die unermeßliche Gewalt , des wüthen den Meeres bändige. Wenn dieser Sturm' auch Äier- und Fruchtbäume in dem Bezirk Papeete brach oder entwurzelte, Eisenblech, die gewöhnliche Bedachung der hiesigen Häuser herunter riß, so wurde er doch von jedermann mit Freuden begrüßt, hielt er -doch so die gefährlichere Macht, das Wasser, in. seinen Grenzen. Er dauerte etwa 2V2 Stunden. Welch' einen Schaden hatten beide unheilvollen Erscheinungen angerichtet. Stellen, auf denen früher Leute in leicht aufgeführten Holzhäusern .ein .ruhiges, sorgenloses Dasein' führten,
lagen da wie abrasirt, größere Häuser
waren aus dem Fundamente heraus-j gehoben und auf die Straße gesetzt oder auf andere Gebäude gefallen Aus andern Häusern mit stärkeren Pfosten war alles leicht Gebaute her. ausgerissen, und das Meer ließ nur noch ein schuppenartiges Gebäude zurück. In Häusern aus Backsteinen waren die Thüren durch die Wucht der Wellen eingedrückt und so der Inhalt des Hauses zerstört, verdorben oder fortgerissen. Die Straßen fand man wie besät von Waaren und 5ausaetätben der bart oetrokfenen Bewohner. Sehr arg mitgenommen wurde auch die im Hafen von Papeete liegende Koralleninsel Motu - Uta. Sämmtliche dortigen Gebäude wurden zerstört, die als Quarantäne-Station dienenden, auf Pfählen stehenden Ba racken bis an's Ufer nach Papeete qetragen; nur noch einige KokosnußPalmen kennzeichnen heute das Eiland; leider hat man hier auch den Verlust eines Menschenlebens zu beklagen; denn der Wärter, ein Franzose, wurde durch eine starke Welle von einer Kokospalme, an der er sich angeklammert hatte, losgerissen und fand so den Tod in den Fluthen; seine Leiche wurde zwei Tage spater auf der Insel aufgefunden und in Papeete bestattet. Seine Frau entging mit knapper Noth dem Tode des Ertrinkens; sie klam merte sich nacheinander an vier schwimmende Kokospalmen an und wurde immer losgerissen, bis muthige Tahiti Seeleute-sie kurz vor dem Riff auffingen und in Sicherheit bringen konnten. Ein alter in Patutoa lebender Eingeborener. der dem Wasser nicht schnell qenug ausweichen konnte, kam ebenfalls um. Die Häuser im Bezirk Patutoa.und in andern Bezirken an der Nordwestseite von Tahiti wurden bei ihrer leichten Bauart gänzlich wegaewaschen. Wir dürfen hier in Tahiti noch ganz zufrieden sein, daß die Fluth ohne Sturm hereinbrach, denn wieviel Schaden mehr würden angerichtet worden sein, wenn beide zusammengewirkt hätten? . Der Qrdensse AN. der bei der diesiäbriaen Geburtstaasfeier des bayerischen Prinzregenten sich von München aus über weite Kreise ergoß, ii . . m t.i . ! : eine Anzahl oiiocioariencii .wa Gefolge gehabt, über die man sich dinterber im Bavernlandö weidlicb lustig macht. Der Hoftheater - Re- : rr rn.r.f . c . : i m . f.: gijicm aitt rouioc .irrn, ucr ixszuu buna der Ludwiasmedaille . bedürft. obwohl er schon längst so wird aus wi -x m r . 'cunazen geicyrieoen. im entze dieser Auszeichnung ist. Ein Fräulein Lvncker. Tochter' des Kirchenratbs Lyycker in Speier, wurde für hervorc fvi''i!..!i . r W Tj . t ! . 1 ' ragcncc .yangieii Ulls uz in icoiei der Krankenvtteae mit htm Dienstauszeichnungs.- Kreuz bedacht. ' Die. genannte Dame hat sich alleroings im Kriege 1870 71 tn einem auswärtiqen Lazareth die Pflege verwundeter Krieger ganz besonders angele-' t ix . r , :i . . , v;. yen cm iucn, . mw .jüidcii loaie oic Sache denn in Ordnung, wenn in diesem ftalle auch dem Verdienst seine Krone etwas spät zu . Theil geworden Ware. Die Sache hat aber einen anderen Haken. Die brave KrankenPflegerin weilt . nämlich schon seit zehn Jahren nicht mehr unter den' Lebenden! Es scheint, daß im Münchener Hofamt bei der Auswahl der zu Ordens - Auszeichnungen vorzuschlag nden Personen nach etwas veralteten Listen gearbeitet wird. Bon deutschen Pferdekäufen in der Bretagne erzählt das Pariser Journal" fürchterliche Geschichten. Die deutsche Regierung soll durch Unterhändler in der Nähe von Lörieni zahllose Remontepferde aufkaufen lassen, um im Falle eines Krieges die armen Franzosen mit ihren eigene'n Pferden niederzureiten. Bon Dorf zu Dorf, von Pachthof zu Pachthof fahren die deutschen Pferdekäuser und zahlen, wenn ihnen ein Roß gefällt, sowohl für Zugpferde die ZugPferde der Bretagne sind besonders kräftig gebaut wie für Reitpferde jeden geforderten Preis. Preise von 1200 bis 2000 Francs gehören durchaus nicht zu den Ausnahmen. Es kommt aber auch vor,' daß die hinterlistigen Deutschen auf patriotische Pferdebesitzer stoßen. Ein solcher Patriot verkauft sein Pferd um keinen Preis, und ein alter Bauer brachte es fertig., den ihm für. seine Kracke gebotenen horrenden Preis von 2400 Francs rundweg abzulehnen. Das traurigste ist, daß die Deutschen auf ihren Forschungsreisen hin und wieder von einem französischen Roßkamm oder Pferdemakler begleitet werden. Die gekauften Pferde werden gezeichnet und der Verkäufer erhält sofort die Hälfte des Kaufpreises; die andere Hälfte bekommt er, wenn er dasPferd auf der dem Kauforte am nächsten gelegenen Bahnstation abgeliefert hat. Die meisten Pferde werden von Landevant aus verschickt; an einem ein-, ziaen Tage wurden dort nickt weniger als 250 Pferde nach . Deutschland verfrachtet. Das Journal" find das alles höchst bedauerlich und bedroblick. m m r Unangenehm. Herr: Sßii ist denn Ihr Trauerspiel vom Publi. kum aufgenommen worden?" Dich' ter: Es ging alles ganz gut. nur iro letzten Akt trat eine unliebsame Stö rung ein." Herr: Was war denr los?" Dichter:.,.Ein Herr im Par. terre bekam plötzlich einen ' Lach? kwmDil- ... .
Ali unlängst der farbige Lavfbursche eines Schuhladens in Hattiesburg. Mass., im Wegrisse stand, den Kehricht in eine Hintergasse zu werfen, zog ein Polizist aus dem Kehrichthaufen einen Briefumschlag hervor, der $31,983 in Baar, Werth-, papieren und Wechseln enthielt. Das Geld gehörte einem Dr. Sikes aus Jron City, Ga., der sich in Hattiesbürg aufgehalten hatte und seinen Verlust erst nach seiner Abreise entdeckte. ' Ein Knabe aus St. P aul, der sich weigert, seinen Namen anzugeben, wurde kürzlich in'Mankato, Minn., wegen Bettelns verhaftet. Er erzählte, daß er etwa zwei Wochen vorher in St. . Paul von einem Landstreicher entführt worden sei. Der Mann habe ihn hypnotisirt und auf diese Weise gezwungen, zu betteln. Die Behörde glaubte seinen Angaben und er wurde wieder entlassen. Er gab Qn, daß noch ein zweiter Junge von einem anderen Landstreicher am stlben Tage entführt worden sei. Einen riesigen Wasserthurm läßt die Southside Water Co. von Pittsburg im Vorough Mt. Olider errichten. Der Thurm wird 150 Fuß hoch sein, einen Durchmesser von 25 Fuß besitzen und 750,000 Gallonen Wasser fassen. Er wird aus zu sammengenieteten Swhlplatten, von denen die unteren zwei Zoll dick sein werden, hergestellt. Der Zweck dieses Thurmes, der die Gestalt einer riesigen Röhre haben wird, besteht in der Erhöhung des Wasserdruckes in der Leitung. Die Wassersäule wird eine Höhe von 140 Fuß haben. Der Druck der Leitung wird dadurch gleichmäßig werden, was bisher in einigen Theilen des Gebietes, welches von der Compagnie mit Wasser versehen wird, nicht der Fall gewesen ist. Nach dreijähriger Abwesenheit kam jüngst ein 17jähriger fj . Ort . - r i i
imge namens yerman nxat wieoer bei seinen Eltern in Hoboken, N. I., an. (!r hatte eine Reise von mehr als 30.000 Meilen hinter sich, die ihn nach fast allen großen Städten EuxoPas und auch nach Asien gebracht hatte. Herman' trieb sich anfangs in Rußland und Südafrika herum. Später arbeitete' er als Druckerlehrling in London. Von da ging er wieder nach Cape Town, Südafrika, zurück, kam dann nach Liverpool, und reiste von da nach Australien. Dort wurde er ein Schäfer, bis ihn Heimweh" wieder zum 'Reisen veranlaßte. Er kehrte wieder nach Liverpool zurück, schlich sich dort an Bord eines Schiffes, verbarg sich, ms der Dampfer Queenstown hinter sich hatte, uni, bezahlte dann seine Fahrt mit Karloffelschälen und Aufwaschen. Wenn schon sich den Sorgen des Lebens durch Selbstmord zu entziehen einen gewissen Grad von Muth erfordert so bewies ein Mann, welcher später von I. Bond in Washington, D. C., als sein Sohn identlsiZirt wurde, eine außergewöhnlich große Portion Willenskraft bei diesem Vorhaben. Zu James Jenkins, einem Angestellten der Empire Foundry in New Brunswick. N. I.. kam ein Fremder und frug, ob in dem Gebäude wohl eine Schußwaffe zu haben sei. mit welchem er sein Leben enden könne. Jenkins wies den Mann ab, worauf dieser sich auf die nahegelegtnen Vabnaeleise der Pennsylvania Railroad begab. Charles Kern, von Lidingston Park, em anverer Angestellter der Eisengießerei, sah, wie der Unbekannte seinen Nacken entblößte, den Kopf über die Schienen legte, und sich von einem heranbrausenden ExPreßzuge den Kopf abfahren ließ. Kern war zu weit entfernt, um noch rechtzeitig einspringen zu können. Der Kopf wurde direkt vom Rumpf getrennt. Dem großen Unglück, welches über Italien' hereingebrochen ist, ist auch in New York. einOpfer geworden. Eines Nachmittags versuchte Italiener Adolvb Vastelli. dem der Kummer und die Sorge um seine Eltern und Geschwister, welche am Abhang des' Vesuv's ein bescheidenes Häuschen bewohnten, den Verstand geraubt, sich den Schädel aus offener Straße einzurennen. Der - Unglückliche Mensch ward blutüberströmt rn's Hospital geschasst, wo die Aerzte keine Hoffnung aus laiiung icincs Gebens geben. Linda Meroni, ern junges Mädchen, ging an einem Hause an de? W 19. Straße vorüber, als ihre Aufmerksamkeit auf einen Mann ' . 1 l ? crnni. gelenkt' wuroe, oer in w Straße stand, plötzlich den Kopf emzog und vornübergebückt, so schnell ihn seine Füße zu tragen vermochten, gegen das eiserne Geländer, welches das trYnnhnit 5aus von der Straße abschließt, anrannte. Mit dumpfem ... . W f Krach erfolgte ver ÄNprau, zuluvcrströmt sank der Unglückliche zu Boden. und im näcksten Moment erhob er sich schwankend, und zum zweiten Mal stieß er semen ops gegen oas Karte Metall. Vor Entsetzen laut schreiend, lief das junge Mädchen dat -r i . . ? t von unv lyenie cmcni iyui "U"''"den Polizisten weinend mit, welcher furchtbaren Scene Augenzengin sie soeben gewesen. Der Beamte eilte zu der Stelle, wo Pastelli in seinem Blut lag, und fesselte den Mann, der noch immer schwache Versuche machte,, sich ,weitere Verletzungen beizubringen, schonend wie möglich. -
Dem Scharfrichter' Engelhardt aus Magdeburg, der am 16. März in Hannover den Mädchenmörder Büther vom Leben zum Tode befördern sollte, war das Honorar im Voraus durch einen Magdeburger Rechtsanwalt gepfändet worden. Der Scharfrichter weigerte sich- darauf, das Geschäft zu verrichten, so daß der Pfänder das Nachsehen hat. An Dtelle des sich Weigernden hat donn ßin gleichfalls zum Nachrichterdienst verpflichteter Abdeckereibesitzer aus Vreslau die Hinrichtung in Hannover vollzogen. Von einem furchtbaren Eifersuchtsdrama, das sich bei Lüttich abgespielt hat, berichtet man aus Aa-
chen. Die zunae Wittwe Rosa Samson, früher Verkäuferin auf der Ausstellung. sollte in nächster Zeit einen gewissen Geminich heirathen, der von seiner Frau, einer geborenen Vivey, getrennt lebte. Letztere, die sehr eifersüchtig war. hatte im Juli 1905 sechs Revolverschüsse auf Geminich abgegeden. wofür sie zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt wurde. Nach ihrer Entlassung erfuhr sie von der bevorstehenden Wiederverbeirathung ihres Mannes. Sie begab sich zu der Nebenbuhlenn, gab zwei Revolverschusse auf sie ab und tödtete sie dann durch 23 Messerstiche. Sie flüchtete darauf, wurde aber bald ergriffen. Die Mördcrin erklärte, ihre That nicht bedauern zu können. Dieim Jahre 1904 auf Anregung von Prof. Kamp in Bonn gegründete Gemeinnutzige Gesellschaft für Milchausschank in Rheinland und Westfalen" hat so'erfreuliche Erfolge erzielt, van veavncyligi wird, auch in den übrigen Landestheilen derartige Unternehmen einzuführen. - Die Gesellschaft hat bisher ' . W? . 9 an ZU llrten 71 iqmuae ciicyyauschen errichtet. Ausgeschenkt wird nur Milch, und zwar meist Vollmilch, unter Umständen auch Mager- und Buttermuch. Die Zugabe von Brodchen ist den Pächtern anheimgestellt. Konditorsachen sind ausgeschlossen. Auffallend ist, daß die meist dem Arbeiterstande angehörigen männlichen Gaste weit zahlreicher sind, als die weiblichen. Das Gründungskspital betrug S0.000 Mark. Durch den Eilltritt neuer Gesellschaften, unter denen sich Kreisausschusse. Stadtverwaltungen, Großindustrielle und landwirthfchaftliche Vereinigungen befinden, ist es inzwischen auf 164.500 Mark gestiegen. Die Spuren e.ines furchtbaren Verbrechens wurden in Veuthen aufgedeckt. Spielende Kinder fanden auf einem unbebauten städtischen Grundstück einen Sack, der sich schwammig ansthlte. Die Kinder benachrichtigten eine Frau Namens 'Schubert, die auf iem. Pla-. tze Abfalle auslas, und zeigten- ihr den Sack. Er war mit Reisig zugedeckt. Die Frau entfernte das Reisig und nahm mit Schrecken gewahr, daß eine menschliche Hand aus dem Sacke hervorragte. Nähere Untersuchung ergab Theile eines kräftig gebauten Menschen im A(ter von 20 bis 25 Jahren: den oberen Theil des Rumpfes, einen Arm und eine Hand.' Der Kopf und die übrigen Theile fehlten. Un.ter den Zuschauern befand sich drei Stunden nach dem Auffinden der. Leiche ein gewisser Sezrizek, der seinen Weg, als er sich entfernen wollte, guer über das benachbarte 'Gärtnereigrundstück nahm. ' In einer Ecke des Zauns, zwischen Friedrich-Straße und dem Schaubudenplatz, auf dem zur Zeit zahlreiches fahrendes Volk Schauzelte aufgestellt hatte, stieß er an einen ahnlichen Sack, dem em ekelhafter Geruch entströmte. In diesem Sack befanden sich die 'fehlenden rt-Hl .4. e l. . . ' V w ' . neomaiZen wie ops, Arme, unterleib, Beine und Füße. Alles war kunstgerecht zerstückelt. Der- Kopf muß mit einem einzigen Schnitt vom umpse getrennt worden sein. JnRomhattenunlängft zwei vorbestrafte Zuhälter einen Ebrenhandel um ein Mädchen, den sie auf offener i&uat vor ven Augen zahlreicher Zuschauer ausfochten. Mit 18 Messerstichen wurde der eine auf dem Umweg über das Hospital in's Jenscits befördert, während der andere, an dessen hartem Schädel der Knüttel seines Gegners geborsten war. in's Gefängniß wanderte. D Zeitungen beschrieben den Kampf, seine Helden und ihre Vorgeschichte' mit ' größtem Fleiß, und das Interesse des Publikums für den Fall würde so lebendig, daß zum Vegräbniß eine unabsehbare Menschenmenge zusammenströmte. Als der Leichenzug in die Nähe der Stelle kam, wo der Todte von seinem ,Collegen und Gegner zu Boden gestreckt worden war, hielt der vierspännige Leichenwagen an, und ein merkwürdiges Schauspiel wurde der versammelten Menge geboten. .Nacheinander bestiegen zwei Männer aus dem Volke den Karren und hielten Ansprach' an die Umsiehenden, worin sie das Opfer des. Messers beklagten und das Volk ermahnten, von der Unsitte der Messerstechereien abzulassen. Der zweite Redner, ein älterer Mann, richtete sogar an die Zuhörer unmittelbar den VorWurf, -daß sie alle das Messer in der Tasche hätten, und ermähnte sie, in sich zu gehen, das Mordinstrumenlvon sich zu werfen und nie wieder zu gebrauchen. Die Reden wurden mit großtet Andacht angehört, sein Messn aber warf nienulnd weg, und dann bewegte sich der Zug weiter zumLriedhof. ' '
Der
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