Indiana Tribüne, Volume 29, Number 211, Indianapolis, Marion County, 30 April 1906 — Page 4

Jndiana Tribüne.

H?auIgtCebtn vo der utebrg Es. Indianapolis, Ind. ganz O. Thudin Präsident. veschSftölocaZ: fto, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269 Kntered &t the Pott Office oi Indianapolis as ccood dass matter. Die Wirkung des chinesischen Boycott. Die 9to ZZorker . Handclszettunz" schreibt: Während die von dem Staatsdeparte ment veröffentlichten ttonsularberiqte über die Bovcottbewegung in China sehr verschiedentlich lauten, da in der Beziehung verschiedene Verhältnisse im Norden und im Süden von China de stehen, stimmen die von daher eintres senden kommercullen Meldungen dahin überein, daß der Boycott dem Absätze amerikanischer Producte inChina schwere Hindernisse bereitet. Die Zuverlässig, leit dieser Meldungen' sviegelt fich in der vom HandelZdepartement veröffent lichten neuesten Detail.Cxportstatiftik, der sür Februar, Wider, denn dieselbe laßt gegen letztes Jahr eine sehr auffäl lige Abnahme unserer Ausfuhr nach China ersehen. Diesen Angaben ge mäß bewerthete sich im zweiten Monat dieses JchreS die Ausfuhr nach China in Wagen. Uhren, Baueisen, Kupfer, Maschinerie, Nähmaschinen, Terpentin, Lokomotiven, Mineralölen, Büchsen fleisch, Speck, Schinken, Käse, Tabak und Holz insgesammt nur auf $370, 160, während im Februar vorigen JahreS die Ausfuhr in den gleichen Ar tikeln fich noö auf $1,998,382 bewer. thet hatte. ES ist das für einen Ms. nat ein Ausfall um 81,998,382 oder 81.5 Prozent. - Bezüglich des Haupt.ExportartikelS nach China Baumwollgeweben, läßt die AuSfuhrftatiftik dagegen sogar eine Zunahme ersehen, denn in den mit Februar cr.' beendeten acht Monaten sind davon für nahezu S22.000.000 und damit um über 56,000,000 mehr nach China zum Versandt gelangt,' als in ider entsprechenden vorjährigen Pe rkode. Die Erklärung solcher Mehr auösuhr ist jedoch eine einfache, und hat der Chef einer großen hiesigen Baum Wollwaaren ttommissionS und Export sirma sich diesbezüglich, wie folgt ge äußert: Der im Vergleich mit vori' gem Jahre größere Versandt von Baumwollwaaren nach China, trotz deS dortigen Boycott gegen amerikanische Produkte, ist dem Umftaude zuzuschrei den, daß im letzten Jahre hierzulande enorme Ordres für Lieferung von Baumwolltüchern nach .China plazirt worden sind, ehe noch daselbst die anti amerikanische Bewegung zum Ausdruck gelangte. Wie uns von drüben gemel det wird, entstammte die Anregung dazu einer hawaischen Zeitung, welche einen Boycott gegen die Ver. Staaten zur Wiedervergeltung dafür empfahl, daß dahier chinesische Reisende von den JmmigrationS'Beamten gleich ttulls behandelt würden. Die Idee breitete fich schnell auS, und im vorigen Som mer wurde sie von den chinesischenKauf mannZgilden aufgenommen und zur Durchführung gebracht. Seitdem hat die Agitation, wie uns unfereGeschäftS. freunde in China schreiben, derartigen Umfang angenommen, daß auch außer halb deS eigentlichen China, bis hinun ter nach den StraitS SettlementS, ein chinesischer Händler sein Leben geführ det, wollte er amerikanische Maaren zum Verkauf offeriren. - Der Boycott erstreckt fich hauptsää lich auf den Süden deö Reiches, und feine Centren find Hongkong und Can -ton, während das Hauptabsatzgebiet für amerikanische Baumwolltücher die nörd llchen Provinzen find. Die hohen Preise von Baumwollwaaren. im Vergleich mit letztem Jahre, tragen wohl die meiste Schuld daran, wenn an neuem Geschäst großer Mangel herrscht und eö den südlichen Fabrikanten, welche auS schließlich für den chinesischen Markt au deiten, an Beschäftigung für ihre Fab. riken zu mangeln beginnt. Einige ha den ' zwar noch.biS zum August und weiterhin Lieferungen nach China zu machen. Aber die dortigen großen Vorräthe scheinen fich nicht zu vermin dern, und steht anscheinend für die hie figeBaumwollenwaareN'Jndustkie, nach hoher Prosperität wäbrend der letzten 12 Monate, eine Periode großer Ge schästSflaüe bevor. - Wie wir vom Sühen hören, begin nen zahlreiche dortige Fabriken, die vor

einem Jahre sür viele Monate im Vor aus reichlich mit Aufträgen versehen

waren den Betrieb einzuschränken, da die LieserungZ'Kontrakte ihr Ende er reichen. Sofern diesseits nicht energi sche Maßregeln getroffen werden, muß man befürchten, daß der chinesische Boykott im dortigen Markte fich noch weiter ausbreitet. Und von Seiten der dortigen Vertreter europäischer Flr men wird angeblich die a'nti'amerikanische Bewegung in China nach straf ten gefördert." Aus der amtlichen Äufftellung ist er sichtlich, ' daß an Petroleum im Fe bruar nur für $85,163 nach China zur Ausfuhr gelangt ist. während in dem selben Monat letzten Jahres solche Aus fuhr fich auf S224.777- bewirthete. Im hiesigen Bureau der Standard Oll Co. wurde der starke Abfall des Geschäftes mit China, infolge des Boy kott, bestätigt. Der betreffende Be amte sagte: In den letzten drei Mo naten vor. IS.,' in welcher Zelt die Agitation in China gegen amerikanische Waaren am heftigsten war, haben wir 81,737,000 Kisten Petroleum weni ger nach China geliefert, als vor einem Johre, während wir anschliche' Zu nähme unseres Geschäftes mit jenem Lande hätten erwarten sollen. Beson derS im Shanghai'e Distrikt war der Absatz unserer Produkte fast gänzlich zum Stillstand gekommen. Im neuen Jahre lassen fich die Verhältnisse weni ger günstig an. Aber den uns zu gehenden Berichten zufolge hat die Boykottbewegung noch durchaus nicht ihr Ende erreicht. Sie mag mit neuer Heftigkeit aufgenommen werden, so fern fich der Kongreß nicht entschließt, hier eintreffenden chinesischen Reisenden der besseren Stände eine rückfichtZvol lere Behandlung zu Theii werden zu lassen.Weniger Protzenthum und mehr StaatSwelSheit in unserem BundeSsenat würde für daS Land von großem Nutzen fein. Ebensowenig wie eine Schwalbe kein' Sommer macht-, macht eine Bombe , noch lange keine Revolution, hoffen die Pariser. Gin Gesetz in Deutschland de stimmt, daß Automobilisten den durch ihre Töff Töff'S .verletzten Personen lebenslängliche Pensionen oder bei To deSsällen solche an die Hinterbliebenen zahlen müssen. Solch Gesetz hat jeden falls größere Wirkung gegen den Schnellfahrkoller als alle Ordinanzen. Zar Nikolaus fällt im letzten Augenblick das Herz in die Hosen. Väterchen fürchtet fich, die Duma in Person zu eröffnen, wie erst mit großem Applomp' angekündigt wurde. Er wird nun die Abgeordneten in Sectio nen in seinem Palast begrüßen. Da kann er wenigstens seine ttoiaken um sich haben. Wenn Ruhe und geordnete Zu stände nicht bald in Pari einkehren. wird der Frühlings Touristenftrom jedenfalls der interessanten Seineftadt feme bleiben und nach Deutschland oder Italien abgelenkt werden. Die französischen Revolutionen haben seinen gerade, verlockenden Ruf für Ver gnügungSreisende. Kaum glaubte man, dafe einUeber einkommen zwischen den Parlamentär! schen Gruppen Oesterreichs herbeige führt fei, so kommen die bösen Polen mit einem dicken Klotz, den sie dem Premierminister Frankenthurn solcht vor die Füße schieben, daß dessen Cabl net darüber stolpern muß. ES ist Heuer wahrlich kein Vergnügen österreichischer Minister zu sein. ' Er ist erfreulich, daß Polizei-Ches Metzgerdas Verdienftsyftem bei Besör derungen so ernstlich befürwortet. Nur durch Einführung eineS solchen Sy ftemS kann unser Polizeidepartement jemals wirklich den Anforderungen, die ein guter Sicherheitsdienst stellt, gerecht werden. Besonders deachtenSwerth ist die Erklärung des Polizei'ChefS, daß politischer Einfluß bei Beförderungen abgeschafft werden muß. Er erwähnt dieS zwar nur in Verbindung mit den unteren Chargen, aber jedenfalls möchte t: das Verdienftsyftem vom Chef bis zum Sergeanten eingeführt haben; den ein unerfahrener oder unfähiger Chef,, dzr nur politischem Einfluß seine Stelle verdankt, würde selbst die beste Mannschaft-demoralisiren. Wenn Herr MetzgedaS Verdienftsystem einführen kann, sa. ist . ihm die Stadt zu Dank verpflichtet.

Anonymer Bricssazreivcr.

N osefstadt ist vor wenigen' Za gen, wie die Neichenberger Zeitungmeldet, die aufsehenerregende Verhaftun eines anonymen Briefschreibers - . . . r r r.!i r erfolgt, öcfien reioen icdon ui Jahren unter der Bevölkerung der alten Feftungsstadt die größte Auftegung verursacht hatte. In dieser langen Zeit liefen fortgesetzt anonyme Schmähschreiben in den gemeinsten Ausdrücken an die bekanntsten Familien der Stadt ein. die sich besonders mit dem ehe!ichn Leben der Adressaten befaßten und vielfach Streit und Unfrieden im Schoße der Familien hervorriefen. Sogar die Königin von Württemberg, die Tcchier des Prinzenpaares von Schaumburg-Llppe, erhielt während ihres Besuches auf oem elterlichen Schlösse in 3!achod mehrere anonyme Briefe, in welchen mit einem Attentat gedroht wurde. Im' Vorjahre erricbtete das Kreisgzricht in Königgrätz, um diesem Treiben auf die Spur zu kommen, in Josefstadt eine Filiale. während gleichzeitig ein Geheimpolizist thälig war, um den Urheber der Briefe zu entdecken. Der Hauptverdacht richtete sich schließlich gegen mehrere Personen, darunter vorwiegend gegen einen früheren Gastwirth G., ohne daß es gelungen wäre, einen positiven Veweis zu erbringen. Dem G. mochte infolge dervielen Verhöre und der pemliehen Ueberwachung der Boden in Josefstadt zu heiß geworden sein, denn er siedelte vor Jahresfrist nach Jaromierz über, kam aber noch öfters nach Josefstadt zum Besuche seiner Mutter. Seit dieser Zeit war eine Pause in den anonymen Vriefschreibereien iingeiretenbis vor etwa zwei bis dr?i Monaten die Bevölkerung aufs neu- in Aufregung gesetzt wurde. Es wurde nun unter Leitung des Vizebürgermeisters von Jofefstadt eine strenge Nachforschung angestellt und die unausgesetzte Ueberwachung der Briefkästen und des Postamtes angeordnet, welche endlich zum ersehnten Ziele führte. Neulich Abends erschien G. auf dem Hauptpostamte in Josefstadt und ließ mehrere Briefe in den Sammelkasten gleiten, wobei er von zwei Postbeamten beobachtet wurde. Die sofort vorgenommene Entleerung des Kastens ergab das Vorhandensein von mehreren an-Tiymen Briefen und Postkarten, von denen zwei an Persönlichkeiten in Jaromierz gerichtet Ware. Der PostVerwalter telegraphirte an das Kreisgericht in Königgrätz, welches die VerHaftung des G., sowie die Vornahm einer Haussuchung bei ihm und in, der Wohnung seiner Mutter anordnete. , Das Testament DersslingerS, : Ml dessen Geburt jüngst 300 Jahre vergangen waren, befindet sich in Lieg nltz trn Besitz von Frau v. Nreoen geborene Hugo. Es weist die eigenhändige Namensunterschrift des Feld, marschalls auf. .Im Besitz dieser Damt befindet sich auch nach dem Siegn. Sabl" ein Bild des Gronen Kurfürsien (Geschenk an seinen Lieben uny getrewen Feldobrist"). der eynsvrttf-' durch den der Große Kurfürst den ??eldmarsckall nack dem 30-iäbriaen Kriege mit der Herrschaft Schildberg in der Neumark belehnte, em Degen d?s Generalleutnants Friedrich v. Derfflingen. des einzigen Sobnes des Feldmarschalls, und der Lehnsbrief, durck den Friedrich Wilhelm, König von Preußen, diesen Sohn nach Derfflinyers Tode in dem yenanntenGrundbesitz bestätigte. Friedrick v.. Derff. linger starb kinderlos; seine Wittwe trennte von dem Grundbesitz die Güter Kerkow und Krauseiche ab und. schenkte sie dem Waisenhaus Züllickau. Durcö öeirath mit einer Urenkelin des alten Derfflinger und durch Kauf kam Schildberg an Christoph v. Rieben: es ist in dieser Familie von 1805 bis 1901 gewesen. Mit dem Automobil ertrunken. Ein äußerst merkwürdiger Unfall liegt dem räthselhaften Verschwinden des Berliner Malermeisters Drabandt zugrunde. Drabandt hatte sich im November v. I. in der Absicht von Hause entfernt, mittels Automobils sein bei Senftenberg gelegenes Jagdgelände aufzusuchen. Von diesem ist er nicht wieder zurückgekehrt, während sein Jagdhund einige Tage später nach Hause laufen kam. Jetzt ist die Le?che des Vermißten durch den königliches rn . r? n . j. V. ,T'JC. . t r yicoicrjoijici au vcltt vsccucu-vcc oc Groß-Besten gelandet worden. Dra i ?n e T CVT.-i i!r oanoi in aus i einer nuiomoonrayr vermuthlich vom Wege abgewichen un . , ? V r' in oer unieiyeil in oen ee g errathen, wo er hilflos ertrunken ifö. Sein Wagen befindet sich wahrschein!lich noch auf dem Grunde des See3. Bei der Leiche,- die nur eine unbedeu -tende Quetschwunde aufwies, wmde r eint größere' Barsumme, mehrere aujf höhere Beträge lautende Kundenwechsell sowie sämmtliche Werthgegenstände wi die goldene Uhr etc. vorgefunden. 3 u in VI xl p T l a n z e'n o 1 1 Ziersträucher. Beim Anpflanzen von Ziersträuchern treffe man eine sehr sorgfältige Auswahl, pflanzie hoch- Und niedrigwachsende Sorten nicht unter einander, denn die hoch- . jcr.v.. - i . c r. i . wacyienoen unieroruaen ipaier v! niedrigen. Die niedrigbleibenden sin Jt V. . r V!. nacy oen äußeren enen. oie yocywe denden m die Mltte zu pflanzen. Mo es sich um das Verdecken eines Gebäüdes oder eine Wand handelt, sind die hohen Sorten vor diese zu bringen ,

In der Neuen Zeit",

der sogenannten wissenschaftlichen Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie !"!g ein Genosse" Flüchtig darüber, öaß im Proletarier noch sehr viel sozialistische Ueberzeugung Platz greifen müsse, bevor die Arbeitermassen die ganze sittliche Verkommenheit unserer Gesellschaftsordnung begreifen können." Insbesondere achte man riel zu wenig dc.rauf. die Kinder von Anfang an . nach sozialistischen Prinzipien zu erziehe.:. Da ist es Weihnachten, die Kinder müssen etwas geschenkt bekommen. . Ja, was denn? Vater erinnert sich, daß er als kleiner Junge riesige Freude an einer Trommel, einem Säbel gehabt hat. Na, und warum soll er denn dem Jungen diese Freude versagen? Der Sohn des sozialdemokratischen Arbeiters wird lso zu Weihnachten mit all den primitiven Mordwerkzeugen ausstaffirt, die Mutter näht ihm noch ein paar bunte Lappen auf und der Husar oder Leutnant ist fertig. Wenn auch die Kinder nur in bedingtem Maße Kämpfer" für die Sozialdemokratie sein könnten, so müsse man doch auch schon vom kleinsten Kinde alles fernhalten, das geeigne! ist. Geist und Seele zu verrohen". Mit dem hölzernen Gewehr, dem Säbel sät der Vater in, das Gemüth seines Kindes Rohheit und Verachtung des Menschenlebens,; er sorgt so mit Fleiß dafür. daß sein Junge vielleicht einmal später mit Zielsicherheit auf die eigenen Familienangehörigen schießt. Würde nun derselbe Vater seinem Kinde auch buntbemalte Dietriche, Einbrechwerkzeuge und anstatt Bleisoldaten bei der Arbeit thätige Verbreche? zum Spielzeug sausen? Das wäre ungeheuerlich, ein solcber Vater wäre ein Rabenvater, die Kinder würden ihm abgenommen und in Fllrsorgeerziehung gegeben werden. Aber ein Vater, der seinem Jungen durch Geschenke die ersten Begriffe des Mas senmordes' beibringt ein solcher Vater ist auch in der orqansirten Arbeiterschaft noch eine alltägliche Erscheinung." Hoffentlich erfassen dta führenden Geister der Sozialdemokratie die Flücbtig'sche Anregung in ihrer aanzen Tragweite und setzen den wicktigen Gegenstand an die Spitze der Tagesordnung des näcksten sozialdemokratischen Varteitaaes.. NüZfel für Lors Nobertö. Englands oberster Armeeratb läkt durch die Presse bekannt werden, daß er es an der rAtxt gefunden, die Art und Weise.' wie 'Lord Roberts die öffentliche Kf:i.i: r:: r.: r !. ayiuiiuni uc jern anoesoeriyeloi gungsprogramm betreibt, einer kriti 'schen Prüfung zu unterziehen, ' und ' . l vr. r noeuien. oan, wenn oer sruyere )verkommandant der britischen "Heere in Südafrika nicht' auf diese Agitation verzichte, man sich gezwungen sehen werde. Maßregeln dagegen zu ergreifen. Lord Roberts ist och immer, was der Engländer mit dem technischen Ausdruck military servant bezeichnet, ein militärischer Diener der Regie rung, der als solcher seinen Sold bezieht, wen er auch dafür nichts zu leistcn.hat. .Er untersteht jedenfalls noch den Befehlen der Regierung. Thatfach lich aber greift er gerade diese auf das rücksichtsloseste an. Es hat sich jetzt herausgestellt., daß das berüchtigte Machwerk Die Invasion von 1910". dem Lord Roberts einen Namen als Neklameschild geliehen, im Grunde

nichts anderes ist als eine Agitatwnsschrift Wider die Friedens- und Abrüstungspolitik der jetzigen Regierung. Diese, die Regierung von 1906. wird auf jeder Zeile dieses Romans" beschuldigt, das Land durch ihre Abrü-stungs-und Sparsamkeitspolitik wehrlos gemacht. Heer und Marine desorganisirt und so die Invasion von 1910" und den Untergang Englands vorbereitet zu haben. ' . Der rothe Handschuh. Dieser Tage starb der einzige Sohn und Majoratserbe des in Berlin ehemals durch seine sportlichen Passionen bekannten Grafen Hahn-Basedow infolge einer Blutvergiftung. Der zwanzig Jahre alte Graf Lüdeke Hahn hatte sich beim Rasiren . eine kleine Wunde zugezogen, die er ' unbeachtet ließ. Nachmittags beim Reiten schmerzte ihn wohl die kleine offene Stelle, und er faßte sie mehrere Male mit der Hand an,über'die er einen rothen Handschuh gezogen, hatte. Schon nach wenigen Stunden schwoll das Geficht des Grafen furchtbar an, und am folaenden Morgen war er eine Leiche. Die Mutter des Verstorbenen. Gräsin Hahn, lebt von 'ihrem in Berlin wohnenden Gatten getrennt in Dreden. Graf Salburg ist mit dem durcb die Oldenburger Prozesse bekannten Grafen Welburg verheirathet. MajoriSerbe ist jetzt der in der L:bewelt manche Erinnerung weckende GrafNikolaus Hahn, ein Bruder des alten Grafen. Die Güter des gräflichen Hauses, zu denen das jetzt an Leutnant Sulzberger verpachtete Gestüt Basedow gehört, werden bekanntlich nach dem finanziell len Krach im Hause Hahn für die Gläubiger verwaltet. ' D e r K u l t u s m i n i st e r v e auftragte Exzellenz v. Vehring' mit der Vertretung der deutschen Wissen schaft auf dem 1. Internationalen medizinischen Kongreß vom 19., bis 26. April in Lissabon. - i ' i- ; r

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