Indiana Tribüne, Volume 29, Number 209, Indianapolis, Marion County, 27 April 1906 — Page 1
SM - O - MMsMM
Q ivn pfO K:M' V lSX
keks jjsss3?CÄSSsaffjJ Caae und ' ' Li .... - Ul ll g Tage und S 5ountagsblatt v i'tiiiiuri'iau lOc ja Woche. K lOc per Woche. 8 Si? Zi? Erscheint ieden Nachmittag. Jahrgang 29. Indianapolis, Ind., Freitag, 27; April 1906.' No. 209.
Sätf323
Vf n ,fs!pf
n
l AV-Vv:!
XV
Schwer verletzt.
Vom .dritten Stockwerk des neuen K. of P. Gebäudes fiel Freitag Mor gen ein über 5 Tonnen schwerer Bau. stein von seinem vorläufigen Lager 'zur Erde. Der unten stehende Maschinist O. D. White konnte sich trotz der War. nungZrufe anderer Arbeiter nicht recht zeitig in Sicherheit dringen; der Stein streifte White'Z Arm und Seite und riß das Fleisch und die Muskeln fast voll ftändigb. Der Verletzte lief darauf in seinem Schrecken etam 200 Fuß wett fort und stürzte dann zu Boden: man schaffte ihn zuerst zum Dr. H. A. Moore, der den ersten Verband anlegte und von dort in da? St. Vincent-HoZpital. Die Verletzungen find nicht unbedingt tödtllch. Auf welche Weise der Stein seinen Halt verlor, ist nicht aufgeklärt wor. den. Nichter Alford als SonntagsSeiliger. Kriminal . Richter Fremont Alford ist der Ansicht, daß mit dem Base. Ballspiel am Sonntag ein schwe reZ Verbrechen begangen wurde, vorausgesetzt daß freiwillige Eintritts, gelder von den Besuchern bezahlt und von den Geschäftsführern des Ball Clubs angenommen wurden. Die Groß'Geschworenen find von ihm inftruirt worden, die Sache zu unter, suchen und falls feine Voraussetzung zutrifft, Anklage gegen die Ballspiel und die Geschäftsführer des Clubs zu erheben. Städtische Beamte, die geäußert ha bm sollen, daß eö unmöglich wäre, eine Bestrafung wegen des Vergehens her. beizuführen, wurden von Richter AI ford wegen ihrer anscheinenden Laxheit in -Ausführung der Wetze recht im glimpflich mitgenommen. Erlag seiner Verletzung. Der Neger John WattS, w:lcher von der ebenfalls schwarzen Mary Wooten im Hause der Letzteren, 630 Blacksord Straße, in den Unterleid geschaffen wurde, erlag seiner Verletzung am Freitag Morgen im städtischen HoZpi. tal. wohin er nach der Schießerei ge schafft worden war. Gegen die Woo ten ist nunmehr die Mordanklage erho den worden. Die Schießerei war das Ende eines Streites über den Befitz von einem Dollar. Auch die Kleinen helfen. Die gnz kleinen Mädchen von der Industrie Schule in der Tomlinson Halle haben unter der Leitung von Frau Blanchard ein Comfort herge stellt der heute nach San Francisco an die Notbleidenden abgesandt wurde." Von den Abfüllen, welche in der Her ftellung von .Outing" Gewändern ge Wonnen wurden erhielt jedes Kind der Schule ein viereckiges Stück, die später zu einem Ganzen vereinigt wurden und nach gehöriger Wattirung sich als eine prächtige Decke erwiesen. - Jedes einzelne der kleinen Mädchen trug seinen Antheil dazu bei und ist nicht weniger Stolz auf seine Sabe an die Verunglückten als der Millionär mit keinem H100.000 Geschenk. Aber am stolzesten fühlt ftch Frau Blanchard, der das Werk zunächst am Herzen liegt Einbrüche. Der Wirthschaft von Ed. Gaston an der Kentucky Ave. und Maryland Str. statteten Einbrecher einen Besuch ab. Fünf Dollar baareö Geld, Schnaps und Cigarren fielen den Dieben in die Hände. In Hadley's Apotheke an 22. Str. und Central Ave. wurde ebenfalls der sucht einzubrechen. Zwei Polizisten kamen zufällig des Weges und ver scheuchten die Spitzbuben, die bereits die Scheibe im Schaufenster zerschnitten hatten. Die Hallunken entkamen.
Männerchor-Coacert
Mit Herrn Hins Schwede? aus Chicago als Solist. Heute Abend findet das vierte 5ou cert der Saison des Indianapolis Mün. nerchor unter Leitung des Dirigenten m rt n 1 1 r Y verrn tfnmz A.mnger naii. ucy diese? Concert verspricht wiederum einen recht genußreichen Abend; der Bariton. Sänger Herr HanS Schroeder. dessen Lieder stch überall.einer höchst günstigen Krttlk erfreuten, ist auf dem Programm mit mehreren Solo.Nummern vertre. ten und kann man dem Männerchor Glück wünschen, einen Künstler mit so gutem Ruf für sein Concert ge Wonnen zu haben. ' 9 Nach dem Concert lft Tanz; das Supper wird um 11 Uhr servirt wer den. Carnegie vill helfen, wenn Andrew Carnegie hat sich kn groß müthiger Weise bereit erklärt, S25.000 htm nt!Mi 9In5RrtthmnJ!RöTth d?S Butter College beizusteuern, da er nach dem nbalt eines von seinem Sekretär verfaßten Schreibens davon überzeugt m m P.firrtnftrti dsl mm nntfi. . vt c.... as env. urolUUl. w Uttzc O ftTT on nnn f,.Mrt. nh rrrtr. V, VW VtkUUVt LJ b m m I ' 3 I n.rtt. fit Mn- nrHtoimfiMi nn N.dinaun slilnflhf. da hie ßm T I 225,000 in Baar oder marktfähigen i,.,.,,. f,..?ns.t. r.in Sicherheiten beieinander sein Müffen. ehe seine eigenen $25,1)00 zur AuS zahlung gelangen können. Nach Anficht der Direktoren des But er College ist allerdings nun, nachdem Herr Carnegie seine Mse zugesagt hat, Die Erlangung oer $zzd,uuu mit gar einen Schwierigkeiten verknüpft; 3100,000 find bereits von Herrn Jof. I. Irwin in ColumbuS zu dem Fond gezeichnet worden. Auslegung dtSAnti - Cigarrktten - tXtmSmUmm SÄ Olt.. Gesetzes leitenS des Obereriqis. In seiner Entscheidung des Prozesses gegen John M. LewiS aus Andersen, welcher wegen Rauchens einer Cigarette biftraft worden war, entschied gestern das Obergericht. dak die Handlung LewiS' keine strafbare im Sinne des Anti'Cigaretten'GefetzeS war; die Bm strafung wurde deshalb aufgehoben. In der Begründung der Entschei dung spricht das Gericht die Anficht aus, daß in dem Eefetz nur Fabrika tion. Verkauf. Tausch, Verschenken oder auf Lager halten nicht aber das Rauchen von Cigarretten verboten sei. Das Gesetz hat augenscheinlich den Zweck.. das Rauchen der Cigarretten hauptsächlich seitens jugendlicher Per ' . fönen einzuschränken schließt aber ein Rauchverbot in positiver Meise nicht ein. ' In einem anderen Falle, in welchem die untere Instanz W. W. Lowry hier selbst von der Anklaae.' widerrechtlich Ciaarretten von einem anderen Staate " ' (LouiSville, Ky ) in den Staat Jndiana eingeführt zu haben, freigesprochen hatte, wurde die Entscheidung des un teren Gerichts aufrecht erhalten. Hawaii. . N u r i m m e r 'r a n. Honolulu, 26. April. Hiesige Chinesen tragen sich mit dem Plane, ihre obdachlosen' Landsleute in San Francisco hierher zu importiren. Sie haben fich mit einem diesbezüglichen Gesuch an den Gouverneur gewandt, ihren Wunsch mit dem auf den In seln herrschenden Arbeitermangel be gründend. Canada. S ch i ff SKa t aft r o p h e. Halifax, 26. April, . Der bri tisch Dampfer Havana" wurde, heute Nacht im Hafen von Halifax von dem Dampfer Strathcomer" in den Gründ gebohrt. .Der Kapitän und sieben Mann von der Hava.ia" wurden ge rittet. ' - ''-,.;.'.
Das Wegerecht der C., I. & 6.
Eisenbahn In den Gerichten. ftafoem die Vroteue aeaen die Er. ilung des Wegerechts an die Chi cago. JndianavolS und EvanZville Ei. o r J V senbshngesellschaft sich bei der Behörde jüt öffentliche Arbeiten und bei dem Stadtrath als nutzlos erwiesen haben, $at Dr. B. M. Gundelfinger im Kreisgericht um einen CinhaltZbefehl nachgecht, nach welchem der Stadt das Wegerecht zu ertheilen und der Bahnge. f.nrrtc ...K.. UU14UI Ull9UlllUi;U UCIUUUIM y d s g - . er Antrag wird damit begründet. hfl6 das mMmifi nfin irnnh -hifTrfip I s vv0Wfi tX l U m nnatxiht m tolIlb, und dak m h m m,npp fxrrtfe, hrfnii o jj vvWf vu i werden, die der Stadt Indianapolis vom Staate Jndiana zur Benutzung überlasten wurden, die Stadt also kein Recht gehabt habe, diese Straßen zu verschenken. Columbia, Osage und California.Straße find als diejenigen Straßen ' benannt, über 'welche die angeblich kein Verfügungsrecht slt' er Antrag behauptet ferner, uch Behörde für öffentliche Arbeiten diese Straßen nicht ulö vacant erklärt hat. was hätte geschehen müssen, . k -1A1 ; ,i'.. . . eoor oie Illvl ue oer,qenien ronnie. - . ' . I oaT.: v: fuvi .fi om:itjfL I -"i cmui m uiöCUöglM w cw . w .n In nuagc genanm wuroe, in ' dieselbe m t der Sache gar nicht? mehr "L .7... , zu iqun yar. er Anirag wuroe im Namen der Staates Jndiana von Dr. Gundelsinaer als Bewobner d.ssel. hm t t ftfllt Versammlung im Interesse höhef.m (i tf4iyuii'tfMUCiu vcaa) emer Konferenz zwl,azen Aer ireiern oer znoianapous z.elepyoN'ise fellschaft und den Mitgliedern der Be 1- .1 k. .11m. - V I !l'!efl.uJ V U, UUl Fag, den 4. Mai Abends.. in der Tomlinson Halle eine Versammlung abzuhalten, in welcher den Opponen ten gegen die beabsichtigte Erhöhung der TelephonRaten die Gründe auS einander geießt werden sollen, weshalb diese Erhöhung einfach eine Lebens Nage, für vte Tttepyon.Gesellschaft ist i , , , no oesyalv emlreten muk. Da die Indianapolis MephoN'Ge fellschaft bei Einberufung eine? strikt öffentlichen Versammlung befürchtet, daß tyre oncurrentin, die Central unipn Telephon Co.. mit zu vielen Anhängern der Opposition anmarschi n könnte, wird die Sache ziemlich ein "tig werden, da Einladungen zu der Versammlung , verschickt .werden sollen unv zwar nur an foiche Leute, welche die Instrumente der Indianapolis Te t.r. rr . tr.. -t r iepyon o. m leoraucy yaoen. Die Stadt stellt die Tomlinson Salle für die Versammlung unentaeltlick ,ur Verfügung und Mavor Bookwalter bat fich außerdem bereit erklärt, eine genü gende Polizei'Macht an Ort und Stelle . ' zu beordern, um etwa entsseken, Nn. ruhen im Keime zu ersticken. Oennßreichen Nachmittag Verleben die 'Damen des Socialen Turn Vereins und ihre Gäste. 5n anreaender Weile vH,f ft.Rmt der von bett SDarntn beS Socialen TurnI Vereins arrangirte Euch. Die schs nen Preise gewannen: E u ch r e : 1. Preis Frau Carl Habich. 2.. n H. C. Bauer. 3. Oscar Jose. 4. Whitcomb. 5. Randall. 6. Fred. Bachmann. 7. Charlotte Otte. 3. Marie Hirsch. Lotto: 1. Preis Frau Caroline Riegger. 2. . ?kobanna ?tzose. 3.' Mnnie-Schiffel. ET Raucht die Ti$h IMingo.,
Ans den Gerichten.
Superiorgericht. Frank C. Eahill, der eine Dem eldunMlage x.egen feine Gattin J"Ulc am angestrengt hatte, wurde die Scheidung bewilligt. Er erhielt die 0t ..1 v.s H k. . . f ' i. yul oes unmunmgen moes. Scheidungsklagen, Henry M. Gerlach strengte gegen seine Gattin Anna Gerlach eine Klage aus Scheidung an. Sie verheirathe. ten sich am 4. Oktober 1836 und lebten bis zum 13.. October 1904 als Mann im 5 .r,,. refi.? u"v U4UW flUUUUillll. ViliUUU VUll Seiten der ftrau soll der Krund der Klage sein. Anna ll. fff hftUnrt ihrm fSnttrn wv.vv r g f Jofiab S. Rice auf Ebelckeiduna. Die. Mfim innren rfeTiA npimui und w olSr 7 lebten biZ April 1906 als Mann und Frau zusammen. Sie begründet ihre Klage auf böswilliges Verlassen von Seiten des ManneS. Mary C. Hunter strengte gegen ihren Catten Michael Hunter eine Klage auf Scheidung an. Die Ehe wurde am 12 Juni 1901 geschlossen und die Verehelichten lebten US zum 29. März 1906 als Mann und Frau zusammen. Grausame Behandlung soll der Grund ihrer Klage sein. Sie L - - fxi :c rnnx " cm rc wunil iqun auocnnamcn x'imy . . . . cmu.sf a. tntm wac mwm iuct uyic au uui,C. SmabfNerfstfeHttste. Margaret Drake strengte gegen die mgam viuu iiungic gegen oie ndZanakoli J-raktian und Terminal . 7 p " " " pany eine tage aus o qa. denersatz an. Die Klägerin wurde am 25. Februar 1906 in einem Gedränge I r i. r . . . r ... aus oer lraye von einem Tlraen bahnwagen, der plötzlich um die Ecke eiayren uugesayren uno zu o den aesckleudttt. wobei ste sckwer der lebt wurde. Aus diele Verlekunoen " n " I " r ' I" lW . -ff. , 1- o bearündet e ib Klaae. ' Gebildete (!) Blanröcke. Nachdem die Appliksnten. Tür bic Stellung eines städtischen Polizisten fich einer Prüfung über ihre allgemeine Bildung unterziehen müssen, kommt es ihnen zum Bewußtsein, daß eS doch nicht so leicht lft wie früher, als Knüp pelfchwiüger zu Amt und Würden zu aelanaen. i" u Mehr als fünfzig Procent der Be Werber mußten eS fich gefallen lasten, ungenügender Schulkenntnlste halber zurückgewiesen zu werden; die anderen fünfzig Prozent werden sich, nachdem fie ihr Schul.Examen vor dem Polizei Arzt Dr. Hodgin bestanden haben, dem PolizeiChef vorstellen müssen, der dann endgültig entscheidet, ob die Leute auch in praktischer Beziehung brauchbar stnd. Zu verwundern ist, daß Freunde der I rwf . r Aogewtejenen Ar. voogm mn per, "chm und per Telephon vorgetragenen Bittm zu bewegen suchen, hier, und da einmal ein Auge zuzudrücken. Die Verordnung bezüglich der Prüfung ist aber noch zu neu und werden diese Ge l - t rr e ,r . iuqe odl vortaung kemen rsvig haben. Abgewieiene Bewerber können fich nach den Bestimmungen erst nach Ab lauf eines Jahres wieder zur Prüfung melden. M o r o c c o, 26. April. Die frü 5 Zwischen den einzelnen Farmgrund pü4m ßmn gehstu W gfenm I Ä. M t . 9 4. f . 1k ? f"? n.aune ver,qwmoen m seliger Gegend immer mehr. Die Farmer le gen jetzt überall Drahtzäune an, die praktischer und billiger sein sollen,' als die.Heck?nzäune. Terre Haute, 26. April. Mit einer leichten Strafe kam der Neger Marshall Alexander, der einen krlmi nellen Angriff auf. Frau Laura Harper verübt haben sollte, davon; der Polizei Richter verurtheilte ihn zu einer WdZ strafe von HO, während Jedermann rwartete, daß er den Großgeschvorei nen überwiesen werden würde.?,. Wenn in den Südftaaten ein Schwarzer'elnen derartigen Angriff auf eine weiße Frau juöübt,. hat er in der Regel ein Lynch gnicht zu erwarten. " , . , l
Satte einen harten Schädel.
Daß die Neger einen auZnabmZweise harten Schädel haben, den so leicht nichts zerbrechen kann, wurde wieder einmal von Neuem bewiesen, als der Farbige SilaS JoneS am Dienstag von einem zwei Stockwerke hohen Gebäude mit dem Kopf voran auf das Pflaster stürzte. Als man ihn aufhob, glaub ten die Aerzte, er Hütte einen Schädel bruch erlitten, doch stellte sich diese An nähme bei der gestern vorgenommenen Autopsie als irrig heraus. ES eigte sich nämlich, daß der Schädel vollständig intakt war, und daß der nach länger als 24 Stunden nach dem Fall eingetretene Tod des JoneS durch einen Bruch des Genicks herbeigeführt wurde. Man sollte eS kaum für möglich hal en, daß ein Mensch mit gebrochenem Genick überhaupt und wäre eS auch nur für kurze Zeit, weiterleben kann. und doch ist diese Thatsache durch den beschriebenen Fall festgestellt. Falscher Alarm. Am Freitag Mittag 12.10 Uhr wurde die Feuerwehr nach dem Ge bäude der Indianapolis News" an der Washington nahe Illinois Straße ge rufen. Keine Spur voneuer war zu entdecken und die Sache erwies fich als ein blinder Alarm. Polizeiliches. Auf Veranl a s s u n g deS Rauch Inspektors WalmSley wurde Frederick R. Judson, Agent für daS Newton Claypool Gebäude, wegen Uebertretung der Rauch'Ordinanz ver haftet. Der den Schornsteinen des betr. Gebäude? entsteiaende Rauck cheint dem Inspektor doch endlich zu dick geworden zu sein. D e r M au r e r Nathan C. Smith wurde wegen Grausamkeit gegen Thiere von dem Beamten der Humane So ciety" Al. Smith verhastet. Der. von dem Verhafteten als Zugpferd benutzte alte Klepper war so ntkrüftet und mit offenen Wunden bedeckt, daß derselbe zedenfallS aus Barmherzigkeit . durch einen Revolverschuß ln'S Jenseits spe dirt werden wird. Benjamin Wamsley, der als Inspektor von Gasmessern beschäf tigt ist und seine Adresse No. 532 Massachusetts Ave. angiebt, wurde auf Ersuchen seiner Frau, die er in Muncie im Stich gelassen haben soll, verhastet. Die Jungen Virgil Bell, Hatry Closh und Frank DaviS ver gnügten fich damit, an, in Bewegung befindlichen iStraßenbahnwagen aus und abzuspringen. Die Polizisten Hus sey und Haynor brachten dieselben in'S Polizeigefüngniß. W m. Willis mson wurde auf Antrag seiner Frau verhaftet, weil er fortgesetzt seinen Verdienst auf an dere.' Weise' als zum Unterhalt seiner minderjährigen Kinder verwendete. . Joe J itzp atrick berichtete der Polizei, daß ihm aus seinem Zimmer über MileS R-ftaurant an Oft Wast ington Str. ein neuer Anzug und meh rere Kleinigkeiten gestohlen wurden. Von dem Diebe hat man keine Spur. Thomas McCarthy, der sein Geld lieber in Alkohol anlegte, anstatt dasselbe zum Theil wenigstens zum Unterhalt seiner Familie zu verwenden, wurde 'auf Antrag seiner Frau ner haftet. Gegen Bürgschaft von WO wurde er bis zur Verhandlung wieder auf freien Fuß gefetzt. Die größte und pas. kendsteNuöwahl von schnitt blnwen und OwmenftüSen für alle freudigen und trau rigen Ereignisse. Oir find jederzeit gern bereit bei der Auswahl vehülfliS zu lein. ; Oertermsnn OroS. 00 L41 Nall. AVtZ. 2el.M0
Nachrichten aus Jndiana.
, Cv anSvill e, 26. April. Ray mond Lackey wurde unter der Beschul digung verhaftet, eine Blechbüchse,' in der sich Contributionen für die Obdach losen in San Francisco befanden, ge stöhlen zu haben. Dcr in der Büchse enthaltende Betrag soll bedeutend ge Wesen sein. G r e t n f 1 1 d, 26. April. Bei einer Spazierfahrt wurden M. - C. Boone, dessen Frau und Tochter von einem Wirbelwind getroffen. Der Wagen wurde umgekippt und die In lassen auf die Landstraße geworfen. Herr und Frau Boone erlitten bedenk liche Verletzungen. L a Porte, 26. April. Die Ge schworenen deS Superiorgericht? ent schieden in dem Processe der Frau Lillie Freitag gegen die Chicago Junctio Railway Co.. daß die Verklagte der Klägerin S25.000 Schadenersatz zu zah len hat. Der Klägerin wurden am 27. Dezember 1904 bei einem Unfälle in den Union Stock YardZ in Chicago beide Beine abgefahren. Bloomington. 26. April. In einem Feuer, welches im Cornelius Meadows Block ausbrach, wurde der Farbige Burk SpeakS und ein Weißer, von dem angenommen wird, daß eS David Bockman war. ,u Tode ver brannt. ES wird angenommen, daß noch ein dritter Mann, dessen Name nicht bekannt ist, in den Flammen fei nen Tod gefunden hat. Fort Wayne, 26. April. Hun dertundfünfundsiebenzig Insassen deS hiesigen Schwachsinnigen Heims er krankten am Montaa Abend , an Vto main Vergiftung, wahrscheinlich in folge deS Genusses von Bühsen'tton serven. Glücklicherweise erkrankte keines der Kinder, gefährlich. Die Nothwen digkeit eines Gesetzes gegen NahrungS mittel'Verfälfchung wurde wieder ein mal glänzend demonstriert. K o k o m o, 26. April. Mehrere Besitzer großer Fabriken haben den neuen Stadtrath ersucht, die in dem Fabrik.Diftrikt befindlichen Wirthschaf, ten nach anderen Theilen der Stadt zu verlegen. Als Begründung deS Ge fuchs wird angegeben, daß die Wirth fchaften einen demoralisirenden Einfluß auf die Arbeiter ausüben und der Vorschlag wird zugleich gemacht, alle Wirth schalten auf einen Distrikt, welcher acht Straßengevierte lanK und vier breit ist. zu beschränken. . K o k o m o, 26. April. Die Leiche des Farmers Clbert RawlingS wurde im städtischen Steinbruch in 15 Fuß tiefem Wasser gefunden. RawlingS war am Dienstag Nachmittag zur Stadt gekommen, um seine Steuern zu be zahlen. Er suchte dann eine Wirth schaft auf und machte sich am Abend in angetrunkenem Zustande auf den Heim weg. Da fich keine Spuren von Ge walthätigkeiten am Körper fanden, wird angenommen, daß er am Stein bruch die steile Böschung hinunter in's Wasser fiel." Der Ertrunkene war 46 Jahre alt und hinterläßt seine Wittwe und vier Kinder. B l u f f t o n , 26. April.' Da? Feuer auf der JosephuS Yarger gehö rigen Farm, durch welches ein - Theil der Gebäude zerstört wurde, wird noch ein Nachspiel haben. Varger ist öer haftet worden und deuten Umstände darauf hin, daß daS Feuer böswillig an gelegt wurde. Vor kurzer Zeit wurde Yarger wegen eines Vergehens vom Kriminalgerichte bestraft und wird von mancher Seite die Vermuthung . auöge sprachen, er Habs das Feuer selbst ang? legt, um seine Söhne in einem gegen ihn angestrengten Theilungsprocesse zu schädigen. ' Von anderer Seite wird behauptet, Karger wäre irrfinnig. Die Die Groß'Geschworenen find beauftragt worden, eine Untersuchung über die Brandursache anzustellen und zugleich der Wahrheit der von ZZarger erzählten Geschichte nachzuforschen, - nach welcher er von vier maökirtm 'Männern aus dem Bette geholt, von Hause fortge führt und dann beraubt sein will. Die MaSkirten sollen nach Varger'S Ang'a 'ben auch das. Feue, angelegt haben.
