Indiana Tribüne, Volume 29, Number 207, Indianapolis, Marion County, 25 April 1906 — Page 7
Jndiana Tribüne, 25 April 1006
Der jüngste Bruder Csjlale? Kemsn von ErnS Wichert. (SoriMuna,) Sa, wenn es Ihnen gesälng ri. Ich möchte nur Ihre Fertigkeit prüfen. Ziehen Sie doch den Handschuh ab." .Das darf ich nicht die Schivägerin hat'S verboten." Herr Hirsche! lächelte. Es wird zur Noth auch so gehen.- Er diktirte einen Geschäftsbrief. Arnold schrieb wenig geläufig und mit großen, einzeln aneinander gereihten Bnchstaben, aber mit Sicherheit. . Können Sie nicht rascher schrei bei,?" .Ja wohl, aber dann sieht's nicht so gut aus..Versuchen Sie'S einmal. So. ich danke Ihnen." Er sah über das Blatt hin. .Wie steht'S mit dem Rechnen ?" .Wir haben nicht viel zn rechnen. Herr .Darf ich Ihnen einmal eine Aufgabe stellen?" .Nur zu. Aber ich weiß nicht .Sie haben Holz gekauft zweizöllige Bretter,' den lausenden Fuß zu Was bezahlt man gewöhnlich dafür?Arnold nannte den Preis, und Herr Hirschel forderte nun eine Aufstellung bei richtiger und mangelhafter Lieferung. Mit einiger Mühe brachte der Tischler das Exempel zu Stunde, ebenso auch eine leichte Zinsrechnung, freilich nicht auf dem geradesten Wege. Herr Hir' schel schien besriediat an sein. .Sie
leisten da mehr als ein gewöhnlicher Arbeiter." sagte er. .Wie kommt es denn, daß Sie's niht weitergebracht haben?Anton zuckte die Achseln. .Wenn man kein Kapital in Händen hat " .Und wenn sich nun Jemand fände, der'S Ihnen anvcrtraute Was würden Sie damit anfangen?" Diese Frage machte den Tischler stutzig. .Ja, da müßt' man doch erst wissen, wie viel?" antwortete er nach, einer Weile. .Ganz richtig. Aber nehmen Sie an, Sie könnten unbeschränkt darüber gebieten." Anton lachte kurz aus. .Waö soll man sich über so etwas unnütz den Kopf zerbrechen..Wenn man Sie aber wirklich unter stützen wollte, Herr Berken Sie hobeif doch gewiß schon darüber nach, gedacht, was Sie mit sich beginnen würden, wenn Sie Geid hätten ?- .Hm für Geld ist ja alles zu kaufen, sogar ein ganzes Möbelmaga zin..Und wenn Sie das nun hätten, würden Sie die Leitung übernehmen können ?- Arnold strich mit der Hand über sein Km hin. .Das ist eine ängstliche Sache. Ich hab' mich mit der Möbeltischlere! eigentlich nicht so viel abgege ben. Aber ja allenfalls wenn ich mir einen guten Buchhalter nehmen könnte - .Die Bautischlerei verspricht Ihnen also wohl mehr ?- .Jawohl. Das Geschäft ist einfacher. Man hat da immer die bestimmten Arbeiten zu liefern und kann sich auch auf einzelne beschränken und man arbeitet auch immer auf Bestellung und nicht auf Vorrath, das hat seinen arnfecn Vortheil. Zreilick mun man racti ans Kredit ues.rn, unk so ein Bauunternehmer geht leicht um die Ecke..WaS yehort denn nun dazu, ein solches Geschäft zu etabliren?.Hm ja je nachdem mn groß oder klein anfängt." .Fangen wir einmal klein an." .Wir?.Jch setze den Fall.Ah so ! Nu man muß doch immer eine Werkstätte und einen Lager, platz haben und das Holz kaufen und die Arbeiter bezahlen und doch auch eine Weile leben können, ohne für den Tag etwas zu verdienen. Auf Kundschaft ist dabei schon gerechnet. .So und so viel tausend Marf muß man immer haben auch zum kleinsten Anfang. - Herr Hirschel schob ihm. wieder das Blatt und den Bleistift hin. .Darf ich Sie bitten, mir das näher zu berechnen? ?!ehmen Sie die Zahlen eher zu völlig als zu knapp." Der Tischler sah ihn wieder fragend an. Da der sonderbare Herr aber ganz ernst blieb, erhob er weiter keine Einwendungen, tippte mit der Bleifeder aus seine Zungenspitze, und machte ötc aeforderte Aufstellunq. die einzelnen Positionen mitunter längere Zeit bedenkend und wohl auch verbessernd. Herr Hirschel schrieb während dessen den Brief weiter, den er angefangen hatte, ehe Arnold eingeführt wurde. .DaS summt nai doch ganz hub ch iinain men,- sagte dieser endlich, indem er sich mit dem Stift die Stirne rieb. Der Bankier nahm das Blatt und überblickte - die Rechnung. .Sie haben hier unrichtig multlpllzirt.- bemerkte er. .aber die Dmarein M nicht iciir erheb lich. Hm! nnd wenn Ihnen nun Jea ' . .4 ? . ff A. . M raauo oas acapuai ijcneiqcn ioouic .Ha, ha, ha! so närrisch ist Feiner, der es hat." .Wenn aber doch ? Würden Sie es ihm danken ."- .Warum nicht ? Er war' ja doch der emzlge, der dabei zu verlieren hatte, wenn die Sache schief ginge..Es wäre aber nicht gerade nöthig, daß sie schief ginge.OZciii, meinetwegen nicht." .Ich denke, Sie hätten einen ehrlichen Namen einusetzen..Sie meinen, weil meine Brüder - .Auch das. Wenn Sie sich eine bürgerliche Stellung schaffen könnten, die Sie ihnen wieder dauernd näherte ..... Dazu müßten Sie allerdings mancherlei hinter sich werfe, las Ihnen wahrscheinlich letzt noch andänat.-
Arnold hob 'frägend den Äopf. .Ich denke da vornehmlich an 23er bindungen mit staatSgefährlichen Elementeu der Gesellschaft. öie sind, wie ich gehört habe, Sozialdemokrat." .Das leugne ich nicht..Eö mag sich aus Ihren Verhältnis. sei, erklären. Wenn Sie aber nun selbst Arbeitgeber werden sollten? Das ändert doch viel..ES kann sein. Der Mensch ist eine Bestie.Erlauben Sie ! ES scheint mir doch ganz in der Ordnung, daß veränderte wirthschaftliche Interessen auch eine veränderte Lebensauffassung herbeiführen. Wer etwas zu verlieren hat, fpekulirt nicht auf den Umsturz alles Bestehen den.Der Tischler lächelte etwas mitleidig, .DaS nennen Sie so. Wir wolle doch nur gleiches ökecht für Alle..Und gleichen Besitz..Gleiches Recht am Staatsbesitz. Der Staat soll Alles besitzen nnd Je dem geben, was ihm nach seiner Leistung znkommt..Vorher aber nimmt er mir, was ich habe. Wenn ich nun der Junand wäre, der im Butrauen auf Ihre ökedlichkeit zur Berbefserung Ihrer Lage einen Theil seines Besitzes in Ihre Hand legte könnten Sie so gewissenlos sein, an meinem Ruin in arbeiten ?- .lieber Herr DaS wird vaz mand von mir verlangen." .Aber Sie arbeiten daran und au dem Ruin a'Jcr Besitzenden, zu denen Sie doch auch gehören wollen, wenn Sie sich nicht von einer Gemeinschaft trennen, die gefährlichere Lehren ver
breitet, als Ihnen vielleicht zum Bewußtsein gekommen ist. Diese Trennung müßte die unerläßliche Bedingung meiner Betheiligung an Ihrem ferneren schlaml sein.Der lichler sah ihm mit neigender Verwunderung in die großen Augen, deren strenger Blick ihm jetzt zu rathen geben mußte. .Ja wollen Sie denn im Ernst für mich Ich kann aus alledcm nicht klng wcrden.Herr Hirschel stand aus und ging cm paar Mal durch's Zimmer, das iiiirn rn die Hand stützend. .Ich weiß noch nicht,- sagte er, machen Sie sich vor läusig keine Hoffnungen. Ich werde mit Ihrem Bruder, dem Geheimen Rath sprechen. Gewisse Garantieen Ich danke Ihnen iedeniallS für Ihren Besuch. ES sollte mir lieb sein, wenn ich den Wünschen meiner Tochter cntsprechen könnte, ohne Aber daS wird sich ja finden. Empfehlen Sie mich dem Herrn Geheimen Rath.- Er reichte Arnold die Hand und gab ihm die Dichtung uach der zu den Geschäfts, räumen führenden Thür, die er ihm dann selbst öffnete. Arnold fühlte sich nach dieser folgen Unterredung, die ihm wie ein Examen vorkam, etwas dumm im Kopf. Wozu das alles ? Was beabsichtigte man mit ihm ? Irgend etwas offenbar, das zu seinem Besten gereichen sollte. Oder kamen dabei eigentlich nur seine Brüder in Frage? Herr Hirschel hatte ihm rrcht gut gefallen. Nur das Letzte Es war von einer Bedingung die Rede gewesen, von einer .unerläßlichen Be-dingüng,-wie Herr Hirschel sich aus gedrückt hatte; er erinnerte sich jetzt dieser Worte ganz genau. Er sollte Ja, das kam auf die Umstäude an. .Unter Umständen kann sick'ö ia aan; von selbst verstehen.... mn mun erst wissen, waS eigentlich gemeint ist. Wenn sie denken, für ein Butter brod DaS ist bald aufgegessen, und dann. .. .Laß Dich zu keinen Dumm heiten verleiten ! Pah ! Unsereins hat auch den Kops oben und die Beine unten. Wenn ich gch'n will sie können mich nicht halten. Erst komm' ich selbst, und wcnn'S dann so paßt Ra ja!So sprach er in sich hinein, während er nach Hause ging. Der Schwägerin theilte er kurz mir, daß er mit Herrn Hirschel gesprochen hätte. .Ich weiß so recht nicht, was er von mir will, aber Siegfried soll's ja von ihm erfahren. Ich hab' schreiben und rechnen müssen es war drollig. Aber .ein sehr freundlicher Mann ia wohl. Es scheint, daß er eine Tischlerei einrichten wlll.Sehr viel umständlicher crzähla er be: nächster Gelegenheit Frledenkc, was verhandelt war. .Was halten Sie nun davon im fragte er sie. .Ja, wie soll ich?.ES muß doch etwas zu bedeuten haben..Jch denke mir, es ist Ihren Herrn Brüdern nicht recht, daß Sie nur so ein einfacher Arbeiter sind. . Da soll' etwas zur ie gcjchchen. - .Aber was?'.Das hat jnan aus Ihnen heraus kriegen wollen.- -.Aus mir?" .Jch denke. Ob Sie sich dazu cig .Ich weiß ja nicht. Der Herr 23a ter von der gnädigen Frau Major soll sehr reich sein..DaS' glaub' ich. So ein Van ncr Er schnalzte mit der unae. .Vielleicht gibt er Ihnen das Geld man kann mcht wlcn. Ihrer Herrcn Brüder wegen.Arnold saß eiue Weile in sich ver funken. Dann richtete er plötzlich den Kopf auf und fragte: .Meinen Sie, dan ich mir das zutrl.uen kann?.Wenn Sie 'was Tüchtiges gelernt haben uns recht solide werden - .Ja aber. . . . Wissen Sie, öttekchen. die Sache hat einen Haken. Ich weiß noch nicht, was daran hängt. Für nichts it Nichts. iii?cim Ihnen einer jagte: es gefallt mir nicht, dan Sie Dienst mädchcn sind ; hier haben Sie Geld, viel Geld billig ist ja doch die Ge schichte mit der Tischlern nicht. Na ?! .Wer sollte das zu mir f?Nicht dasvon der Tischlerei, ver
jicgi sicy. rlvcr sonst tz?le stno hübsch und sauber.-
?lch-!" 'So ein reicher Bankier uim Bei spiel Ich meine nicht gerade den alten Herrn Hirschel, versteht sich. Ver C 1 - MA oall)lig war'S oynen oom. .Ra gewiß !- .ehen'Sic wohl? Man muß auf passen." Er sah sie wieder nach einer Weile vergnügt an. .Haben Sie sich'S schon überlegt wegen Sonntag, mitf chcn?.Da ist gar nicht zu überlegen..Wir brauchen ja blos spazieren zu gchen..Wcnil daS Herr Hirschel erfahrt, zieht er seine Hand gleich von Ihnen ab...'celnctwegcn. venn ich Nicht mehr mein freier Herr soll sein können - .coen tote nur gar nicht weiter da von. .ES wär' so hübsch. Niekchcn.Jch sag' Jhucn. ic sotten still sein. Es sind so hier schon zwei Ohren zu viel." .Ach so na ja.- Er setzte daS Gespräch nicht fort. Wanda, die mit ihrer Puppe bnchäh tigt war, schien jetzt erst aufzumerken. Sie blickte überall im Zimmer umher. Wo und dl: zwei Ohren, die hier zu viel siud-, fragte sie. tfitedcrifc lachte. .Das und meine zwei Ohren." antworrete sie. .iiocr oie vrauO'ir n ja. Run lachte der Onkel. .Warum lacht Ihr?- erkundigte sich Of i r r rr. .! die ülein?. Mama sagt, die Wände haben Clicn. Ist das wahr ?- .Ja wohl.Run lachte Ne mit. doch etwas verlegen. Als die Geheime Räthin ein trat, lief sie gleich auf sie zu und rief: Die zZrlederlie sagt, es und hier zwei Ohren zu viel, nnd das sollen ihre Ohren lein. Ist daS nicht dummes Zeug? Wie viel Ohren haben die Wände, Mama?.Tie Friederike soll nichts sprechen. wofür zwei Ohren zu viel sind," bemerkte die Gnädige mit einem strafenden Seitenblick aus das Madchen, das fcuerroth geworden war. .Ach. ich. gnädige Frau.....Licbcr Arnold, mein Mann ist eben nach Hause gekommen. Wenn Sie zu ihm in fern Zimmer gehen wollen - .Gleich.- Er entfernte sich durch den Salon. Wände war beharrlich. .Mama, wie viel Ohren Naben die Wände?.Tausend,- antwortete sie streng. Das geht so nicht weiter mit den Beiden. dachte sie mißgestimmt. Der Geheime Rath stattete Hirschel einen Besuch ab. Er hatte von ihm eine 5larrc erhalten mit der Anfrage wann er zu Hanse anzutreffen sei; daraus war er ihm höflich zuvorgekommen. . imi, wie. haben Sie memen Bruder befundcu?- fragte er nach der Begrüßnng. ..Glauben Sie. daß mit ihm etwas anzustellen wäre ?" .O ich möchte daran nicht zwei-fcln.-antwortete der Bankier. .Freilich ganz in der Weise, wie Sarah sich'f denkt Er zuckte die Achseln. .Es ist sehr zu bedauern, daß JhrHerrBru der sich nicht viel früher bereits an Sie gewandt hat. als noch der Einfluß des elterlichen Hanfes wirksamer war. Hoch hinaus kanil sein Streben von Anfang an nicht gegangen sein ; er hat sich dem zurucr der Verhaitnifsc gcfNgl oder bestenfalls nnr mit dem Erfolge zn ent ziehen versucht, daß er uun crst recht den Weg verfehlte und tiefer hinabzusteigen genöthigt war. Danu ist er natürlich den Vvlksbcglückcrn in die Hände gefcülen und ihncii wahrscheinlich ein sehr brauchbares Werkzcuz für die Agitation geworden. In seinen allgcin einen Kenntnissen ttbrragt er sicher die meisten seiner Genossen unter den Handarbcitcrn, aber doch kaum so weit, daß man jetzt noch von einer völlig anderen Bildnngösphäre sprechen könnte. Ich weiß nicht, ob er als Arbeiter besonders tauglich ist ; aber ich weiß ebenso wenig, ob er in anderer Lebensstellung lcistungSfähig sein würde.Dcr Geheime Rath seufzte., .Ja, ja.- sagte er. .Sie mögen ganz recht haben. ES war sein Unglück, daß er seinem Stande entfremdet wurde, und cö ist vielleicht nicht sein Glück, wenn die Familie ihn nun über sich selbst zu he btn versuch;.' Aber Ewald wünscht sein Gewissen zn' beruhigen, und Ihre Frau Tochter hat sich in so liebenswürdiger Weise bethätigt - .Ja, ara'h ! Ich deutete schon an : wie sie sich'S in ihrer Lebhaftigkeit nnd Hilfsbereitschaft denkt, wird schwerlich dnrchzngrciscn möglich oder nützlich sein. Ich bitt Geschäftsmann, kann nur als Geschäftsmann meine Mitwirkung zusagen. Jedes Experiment hat seine Gefahr. DaS gcsährlichste wäre hier nnweifclhüst, wenn man alle Mittelstufen überspringen wollte nnd einen Manu, der bisher nur sür den Tag zu sorgen gewohnt gewesen ist, plötzlich zum Leiter eines großen Geschäfts mit weitester Verantwortung einsetzte. Ei neu Großindustriellen kaun ich aus ihm nicht machen und einen Gentleman ebenso wcnig..Sic werden- von mir überzeugt sein,- antwortete Berken, .daß ich mich so thörichten Hoffnungen nie hingegeben habe. Ich werde jetzt nur durch Si in der Meinung bestärkt, daß es am Gerathcnstcn ist, Arnold sich selbst zu über, lassen nicht hilflos, versteht sich, aber auch ohne sentimentales Bedauern, daß da nichts anderes zn thun ist..DaS möchte ich doch, nicht unter-schreiben,-sagte Hirschel mit feinem Lächeln, .meine Tochter. möchte mir's sehr übel nehmen. Ich glanbe. daß Ihr Bruder sehr wohl noch ein gut Stück vorwärts kann, und weil ich das für möglich halte, reiche ich ihm gern die Hand. Ich will dabei auch etwas risnren nur nicht unvernünstig und zu fernem cigcnai 'isaaven. ... ; .Wie?, Sie wollten-
Ich will dem gelernten Tischler eine Tischlerei einrichten, mit der er etwas verdienen kaun, wenn er fleißig und umsichtig ist. Ich will ihn stellen, wie einen Handwerker, der von Hanse über etwas Kapital verfügt, nach seiner und seiner Arbcitögcnossen Anschauung sä)on Über ein ganz hübsches Kapital. . Er wird auch bei mir einen geordneten Kredit haben bis ans eine gewisse Summe, die für den nutzbringenden Betrieb seincs Geschäfts erforderlich ist, und ich will denselben später gern nach und nach erweitern, wenn ich sehe, daß er ihn zu gebrauchen versteht. Aber ich muß ihn unter Augen behalten können ; und des. halb verlange ich, daß er hier bleibt, daß er nicht den Halt verliert, den ihm seine Brüder zu bieten vermögen. Ich weiß nicht, ob dies allseitigen Wünschen ent spricht. Wenn nicht - er steckte den Kops wieder zwischen die Schultern, .auf andere Bedingungen bin ich nicht zu haben.Der Geheime Rath beeilte sich, ihm zu versichern, daß die in Aussicht ge stellte Unterstützung ja alle Erwartung weit übertreffe. Er müsse ihm ganz darin bcitrcten, daß nur schrittweise vorgegangen werden dürfe. Arnold sich erst zu beweisen habe. .Daß Sie ihn hier etablircn wollen schloß er. .ich gebe zu. das kann unter Umständen etwas Unbequemes haben. Aber die
raoi i,l ja groy. Es versteht sich von selbst, daß ihm mein Haus im'er offen steht, wenn nicht gerade die Gesell, fchast vorläufig wenigstens. Das, selbe setze ich von Ewald voraus. Ich danke Ihnen, ich danke Ihnen aufrichtig ich bin ganz gerührt durch Ihre Güte.- Er stand auf und verabschie dete sich fast zärtlich. .UebrigenS darf man denn noch nicht gratuliren?" .ozu?" .Hä, hä, ha ! zum Kommerzienrath Sie wissen ja.s C a k - . . c c . c - .vi$ war oie neoc oaoon. Meines Schwiegersohnes wegen abrr -.Er ist jedenfalls unterwegs. Der Geheime wird nicht lange auf sich wartcn lassen. - .Ich bitte Sie!.Rein, nein, nein! Man hat jetzt hoch oben ein sehr gnädiges Auge auf Leute, die für die Hebung des Arbeiterstandes thätig find - .um Hlinmelswlllcn ! Sie beabuchtigen doch nicht - .Bewahre ! Die Sache spricht für sich selbst. Adieu, adieu! Ich werde nicht vorgreisen. Bitte ich finde allein den vcg. Dcr Bankier begleitete ihn doch bis in'S Treppenhaus. '
C. Kapitel. Arnold Berken nahm die Eröffnung ohne sonderliche Bewegung hin. .So, so!- sagte er, .das ist also im Werke. R ja ich hätt' mir's ja denken können. Für Euch geschieht schon etw.. .Durch unsere Bemühungen allerdings. Wir hoffen, daß Du Dich dankbar beweisen .Wie?.Wenn Du Deine Stellung begreifst. ergeben sich daraus gewisse Berpsiich uugen ganz von selbst. Es wäre uns ehr empfindlich, wenn schließlich Herr , hirschel feine Wohlthaten verschwendet haben saMe..Jch kann doch nur sür sein Geld arbeiten. Die Zinsen werden ja wohl herauskommen..Hoffentlich mehr. ES scheint, daß Du Dich Deiner Aufgabe nicht gewachsen fühlst.- . Ja.... ich mnß eS erst Probiren. Und überhaupt so blind zugreifen. Man muß sich'S doch überlegen. Morgen will ich Dir sagen u Der Geheime Rath war ärgerlich. .Gut denn, morgen. Aber schon heut wirst Du einsehen, daß eS da für uns ein Entweder Oder gibt. Ist Dir Dein vagäbondirendes Leben lieber wir können Dich nicht zwingen, eS aufzugeben ; aber nnsere Wege müssen sich dann für alle Zeit trennen für alle Zeit.Arnold wollte nicht eigentlich selbst überlegen, sondern mit Friederike sprechen, wovon sein Bruder allerdings nichts erfahren durfte. Sie war ihm der einzige Mensch in feiner Umgebuim, zu dem er volles Vertrauen hatte. Es freute ihn in Wirklichkeit mehr, als er'S zeigte, daß sich ihm so große Aussichten eröffneten, aber ein änastlicheS Gefühl blieb'S doch, gleichsam ein ganz anderer Mensch werden zu sollen. Umsonst thun sie'S doch nicht,- war immer das Schlußwort seiner Betrachtungen. DaS sagte er- auch Friederike, sobald er Ge-legenheit-fand, ein paar Minuten mit ihr allein zn sein. .Aber daS sieht ja doch alles ganz vernünftig aus,- meinte sie. .Warum wollen Sie sich nicht hel. fen lassen? Es ist wie geschenkt und doch wieder nicht geschenkt.. Sie sollen die Zinsen zahlen und das Kapi tal abverdienen. Wenn Sie ein bischen Glück haben, könr.en Sie bald ein gemachter Mann sein..Sie rathen also zu, Riekchen," 'sagte er zögernd. .Ja, eS hört sich ganz gut an , .Aber das Trinken müssen Sie sich abgewöhnen, und gute Gesellschaft müs. sen Sie sich auswählen, und die Zinsen und Miethe müssen Sie sich immer gleich apart legen,' daß da 'nie erwaS dran fehlt. Dann wird'S schon gehen.Ja eS wird schon gehen. DaS glaub' ich auch. Man weiß bloS nicht so recht, wozu eigentlich? Wem zu Liebe geschieht'S ? So ein einzeln stehender Mensch, was kommt CS dem d'rauf an? Ich bin jetzt unter Kleidern,- und etwasauf die Reise könnten sie mir auch noch geben. Dann genir' ich keinen und auch mich genirt keiner - .Und nach ein vaar Monaten sind Sie wieder so wett Sie waren,- fiel Friederike eifrig ein. .Dann kommen Sie wieder J.hrem Herrn Bruder " lFortstjung folgt.)
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