Indiana Tribüne, Volume 29, Number 207, Indianapolis, Marion County, 25 April 1906 — Page 5
Jndiana Tribüne, 25. April 1906 .
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Mj. Krestowsh? z..z, H ;; , Das gab viel Thränen und vergebliches. flehentliches Bitten von Elisabeths Seite, ehe Ernst in der Abenddämmerung mit den kleinen Ausreißern wieder zu Hause anlangte. Schlimmer noch war die zürnende Strafrede des siegen Vaters. Der ernste Mann fand sich nur schwer in der Seele seines jüngsten Kindes zurecht. Wie ein fremdartig schöner, sarbenprächtigcr Falter flatterte es in seinem Hause umher, erfüllte es mit seinem weichen, süßen Lachen, das an das Girren einer Taube erinnerte, und wollte mit seiner temperamentvollen Art so gar nicht in dessen engen Nahmen Passen. Ich icetfj wirklich nicht, von wem die Elisabeth das Zigeunerblut hat," sagte er oft bekümmert und kopfschüttelnd, von mir doch gewiß nicht, und von Mutter auch nicht." Die sanfte, stille Mutter mutzte unwillkürlich dazu lächeln nein, sie hatte ihren Kindern sicher kein Zigeunerblut vererbt. Ich wünschte." fuhr der Vater dann wohl zu Ernst . gewendet fort, ich könnte Euch beide mal ordentlich durcheinanderschütteln, dann würden zwei leidlich dernünftige, normale Menschen herauskommen, denn Du bist mir fast zu ruhig und weich für einen jungen Mann, und das Mädchen ist gar zu unbändig wild und exaltirt!" Elisabeth liebte die zarte Mutter mit warmer, fast beschützender Liebe, die das Verhältniß zwischen ihnen beinahe umkehrte; sie hing mit ganzer Seele, an ihrem liebevollen, nachsichtigen großen Bruder. Aber den Vater fürchtete sie nur, und je mehr sie heranwuchs, desto schroffer und fremder standen sich ihre beiden Naturen gegenüber. Viel hätte der Vater mit Liebe über das ' leidenschaftlich fühlende, begabt: Geschöpf vermocht, aber er versuchte statt dessen mit Strenge das zu erreichen, was er für seine heilige Pflicht hielt. Nach bestem Gewissen, aber ohne Verständniß, war er bestrebt, ihre ganze Art umzumodeln, sie dem ähnlicher zu machen, was ihm als Vorbild vorschwebte. Er legte seine schwere Hand auf. ihre blühende, wild wuchernde Phantasie und suchte sie zu ersticken und auszurotten; er entzog ihr die Bücher, nach denen ihr lebhafter Geist hungerte, und beschäftigte sie im Uebermaß mit nüchternen häuslichen Arbeiten, die ihrem ganzen Sinn widerstrebten. Bei der Mutter, deren weicher Charakter sich dem starken Willen ihres Mannes ohne Kämpf beugtes sanft Elisabeth wohl Liebe uttd Trost, aber keinen Beistand, und Ernst, der seine Studien längst beendet hatte und im eigenen Beruf wirkte, war immer nur vorübergehend zu kurzem Aufenthalt ini Elternhause; auch hatte er semer ganzen Natur nach nicht den geringsten Einfluß auf den Vater. Elisabeth litt grenzenlos unter der eisernen Zucht, gegen die sie sich vergeblich mit wilder Energie aufzubäumen suchte; scheinbar unterwarf sie sich dem Zwang, aber innerlich blieb sie ihre? Eigenart treu. Sie verhärtete ihr Herz grollend immer mehr gegen den Vater, und sie, deren eigentliche Natur so sonnia war, wurde' freudlos, verschlossen. fast unaufrichtig. Die bürgerliche Enge des Vaterhauses, die Einförmigkeit des Alltagslebens, das sie umgab, erschienen ihrem alühenden Lebensdurste wie ein Gefängniß. Bald nach ihrem achtzehnten Geburtstage war sie eines Tages verschwunden. und nie hörten Eltern und Bruder wieder von ihr, trotz aller Nachforschungen. Es ergab sich, daß der erste Liebhaber der im Nachbarstädtcheri gastirenden Schauspielertruppe. ein begabter. aber leichtsinniger, haltloser. Mensch, zur gleichen Zeit verschwunden war. Das war das große Unglück, das sich dunkel und wuchtend auf die Familie Leonhard herabgesenkt hatte. Noch immer, nachdem doch so viele Jahre verwischend und heilend darüber hinweggezogen waren, lastete es im geHeimen schwer auf Mutter und Sohn, wenn sie sich auch scheuten, sich darüber auszusprechen. Der Vater war längst in Kummer und Groll dahingegar.gen; ein Schlaganfall hatte den gebrochenen Mann hingestreckt. , Ernst Leonhard fuhr wie aus dumpfem Traum in die Höhe. - Das Theater schien in seinen Grundfesten erbeben zu wollen von dem mahn--sinnigen, tobenden Beifall, der sich jetzt hob. La belle Toreada- verabschiedete sich. . . In einem Meer von Blumen, zu denen mit Jubelrufen immer noch neue hinzugeworfen wurde-n, stand sie in stolzer Haltung mitten auf fcc Bühne mit verschränkten Armen, kewegungs los. Kein einziges der Mätzchen, mit denen sonst solche Künstlerinnen dankend für die Gunst der Menge quittiren. Kühl, fast verächtlich flog.ih? Auge über das Publikum hin, dann eine kurze grüßende Bewegung mit der H'ano,' und sie war in den Kulissen verschwunden la belle Toreada" hatte ihre Getreuen entlassen. . . . - : Benommen,-taumelnd fast, erhob sich Leonhard mit den anderen und ließ sich
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Uovcllcttc von U rNT r. epicUcv j Vi von dem Menschenrom, oer aus oem Theater hinausfluthete, forttreiben. Er gelangte nicht ui's Freie, sondern fand sich plötzlich am Eingang, deö zum Theater gehörenden großen Restaurants. Der mächtige Saal war mit übertriebenem Luxus ausaestattet und blendend erleuchtet. Auf einer Estrade spielte eine vielköpfige Musikkapelle in buntgesticktem rumänischen Nationalkostüm rauschende, leidenschaftliche Weisen. Keiner der Musiker hatte Noten vor sich, aber aller Augen hingen wie gebannt an dem Kapellmeister, einem zigeunerhaft schönen Menschen, der nicht nur mit den Händen und dem Kopf taktirte, sondern mit dem ganzen Körper; er schien sich vollständig in wildem Rhythmus auflösen zu wollen. Aber fast übertönt wurde die Musi! von dem brausenden Stimmengewirr, das den Saal durchwogte. Es war, als ob ganz Petersburg heute hier zu Abend speisen, wollt?; all die vielen kleinen Tische waren besetzt, und die weißgekleideten Kellner mit den rothen Schärpen stürzten eilig hin und her. Zahlreiche Offiziersuniformen machten das Bild noch bunter. Die Toiletten der Damen waren meist auffallend und extravagant. Fast sämmtliche Künstlerinnen, die vorhin das Publikum entzückt hatten, schienen sich hier von der schweren Arbeit des Abends zu erholen. Mit Augen, die nicht sahen, blickte Leonhard auf das festliche Gewimmel. Er war an der Thür stehen geblieben, er wartete auf jemand. Und sie kam. In einen weiten Mantel von heller knisternder Seide gehüllt, der ihr Kostüm verbarg,' einen Spitzenschal über das Haar geworfen, schritt la belle Toreada" den Gang entlang, der vom Theater zum Restaurant führte. Sie mußte an Leonhard vorbei. Sein blonder Kopf, auf dem die Haare sich schon lichteten, seine schmale, ewas vorgebeugte Gelehrtenfigur wurden hell von dem in verschwenderischer Fülle überall angebrachten elektrischen Licht bestrahlt. : Ihre Blicke begegneten sich, und plötzlich vergrößerten sich die Augen des schönen Weibes schreckhaft, ihr Gesicht erbleichte unter der Schminke, die sie noch nicht Zeit, gehabt hatte zu entfernen, und nahm den Ausdruck fürchterlichsten Entsetzens an. Ernst ?" stammelte sie zögernd, m?" r-:' --Ttrr:iir? -: ' - als av,z ue ein sei penn. Ja," antwortete er nur. Sii machte eine unbewußte Veweguna, als wollte sie fliehen, . aber seine Hand legte sich mit eisernem Griff auf ihren Arm. Ich muß Dich .sprechen, sagte er heiser. - Da ließ sie das Haupt sinken, wie jemand, der i:iß, daß der Todesstreich unvermeidlich ist, und ging ihm stumm voran. Hier stört uns niemand," flüsterte sie tonlos, als sie eine Art von Winter gar!en erreichten, der bei' dem schönen Sommerwetter völlig leer war. In einer von Palmen und anderen tropischen Gewächsen gebildeten Nische stand eine Bank.- - v . Sie ließ sich schwer darauf niederfallen; er blieb vor ihr stehen, wie ein Richter. In bedampften Tonen drangen von Zeit zu Zeit abgerissene Stücke der wilden Zigeunermusik aus dem Restaurant herüber. . ' - ... - Sprich," ' murmelte sie endlich ge quält. " Warum hast Du uns das angethan. Eliiabeth?" sagte er dumpf. - Weil ich mußte!" antwortete sie trotzig. Weil man meine Natur gefesselt und geknechtet , hatte, weil ich meine Ketten , nicht länger ertragen konnte!" - Du hast ihn sehr geliebt?" fragte er Mit halber Stimme. Wen?" Sie blickte erstaunt zu ihm auf. Ihn, der Dich damals vermochte. das Vaterhaus zu verlassen. Sie schüttelte den Kopf. Nein. stieß sie hart hervor, ich habe ihn nicht geliebt. Aber er versprach n ir, mich auf den Weg zur Freiheit, zur Kunst zu fuhren. Er hat mich betrogen, keine seiner Versprechungen hat er, gehalten der Elende!" In ihren Augen lo derte wilder Haß aul. Weißt Du. was er gethan hat?" raunte sie durch die Zahne er hat mich geschlagen! Er ist ausgelöscht aus meinem Le ben. lange, langes ' Ich selbst habe meinen Weg gesunden. Seine rothen Blüthen haben meinen Lcbensdurst gestillt und mir mit ihrem betäubenden -Duft Vergessenheit gegeben an seinen Dornen habe ich mir die Füße blu tig gerissen. Frage mich , nicht . da nach. Ernst!" ' Sie sprang auf und ging mit erregten Schritten hin und her.- Der Man tel und das Spitzentuch glitten herab. sie beachtete es nicht; die bunten Far ben ihres spanischen Kostüms hoben sich grell und leuchtend von den Pal men ringsum ab, aber sie hatte es ganz vergessen, daß sie La belle Toreada war . '. - Woran, hast Du mich erkannt? fragte . sie jetzt beherrschter ' und blieb vorymttöen.
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Ieremiah F. Dinan, Polizeichef von San Francisco.
An Deinem Lachen und an der Art. wie Du schon als Kind die Haare aus dem Gesicht 'zurückzuwerfen pflegtest." antwortete er. Wieder stieg das rcizende Bild des tanzenden Kindes in der Laube daheim vor ihm auf. Lilli, liebe kleine Nlli!" murmelte er unwillkürlich ergriffen vor sich hin. Da sank sie mit einem Wehlaut in die Kniee und barg das Gesicht in den Händen. ' Er sah den schönen Körper in wildem Schmerz zucken und zittern, er sah sie im Geiste wieder auf der 2errasse von Monplaisir stehen und auf das Meer hinausblicken, Sehnsucht unö Trauer in jeder Bewegung, und sein' Herz schwoll vor Mitleid, heiß quoll die alte Liebe in ihm auf. Lilli." fagte er erschüttert und hob sie vom Boden, was Du auch gethan hast, ich bin nicht Dein Richter. Ich sehe nur, daß Du unglücklich bist. Komm zurück zu, uns! Wir wollen Dir helfen zu vergessen, Mutter und ich, denn wir haben Dich lieb." Und Vater?" Sie sah ihn scheu an, wie ein furchtsames Kind. Vater ist nicht mehr," sagte er leise. , Ist das meine." sie .konnte mchk weiter sprechen, . das .'Wort Schuld", starb auf ihren bebenden Lippen. Er fah, wie das Grauen sie schüttelte.' und einer augenblicklichen Eingebung' folgend, antwortete er mit barmherziger Lüge: Nein.7. Ihre .angstverzerrten Züge glätteten sich. Sie griff nach seiner Hand und küßte sie, ehe er es wehren konnte, als wollte sie ihm danken für diese "Antwort.' . ; ' ' Ernst," flüsterte sie plötzlich leidenschaftlich, Du weißt ja nicht, was für wahnsinniges Heimweh ich oft nach Dir und Mutter gehabt habe!" So komm!" sagte er einfach und herzlich. Ja, ich komme!" rief sie lebhaft und aufstrahlend in ihrer alten impulsiven Art. Ich will meinen Kontrakt hier lösen, wie schwierig es auch sein wird.' Und wenn Mütter mir wirklich verzeihen kann, wie Du, dann wollen wir drei uns irgend einen schönen ErdenWinkel aussuchen, wo wir den Rest des Sommers zusammen verleben. Da will ich versuchen, noch einmal glücklich zu sein, will noch einmal Eure Lilli sein!Ach. wie lange ist das her! Ich bin alt geworden, Ernst und oft so müde, so müde!" Er ging liebevoll auf ihr Planen ein. Das wird der Anfang sein," sagte er herzlich und hielt ihre Hand fest n der seinen wie in alter, Zeit. Später bewerbe ich mich um eine Stelle an einer anderen Universität' wo uns niemand kennt, und dort, Lilli, loerden wir das neue Leben zusammen beginnen." . Sie sah ihn erstaunt an. Und meine Kunst?" fragte sie fassungslos, ich kann sie doch nicht aufgeben!" Nie darfst Du zu ihr zurückkehren," antwortete er streng. Wage es nicht, Dein elendes Gaukelspiel mit dem heiltgen Namen Kunst zu nennen." -. Entsetzen spiegelte sich auf ihrem Gesicht. und sie entriß ihm jäh ihre Hand. Du willst mich auf immer zurück in die Enge zwingen, der ich entflohen bin?" fragte sie ungläubig. Soll ich vielleicht zu Deinen Professorenfrauen zum Kaffeeklatsch gehen und zu Hause am Fenster .sitzen und Häkelarbeiten machen?"- Ihre Stimme nahm einen hohnvollen' Tön an, und ihre-Lippen kräuselten sich spöttisch. Mit einem Leben, wie .ich es hinter mir habe. Ernst?!" Du müßt mit allem brechen, was Dein bisheriges Leben ausmachte," antwortete er ehern. Sonst darfst Du den mühsack erworbenen Seelenfrieden unserer Mutter -nicht stören er ist mir heilig. Entscheide Dich!" ' 'So helfe mir Gott das kann ich nicht!" rief sie verzweifelt. 'Wie es auch sein-Mag, wie mein Leben mich auch oft leiden läßt es ist doch Leven. pulsirendes,. glühendes. Lehen! Und
dort die graue Oede. das trösilöse Vegetiren. der ewige Alltag! Nein ich kann nicht, ich kann nicht! Niemand kann gegen seine Natur!" Dann haben wir uns nichts mehr zu sagen ich habe Dich zum zweiten Male verloren." Sein Blick umfaßte sie mit tiefer Trauer. Nun trennen sich unsere Wege für immer. . Leb wohl, Elisabeth! Leonhard wandte sich langsam zum Gehen. Sie starrte ihm nach mit Augen, in denen ein irres, wildes Licht brannte, ihre Lippen zuckten, aber sie rief ihn nicht zurück. , Hastige Schritte näherten sich auf dem Kies des Wintergartens. Fürst Jussuppow stand vor ihr. Der blasirte Ausdruck war von seinem Gesicht verschwunden, auf seiner 'Stirn lagen drohende Wolken. Ich suche Sie überall umsonst, Jelissawcta," sagte er erregt; haben Sie vergessen, oaß Sie mir versprachen, nach der Vorstellung mein Gast zu sein? Das Souper wartet drüben vergebens." .chein düsterer Blick heftete sich durchchMend auf. ihr Gesicht. Wer war -dav. der' eben hier fortging?" fragte er finster And lauernd. ' Jemand, mit dem ich nichts mehr zu schaffen habe," antwortete sie abwesend und müde.,,-. Dann warf sie den Kopf zurück, lachte nervös auf und nahm den Arm ihres Begleiters. ' Kommen Sie, Alexei Nikolajewitsch!" rief sie übermüthig, - während ihre Zähne wie im Fieber zusammenschlugen. Und nicht wahr, Champagner viel Champagner! So viel Champagner, daß alle Gedanken darin ertrinken müssen!" Auf einem der kleinen Dampfer, die von den Inseln" zur Stadt zurückfahren, saß ein Mann abgesondert von den übrigen lustig plaudernden Passagieren. Der Einsame hatte keinen Blick mr oen cuver eer Peiersourger w ßen Nacht,", er hatte den Kopf tief auf die Brust gesenkt und grübelte. t Niemand fcnn gegen seine Natur!" klang es in ihm nach. Vielleicht hatte sie recht. Und dennoch Er fühlte,' daß seine Augen sich feuchten wollten in brennendem Schmerz, aber er wehrte es ihnen. Mannesthränen sind wie glühendes Erz Sie verbrennen das Herz" sagt ein, finnisches Sprichwort'. Und sein Herz mußte stark bleiben, niemand durfte ben Sturm ahnen, der darüber binweaaeaanaen war. Das war er der.Ruhe seiner Mutter schuldig. Und er wußte, die Liebe zu ihr würde ihm dabei 'helfen. Rastlos steuerte das Schiff vorwärts durch die helle Nacht. Hinter ihm verschwanden in ungewisser dämmernder Ferne die Umrisse von Krestowsky Ssad.
(Schluß.) Gffentterztg. Herr: Ich möchte das Zimmer miethen, bin Student." F r a u : Bedaure. ich brauche das Miethgeld." Annonce. Kräftige, unerschrockene Hausirer zum Verkauf eines neuen Haarmittels gesucht. Fixum, Provision und freie ärztliche Behandlung. ' Fatttle lntervrextfung. Nun, haben Sie die Räthin im Kaffeekränzchen kennen gelernt?" Nur kalb!" Wieso?" Weil, sie mitten, drin selbst gekommen ist!" ! Vie' sparsame Säusfrau. Frau (zu ihrem nach Afrika xt senden Manne, der die Sahara erforschen will): Daß ich es nicht vergesse. Du könntest' etwas weißen Sand mit bringen!" - ' - ' - :-
: ...Etzt... I (OÄiKir9 : Hausgebackenes Brod.
Sie sparen über 10 Prozent erhalten das wirkliche Berliner Feucrwchrpscr.de. Von einer Berliner Feuerwache cntwirft eine Mitarbeiterin der Berliner Neuesten Nachrichten" folgendes anschauliches Stimmungsbild: Alarm! Die Glocke schrillt mit einer, schneidenden Ton. Da schnellen, wie von elektrischem Strom getrieben, die Köpfe in die Höhe. Eine Bewegung, ein Auffahren, ein Vereiisein zu Pflicht und Eifer bei sämmtlichen Thieren. Es hat etwas Ergreifendes. Dieses Verufsbcwußtsein, diese unübertreffliche Disziplin bei Geschöpfen, die der Mensch sich gewöhnt hat, als niedere anzusehen. Wie es eigentlich geschieht, wie im Nu die Ketten gelöst sind und die mächtigen Braunen sich in wilder Ungeduld durch die Stallthür drängen und auch schon auf dem Hof geschart stehen, wie die Fahrer mit katzenhafter Geschmeidigkeit ihnen die Gurte überwerfen und beinahe im selben Augenblick die Thiere schon auf der Straße angeschirrt vor den Wagen halten dieses Geheimniß .bleibt den solcher Hexerei ungewohnten Augen des laienhaften Zuschauers verborgen wie die Tricks eines Zauberkünstlers. Das prachtvoÄe Schauspiel der Geschicklichkeit, Kraft und Entschlossenheit ist einzigartig. Nicht minder erfreulich aber gestaltet sich der Aufenthalt im Pferdestall, wenn Ruhe herrscht. Stall?... Ein Salon ist's, in dem die edlen Thiere ihre wohlverdiente Ruhe genießen eine Putzstube. Ueber den Fußboden darf man den Saum eines Schleppkleides fegen lassen, ohne daß er beschmutzt wird, und das blanke Fell der hochgebauten Gäule selber ist mit. weißem Glacehandschuh zu streicheln, an dem keine Spuren der zärtlichen Begrüßung haften bleiben. Auch weist der geheizte Stall eine mollige Temperatur auf, und die Fugen der Fenster und Thüren sind mit Stroh gepolstert. Mit Stroh wird den erhrtzten Ähieren auch, wenn sie von der Arbeit kommen, der Körper abgerieben, mit warmem Wasser das schaumbedeckte Maul gereinigt. Das Trinkwasser wird gleichfalls angewärmt, und gibt's trotz aller Borsichtsmaßregeln und trotz . der regelmäßigm Besuche 'des Thierarztes eine Erkältung, so wartet in einer Nische die Hausapotheke mit allen möglichen Tinkturen, Pflastern und Bürsten. Die Torfstreu am Boden scheint ganz bequemes Nachtlager abzugeben, und was an Futter in die Krippen gelangt, ist natürlich das Beste vom Besten. Dennoch werden außergewöhnliche Leckerbissen nicht verschmäht, und wer sich als Gast mit Mohrrüben, Brot oder einer Zuckertüte einstellt, ist des freudigsten Willkommens sicher. Allerdings lassen sich gerade bei dieser Gelegenheit die Temperamente der schönen Thiere unterscheiden. Der alte Sokrates," der schon 14 Jahre lang Dienst thut und sich die Bedächtigkeit des Weisen erworben hat, wendet kaum den klugen Kopf, wenn so materielle Bersuchungen an ihn gelangen; . die impulsive Freia" aber kann's nicht abwarten, bis sie an die Reihe kommt, stampft und reißt an der Kette, während Dyonis," wenn er frei steht und' von weitem gerufen wird, aus dem Stall über den Hof die kleine Treppe hinaufstürmt und mit jugendlichem Feuer die Papierhülle gleich mitergreift, um zu seinem Deputat zu kommen. Auf ihren Namen hören sie alle, und beim leisesten Anruf-spitzen sie die Ohren und wenden den wohlgeformten Kopf. Eins kann sogar Pfotchen geben" und ist dabei die Zierlichkeit selber. ' Acht. Jahre lang durchschnittlich versieht ein .Pferd den schweren Dienst, der Thieren wie Menschen an die Nerven geht. Was aber dann? Für unsere treuen vierbeinigen Helfer in höchster Gefahr haben wir keine InvalidenPension, kein Altersasyl wie in einigen amerikanischen Städten. Die durch Rassenanlage und humane Behandlung zu hoher Intelligenz entwickelten, durch sorgsamste Pflege anstrengender Arbeit auch sehr entwöhnten Thiere enden nach Absolvirung . etlicher Zwischensiationen als Omnibusgäule oder auf dem Lande wenn sie ganz schwach geworden, ganz ausgenutzt sind vor dem Stein- und Mörtelwagm in unsagbarem Elend. " : AN o Herr: Sind Sie mir noch immer bos wegen des Kusses, den ich Ihnen au der .Treppe geraubt habe?" Fräulein (heftig): Ja. sehr; Sie haben sich ja doch nur geirrt... S:e wollten daS Dienstmädchen küssen Die Alton aer städtischen Kollegien genehmigten den Verkauf eines städtischen Grundstücks für die Errichtung einer Filiale des Hamburger Deutschen Schauspielhauses unter der Bedingung, daß der Grundstückspreis von 150.000 Mark hypothekarisch hin ier dem" halben BraMassenwerth des Theatergebäudes gefragen werde.
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