Indiana Tribüne, Volume 29, Number 205, Indianapolis, Marion County, 23 April 1906 — Page 5
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Aus juckendem Wracks 8 O ZZovrllktte von illridi ittycrö O GtO$000C?COiO ? GiGi&zOiQ (Schluß.) Die gellende Stimme des Kapitäns bringt die Offiziere und die Matrosen rasch zum Bewußtsein ihrer Pflicht. Mächtige Blaufeuer flammen auf. Fackeln werden angezündet. Die Kommandos der Offiziere und Bootsleute übertönen die furchtbaren Schreckensschreie der vor Angst fast wahnsinnigen Passagiere. Aus tiefem Schlafe sind die nichtsahnenden Menschen aufgeschreckt worden, um zu erfahren, daß das Schiff sinke. Ahnungslos und friedlich lagen sie in ihren Kojen, und jetzt heißt es das 'Leben retten, wenn solches überhaupt noch zu retten ist. Die Backöordboote zuerst!" schreit der Kapitän, denn das Schiff neigt sich immer mehr nach Steuerbord 'und macht das Herablassen der Boote nach der anderen Seite immer schwieriger. Jie Frauen und Kinder zuerst in die Boote! Es kommen alle mit. Es sind genug Boote da. Bringt das schreiende Weib dort fort,sie macht alle wahnsinnig!" ruft der Kapitän, und die Stewardessen werfen der unglücklichen Frau. , die in der Todesangst ganz von Sinnen ist, eine Decke über den Kopf, um ihr Schreien, das die anderen Passagiere vollkommen rasend macht, zu ersticken. Ein wildes Drängen entsteht an den Booien. Keine Rücksicht gilt mehr. selbst d:e Bande der Berwandtsckiaft sind gelöst, jeher kämpft um sein Leben. Das erste Boot wird zu Wasser gelassen und kentert, weil ein paar wahnsinnige Menschen von Deck her nachspringen. Ein wildes Hilferufen beginnt um das gekenterte Boot, aber niemand kann den Unglücklichen zu Hilfe kommen. In die Kommandorufe, in das Schreien der verzweifelten, von Tdesangst geschüttelten Menschen mischt: sich das Zischen des Dampfes, der aus allen -Ventilen entweicht, denn im letzten Augenblick haben die Maschinisten, bevor sie den Raum im Schiff verlassen. di: Hähne geöffnet, um eine Kesselexplosion zu verhüten. Mi! immer schnelleren Schlägen mahnt die Schiffsglocke zum Verlassen des Schiffes. Tie Vootsmannsmaaten lassen ihre Pfeifen ertönen, und aus dem Inneren des Schiffes kommen die letzten Mannschaften herauf, welche die wasserdichten Abtheilungen, die sögenannten Schotten, geschlossen haben, so gut es ging. Auf Deck wird es dunkel. Die elektrischen Lampen sind sämmtlich ausgegangen, und zwei trübe Positionslaternen brennen rechts und links aus oem fecnne, ot)tn oroertyen jetzt fast vollständig in den Wellen verschwindet. Der Kapitän und die Offiziere schwingen sich in das letzte Boot, und bei Fackelschein rudern die kleinen Fahrzeuge so eilig als möglich vom Schiffe fort, um nicht in den todbringenden Wirbel bineingezogen zu werden, wenn das Schiff versinkt. Weiter und weiter entfern.sich die Fackeln, bis sie nur noch wie rothe Punkte auf der Wasseroberfläche erscheinen.. An der Reling des Schiffes, welch? den abfahrenden Booten zugekehrt war, stand eine Frau, die zurückgeblieben war Dora Hawkins. Sie war zeitig genug auf Deck erschienen, um in eines der Boote zu gelangen; aber sie fühlte sich angewidert von dem wahnsinnigen Kampf der Menschen um ihr bischen Leben. Was lag ihr am Leben? Außerdem war es ihr fester Entschluß. wenn sie jemals einen solchen Schiffbruch mitmachte, auf dem untergehenden Schiffe zu bleiben. Ihr Gatte' hatte viel mit .Schiffskapitänen verkehrt, und die alten Seeleute hatten übereinstimmend versichert, es sei viel vernünftiger, bei , einer solchen Katastrophe auf dem Schiffe zu bleiben und mit diesem unterzugehen, als sich den Schrecknissen einer Meerfahrt auf offenen Booten auszusetzen. Besser ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende. Rein, ihr lag nichts am Leben. Dieses Leben war für sie ein verlorenes und hatte ihr nie etwas geboten. Einmal muß jeder Mensch sterben; ob früher oder später, was kommt es darauf an! Dora mußte sich an der Reling festhalten, denn das Schiff sank vorn immer mehr und mehr, und sein Heck hob sich aus dem Wasser heraus. Jetzt bildete schon das Verdeck eine schiefe Ebene, deren unterer Theil sich im Wasser.befand. Hin und wieder drang ein dumpfes Glucksen und Gurgeln aus dem Schifssinneren, wenn das Wasser wieder in einen Raum eingedrungen wai. und die Luft durch die Lacken nach oben entwich. Ein Geräusch hinter ihr veranlaßte Dora. sich umzusehen. Sie sah die Gestalt eines Mannes, und trotz des unsicheren. Scheins der Positionslaternen, in deren Nähe sie sich befand, erkannte sie Emil Holbert. Sprachlos starrte Dora den Mann an, der sie mit eigenthümlichen Blicken betrachtete.
Unglücklicher, Sie sind zu spät gekommen die Boote sind fort!" Ich weiß t5," sagte Holbert, denn ich sah sie abfahren. Ich bin absichtlich zurückgeblieben." Dora lächelte. Also noch ein Mensch, der sich nicht vor dem Tode fürchtete. Sie wollten- nicht die Schrecknisse der Bootsfahrt durchmachen und zogen ein rasches Ende vor?" . Ich suchte Sie, und als ich sah, daß Sie zurückblieben, ging ich nicht von Bord." Um meinetwillen?" fragte Dora erstaunt. Um Ihretwillen. Ich wollte mit Ihnen zusammen sterben." Sie sind ein Narr!" sagte Dora entrüstet und wendete sich von dem Menschen ab, der ihr unheimlich wurde. Fürchten Sie nichts," rief Holbert, ich werde Sie nicht belästigen. Aber im Angesicht des Todes und der wenigen Minuten, die wir noch zu leben haben. Will ich Jhncn sagen, weshalb ich zurückgeblieben bin, weshalb ich mit Ihnen zusammen sterben will, weshalb ich glücklich bin in diesem Augenblick, glücklicher als in den letzten Jahren meines Daseins." Wieder tönte das entsetzliche Gurgeln aus dem Inneren des Schiffes. Eine der Schotten mußte unter dem Andränge des Wassers gebrochen sein. Das Schiff stellte sich noch schräger, so daß das Deck noch steiler wurde. Ein Beben und Zittern war durch das Schiff gegangen, und Dora hatte fast ihren Halt an der Reling verloren. M:t einem Sprung stand Holbert
' neben ihr und hielt sie am Arme fest. amit sie nicht m das Wasser hinuntergleite. Sie stehen vor dem Tode wie ich," sagte Holbert; was gelten Ihre Millionen? Nichts! Sie sind ebenso arm wie ich, denn Sie haben nichts mehr als das Leben, das in wenigen Minuten verloren sein wird. Jetzt kann ich sprechen, jetzt kann ich Ihnen sagen, was ich seit Jahren in meinem Inneren zurückgedämmt habe. Als ich vor dielen Jahren Sie als junges Mädchen im Hause Ihres Vaters kennen lernte, als Sie auf jenem Hausball mit mir tanzten und'so lieb und freundlich zu mir waren, entstanden thörichte Hoffnungen in meiner Brust, die zur leidenschaftlichen Liebe geworden sind. Ich durfte und konnte es nicht wagen, mich Ihnen zu nähern, Ihnen jemals meine Liebe zu gestehen. Aber die Hoffnung hielt mich aufrecht. Sie waren noch so jung, und ich glaubte an.das Glück des Lebens. Dann kam der Amerikaner und heirathete Sie, bevor noch irgend eine meiner Hoffnungen erfüllt war, und die Verzweiflung packte mich. Aber so sehr ich mich aufbäumte gegen das Schicksal, .ich konnte nichts-thun, ich mußte stillschweigen und zusehen, wie ein anderer Mann Sie, die ich über alle Maßen liebte, als sein Weib heimführte. Sie gingen über den Ozean. und ich folgte Ihnen, ich hielt es nicht aus in Europa. Ich ging nach Ehicago. um in Ihrer Nähe zu sein. Ich litt fürchterlich, wenn ich Sie am Arme Ihres Gatten sah. und doch fand ich ein Glück in der Entsagung, fand ich ein Glück darin, daß ich in Ihrer Nähe sein konnte. Ihr Gatte starb, und Sie wurden reicher als je. Alle meine Hoffnungen waren fehlgeschlagen. Ich wußte es. ich hörte es. daß Ihr Herz verbittert war, daß Sie nickt mehr an die Menschen glaubten, daß Sie keinem Menschen trauten, und ich wußte, daß ich von Ihnen verlacht worden wäre. wenn ich Ihnen je von Liebe gesprochen hätte. Ich war unglücklicher seit der Zeit, da Sie Wittwe waren, als in der Zeit, in der Sie Ihrem Gatten angehörten. Ich verließ Chicago und ging nach New Iork, um die letzten verzweiselten Anstrengungen zu machen, Reichthum zu erwerben und mit dem Reichthum Sie. Dora. Es sollte nicht sein. Meine Unternehmungen sind fchlgeschlagen. Ich beschloß nach Europa zurückzukehren und hoffte, ich würde die Wunden, die mir die Leidenschaft für Sie geschlagen hatte, zum Vcrheilen bringen, wenn ich das Weltmeer zwischen Sie und mich brachte. Da wollte es das Schicksal, daß ich Sie auf diesem Dampfer traf, und alles, was ich für Sie empfunden habe, brach wieder durch. Ich hätte trotzdem geschwiegen. Aber Gott sei Dank, die Stunde ist gekommen, in der ich zu Ihnen sprechen darf, die Stunde des Todes. Ich preise diese Stunde; sie hat mir Glückseligkeit gebracht und Ruhe für mein Herz, das bald zu schlagen aufhören wird." Und Sie denken nicht daran, daß Sie mir dieoletzten Minuten, die ich noch zu leben habe, verbittern, indem Sie mich zum Mitschuldigen an Ihrem freiwilligen Tode machen?" Sie mitschuldZq?- fraqte Holtot. Wieso? Ich bin freiwiSig hier gevneben. Sie trifft keine Schuld. Wie können Sie sich einen Vorwurf machen um einer Sache willen, die ich freiwilllg auf mich nahm?" Dora schwieg und sah nach Osten hinüber, wo ein- grauer Strich am dunklen Horizont erschien. Wie lange wird das Schiff noch brauchen, bis. es sinkt?" fragte sie dann. Es kann noch eine ganze Zeitlang dauern," antwortete Holbert, denn tl ist gelungen, sämmtliche Schotten im hinteren Theile des Schiffes zu schlie ßen. Solange die Thüren nicht, brk chen, welche die wasserdichten. Abtheifangen abschließen, wird ; das Schiff
IHwimmen. Was kann io lange
dauern, bis ein Sturm kommt. Holbert hatte eines der Taue durchschnitten, die noch in den Bootsdavits hingen. Er befestigte das Tauende so an der Reling, daß es ewen Halt bot für Toras Hände. Er selbst trat emen Schritt zur Seite und hielt sich an dem Bootsrand fest. Der Horizont im Osten rothete sich. Feurige Strahlen fuhren am Himmel empor und erleuchteten oasrrmament; der glühende Sonnenball tauchte aus den Fluthön empor. Die beiden Schiffbruchigen konnten iekt ibre traurige Laae überseben. Um das Schiff herum trieben Trümmer von Booten, Holztheilen und Floßstücke, die man der Instruktion gemäß in das Wasser geworfen hatte. Aber man sah auch Leichen von Ertrunkenen treiben, die mit dem ersten Boot gekentert oder in der Verzweiflung in das Wasser gesprungen waren. Jetzt betrachten sich auch der Mann und das Weib, die auf dem Wrack zurückgeblicben waren. Sie prüfte ihn mit kalten, ruhigen Blicken, seine Augen leuchteten in eigenthümlichem Glanz. Dora mußte ihre Augen abwenden. Dieser Blick ves Mannes. der sich da mühsam am Bootskrahn festhielt, hatte etwas Vorwurfsvolles für sie. Ein dumpfes Krachen kam aus dem Schiff. Dann tönte wieder ein Gurgeln. und eine Wassersäule drang aus der Gegend, wo sich die große Luke befunden hatte. Das Schiff sank sofort tiefer. Wieder eine Schottenthür gesprungen. Hätte ?iicht Holbert vorsichtshalber das Tauende für Dora befestigt, so wäre diese jetzt abgeglitten. So aber stand er wieder neben ihr, umfaßte ihre Gestalt und zog sie höher hinauf, wobei das Tau gute Dienste leistete. Wozu die Bemühung," sagte Dora. das verlängert doch nur das Ende. Lassen. Sie mich los." Nein, Sie sollen nicht sterben, Sie sollen wenigstens nicht absichtlich sterben," entgegnete Holbert. Es ist Zeit genug, wenn Gott es will. Nach menschlichem Ermessen haben wir keine Hoffnung, gerettet zu werden oder überhaupt noch lange auf diesem Schifft zu weilen. Aber wir sind es uns und unserem Gottesglauben schulbig, auszuharren. Mag dieser Todeskämpf die Sühne sein für das, was wir vielleicht im Leben gesündigt haben, wenn auch unbewußt." Seine Worte wirkten auf Dora eigenthümlich tröstend und waren ihr doch schmerzlich. Sie fühlte, wie seine Kräfte erlahmten; er mußte sich mit der rechten Hand an dem angebundenen Ende des Taues festhalten und mit der linken umschlang er sie. Sie legte ihren Arm um seinen Hals, um sich an ihm festzuhalten und ihm die Last zu erleichtern. - Wieder sprang eine Schotte, und das Schiff neigte sich jetzt so bedenklich, daß das nächste Springen einer Schottenthür die Katastrophe sicher herbeiführen mußte. Es dauert nur noch wenige Minuten." . murmelte Holbert, und Dora, deren Kopf an seiner Brust lag, hörte das Schlagen seines Herzens. . Sie haben mich immer geliebt?" fragte sie halblaut. Ohne Hoffnung?" Stets, immerhin jedem Augenblick der letzten Jahre meines Lebens," sagte Holbert und drückte leise die Gestalt Doras an sich. Sie waren sehr unglücklich?" Ich war unglücklich und doch glücklich. Ich hoffte immer noch, es würde eine Stunde kommen, in der ich Ihnen sagen könnte, wie sehr ich Sie liebe. Und diese Stunde ist ja auch gekommen." Warum haben Sie früher nie gesprochcn, warum haben Sie mir früher nie gesagt, was Sie für mich e.mpfinden?" Weil Sie mir nicht geglaubt h'ätten." Ich hätte Ihnen auch nicht geglaubt." sagte Dora und neigte ihren Kopf. Holbert fühlte ihre Gestalt zittern und hörte ihr Schluchzen. Sie hatte an nichts mehr geglaubt, sie hatte niemand mehr getraut. Und jetzt kam ihr der Glaube, jetzt im Angesichte des Todes. Ein-dumpfes Dröhnen drang aus dem Inneren des Schiffes, eine Wasftrsäule sprang auf. und dann überschlug sich das Schiff, in die Tiefe sinkend. Beide Arme schlang Dora um Holberts Hals. Tann versank sie mit ihm in dem Strudel des sinkenden Schiffes. Mit der Kraft der Verzweiflung arbeitete Holbert sich aus dem strudelnden Wasser heraus, das ihn zuerst nach unten zog und dann wieder hinaufstieß. Mit seinem rechten Arm machte er Schwimmbcwegungen, mit seinem linken Arm hielt er die Gestalt der ohnmächtigen Frau gefaßt. Mit übermächtiger Anstrengung hob er- sie über die Wasserfläche. Ein Stück Fkoß, wie es cls Bodenbelag und zusammengekkdppt als Bank auf dem Oberdeck jedes Schiffes steht, fchwamm in seiner Nähe. .Es war eine Fläche von mehreren Quadratmetern Latten, ahnlich einem Stück Plankenzaun. Mit zwei Stößen hatte Holbert das Floß ergriffen und hielt es fest. Sechsmal setzte er an, um mit fast Übermenschlicher Kraft den Korper Doras auf das Floß zu bringen; immer wieder mißlang es ihm. bis seine Kräfte ihn fast
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er oen verlew oer ohnmächtigen Frauengestalt auflas Floß, und mit der letzten Kraft schob er ihren Unterkorper nacy. lEann schwamm er lange.re Zeit, sich an dem treibenden Floß festhaltend, weil er nickt mebr die Kraft hatte, sich selbst aufzuschwingen. Seine Kräfte verließen ihn. Aber er dachte nicht an sich, sondern an die Frau, die er retten wollte. Eine Hoffnung lebte ictzt m dem um sein Leben kämpfenden Manne, nachdem er dem Strudel des sinkenden Schiffes entgangen war. Der deutsche Dampfer, der jedenfalls alles aufbot, was in seinen Kräften stand, um den Briton" einzuholen, mußte in der Nähe sein. Wenn es rcnx gelang, ein paar Stunden sich auf dem Floß zu halten, war Aussicht-vorhanden, daß der Dampfer vielleicht die Schiffbrüchigen fand: Er fuhr jedenfalls in demselben Kurs wie der englische: die transatlantischen Dampfer halten ja immer denselben Psao über den Ozean em. schon aus dem 'Grunde, um bei Unalücksfallen einander zu helfen. Ein heftiger Westwind hatte sich erhoben. Die Wellen schlugen über das Floß. Es war ein verzweifeltes Ringen und Kämpfen, bis es Holbert gelang, ein zweites, kleineres Stück Floß, das im Wasser umhertrieb, zu erreichen und sich mit dessen Hilfe dann auch auf das größere Floß zu schwingen. Hier konnte .er sich zurechtsetzen und den Kopf der ohnmächtigen Frau auf seinen Schooß legen. Auf schwankenden Brettern saß er da, jede unvorsichtige Bewegung konnte ihn mitsammt dem ohnmächtigen Weibe wieder in die Fluth schleudern. Aber wenn es auch sein Leben gekostet' hatte, er mußte ihren Kopf emporheben und mußte ihre bleichen Lippen küssen. Im Augenblick des Todes hatte sie ihn geküßt, er wollte diesen Kuß erwidern. Die Sonne begann heiß zu brennen. Hunger, Durst und Müdigkeit, die Abspannung nach der Aufregung machten sich auch bei Holbert bemerkbar. Das Wasser und der Himmel über ihm schienen ihm in ein einziges graues Etwas zu verschwimmen. Das Stöhnen Doras, die wieder zur Besinnung kam, weckte ihn aus seiner Betäubung. Ich will leben!" flüsterte sie. . Mit zärtlichen Blicken betrachtete sie Holbert. Ich will leben mit Dir!" Zwei Stunden später fischte der deutsche Dampfer die Schiffbrüchigen auf. Er hatte bereits die Boote des Briton" mit den anderen Passagieren getroffen und an Bord genommen und suchte die Unglllcksstelle genau ab. Auf deutschem Schiff fuhr Dora zur Heimath zurück, einem neuen Leben des Glückes und der Liebe entgegen. :'l Altes Kamps gegen ChcatcrlMc. --'Die Thatsache, daß der Kampf gegen ' die hohen Hüte' der 'Damen in Theatern und Konzertsälen bereits ein alterest, geht aus emer Schilderung des 184? in Berlin verstorbenen norwcgischen Naturforschers und Philosophen .Henrich Steffens hervor, welcher unter Anderem schreibt: " " . Im Jahre 1792 kam eine italienische Schauspielcrtruppe nach Bergen, Norwegen. Kaum einer der Anwesenden in der 'Vorstellung verstand wohl die Worte und Gesänge der Schauspieler. Aber das lebhafte Spiel, die den meisten wohl ganz unbekannte dramatische Vorstellung, die Späße des Buffo verfetzten die Gesellschaft in die größte Spannung. Die Frauen trugen wunderbare Kopfbedeckungen; es waren eine Art. durch Metalldrähte unterstützte Aufsätze aus Flor die steif in die Höhe ragten. Die Damen saßen, während die Männer hinter ihnen standen. Der Kopfputz der Vorsitzenden Damen hinderte die dahinter sitzenden Damen am Sehen; diese rickteten sich daber auf und schlössen . jede Aussicht für die Männer zu. Man verlangte gebieterisch. daß sie sich niedersetzen sollten, aber die Begierde, das ihnen neue Schauspiel zu genießen, war zu heftig: die Frauen blieben stehen. Auf einmal sah man eine Menge Stöcke gehoben, sie schienen nicht eben sanft auf die Schultern und Köpfe der Frauen zu fallen. Ich sah. wie der Kopfputz einiger Damen eine ganz andere Gestalt annahm, die freilich, so zufällig sie entstanden war. mir eben nicht bizarrer und auffallender vorkam als die gewöhnliche. Alle stehenden Damen saßen nun und bückten sich tief; das Ganze sah einer plötzlichen grausamen Niederlage ähnlich. Hier und da hörte man ein halb unterdrücktes Geschrei, und dennoch konnte dieser' gefährliche Angriff die Neugierde der Frauen nicht besiegen. Allmälig tauchte erst der noch zerstörte Kopfputz, dann der Kopf auf; langsam und furchtsam erhob sich die ganze Gestalt: der s,ebieterische Ruf der Männer erscholl rotcd?? fruchttos; die Stöcke erhoben sich, und diese Szene wiederholte sich drei bis vier Mal. X . Mist Vorstanden. H a iv tu x x t h : Das war ja diese Nach! ein schönes Donnerwetter! M i e t h e r : Jessas. ham Sie meine. Alte auch geHort?- . VnttanlAzt. E h e m a n n (entrüstet zu seiner jungen Frau, die ihm gleich am ersten Abend den' Hausschlüssel verweigert): Heiräthsschwindlerin!- ; . ' .
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