Indiana Tribüne, Volume 29, Number 204, Indianapolis, Marion County, 21 April 1906 — Page 6

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jjonrurjir von -jir Hlvidj Muevs omcooooooi0ioo6 ie Passagiere drängten sich um y I die schwarze Tafel, an welche das Etmal" des Tages geschrieben werden sollte. Es war Mittags gegen halb ein Uhr, und der englische Dampfer Briton" schoß in eiliger Fahrt durch die fast spiegelglatten Wogen des Atlantischen Ozeans. Seit drei Tagen war er von New Fork unterwegs, und das Wetter war geradezu, ideal schön gewesen. Das ganze Schiff zitterte unter den Stößen der sich mit höchster Geschwindigkeit drehenden Schraube. In wenigen Minuten war der Navigationsoffizier mit seiner Berechnung fertig. Jetzt würde an die schwarze Tafel mit Kreide das Etmal" geschrieben, das heißt die Zahl der Seemeilen angegeden werden, die das Schiff in den letzten vierundzwanzig Stunden durchmessen hatte. Der Zahlmeister erschien selbst heute und schrieb unter allgemeiner Spannung des aus Herren und Damen bestehenden Publikums die Zahl 231 an die schwarze Tafel. Ein dreimaliges Hipp, hipp, hurra!" beantwortete diese Mittheilung. Wir machen es! Die Deutschen bekommen es nicht! Wenn das Wetter so gut bleibt, sind wir mehr als vierundzwanzig Stunden früher in LiverPool, als die Deutschen ankommen können. und dann haben wir sie glänzend geschlagen. Ein Hurra für die englischen Schiffe, ein Hurra für die englischen Seeleute und Ingenieure!" Dann rief eine laute Stimme: Wer hat 281?" und ein alter Herr mit weißem Haupthaar und glattrasirtem amerikanischen Gesicht schlug ein Notizbuch nach und rief: Missis Hawkins hat 281, sie hat gewonnen." Es ist eine alte Geschichte." sagte einer der jüngeren Engländer zu der Dame, die neben ihm stand, daß das Glück immer zu den reichen Leuten geht. Missis Hawkins hat es wirklich nicht nöthig, noch einen Gewinn von ungefähr fünfzehn Pfund zu machen. Sie ist Millionärrn von Hause aus und hat durcr) den Tod ihres Gatten neue Millionen geerbt." Sie scheinen sich sehr für diese Millionen zu interessiren," bemerkte die jungeEngländerin spitz zu ihrem Nachbar. Dieser erröthete und beeilte sich zu erklären: Bah. was ist für mich diese Missis Hawkins! Sie ist eine Deutsche, eine geborene Görner. Sie stammt aus Hamburg und war an einen Amerikaner in Chicago verheirathet. Einem Engländer gefällt nur eine Engländerin!" Ein koketter Blick aus den Augen der jungen Dame lohnte die Bemerkung des 'galanten Landsmannes. Der Kapitän kam jetzt über das Promenadendeck, um nach der Kommandobrücle zu gehen. Bon allen Seiten näherten sich ihm die Herren und Damen der ersten Kajüte, um ihn zu fragen, . wie die Chancen der Wettfahrt stünden. Bisher waren die englischen Ozeandampfer die größten und schnellsten der Welt gewesen. Seit einigen Jahren aber hatten die Deutschen es unternommen, die englischen transatlantischen Dampfer zu schlagen, und jetzt, also im Jahre 1886. hatten sie bereits große Erfolge zu verzeichnen. Sie hatten . Doppelschrauben eingeführt, gegen welche sich damals noch die alten Seeleute sträubten, und sie hatten die englischen Schiffe zuerst um Stunden, dann um Tage überholt. Der Kapitän des Brnon. und der erste Maschinist hatten sich nun einmal in 1)en Kopf gesetzt, diesmal einen Nekord zu schaffen, wie es ihn noch nie gegeben hatte. Es galt den Kampf um die Ehre des Schiffes und der Linie. denn eines der neuesten deutschen Schiffe war erst achtzehn Stunden nach dr.n Briton" von New York abgefahren, und es wäre eine Schande für die Engländer gewesen, wenn das deutsche Schiff sie überholen wurde. Eine vielleicht dreißigjährige, elegant gekleidete und recht hübsche Frau kam jetzt aus dem Damensalon an Deck und wurde gluckwunschend umnngt. Sie haben die richtige Zahl getroffen, Missis Hawkins." wurde ihr von allen Seiten zugerufen. Der weißhaarige Amerikaner mit dem glattrasirten Gesicht überreichte der Dame fünfzehn Goldstücke. Ihr Ge winn." sagte er. Bitte, werfen Sie ihn in die Büchs für die Unterstützung der Schiffsbesatzung," entgegnete gelangweilt Frau Hawkms. Welche Zahl wollen Sie für morgen besetzen? fragte der alte Herr. Gar keine," antwortete nachlässig Frau Hawkins. Ich habe jetzt drei mal hintereinander gewonnen. Andere Leute wollen auch einmal gewinnen. Ich werde morgen mcht mitwet ten.Dann wandte sie sich von der dichten Schaar der Passagiere ab und ging langsam das Promenadendeck hinunter nach dem Vordertheil des Schiffes zu. Sie machte erst an der Schranke halt, welche daS Promenadendeck der zweiten Kaiüte von der ersten Kaiüte trennt. und schien ein vemg erstaunt, als ein

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"Bimßmiyj -j g fcHn, öerr. der drüben auf der Seite ver zweiten Kajüte stand, sie sehr ehrerbietig grüßte. Der Mann war lyr ganz? lich unbekannt, doch sie dankte ihm mit einem leichten Neigen des Kopfes und ging dann wieder em Stuck zurück bis in die Nähe des-Damensalons. Hier streckt sie sich in halb heqender Stel lung auf einen der Ruhestühle aus. welche die Passagiere mit an Bord zu bringen pflegen, und grns nach dem Buch, das sie vor einer Stunde aus der Hand gelegt hatte. - Es war eme Torsgeschichte aus den bayerischen Alpen. . Eine Viertelstunde lang las Frau Hawkins. dann begann sie aufzublicken und in immer länger werdenden Zwischinräumen zu lesen. Ihre Augen schweiften über das Buch hinweg und über die Balustrade' des Promenadendecks hinaus über die unbegrenzte Fläche des Ozeans. Das intereMnte Gesicht der schonen Frau sah zornig und erbittert zugleich aus. Sie legte das Buch hastla aus der Hand, und als es zu Boden fiel, kümmerte sie sich nicht um dasselbe. Zorn, Scham, Neid kämpften in ihr. Zorn über ihr eigenes Dasein, Scbam über ihre Vergangenheit, Neid über das, was sie gelesen hatte. Wenn sie doch eines von diesen Bauernmädchen gewesen wäre, die ihrem Herzen folgen durften, die glauben durften, was ihnen von den Burschen gesagt wurde, den sie liebten! Was hatte sie darum gegeben, andere Eltern gehabt zu haben, unter anderen Verhältnissen groß geworden zu sein! Und doch hatten jedenfalls Tausende und Abertausende sie beneidet, da sie als die Tochter des reichen Nheders, als dessen einziges Kind, geboren war, das in Glanz und Ueberfluß aufwuchs, dem keiner ihrer Wünsche versagt blieb, bis das Leben ihr überhaupt mchts mehr bieten konnte. Wie hatten die Menschen alle sie beneidet und doch, wie liebeleer war ihr ganzes Leben gewesen! Ihr Vater hatte im Geschäft sehr viel zu thun, so daß er sich um die Tochter nicht kümmern konnte, ihre Mutter war früh gestorben, und fremde Leute erzogen das Kind. Diese brachten ihr einen lächerlichen Stolz bei, bracht: sie zu der Ueberzeugung, daß es nichts auf der Welt gebe, das sie nicht haben, das sie nicht erreichen könne. S?lange sie Kind war, hatte sie.sich wirklich' für eines der bevorzugten Wesen gehalten, denen kein Wunsch versagt bleibt; als sie aber herangewachsen war. entstand die Sehnsucht in ihr nach irgend einem Glück, das sie erwartete und das nicht kam. Ihr Vater freute sich, als die Tochter gesellschaftsfähig geworden war, denn ihre Schönheit und ihr Geist erregten Aufsehen, als sie in die Gesellschafften der reichen Kaufleute kam. Zugleich aber warntr er sie, daß sie vorsichtig sein solle in der Wahl eines Gatten. weil sie stets annehmen müsse, sie würde nicht um Ihretwillen, sondern um ihres Vermögens willen geheirathet. Sie solle einen reichen Mann wählen, denn bei diesem wäre sie wenigstens sicher, daß er sie nicht allein um ihres Geldes willen nehme. Da war der Amerikaner Hawkins nach Hamburg gekommen, hatte in Geschäftsangelegenheiten mit ihrem Vater verkehrt und hatte angefangen, sich um Doras Hand zu bewerben. Görner war ganz damit einverstanden gewesen, daß seine Tochter den Amerikaner heirathe, und da Hawkins sehr, sehr reich war, gab ihm Dora ihr Jawort ohne jede Neigung, aber doch in der Hoffnung, daß dieser Mann sie um ihrer selbst willen nehme, nicht um ihres Geldes willen. So viel Eitelkeit besaß sie natürlich, daß sie begehrenswerth erscheinen wollte auch ohne ihr Geld. Wie viele Enttäuschungen und Demüthigungen hatten ihr aber die sechs Jahre ihrer Ehe gebracht, die sie drüben in Amerika verlebt hatte! Jetzt war sie seit zwei Jahren Wittwe und kehrte nach der Heimath zurück. Sie wußte, sie fand dort niemand, der sie erwartete, ihr Vater war gestorben, den brieflichen Verkehr mit ihren Freunbinnen hatte sie aufgegeben. Aber sie wollte trotzdem nach der alten Heimath

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m I cr Fr v zurück. Das eine Sehnen wollte sie wenigstens stillen, das nach d:r heimischen Scholle. Sie hatte ein englisches Schiff gewählt, weil sir sich rasch zur Abfahrt entschlossen hatte; aber auch auf das Schiff hatte sie der Fluch verfolgt, unter dem sie litt, der Fluch des Reichthums. Irgend jemand hatte es erzählt, daß sie reich, überaus reich sei. und eine Menge von Mitgiftjägern machten ihr sofort den Hof, drängten sich ihr auf, belästigten sie. Glaubten denn diese Herren wirklich, daß sie nicht wußte, wem ihre Huldigungen und ihre Annäherungen galten? Und bätten ihr diese geldgierigen Männer, oie lüstern nach ihrem Vermögen waren, ihre Liebe mit tausend Eiden geschworen, sie hatte thnen nicht geglaubt, sie wußte, sie würde niemand glauben, der ihr von zärtlichen Gefühlen sprach, auch dann, wenn dieser Mann es ehrlich meinte. Sie war mißtrauisch geworden, sie hatte den Glauben an die Menschen verloren und damit die Freude am Leben. Wie beneidete sie also die Bauerndirne, von der sie soeben gelesen hatte. Dora stand auf und ging wieder nach dem Promenadendeck hinunter, nach dem Bug des Schiffes zu. Ueber zwei ihrer Verehrer, die sich ihr in den Weg stellten, sah sie hinweg, als wären sie durchsichtig, und die Abgewiesenen zogen sich bescheiden zurück, um nicht den Zorn der reichen Frau zu erregen. Als sie unten auf dem Deck der zweiten Kajüte stand, mußte sie sich plötzlich umsehen, sie fühlte, daß jemand sie anstarrte. Es war der Mann, der sie vorhin gegrüßt hatte. Verächtlich wollte sich Dora hinwegwenden, als ihr der sonderbare Ausdruck im Blick des fremden Mannes auffiel. Sie blieb stehen und musterte ihn ruhig und kühl. Der Mann war groß und kräftig, seinem Aeußeren nach ein Kaufmann. Er hatte dunkelblondes Haar und einen dunkelblonden Schnurrbart. Sein Gestcht war nicht unsympathisch, aber auch nicht besonders schön. Er schien den Blick Doras für eine Ermuthigung zu halten, denn er näherte stch und zog nochmals seinen Hut. Woher kennen Sie mich?" fragte Dora kurz. Der Fremde lächelte. Ich kenne Sie seit länger als einem Dutzend Iahren. Mein Name ist Holbert, Emil Holbert. 'Sie werden sich meiner vielleicht nicht mehr erinnern." Nein," antwortete Dora. Ich war im Hause Ihres Vaters angestellt und kannte Sie schon, als Sie noch ein junges Mädchen waren und in die Gesellschaft eingeführt wurden. Als Ihr Herr Vater damals den großen Ball gab, war ich mit eingeladen, und ich hatte damals die Ehre und das Vergnügen, mehrmals mit Ihnen zu tanzen. Ich wurde Ihnen auch vorgestellt." Dora lächelte. Das ist sehr lange her. Sie können von mir kaum verlangen, daß ich mich Ihrer noch entsinne." Ich habe das auch nicht angenommen. Aber ich habe Sie sofort wiedererkannt, als ich Sie auf dem Schiffe sah." Dann war er also der alberne Mensch, der von ihren Reichthümern erzählt hatte, und gewiß war durch die Stewards und Stewardessen die Nachricht davon aus der zweiten Kajüte in die erste gekommen. Er hatte wahrscheinlich renommirt mit seiner Bekanntschaft. Ich habe Sie auch wiederholt in Chicago gesehen." fuhr Holbert fort. Ich habe dort mehrere Jahre eine Stellung gehabt. Jetzt war ich zwei Jahre in New York. Ich weiß, daß Ihr Herr Gemahl gestorben ist und nun müssen wir uns hier auf dem Schiffe treffen!" Es lag etwas Kordiales in den Worten Holberts, das Dora verletzte. Sie kehren gewiß mit großen Erfolgen nach Deutschland, zurück," meinte sie ironisch. , .Meine Erfolge sind nur gering,"

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ist ein gutes Anzeichen vom Zustand Ihres Allgemein - Befindens. Wenn Sie blaß, mager, dunkel unter den Augen sind, die Gesichtsfarbe unrein ist, die Zunge belegt und Sie alter aussehen, als es der Fall sein sollte, so geht es abwärts mit Ihrer Gesundheit, bis sich eine gefährliche Krankheit daraus entwickelt. 'Thun Sie in ?eit etwas dafür. Halten Sie den Verlauf auf. Stärken Sie Ihre Gesundheit kräfte mit

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entgegnete Holbert einfach, soweit es sich um materielle Dinge handelt. Vermögen bringe ich nicht mit mir, aber ohne Nutzen ist der Aufenthalt in Amerika für mich nicht gewesen. Ich habe viel gelernt, was ich in Deutschland zu verwerthen hoffe." Ich wünsche Ihnen viel Glück." sagte Dora und brach dann das Gespräch kurz ab, indem sie zu ihrem Ruheplatz zurückging. Stetig und ununterbrochen macht das Schiff seinen Weg. Unermüdlich dreht sich die Schraube, und vor den Feuern der Schiffsmaschine stehen die halbnackten, von Schweiß triefenden Heizer, um den unersättlichen Schlund der' Kesselfeuerung mit Kohlen zu füllen. Man fährt mit äußerster Kraft, und bis zum letzten Kohlenzieher ist man erfüllt von dem Ged'anken. früher als das deutsche Schiff die englische Küste in Sicht zu bekommen. Auf Deck steht die Wache, der Offizier vom Dienst fpäht von der Kommandobrücke sorgfältig in die dunkle Nacht hinaus. Unter Deck ist es ruhig. Die Passagiere schlafen. Gegen elf Uhr ist es auch im Rauchsalonstill geworden. Die spielenden und trinkenden Herren haben sich gleichfalls zu? Ruhe begeben. Die Damen sind schon längere Zeit vorher in ihre Kabinen gegangen. Viermal schlägt die Schiffsglocke, der Matrose ruft zur Kommandobrücke dem Offizier die Meldung zu: Wer Glas!" Das ist zwei Uhr Nachts. Der Offizier prüft den Kompaß. ..Zwei Strich mehr Süd!" ruft er dem Mann am Steuer zu. Zwei Strich mehr Süd!" wiederholte der Mann das Kommando, zum Zeichen, daß er es verstanden habe, und dreht das kleine Rad. Plötzlich ertönt ein fürchterliches Krachen. Der Offizier auf der Kommandobrücke bricht fast zusammen und hält sich nur mühsam am Geländer fest. Das Schiff erzittert in seinen Grundfesten, und ein gellender Schreckensschrei, sich rasch hintereinander wiederholend, ertönt vom Deck und aus dem Innern des Schiffes. Mit gellenden Schlägen gibt die Schiffsglocke das Nothsignal. Schotten dicht! Schotten dicht!" tönt laut das Kommando des wachhabenden Offiziers, und die Bootsleute geben es weiter. Die Maschine hat plötzlich zu arbeiten aufgehört. Halbbekleidete Passagiere erscheinen schreckensbleich auf Deck. Das Schiff legt sich tief nach Steuerbord hinüber. Die Pfeifen der Bootsleute schrillen über das Deck. , Der Kapiiän kommt angestürmt und eilt auf die Kommandobrücke. Klar zum Boote aussetzen!" schallt sein Kommando. Das Schiff sinkt. In voller Fahrt ist es mit einem schwimmenden Eisberg zusammengestoßen, der. von Norden herkommend, den Pfad des Schiffes kreuzte. Es war einer jener heimtückischen Eisberge, die nur wenige Zoll über Wasser sichtbar sind, aber tief unter Wasser gehen. Das Schiff ist vorn vollständig auseinandergebrochen, die Maschine demolirt. das Wasser dringt mächtig in das Schiff, das sich mehr und mehr nach rechts hinüberlegt und dessen Spitze schon in das Wasser taucht. (Cchluß folgt.) Undank itt der Mclt Kolrn. Ein reicher Mann hinterließ bei seinem Ableben eine Million für wohlthätige Stiftungen. Muß der ein schlechtes Gewissen, gehabt haben...!" sagten die Leute. Das Srixreckrnskind. Warum bist Du nur so traurig. Tante?" Das verstehst . Du noch nicht. Kind: häusliche 'Sorge.." Aber Papa sagte doch, bei Euch war 'ne heitere Wirthschaft."

Mein Mann hatte

vier Aerzte schreibt Frau Dor l5ecnshaw von Wesrpoint, zu meiner Behandlung, aber sie konnten mir nicht hel fcn. Slady dem vierten ttinde senkte sich meine Gebärmutter und icy konnte kaum aufsitzen. Nachdem Ich eine Flasche !ardui genommen, fing ich an besser zu fühlen. Ick bin jetzt kurirt, habe genügend Milch und kein Gebärmutter Leiden mehr. Cardui hat mich zu einer neuen Frau gemacht." V Vom jungen Thiers. Der 1877 verstorbene berühmte französische Geschichtsschreiber und Staatsmann Adolf Thiers hat bekanntlich seine Laufbabn als Schriftsteller und Journalist begonnen. Er kam 1821 im Alter von 24 Jahren nach Paris auf einen Preis hin, den er an der Akademie zu Lyon bekommen hatte, und sprach zuerst auf der Redaktion des Eonstltutionnel, emes damals vielgelesenen Blattes, vor, an dessen Chefredakteur Etienne er eine Empfeh-' lung hatte. Ueber die Folgen, die dieser Besuch für Thiers hatte, gibt nun ein Großneffe Etiennes eine Darstellung. Als der Leiter des Constitutionnel" jenen ihm ganz unbekannten jungen Mann empfing, war der RedaktionSstab des Blattes vollbesetzt, und so konnte eine bindende Zusage nicht erfolgen. Dss indessen Thiers dringend um eine, wenn auch noch so kleine VerWendung bei dem Blatte bat. so machte Etienne ihm den Vorschlag, sein Talent auf die Probe zu stellen; Thiers sollte ein von Etienne gestelltes Thema nach freiem Ermessen behandeln, und dieser Artikel dann, falls ihn Etienne billige, allenfalls mit Aenderungen und Streichungen erscheinen. Thiers schrieb sofort seinen Artikel, der schon am anderen Morgen ohne alle Streichungen erschien. Er war mit so viel Schwung, und in so anschaulicher Sprache geschrieben, entsprach so gut der Stimmung jener aufgeregten Zeit, daß sich die Leser das Blatt förmlich aus den Händen rissen. Das ist Etienne. der unübertreffliche Etienne!" riefen sie in begreiflicher Täuschung aus, da der Artikel an der sonst Etienne vorbehaltenen Stelle stand und nichts auf einen anderen Urheber hinwies. An diesem Morgen ging Thiers, der aus Unruhe die ganze Nacht nicht geschlafen hatte, schon zeitig auf die Boulevards. Er ' konnte die angenehme Wahrnehmung machen, daß die Zeitungsläden von Neugierigen belagert waren und daß sie die Nummer des Eonstitutionnel" mit feinem Artikel verlangten. Stolz betrat er darauf das berühmte Kafe von Foy, um auch dort die gleiche Wahrnehmung zu machen: , der Eonstitutionnel" machte die Runde unter den Gästen. Thiers, der sich eine halbe Tasse7 hatte geben lassen, nahm ein Exemplar, stieg damit auf den Tisch und begann mit, seiner scharfen Stimme den Artikel vorzulesen. Sein Erfolg war außerordentlich. Aber Thiers verschwand alsbald wieder, um sogleich in einem zweiten Kase dasselbe Schauspiel aufzuführen; er wäre vielleicht auch noch in ein drittes oder viertes Kafe gegangen, allein die halben Tassen" waren theuer, und Thiers nannte damals, wie er bald darauf Etienne gestand, nur noch vierzig Sous sein eigen. Seine Armuth und gleichzeitigen Erfosge bewogen Etienne. ihm einen täglichen Platz an seinem Tische anzubieten; und Thiers kam einen Monat lang täglich in das Haus. In der Zwischenzeit schrieb er noch mehrere Artikel, die das Publikum alle mit der gleichen Gunst aufnahm. Am Abend des letzten Tages dieses Monats fand Thiers, als er sich zu Tische setzte, neben seinem Gedeck einen großen Sack mit Fünffrancsstücken; es war, wie ihm Etienne seine verwunderte Frage erklärte, das Honorar für die Artikel, das der Eonstitutionnel" an Etienne als den vermeintlichen Verfasser ausbezahlt hatte, und das nun dieser an Thiers zugleich mit der Mittheilung überwies, daß Thiers von diesem Tage an als Mitglied in den Redaktionsverband des Eonstitutionnel" aufgenommen sei. Thiers kaufte sich für den empfangenen Betrag gleich am anderen Morgen ein Pferd und ritt damit stolz im Bois de Boulogne spazieren. . In Zukunft betrat er dann das Blatt nur noch mit einer Reitpeitsche und großen Sporen. Die Ge sammtzahl der Londoner-Dochs beläuft sich auf 30, und die größten von ihnen haben ein: Länge von 846 Fuß.

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