Indiana Tribüne, Volume 29, Number 204, Indianapolis, Marion County, 21 April 1906 — Page 4
Indiana Tribüne. Hnaulgtgkben von bet Otttnrtct a Es. Indianapolis, Ind.
garry O.'Thndiu 000 Präsident. SeschäftSloeali ilo, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. Entcred t the Pot Office ot Indianapolis &a tccond dass matter. San Francisco, In einen ungeheuren Friedhof ist ein Theil des herrlichen Geländes an der Pacisicttüfte in wenigen Minuten verwandelt worden. Wiederum hat elementare Macht der Menschheit ihre Nichtigkeit den Naturkrüften' gegenüber klar gethan. Die schrecklichen zerstören den Instrumente der modernen Krieg führung, auf welche Nationen mit stol zem Machtgefühle pochen, erscheinen wie Pygmäenspielzeug angesichts der fürch terlichen Naturgewalten. Die riefigen modernen Stahlbauten, der Triumph unserer Bautechnik, stürzten eben so widerstandslos, wie die primitivste Bretterhütte. Und doch triumphirt der Mensch in der Stunde der Verwüstung, der Noth und des Jammers über das Schicksal und zeigt seine schönste Seite, die der Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe er ist ganz Mensch in der schönsten Be deutung des Wortes. Der Arme theilt mit dem gestern noch Reichen sein Stück chen Brot in treuer Kameradschaft, und der Grimm der Mehrheit richtet sich verachtend gegen die Wenigen, deren Sucht nach Gewinn selbst solch' entsetz licheS und unerwartetes Elend auszu beuten versuchen. Entsetzlich muß daS Angstgefühl der so jäh auS dem Schlafe aufgerüttelten BewohnerJder betroffenen Distrikte ge Wesen fein. Auf wankendem Erdboden flüchtend, während rechts und links hlmmelragende Gebäude stürzten, späh ten die Geängftigten umsonst nach einem Wege zur Sicherheit. Tod und Ver derben überall! Nach der jammervollen, von der Lohe der brennenden Stadttheile beleuchteten Nacht, begann der Schrei nach Brot, nach Waffer, nach Kleidung und Ob dach. Trostlos erkanntelman die Aus dehnung der Verwüstung und begann die Todten zu zählen. : San Francisco, ihres schnellen Auf blÜhenS halber die Wunderftadt- ge nannt, ist an der Spitze einer vom Stillen Ocean und der San Francisco Bai begrenzten Landzunge aufgebaut, welche ihrer Lage wegen als Hafen einen unschätzbaien WerWaf. Was den Reichthum eö Bodens, die Ausdehnung deS Handels und der In dustrie anbetrifft, so giebt das Wachsen der Bevölkerung während der letzten 60 Jahre den treffendsten Beweis von, der Nührkraft dieses Fleckens Erde. Während noch im jJahre 1848, also kurz nach der Besetzung deS Hafens durch das amerikanische Geschwader, San Francisco eine Einwohnerzahl von nur 600 aufweisen konnte, zählte man vier Jahre später, nach der Entdeckung eini ger Goldadern in der Sierra Nevada, 34.370 Seelen, und heute ernährt diese Stadt nahezu 450.000 Menschen. Dieser MaffenzuwachZ ist um so be achtenswerther, als sich nicht nur die Ervartungen der meisten Goldsucher, welche ja doch daSHauptcontingent der Zuzügler bildeten, alSZstark übertrieben erwiesen, sondern gerade während der Jahre deS AufbauenS die Gegend von zahlreichen Katastrophen, bestehend in verheerenden Erdbeben, Feuern, Auf rühr :c, heimgesucht wurde. Alles Dies hinderte nicht, daß inner halb einiger Jahrzehnte ein kleiner mexi kanischer Landungsplatz zum zweit größten Hafen der Vereinigten Staaten emporblühte. Das Klima ist ein äußerst mildes, im Sommer niemals drückend heiß, im Winter selten rauh und wenig Schnee. Die Bevölkerung ist, wie in allen größeren Handelsstädten, eine vorwie gend gemischte, nur daß hier die ma laylsche-Rasse einen größeren Procent fatz einnimmt, als die germanische Die Straßen bs8 südlichen, auf den Ausläufern einer Gebirgskette gelege nen Theiles der Stadt find ihrer hüge ligen Lage wegen äußerst schwierig, ja manche für Vehikel gar nicht pasflrbar. Das. GeschäftSviertel' befindet sich im unteren Theile, jenseits der Market Straße, welche, gleich dem New Jorker Broadvay die Stadt quer durchschnek öet. Wie eS scheint, lg bei dem furcht bann Erdbeben die hgrligt Celte un
versehrt davongekommen, während die Prachtbauten deS EefchäftStheileS in der unteren Stadt arge Verwüstung und Verheerung ausweisen.
Nächst der Market Straße ist die Montgomery Straße von größter Be deutung und ihrem Charakter nach mit der NewYorker Wall Str. zu vergleichen. Auf diese beiden Straßen konzentrirte sich 'die große Katastrophe hauptsüch lich. und zwar sehen wir nicht nur Wohnftütten und Geschäftshäuser ein gestürzt und eingeäschert, sondern vor Allem find eö die öffentlichen Bauten, FriScoö Stolz und Freude, die vom unnachsichtigen Schicksal heimgesucht wurden. Da ist zunächst der mächtige Bau der City Hall, eine der großartigsten, archi tektonlsch werthvollsten Schöpfungen. Die Seitenflügel sollen gänzlich zerstört und der dem Capital in Washington nicht unähnliche Kuppelbau, der dritt höchste der Welt, arg beschädigt sein. Das bekannte Merchants Exchange Gebäude, mit seinen nach Hunderten zählenden OssiceRüumen (nebenbei bemerkt, eines der ersten Experimente der Stadtgemeinde auf dem Gebiete des Wolkenkratzer-.BaueS), ist gleich dem Postal TelegraphGebäude fast gänzlich zerstört. Von anderen weltbekannten Bauten, wie das Palace Hotel, das allein einen Bauwerth von drei Millionen Dollars reprüfentirt, Rialto Gebäude, Grand und Fairmont Hotel, zeugt theilweise heute nur noch tn Trümmerhaufen. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört übrigens auch ein von den Deutschen im Jahre 1901 errichte teö GötheSchillerDenkmal, welches eine Kopie des Monumentes in Weimar repräfentirt. Die ZeitungSgebäude, welche einen kleinen Distrikt für sich in Anspruch nehmen, sollen ebenfalls schwer gelitten haben und meist zerstört sein. Seine meisten Opfer forderte der Tod jedoch in dem südlich der Market Straße gelegenen Mission Distrikt. Dieser Theil deSGeschäftSviertelS konnte seinem Charakter nach mit der New Yorker Oftseite, zwischen Houston und 23. Straße, verglichen werden: Bil lige Miethskasernen und kleine Werk statten. Hier hat das Feuer fürchter. lich aufgeräumt und der Tod Hun derte dahingerafft, während der., vor nehme Ctadttheil, welcher sich zum größten Theil auf den Nob Hill er streckt, . fast unversehrt geblieben sein soll. Am Abhänge deö Nob Hill haben die Chlnesen ihre Quartiere ausgebaut, und am Fuße der Chinesenftadt ist daS arg zerstörte GerichtSgeböude. Angesichts des Einsturzes der City Hall ist hier als sicher anzunehmen, daß auch der gegenüberliegende Holzbau des MechanicS Pavillon gefallen ist. Der selbe dürfte in Sport . Kreisen nicht unbekannt sein, da hier die großen Preiskampfe stattfanden und die meisten Ereignisse der Sportwelt gefeiert wer den.So leicht es fein wird, diesen Ver luft zu überwinden und zu ersetzen, so schwer und unermeßlich ist der Schaden, welcher durch Vernichtung werthvoller Sammlungen und der großartigen ErziehungS Institute hervorgerufen wurde, wie z. B. durch die gemeldete Vernichtung der Universität von Cali fornia, der Leland Stanford Univer fität u. s. w., u. s. . DaS heurige Erdbeben ist nicht das erste, wohl aber das schwerste, welches den Staat California getroffen. Am 26. und 27 März 1872 wurden meh rere kleine Städte des Jnyo Thales unter Verlust von 30 Menschenleben zerstört, die Erschütterung pflanzte sich nach San Francisco weiter,, woselbst sie ohne Verluste . an Menschenleben mehrere Gebäude, u. A. das alte San Francisco Hotel beschädigte. Ein am 14. Oktober 1891 erfolgter Stoß richtete nur unbedeutenden Scha den an und auch die vor zwei Jahren gespürten leichten Erschütterungen ge riethen bald in Vergessenheit. Einem der stärkeren Erdbeben, wel cheö ungefähr 6 Jahre zurückliegt, siel der Thurm der Odd Fellow Hall zum Opfer. Da? vollständig zerstörte Palace Hotel wurde im Jahre 1373 als erd bebensicher" erbaut. Die Erfahrungen der letzten Jahre hatten die Unterneh mer die Ausführung dieses Projektes rathsam erscheinen lassen, und so wurde der Riesenbau unter Aufwendung be trächtlicher Mehrkosten derartig auöge rüstet,- dass tirie .'Beschädigung für unmöglich gehalten wurde. . . ; - ; :l-'r'; ' - ; . Haucht die BONANZA.
Behörde fnr öffentliche. Werke.
Petitionen wurden eingereicht: Für Gradirung und KieSbestreuung der Alley westlich der Capital Ave., von 23. Straße bis zum Fall Creek. Für KieSbestreuung der Fahrstraße, Cement'Seitenwege und Randsteine in der Oft Maryland Straße, von der Shelby bis zur Davidson Straße. Für Gcadirung und KieSbestreuung der Süd Western Avenue, von der Washington Straße bis zu den Schie nen der Pennsylvania Eisenbahn. Endgültige Beschlüsse wurden ge faßt: Für Backstein Fahrdamm, Rand steine und Gossen in der Downey Ave., von der Washington Str. bis zur Uni versityAve. Für Cement'Seitenwege in der 10. Straße, von der Windsor bis zur Sterling Str. Für abgegrenzten Fahrdamm in der London Ave., von der 29. bis zur 30. Straße. Resolutionen wurden angenommen: Für Backftew'Fahrdamm und Rand steine in der Emerson Ave., von der Washington Str. bis zur Brookville Road. Für Cement'Seitenwege und Rand steine in der Tipton Str. von der Hillfide Ave. bis zur Pike Str. Für ASphaltirung des FahrdammeS in der 22. Straße, von der Capitol bis zur Central Ave. Für Backftew'Fahrftraße in der ersten Alley westlich der Central Ave., von der 23. bis zu der 24. Straße. Für Backftein.Fahrftraße in der ersten Allcy öftlich der New Jersey Straße, von 20. bis zur 21. Straße. Für Kanalisirung der Locke Straße, von der Jndiana Ave. bis zur Walnut Straße. Für Freilegung der Alley von einem Punkte öftlich der New Jersey Straße bis zu der Alley nördlich der Louisiana Straße. Für Eröffnung und Erweiterung der Alley öftlich der Meridian Straße, von per Raymond Straße, bis zu einem Punkte 247 Fuß südlich der Regelt! Straße. Svieqelqlas kann auf eine
sehr einfache Weise auf seine Güte hm geprüft werden.. Bei einem Spiegel,'dessen Eigenschaft es doch sein soll, das ihm dargebotene Bild in seinen natür-'' lichen Fc-?ben und gänzlich unverzerrt : wiederzugeben, halte man dicht an die -Glasfläche ein weißes Taschentuchs Erscheint dasselbe im Spiegel so weiß wie in Wirklichkeit, so ist das Glas wasserhell und von guter Beschaffen! heit; sieht es aber grünlich, gelblich oder röthlich aus, so darf man vom Gegentheil überzeugt sein und stehe vom Kaufe ab. Die Untersuchung von Glasscheiben auf den - Farbenton geschieht genau auf die gleiche Weise, nur daß das Taschentuch statt vor das Glas natürlich hinter dasselbe gehalten wird.' Filetguipure zu waschen. Die jetzt beliebten Filetspitzen, die man zu allerlei Aufputz verwendet, werden beim Waschen und auch, um sie creme zu färben, in einen Rahmen gespannt. Den Schmutz entfernt man mit der Bürste, Wasser und Seife, macht dann lauwarmes Wasser mit Thee oder Sa fran gelb, vermischt es ein wenig mit Gelatine (diese muß in kochendem Wasser aufgelöst werden) und streicht die Flüssigkeit mittels einesSchwämmchens auf die Guipure. Soll diese nicht sieif werden, so läßt man die Gelatine wez. Nach dem Trocknen nimmt man die Spitze aus dem Rahmen. Zahnschmerzen, die rheuma tischen Ursprungs sind, werden grbes sert, wenn man auf die leidende Stelle heiße Hafersäckchen legt. Der geröstete, heiße Hafer wird in handliche Säckhen gefüllt, die so warm wie möglich anzu wenden und nach Bedarf zu wechseln sind. Ein heißes Fußbad leistet dabei der Hauptsache ach die besten DievHe. Um das Festrosten bfi Schrauben zu verhüten, npfiehN ez Fachmann das folgende einfache Mittel. Man taucht die Schnuib vor dem Gebrauch in einen dünnen Brei von Graphit mit Schmieröl, noch besser Talg. Da Perdurch die Rwfang stark vermindert wird, so ist auch das Einschrauben leichter zu bewerkftellZ. gen. Die so vorbereiteten Schraube sollen selkst nach Jahren mit Leichtig. keil wieder gelöst werden können, wo bei ein Brechen derselben niemals stattfinden soll. Haarfärbe - Mittel. 'Um Walnußschalen - Extrakt zum Braunoder Schwarzfärben grauen Haares zu bereiten, preßt man den Saft ewer Handvoll grüner Schalen auZ und vermischt ihn mit 10 Procent Alkohol. Nachdem er etwa zehn Tage gestanden hat, wird er filtrirt und kann dann in Gebrauch genommen werden. Ehe man dieses Haarfärbemittel anwendet. Wäscht man das Haar mit Sodalösung. um es zu entfttten. Eine einmalige tägliche Waschung soll genü gen,' um dem Haar eine schon braune oder schwarzliche Farbe zu geben, j
Tief unter der Erd'!
Allerlei abergläubische Vorstcllungrn von Bergleuten. Schlagende Wetter Böse elfter" deS LZergwerkS-Mystcriöser Srubc,a?ewoher. Sonderbare Unglüspropheten Schadensrsyer obold. Grubenkatastrophen, wie die von Courrieres im nördlichen Frankreich, haben' von jeher bei den Bergleuten Veranlassung zu allerlei abergläubischen Vorstellungen gegeben. ' Zwar sind die heutigen Grubenarbeiter weniger abergläubisch als ihre Vorgänger: sie wissen z. V. alle, was die schrecklichen schlagenden Wetter, ihr gefährlichster Feind, in Wirklichkeit sind, und sehen, von alten Voruriheilen befreit, in ihnen nicht mehr einen bösen Berggeist. Alle haben aber noch nicht die phantastischen Erklärungen derartiger Unglücksfälle vergessen. Man erinnere sich nur an jene Stelle in Zolas Geramal," wo das Grubenunglück geschildert wird: mWt drängten und stießen sich hwtereinander.' Längst eingeschlafener Aberglaube wachte auf in diesen bestürzten Seelen; sie riefen die Erde an: es war die Erde, die sich rächte. Ein Greis stammelte vergessene Gebete,, indem er seine Daumen nach außen drehte, um die bösen Geister des Bergwerks zu versöhnen." . Descubes, der Untersuchungen über den Aberglauben der Bergleute anstellte, wurde von Grubenarbeitern deZ Loire-Veckens mitgetheilt, daß es in den Gruben Stellen gebe, wohin man nicht dringen dürfe, wenn man' für diese Verwegenheit nicht sofort streng bestraft werden wolle.' Stellen, zu denen dem Sterblichen auf Grund einer Art Pakt mit der Erde der Zutritt verboten sei. Man erzählte ihm von Visionen, von plötzlich auftauchenden Erscheinungen ehemaliger Opfer der Grube oder von fernen Spitzhauerschlägen, die von Stellen herüberklangen, an denen kein Mensch arbeitete. Im französischen Nordbecken haben sich diese Legenden noch etwas lebendiger erhalten. Zola erzählt, daß dortige Bergleute an die Existenz des schwarzen Mannes" glauben, eines mysteriösen Bewohners der Grube, der den Arbeitern Fallen stellt. , Hason hat in seinen Unterhaltungen mit belgischen Berqleuten entstellte Ueberreste der alten abergläubischen Phantasien festgestellt. Es gibt unter ihnen noch Personen, die versichern, daß jede? Explosion sonderbare Zeichen vorangehen, sei es. daß man einige Zeit vorher eine weiße Fledermaus fliegen sehe, sei es, daß man weiße Flocken bemerke. In anderen Gruben erzählt L'-iJ . . v . c tt man geheimnisvoll von oem iicinen Bergmann." Das ist ein Gnom, der weniger bösartig als schadenfroh ist und sich ein Vergnügen daraus macht, den Bergarbeitern allerlei schlimme Streiche zu spielen. Wenn ein Werkeug zerbricht oder verloren geht, wenn eme Lampe plötzlich mcht mehr brennen will, wenn ein Stein sich loslöst und den Lederhut des , Bergmannes trifft, so hat man dies'alles dem Einfluß des ptili mineur". (Vergmännchen) zuzuschreiben. Man nennt ihn wohl auch vieur garcou" (alten Knaben). Der alt? Knabe" ist ein Kobold, der sich in der Grube zu schaffen macht, wenn die Arbeiter sie verlassen haben. Man hört dann das Geräusch rollender Kohlenwagen; oft stößt der Alte einen merkwürdigen Schrei aus, der wie Ratata!" klingt. Manchmal macht er einen solchen Lärm, daß man glaubt, er habe alles zerbrochen; wenn, man aber hinuntersteigt, merkt man, daß alles in Ordnung ist. In anderen Gruben spielt derselbe Bergkobold eine weit schönere Rolle. Er wacht über Leben und Eigenthum der Bergleute, benachrichtigt sie, wenn Gefahr im Anzug ist, und warnt durch deutlich vernehmbare Schläge vor bereits angefaulten Stützballen. Wenn Katastrophen bevorstehen, braucht man, um sich zu retten, nur seinen Anordnungen genau Folge zu leisten. Der-Blue-Eap" der schottischen Gruben ist offenbar mit dem französischen alten Knaben" - verwandt. Dieser Kobold hilft den Arbeitern, bleibt aber immer unerreichbar; er schreckt vor keiner Arbeit zurück, muß aber alle vierzehn Tage einen Lohn bekommen.' ' Man , legt ihm das Geld in einen Winkel, und die Summe ist rasch verschwunden. Wahrscheinlich spielt in solchen Fällen irgend ein kluger Bergmann, der seine Einkünfte zu vermehren bestrebt ist, die einträglichc Rolle des. sagenhaften BhttEap." - , DaS k l a s si s ch e Land der Kurpfuscher ist das 5cönigreich Sachsen. Auf zwei b!5 drei Aerzte kommt dort ein Kurpfu'er. Man zählte nämlich im Jahre 1S05 2244 praktische, Aerzte, ausschließlich der Wund- und Zahnärzte, und 991 Kurpfuscher gleich 44 Prozent; im Jahre 1897 waren es 1761 gegen 745 gleich 42 Prozent. Die Zwrpfuscher finden sowohl in den Städten wie auf dem Lande ihre Rechnung. In der Stadt Dresden waren im Jahre 1905 185 Kurpfuscher gegen 483 Aerzte. In manchen Bezirken stehen die Kurpfuscher den praktischen Aerzten an Zahl nicht nach. Der Medizinalbezirk Zittau besitzt 55 Kurpfuscher gegen 60 praktische Aerzte. Glauchau ,34 gegen 36. Cbemnitz-Land sogar 46 'gegen 36.
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Europäische Nachrichten. Hcstcrrcich-Angarn. Wien. Vor Kurzem gerieth der Schlossergehilfe Karl Horacek in seiner Wohnung in., Rudolfsheim mit feiner 27jährigen Frau in Streit. Er warf sie zu Boden und verletzte sie durch Fußtritte derart, daß die Frau von der Rettungsgesellschaft mit einer Nervenerfchütterung, Quetschungen des Schulterblattes und Kontusionen im Gesicht in's Kaiserin Elisabeth Spital gebracht werden mußte. Da Horacek seiner Frau schon wiederholt gedroht hatte, er werde sie umbringen, wurde er in Haft genommen und dem Landesgericht eingelieftrt. Dr. F. H. Puzhe wurde als Privatdozent für' englische Sprache u. Dr. Francis H. Pughe wurde als Privatdozent für englische Sprache und Literatur an der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität zugelassen. Letztens wurde vor- dem Hause 118 der Favoritenstraße eine ältere Frauensverson von einem Motorwagen der städtischen Straßenbahnen erfaßt und zur Seite geschleudert. Sie stürzte, leblos nieder. Man berief die Freiwillige Rettungsges ellschaft, doch konnten die Aerzte bloß den infolge Bruches der Schädelbasis eingetretenen Tod konstatiren. Die Todte würde als die 59jährige Wittwe Franziska Anna Bock, Favoriten, Eugengasse No. 16 wohnhaft gewesen, agnoszirt. Den Motorführer Gustav Novotny, der den Waggon führte, foll nach Aussage von Augenzeugen kem Verschulden an dem Unfall treffen.' Graz. Es ist in einem hiesigen Sanatorium der gewesene Reichs-raths-und Landesabgeordnete, und gewesene Präsident der Leobener Handels- rknd Gewerbekammer,Franz Endres, Fabriksbesitzer aus Leoben, im 59. Lebensjahre gestorben. I g l au. Letztens .hat der 45 Jahre alte verheirathete, 'nach hier zuständige Taglöhner. Alois Wessely nächst dem Kreisgerichtsneubau an der Altenbergerstraße seinem' Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Das Motiv der That ist unbekannt. Prag. Letztens erschoß sich mit r .. rm lcincrn icniiacroeorc im lucann schaftszZmmer der Jnfanteriekaserne der Rekrut Ludwig Zeidlinger aus Sdnkt Johann im Pongau (Salzburg). Beweggrund: Unlust zum Militärdienst. Prödlitz. Ein gewisser Wenzel Fleischer, der vor mehreren Iahren seine Frau verließ, betrat plötzlich die Wohnung seiner mit dem Glaser W. Petraschek zusammenlebenden Gattin und feuerte aus einem Revolver einen Schuß gegen ihre linke Schläfe ab. Blutüberströmt stürzte die Unglückliche zusammen, während Wenzel Fleischer einen weiteren Schuß gegen seine rechte Schläfe abfeuerte. Beide wurden auf Anordnung des Distriktsarztes Dr. Trinks, der die erste Hilfe leistete, in das Aussiger Krankenhaus überführt. Rosenthal. Der Beamte der Aussig - Teplitzer Eisenbahn, Stationsvorstand Rybiczka, sprang im Tunnel bei Karlswald aus dem Zuge und wurde getödtet. Dienstliche Umstände sollen, wie angenommen wird, das Motiv der That bilden. Der Beamte stand unmittelbar vor der Uebergäbe seines Dienstpostens.' -Luxemburg. Luxemburg. Dieser Tage wurde das unter dem Namen' Wurthsgarten" bekannte, in Clausen gelegene und der Verwaltung des Priester-Se-minars gehörige Anwesen, begreifend Wohnhaus und Dependenzien, in Lffentlicher Versteigerung der Dame I. Winnock in. Clausen zum Preise von 15,600 Fr. nebst 10 Proz. Aufgeld zugeschlagen. F e l s. Der Arbeiter G. Flammang von Fels hatte das Unglück, beim Abladen eines Waggons unter ein. Rad zu kommen und dab ein Bein' zu brechen. Der Verunglückte ist die einzige Stütze seiner Eltern. Kopstal. In der 'Nacht wurde der 21jährige Bergmann HeinrichKalmes aus Kopstal auf der GrubeHeinzberg'Zn Esch a. d. Alz von herabfallendem Gestein so schwer verletzt, daß er auf dem Wege zum Hospital verstarb. . Gedankensplitter. Ein. mal folgt jedes Weib, gern dem Man. ne: nämlich, wenn . .er es zum Altart führt. . Damit scheint sich, aber auch ihr Fonds an' Folgsamkeit vollstandiz erMpst zu haben.
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