Indiana Tribüne, Volume 29, Number 203, Indianapolis, Marion County, 20 April 1906 — Page 3

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Jndkana Tibüne, 20. April 1806'

In

Steht noch immer die herrliche Königin der Städte an der Pacisittttstc.

Der Kougrcß verwilligt eine Million Tollars für die Nothleidenden von California. Zahlreiche Beileidödeschlüsse. Der deutsche Kaiser drückt sein Mitgefühl aus.

Das Erdbeben in Los Angeles. Los Angeles. 19. April. Die Panik in dieser Stadt war eine außer gewöhnliche. Man hatte stillschweigend angenommen, daß mit der Sache .in San Francisco die seismische Störung vorüber sei. In dieser Erwartung wurde man getäuscht. ES ist schwer festzustellen, wie weit der Sachschaden und der Verlust an Menschenleben geht, doch ist derselbe ein ungewöhnlich großer. L oöAngeleö, Cal.. 19. April. Nach späteren Ermittlungen ist das Erdbeben in seinen Folgen nicht so schlimm gewesen, wie man zuerst annahm. Obgleich die Bevölkerung durch die Erdbebennachrichten vorbereitet war, war die Panik doch stark. SanFranciSco, 19. April. Die Flucht der- Bewohne? aus der Stadt dauerte während des TageS fort. Zu Wagen und hauptsächlich zu Schiffe strömten die Bewohner nach sicheren Plätzen. Viele schleppten ihre Habseligkeiten mit und hatten schwer zu tragen. Der Wind drehte sich heute Morgen nach Westen, dadurch bekam die Feuer bahn eine andere Richtung. Im MisfionS-Distrikt südlich von Market Straße hat sich das Feuer au-, gebreitet. Von den vielen Holzgebäuden bren nen viele wie Zündhölzetschachteln.. Ein trauriges Bild bieten auch die Ruinen dek St. Nickolaö HotelS; es ist nur noch ein Haufen Backsteine. In dem ganzen Distrikte blieb kaum ein HauS stehen. SanFranciSco, 19. April. Gegenüber dem Posten setzte sich heute Abend der Brand in einer kleinen Alley fort. Gegen 11 Uhr letzte Nacht war die Nordseite in hellen Flammen, aber kein Wasser vorhanden. San Francisco, 19. April. Um zil Uhr heute Abend kletterten die Flammen den russischen Hügel hinauf und hatten sofort die russische Kirche in ihrem Besitze. Ueber die Anzahl der Umgekommenen ist noch nichts bekannt. Auf dem PortZmouth Platze waren heute Morgen 20 Leichen aufgefunden worden. S an Francisco, 19. April. Folgender Hilferuf ist an den Gouver neur geschickt worden: Schicken Sie alle Vorräthe und Zelte, die zur Verfügung stehen, nach dem Golden Ga!e Park. Wir brauchen sehr nothwendig Brod, Betten, Zelte und Nahrungsmittel. Klaus Spreckels macht fei nen großen Buckel. Das SicherheitSkomite mit Mayor Schmitz an der Spitze, hat auch nicht vergessen für die richtigste RechtZflege zu sorgen. Speziell waren die Frie denZreiter darauf aufmerksam gemacht. sich stramm in den Grenzen der Gesetze zu halten. Klaus Sprckels gab heute Abend 325,000 für die Nothleidenden. New Nork. 19. April. Die Western Union hat von der Pacific Küste eine Depesche von 5 Uhr Nach mittag? erhalten, daß die ganze Stadt San Francisco in Flammen steht. Das Chinesenviertel ist ganz abge brannt. Am Schlimmsten wüthet der Brand nun auf Nod Hill. ES scheint. daß die ganze Stadt abbrennen wird. Das Militär ist nun mit Spreng versuchen beschäftigt. Man will die brennenden Häusergedierte unschädlich machen. Hunderte von Polizisten, viele Soldaten und Hunderte von Freiwilligen wurden in die gefährde ten Distrikte geschickt um die Bewohner zur Flucht zu mahnen.' Da5 Militär hatte alle Wagen in Beschlag genom men um das Pulver zu tranSportlren. General Funfion arbeitet mit Mayor Schmitz zusammen und hat an alle Soldaten ftricte Ordres erlassen: wer bei einem Verbrechen erwischt wird, hat sofortige Erschießung zu gewärtigen. General Funfion erklärte heute Mor gen, daß Lebensmittel unterwegs feien

lammen

und schleunigst vertheilt erden toflr den. Die Regierung thut ihr Möglich steS, um den Bewohnern von Oakland, Berkeley und Alameda beizustehen. ES sind verschiedene Dampfer auf dem Wege dorthin. ' S a n I o s e, Cal.. 19. April. Nach hiesigen Berichten wurden 10 Menschen getödtet. Alle großen Gebäude find stark beschädigt. C h i c a g o, 19. April. Passagier agent Black von Santa FeSystem meldet, daß alle durchgehende über AI buquerque und Mojaave nach San Francisco gehen. ' Oakland, Cal., 19. April. A. 0. Leuschner, Direktor deS Observato. riumS der Universität von California hat an seinen Instrumenten zwei Pe rioden des. Erdbebens beobachtet. Die erste Vibration dauerte 40 Sekunden, die zweite 25 Sekunden. Die Bewe gung war von Süd'Südost nach Nord West. Nächst der Heftigkeit der Bewe. gung war deren kreisförmiger Verlauf bemerkenswerth. Chicago, 19.April. Die Western Union'Telegraph'Co. erhielt von San Francisco folgende Depesche: Die ganze Stadt südlich von Market Straße bis zur 23., ausgenommen die Münze, ist abgebrannt." S a n F r a n c i s c o, 19. April. Gegenüber der Post brach heute Abend ein heftiger Brand los. Gegen 11 Uhr war das ganze Viertel eine Feuer masse. Unlücklicher Weise fehlte eS auch noch an Wasser. Washington. 19. April. Eine Depesche, die vom Kommandanten des PacificGeschwaderS einlief meldet, daß die Chicago und Marblehead auf dem Wege nach San Francisco find, wo fie morgen ankommen werden. Die Bo fton" und Prlnceton" find zu Long Besch. B e r k e l y, Cal., 19. April. Wun derbarer Weise erlitt das große UniverfitütSgebüude keinen ernstlichen Scha den. Dagegen haben die Gebäude des OrteS Berkely schweren Schaden ge ncmmen. Washington, 19, April. Im Kriegsdepartement lief folgende Depe fche von Gen. Funston ein. Augenblicklich 9:15 Uhr Vormit tags nichts Neues. Die Stadt steht noch in Flammen. Leut. Pulis von der Küftenartillerie ist tödtlich verwundet. Sonst keine Unfälle. Santa Barbara. Cal., 19. April. Eine Specialbotfchaft meldet, daß San Francisco durch zwei der schiedene Erdbeben in'S Unglück gestürzt wurde. Die Bevölkerung ist noch so in Schrecken gesetzt, daß sie sich Überhaupt keinen klaren Begriff über das Unheil machen kann. Oakland, Cal., 19. April. Ueber 50.000 Flüchtlinge aus San Francisco haben heute Abend hier Auf nähme gefunden. Der Andrang von Fremden war ein riesiger, und es ist schwer, zu sagen, wie die Leute fertig werden sollen. Beileid deS deutschen Kaiser. Washington. 19. April. Der deutsche Botschafter, Freiherr Speck von Sternburg, stattete heute dem Prä, sidenten einen Besuch ab und übermit telte ihm das Beileid des deutschen Kai serS c.nlüßlich der Katastrophe von San Francisco. tt o h l e n g r ü b e r ft r e i k.' Wilkeöbarre, IS. April. Präsi dent Mitchell wird mit den DiftrikSPräsidenten NicholS, Dettry und Fahy am Donnerstag eine Konferenz falte, um die Antwort der Grubenbesitzer in Erwägung zu ziehen. B.rttSen.Einfturz. 30 Arbeiter verletzt. Duluth, Minn., 19. April. dreißig Arbeiter wurden bei dem Ein stürze einer Holzbrücke mehr oder tami ger schwer verletzt. Die verletzten wurden nach den Hospitälern am Orte verbracht.

Dr. Fulda

Im New Dorker Piek'Ciub. New York. 19. April. Doctor Ludwig Fulda befand sich neulich AbendS im Kreise seiner engeren Colle gen; der Deutsche Preß'Club veranftal' tete zu Ehren deS gefeierten Bühnen' Schriftstellers ein Bankett in den Club räumen. ES hatten sich etwa 60 Personen ein gefunden, darunter als Vertreter des Deutschen ConsulatS Herr LegationS rath Gneist. Die Columbia Universität war durch Professor Halleck vertreten. Der Präsident deS Deutschen PreßclubS, Herr Arthur Schüler, führte den Vor sitz, als Toastmeister fungirte Herr Hermann Alexander. Herr Schüler hielt die BegrüßungS Ansprache, in welcher er mit beredten Worten auf die Veranlassung zu der festlichen Versammlung hinwies und besonders die geistigen Beziehungen zwischen dem alten und dem neuen Vaterlande U tonte. Den Toast auf den Ehrengast brachte Herr Otto Hubach aus, welcher in längerer, von häusigem Beifall un terbrachener Rede auf die Bedeutung Ludwig Fulda's als Dichter und geistl gen Repräsentanten All.DeutschlandS hinwies. Herr Iulda beantwortete den Toast in bekannter geistreicher und liebenswürdiger Weise und zollte dabei den deutsch amerikanischen Schriststellern für das was sie zur Bereicherung der deutschen Literatur beigetragen haben, uneingeschränktes Lob. Nach Herrn Fulda hielt Herr Arthur König noch eine höchst interessante und geistvolle Ansprache. Dowie. . Chicago, 19. April. Alexander Dowie hat angekündigt, daß er in den nächsten Tagen nach seiner Residenz ftadt Zion City abreisen wird. 59. Kongreß. Senat. W a s h i n g t o n, 19. April. Der Senat nahm heute eine gemeinsame Resolution an, welche eine Million Dollars für die Notleidenden von San Francisco verwilligt. Am Bedeutsamsten war wohl die Rede Senators LaFolette von Minnesota über die Frachtratenbill. Die An gelegenheit gab Anlaß zu einem schar fen Zusammentreffen zwischen Till man und HopkinS. Tillman verlas Zeitungsartikel, daß HopkinS Leute, welche die Bankgefetze verletzt hatten, vor Bestrafung schützte. Natürlich wurde HopkinS ungemüthlich. Die beiden Senatoren sagten sich gründlich die Meinung, aber sonst kam bei der Sache nicht viel heraus. Haus. Das Haus schloß sich der gemein samen Resolution, eine Million Dollarö für die.Nothleidende in SanFran cisco zu verwilligen, an. Die gemein samen Beschlüsse wurden später vom Senate angenommen und vom Prüft denten unterzeichnet. Erzbischof Riordan. -Chicago, Jll., 19. April. Erzbischof Riordan von San Francisco kam heute hier an; er ist durch die Un glückönachrichten sehr aufgeregt. Wie er sagt, sind seine Bemühungen, sich mit der Geistlichkeit von San Iran cisco in Verbindung zu setzen, vergeb lich gewesen. Er wird so rasch wie möglich nach San Francisco zurück' kehren. SSifsSnaSriSten. New York: Oceanic von Liverpool Armeman " von Liverpool Main- von Bremen; Citta di Napoli" von Genua und Neapel La Champagne" - nach Havre Blücher- nach Hamburg; S?v litz nach Bremen. Liverpool: Carmanla" von NewAork, Greenock: Corean- von Philadelphia OueenStown: FrieSland-, von Liver . Pool, nach Philadelphia. Antwerpen: Marquette" nach Boston und Philadelphia. Marseilles: Auftria nach New York Genua: North America" nach New York. Neapel: Prinz Adelbert- nach New Vork. , Dover: Deutschland", von Hamburg, nach New York. . . QueenStovn: Teutonic", von Liver Pool, nech New ZZork.

Dock eingestürzt

25 Personen verletzt. Duluth, Minn., 19. April. Ein Theil deS Docks der Masabe & Northern Oregon Co. stürzte ein. ES wird berichtet, daß von den Dockarbeitern 25 mit in die Tiefe ge nen und ernstlich verletzt wurden. Die Ambulanzen aus der ganzen Stadt wurden zur Unglücksftüdte ge. rufen. Col. William Mayer, f New York, 19. April. Eine gestern aus Berlin eingetroffene Kabel depesche meldet das Ableben von Col. William Mayer, der zusammen mit Herrn C. B. Wolssram an der Heraus, gäbe des Herold", der Groß New York Zeitung" und der New Yorker Revue" betheiligt war. William Mayer wurde am 1. Jan. 1834 in Wien geboren. Im Alter von 19 Jahren wurde er Leutnant in der österreichischen Marine und unternahm 2 Jahre später eineiReisenach Amerika, welche den Entschluß in ihm reifen ließ, sich in der neuen Welt niederzulassen. Bei AuSbruch deS Bürgerkrieges war er einer der ersten, die zur Vertheidigung des Landes herbeieilten. Er ließ sich in dem 71. New Yorker Freiwilligen. Regimente anwerben, avancirte rasch und war in 2 Jahren Oberst. Er war dann geschäftlich thätig, bis er im Jahre 1375 denZ'New Yorker Demokrat" kaufte und unter dem Na. men Allgemeine Zeitung fortsetzte. Im Jahre 1830 vereinigte er stch mit Herrn Wolfram, der damals an der Spitze des NewZ Yorker Journal stand, und die beiden Blätter wurden unter dem Namen New Yorker Zel tung" zu einem verschmolzen. Die SonntagZauZgaöe war diefrüher schon von Herrn Wolffram herausgegebene New Yorker Revue". - Fr an kl in Feier. Philadelphia, 19. April. Die Universität von Pennsylvania nahm heute an der 200.jührigen GeburtS tagöfeier Benjamin Franklin'S Theil. Hampton L. Carfon, Generalanwalt von Pennsylvania führte den Vorsitz. ES wurden zahlreiche Ehrendoktoren er nannt. Oesterreich'Ungarn. Storerabgereift. Wien, 19. April. Bellamy Sto. rer, der seitherige amerikanische Bot schafter, reifte beute mit seiner Gattin nach Frankreich ab. Sekretär Geo. B. RiveS. welcher als Geschäftsträger fungirte, hat direkte Beziehungen mit dem auswärtigen Amte angeknüpft. Nach Berichten des ZollEinschätzers von New York beläuft sich der gesammte abgeschätzte Werth 'der im Monat März im dortigen Hafen eingeführten Waaren auf $69,712, 34.93, was einer Zunahme von ungefähr $1,600,000 gegen den März deS Jahres 1903 gleichkommt. Der Werth der im Monat März importtrten Edelsteine fettes stch auf $3789,825.05. Er ist höher als in irgend einem Momt vorher in der Geschichte des New Yorker Hafens. Im Monat Marz d. I. wurden 109 Automobile zum unyefähren Werthe von $340.000 importirt. während die Gesammtzahl der im März vorigen Jahres eingeführten Autos nur 49 betrug. Seit dem Beginn dieses Jahres sind 300 Motorwagen im Hafen von New Nork angekommen, die einen Werth von einer Million Dollars repräsenttrten. In' den drei ersten Monaten des Voriayres wurden nur 172 Wagen impornrt. " Ein erqenthümliches Abenteuer erlebte in Miles City, Mont., Frau E. Hmds bei emem Spazierrltt. In der Nähe der elektrischen Belenchtungsanlage begann das Pferd unruhig zu werden, und Frau Hinds merktedaß sie die Herrschaft über daS Thier verloren habe. S:e beschloß, av zufprinaen. und lockerte den Fuß im Steigbügel. Bevor 'sie aber noch ihre Absicht ausführen konnte, machte das Pferd einen großen Sprung und Frau 'Hmds floa hoch im Bogen durch die Luft, gerade in einen alten Brunnen hmnn. Zum Gluck war der 12 Fuß tiefe Brunnen nicht in Benützung und am Grunve mit einer fechs Fuß statt ken, weichen Schlammschicht bedeckt, m die .sie kopfüber hineinstürzte. Ein Arbeiter der elektrischen Beleuchtungs anläge hatte den Sturz mit angesehen ii i ' cnr uno eme M!l einigen anoeren man nern zur Retwnq herbei. Frau HindS wurde aus ihrer unangenehmen Lage befreit und ist dank dem Schlamme mir dem bloßen Schrecken und genng fügigen Quetschungen .davon gekom men.

AÄklsvcrlkihungm in llngam.

Ihre Zunahm i de letzten Jahreu-l leute ali Qchttcinehirten. Aus Budapest schreit man: Es gibt wohl kein Land, wo die Adelsverleihungen so zahlreich sind, wie, in Ungarn. Seit der Wiederherstellung der ungarischen Verfassung im Jahre 1867 haden Nicht weniger alö 800 Familien d?n ungarischen Adel erhalten. Die Adelsverleihungen waren besonders in den letzten Jahren außerordentlich zahlreich. Während in der Zeit 'von 1867 bis 1874 auf je 3 bis 4 Monate eine Adelöverleihung, in der Zeit von 1875 bis 1894 aber auf je 2 Monate 3 Adelsverleihungen fielen, wurden 1895 bis 1898 (unter Banffys Ministerpräsidium) monatlich 3, 1899 bis 1903 (unter Szell) monatlich 1 und 1904 bis 1905 (unter Graf Stephan Tiszta) gar monatlich 5 Personen geadelt. Jetzt, unter Fejervary, pflegen allmonatlich 2 bis 3 Adelsverleihun gen vorzukommen. Aber auch die Zahl der alten Adliqen ist in Ungarn überaus groß. In dem Familienalmanach" des Genealogen Iwan Nagy sind 9666 ungarische adlige Familien verzeichnet, von denen allerdings ein Theil bereits ausgestoroen ist, und 216 von diesen Familien gehören dem ungarischen Uradel an. Dazu kommen noch, besonders in Siebenbürgen. zahllose Familien, die wohl nicht eigentlich adlig sind, iedoch in früheren Zeiten gewisse Adelsvorrechte besaßen und sich daher auch zum Ad'' rechnen. Das führt so weit, daß m in einzelnen Gegenden die ganze magyarische Bevölkerung als adlig betrachtet, und es kommt vor, daß in einzelnen Gemeinden der . magyarische Schweinehirt sich als Edelmann fühlt, der einer andern Nationalitat angehörige Ortsrichter aber nicht. Da die Söhne der ungarischen Adligen eine angeborene Abneigung gegen jeden wirthschaftlichen, technischen oder wissenschaftuchen Beruf haben und lieber der Beamtenlaufbahn zuströmen,, die thatsächlich fast ganz ihnen vorbehalten ist, so ist der Ueberfluß an Edelleuten gerade kein Segen für das Land. Von den Neugeadelten der letzten 20 Jahre dürfte etwa ein Zehntel dem jüdischen Glauben angehören, so daß es schon eme ganz ansehnliche Klasse jüdischer Edelleute gibiV ja. es haben sich innerhalb dieser Kasre sogar schon besondere Unterschiede herausgebildet, da der jüdische Altadlige," d. h. der. der den Adel schon unter oloman Tisza. also bor 1890, erhalten hat. ziemlich geringschätzig auf die neuen Adligen" herabblickt, die ihr AdelsPrädikat erst in den letzten 15 Jahren erhalten haben. Opfer seines Vorwitzes. Daß die Besichtigung vulkanischer Schauspiele nicht gefahrlos ist, hat jüngst ein in Neapel weilender Russe erfahren müssen, der von einem Führer begleitt den Vesuv bestieg, um den neuen Lava-Ausbruch zu sehen. Trotz der Warnungen seines Fuhrers näherte er sich dicht am Hauptkrater der neuen, thatigen Lavaquelle, obgleich aus dem Krater ab und zu glühende Massen emporgeschleudert wurden. Ein solcher Lavablock traf ihn plötzlich am Kopf und streckte ihn blutend zu Boden. Der Fuhrer trug den Bewußtlosen hinab und brachte ihn mit Hilfe der' Carabinieri nach Neapel in's Krankenhaus. - . Nun pflegen allerdings seit Menschengedenken dieUmwohner des neapolltamschen Vulkans und die dort weilenden Fremden den Ausflug zur Besichtigung ausbrechender Lava als eine besonders anziehende Unterhaltung zu betrachten, es geht auch meist dabei sehr lustig her, und Tausende kehren frohlich und mit heilerHaut von den Feuerschlünden des Vesuvs zurück. Nur in ganz seltenen Fällen haben manche ihren Vorwitz mit dem Leben büßen müssen; so hat der junge Bremer Joh. Fr. Delius im Jahre 1854 seinen Tod im Vesuvkrater gefunden, im Jahre 1872 wurden nahe dem Observatorium 20 Menschen auf einmal von einer plötzlich hervorbrechenden Lava verschüttet, und. im Jahre 1891 ist ein Brasilianer Jardim in den Hauptkrater gestürzt und nicht wieder zum Vorschein gekommen. ' ' Sahnzug stürzt in einen Fluß.. Der Einsturz einer Eisenbahnbrücke in der Nähe von Natsona, Wyo., hatte ein furchtbares Unglück zur Folge. Als ein Arbeiterzug über die durch Hochwasser beschädigte Brücke donnerte, brach diese plötzlich unter der schweren Last zusammen, und mit Ausnahme der Lokomotive stürzte der ganze Zug in den Fluß hinab. Sechs Personen wurden auf der StÄle getödtet, während 21 andere mehr oder minder schwereVerletzunge erlitten. Die Rettung der im Wasser um ihr Leben kämpfenden Passagiere nahm mehrere Stqnden in Anspruch. Pe?' Telephon getraut wurde seit der Erfindung des-Tele-Phons wohl schon manches Pärchen, aber ein Red. I. Jennings in Bennington, Vt.. beansprucht das Verdienst der Einführung dieser Neuerung für sich, indem er die erste Trauung per TelePhon schon vor 25 Jahren vollzogen haben will . Der Vanmwollkultur In A r k a n s a s ist in der immer mehr an , Boden gewinnenden' Hortikultur ein ernster Rivale erwachsen.

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