Indiana Tribüne, Volume 29, Number 202, Indianapolis, Marion County, 19 April 1906 — Page 4
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Indiana Tribüne. Hrraukzeglbk von d tendg T. JndwnapoliS, Ind.
gariy O. Thudinm Präsident. VeschäftSIocalt Ho. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2K9. Entered t the Pott Office ot Indiantpoli at tecond dass matter. Eine entsetzliche Staia strophe. Die schreckliche Kunde, welche gestern früh von San Francisco eintraf, ift rooh! geeignet, Trauer im ganzen Lande zu verbreiten. Der Leib der alten Mutter Erde bäumte sich in rümpfen und schüttelte ftolze gen Himmel ra gende Bauten wie zerbrochenes Nürn berger Spielzeug durcheinander, Men fchen und Thiere unter den Trümmern begrabend. Gierig forderte auch das feurige Element seinen Antheil an der Beute und inmitten der Trümmerhaufen züngelte bald die rothe Lohe empor, UM erbarmungslos am Verderben, mitzu wirken, denn die Elemente hassen das Gebild der Menschenhand". Der schönste Stadttheil der stolzen Stadt San Francisco, wo riefige mo derne GeschäftZpalSste. große Hotels und Theatergebäude standen ist in we nlgen Augenblicken in ein Trümmer chaoZ verwandelt worden. Und trotz eS weitreichenden Unheils kann man dem Schicksal danken, daß die Äata ftrophe zu so früher Morgenstunde, lange vor Beginn der Geschäftszeit, vor sich ging, hätte sie siifr nur wenige Stunden spater ereignet, wenn die $e partementlüden, die Office und Stra ßen von geschäftigen, kaufluftigen Men schen gefüllt waren, ereignet, so hätte der TodeZengel eine weit fürchterlichere Ernte gehalten. Die Nachrichten sind, durch die Um stünde bedingt, bis jeßt nur noch fpär lich, selbst die Bewohner der Heimgesuch ten Gegend können jetzt noch nicht die ganze Größe des Unglücks ermessen. DaSitiefftelMitgefühl aber, sollte den Betroffenen in dem TenementDiftrikt gelten, hier verloren die strebsamen Armen nicht nur viele ihrer Angehöri gen durch den Tod, sondern auch ihre gefammte Hab?, dir mit Mühe und Noth in jahrelanger Arbeit zusammen gespart war. DiesenlUnglücklichen muß und wird augenblickliche Hilfe gebracht werden, damit sie nicht gänzlich verarmet und von allen Hilfsmitteln entblößt da stehen. ES bedarf lkeineS weiteren ApvellS. Die amerikanische Nation, welche mit freigebiger Hand dem Elend im AuS lande Hilse zu bringen gewohnt ist, bedarf keiner besonderen Anregung, den betroffenen Mitbürgern in San Iran ciLco die ausgiebigste Hilfe zu leisten. Sammelftellen werden bald aller Orten etabllrt werden und was in Menschenkräften steht, wird gethan wer den, um schnelle und auskömmliche Hilfe zu bringen. Henry ElevS spricht sich in seinem Wochenbericht günstig über die Finanz und Geschäftslage des Lande? aus. Die Einnahmen der Eisenbahnen find große. Im Januar hatten 117 Bahnen, 20 Prozent, im Februar 63 Bahnen 25 ProzentlhöhereZEinnahmen, als in den entsprechenden Monaten' des Vorjahres. Die Mürzberichte find noch nicht abge schlössen, aber auch für den März rech' net man auf beträchtliche Mehrelnnah men. . Ebenso sind die Ausweis der ' industriellen Korporationen sehr zufrle denftellend und zeigen 'fortgesetzte in duflrielle'.Altivitüt über das ganzeLand, die nach dem Urtheile Sachverständiger noch längere Zeit andaueru wird. Streiks in den WeichkohlenDiftrikten könnten störend einwirken, da Welch kshle hauptsächlich in der Industrie Verwendung findet. Der Geldmarkt . ist stark in Anspruch genommen und da? Angebot knapp, weil große Geld vorräthe fest angelegt find. Die Lage auf den Auslandmärkten ist , der Ein fuhr von Gold nicht günstig. Rußland will zunächst eine Anleihe von 250 Millionen Dollars unterdringen, die deutsche und die französische Regierung wollen ebenfalls borgen, und auch die britische Regierung, sowie die Stadt London vollen Ulchtige Anleihen ' machen, sodaß sich die Anforderungen an den Welt.Geldmarkt auf etwa 700 Millionen belaufen werden. Eeldraten werdem' demnach vorläufig noch hoch bleiben. .
Baucht die B0NANZA.
Ueber die Auszeichnung der deut schen Retter in EourriereS ' schreibt der Pariser BlaS- : Man spricht von einer Denkmünze. Eine solche könnte doch aber nur auf Kosten der Gesellschaft 'geprägt werden. DaS wäre eine blutige Ironie. Wir besitzen in Frankreich drei AuSzeichnun gen, die mit mathematischer Genauig kelt für Thaten der Opferfreudkgkeit dieser Art abgemessen sind : das Kreuz der Ehrenlegion, die goldene und die silberne Rettungsmedaille. Warum sollte man nun diesen Deut, schen nicht die Ehrenlegion geben, da sie dieselbe doch wirklich reichlich verdient haben? - Sie wären ja nicht die ersten Deut schen, die sie seit dem Kriege verdient und erhalten haben. Wir erinnern uns, daß ein deutscher Marlnearzt sie erhalten hat. Man gebe ihnen also die Ehrenlegion ohne Furcht. Unter den Rettern sind vielleicht Veteranen des Krieges. Das wäre eine sehr ergreifende Synthese und ein packender Kontraft, diese Nachbarschaft des eisernen Kreuzes und der Ehren
legion auf der breiten Bruft, beides Abzeichen der erfüllten Pflicht. VLnb wir sind überzeugt, daß diese Beloh nung ' MjettS oer ogelen eme feyr heilsame Wirkung in dieser Zeit der diplomatischen Zänkereien ausüben würde." Die Regierung hat sich, wie bereits mitgetheilt, für die Erthellung' der Ehrenlegion entschlossen. Eine Belohnung der Retter auS eigener Initiative hat die Wittwe des berühmten belgischen Bildhauers Eon ftantin Meunier gespendet. Sie ha: nämlich da? Meisterwerk ihres verftor denen Gatten, Das Weib aus dem Volke", in "Bronze ' gießen lassen, um mit dieser Gabe den Heldenmuth der Gr'senkirchener zu belohnen. Der Schriftsteller Luclen DeScaveZ hatte diese Idee angeregt und für die Kosten eine Subskription im Jour nal" veranstaltet, .für die von vielen Seiten Beitrüge einliefen. Diese, Summen werden nun dem UnterftützungSfondS für die Hinter bliebenen der Opfer von EourriereS übermittelt. Wt nothwendig der Befehl des Marine'DepartemmtS war keine japa Nischen Bedienten mehr auf unseren Kriegsschiffen anzustellen, da dieselben Zumeist nur verkappte Spione find, geht aus folgender Mittheilung ZU der Erfindung" des Japaners Kimura Seitens der Direktion der Ge sellschast für, drahtlose Telegraphie in Berlin hervor : Vor mehreren Jahren weilte Herr Kimura. in Europa und hielt sich zum Studium der . drahtlosen Telegraphie einige Monate hier auf. Er studierte eingehend die Systeme von Marconi, Professor Braun und Slaby'Arco, um, wie er behauptete, seiner Regie rung .ein unparteiisches Gutachten. nachdem man ftch für eines dieser Sy fteme entscheiden, könne, zu unter breiten.Unter diesem Vorwand und unter der Vorspiegelung, er werde veran lassen, daß in Japan die Apparate der deutschen Systeme eingeführt würden. ist eS Herrn Kimura gelungen, unser System Telefunken (Vereinigung der Systeme Braun'SiemenS und Slaby Arco) so eingehend'zu studieren, daß es ihm ein Leichtes war, nach kurzer Zeit mit einem eigenen System, einer Mischung der von ihm studierten, her vorzutreten. . Noch bedor wir eine Beschreibung seines . sogenannten Systems aus Japan erhielten, machte einer unserer In genieure während . seines Aufenthaltes in Japan Herrn Kimura einen Besuch. Bezeichnend für den Herrn ist, daß er unseren Ingenieur mit dem Bemerken abweisen ließ, er habe keine Zeit ihn zu empfangen. Zu bemerken ist noch, daß Herr Kl mura den Ingenieur von seinem Auf enthalt bei unserer Gesellschaft genau kannte und diesem den größten Theil seiner Information verdankte. Später erhielten wir aus den uns von japani schen . Freunden übersandten Be schreibungen den Beweis, daß Herr Kimura eS verstanden hatte, die ihm im. vollen Vertrauen auf feine Ehrlich keit gegebenen . Informationen so ge schickt'in seinem Interesse auszunutzen, daß heute die zapanlsche . Flotte mit kleinem System ver ehen ist. Wir glauben, daß es im Interesse der deut schen Industrie ist,' wenn dieser Mann id,Mgm
cyaraltertfltt vtrv.".
Sitzuug der SicherheitSbehörde.
Von den 25 Applikanten, welche kürz lich von der Sicherheitsbehörde für Po liziften ausgesucht waren, haben nur 12 die ärztliche Untersuchung des Dr. E. E. Hodgin Genüge geleistet. Die Namen dieser 12 ausgesuchten Leute find: George A. HankS, E. L. Dunbar, C. E. Harrmyer, O. A. Merrill, JameS Sanders und JameS W. H. Crabtree, welche der republikanischen Parte! angehören. Harley Reed, Mat. Maringer, Law rence Hartsell M. P. Shea, LewiS Weftphal und L. B. Forfyth find An Hänger der demokratischen Partei. Diese 12 Leute werden sosort dcr Polizei einverleibt werden. Die zehn weiteren Leute, welche in der letzten StadtrathSfitzung der Poli zei zugetheilt wurden, lverden in einigen Tagen namhaft gemacht werden. Polizeichef Metzger beschleunigt die Einstellung dieser Leute, da fie für die Sicherheit der Stadt unbedingt erfor verlich find. Der Contract für die neun neuen Rüder, der Radlerpolizifien wurde der Federal Arm Company übertragen, welche dieselben sür 899 liefern und die alten Räder in den Kauf nehmen will. Weitere Angebote wurden von der G. H., Wefting Company mit $261, ttoehring & Brother mit $180 und Guft. Habig mit $108 eingereicht. Behörde für öffentliche Werke. Vorläufige Angebote wurden vor gemerkt: Für KieZbestreuuug des Fahrweges in der Olney Straße, von der 19. bis zur 21. Str. Für Freilegung der Hoyt Ave. von der Coburn'S Subdivifion bis zu den Schienen der Big Four Cisenbaßn. Petitionen wurden eingereicht: Für Asphalt.Pflafterung in der 21. Straße von der Illinois Straße bis zur Taldot Ave. Für Cement'Seltenwege an der New Jersey Straße von der Merrill bis zur McCarty Straße. - Für BackftelN'Fahrftraße und Rand steine in der State Ave. von der Eng lish Ave. bis zur Prospect Str. Für Freilegung der 2. Alley südlich der 10. Str. von der Temple Ave. bis zu der 1. Alley nördlich. ;'. Für Cement'Seltenwege und Rand, steine in der Olive Straße von der Pro spect Straße bis Lezington Ave. Die Beamten.. fauler und Christ erwischten gestern Frank Food, 20 Jahre alt. 1449 Süd Meridian Straße, mit einem Automat, deren so viele an Geschäftshäusern angebracht find, um gewisse Waaren zu annon ciren. Die e Ma cytne war von oer Gestalt eines Ochsenkopfes, aus wel chem Parfüm kam, nachdem man 1c in den ttopf hineingeworfen hatte Die Polizisten überraschten den Burschen bei der Arbeit als er den Kopf zer brechen wollte, um in den Besitz des Geldes zu gelangen. Die Beamten nahmen die Maschine in Besitz - und brachten Food nach Nummer Sicher. Perryöville, 13. April. Vor einigen Tagen erregte eS hier keine ge ringe Aufregung, als zwei Schreiner, welche Reparatur Arbeiten an dem Haufe der Frau Marie A. Gasfin aus führten, unter demselben das Skelett eines Mannes auffanden. Das Haus gehörte früher William CollinS, der vor 15 Jahren starb, und vordem war Dr. Daviudson der Eigenthümer dessel den. 59. Congretz. Haus. Washington, 13. April. Im Hause hatte die Nachricht von der Ka taftrophe zu San Francisco und den Nachbarftädten eine gedämpfte Stim mung hervorgerufen. ES wurden die Routlnegefchäfte erledigt, doch waren die Gesetzgeber augenscheinlich mit ih ren Gedanken nicht bei der Sache.. D o ro l e. C h i c a ao, 13. April. Sobald bekannt wurde, daß ein Einhaltibefehl gegen Vollva erlassen worden sei, der demselben verbietet die Geschäfte von Zion City zu leiten, wurde eine Mas seN'Versammlung tm Shiloh.Taber nakel abgehalten, der etwa 2000 Perso nen beiwohnten, die Geld in dem Un ternehmen angelegt haben. ES wurde eine Petition an Richter Wright gerichtet, den Befehls gegen
Voliva zurückzuziehen..
Verhandlung im Wickard-Prozek
sepgesetzt. v - r Kriminal.Rlchter Alford setzte den Beginn tn Verhandlung de Prozesses gegen W. S. Wickard auf den 21Mai ML Wkckard ist angeklagt, in Gemeinschaft mit dem früheren Staats Auditor David E. Sherrick den Staat Jndiana um beträchtliche Geldsummen zu betrügen versucht zu haben. Polizeiliches. Die D e t e c t i v 5 Hauser und Simon nahmen gestern auf einen Haft befehl von Porter Williams, No. 1021 St'. Peter Straße, Hin den Neger Wm. Boyde, 31 Jahre alt, an Black ford'Straße wohnhaft, in Gewahrsam. Derselbe wird beschuldigt, in das Haus von Williams' eingebrochen zu sein uud .inen Ueberzieher, eine Guitarre, zwei Paar Schuhe, eine lederne Handtasche und einen Revolver entwendet zu haben. Moseö Cohn von No. 2134 Nord AlabamaStraße benachrichtigte gestern die Polizei, daß Jemand durch ein Vorderfenster in feine Wohnung gedrungen sei. Der Besucher hätte in seiner Bebausung das Oberste zu unterft gekehrt und sei mit 810 in baarem Gelde entkommen. Die Polizei fahn det aus den Dieb. HarryStrum p f. 21 Jahre alt, wurde gestern von Morion. Ind., in das hiesige Gefängniß überführt. Strumpf defertirte von San Antonia, Texas, und wurde in Marion. Ind., verhaftet. Sehnsucht nach den Eltern soll ihn zu seiner Flucht veranlaßt haben, wie er selbst angiebt. Charles Davis, 21 Jahre alt, 1719 Nord Arsenal Ave., wurde gestern unter dem Verdacht deS Groß diebstahlS in das County Gefängniß überführt. DaviS wurde am Dieuftag von den Beamten Trimpe und Burk wegen Herumbummels auf der Straße eingesperrt. Gestern stellte eS ftch her aus, daß er einerZFrau Louise Wright 1313 Oft 20. Straße 2 Uhren geftoh len haben soll. Unfall. Joseph - McCurdy, 1023 Madison Ahe., wurde an der Woodlawn Ave., schwer verletzt und tm Ambulanzwagen nach seiner Wohnung gebracht. Der selbe wollte auf einen sich in Bewegung befindlichen Wagen springen, wobei sein Bein zwischen die Speichen der Rüder kamen. Das Rad mußte ab genommen werden, bevor der Verunglückte aus seiner schmerzhaften Lage befreit werden konnte. Grundeigenthums Übertragungen. South Park Land Company an C. F. Dangler, Lot 42, South Park Add. 35 bei 100 Fuß, verbessert, Nordseite Parlway Ave., östlich von Eaft Straße. $2,100. . Mary E Holton an Fred E Holton, Theil von Lot 12 Wallace 2. Add, Ortschast Acton. 9600. Sylvander Fellon an Charles W. Mulican, Lot 36, Nord Indianapolis, nördliche Seite der Udell Str., westlich von Clifton Str. 82700. William N. Gates an die Climax Coffee, & Baking 'Powder Company, Theil von Outlot 82, 60 bei Fuß, Südost.Ecke von Liberty und Wash ington Str., verbessert, S35.000. - Er lebte zu lange. In Cincinnati, O., haben Aerzte einen gewissen Joseph H. Wllson drei Tage künstlich am Leben erhalten, nachdem derselbe Gift genommen hatte, um sich zu todten, und . haben dadurch den, Wunsch Wilsons zu sterben, ehe feine Lebensversicherungspolice für Z3000 erlosch, vereitelt. Wilson war früher ein wohlhabender Lederhandlcr, hatte aber UnMc! im Geschäft und ließ wegen Mangel an Geldmittells s'ine Police kürzlich auf einige Taqe prr'sngiren. Da Wilson die Prämie richt bezahlen konntd, nahm er tox dem Verfalltage Laudanum. Er schrieb einen Brief an feine Frau, worin er ihr di: Umstände auseinandersetzte und' ihr Instruktionen gab über die Vcrwendung der Versicherungssumme. Die Aerzte erhielten ihn aber bis zum Tage. an welchem seine Police erloschen war. am Leben. Jm Theater abgestürzt. In einem Pariser Theater ist während eineZ Zwischenaktes der Advokat Voullaire. vom Schwindel erfaßt. über die Brüstung des ' Stiegenhaufes vom ersten Stockwerk in den Vorsaal, gestürzt.. Voullaire wurde mit zerschmettertem Schädel aufgehoben. . ,
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M o r d l u st i g e ' Z w i 1 1 t n g e. In Abbeville.- Ga., wurden jüngst ein gewisser Lee Watts und sein unter 'dem Namen Cub" bekannter Zwillingsbruder unter der Anklage verhaftet. mehrere Manner ermordet zu haben. Wie sie erzählen, begingen sie die Mordthaten, um Material für ein Buch zu sammeln, welches sie herausgeben wollten. Ihre Thaten entsprangen, wie sie erklärten, dem Wunsch, die Empfindüngen einesMörders persönlich durchzumachen, bit Aufregungen des Pro zesses zu genießen und dann Erfahrungen zm Zuchthauje zu sammeln Die beiden Mörder haben eme gute Erziehung genossen' und glauben, daß sie literarisches Talent besitzen. Irrsinnige mordet Kind e r. Die in der Nähe von Altoona. Pa., wohnhafte Farmersfrau Elizabeth Goodwin nahm dieser. Tage in Abwesenheit ihres Gatten ihre beiden im Alter von drei resp, fünf Jahren siehenden Kinder und warf sie in den Black Creek. welcher in Folge einer Hochfluth stark angeschwollen war. Die Frau durchschnitt sich dann mit einem scharfen Messer die Kehle und wurde todt am Ufer des Creek vorgefunden. Die Leichen der beiden Kinder wurden' einige, Meilen südlich vom Thatort an'S Land geschwemmt. Die Frau litt r r i r'. l . ?! . Illzon cii längerer J?ii an lernpoiaicn Schwermuths-Ansällen und man vermuthet. daß sie die That in einem Anfall von Wahnsinn begangen babe. Von gleitenden Baumstammen zermalmt wurde unlängst ein in einem Holzlager unweit Plains. Mont.. beschäftigter Mann Namens Robert Workman. Er brachte gerade einen Baumstamm in der durch die vorhergegangenen Regengüsse besonders schlüpfrig gewordene Gleitrinne herab, indem er selbst auf dem Stamme saß. Am oberen Ende kamen eine Anzahl von Stämmen in's Gleiten und sausten mit rasender Eil? hinab. Trotzdem' andere Holzfäller dem gefährdeten Manne Warnungen zuriefen, konnte er sich doch nicht retten. Die Stämme stießen mit solcher Wucht an den Baumstamm an, auf dem er saß, daß er hoch in die Luft geschleudert wurde. Er fiel dann unglücklicherweise zwischen die Stämme und wurde formlich zermalmt. Als man ihn herauszog, lebte er wohl noä, starb aber eine halbe Stunde später. AUGUST DIENER, 449 Wst Washington Str. Crown Hill Ossi 3333 Nord Senate Ave. 5keueS Telephsa 6485.
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