Indiana Tribüne, Volume 29, Number 196, Indianapolis, Marion County, 12 April 1906 — Page 7

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Siebenschläfer !gt o m st tt von Agnes Hardcr oooooooooooo (Fortsetzung.) Bewahre. Was sich gemeldet hat. Waldarbeiter. Fischer, auch was so umherlungert. Es ist ihnen ein Vergnügen. und die .eine Mark fünfzig haben sie noch obendrein." Jmmanuel wurde aufmerksam. Es war das letzte Treiben an der Scheschuppe. Es dunkelte schon. Der Wald im Westen stand wie im Feuer, und auch auf den Schnee fielen rothe Flecken. Mit Sonnenuntergang wurde es empfindlich kalt, und jeder sehnte sich nach den warmen, niedrigen Stuben des Gutshauses. Die Treiber standen mit ihren Klappern hinter der Schützenlinie, um die durchbrechenden Hasen zurückzujagen. Plötzlich drehte sich der Siebenschläfer um. Er stand Auge in Auge mit Adam. Der griff mit der einen Hand nach einem verwundet ausbrechenden Hasen, schlug ihm mit dem Knüttel hinter die Löffel, lachte höhnisch und verschwand nach dem Wagen. Was ist Ihnen. Herr Referendar V fragte der Kandidat. Sie sehn so blaß aus. Hier, darf ich Ihnen einen Kognak anbieten? Wir sind ja ohnehin fertig, da, die Herren machen Strecke." Jmmanuel dankte und ging hastig auf die Wagen zu. Als er die Chaussee erreichte, fuhren die Treiber an ihm vorbei. Krottinos war nicht darunter. Er war sehr schweigsam während des Mittagessens. Frau zur Mühlen, die ihn liebte und daher , immer ein Auge auf ihn hatte, beobachtete ihn besorgt. Sie schickte eimgemal ems der Kinder und ließ ihn ermähnen, zu essen und zu trinken. Schließlich, als das Jagdergebniß Lskannt wurde. schob sie es auf seinen Mißerfolg. Erich war 5aa.dkönia Geworden. Er wollte den Erfolg durchaus auf den HausHerrn selbst abwälzen und behauptete. zwei Hasen seien strittig, hielt dann aber doch eine glanzende Rwe. Als man aufgestanden war, kam die Hausfrau zu Jmmanuel und dankte ihm für den Fuchs. Die Füchse ge hörten ihr, da sie zu einer Schlitten decke sammelte. Erich verstand sie sofort. Sie hielte lhn doch wohl nicht für so kindisch. jagdneidisch zu sein? Nein, er hätte gar nicht geschossen. Am liebsten mochte er gleich nach Hause. Ihm sei nicht wohl. Aber öas ging Nicht. Wie immer fing die Fidelitas nun erst an. Man trank stark und wurde sehr gesprächig. Der Hausherr brachte einige Briefe, die er in letzter' Zeit bekommen hatte. Die Maldeninker regten sich wieder, eine Art Urchristen. die überall in Litauen zerstreut wohnten. Sie haben einen neuen Wanderpre diaer. diesmal einen in Unterröcken Das merkt man gleich. Hier ein Brief .Seit zwanzig Jahren stehle ich bei Sie im Wald Holz. Ich bereue meine Sünden und bitte Ihnen, eine Strafe zu sagen, sonst muß ich zum Staatsanwalt.' Folgt Unterschrift. Ich habe ihm geschrieben, er solle für jedes Jahr eine Mark an die Kirche entrichten, und der Pfarrer hat für die ungenannt eingegangene Spende auch richtig vorigen Sonntag von der Kanzel gedankt. Aber hier: .Theile durch Gottes Gerechtigkeit mit, daß ich nach Nußland schmuggle. Die Waaren liegen in dem alten Eröbegrabniß auf dem KirchHof.' Folgt ebenfalls Name. Meyhöfer, ein Theil der Fälle ist verjährt. Ich habe Barischken ja erst zehn Jahre, und dies ist die erste religiöse Erhebung in größerem Umfang, die ich durchmache. Ich muß auch sagen, die gelegentlichen Holzdiebstähle sind mir angenehmer, und wenn in der Nacht jenseits der Grenze Schüsse fallen, lege ich mich längst auf die andere Seite und schlafe weiter." Ja, ich weiß, was Sie sagen wollen, Herr Amtsrichter," fuhr Herr zur Mühlen fort, sträfliche Lauheit, scharfschießen u. s. w.. das ist ja unser alter Streitpunkt. Für die Herren vom Gericht sind alle Litauer einfach eine Schwefelbande. Meineidig, Giftmisch-' Allerdings," unteibrach der Amtslichter. Arsenik heißt nächstens nur noch Altscherpulver. Die Gelehrten, die so viel an den Litauern herumstudiren und sie so sehr bewundern, die behaupten, ihre Sprache sei nahe mit dem Sanskrii verwandt, und nur eine falsch angewendete Kultur habe sie degenerirt, sollten einmal so eine zehnjährige, richttrllche Praxis hier hinter stch Herrn Dann würden sie von mancher Illusion geheilt werden. Mit dem Eid nehmen sie es so leicht, weil sie ihn .ableiten d. h., die andere Hand in der Eidstellung zur Erde halten. Dann geht der falsche Schwur wahrscheinlich in's Grundwasser. Ob die Leute die Ersindung vor oder nach Franklin gemacht haben, ist mir unbekannt. Ich melde mich jetzt krampfhaft fort. Ich habe die Sache satt Ich nichts sagte Herr zur Mühlen gemachlich. Ja, ich lasse sogar auf meine Litauer nichts kommen. . Wenn der Schnaps nicht wäre aber wollen

wir ihnen den zum Vorwurf machen?

Prosit, mnne Herren.Eine Weile spater gab Erich Jmmanuel einen Wink. Ich denke, wir lassen anspannen. Bei solchen Gelegenheiten warte ich ungern das Ende ab. Es kann leicht zu Verwicklungen führen. Kühles Blut. das ist das Geheimniß jden Erfolgs. Laß. wir drücken uns heimlich. Man dürfte uns nicht mehr vermissen. Sie fuhren nebeneinander in die sternenklare Winternacht hinaus. Natürlich dachtest Du auch an Adam, als der Alte sprach, ich sah es Dir an. Ich bm übrigens ganz aus Seite des Amtsrichters. Besinnst Du Dich noch auf dieAnohrte? Eine unbändige Leidenschaft steckt m dem Volk. Jmmanuel antwortete nicht. Schwerqend fuhren sie nach der kleinen Stadt. Als er feine Thür aufschließen wollte. löste sich aus dem Schatten der tiefen Einfahrt eine weibliche Gestalt und trat auf ihn zu. Sie hatte ein großes, dreieckiges Tuch Lbergebunden. Als sie nun im Schneelicht stand, sah er ein hageres, abgezehrtes Gesicht und tiesliegende Augen. Anohrte!" Der Ruf des staunenden Schreckens wurde zu einem Ruf der Freude. Was wird Ute sagen! Komm herein. Anohrte. Ich lasse Dich nicht wieder." Sie war leise zusammengezuckt, als er Utes Namen nannte. Nun stand sie so, daß seine Hand sie nicht erreichen konnte. Ich komme nicht zu Dir, Jmmanuel. Das ist vorbei. Und wenn Du mir Dein Kissen anbötest ich darf nicht haben, da ich mein Haupt hinlege. Emmanuel, sahst Du Adam?" Ihr Ton war ganz hohl und leer. Der süße Schmelz war aus ihrer Stimme verschwunden, wie die Rundung von ihrem Körper. Eckig ragten ihre schmalen Schultern aus dem Tuch. Sahst Du ihn, Jmmanuel? Ich bin auf seiner Spur, aber ich kann ihn nicht . erreichen. Er verbirgt sich vor mir, denn er weiß, ich bringe ihm den Fluch. Aber ich bringe ihm ja auch das Heil. Er muß bekennen, bekennen. Je der muß bekennen und Buße thun. Nur der Herr weiß, ob die Sünde groß oder klein, ist. Schneeweiß kann er ihn machen, wenn er ihn mit Blut wäscht. Hast Du ihn gesehen, Jmmanuel, dort, in Barischken? Er geht mit den Schmugglern, aber ich kann . ihn nicht finden." Komm herein, Anohrte, wärm Dich auf. Nicht anfassen will ich Dich, so sei doch ruhig. Ja, ich sah ihn, aber dann war er verschwunden. Bist Du es, Anohrte, die jetzt unter den Leuten wirkt? Sie war noch weiter zurückgetreten. .Ich bin ein Gefäß des Herrn." Sie wiederholte die Worte leidenschaftlicher. Anohrte! Ute sehnt sich nach Dir. Mit offenen Armen wartet sie aus Dich, wie eine Schwester. Du bis schuldlos, Anohrte. Laß die Schuldi gen ihrem Gewissen. Ich will Dich selbst nach Scheschitten bringen, zu dem Grab Deiner Großmutter. Wir wollen Dich lieb haben, Anohrte. Es soll wieder so werden, wie in unserer Kindheit ' Er wußte kaum, nas er sprach. Er war ihr nachgegangen auf die Straße Nun reckte sie den mageren Arm aus dem Tuch. Zurück! Mich hat nun ein anderer lieb. Ich bettele nicht mehr an Deiner Thür. Geh Du zu Ute. Lang genug wartet sie auf Dich. Aber Du schläfst ja. Hörst Du nicht, wie sie Dich ruft?" Sie lachte wild. Weißt Du nicht mehr, wie die wilde Taube girrt dort an der Brücke im Wald, wo die Großsche lag, und der Regen hatte das Blut von ihrer Stirn gewaschen? Frag den schönen Erich. Siebenschläfer, warum sie nach Italien gegangen ist und zurück. Er hat offene Augen gehabt, sein Lebenlang. Eh ich zu Euch komme, geh ich in den Tod." .Sie legte die Hand an die Stirn. Aber ich muß ihn suchen, die Großsche will es. Sie hat sonst keine Ruhe 'im Grab. Ich muß sie erwecken, alle, alle " Ihre Worte waren leiser geworden, wie sie sich von ihm entfernte. Er wollte ihr folgen. Aber die Kälte des Bodens hatte sich feinen Gliedern mitgetheilt. Er stand erstarrt. Da hörte er das Pfeifen des Nachtwächters. Zwei Uhr. Die ungefüge Gestalt mit dem dicken Mantel und der alterthüm lichen Hellebarde bog in das kleine Gäßchen. Er fuhr auf. öffnete die Thür und tastete sich in sein Zimmer. Ohne Licht zu machen, setzte er sich vor seinen Schreibtisch. Als der Wächter nach einer Stunde draußen wieder vorbeikam, griff Jmmanuel nach einem ange fangenen Brief, der in seiner Mappe lag. In der ungewissen Cchneehelle strich er mit zitternden Fingern darÜber hin. Liebe Schwester Ute! Nein, so konnte er ihr nie mehr schreiden. Vas war vorbei. Langsam riß er den Boaen entzwei. J4. Kapitel. ch weiß nicht, Jmmanuel, tna rum Tu gar nicht mehr schreibst. Deine Briefe klingen so seltsam gequält und zurecht gemacht. Ich kam schon auf den Gedanken. Du seist wieder krank, wie damals m Ravenna. Aber Tante Ror chen meint nein. Du habest nur soviel zu arbeiten. Der Winter ist auch so lang in diesem Jahr. Dazu ist das Stroh knapp. Ich mag gar nicht mehr in den Kuhstall gehn zum Futtern. Es thut mir weh. die Thiere so im Schmutz stehn zu sehn, ohne Streu. Aber eö ist nichts dabei zu thun. Selbst wenn ich Sttoy mit Gold auswiegen konnte.

wäre es nicht zu haben. Dabei warf

der Kuhstall noch mein liebster Aufenthalt im Winter, meine Kurhalle nenne t v f ! 10) iyn immer, cy geye uann u tuuStunde auf der Bahn auf und ab. sehe, wie den Thieren ein Gang nach dem j andern servirt wird, und ob der Hirt auch die Säcke mit dem Kraftfutter ordentlich und gleichmäßig leert, besuche die jüngsten Kälber in ihren Boxen und die größeren in ihrer gemeinsamen Bucht, die die fröhlichste Kinderstube der Welt ist. und bin mit meinem Spaziergang zu Ende, wenn die Kühe beim Heu angelangt sind, Dann verlasse ich sie. Wenn ich um vier Uhr noch einmal nachschaue, liegen sie alle und kauen wieder. Dann bm ich wenigstens darüber beruhigt, daß es ihnen allen gut geht, denn der Kuhstall ist meine stete Sorge. Am Abend spinne ich, und die gute Schwabe liest vor. Aber zuweilen höre ich nicht zu. Dann lausche ich. ob ich nicht das Surren eines zweiten Rades höre, den ungleichmäßigen Tritt oer wilden Anohrte. ob er nicht plötzlich aussetzt, weil der Faden gerissen, und ihre braune Hand herübergreift nach dem' Haken an meinem Rad. um ihn zu m W C V iTli r"

luqen. oenn iyren Haien yalie ite ja Xt doch echter Familiensinn, der immer verloren! Und auch mein Rad Meta treibt, sich mit Deinen Angelegengeht dann ganz langsam. Hanne sitzt feiten zu beschäftigen. 5tä denke, ihre

im Winkel am Ofen und winket Garn, r. . rn v Tl I tote ipr.ill)l nie. nur wenn on ?endarin auf den Hof reitet, nimmt sie das Kind aus hn Arm und läuft ihm nach und fragt, ob sie ihn haben. Wenigstens haben wir klares Frostwetter. Ich sehe m der Zeitung immer nach dem Wetterbericht aus Memel. Ich t" .. V. . ... cm.ICl T.. X jurcgie uzn a;auarp. uutim iwu), wie ihn uns die Großsche schilderte? Das furchtbare Gespenst, das sich gefl T I -. t- ?V ? CT. Minos uoer me cleoerung oer tfiuflc wälzt, dort oben? Dann liegt es da. oft für Wochen, hüllt alles ein, deckt alles zu, dringt in die Zimmer, daß man am Tag die Lampe anzünden F tff I . . - muy. will man eiwas passen, uno drückt auf den Geist des Menschen, daß er müde und blöde wird. Am Abend noch Heller Frost, am Morgen weiche. laue Luft, aber dick zum Schneiden, das r n i-k c . p . c t-- c rr c

seue ano vercywunoen. Ui3 uno roe getroffen. Sie kam aus einem der Laein furchtbarer Brei, in dem man nicht den am Paradeplatz, als er an ihr vori- t i r . i-i - ' . r . .. .

zu Wagen, mcyi zu oorwaris kommt. Die Großsche lachte, wennz Mutter ihr sagte, der Schaktarp sei das eigenthumliche Thauwetter zener Gegenden, die aus Moor und Fluß soviel Feuchtigkeit abzugeben haben. Sie erklärte den Dunst anders. Wenn der Frost von der Erde schied, das sei so, als löse sich die Seele vom Körper, Dann aber würden die Begierden frei. rk. . . r- i r ? cy . C er tocganarp. ei me egieroe oer Menschen, ihre böse Lust. Die läge im Frühling so schwer auf ihnen. arum leien ne vann auch io ungmalich. Greifen und halten könne man lic nicyr, iie ici wie ein irouicr, lylve- .! r? . . . . rjt. selgelder smnU. Aber ich bm thöricht. Du bist in einer (Äta0t, an uenvayn und Chaussee. Was soll Dir der Schaktarp iyun?" Frau von Peters war hier, Mich zu besuchen, ehe sie nach Berlin geht, wohin ihr Mann auf Turnanstalt kommandirt ist. Es fiel mir ein. was Du von Ocnch schriebst, als sie neben Mir saß und mich mit so kühlem Forschen betrachtete. Jene sind aus einer anderen Welt, als es die unsere ist. Am traurigsten ist es. wenn von so fernen Ufern sich eine Hand nach uns ausstreckt. Wir können sie ja nicht ergreifen. Und so scheiden wir uns innerlich wieder, wie Du sagst, daß sich die Rasfen instinktiv fcheiden, und von den vielen, die wir im Leben treffen, wirken nur die wenigen auf uns. die Kon unserer Art sind. Von meiner Art waren aber nur Mutter und Du und Dein Vater. Vielleicht habe ich mich darum oft fo allein gefühlt. Aber die Hand . 1 1 r. rtir , v. i i. vum uuucic uci juu man vov) iioij der Einsamkeit nie ergreifen." Auch aus diesen Brief bekam Ute keine Antwort. Da tras sie Erich in der Stadt. Er war gekommen, als Frau von Peters abgereist war. Seine Mutter kränkelte seit einiger Zeit und hatte den bestimmten Wunsch ausgesprachen, den Sohn zu sehen. Er hatte

gehorsam eine Stunde in einem über- ganglich geworden. Wenn Sie Ihr heizten Zimmer gesessen und auf die Ariadneamt wieder antreten möchleise, nörgelnde Stimme gehört. ten "

Meta sagt auch, sie wundern sich. daß Else Lehmann sich das gefallen lasse. Sie hätten die Verbindung gern fchon im Herbst gesehen, aber wenn der Bräutigam so gleichgiltig ist ! Die ganze Reise nach Italien sei nur ein Borwano gewestn. schreibst Tu denn wenigstens eifrig?" Ich lese wenigstens, was man mir l cm . rrs r ri r v . lajrciDi, 'jjeama. er groe iiell eis. unterbrochen von Äusrusungszeichen . . X? kVn .JT.im " es 7 . "A- i-i. i v c. Die Justlzrathin führte das Riechsalz an die Nase. Sie wurde immer ?ZJJl, war mr li? eine neue rucke zu oen uiepflogenheiten der Aristokratie, wie sie S..,.,. Ä WWWt &vvyv Deine Werbung geschmeichelt ühlten! Eslstnaturich daßsie nun auf ihrem

vlT u J Hölle! ruft das Kind. Oder wissen Wkus schrei Sie etwa, was ich durchgemacht habe, herumlaufen. Schreibe ihr daß Du f,u b ühiahr? Narr, der ich in P??VWtimnu$ Ravenna war. als ich Ihre Thür besie kehren schleunigst von Eapri zurück. to & St tntnl öeute " Waö sollen Lehmanns auch in Capri? KÖ5rL?lrJ?l

Else sieht das alles besser als junge Frau. Ich will Dich nicht eifersüchtig

machen, aber auf Reisen trifft sie oom.

ganz andere Herren, als hier auf den Logenbällen. Mit seinem Geld protzt ,:.. r uci uiuc cyinann voll) an zeoer Wirthstafel, das ist selbstverständlich. Uno verlobt ist nicht verherrathet. Wenn nun ein anderer M Meinetwegen. Mama." Die Justizräthin richtete sich aus ihrer müden Lage auf. Sie sah plötzlich wieder recht energisch aus, auch ohne Riechsalz. Erich! Ich muß doch bitten! Mit diesen Dingen spielt man nicht! Jedenfalls wärest doch Du der Blamirte. Du gefällst mir überhaupt nicht in letzter Zeit. Ich sprach auch mit Meta darüber. Schon Deine UnHöflichkeit, sie während ihres Besuchs nicht einmal zu sehen! Sie hat mir allerdings Grunde angedeutet. Er fuhr auf und machte eine heftige Bewegung. Ich glaube gar. Du willst Deiner Mutetr drohen? Es fällt mir übrigens gar nicht einmal ein, auf Metas Vermutbungen einzugehen. Sie scheiden vollständig aus. Du hast imrner gewußt, was Du willst, und wirst nicht einen Strich durch Deine Veraangenheit ziehn. dazu kenne ich Dich. mm. - . - z. . . ' . ' eigenen hat sie glänzend arrangirt." ' " . . . - ,,. Ja. und wenn ich das ebenfalls thue, wenigstens in pekuniärer Beziehung. so kann ihr Zuschuß ruhig nach obenhin abgerundet werden.jffias Du ihr hoffentlich gönnst. Aber die leidigen Geldangelegenheiten wollen wir aus dem Spiel lassen. Pei - . , c r -- r t rers l ein laoeuoier Hwiegerioyn. Das Gespräch greift mich doch mehr an, als ich dachte! Schreibst Du also m. . -. an ooer smoejt xvl es bejjer, wenn ich die Sache abmache? Sagen wir Anfang Mai. Ihr könnt dann immerbin noch kurze 2eit nach Paris. Das ist für die Jahreszeit am passendsten.m , m m . .. bjuk tt$ Ist mir wirklich gleich, mama, schreibe oder schreibe nicht. Und nun erlaube, daß ich gel;e. Dich greift die Unterhaltung an und mich die Hitze." Nach diesem Gespräch halte er Ute '. . '.' . .. überging und grüßte. Unwillkürlich blieben beide stehen. Was macht Jmmsnuel?". Ich denke, er schreibt Ihnen eifrig. Ich hatte zuweilen den Vorzug, Ihre Handschrift auf feinem Schreibtisch liegen zu sehen." gr rprarfj eisig höflich. Sie dachte ur an die Nachrichten, die sie durch ffin ehalten konnte. Sie lenkte ihre . ' dritte k über in den Lustaarten. und fast gegen seinen Willen folgte er . Es war ein Tag im frühen März. Sonne aina unter, und blaue znufn uam in der Luft. Kalte I 5 ' . schatten. Der Tag war ein Früh linastaa aewe.en für den Osten. Der end schlug wieder den eisernen Reif. s:, rslnslrflm erwachende Natur. Das hatte noch Zeit, wochenlang. Aber tinQt nnaeduldiae Kinder hatten schon angefangen. Paradies" zu spielen. und man hörte, wie sie mit hellen Stlm men Bimmel" oder .Sölle" über den Plak riefen, während sie auf einem cnh ach dem schleuderten Stein hüpften, aus einem Viereck in das an here svrinaend. Emmanuel bat mir aesaat. nach den neuesten Forschungen ist das Spiel ein altnordisches, ein Ueberbleibsel jener Sonnenwendfesie. die man zu Ehren der wiederersckeinenden Sonne feierte. versinnbildlicht die tief in den Gänm eines Labyrinths versteckte Sonne, Jedes Labyrinth war eigentlich eine Sonnenburg, und die Völker, in deren frühesten Mythe solche Labyrinthe eine Rolle spielen, kamen aus dem Norden und war? Kn unserer Rasse." qx Ia(fitc ein kleines, spöttisches LaI , J er i chen. und sie besann Ilcy uno sragre iyn nach dem Leben dort oben. sitzen auch in solcher Sonnenbürg. Nur besteht unser Labyrinth aus Schnee und Eis. Aber wenn eme wütige Jungfrau uns einen Faden zuwerfen möchte ich stehe nicht dafür, daß Jmmanuel wieder einschläft. In den Uhhn Wocken ist er aanz unzuSie richtete sich stolz auf und wenbete sich zum Gehen. Sie waren in der Nähe des Kantdenkmals. Es war aavA leer um sie. Durch die kahlen Sträucher sah man die Wandelhalle ber Universität. Hin und wieder warf iemand einen Brief in den Zettelkasten gber ein Student kam heraus und ging rasch über den Platz. Die Stimmen der ' r V , , spielenden Kinder waren berjtummi Von weitem hörte man noch em verein I . . . ' v. m zeltes Himmel" ooer oue. Erich erarisf Utes Hand. ttr.iw ezi mZck eiaentlick mit Ab IN verrückt n,5!,.UKZ Jmmanuel. .x : : .nn wäre nunsowett mit Ihnen daß Sie ihn ßen, er möchte sich doch Ihrer veS N r-maS J&JF' ftto Das n ff ffi hören Sie! F' "

(Fortfetzung folgt.)

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Ausland -H-H-H"! ,: ,: ,: ;, : ,:. I..I..I..I..I,I.H..I.I.I. Stahlen Oelgemälde. In Halensee bei Berlin , wurden dem Kunstmaler Einecke 30 Oelgemälde und ein kostbarer Gehpelz gestohlen. Er erlitt einen Schaden von 5000 Mark. Patriotische Frauen. Zin Komite von Dresdener Damen hat einen Aufruf an alle deutschen Frauen und Madchen zur Bildung emes gro ßen deutschen Frauenbundes zum Besten der deutschen Flotte erlassen. Der Bund hat den Zweck, dem deutschen Reiche ein ganz großes Kriegsschiff zu schenken. Erschoß seine Schwest e r. In Abwesenheit des Vaters and der elfjährige Sohn des Schneidermeisters Grießhaber in Schönwald. Baden, eine unter der Bettstatt verborgene Flinte und machte sich damit zu schaffen. Ein Schuß ging los und traf die sechs Jahre alte Schwester des Knaben in die Brust, so daß der Tod alsbald eintrat. Verheerendes Erdbeben. Der Eingeborenensiaat Baschar in Indien wurde jungst don emem heftigen Erdbeben heimgesucht. In der Stadt Rempur wurden zwei Personen getodet und 24 verletzt. In Karkorla an der Straße von Hindostan nach Tibet wurden sechs Personen getödtet und zwei verwundet. Das Gerichtsgebäude, das Postamt und die Polizeistation wurden zerstört. Pferdefleisch statt Ochs e n f l e i s ch. Der Wirth Wilhelm Liehr und dessen Frau m Worms, Hessen, hatten ihren Gästen, besonders Soldaten, Pferdefleisch statt Ochsenfleisch vorgesetzt. Das Schöffengericht sah in dem Vorgehen der Wirthsleute kernen Betrug und sprach beide frei. Die Strafkammer hob jedoch das Urtheil auf und verurtheüte die beiden wegen Betrugs zu je 30 Mark Geldstrafe und in die Kosten beider Jnstanzen. Um 30 Pfennige in' Zuchthaus. Ter Bergmann Stütz aus Kicselbach. Thüringen, hatte auf derTounstenstraße zwischen Altenstein und Ruhla einen siebenjährigen Jungen überfalle und ihm 30 Pfennige sammt einem Revolver abgenommen. Der sechsjährige Bruder des Ueberfallenen, der einen Betrag von acht Mark mit sich führte, entkam. Wegen Straßenraubes wurde Stütz neulich vom Schwurgerichte zu ' fünf Jahren Zuchthaus verurtheilt. Gefahrvolle Luftreise. Zwei deutsche Soldaten sind jüngst an einem Sonntage in Karlskrona an der Sudkuste Schwedens aus emem Luftballon gelandet. Sie hatten am Tage vorher Berlin verlassen und flogen in einem heftigen Schneesturm über die Ostsee. Als sie sich der schwedischen Küste näherten, verursachte der Sturm emen Riß in dem Ballon, so daß das Gas ausströmte. Der Ballon begann zu fallen, und die Leute sahen sich genöthigt, die Gondel abzuschneiden, ihren Inhalt wegzuwerfen und sich an dem Netz anzuklammern. Es dauerte zwei Stunden, bis sie, vollständig erschöpft, landeten. Schulmädchen als Räuberinnen. Wegen verschiedener Laoenrnebstahle und wiederholten Straßenraubs, begangen an kleinen Kindern, die im Begriffe waren, Einkäufe zu besorgen, hatten sich zwei im 14. Lebensjahre stehende Schulmädchen, Lina Rammler und Linda Oertel aus Reichenbach, Sachsen, vor dem Landgericht zu verantworten. Der Gerichtshof erkannte gegen die Rammler wegen vollendeten und versuchten Raubes , sowie wegen Diebstahls auf ein Jahr Gefängniß und wegen Ge-nußmittel-Entwendung auf sieben Wochen Haft. Die Angeklagte Oertel wurde zu sechs . Monaten Gefängniß und 20 Tagen Haft verurtheilt. Brand st iftungausVer zweiflung. Die Strafkammer in Waldshut, Baden, vcrurtheilte eimn Volksschuler, Sohn eines armen Dorfschuhmachers, wegen vorsätzlicher Brandstiftung zu emem Jahr Gesangniß. Der noch nicht Vierzehnjährige war als Knecht bei einem Bauern verdingt, der ihn nicht gut behandelte. Der Junge entfloh, wurde aber vom Vater wieder hingeschickt. Er griff vann in seiner Verzweiflung zu dem Mittel, das Haus seines Dienstherrn anzustecken. Der Junge gestand' die That unter Thränen. Die Frage, ob der Angeklagte die Erkenntniß der Strafbarkeit seiner Handlung besessen habe, wurde gutachtlich bemht. Ableben e,nes Beinf a b r i k a n t e n. Ein weit über die Grenzen seiner Heimath hinaus bekannter Bürger, der Mechanikus WilHelm Erfurth, ist jüngst in Weißenfels. Provinz Sachsen, im Alter von 8) Jahren gestorben. Er hatte 1852 als Lokomotivführer ein Bein verloren. Die Herzogin von Orleans ließ ihm ein anderes anfertigen, das sich aber nicht bewahrte. Infolgedessen erperimentirte er selbst an künstlichen Beinen und hat im Laufe der Jahre über 2000 solcher Beine hergestellt, die ihm in Deutschland und im Auslande die höchste Anerkennung und mannigfache Auszeichnung einbrachten, sowohl, von fürstlichen Persönlichkeiten, wie von Gelehrten.

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