Indiana Tribüne, Volume 29, Number 194, Indianapolis, Marion County, 10 April 1906 — Page 7
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oSthttsrltlrtfl cltUUlJUlUlJVV Z ' J ol . . t i o O O o Hrnatt von Agnes Hardcr o oooooooooooo Fortsetzung.) ms oer erste Donner schwer und langsam dahinrollte. so nah. so dicht über der Erde, als zöge er über die Stoppel, die heute geräumt war. fanden sie ihn am Weg. Der Kopf war an einen Stein geschlagen. Er war todt, Nach der Krottinsche suchte niemand, niemand vermiete sie in dieser Nacht, Als in der ersten Morgenfrühe nach der Stadt geschickt wurde, zum Arzt und zum Anwalt, sah man sie an der Wald- ... . .. ein . V (nül I
oruae ncacn. er yteacn ver yiawiiiain ian oas lame ujencni aus mix oen
qane oas adiui con vzi üuih yciuu , . 1 1 . cnY..i v - I schen und den Eiter aus dem Auge, Ein paar Kinder, die Beeren ge icsucht hatten, standen scheu in einiger Entfernun und sahen zu ihr hin. Der Kutscher schickte einen Jungen auf den Hof. Er solle die Anohrte rufen. Die riefe überall nach der Großsche. 12. Kapitel. mmanuel war zur Beisetzung gekommen. Auch der Justizraty und der schöne Erich waren da. Es war eme große Feierlichkeit, Die Kameraden aus der Stadt standen um den Sarg, der Landrath, die Gutsbescher des Kreises. Es war so. wie es der Verstorbene gewünscht hätte, wäre ihm je im Leben überhaupt eine ähnliche Vorstellung gekommen. Der Pastor führte Ute. Hinter ihnen ging Jmmanuel und Tante Rorchen. Sie schritten an einem frischen Hügel an der niedrigen Mauer vorbei. Er war erst gestern zugeworfen. Selbstgewundene Kränze von Spargelgrün und Georginen lagen darauf. Ein Kreuz von Holunderstäben steckte vorläufig in der Erde. Anohrte kniete davor. Später, als Jmmanuel sie aufsuchen wollte, war sie verschwunden. Ute empfing dann die Herren im Gartensaal. Es war Frühstück aufgestellt. Alle hatten eine längere oder kürzere Fahrt vor sich. Unwillkürlich, so sehr man sich auch in acht nahm, bekam das Ausammensein etwas Gesellsöastsmäßiges. Ueber . dem Glas Sherry flüsterte der eine dem andern Bemerkunge zu. Wird sie Scheschitten halten?" Unmöglich. Es ist ja rberschuldet, Na. eigentlick haben -.ich die VerHältnisse durch seinen Tod doch entschieden gebessert." Geklärt, wollen wir sagen, hm. i.: c er 7j g st-nenn das Hosthor hinter sich n sn .? ptT tr är fX Zui?uvchm Nd fassen. Jnn iT.W C (m uge Geschäftsmann, der die Lage i, v lm o r . . .. ' " airfe -f r.Ä ,l wurm? Schließlich ist sie kaum neunä esc r t c cv n rJ1- ' htX?-J:11 HI Das weiß keiner besser, als ich. Sie hat eine harte ' Schule - Mtn Uch Hat sie schon mit Ihnen gespro-
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vyiciuy, ui uic uuiuyc der Moral über siÄ und m nck. Siel wie hmn. es bedruckt ikn wakrsein-
war und der gnädige Herr aufgebahrt beiten mit Gift und Dolch, wie ita- lich. und da er doch wohl fühlt, daß , Zu sagen, zynische Renaissancemenschen. Dazwi- diese Fieberphantasien zu schade für rch bleibe hier, so lange ich lebe, vlux scken wild? fntise ?ektenm- K mm-n rts sn Z -1. s?.
j? f unf3igtauscnb 2arl für d nächste chz. Beständig kommen Selbstan- treuen Engel seiner Jugend. Sie sehen. Zelt, dann kommen wir von allem hoch. 3eigcn im Namen Gottes. Ich sprach sogar ich werde poetisch. Daran erAber wenn ich an die Rechnungen ch mit dem jetzigen Besitzer von Ba- kenne ich meinen Siebenschläfer. Da
oeme oie nun eimausen weroen Er fuhr sich verlegen Mit der harten sm V V f y Herno durch die spärlichen, dünnen Haare. . Jmmanuel. der zu ihnen getreich war . iüüu cüu uSu nu,nzry icintn ann w vcn jiccu unu guy iiii uui .Keine fji m i , 1 f Großmuthsanwandlungen, ': Sieh mal Ute an. Memst mein Junge, Du, die dürfte einmal Sorge haben um' den, der ihr für Scheschitten seine rast und sein Vermögen zur Verfu guna stellt? Jmmanuel sah zu ihr hinüber. Es cv r v t rvc s C s M I lel "ianlÄ S . !"'": .. .""o ov" r TTnTi intfT im rr 0 tt rwr c rnn 1 eine schlechte Vorbedeutung heute. .ivu, wuu wutiiuuu .v. Ich wünsche Ihnen Glück. Ute. Er war der einzige, der ruhig den Finger in die Wunde legte. Sie hob sofort den kleinen Kopf. In V I SworoeN. Stufini Sie Ihr- Lrau..' sagie sie kalt. SStettTÄS KtJnÄiÄ? .-2- ! w ""V- M
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ii ihm 6m i ciiuiui uu,. wie so oft an Dich. Ute. Auch wenn ich besonders wenn das Ganze in ein UNs w. Er hatte noch me darauf ge. f den Lokalterminen an's kurische verfängliches historisch-lituarischesGe-achtet. Es waren keine Damen nntge- komme, und über das dunkle wand gebracht ist! Der Siebenschläfer kommenzu der Feier denn in Sche- Wasser leuchten die weißen Dünen der hätte sein Opus I schon zu Weihnachten schlttm hatte man a der kranken vrau m,srun.- mtf f d??. mtmhrmU sZn.n
wen nie verkehrt. Nun grupptrte sich ie hatte den Kopf an das Stein- können, mit iiatnb einer kühnen Titel- ? n IS1? f kreuz gelegt und ließ ihn sprechen. Sie figur allerneuster Richtung. Tableau! m in x-,?' ms, wußte, er wollte sie zerstreuen. Aber Aber bewundernSie meine FreundAuch Erich ließ keinen n x sie dankte es ihm nicht. Ihr Herz war schaft! Ich verzichte auf jeden EntAls man sich verabschiedete, sagte sie lnrk nnTy' f:u3r.:. i7i.m rnS. .i s:.
i I'i ! 1 i ' V".", wohnheit lenkten hre Schr tte sich noch ter verbinden, eme mit tnTTTt 'T! 1tr Vnnr r nn Oit rt r I ' ' . . ' I .
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'i nlrZr 1 L 0 5 V immer wieder hin. Und dann stand sie bei Ihnen da oben im ihr Gesicht gekommen. Sie war stolz X . .. LrMr,mmm!t 0 s ' M,Un
mit der sie aufgewachsen war. al5 7
sie ihre Schwester? s n r. k trr . . I kammer gelegen. Der WebestuHl war gerade auseinandergenömmen. Nun tsHm r jct: ....r... mtu jir roiiirncnc caiic in ocr jn5coci uuiic lyt uuuici -cuiuittiuiy -jtutj. Änohrte hatte ihr ' Sparkassenbuch genommen und war in die Stadt gegangen. Tann hatte sie die ganze Nacht aenäbt. Das Käuzcben war aeaen das Fenster geflogen und hatte geschrien und mit den Flügeln geschlagen. Sie hatte nickt aeuttert. Das arost.e Bett mit der fchweren ffederdecke batte auf ihre iungen. müden Glieder gewartet. Aber am Morqen war kein Abdruck in den Kiffen. Aber unter den Mnaern. die so schlecht mit Nadel und Faden umzugehen verstanden, war der Sack aus rother Seide fertia aeworden. Anohrte öatte nickt aelvart an ibm. Sie aoa die Großmutter aus und streifte die Seide über die slelettartiaen Glieder. Nur den Kopf li:ß sie vorläufig frei. Seltr. r . -x r r ri r f 'i l .. I wirren paaren, oiz sicn nur muyam f. r- tr I glätten ließen, über dem rothen, starrenden Stoff. Als Ute kam. erschrak sie. .Warum. Anohrte? Warum? Hast Du nicht auch den 7 1 . . ' - . J . I weißen Seldensack genaht, als Deme Mutter starb? Seide, wie für ein Brautkleid, so schwer und weich lief sie durch meine Fmger. Für die Krottmsche paßt roth besser, denke ich. Sie hat immer Blut vor sich gesehen in den letzten Tagen. Ich mag nicht, daß ihre Knochen zerfallen und über die Kirchhofsmcmer geworfen werden. Ist die alte Sitte nickt auch für die Armen?" Tann war Ute dem Sarg gefolgt, Neben Anohrte hatte sie drei Hände voll Erde in das Grab geworfen. Wer würd: je erfahren, ob ein Zusammenhang bestanden zwischen den Todten, die an einer Straße gelegen hatten? Tie Nacht behielt ihr Geheimnis. Dunkel stand es zwischen den Kindheitsgespielinnen, und ihre Augen wichen sich aus. Am Nachmittag des Tages der Veerdigung holte Tante Rorchen Ute hinüber in's Pfarrhaus. Die gute Schwabe lag im Bett und fieberte. Gegen Abnd bealeitete Emmanuel Ute zurück. Sie gingen über den Lindenberg. Oben, neben dem alten Steinkreuz, machten sie Halt. ch wollte Dir noch etwas saaen. Sckwester Ute. Da sind nock die vierzigtausend Mark von Mutter. Wenn Du sie brauchst, so bin ick aan aKick lich. sie Dir zu geben. Sie dachte, wie ruhig seme Stimme sei. und wie wild sie doch sein Herz schlagen hörte, wenn sie seine Verse las. So sagte auch sie. ruhig: Ich danke Dir, Jmmanuel. Für das Aeußerste. jetzt habe ich die Lebensversicherung. Und für spater, für die Drainage und die Heerde, finde ich schon noch eme .... . rx, y jt l. jtx sTs-I IÄ S. SÄ aUf fj ftrf i'tin aneinander. Du aber sollst frei sein." Frei. Ute? So jung bin ich nun nicht mehr, daß ich an Freiheit glaube, Weißt Du auch, daß ich auf dem Gut war, wo Deiner Mutter Elternhaus stt? Es liegt eine Stunde von mei- . . Städtchen. Ich schrieb Dir gerade darüber, als die Trauerbotschaft kam. Da habe ich den Brief geschickt." Tann hole es nach, ja?" Gewiß. Das Leben ist so anders ba Es hilft mir bei den Leuten. aß ich ein wenig litauisch kann. Es ist nicht leicht, mit ihnen zu verhandeln, Die sind erst immer im Konflikt mit rZschken darüber, ein Balte, ein Herr ... m?iifTTv Mir innen zum KrenzO ' Z Z y"" " fß herunter, zur Scheschuppe. von der eine Mutter uns soviel erzählte, wenn sie ihre guten Tage hatte. Besinnst Du Dich noch auf die Schmuggler, die der fflnrkrtrr rinmni tn'S TTliifir nrinnrfpn - "-'v II iJ " ' hatte, daß die Pfropfen aus den Blechgefäßen sprangen, die sie wie Panzer umgeschnallt hatten, und der Schnaps in das Wasser lief, die leeren Hülsen aber trugen sie wie Schwimmgürtel? Und sie tranken das Wasser, das ihnen bis an den Hals ging? Ich denke dort 1 auwwvvm ywym iut nse in V feil. Sie war so tein, daß sie ungerecht wurde. ES that ihr . . te.b fln .bn ,u mnhrrr thrr sollten ihre Gedanken gehn, wenn nicht zu ihm? l?s war so, als hätte jemand vor den Piid.' auf dem die Spuren ihrer-Kinderfüße noch zu sehn waren, einen Schlagoaum gelegt. Aus GeI UV -44V UilU. yssZ s?. mtfffnnS mnr Tr sn tnilS jäum gehen 'knnie. Sie strau. chelte beim Abstieg und verwickelte sich i,S;OTÄ7eM w Gartenzn.. Gleichgilti ging sie neben iijin. Aber von der Hecke auö
litten heiße Augen sie beobachtet. tät
lyre Suyouetten aus Dem Lmdenverg X.r flsfc.MStm nt.s rt.ftrttt. y - b" vv üviuuuihiuhi aden hatten, und als sie .jetzt Arm m Arm dem Garten zukamen, legte sich ZM pf,n KrurTf rmf tn tfT a I i " i süchtiges Herz, In der Nacht packte Anohrte ihre besten Sachen in ein buntes Tuch, das knüpfte sie mit den vier Zipfeln übereinander. Ebenso knüpfte sie das Geld. oas sie von oer pariane geqou, in ein Flickchen der rothen Seide von dem Todtensack der Großmutter und steckte es in's Mieder. . Es war nicht wemg., &o lange Frau von Bar lebte, yatte sie darauf gehalten, daß etwas für Anohrte zurückgelegt wurde. Als der Tag graute, noch ehe der Hofmann läutete. verließ Anohrte das Haus. Auf bloß?n Füßen war sie hinaufaeschlichen vor Utes Thur. Einen kleinen Zettel hielt sie, auf den sie einige Worte geschrieben. Aber dann besann sie sich ..V - .!r. !t. W C ! f 1 l! CYüy unv aziuk iuu mw u-jicu uic rnücu j v. .f. -.m. cr . . r. O m vzi ycuumcu uj; . jciuuucu uu oer Landstraße, wo , Die Motzsche gefunden, ossnete sie die Muft. Die weißen Fetzen flatterten in dem fchweren Morgennebzl. ' wie die müden, hellen Motten, die im Herbst zwischen den it. - Mr C stammen emes iüztenwaioes emyertaumeln. Nein, sie hatte niemand Lebewohl zu sagen. Ende September. Im Garten quoll das üppige, blasse Lila der Heliotropen aus den Rabatten und strömte aus die Kieswege unter oer Duftwoge der zweiten Rosenblüthe, als aus den zusammengebundenen Briefen, die sie nach des Vaters Tod erhalten hatte, einen herausnahm, der in der Ecke die Aufschrift trug: Hanns Fielitz. Assistent an der chirurgischen Klinik zu Frankfurt a. M. Sie las ihn aufmerksam durch, nahm dann einen ihrer Gefchäftsbogen. denn einen persönlichen Briefwechsel führte sie mit niemand, und schrieb flink und ohne zu überlegen, Das hatte sie in manchen schlaflosen Nächten gethan. Dann griff sie nach den Blättern mit den Versen aus der Pineta. steckte sie schnell in eine große, starke Briefdecke, siegelte mit dem alten Amtssiegel von Scheschitten und gab den Brief dem Postboten mit. der ihn einschreiben sollte. Als sie am Abend nach dem Milchbuch griff und die Verse nicht mehr fühlte, athmete sie erleichtert auf. Es war ihr immer gewesen, als habe sie in Nesseln aefaht. Aber in der Nacht merkte sie, daß das schleichende Gift noch in ihren Adern saß. Di: ??ens!er wann w?it auf. Sie warf sick tber so unruhig hin uno her. daß sogar die Schwabe mit dem Licht plötzlich aus der Schwelle erschien und sie fragte, ob ihr etwas fehle. Aber nein, ihr fehlte nichts. Nichts, als der Schlas der Jugcnd. Acht Tage vergingen, dann kam die Antwort. Zuerst Entschuldigungen. Aber es ist nicht sowohl der Beruf. Ic y r 'v flet mim visoer mnoerre. i onoern me Verse selbst. Donnerwetter (Verzeih hung. gnädiges Fräulein!), was für eine Illustration zu dem Sprichwort von den stillen Wassern! Natürlich ist er ein Dichter. Sie fragen mich das mit einer so rührenden Naivität und gestehen, daß Sie nur Goethe. Möricke und Eichendorff auf Ihrem Bücherbrett hätten. Nun könnten Sie sich nicht in die Thatsache finden. Es käme Ihnen so anders vor. Es ist auch anders. Ich setze voraus, daß Sie eine Goetheausgäbe für junge Mädchen besitzen. Warum er dieses Erstlingsopfer aber gerade auf Ihren Altar gelegt hat. ist mir unerfindlich. .Natürlich ist ihm das eigene Talent ebenso räthselhaft ich aber in seiner Behandlung einige i.iine frefike i.nd hie zZnnl, r r IMMV I VM W in Freiburg auf ein noch nicht zum Ausbruch gekommenes Talent stellte in vielen Dingen seine einzige Entschuld digung so Widerstand ich der BerI sitffiitn mtf hn ininn sriPn! nt wuutyf V. Ilivjv VWtt gu einem Verleger zu gehen. Ich hatte einen gefunden. Sie abnen bei dem Dreigestirn auf Ihrer Vücherschwebe meine Schwestern haben alle noch eine Bücherschwebe ja gar nicht, wie gesucht jetzt Lyrik ist. bei der eine Göttin Febris schwülem Sumpfboden entsteigt. .' ' ' .yjiiv ymi' kr zurück. JmmMutt ist tin Schlaf, Wandler. Wenn wir ihn so arob weck' I . . im. muröen wir nur llnkeil nnrZ?n. Die letzten Wahrheiten muß ein jeder selbst finden, sonst nützen sie ihm nichts. Auch er muß.em Tags wissen, daß er ein Dichter ist und ein Dichter sein will. Kann er dann das mit dem Rich Mischung, wie sie Osten ja schon ifi Qtijf U"u vjwvivv , . uuuy i)U. U 3 slfpr rnrfi. Wt3 hnf?n filn wir unser Geheimniß und iewahren Sie die Verse. Daß der geflügelte müWnrW lich häufig sogar, Nun ich die Gedichte l gelesen, ZchmetMe. t$ ntr nicht mehr.
daß diese Ergüsse nur meiner Person gelten. Er muß eben schreiben. Es rüttelt an seiner Seele. Die große. Wilde Natur des Landes, die Sitten des Volks dort, das ihm von kleinauf vertraut war und. doch immer fremd blieb, drücken ihm gegen seinen Willen die Feder in die Hand. Ich habe Briefe von ihm, die ich sofort in das p.... r i
yuiuciust einer großen Heilung emrücken lassen könnte. Doch meine ich nun. sie werden ein sich von 5tefa zu Jahr steigerndes Kapital werden, und ich gedenke, eines Tags Wucher mit ihnen zu treiben. Nur noch eins, ehe ich mich in den uns chuldsfarbenen Operations-Kittel stürze: die lachende Theodor, alias schöne Magellone. Diese Figur allein .'! 1 V' n n . . r y , gcuuyi, vs jtunji oes aoulirens in ihrem ganzen Umfang zu zeigen. Wie falsch 'sieht doch em Verliebter, vor allem, wenn er noch die Malaria hat! Selbst Schiller, da wir für die Zukunft unseres Freundes nun einmal Sterne ersten Ranges herbeiziehen, hat seine Eboli, feine Johanna d'Arc nicht ähnlich vergrößert. In diesem Fall übrigens gleichzeitig auch angeschwärzt. Ich besitze nämlich das volle Vertrauen der Gräfin Hertau. ohne das für einen Verrath meiner Freundschaft mit Jmmanuel zu achten. Die Gräfin entdeckte mich bei einem Gang durch das Spital, der ihr als Vorstandsdame irgendeiner wohlthätigen Veranstaltung recht sauer wurde. Sie wurde denn auch wirklich vor Mitleid ohnmächtig, gerade auf meiner Stahon, und ich hatte den Vorzug, sie m die ihr so holde Wirklichkeit zurückrufen zu dürfen. Sie erkannte mich und ernannte mich sofort zu. ihrem Hausarzt. Ich komme meinen Verpflichtungen sehr pünktlich nach und besuche sie w'öchentlich, im Winter hier in der Stadt, im Sommer auf ihren Gütern. Die schöne Magellone ist schwer leidend denn sie beginnt ihre schlanke Taille einzubüßen. Ihr Leben entbehrt jeder andern Sensation als der einer zeitweiligen Auseinandersetzung mit dem Küchenches. Ich habe ihr eme Masseuse verordnet, da sie erklärte, Spaziergänge hatte sie damals mit dem guten Iungen. dem Jmmanuel, für die Zeitdauer ihres ganzen Lebens gemacht. Sie erkündigt sich oft nach ihm, und auch der Graf grollt ihm nicht, denn er ist LandWirth aus Passion. Da haben Sie die Wahrheit über die schöne Maaellone! Sie störte mir ein wenig den Genuß der künstlerischen Schönheit in der FebriS, wieder ein Beweis dafür, daß die Seelenwerkstatt des Künstlers der Neugier des Genießenden verscklossen sein muß." Ute las diese Stelle mehreremal. So oft sie auch bei dem Brief den Kopf geschüttelt hatte, so schien er sie doch zu befriedigen, denn ein heiteres Lächeln lag auf ihrem Gesicht, als sie geendet hatte. Sie legte die Gedichte auch nicht wieder in Griffweite unter das Milchbuch, sondern verschloß sie zu Grundbuch und Feuerversicherung. An Brennnesseln dachte sie nicht mehr. Ihre Hand lagso sanft auf ihnen, als streichle sie den Scheitel eines Kindes, und das Lächeln war mütterlich geworden. Einige Aeit später kam sie von einem Ritt über das Gut zurück. Man erwartete die ersten Naczcfroste. Frau lein Schwabe hatte am Vormittag ganze Lasten geschnittener Astern und Georginen hereingebracht. Die Georginen vor allem hingen wohl morgen welk. Der Gärtner eilte sich mit dem Abnehmen der guten Obstsorten und hatte dringend um Hilfe gebeten. Da hatte Ute sich auf's Pferd gesetzt, um nach der Wintersaat zu sehen. Der Roggen kam in diesem Herbst so schlecht. Gegen die Sonne konnte sie die seinen grünen Spitzen gar nicht finden. Nun, es war em erster Schreckschuß, ltach diesen paar kalten Oktobernächten kamcn immer noch milde Wochen. Zum Glück. Käsewurm hatte ja noch so viel zu pflügen! (Fortsetzung folgt.) Tip fhsttiifrtif 'ttattanalovmne. eine Komvositian !?r!edrickiS des Großen. Dan unter die Komvositionen Flied richs des Großen auch die spanische Nationalhymne gehört, oursle wenig kekannt fein Angaben luverläs siger spanischer Schriftsteller rührt l - 1 ' ' . . 4 t indessen die sogenannte Maraza reai mit Sicherheit von Friedrick her, und zwar hat es damit folgende Bewandtniß. Bei einer Festlichkeit im fönigliehen Schlosse zu Berlin uverieicyle eines Abend der Kö'nia den aenannten Marsch dem spanischen Gesandten, indem er Kemerkte. dast seiner Meinung nach diese Komposition dem Charakter oer spanischen Gallon rooqi angcpaßi sei. Der Gesandte, ein großer Wereyrer des Königs, schiene Die Komposition, sofort nach Madrid und halte die (Äenuatkuuna. dak sie dort mit unbeschreiblichem Beifalle aufgenom men wurde. Die Marcha real" ,si oeaenwärtZli nnch da volkstkümlicksle Musikstück, da man in Svanien kennt. Ais Marschall Serrano im oiie 1869 einen Preis für den besten aliv nalmarsch ausschrieb, liefen mehr als fünfhundert .ffomvositionen ein. Nach sorgfältiger Prüfung Seitens der ommlssion wurde indessen nicyl eine einzige für gut genug befunden, die .Marcha real- auch nur annähernd zn ersetzen. ' In Altdamm wurde dem Fabrikvirektor Dr. Max Müller von den städtischen Behörden das Ehrenbürgerrecht verliehen.
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