Indiana Tribüne, Volume 29, Number 194, Indianapolis, Marion County, 10 April 1906 — Page 6
Jndiana Tribüne 10. April 1906.
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Vorsicht und Einsicht. Je mehr olr über unsere Leiden issen desto leichter und rascher können wir Heilung sin den. Schmer ,en der Glle dcrundTZus tcln sind lAAOfc MAH RVeumaiisch. Der Verus der alten Mönch Kur 8t. Jakobs Ocl ist ,u kurkren und die Welt weiß daß A es thut fldjtf r un rasch. Preis 25 und 50c. Wm. Stocffler SslleFL. No. 202 Nord Noble Straßs. Neues Telephon 20I. Kaufen Sie keinen fertig gefP machten Anzug oder Ueberzieher wenn Sie solche auf Be. stellung nach Maaß erhalten können so niedrig wie $15 und $20 Diese sehen schöner aus und tragen besser. i. s. ttlfe, 38 W. Monument. h. G. Sponsd, ,-Backerel 1030 Süd East Str. Marttftand 6-t und Columbia roctti) Co. Neues Tele, phvN 9361 ' Prodirt . meinen Pumpernickel 10: per Ld. Versuiten Sie nttftx Roggen. fcroD. es iftun üdertrelflich. . 7v it" . W 'A s. n y 4 ry AW . 1 V:i i "7l Aerzre. Dr. MM HERBERT Wiener Arzt. Haut-, Geschlechts .Nervenkrankheiten 120 Oft Ohi Ltraße-Lter Floor. Neues kel. 44. Svrechftandea, 911. 24. 7 8 Sfienbl. Dr. Paul F. Martin, Praktischer Arzt und Chirurg. Sprechstunden: ii.iZ.3a 2.50 4.00 täglich Sonntag!: Auf Verabredung. Wllloughby Gebäude,' 121 ord Meridian Straße. Tel., Main 4414. Wohnung: 1205 Nörd Nem Jersey Str. Telephon: Maln ge?; New 2882. Dr. Carl Q. Winter Deutscher Arzt. Lehln'ielt alle akute undchrguische'Srankheitk. Sveziell Rheumatismus, Rectnm und Frauenkrankheiten. Office : 14 weft Ghio Straße. Office-Stunden : 10 11 Vm. 34 Nm. Sonntag; : 9.3010.30 Im. Tel. neu 43. Wohnung : 1250 Madissn Avenue Telephone : Alt, 2023. Neu, 9282. s I .ör. 3. A. Sutcliffe, Wnnd-Arzt, GrichZechts-, Urin- nnRectun Krankheiten. emt hh OS Stärket Str. Tel. S41 'Tnetu)n:ii!incirBa:ii:i4 vw.
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Vorfrühling. Von Kurt Erler. ES zieht ein Schwellen durch die feuchte Luft; Und rosa Wolken steh'n am WendHimmel, Aufsproßt der Frühling aus des Winters Gruft. Schon schmolz der Schnee zu munt'rem Bachgewimmel. Seitab vom Dörfchen mit dem alten Thurm Hebt sich ein Baucrnhaus aus Heidehecken; Durch Buchen stark beschüt5t vor Vlih und Sturm, Spielt's vor der Welt mit seinem Glück Verstecken. Zwei Herzen schlagen ljier so frühlings . froh Und lauschen stumm dem hellen Abendläuten. Du schlichte? Hau mit deinem Dach aus Stroh, Auch dir soll's einen neuen Lenz bedeuten!
pst : !" Humoreske von Emil Peschkau. .Pst!' Es war mitten im Gewühl der Fußganger zur lebhaftesten Tageszeit. Ich wandte mich um, und gleichzeitig mit mir thaten's auch ein paar andere. Eine Dame hatte es sogar so eilig, daß wir dabei zusammenstießen und etwas aus Spitzen, das über ihre Büste hinabflatterte, an einem meiner Rockknöpfe hängen blieb. Nachdem ich diese Verbindung in galantester Weise gelöst hatte, sah ich erst, daß das Pst!'' wirklich für mich bestimmt war. Fritz Kreidel stand lachend vor mir und streckte mir die Hand entgegen. Das war ja reizend," sagte er. Aber noch reizender ist es, daß Du mich auf eine Idee gebracht hast. Jetzt kann's nicht fehlen. Willst Du Dich beteiligen?" Beteiligen? An was denn?" An den Millionen, die ich verdienen werde." Na na Du hast 'mal wieder Jllusionen?" Die sind längst beim Teufel. So wörtlich brauchst Du's ja auch nicht zu nehmen. Und um Dir zu beweisen, daß es sich diesmal um etwas durchaus Praktisches handelt, um eine streng solide Sache, wollen wir einstweilen nicht mehr darüber sprechen. Ich bitte Dich nur, mir zwei oder drei Mark zu pumpen. Damit hilfst Du mir über ein paar flaue Tage hinweg, denn ich habe augenblicklich nur einen einzigen Schüler, dessen Eltern mir vierzig Pfennige für die Stunde bezahlen. Macht eine Mark zwanzig Pfennige pro Woche. Oder hast Du gar kein Vertrauen mehr zu mir?" Ich hielt schon mein Portemonnaie in der Hand, und da ich selbst gerade in ein'r verhältnißmäßig günstigen Lage r?ar, gab ich ihm ein Zehnmarkstück. Herausgeben kann ich nicht," sagte er. Behalt's nur! Und wenn Du wieder mehr Schüler hast oder eine Stellung findest " Selbstverständlich! Wenn's aber etwas mit dem wird, was mir da im Kopfe herumgeht) dann bist Du mit zehn Mark betheiligt." Wir trennten uns, und ich dachte gar nicht mehr an diese Begegnung, als mir drei oder vier Wochen später der Verleger einer Zeitschrift, bei dem ich beschäftigt war, ganz aufgeregt entgegen kam. Haben Sie das Gedränge an den Plakatsäulen bemerkt?" fragte er. ütan. Was gibt's denn da?" Ein großes Plakat, auf dem nichts steht als das Wort Pst!" Ah! Wirklich? Und das regt Sie so auf?" Das ist gewiß wieder Concurrenz!" Eon cur renz?" Eine neue Zeitschrift mit dem Titel Pst!" Und ich kann mir nicht helfen der Titel ist ausgezeichnet. Da stürzen sie alle drauf Iot und wir können's büßen!" Sie denken doch nicht etwa schon daran, mein Gehalt herabzusetzen?" Na. spaßen Sie nicht! Mir geht die Sache schon über den Spaß!" Auf dem Heimwege dann, in der Mittagszeit, versäumte ich natürlich nicht, mir das Plakat anzusehen. Es war wirklich nichts als ein großes weißes Blatt mit schwarzem Rand, auf dem in der Mitte in auffallend großen schwarzen Lettern das Wort Pst!" zu lesen war. - Schon am nächsten Tage war die Aufregung bei uns noch größer. Ein Inserat war aufgegeben eine ganze Seite unseres Formats' und nichts darauf als das Wort Pst!" Jetzt mache ich noch für die Concurrenz Reklame", jammerte der Verleger. , Es kann sich doch auch um irgend etwas anderes handeln," tröstete ich. Da haben Sie ja recht," erwiderte er. Und Geld ist Geld. Wenn ich'S auch zurückgewiesen hätte, die TageSzeitungen bringen es doch." . Und er hatte richtig prophezeit. Jedes Blatt, das wir am'nächsten Mvr. gen ansahen, enthielt das Pst Jnst rat Ich kam noch immer nicht auf Fritz Kreidel, und als er sich ein paar Tage später bei mir melden ließ, dachte ich an das Pst". . Als er eintrat, fiel mir die fast un heimliche Unruhe WesenS auf.
Er lächelte nicht, wie es in seiner AN
lag, er war sehr ernst. Lieber Freund", sagte er, ich komme heute zu Dir, weil Du 'Jurist ftst und weil Du mein alter Freund bist, weil ich Dir vertraue. Ehrenwort, nicht wahr? Zu einem Rechtsanwalt kann ich doch nicht gehen. Ich könnte ja auch nicht mehr zurück. Wenn Du mir sagst: Lieber Kreidel. die Geschichte ist faul, wenn's herauskommt, stecken sie Dich ein!" dann dann bleibt mir nichts übrig, als schleunigst nach Amerika zu verduftend Ich sah ihn betroffen an, aber aus feinen Zügen konnte ich nichts cnträthsein. Ja, was ist denn geschehen?" fragte ich endlich. Inzwischen hatte er schon einen bedruckten Zettel aus der Tasche gezogen, den er mir überreichte, und ich las letzt in auffallender Art gesetzt das Folgende: Pst! Wenn Sie ihr Leben lieben, tragen Sie immer Pst" bei sich. Wenn Sie ein schmackhaftes Essen lieben, verlangen Sie, daß Pst" auf den Tisch steht. Wenn Sie ein paar Gläser Bier über den Durst lieben, geben Sie in's erste, oder wenn Sie's versäumt haben, in ein folgendes eine Federmesserspitze Pst". Wenn Sie Ihre Frau lieben und wünschen, daß sie lange jung und hübsch bleibt, sorgen Sie dafür, daß sie ihren Kaffee nie ohne Pst"-Zusatz trinkt. Pst" ist ein durchaus unschädliches, viele Jahre lang erprobtes Anregungsmittel, das in keinem Haushalt fehlen darf! Bekömmlich und den Geschmack verbessernd! Preis der Büchse 25 Pfennige. Der Inhalt reicht für eine Person vier Wochen lang. In allen besseren Spezereihandlungen und Drogeriegeschäften zu haben." Ich war natürlich nicht wenig überrascht. Also Du. . . Du bist Pst"!" Er nickte. Du erinnerst Dich doch an das reizende Frauchen, das an Dir hängen blieb? Als ich damals das allgemeine Interesse bemerkte, das ich mit meinem Pst"! erregt hatte, dachte ich wie Archimedes: Heureka!" und ich habe mich nicht getäuscht. Damit Du aber ganz klar siehst, muß ich Dir mittheilen, daß ich von meinen Eltern das Rezept eines Hausmittels erbte, das sich Generationen lang in allen den Fällen bewährte, die hier angeführt sind. Alö ich wieder einmal recht in Noth war, gerieth ich auf den Gedanken, es zu verkaufen. hatte aber kein Glück. Ueberall bekam ich nur zur Antwort: Ach,, solche Mittel gibt's schon zu Hunderten. Wie wollen Sie's . denn einführen? Darauf kommt's an". Ich dachte da?.n immer wieder nach, wie man's einführen könnte, aber es fiel mir nichts ein. Bis zu dem Tag, an dem wir uns bei dem reizenden Frauchen trafen! ; Da rief ich, wie gesagt, Heureka! ich hab's gefunden! ich nenne mein Mittel Pst!" Und nun fand ich auch Geldmänner dafür " Aber nun denke Dir", sagte er nach einer Weile, das Rezept ist nicht mehr da! Ich habe all meine Habseligkeiten bis auf den geheimsten Schlupfwinkel durchforscht es ist weg. Und nun fabrizire ich ebenso. . . so nach dem Gedächtniß. Aber grad das Wichtigste, worauf es ankommt, hab' ich vergessen. Es war ein lateinischer Name, irgend etwas aus der Apotheke, ich quäle mich vergebens, es fällt mir nicht ein. Und das Uebrige ist ja nur so gewissermaßen die Watte für Chloroform. Ist das ein Betrug, wenn ich die Watte ohne das Chloroform verkaufe? Können sie mich einstecken?" Ich zuckte die Achseln. Du hast die Sache mit Deinem Gewissen abzumachen. Bestraft kannst Du nicht werden. Du versprichst ja den Leuten nicht gerade das Rezept, das Du verloren hast." Nun athmete er wieder auf, und ich mußte ihm noch die BetrugsparagraPhen des Strafgesetzbuches eingehend erklären Dann gab er mir mein Zehnmarkstück zurück, dankte und emPfahl sich. Seitdem ist ungefähr ein Vierteljahrhundert vergangen. Die Welt hat Pst" längst vergessen, obwohl sie vier oder fünf Jahre lang darauf schwor und Fritz Kreidel zu einem reichen Mann machte. Mit seinem Gewissen scheint er sich ganz gut abgefunden zu haben, während er meinem Gewissen eine Betheiligung" wohl nicht mehr zumuihen wollte. Er meldete sich wenigstens nicht, und auch in seinem Testament er starb vor zwei Jahren hat er keinen Versuch gemacht, mich in Conflikt mit meinem besseren Selbst zu bringen. Friede seiner Asche"!... Durch die Blume. Praktikant: Bitte, Herr Rath, mir den heutigen Nachmijtag frei zu geben es ist mir wieder eine Tante gestorben!" 'Rath: Nun gut! Das sag' ich Ihnen aber: wenn Ihnen noch einrna? eine Tante stirbt, dann geh' ich mit zum Vegräbniß!" Eingegangen. Gläubiger: Was führt Sie zu mir? Sie wollen wohl endlich 'mal .Ihre Schulden zahlen?" Schuldner: Im Gegentheil! Sie sollen gestern im Wirthshaus renommirt haben, daß ich Ihnen sechshundert Mark schuldig bin. Es sind aber nur fünfhundertzwölf, und da möcht' ich freundlich bitten, daß Sie mir die achtundachtzig Mark noch herauözahkn!"
Meik Dabersack's Zchreibtbrief.
Kc.43. Geöbrter Mister Editbor! Well, seit letzte Woch sin ich jede Nacht in e annere Sasseiethee gewese un ich muß sage, ich sin iwwerall gut uffgenomme worde. 5)ff Kohrs hen ich t 2aii Geld gespend, awwer das macht nicks aus, dafor hen ich awwer auch feine Rlesolts erzielt. In btrt Gesangverein Keuchhuste" sin ich zu e Ehrenmitglied ernannt worde, weil ich doch so e gutes Member sin un mich das ganze Johr nit einmal sehn losse. For die Anner zu eprieschichte, hen ich geprammißt, daß ich zu den nächste Stiftungsfest e neue Fläg donehte wollt. Den Schützeverein Zentrum hen ich zu e Picknick inweitet, so en regeller Blohaut. wo ich alle Eckspenzes äwwernemme wollt. In den Bohling Klobb hen ich en Preis for die höchste Schkohr dohnehtet, in den Singersch Klobb Die blutige Harfe" hen ich die Singersch zu e Kehk Bier un zu en Lonsch tnweitet un bei die Turnsasseiethee Bauchwell" do hen ich en Spietsch gemacht in Fehwer von die Erhaltung der 'deitsche Muttersprach un, damit hen ich so en Hitt gemacht, daß se mich getschiert hen wie krehsig un eS is e Mohschen gemacht worde. daß ich bei die nächste Eleckschen zu den Sprecher elecktet sollt wer'n. Ich hen auch noch e paar Lahdsches besucht un ich hen zu den Sickbennefit fufzig wollt ich sage fünf Dahler dohnehtet un hen gesagt, wann se noch ebbes mehr brauche dehte, dann sollte se nur an mich kahle. So ebbes macht immer e gute Jmpreschen un es is iesig gewese, immer am Schluß mein kleine Spietsch enei zu worke, worin ich gesagt hen, se sollte immer riemembere, daß se en ante Freund an mich hätte, awwer se sollte auch nit vergesse, ebbes for mich zu duhn. wann ich emol an se kahle deht." Die Fellersch sin so enwßjiastick geworde, daß se mich hoch lewe losse hen wie alles un e paar hen sogar e Mohschen gemacht, daß es nit mehr wie recht wär, daß ich for Mehr namminehtet der'n deht. Do hen ich off Kohrs gleich for gedankt, bikahs so en Esel sin ich doch nit, daß ich mich nämlich den Mister Mehr nsch mehr zu en Feind mache deht. In mn Jnseit hen ich gedenkt,. schade deht's den alte Fühl gar nicks, wann er emol gezeigt deht kriege, daß er nit das einzige Pebbel an die Bietsch is un daß es noch annere Leut Hot. wo den Schapp grad so gut un mehbie noch besser täckele könnte. Mit annere Leut" hen ich mich gemeint. Bei die Schütze, do hen mer so viel Vierche Kdrunke. daß einer von oie Brieder so gerührt is worde, daß er mich um den Hals gefalle is un mich en Kuß gewwe Hot un dann die begeisterte Worte gesproche Hot: Wann der Mister Scherfff nit so dumm gewese wär ün wär in die alte Kontrie uff die Welt komme, dann deht ich gar kein Niesen sehn, for warum mer ihn nit auch emol for Pressendent namminehte könnte. - Der Mister Scheriff is en Mann, wo das Herz nff die rechte Seit Hot un wann er nit Pressendent wer'n kann, dann sin ich dafor, daß mer ihn ZU unstten Mehr mache. Alle wo in Fehwer von die Mohschen sin, die solle ja" sage!" Und do hätte Se emol höre solle, wie se gekrische hen! Se hen mich in den Lokal erum geschleppt UN hen mich dabei e Halmes. Dutzend mol mit mern Kopp gege die Sieling gepuscht, so 'daß ich gedenkt ' hen, mei letztes Stündche wär komme. Awwer ich hen nicks sage derfe, bikahs mer derf die Piebels nie nit in ihre heiligste Gefühle dissepeunte. Schließlich hen se mich auch Widder an den Floh? gelosse un do hen ick gedenkt, ich besser mache Skiduh un schnieke fort. Ich hen noch emol die Sickahrbacks erum gehn losse un dann hen ich gubei gesagt un die Fellersch hen Abschied von mich genomme, als wann se mich sei Lebdag nit mehr Widder sehn dehte. Awwer es Hot mich gut fühle mache un ich hen mit großer Beruhigung der Zukunft entgege gesehn. Gestern is der Christ zu mich gekomme un Hot e ganz verstörtes Fehs gemacht. Meik," Hot er gesagt, weißt du auch schon, daß es uns an den Krage gehn duht von Wege die Mördergeschicht? Weißt du, daß der Mister Mehr kein Juhs mehr for uns Hot?" Do hen ich gesagt: Well, wattossitt? Wann der Mister Mehr kein Juhs mehr for mich Hot, dann soll cr'sch bleiwe losse; ich hen schon lang kein Juhs mehr for ihn un wann er mich vielTrubel mache duht, dann kann er bald for en annere Schapp ausgucke." Der Christ Hot mich angeguöt, als ob ich spanisch zu ihn getahkt hätt. Du brauchst gar nit zu gucke," hen ich gesagt, wann ich das Wort sage, dann sin ich der nächste Mehr von Aeppel Jäck. Hol Terrer Kauntie, un dann pfeift der Vogel uff t anneres Loch; dann werd in die erschte Lein das ganze Bolies - Departement rie-orge-
mt un ich hen schon e paar an mer List, wo iwwer die Kling springe müsse." Do Hot der Christ gestart zu schimmern; er sagt, er könnt nit sehn, wie ich so fuhlifch tahke könnt un ich besser deht ausgucke, daß ich meine alte Posischen sehfe deht. Newwer Meind. Meik." ben ick aesaat. Jck hm for gar nicks auszugude, awwer du besser duhst fomm Hoßling,' bikahs wann's krache duht, dann duht's dich zuerscht hitte." Do Hot er gesagt: Meik. du weißt, ich sin immer dein Freund gewese un wanu'du ebbes for mich duhn kannst, dann weißt du, daß ich's apprieschjiehte duhn." Do hen ich gesagt: Du bist en ganz trauriger Seckel, das is all, was du bist; wann dich alles nach Wunsch gehn duht un du kriegst alles, was du willst, dann fühlst du orfel indepcndent un wann nit alles nach Eckspecktehschens komme duht. dann fühlst du un dein ganzer Treib insoltet un duhst mich for alles blehme. Jetzt is die Zeit komme, wo ich die Lein ziehe. Jeder soll for sich ausgucke un dann brauchst du, wann's schepp gehn duht, auch niemand annerschter for gu blehme, wie dich selbst. Ich komme mich in dei Haus vor, als wann ich nur aus Gnad un Varmherzigkeit gehakte deht wer'n un als wann ich ferchterlich dankbar sein müßt, daß ich iwwerhaupt noch die Ehr hen derf. Am Beste ich muhfe. dann habt Ihr wenigstens kein Riesen mehr zum Kicke." Domit hen ich ihn stehn losse un sin fort. Mit allerhand Achtung Juhrs.trulie ' Meik Haber sack. Eskweier un Scheriff von Appcl Jack, Holie Terrer Kauntie.
Reiterleistungen. . Von tüchtigen Reiterleistungen hört man oft in Sportkreisen erzählen. Vielleicht den glänzendsten Ritt, der je unternommen worden ist, machte der amerikanische Rough Rider" Major Barbour, der vor einigen Jahren den Weg von New Aork nach Paris über Vancouver, Alaska und Sibirien zurücklegte. Die ganze Strecke betrug nicht weniger als 16,000 englische Meilen; der Major legte sie auf einem einzigen Pferde zurück und brauchte dazu 1000 Tage. An Schnelligkeit und Ausdauer stehen aber wohl zwei Ritte, die aus früheren Jahrhunderten berichtet werden, ohne Gleichen da. Als die Königin Elisabeth von England gestorben war, unternahm es Robert Cary. diese Nachricht ihrem Nachfölger Jakob VI. vonSchottland zu überbringen. An einem Donnerstag Morgen ritt er zwischen 9 und 10 Uhr von Whitehall fort und erreichte noch an demselben Abend das 155 Meilen entfernte Doncaster. Am folgenden Tage ritt er bis zu seinem Hause in Whitherington, wo er noch einen kurzen Aufenthalt nahm, um einige Geschäfte zu erledigen. Am andern Morgen brach er in der Frühe auf, und er hätte noch am Mittag Edinburgh erreicht, wenn ihn nicht unterwegs ein Unfall abgehalten hätte. So legte er die ganze Strecke von 400 englischen Meilen in drei Tagen zurück. Fast 100 Jahre früher machte Thomas Wolsey, der damals königlicher Kaplan war, einen außerordentlich schnellen Ritt nach den Niederlanden, um Kaiser Maximilian zu sprechen. Er verließ London um 4 Uhr Nachmittags, fuhr zu Schiff nach Gravesend, ritt die Nacht hindurch nach Dover, setzte nach Calais über und erreichte noch am selben Abend zu Pferde den Kaiser. Am folgenden Morgen ritt er nach Calais zurück und war nach Sonnenuntergang schon in Nichmond, sodaß er nicht viel mehr als zwei Tage zu seiner Fahrt nach Holland und wieder zurück brauchte. Vor 70 Iahren ritt nach Ausbruch des Kaffernkrieges Sir Harry Smith in sechs Tagen von Kapstadt nach Grahamstown; die Strecke von 700 Meilen führte dabei durch ein wildes, fast pfadloses Land. Die 600 Meilen von Durban nach Grahamstown durchritt Richard King in zehn Tagen, wobei er feindliches Land durchqueren und über Flüsse ohne Brücken setzen mußte. Noch allgemein in der Erinnerung wird der Distanzritt von Berlin nach Wien sein, an dem sich 200 deutsche und österreichische Offiziere betheiligten; Sieger war Graf Starhemberg, der die 680 Kilometer in 71 Stunden 20 Minuten zurücklegte. Später, ritt Hauptmann Spillberg in 13 Tagen von Saarbrücken über den St. Gotthard nach Rom, wobei er jeden Tag 20 Stunden zu Pferde saß. Eine gute Leistung vollbrachte auch der Gastwirth Cowper Thornhill, der von seinem Hause in Stilton nach der Kirche in Shorditch, eine Strecke von 213 englischen Meilen, in 12 Stunden 17 Minuten ritt und so eine Wette um $2500 glänzend gewann. Esquire Osbaldestcn legte einst 200 englische Meilen in 8 Stunden 40 Minuten zurück, wobei er nicht weniger als 23 Pferde gebrauchte; Mr. Wilde ritt 127 Meilen in 6 Stunden 21 Minuten, und Leon, der mexikanische Reiter, legte 505 Meilen im Februar 1877 in weNiger als 50 Stunden zurück. Doppelsinnige Erklä rung. Was ist ein Junggeselle?" Ein Mann, dem zum GW eine Frau fehlt."
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: r ! Allerlei. 5 : : : ::::::::::::::::: Das deutsch: Flottenlied. Komposition für Männerchor von der Komponistin Victoire Lyon, ist zur Aufführung bei der Silberhochzeitsfeier des Kaiserpaares in Kassel. Zerbst, Stettin und Posen angenommen worden. Vor den Schranken des Bundesgerichts in Genf erschien dieser Tage zum ersten Mal ein weiblicher Anwalt', die Advokatin Nelly Favre, die einen Hotelier aus St. Lux in einer Schadenersatzklage gegen einen Genfer Rentier vertrat. Die Klage wurde übrigens wie in den Vorinstcmzen abgewiesen. Seit drei Jahren widmet sich die Gräfin Diesbach in Paris der Gründüng von Haushaltungsschulen. Sie hat bereits 50 Schulen in versckedenen Stäöten eröffnet, die sich alle eines regen Besuches zu erfreuen haben. Sie enthalten Freikurse für Arbeiterinnen, bezahlte Kurse für die Schülerinnen aus besseren Bürgerkreisen und Oberkurse zur Ausbildung von Haushaltslehrerinnen. Im Dezember eröffnete sie eine Haushaltungshochschule (Insiitut Manager) in Paris, 11 Avenue de Breteuil, wo alle einzelnen Zweig: von hervorragenden französischen und belgischen Lehrerinnen ausgebaut werden sollen. In Ungarn, in der kleinen Gemeinde von Kanhs-Herlang. verwaltet eine Frau das Amt des Bürgermeisters. Man wird nun vielleicht vermuthen, daß die Frauenbewegung in diesem entlegenen Winkel Ungarns ihre höchste Blüthe getrieben hat, aber dem ist nicht so, vielmehr sind alle Männer nach Amerika ausgewandert, um sich einen Erwerb zu schaffen, der ihnen in dem kleinen Dorfe nicht ausreichend geboten wurde. Wie man sagt, fühlt sich die Einwohnerschaft sehr wohl unter dem Szepter ihres weiblichen Oberhauptes und die herzlichste Einigkeit ist dort vorherrschend. Wo sollte auch der Streit herkommen, wenn kein Mann im Orte vorhanden ist, um den sich die Frauen streiten können? König Alfonso hat die Absicht, bei seiner Trauung die altspanischen Gebräuche wieder zu Ehren zu bringen. Er will am Hochzeitstage mit großem Gefolge seiner Braut entgegenreiten und in einem Dorfe' außerhalb Madrids persönlich bei ihr um ihre Hand anhalten. Wenn er ihr dann in den Staatswagen geholfen hat, wird er sie, am Wagenschlag reitend .begleiten, bis sie die Thore von Madrid erreicht haben. Dort wird er einen Wagen besteigen und sich auf Umwegen zur Kathedrale begeben, auf deren Stufen er die Braut erwartet, um , sie selbst in die Kirche zu führen. Die Mitgift der Braut ist durchaus keine geringe. Ihre Mutter erhielt, als sie 1885 den Prinzen Heinrich von Battenberg heirathete, von der Königin Viktoria 100.000 Pfund mit und das Parlament, votirte ihr eine Mitgift von 30.0(D Pfund. So lange ihre Mutter lebte, hatte Prinzessin Heinrich von Battenberg überhaupt keine Auslagen und konnte dieZinsen ihres Kapitals sparen. Beim Tode der Königin wußte man, daß das Kapital auf 200.000 Pfund gewachsen war. Obgleich die Einzelheit ten des Testaments der Königin nicht bekannt wurden, so verlautete doch bei ihrem Tode, daß sie der jüngsten Tochter eine halbe Million Pfund hinterlassen habe. Von 10 Millionen bis zu einer halben Million herunter beziffern sick) die Mitgiften, welche die amerikanischen Geldprinzessinnen bei dem Uebertritt in die europäische Aristokratie mitbekommen haben. Das New Jorker Blatt World" zählt sie einzeln auf mit der unumwundenen Bezeichnung: Die amerikanischen Kaufsummen für europäische AdeMtel". An der Spitze sieht die englische Herzogin von Äoxburgh, Miß May Goelet. mit 10 Millionen Dollar; es folgt Miß Anna Gould als Gräftn Voni de Castellane mit 6 Millionen, Miß William Hamerslen als verwittwete Herzogin von Marlborough, Miß Daisy Leiter und Miß Mary Leiter, bezw. als Comteß of Suffolk und vormalige indische Vizekönigin Lady Curzon of Kedle. ston, und Fräulein Helene Zimmermann als Herzogin von Manchester mit je 2 Millionen Dollar. Eine Million Dollar haben mitbekommen: Miß Clara Huntington als Fürstin Hatzfeldt. Miß Mary Satterfield als Gräfin Mönnich, Miß C. B. Martin als Lady Craven. .Miß E. B. Mackay als Fürstin Colonna und Miß Elizabeth Field als Fürstin Brancaccio. Die noch weiter aufgeführten Damen, unter ihnen Miß Clara Ward als die bekannte Fürstin Chimay, sollen hier nicht angegeben werden; sie haben nur 500,000 Dollar mitbekommen, und das ist noch in New Jork wirklich keine Summe, über, die sich besonders aufzuregen verlohnt!
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