Indiana Tribüne, Volume 29, Number 194, Indianapolis, Marion County, 10 April 1906 — Page 5

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Jndiana Tribüne, 10 April WOG 5

ZNargols Haler.

5rzZhlung sch jsirimtnslfiktcn. Ä:;scn. v?n I. 0. ; (Schluß.) Ich zolle ihr das herzlichste Mitgefulil." .Taö rnacht Deinem edlen Gemüthe die größte Ehre, Charles." Wenn Tu Dich also darüber hin wegseiest" Ja, daS thue ich! Ich fühle mich berufen zu diesem Werke wahrer BarmHerzigkeit. Die arme Kleine! Wir rzollen für fie sorgen, sie. glücklich machen. Durch ihre kindliche Anmuth und Dankbarkeit wird sie uns erfreuen, unsere Häuslichkeit erheitern und verschönern. Wir wollen sie mitnehmen nach TcniS." ?un, so mag es denn nach Deinem Wunsche geschehen, meine liebe Hör tensc. Ich gebe mit Freuden meine Einwilligung. Wir wollen noch heute dem Sägemüller Eourbet den Vorschlag machen. " Das geschah. IsrMirfio hcrifih rnif tttrt?r . luu vtutvi vk.iv.w tun kitiwt l Frau darüber, und nach längerer Ueberlcgung williqten die Beiden ein. Jn rfcn ,,f A .in Vbt c, n w uiivit ii uui uiuik Weise eine henl ö Zukunft ihrer Enkelin Mrg, qesicher.zu ,e n. Und J ' J . qewiß war'S am besten für die Kleine, iLmawsiJfnrHJ 1 IV WMII1 UWV VV ViVMWV IV MMV MMiM I T-mir (rrff-n nrnJfir w.jsfsf ohne viel m weinen dem arokelteri;,: m,dun a? J? U,m kf VWk IV VIW I frnnMicf... Wfliiietffiifr l,hr ehA gewonnen. Fortan lebte sie also bei dem gut herzigen Ehepaare in dessen prächtigem Hause zu Tours an der schönen Loire. Bei den vortrefflichen Leuten hatte sie es da sehr gut. Als sie etwas heranwuchs, erhielt sie eine treffliche Er zichung und wurde zugleich immer schöner und lieblicher. 3. Im Nachbarhause wohnte der Apothekcr Nogaret, mit dessen Frau Ma dame Letellier bald sehr befreundet wuroe. In einer traulichen Plauderstunde gab Madame Letellier ihrer lieben . . ri i. . , . , . I

reunoin, oer Avolyerersgarrin, eines Acchzen einen FallTages unvorsichtiger Weise volle, Die Beiden eilten in'S andere Zim rückhaltslose Auskunft über die Her mer.

kunft MargotS und das Verhängniß, welches deren aler vetrossen hatte, selbstverständlich unter dem Siegel der ttrornian Q2tIi4iVn5 onenVioit iit.fc4.yi. -c7i.uivn.yvii4n. aoame -ogarer icnroieg auco ge twanil A S ti Vit C Vvt I rttirt I H.uiity vuivn viv o- tuny. ci. k., O! Gaston, der sich dem nützltc! fsniprA Vnthmpn rtfin Vi, l V- UUIU lltail UMU. jiuuiui mrrton fnsst m htm hprrinst hn väterliche Geschäft zu übernehmen und weiterzuführen Er war vier Jahre älter als Margot. Das Jahr 1-826 kam heran. . M)r.Yni mnr ? einer fnldrn neun, zehnjährigen Jungfrau erblüht, Gaston zu einem stattlichen jungen Mann von Z- ' v cu l :n oieiunoziLunjig uirtt t.tu..gt,t. q?sv.rl:i i,nii npspllscsiciitlich kat, ti"w. Vn st?,5 niel mit einander verkehrt. Kein Wunöer also, daß die 9phr ihr? Opr:?n n.pinvnpn nahm mit v,v" " '"j-" y-- v winprvrtit Gaston flüsterte ihr eines Tages feurig zu: Ich liebe Dich!" und sie aestand ihm hold erröthend ihre Gegeniitue Als Margot ihrer guten Beschützerin von dem Vorgefallenen Mittheilung mnfhir riri hirfe- frpiihin ? in. dns ist ia kerrlick! freilich, dan es einmal so kommen würde, habe ich immer geahnt." Ti iinr Äffn niffif dkia.n?-. Wirf,,' Ctrrirtnfir i" .err etelller batte ebenso wenia ftrn.is ner.pn hiofp ?;n!i,m?ns'k'n billiate sie vielmehr von aan,em Äern. ungefähr zur nämlichen Zeit zog Gaston seine Eltern in'ö Vertrauen. Sein Vater rieb sich die Hände und rief vergnügt: Ganz vortrefflich! Du hast eine gute, verständige Wahl getroffen. Ich bin darüber entzückt, mein Herzenöfohn! Aber zum größten Erstaunen von Vater und Sohn war Madame Nogaret nkr?r Meimma. & Kte Vn ?nf itnS fvirnrfc erregt : Mein lieber Gaston, diefe Verbindung st unmöalick!denn?" ri htr nrttit. Man. m v v wmw fTifii Rslntm ho9'.Daö möchte ich auch erfahren," faate der Avottieker. .Wakrbast a. liebe Amalie. Du bitt beute einiaer,n imfiMMifiiA Margot ist nicht die wirkliche TochQöiiur& - r ir i i i 11 iitLiL. ihr? syrfiin i I.V .V... IVt.l. ' G an: reckt. Nark, eS Kaktet ihr ein Makel an. der eine : RnUnduna mit unserem Sohne leider unmöglich ntnAf - vfcfi in-hiV Tns ns Nn. schuld selbst !" rief unwillig Gaston. .Das ist wahr," sagte seine Mutter. Gewiß, ich gebe es zu, sie würde sehr . ' . I pa end sur ich ein, wenn nur der lückseliae limftÄrrh niht mnr? Welcher Ümstand?"1ragte der Apotheker. .Erkläre uns das, liebe Amalie!" Ich darf letzt nicht lanaer schweiaen darüber. So höret eS denn: Mgot Tr1,r , l VIV v.VW UUNitV UU UUUV; ne Mörder I" .

Ihre Adoptivtochter ist sie, daS ist Snz verfiel na? au,e iam, oeranme ja bekannt, aber voraussichtlich-oder lch meiner am.l.e das Vorgefallene vielmehr ganz bestimmt-wird sie einst und sagte es sei keine Rettung, man ihr? Krhin k?in . wurde Mich sicherlich als Thater ermit'

Vater und Sohn schrien vor Ent setzen läut auf. Unmöglich!" - Das kann nicht wahr sein ! ' "' Wahr ist'S! Madame Lctellier hat mir das vor Jahren selbst mitgetheilt." Und Mcrgot weiß das? Nein, die Aermsle hat davon gar keine Ahnung." . Madame Nogaret berichtete den ihr bekannten Sachrerhalt nun ausführlicher. DaS kann ich noch immer nicht recht glauben!" rrcf Gafton geisterbleich. Darüber muß ich sogleich Genaueres

erlundcn." Er rannte auS dem Zimmer. Jet läuft er direkt zu den Letcl liers," sagte Herr Nogarct kovsschüt telnd. Ich wasche meine Hände in llnschuld," sprach seine Frau. Mag darNach kommen, was da will. Unter sol chen Umständen durfte ich nicht länger schweigen." 9 Gaston erschien in der Letellier'schcn Wohnung und traf dort zuerst Margot. Mein Gott, wie siehst Du verstört aus, Gaston!" rief sie bestürzt. Ach, mein treues Vieb, tch mug . . t 4 j . it)l nothwendig sogleich mit Deiner Mama l"Zu . . .. . , Gehe dort nur hinein! . . rr r r i cr 1 ' ,ung,Mnn schob e,nPrI,ere auseinander und ttat ,n's Neben;,,,,. wi n MI;rtSrttn t or honn7 ' ,1U 'u"w Madame," agte mit bebender, . . . w . Tt i ml . tici erer stimme Gaston, meine Mut ler hat mir soeben erklärt, meine Ver lobung mit Margot sei nicht thunlich." wWas sagen Sie da, Gaston? Wahrj j . .. . r f Clf 11 V a lch hatte von Ihrer Mutter das nicht erwartet. ie hatte einen seltsamen Grund. Es ist ganz entsetzlich! Sie, Madame, so behauptet meine Mutter, haben ihr einst mitgetheilt, Margot, sei die Tochter eines BagnostraflingS, eines Mörders. Ist denn wirklich etwas Wahres an solchem Gerede?" Mein lieber lunger Freund, fassen Sie sich!" Geben Sie mir gewissenhafte Auskunft, Madame! Ich bitte Sie inständig! .Nun denn wenn Sie so dringend fragen ich darf und kann.es ja nicht leugnen, sondern muiz der Wahrheit die Ehre geben leider, leider ist es so." Man vernahm ein schmerzliches . ' ' V ' Margot. welche begreiflicher Weise der - Neugier nachgegeben, um hinter der Portiere zu tauschen, hatte Alles t ' ' r ; gei)Dii. qnmaqiig idüi Iie niecci gefallen. STT7rthnri Veitm-r TtU NttN 5kZ iL'caoame ve.e.i.vi uno v?aion Wehe mir!" klagte sie verzwcis lungsvoll. Also das ist mein Verhängnin! Ich bin die Tochter, eines VagnosträflingS, eines Morders! Gapon lebe aus ewig wohl ! Ich kann, ich darf nicht die Deine werden, denn ich bin Deiner nicht würdig 0. Deine Mutter hat ja ganz Recht. Gott im Himmel ! ,jur Mich wird bald der barmber:,? ?od die ermummte ir,.7. , ' ' loung leiN ! Man versüßte, sie zu beruhigen. jedoch vergebens. Sie wurde nur immer aufgeregter und verzweifelter. rt n ii,,s a tu Gttsion rief: Uno wenn es sich denn auch so .verhalt, ich halte Dir doch die Treue ! Was kümmert mich da Vorurthcil. das Gc,chwatz der uitenfmen '!U Lule. 'u oise, 'u Schuldlose, mein sollst Du doch werCEIL:. , . ' 4 . Sie aber jammerte: ViClN, nein! Es kann, es . darf ja nicht sein! G.'he fort, Gaston! O, fliehe von h,er!" Ein Arzt mnnte gerufen werden. Damit die aufgeregte Kranke ruhiger würde, erschien eö räthlich, daß Ga'ton Nogaret sich entferne Tief betrübt und erschüttert verließ er das Zimmer und das Haus 4. Zur selben Zeit, da diese Ereignisse in Tours geschahen, lag im Norden in seinem Hause bei der Sägemühle der alte Jean Eourbet auf dem Sterbebette. .Einen Beichtiger ließ er kommen. außerdem feinen Aolar und einen AbeaiNteN , Diesen Herren gab der Sterbende vjuuuuuy, vic äu Viuiuiuu genommen wurde : fVV Mein im Jahre 1810 zu lebens länglicher Bagnostrafe verurtheilter i(i öuni unimoig, cei Bauer Pierre Lebrun habe ich selb. damals erschossen. ES ge chah ln eine bösen Aufwallung deS, Jähzorns nach vorhergegangenem Srre,te. Als ich ' I. . , r. r 1 1 I I4IH 4 1 X ?H i v 1.MI l Ji 4tul Uikü. """ -cuw utiui uii) grenzenlosen Jammer. Da sprach S?l)U ,!Cq3 fcarf rn sein ; die Mutter und meine Ge schwlster können Dich ja gar nicht ent behren ; sie wurden sonst dem völligen Rmn, der bittersten Noth versallen mu 'en. Ich aber, der einarmige n. Mual V4r S4 k, As. . , . arbeiten Und schaffen in der Sägemühle kann also entbehrt werden - also über nehme , ich DeirSdÄ die ja Suh nung erheischt; es mun so sein! Anfangs wollte ich das natürlich nich Zugeben; er vilev aber fest der je,nem Eutlcklun: und so kam es 'denn so : I ' ' . ., . . . I er wurde verurlhcilt. indem er sich

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zum jpcnc femer 2?luirer unv e chwister sur seinen Vater ausopferte. Wahrheit ist's, was ich aussage im Angesichte des nahen Todes! Man suche in der alten Ulme am Feldwege; die Kugel schlug da hinein; finden wird nan, dau eö keine kleine tyistolcmugel, sondern eine ziemlich große Büchsenkugel ist, die damals in den Baum fuhr, nachdem sie Pierre Vebrun getödtet hatte. So wahr mir Gott helfe, daö ist die lLine Wahrheit !" Am Tage nach diesem Bekenntmffe verschied der Sägemüller Jean 2ourbet. Der Sachverhalt wurde höheren Ortes berichtet. Man forschte nun zunächst in derUlmemit dem Gedächtniß' kreuz nach, und richtig, man entdeckte darin eine große, etwas plattgedrückte Büchsenkugel. Alfo war Pierre Vebriin nicht mittelst einer Pistole erschossen worden. Es erging der Befehl zur sofortigen ehrenvollen Freilassung des Aagno-, sträfllngs Jofeph Eourbet. - , Ungeheures Auffehen erregte diefer Vorfall, als die Kunde davon in rotu teste Kreise drang. Die Zeitungen brachten lange Artikel-darüber. .Man pries enthusiastisch diesen Heroismus ohnegleichen, den Ausopferungsmuth ' dieses Mannes. ' . .... Er wurde vorgeschlagen sur den gro ßen Monthyonpreis. Damit hat es folgende Bewandtniß : Vor langer Zeit hat'.itt Frankreich ein menschenfreundlich gesinnter Krösus Namens Monthyon testamentarisch eine Stiftung der Art gemacht, daß die beträchtlichen Zinsen eines sehr bedeutenden Kapitals alljährlich als Preise an solche Personen vertheilt werden sollen, die sich in hervorragender Weise durch besonders edle Thaten bemerkbar ge macht haben. - In der That erhielt Joseph Eourbet den großen Monthyonpreis im Betrage von zehntausend Francs und außerdem auch noch eine große goldene Ehren Medaille. . . Nicht Schande, sondern Ehre hatte also Joseph Eourbet auf seinen Namen gehäuft. DaS sahen jetzt auch Gastons Eltern in Tours ein. Margots Vater wurde ja wegen seines Opfermuthes in ganz Frankreich bewundert. Jeder zog 'den Hut vor ihm, wohin er auch kam und sich blicken ließ, so auch in TourS, wo er seine Tochter besuchte, die vor Freude wieder gesund geworden war. . . . Wer will'S mir nun wehren, die holde Tochter eines solchen wackeren Mannes an den Altar zu führen?" rief Gaston. Seine Mutter sagte: Ja, nun ist es ganz etwas Anderes. Mit tausend Freuden gebe ich meine Einwilligung und meinen Segen!". Und Morgot hatte keinen Grund mehr zur Entsagung.'' Von Neuem wurde der Herzensbunö' geschlossen, die Verlobung gefeiert und später die Hochzeit. ' ' Joseph Eourbet blieb, allgemein ae achtet, in Tours, um. nach so vielen ausgestandenen Leiden sich an dem Glück seiner lieben Tochter zu erfreuen. Auch seinen Familienangehörigen dabeim in der Sägemühle erging es gut in der Folgezeit, da sie von den Letellierö und den NogaretS, wenn es Noth that, grornnüthlg unterstützt wur den. . , ' . Karl Selmerding ging an einem schönen Jullvormittag in Berlin bei Gerson vorbei, im Schaufenster lag ein seiner Panamahut Mit der Aus Zeichnung hundert Thaler. Helmerding ging !n den Laden und ließ sich den Hut zur Ansicht zeigen, betrachtete itm von allen Seiten sehr aufmerksam uni fragte dann : - Also hundert Thales kostet dieser Hut?" .Ja," war die Antwort. Helmerding untersuchte den Hut. von Neuem, besieht ihn außen und innen, und fragt den KommiS: Ja, aber wo sind denn die Löcher?" WaS für Löcher,- entgegnete der KommiS. Nun,- meinte Helmerdina, die Löcher für die Hörner von dem Ochsen, der für diesen' Hut hundert Thaler bezahlt." " -

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Europaische Nachrichten. Provinz Schrcsten., B r e S l a u: Das iy2 Jahre alte Mädchen Gertrud Scholz stürzte in dem Häuse Schießwerderstraße 34 von der Treppe und erlitt sehr schwere Verletzungen am Kopf, denen es bald darauf im Allerheiligen - Hospital erlegen ist. Kürzlich beging der frühere Restaurateur, jetzige Hausbesitzer, Dröse, Ketzerberg 4, mit seiner Ehefrau das 25jährige Ehejubiläum. In der hiesigen Oberrealschule erfuhr die Kaisergeburtstagsfeier eine jähe Untererechung.. Der Festredner, Oberlehrer Krause, wurde, während seiner Anspräche vom Schlage getroffen und fiel todt Um. Die Feier wurde sofort aögebrochen. Bismarckhütte. Angeschossen wurden die Arbeiter Mainta . und Jonza. Einer erhielt einen Schuß in die Vrust, der andere wurde in's Bein getroffen. ' Die Schutzleute fanden in der Nähe des Thatortes ein Notizbuch, das' sie alsbald auf die Spur des Thäters führte. Dieser ist der Arbeiter Mätuschik. 3wri Volizeibeamte nah men 'ihn in seiner Wohnung festund sagten ihm die That auf den Kopf zu. Matuschik gestand sofort ein, was er tihi hatte, gab jedoch an, aus Nothwkljgehandelt zu haben.-, Fl l l in b e r g. Schwere Brandwunden erlitt das beim Wirthschaftinspektor Kr&nczoch in Tarnitzo in Diensten stehende Mädchen Tirpitz, 'WelchesPetroleum zum Feueranmachen benutzt hatte. . Das, Mädchen mußte in das Hiesige Jöhanniter - Krankenhaus auienömmen' werden. G r o t t k a u.' Der Fleischermeister Julius Handlos von hier beging sein 50jächriges, Meisterjubiläum. Seitens der Fleischer - Innung wurde dem Jubilar eine besondere Feier veranstaltet, bestehend aus Umzug durch die Stadt, Tafel und Tanzvergnügen. J b s d o r f.- Der 12jährige Sohn des . hiesigen Mühlenbaüers Wuttke trennte sich auf dem Wege zur Schule in Kunzendorf von seinen Kameraden und begab sich aufs Eis des kleinen Dorsteiches. Da er weder in der .Schule, noch nachher im elterlichen .nause eintraf, ging der Vater ihn suchen.und fand ihn todt zusammengekauert in geringer Tiefe ertrunken auf. L a n d e s h u t. Dieser Tage feierte das Auszügler Franz Hoffmann'sche Ehepaar das Fest der goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar wurde die Ehe-jubiläums-Medaille verliehen..L i e g n i tz. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß aus Anlaß der silbernen Hochzeitsfeier des Kaiserpaäres. ein städtisches Waisenhaus zu errichten, dessen Kosten auf 150,000 Mark veranschlagt sind. . O p p e l n. Auf dem hiesigen BahnHofe wurde der Packträger Piechatzek beim Ueberschreiten der Geleise von einer Lokomotive erfaßt und' eine Strecke weit geschleift. An den dabei erlittenen Verletzungen verstarb er bald darauf. R a t i b o r. Auf der Strecke von Kttowitz nach hier ist ein von EzernZtz abfahrender Güterzug verunglückt. Im Ezernitzer Tunnel rissen sich, wie angenommen werden muß. infolg: zu langer Kuppelung, die vier letzten Wagen los. .Der vordere Theil des Zuges fuhr erst schneller als die von ihm losgelösten Wagen. Als jedoch der Zug den Tunnel verlassen hatte und, die Fahrt verlangsamend, an dem. Erdreichschacht vorbeifuhr, prallten die nachfolgenden vier Wagen auf den Zug auf, setzten auf diesen auf und entgleisten. Leider ist dem Unfall ein Menschenleben zum Opfer gefallen. Der Bremser Vincent Boczek aus Ostrog wurde dabei getödtet. S a d e w i tz. GemeindeschreiberRiebatsch. beging mit seiner Gattin das Fest der goldenen Hochzeit. . Tarnow itz. Der Arbeiter Meiweck tödtete seine Ehefrau durch Messerstiche in den Stücken. Er stellte sich dann selbst der Polizei. . W a ch o w i tz. In vollster Rüstigkeit . begittg daS. Martin und Karoline

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ie einfach Jeziorowsti'fche Ehepaar-die goldene . Hochzeit. . , - , Frovinz Fosen. ' Posen. Anläßlich der Silberhochzeit des' Kaiserpaares bewilligten ' die Stadtverordneten gegen die Stimmen der Polen 50.000 Mark zur Errichtung einer Milchversorgungsanstalt behufs Herabminderune der gerade bier besonders großen Säuglingssterblichkeit. Bromberg. Eine besondere Ehrung wurde dem Drechslermeister Eske aus Anlaß seines 50jährigen Meisterjubiläums zutheil. ' Es hatten sich außer Jnnungsmitgliedern, auch alsVertreter der Handwerkskammer ihr Vorsitzender, Zimmer- und Maurermeister Berndt, und Handwerkskammersekretär Budjuhn eingefunden, welche dem Jubilar, den die Innung zu ihrem Ehrenmitgliede ernannt hatte, ein Ehrendiplom überreichten' Die , Innung überraschte ihn mit einem hübschen Geschenk. ' - Gr ä tz. Der Buchhalter der hiesigen Biervertriebsgesellschaft. Wanski, erschoß sich in der Kegelbahn, des Seidel'schen Restaurants, mit einem Taschenrevolver. Auf einem Stuhle sitzend wurde er toot aufgesunoen.- jüit Gründe zu der That sind unbekannt. - K r o t o s ch i n. Unlängst brannte die dem Müllermeister Gapik gehörige Windmühle am Benicer Wege, welche schon einige 'Jahre nicht mehr inl Äe-. triebe war, vollständig nieder. '' O st r o w o. Während in der Schikora'schen Gastwirthschaft eine Hochzeit gefeiert wurde, gerieth das GastHaus dadurch in Brand, daß einMann, der Spiritus aus dem Keller holen wollte,' .dort mit einem brennenden Streichholz fahrlässig umging. Das Gebäude ist vollständig niedergebrannt und die Hochzeitsgäste konnten nur mit knapper Noth ihre Sachen retten.' Der Schaden ist bedeutend. " P a k o s ch. In der hiesigen Zuckerfabrik verunglückte der 19jährige Arbeiter Josef Potocki schwer. Er wollte einen Treibriemen auflegen' wurde'vön ,diesem erfaßt und einmal umgedreht. Mit eingedrucktem Brustkasten. und gebrochenem Bein wurde er in das Krankenhaus gebracht. Wisset. Ein Raub der Flammen'wurde die Windmühle des Mühlenbesitzers Theodor Biskupski sammt den in der Mühle lagernden Kornvorräthen. Das Feuer konnte, von. den schnell herbeigeeilten ' Mannschaften nicht mehr gelöscht werden. Vielmehr mußten diese ihr Augenmerk auf die Erhaltung der vom Feuer gefährdeten benachbarten Gebäude richten. ; . Provinz ScicHsen Magdeburg. Dieser Tage feierte der Rentner Jsidor Simon Hierselbst mit . feiner Ehefrau Friederike. . geb. Falkenburg, in vollster Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. Vom Kaiser wurde dem Jubelpaar die Ehejubiläumsmedaille verliehen. B i t t e r f e l d. Vor Kurzem gerieth an der Drehscheibe zum Lokomotivschuppen der bei der Betriebswerkstätte bediensiete Hilfsheizer Fritz Mücke zwischen zwei Lokomotiven, die auf zwei Geleisen einander- entgegenfuhren. Er wurde so schwer gequetscht, daß auf der Stelle der Tod eintrat. D e l i tz s ch. .Der Seilermeister Hammer beging mit seiner Ehefrau das Fest der goldenen Hochzeit. E i s le b e n. Von einem rraurigen Mißgeschick wurde die Familie des Kaufmanns Karl Bester Hierselbst betroffen. Nachdem erst vor Kurzem Frau Bester nach dem Genusse von Stangenspärgel 'unter Vergiftungserscheinungen verstorben ist, schied auch die Mutter der Frau Bester, Frau Emma Zörner, ebenfalls unter Vergiftungserschewungen - aus dem 'Leben. Eine Schwester - der Frau Bester ist ebenfalls -schwer erkrankt. ' Groß -Oerner. Auf dem unweit von hier gelegenen Freieslebenfchacht stürzte der 27 Jahre alte Bergmann Emil Hornung. Vater von drei Kindern,' in t einen sogenannten blinden Schacht und konnte nur als Leiche heraufbeförVui werden.'

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eine Anlage

vor oder ie mir". S t e n d a l. Vor Kurzem beaina der 15jährige LackirerlehrlingSchmutzler von hier aus Furcht vor Strafe Selbstmord. Er ließ sich von einem Zuge in der Nähe des westlichen Wahrburger Ueberganges überfahren Schwane beck. Letztens verunglückte der 16jährige Arbeiter Arthur Henkel von hier auf der Eementfewbahn am Dipper'schen Berge. Auf einer Lowry sitzend wurde er in einer 'Kurve herabgeschleudert und von dem folgenden Wagen, der umstürzte, am Kopse so stark gequetscht, daß der Tod sofort eintrat. Zinna. Kürzlich gerieth der Ortsvorstcher Möllmer beim Kleeausdreschen mit dem linken Arr in das Getriebe, wobei ihm die Hand abgequetscht wurde. - Der Verunglückte begab sich nach Halle, wo ihm in der Klinik die Hand abgenommen wurde. Provinz Kcrnnover. Hannover. Vor einiger Zeit feierte der Brandmeister der Lindener städtischen Feuerwehr, Fr. Nötiger jun., sein 25jähriges Dienstjubiläum. Halle. Vor Kurzem begingen die Rentier einbold'scben Ebeleute das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Das Jubelpaar ist 81 bezw. 79 Jahre alt und körperlich und geistig noch so frisch, daß es nach menschlichem Ermessen noch recht gut die eiserne Hochzeit feiern' kann. : ' Auf dem Südbahnhofe verunglückt ist Arbeiter Heinrich Ohlendorf. der auf dem Kohlenlagerplatz der Firma August Backhaus , beschäftigt war. Er hatte das vor einen Kohlenwagen gespannte Pferd am Zügel und wollte den Wagen zurückschieben. Hierbei stürzte er, wodurch das Pferd unruhig wurde, vorwärts ging und ihn überfuhr. Ohlendorf erlitt einen Unterschenkelbruch. , A l f e l d. Die Ehefrau des, hiesigen Schlächtermeisters Frost wurde kürzlich von einem Pferde geschlagen und schwer verlekt lSchädelbruch). Sie warnte eben noch einen Besucher vor dem Thier, als dieses ausschlug und sie so heftig' am. Kopse traf, daß die Frau .. besinnungslos vom Platze getragen werden mußte. Dassel. Sein 25jähriges DienstJubiläum als Direktor der nahegelegen nen Papierfabrik Hahnemühlc feierte Direktor Emil Vogeler daselbst. ; G ö t t i n g e n. Freiwillig aus dem Leben geschieden ist die 22jährige Bertha Margraf aus Bovenden, die hier bei einer Herrschaft in der oberen Kar1 spüle vier Jahre lang in Stellung war., Sie war mit einem jungen Mann verlobt, der, wie man sagt, an einer, uno ' i f.!C.l 11. rzeuoaren nranlyerr leioci. ajic yane sich die Margraf so zu Herzen genommen, daß sie zu sterben beschloß. Sie hatte noch ihre Schwiegereltern besucht und dabei geäußert, sie sähe sie zum letzten Mal, eine Aeußerung, die allerdings nicht ernst genommen wurde. Später führte die Bedauernswerthe IfwA S)ffZli4l .tV mrfl ifrirt Q liyit A.UlUjl UU3 UHV UIUUll. lUH fct : O' rc.w. VUl uu ijiutiuiuyb llll H e m e l i n g e n. Unlängst entschlief hier nach schwerer Krankheit der Apothekenbesitzer William Redeker. 'nachdem ihm zuvor seine Gattin im Tode voraufgegangen war. L eh r t e. Das 25iahr:ge Dienstjubiläum konnte der Oberpostschasfner Heinrich Bartels Hierselbst begehen. Meiborssen. Beim Hölzfällen in der im hiesigen Gemeindebezirk liegenden Genossenschaftsforst Pegestorf ist der Kleinköthner und Waldarbeiter Heinrich Göhmann von hier zu Tode gekommen. Der Verstorbene war mit anderen Arbeitern beim Fällen einer 25 Meter hohen Buche, beschäftigt. Die Buche ' streifte beim Umfallen einen Nachbarbaum; hierbei brachen einzelne Aeste. die ebenfalls herunterstürzten. Ein 7 Meter langer Ast blieb aber unbemerkt hängen. Als nun die Arbeiter mit den Holzmassen beschäftigt waren, stürzte der noch hängende Ast plötzlich herunter und dem Göhmann direkt auf den Kopf. Der Schwerverletzte wurde nich Hause gebracht, war aber, als fcci Arzt eintraf, schon todt.