Indiana Tribüne, Volume 29, Number 191, Indianapolis, Marion County, 6 April 1906 — Page 7

Jndiana Tribune, 6. April RO0S.

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o o iiebcllschlafer o -fc o -K o -tc o -K 0 -c l 0 w a n von Agnes Aardcr o 0ooooooooooo sorisekung.) Erich sprang auf. Xu trittst ja in Mamas Fußtapfen. Wie nun, wenn ich nicht immer rechnen und abwägen möchte? Das ging so von klein auf. .Schließe Dich nicht an den Jungen an. er ist nicht von Familie, enzagire in den Tanzstunden nur die und die' Man brauchte es mir nicht lange zu predigen. Ich begriff leicht. Es lag mir, wie Du sagst. Manchmal wollte ich auffahren, wenn ich ein spöttisches Lächeln hinter mir sah. Aber das gewöhnt man sich ab. Laß sie lächeln! Es kommt darauf an. wer zuletzt lacht. Ich ging zur Negierung. Ne'.zung? Ja. auch das. mehr aber noch das Bedürfniß, sich abzusondern, etwas Besseres vorzustellen. Warum nicht auch den goldenen Hintergrund? Da ist mir mit einem Mal der Geschmack an all km verdorben. Ja. ich will auch meinen Traum haben, Du hast recht gesehn. Ich will einmal erst Mensch sein und dann der schöne Assesso'r, der Karriere machen wird Sie hatte ihn staunend betrachtet. fiüfe Dich," sagte sie kalt, Ute ist eine von denen, die Sprünge in der Entwicklung nicht begreifen, eine von denen, die noch ihr Kindergebet sprechen, wenn sie graue Haare haben. Und nun reiche mir den Arm. Der Gong rief. Papa wird schon unten sein." Sie sprachen nicht viel in den paar Stunden ihrer Bahnfahrt. Es war auch heute ein heißer Tag. Sie mußten auf einem kleinen Bahnhof umsteigen. Eine Menschenmenge drängte sich an ihnen vorbei. Es war irgendein Feiertag, den die Italiener kindlich und fröhlich begingen. Schreiender Putz. Fahnen und Prozessionen. 'Aber doch eine gewisse Gehaltenheit, ein Schleier' der Schönheit über prächtigen Bild. Erich machte seiner Begleiterin in einer Ecke des Wartesaals einen Platz frei und brachte ihr eine Flasche Nocera. Sie dankte und trank gierig. Dann schloß sie die Augen. Es schien, als wolle sie die Gestalten umher aus ihrem Gedankenkreis ausschließen. Die letzten Wochen fielen ihr ein. Sie gingen rasch und' farblos an ihr vorüber. Farblos ob doch Sonne und Licht auf ihrem Weg gelegen hatten. Ute hatte keine künstlerische ErZiehung genossen, und sie sprach nie mit kalten-'Lippen Worte,, von denen ihre Seele nichts wußte. Sie sprach ja überhaupt nicht viel. So war sie eine recht stille Besucherin der Gallerien gewesen und hatte kein Hehl daraus gemacht, daß sie zuweilen müde war vom vielen Sehn. Dann blieb sie draußen auf den Märkten mit ihrem fremden Leben und Treiben oder wandelte durch die kleinen Gassen, die oft reine öffentliche Verkaufssiellen waren, und sah den Kindern zu. die sich balgten, und den Frauen, die ihre glühenden Augen dem Monsignore nachschickten. Sie empfand die größere Bedeutung des Sinnenlebens bei all diesen Leuten, den Unterschied der Rasse. Und noch scheuer zog sie sich in sich selbst zurück. Nicht nur ihre fremde Umgebung, ihren Begleite? vor allem wollte sie ausschließen aus dem Bannkreis ihrer Augen. Aber sie konnte es nicht. Sie fühlte Erichs Blick durch die Lider hindurch, sie litt unter ihm, er quälte sie, und er demüthigte sie. Sie wußte, es war ihm so gleichgiltig, ob sie Jmmnuel fand oder nicht. Er wollte nur ihr nahe sein, daraus machte er kein Hehl. Und sie schämte sich, daß sie seine Hilfe annahm. Nur fürchtete sie sich nicht vor ihm. Sie hatten einen leeren Abtheil, als sie weiterfuhren. Ravenna ist noch immer kein Ziel für die Alltagsreisenden Die Gegend wurde ganz flach. Einige Reisfelder, wie sie sie in der Lombardei gesehen hatten, Sümpfe, Kanäle, von denen wunderbar leuchtende. farbenfrohe Segel grüßten. Hier war einst Meer," sagte Erich. Sie nickte. .Jmmanuel hat Anohrte und mir einmal den ampf um Rom' vorgelesen." Das wußte sie. Als links von der Bahn aus wogenden Halmen ein kleiner Rundbau auftauchte, sagte sie scheu: Das Grabmal des Theodorich." Er brachte sie in den Palazzo Ras- . poni, in das Hotel Byron. Sie bekam ein großes, kühles Zimmer, das auf eine Terrasse herausging. Sie wusch sich und kühlte ihre brennenden Augen. Dann setzte sie den Hut wieder auf und griff nach den Handschuhen. Zum Aufbruch fertig ging sie hinaus. Auch sein Zimmer ging ans die Terrasse. Er hatte Thee bestellt und wartete auf sie. Nein. Fräulein Ute, das lasse ich nicht zu. Sie sind mir anvertraut. Eine kurze Rast müssen Sie halten. Wissen Sie, daß Byron in diesem Haus zwei Jahre wohnte, vielleicht, während der glücklichsten Zeit seines Lebens, während seiner Leidenschaft für die schöne Gräfin Giucciola? Und da drüben, neben San Francesco, sieht Dantes Mausoleum. Ich habe mich schon ein wenig orientirt. Heute gieße .ich den Thee ein. Reichlich englisch ist es in unserm Hotel. Und wir nehmen

Ravenna doch für unsere deutschen Er

innerungen m Anspruch. Ich bin gar nicht durstig." ' Sie hatte sich noch nicht gesetzt. Dantes Mausoleum ist mir gleichgiltig. Deshalb la'm ich ja nicht her. Wollen wir nicht gehen?" Nicht ehe Sie sich erfrischt haben. Wir haben ja die Adresse. Es ist so einfach, Fräulein Ute. Ich glaube, Sie denken sich das alles viel zu schwierig. Wir nehmen einen Wagen und sind in fünf Minuten da." Sie trank gehorsam den Thee. Dann fuhren sie durch die stille Stadt. Es war wirklich einfach. Nur war die Straße, die sie dem Kutscher genannt hatten, zu eng für einen Wagen, und sie mußten zu Fich gehn. Don Manuelo?" fragte ein Mädchen von vielleicht zwölf Jahren mit bloßen Füßen und einem blassen, gelblichen Gesicht, aus 'dem das Fieber sprach. Ja, er wohnt hier." Und sie öffnete stolz eine Thür nach einem kleinen Zimmer. Ein Bett darin und ein hölzerner Tisch, auf dem Papiere umherlagen, wie man sie liegen läßt in einem fremden Land, in dem niemand die heimische Sprache versteht. Ah. der Siebenschläfer macht Verse." sagte Erich, der an den Tisch herangetreten war und eins der Blätter ergriffen hatte. Liebeslieder." Ute sah ihn an. Er legte das Blatt hin. Wo ist er?" Don Manuelo? Sicher in der Pineta. Da ginge er immer hin, wenn er gesund sei. Wenn er md sei? Ja. natürlich hätte er das Fieber. Sie hätten alle das Fieber, daran gewöhne man sich. Und Don Manuelo sei schon lange hier, drei Monate oder länger. Es sei ein so nasser Winter gewesen. Das Wasser stünde ja immer m den alten Kirchen, in die die Forestieri gingen, und Don Manuelo sei halbe Tage bei den Mosalken und druben in der Rotonda des Theodorich. Aber er läqe nicht immer zu Bett, o nein, oft schriebe er die ganze Nacht hindurch, und wenn ihm wohl sei. wäre er immer draußen in der Pineta Kennst Tu den Weq?" Sissignorina." Aber es sei weit. Don 'Manuelo hätte einen Esel, auf dem er hinritte. Zu Fuß gehn, wie am Anfang, dazu sei er nun zu schwach. Ter Wagen t draußen. Komm mit: Sie sah auf ihre bloßen Füße. Sie müsse sich erst zurecht machen, wenn sie mit Eccellenza fahren solle. Damit schlupfte sie hinaus. Ich habe etne Bitte an Sie, Herr Meyhöfer. lassen Sie mich mit dem Kind allein hinausfahren. Nein, sagen Sie mcht, das sei unmöglich. Es ist ja so einfach. Sie hatten ganz recht vorhin. Es ist das Einfachste von der Welt, daß ich ihn hole. Ich komme dann Abends in's Hotel. Sie können auch hier warten. Nur ' Sie sah auf die Blätter. Ich verspreche Ihnen, daß ich sie nicht anrühre.' Aber wenn ich auch diesmal gehorche, so ist der Pakt ge halten, den wir am Waldbach schlössen. Besinnen Sie sich? Sie strich mit der Hand über die Stirn. Ja. ich besinne mich. Sie wissen nicht, wie er als Kind war, wenn er stundenlang auf dem Lindenberg lag. und Anohrte und ich durften ihn nicht stören. Jetzt ist er krank. Es wird ihm gleich sein, wenn ich komme. Ich bin ja nur Ute. Aber Sie das ist etwas anderes. Er wellte ihr antworten. Da kam Norina. Sie hatte Schuhe an und ein schwarzes, dreieckiges Tuch um. Ueber den Haaren aber lag eine schwarze Spitze in der den Mädchen von Ravenna eigenen, gefälligen Art. Stolz und Freude strahlten aus ihren Augen, als sie sich zu Ute in den Wagen setzte und dem Kutscher einige Weisungen gab. Sie fuhren aus dem alten Thor auf guter Straße, die über das flache Land erhöht war. Man machte Heu.' Die Luft war süß und schwer. Links vom Weg lag eine große Kirche ganz einsam mitten in der ebenen Landschaft. S. Apouinare in Classe," sagte Norina. Dort lag einst Classis. die mächtige yasennaor. Cm einjuiici'aijcn ieir vor dem Thor. Ein paar Engländer mochten darin sein und mit Pflichtschuldigst entzückten Ausrufen vor den Mosaiken des sechsten Jahrhund:rts stehn und auf die leere Krypta iaxz:r. in der emsiger Sarg des heiligen V -,, linaris aufgebahrt war, hier, wo ;;ti III., der Romantiker auf dem Kaiserthron, phantastische Buße ausübte. Hinter der Kirche sahen sie auf den Dämmen denn auf Dämmen fuhttn sie nun nur noch Heuwagen, von weißen Ochsen mit weitklafternden Hörnern gezogen. Dann schwand die Wiese. Zuerst Im noch halbfestes Oedland. mit einer rosigen, wickenartigen Pflanze bedeckt, die wie Abendwolken auf der Erde lag. Dann glitzerte überall das Wasser vor unter den dreiten Blättern der weißen Seerosen, dazwischen standen Büschel des hochrothen, stolzen Heinrich. Die Mosaiken dort aus der Stadt, die keine moderne Kunst nachmachen kann in ihren tiefen Farben, in ihrem wunderbaren Leuchten, schienen herausgewachsen zu sein aus dem Grabmal der Galla Placidia, aus der Hofkirche des Theodorich und sich wie ein meilenweit Teppich aus der Stadt nach dem Meer gestreckt u , haben, als wollten sie da? Gestobene

einholen mit dem trügerischen Glanz

des blumendurchwachsenen Sumpfes. Am Rand des Horizonts aber zog sich ein weicher, dunkelgrüner Streifen hin, und wenn Ute nach der Pmeta fragte, dann wies Norina dorthin. Der Streifen kam naher und naher. Aus der Masse hoben sich Gipfel, weitschirmend. gebieterisch. Sie waren in Odoakers Wald. Die Bäume standen nicht dicht. Zu zweien, zu dreien bildeten sie Gruppen von erhabenem, geschlossenem Ernst. Unterholz fehlte ganz. Jeder Stamm war ein König. Dafür breitete sich über das lange Gras des Bodens ein wunderbarer Teppich weißblühendes Geißblatt kroch darüber hm, seine Ranken vertheilend, als flösse Wasser aus antiken Schalen. Kein Mensch war zu sehn. Zuweilen tagte ein Trupp Pferde vorüber, Mutterstuten mit ihren Fohlen, die die Gemeinde sommeruber! hier in Freiheit weiden ließ. , Ter Wa gen fuhr langsam, ohne besonderen Weg, aber offenbar in bestimmter Richtung. Jetzt hielt er. Nonna sprang herab. Ute folgte. Nach wenigen Schritten erreichten sie einen der Kanäle, die die Pineta mit dem Meer verbinden. An einer Schleuse steht vielleicht eine elende Fischerhlltte. Sonst liegen diese reglosen Wasserläufe hier, als hätten sie nur den Zweck, die hohen Pinienwipfel und die röthlichen Stämme widerzuspiegeln, die wölkenlose Bläue des Himmels endlos in sick versinken zu lassen und die Stuten und Fohlen zu tränken, wenn sie zum Kanal kommen, ein ' Heer wildgewordener Rosse, das seine Reiter in der heißen Schlacht des Lebens draußen verloren zu haben scheint. v Norina beschattete die Augen mit der Hand. Aber Utes Blick war schärfer gewesen. Sie hatte schon gefunden, während jene noch suchte. Mit einer bittenden Bewegung zeigte sie zum Wagen zurück. Dann schritt sie aus dem hohen Uferrand geradeaus. Ganz ruhig ging sie. Ihr Spiegelbild im Wasser schien zu schweben. Als sie die mächtige Pinie erreicht hatte, unter der Jmmanuel lag. stieg sie von der Erhöhung des Ufers in das Gewirr der Geißblattranken und setzte sich neben den Schläfer. Ein Schlaf der Erschöpfung. Nachtwachen. Fieber und die Hitze des Tags hatten ihm die Augen zugedrückt. Sein Gesicht war fahl und verfallen, seine Kleidung nachlässig. Ute sah auf seine Hand. Die Nägel waren blau. Die Lippen zersprungen .imd rissig. Die Haare waren lang gewachsen, ein weieher Kinnbart, wie ihn Menschen tragen, die sich nie rasirten, gab seinem Gesicht einen ihr fremden Ausdruck. Sie rührte sich nicht. Aber ein weißes Pferd mit seinem Fohlen trat auf das hohe Ufer und schritt zum Kanal herab. Dürre Zweige knackten, und er öffnete die Augen. Du, Ute?" Ja, Jmmanuel. Ich glaube, Du hast Dich verirrt, und ich habe Dich ge funden. Denkst Du, ich lasse Dich der Roggenmuhme? . Er sah sie lange an. Nun holst Du mich nach Hause? Sie nickte nur. Jetzt wagte sie nicht mehr zu sprechen. Er stand auf und nahm ihre Hand Du bist die dritte. Anohrte und Vater und nun Du. Morgen können wir fahren. In dem sckönen Speisesaal des Hotel Byron hatte Erich ein Diner zu zweien bestellt. Ter Kellner, der aussah wie der Haushofmeister eines englischen Edelhofs, trug die goldbraunen See zungen auf. die jungen Wachteln und die duftigen Walderdbeeren. Der Justizrath in Bologna hätte den Sohn beneidet und bätte nicht begriffen. warum er bei so schlechtem Appetit sei. Aber Erich sah nur den Glanz aus Uteö Gesicht. Sie war keine von den Frauen, die sich irgendeine äußere Nachlässigkeit gestatten. Sie hatte das Reisekleld mit einem weißen Diner kleid vertauscht, das sie in diesen Wochen schon öfters getragen hatte und in dem er sie besonders liebte. Aber heute sah sie aus wie eme Braut. Er sah auS den Blicken der Mitreisenden, aus der nachsichtigen Freundlichkeit des Kellners, saß jeder-ste fUr cm junges Ehepaar hielt. Hatte denn nur sie keine Augen? Einen Strauß Jelängerlieber trug sie an der Brust. Ueber den kleinen Tisch herüber fühlte er sei nen Duft. Und sie erzählte. Von der Pineta erzählte sie ihm. Die Schönheit der oberitalienischen Seen hatte sie kalt gelassen. Es war ihr alles zu weich gewesen. Hier, in der alten Go thenstadt. .sprach zum erstenmal ihr Herz Morgen führe ich Sie. Ich sah in der Zeit die hauptsächlichsten Kirchen." Sie schüttelte den Kopf. Morgen reisen wir. Es ist besser. Jmmanuel kommt alelch nach Hause. Ich bin Ihnen so dankbar. Ja. heute bm ich Ihnen dankbar, von Herzen.' Er sah sie lange an. Wissen Sie, was alle Menschen um uns herum glauben?" Sie schüttelte den Kopf. Daß wir unsere Hochzeitsreise machen. Gleichgiltig zuckte sie die Achseln. Sie erröthete nicht einmal. Nie hatte er so deutlich empfunden, daß er ihr nichts war. Ter Zorn packte ihn. Wenn einer die Wahrheit wüßte, er wurde mich sur einen Narren halten.' Der Glanz verschwand aus ihrem Gesicht. Sie stand auf. Jeder sal ihr

nach, wie sie durch den großen Saal flll V i c im

iuim. einer, oer nicyr oen yjcann, der ihr folgte, beneidete. Sie ging gleich in ihr Zimmer. Vor dem Kamin blieb sie stehn und sah in den Spiegel. Ein Bild Byrons, das an der gegenüberliegenden Wand hing, neigte sich scheinbar dicht zu ihr, so daß sie zurückfuhr. Auch in diesen Augen jener Blick, der sie nun wochenlang derfolgte! Bis spät in die Nacht hörte sie seinen Schritt auf der Terrasse. Sie hörte ihn. während sie an den andern dachte. Wie verändert seine Züge waren! Aber das war gleich. Sie hatte ihn gefunden! Es war eine weiche Sommernacht. Die Orangen, die in Kübeln auf der Terrasse standen, blühten. Sie streifen Erichs Haare, wenn er unter ihnen dahinschritt. Viel gebildeter als Ute. wirkte die historische Vergangenheit um so stärker auf ihn. Hier war Byron gegangen, in glucklichen Nachten. Er war ein Narr! Er war sicher, daß sie hr Zimmer nicht einmal verriegelte. Das also war die Reinheit der Frau! Gut, daß er sie einmal traf auf seinem Lebensweg! Aber daß sie ihm Achtung abzwingen würde ! Er blieb stehn und lachte. Einmal, das fühlte er, wurde er diese Ute hassen. Spater. Ino er sehnte sich schon nach diesem Tag. denn die Fesseln dieser Liebe :? eyi.irc uyuuiui UjlU IU JlClU. Als Ute am nächsten Morgen zr Jmmanuel ging, lag er in heftigem Fieber. Norina war bei ihm, fand den Zustand aber ganz natürlich. Auch ihre Zahne schlugen heute zusammen, wenn sie sprach. Aber deshalb klapperte sie doch mit Tellern und Töpfen und mit den hohen Holzhacken ihrer Pantoffeln. Sie hatte den Besuch der Eccellenza erwartet und sogar Staub gewischt. Jmmanuel erkannte sie Nicht. Er phantasirte. Er bat immer wieder, man möchte Theodora nicht hereinlassen, wenn sie mit ihrem Gefolge aus San Vitale komme, an sein Bett. Es sei ja gar nicht die byzantinische Kaiserin. Es sei die schöne Magellone. die sich nur verkleidet hätte. Und er fluchtete vor ihr, hinein in Galla Placidias Mausoleum, in das Herz des Saphirs. wie er es nannte, und er bat so mmg, daß man ihn-allein lassen möge. Er habe ja seine Pflicht gethan. Justinian solle ihn nicht so anseh.r. Er habe die Gesetze aelernt. Er solle ihr mcht erlauben. aus der Apsis niederzusteigen und ihn zu quälen. Was könne er dafür, daß er das moralische Gesetz nicht gefunden habe? Als Erich kam, schlief er. Norma sagte, gegen Abend würde er erwachen, dann sei der Anfall sur eine Weile vorüber. Aber recht schwach würde er morgen noch sein. Ute sah Erich an. Das Licht von gestern war in ihren Augen erloschen. Wir müssen warten. Sie erzählte ihm leise von seinen Phantasien. Ich möchte Theodora seyn, tagte sie. Er nahm sie mit. Die Stunden schienen ihm ein Gewinnst. Zum letztenmal schritt er so neben ihr.' Und zum erstenmal lauschte sie begierig seinen Worten. Er war hier gut unterrichtet, dem Regierungspräsidenten zuliebe. In Sani Apollinaris sah sie andachtig zu dem Zug der Jungfrauen und Heiligen, die an beiden Wänden des Mittelschiffs Christus entgegenwallten. Die Mosaiken in ihren wundervollen, leuchtenden Farben sprachen unmittelbarer zu ihr, als die Bilder, weil sie einen kindlichen Glauben voraussetzten. Wo ist Theodora?" In San Vitale." (Fortsetzung folgt.) . rfnfit belohnte GntKerziakeit. Im städtischen Krankenhause zu T-i m. C . I M - ri L m. (Sraz, iesterreiH. wuroe jungn vom .f,,vs,!.s Sa 99'fiTTslrn Dienstmj w uyvu iv vfci fc- V ZJ 1 Mädchens Anna Fink ein 8 Zoll großes Hautstück abgelöst, um es auf eine . . . l . c . . cr.. - lazwer heilenoe Aranowunoe oes xo iUinz rispf Nttvnleitner ZU transvlan r -J " v . tiren. .urze Zeit darauf erhielt der . , .v . . . Apotheker einen Brief oer tfmi, in roci rhrm s?, sfnff AHhlslUNsl fÜf die v7 iv vimv I v i) J überlassene Haut begehrte. Purgleitner war bereit, ihr 20 Kronen (etwa $4) zu schenken; das Mädchen lehnte jedoch ab und klagte auf Zahlung von Z3000. da die Operation ohne ihre Einwilligung vorgenommen woroen, zm iiuc Wrh0tTTXw rffnfrtr ?7N? ftölfle dtt-Vl-V ", tllll VUl HIV ...w yj jjselben sei und durch Abtrennung des großen Hautstückes eine bleibende Verunüfiihin rfnTrt Dsl? Mvillandesvt4lV V I v " ' gericht wies die Klage des Mädchens ab mit der Begründung, daß die Klägerin fr . . rr! . fls)rtrwrfrm fcr lyiC Einwilligung jUl juw",uv Hautabtrennung gegeben habe und ihr Daraus kein Schaoen enliianoen z. S e ch s z e h n bis einundzwanzig Stunden müssen die in den Salzberawerken Rußlands beschäftigten Bauern arbeiten, so daß die geplagten Leute häufig zum sqa fen und zum Essen nur drei Stunden übrig haben. Sober Vreis für einen Hund. Den höchsten Preis, der je in Amerika für einen Jagdhund gezahlt worden ist. bat Georae Cooper in Des Moines, Ja.,' für seinen Jagdhund JBabr Ale" erhalten. Ein A. M. Masters von Jacksonville hat den Hund gekauft und $1000 für ihn bezahlt.

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