Indiana Tribüne, Volume 29, Number 189, Indianapolis, Marion County, 4 April 1906 — Page 4
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Ratered t the Pott Office ol Indianapolis a aecond dass matter. Der Abfall von Dowie. Die Chicago Abendpoft- schreibt: John Alexander Douie, der Grün der, erfte Apostel und Generalaufseher der Chriftlichkatholischen Kirche von Amerika- und Schöpfer von Zion City, wurde von den Mitgliedern sei ner Glaubensgemeinschaft" abgesetzt und, sozusagen, in Acht und Bann gethan. Den nächsten Anstoß dazu gab eine am letzten Samstag in Zion City von Dowie auZ Guadalajara, Mexiko, eingetroffene Depesche an den Hilf generalaufseher Wilbur Glenn Voliva, in welcher Dowie erklärt, seine Gesund heit habe sich ganz bedeutend gebessert und er hoffe noch lange Jahre als erster Apostel seiner Kirche wirken zu können, darauf hinweist, daß Voltva's Anfiel, lung nur zeitweilig sei; diesen dafür tadelt, daß er die Befehle, die er, Dowie, vonZJamaica aus schickte, ent weder mißachtete oder falsch deutete und für die Zukunft strengen Gehorsam verlangt; man solle ja nicht glauben, daß der erfte Apostel todt sei und man nzch eigenem. Belieben schalten könne. Wie um darauf die Probe zu machen, ordnet Dowie in seiner Depesche an: die Enthebung eines bekannten und be liebten ttirchenpfeilerS von allen seinen Aemtern und die Amtsentsetzung aller andern, derenNamen er brieflich ein schicken werde; deZ weiteren verbietet er die Ausfertigung irgendwelcher Hypo theken und sonstiger wichtigen Doku mente; dann tadelt er die Jnkorpori rung der Zuckerwerk'Fabrik u. s. w. und schließlich verlangt er die nichtfra gende Zustimmung zu seinen mexika Nischen Plänen und die Verlesung sei neS Manifeste? vor der versammelter. Gemeinde im Tabernakel am nächsten Tage deS Herrn". Das Letztere geschah am Sonntag vor rund 5000 Menschen so ziemlich sämmtliche : Einwohner Zion City'S hatten sich eingefunden im Uebrigen geschah aber das gerade Gegentheil von Dem, was der Apostel verlangte. Der von ihm selbst vor Kurzem auS Australien berufene und während sei ner eigenen Abwesenheit 'mit der Lei tung der Geschäfte betraute Voliva sprach mehrere Stunden lang zu sei nem Volke", aber waS er sagte, war nichts Gutes, . wenigstens nichts Gutes für den Apostel. Er erklärte, er habe keine Ahnung gehabt von den schreckli chen Zuständen, die in Zion City herrschten, als er auf den Ruf Dowie'S kam und die Oberleitung übernahm. Dowie'S Politik fei eine der Dunkel, heit und nicht des Lichts" gewesen; Dowie habe falsche Vorstellungen ge macht. Die Industrien Zion'S" seien in einer traurigen Lage gewesen, als er ihre Leitung übernahm, die schauderhaftest? und unentschuldbarste Ber schwendung habe geherrscht und nun, nachdem sie auf eine gesunde Grund läge gebracht worden seien, schicke der Mann", der für alle die traurigen Zu stände verantwortlich sei, eine Depesche, in welcher er ein Festhalten an seiner Politik verlange; er, Voliva, werde diesem Verlangen keine Beachtung schenken; er 'sei entschlossen, nicht nach seiner. Dowie'S. Musik zu ianzen. Diesmal habe er j5 mit einem Manne zu thun. Dowie habe S1.000.000 ver geudet für einfältige Narrheit und Unsinn" und er, Voliva, verlange von ihm. daß er bereue. Dowie müsse je deS Stück von den theuren Möbeln und seine Bibliothek herausrücken, domit das Volk ZionS einen Theil des Geldes zurückerhalte, das er vergeudete. Zion müsse einen Kopf haben. . aber der Körper" müsse kontrolliren". ES habe niemals in Gottes Absicht gelegen, einen Mann willkürlich herrschen und das Geld ausgeben zu lassen, wie'S ihm gefalle und ohne Rechenschaft geben zu müssen. Dowie'S Dummheiten müßten hinfort aufhören. Alle Die jenigen, die dächten wie er und ihn in seinem Werk unterstützen wollten, möch ten ausstehen. . Sie standen aus, alle mitewander, Wie ein Mann! Unter all' den 5000 oder mehr Personen, die die Schmäh. rede auf das Oberhaupt ihrer Kirche hörten, . auf den Mann, den sie als Apostel und lstellvertreter des hohen
Himmelsherrn selbst verehrten. im
ter allen Mitgliedern der GlaubenSge meinschaft, die Dowie schuf, fand sich nicht eine einzige Person, die ein Wort zur Vertheidigung oder auch nur eine ehrliche Entschuldigung deS abwesenden Apostels hatte. ES wurden einige Krokodilsthränen geweint. Einer der Würdenträger Zion", den Dowie vor Kurzem abgesetzt, durch jene Depesche aber wieder in seine Ehren 'eingesetzt hatte, weinte vor Rührung, aber auch er leistete dem Rebellen Voliva Ge folgschaft, und wie er, so Dowie'S Gattin und Sohn! ES scheint noch wie gestern", daß dieselben Leute, die gestern kein Wort zu seiner Vertheidigung hatten, in stummer Verzückung . an DowieS Lippen hingen und in blinder Begeisterunk, ihm durch Dick und Dünn folgten. ES ist auch thatsächlich noch gar nicht lange her. .Dowie kam allerdings schon im Jahre 1890 nach Chicago, um an den Straßenecken zu predigen, und er er öffnete schon in 1894 ein Zion an Michigan Avenue, aber größeres Auf. sehen erregte er doch erst öurch seinen Kreuzzug" . in 1899, in dessem Ver laufe er Abend für Abend in den ver schieden! Stadttheilen sprach und neue Ziontempel" einrichtete, und erst in 1900 kaufte er das Land, auf dem heute Zion City steht. Was hat den Umschwung' herbeigeführt? Der Aufseher Speicher, den Dowie durch seine jüngste Depesche wieder in sein Amt einsetzte, erklärte, er liebe" Dowie, doch könne er ihm nicht mehr folgen, denn seine neuesten Handlungen seien nichts anderes als das Treiben eines irrsinnigen alten Mannes. Gattin und Sohn lieben und schätzen Dowie natürlich sehr, und wenn auch sie von ihm abfielen, so geschah eö nur. weil sie einsehen, daß er nicht mehr zurechnungSsähig ist und, er ist ver. rückt", das scheint daS allgemeine Ur theil über ihn zu sein in Zion City und bei seinem Volke. Natürlich. einem Wahnsinnigen" leistet man keine Gefolgschaft waS aber brachte sein Volk zu der Ueberzeugung, die so manche Ungläubige schon lange von ihm hatten? Frau Dowie sagte mit Thränen in den Augen, eS ist eine große Freude für mich, diese Ent scheldungstie thatsächliche Absetzung ihres Gatten) zu erleben. ES mag vielleicht neu für Sie fein, daß ich meine Stellung fchon vor Monaten verlor., aber nicht auf lange." ÄaS mag einen. Fingerzeig geder? für den nächsten . Beweggrund dieser edlen Frau; derIussehcrSpeicher wurde von DowieS Wahnsinn offensichtlich über. zeugt. 15 er vom Apostel abgesetzt und aller seiner sWürden und Aemter für verluftig erklärtlwurde, und aus Vo livaS Worten und 'dem Verhalten aller Anderen! geht hervor, daß sie DowieS Irrsinn erkannten an seinen Wirth' schastlichen. Maßnahmen, seiner Ver. gudung" und willkürlichen Verwal tung deS Besitzes und der Industrien ZionS" als er sich zum Apostel ausrief, als er erklärte, er fei eine Ver körperung deS altteftamentarischen Apostels EliaS und sich Apostel CliaS III. nannte und sich für unfehlbar er klärte, da war er all' diesen Leuten der Inbegriffen Weisheit und Klugheit, eine Art Gottmensch oder Menschengott, und . sie schauten bewundernd zu ihm auf beteten ihn an ! Mit ihremIVerftand und ihrem reli giösen Gefühl ließen sie, sozusagen Schindluder treiben, und sie bedankten sich gewissermaßen noch dafür wenn eS aber anZ den Geldbeutel geht, hört für sie derSpaß auf, uud der Apostel wird zumZ Wahnsinnigen, der Gott. mensch zum niederträchtigen Ver schwender und Volksbetrüger, den zum Tempel hinauszujagen aller Guten Pflicht ist. Ist da nicht der Verdacht berechtigt, daß man in der Religion und dem ganzen .ttirchenschwindel" DowieS nur einen Mantel und ein Mittel zuNi Zweck sah und von allem Anbeginn an die in Aussicht gestellte Befreiung von allen wirthschastlichen Sorgen, bezw. die Füllung des Geld beutelö der Stern war, nach dem diese Gläubigen strebten? '-Nun sie ein. sehen lernten, daß eö damit nichts ist. sielen sie von ihrem Propheten und Apostel ab, wie die HeelerS" vom durchgefallenen Kandidaten. Warum die guten Leutchen von Zion .CityM nicht einen Nachfolger DowieS' aus Indianapolis holten, ist eigentlich Unerklärlich. Wir haben, Hanly an der Spitze so viele sonder bare HeMge hier, daß wkr gern einen oder ' den anderm lös werden möchten.
Das Parsevalsche Luftschiff.
z Die bisher erzielten Resultate mit lenkbaren Ballons lassen trotz der bedingten Erfolge SantoZ Dumonts, der Brüder Lebaudy und Knabenshues keine Hoffnung, auf diese Weise einen endgültigen technischen Sieg zu erringen. Der lenkbare Ballon wird im besten Falle bei windstiller Atmosphäre dem Menschen Dienste leisten können, er wird aber infolge seiner Gebrechlichkeit und seiner Körperbeschaffenheit stets ein Nothbehelf und nur ein Noth---behelf bleiben. Trotzdem hat seine Existenz heute bereits besonders für militärische Zwecke eine gewisse Berechtiqung, und die Franzosen nehmen mit aller Energie den Faden auf. um sich in ihm ein neues Hilfsmittel für den Aufklärungsdienst zu sichern. Auch die deutschen Militärkreise zeigen heute in verstärktem Maße dieses Bestreben kaum hat Graf Zeppelin .eine Fortsetzung semer Arbeiten ausgegeben, so richten sich aller Augen auf das neue Luftschiff des Majors von Parseval, das seiner Vollendung entgegengeht. Major von Parseval, der seinerzeit mit dem verstorbenen Hauptmann von Sigsfeld den heute in allen Militär, staaten eingeführten Drachenballon construirte, arbeitet seit einer Reihe von Jahren in Augsburg an einem lenkbaren Ballon. Der Ballonkörper des neuen Luftschiffes, der eine cylindrische Form mit abgerundeten Ecken zeigt, besitzt im Innern am Kopf und Ende je einenLuftsack, welche dem Vallon einestheils die nöthige Straffheit, anderntheils durch ein entsprechendes Aufblähen und Entleeren den gewünschten Neigungswinkel verleihen sollen. Den beiden Längsseiten des Ballons sind zum Zwecke einer größe ren Stetigkeit beim Fluge wagerechte Flügel beigegeben. Die Gondel ist in stabiler Weise aus Aluminium und Eisen gebaut und enthält einen Daimlermotor und einen Benzinbehälter. Die Luftschraube, die zur Fortbeweauna dienen soll, ist zu ihrem Schutze gegen erschwerte Landungen oberhalb der Gondel angebracht. Sie .zeigt entgegen den Modellen früherer Construkteure kerne steifen Flügel, sondern solche' aus Segeltuch, die durch eine eigenartige Vorrichtung während des Betriebes für eine geeignete Flachenbildung der Flügel sorgen soll. Der Ballonkörper selbst hat nur eine Länge von 8i2 Meter, also einen immerhin bemessenen Umfang, der . die Handhabung des Flugschiffes sicherlich erleichtern wird. Bei der großen Praxis des Construkteurs auf dem Gebiete der Luftschiffahrt und bei seinen in Jahrzehnten Gesammelten reichen Ersah-. rungen kann man wohl annehmen, daß die für dieses Frühjahr m Aussicht genommenen Versuche günstige Resulz täte zeitigen werden. : Die Kosten eines europäischen Krieges. Die ökonomischen Folgen eines künftigen Krieges hat der Franzose Jules Röche unlängst behandelt. Er kommt au dem Resultate, dan bei der Complicirtheit des. heutigen ökonomischen Lebens ein europäischer Krieg eine allgemeine Katastrophe hervorrufen würde, die einen vollkommenen Zusammenbruch unseres ganzen gesellschastlichen Lebens bedeuten möchte und etwa einem ungeheuren Erdbeben zu vergleichen wäre, daß mt geologischen Schichten unserer Erde von Grund aus umwühlen würde. Als Grundlage für seine Berechnungen dienen ihm die Verlustlisten und die aufgewandten Kräfte in dem Kriege 187071. Nach den Aufstellungen Freycinets betrugen die Streitkrafte der Republik 680.000 Mann, die im Felde standen, und 600,000 Mann in Paris, worunter 500.000 Nationalgarde. In der ersten Zeit des Krieges hatte Frankreich etwa die gleiche Anzahl Soldaten unter den Waffen gehabt, so daß man die jeweilige Stärke der französischen Armee alles in allem auf 1.200.000 Mann beziffern konnte. Die deutschen Streitkräfte zählten im August 1870 alles in allem 1,133.000 Mann und im Februar 1871. wo die Höchstzahl der unter den Waffen Stehenden erreicht wurde, 1.350.000. Die Kosten für die Unterhaltung jedes einzelnen Soldaten berechnet Röche auf 11 Franken täglich. Er stellt zunächst die Gesammtkosten des Krieges mit 9 Milliarden 237 Millionen fest, zieht von dieser Summe die fünf Milliarden, die Frankreich Kriegskosten zah. len mußte, ebenso eine Milliarde, die durch die Folgen des unglücklichen Krieges erwuchsen, ab und kommt zu dem Ergebniß, daß die Ausgaben für den Krieg, auch wenn derselbe glücklich verlaufen wäre, zum mindesten 3 Milliarden 287 - Millionen betrage hätten. Da der Krieg acht Monate oder 245 Tage dauerte, so kommen bei einer Stärke des Heeres von 1,200.000 Mann elf Franken täglich auf den Kopf. Seitdem ist die Heeresstärke der Armeen außerordentlich gewachsen. Sie beträgt jn Frankreich öei der Mobilmachung des siehenden Heeres 2.080.000 Mann, zu denen noch 130.000 Mann Reserve in jeder der sechs Klassen kommen, so daß schon in den ersten Monaten des Krieges 2,860,000 Mann unter Waffen stehen würden. Die täglich zur Unterhaltung dieses Heeres verausgabte Summe beliefe sich dann auf 31,460.000 Franken. Dabei sind die Kosten von 11 Fr. sehr niedrtg berechnet. .Erfolgt nun die voll-
ständige Mobilmachung, ' wobei auch i r - V rf . J
nocy oie icchs iaen ver anvwehr eingereiht werden, so kommen noch 600,000 Mann hinzu, und die Zahl der täglichen Kosten für die Armee steigt auf 38.000.000 Fr. für den Tag. Berechnet man die Dauer des Krieges ebenfalls auf 245 Tage wie 187071, so ergiebt sich als Gesammtlosten die ungeheure Summe von 9 Milliarden 310 Millionen. Dehnt man die taglichen Unterhaltungskosten von 11 Fr. für-den Soldaten auf die Armeen Deutschlands, das 5.400.000 Mann unter Waffen stellt. Oesterreichs mit 2.000.000 Mann und Italiens mit 3.300,000 Mann aus. so ergiebt der tägliche Berbrauch dieser Staaten 100 Millionen für einen Tag. Wie riesenhaft diese Summen sind, zeigt ein Vergleich mit dem französischen Staatsbudget, das täglich zehn Millionen beträgt, wovon zwei Millionen auf die Armee entfallen. Die täglichen Ausgaben für die Armee betragen also im Falle eines Krieges neunzehnmal so viel, als die im Frieden dafür ausgeworfene Summe, und über 3mal so viel, as das ganze Staatsbudget. Zu diesen immensen Kosten kommt noch der wirthschaftliche Niedergang des ganzen Landes und aller Industrien. Im Kriege 1870 71 entging Frankreich nur dadurch dem Staatsbankerott, daß die Bank von Frankreich die nothwendigen Summen aufbrachte. Aber heute wäre es unmöglich, auch für die Bank von Frankreich, so große Summen aufzubringen. Da fast die ganze männliche Bevölkerung zwischen zwanzig und fünfundvierzig Jahren im Felde steht, muß ein großer Theil der industriellen Unternehmungen und wirthschastlichen Betriebe ihre Arbeit einstellen. Die gleichen unheilvollen Folgen würde der europäische Krieg für Deutschland, für. Italien, für England, für Oesterreich haben. Ueberall würde eine völlige ökonomische Vernichtung hereinbrechen, und dem Sieger würde sein Sieg theuer zu stehen kommen. Viele Jahre hindurch würden diese Folgen andauern, bevor sie an Wirksamkeit auf das ganze Leben verlören. JneinerWirthschaftzu Gehrden bei Hannover spielten zwei Landwirthe vor einiger Zeit Billard. In der Nähe des Billards saßen an einem Tische Skatspieler. Der eine Blllardspieler stieß , versehentlich einen der Skatspieler, einen Dr. med., mit dem Villardstock hinter's Ohr. Das eine Ohr wurde dabei schwer verletzt, so daß das Gehör abnahm. Der Arzt klagte aus Schadenersatz. Seine Erwerbsfähigkeit wurde von vier bedeutenden medizinischen Sachverständigen geprüft und so festgestellt, daß der Kläger infolge der Verletzung zu 30 Prozent erwerbsunfähig sei. Der Beklagte wurde auf Grund der Gutachten vom Landgericht Hannover zur Zahlung einer lebenslänglichen Rente von jährlich 1660 Mark an den Arzt verurtheilt. Dieses Gericht hatte noch eine gleichwerthige Schuld des Klägers und Beklagten angenommen und deshalb dem Kläger die Hälfte der Kosten des Verfahrens auferlegt. Das Oberlandesgencht Celle sowie spater auch das Reichsgericht nahmen indeß ein solches Verschulden nicht an und erachteten den Beklagten allein für ersahpflichtig und verurtheilten ihn auch zur Traqung sämmtlicher Kosten. Der Beklagte ist zahlungsfähig, so daß er den unglücklichen Blllardstoß schwer büßen muß. Im englischen Unterhaus war neulich der seltene Fall zu verzeichnen, daß die Führer beider Parteien wegen Krankheit abwesend waren. Der Premierminister Balfour und Herr Chamberlain waren durch Erkältung irgend einer Art an's Bett gefesselt, und die Führung beider Parteien wurde im Unterhause durch Herrn Asquith auf Seiten der Regierung und Herrn Austin Chamberlain auf Seiten der Opposition Lbernommen. Die Folgender. Abwesenheit der drei genannten Herren war die, daß die Regierung ihre Absicht, eine Diskussion über die fiskalische Frag? herbeizuführen, aufgab und die interessante Debatte auf . die nächste Woche verschob. Herr Asquith machte dabei den Scherz, daß die Besprechung der Frage ohne Chamberlains und Aalfours Anwesenheit einer Aufführung des Hamlet" ohne den Prinzen von Dänemark und ohne den Geist gleichen würde. Das Haus lachte lange und herzlich über diesen Witz, den eine Londoner Zeitung bereits illustrirt hat, wobei Balfour den Geist und Chamberlain die Rolle des Prinzen spielt. Ein ähnlicherFall der Abwesenheit der Hauptpersonen war während der Jnfluenza - Epidemie im Jahre 18?'. zu verzeichnen. Damals waren rd Rosebery, Morlcy, Balfour, und etira zwanzig Parlamentarier kamhfunfähig. . Prinzen-Examen. Professor: Und wer hat Amerika enideckt, Königliche Hoheit?" Prinz: König Ferdinand und Königin Jsabella!" Professor: Ganz recht. Königliche Hoheit, diese ließen eS durch emen gewissen Kolumbus suchen! In der Schule. Lehrer (nach den Weihnachtsferien): Was habe ich hier für eine Frucht in der Hand, Paul?" Schüler: Eine Nuß!" Lebrer: .Richtig! Wie nennt man den Baum, der solche Früchte trägt?" Schüler: Weih-
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