Indiana Tribüne, Volume 29, Number 188, Indianapolis, Marion County, 3 April 1906 — Page 6
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Europäische Nachrichten. Wyern. München. Unröersitäts - Professor Hofrath Dr. Joseph Amann, weitbekannter Kliniker, ist, 74 Jahre alt, an Lungenentzündung gestorben. Der im südlichen Ladehof des Hauptbahnhofes durch einen Baumstamm' schwer verletzte Holzhändler Hugo' Fuchs, Theilhaber der gleichnamigen Holzhcmdlungsfirma Gebr. Fuchs, ist auf dem Transport in das Krankenhaus gestorben. Fuchs war erst 25 Jahre alt atrio verheirathet. A u g s b u r F. Vor Kurzem waren es 100 Jahre, dah die beiden hier garnisonirenden Regimenter, das 3. Jn saniern - Regiment Prinz Karl von Bayern" und das 4. CheveauxlegersRegiment König", ihren feierlichen Einzug in unsere Stadt hielten. Zur Erinnerung an diesen denkwürdigen Tag veranstalteten die Offizlercorps der beiden Regimenter ein Frühstück im Offizierkasino des 3. InfanterieRegiments, an dem auch die Mitglieder des Stadtmagistrats und das Bureau des Gcmeindekollegiums theilnahmen. B u l l e n h e i m. In dem nahen Steinbruch wurde der 34jährige, verheirathete Arbeiter Mauchner von Gesteinsmassen erschlagen. E r d i n g. Ein Mord ist kürzlich hier an der 26 Jahre alten Dienstmagd Therese Brenner von Walpertskirchen, bedienstet bei dem 42 Jahre alten Rothgerbermeister Joseph Gotz hier, begangen worden. Gotz, seit längerer Zeit Wittwer. hatte im Jahre 1902 die Brenner zur Führung des Haushaltes bei sich aufgenommen. Letztens wurde nun die Brenner im Heuboden des Gotz'schen Anwesens erhängt aufgefunden. Es wurde Selbstmord armenommen; be! Untersuchung der Leiche sowie bei der Sektion stellte sich aber heraus, 'daß die Brenner ermordet ward. Der Rothgerbermeister Joseph Gotz, der unter dem Verdacht, den Mord rn Gemeinschaft mit seinem Sohne Georg verübt zu haben, verhaftet worden war, ist wieder aus der Haft entlassen worden, nachdem sich seine Unschuld herausgestellt hat. Der noch nicht 15 Jahre alte Georg Gotz gestand nämlich demWachtmeister Lenz gegenüber, daß er allein der Thäter sei. Günz:ch. Bei Ausführung der Streckenkontrolle wurde der Bahnwärier Joh. Bapt. Maier zwischen hier und Altrang von einem Zuge erfaßt und ihm der rechte Arm abgefahren. L i n d a u. Dieser Tage wurde das älteste aktive Mitglied und der einstige (im Jahre 1854) Mitbegründer .der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr, MiNeralwasserhäMer Ludwig Brög, zur letzten Ruhe gebracht. Nürnberg. Im 84. Lebensjahre starb nach' kurzer Krankheit Hofrath Dr. Knopf, der vor Jahrzehnten das hiesige Krnderspital gründete und bis zu seinem Lebensende Vorstand desselben blieb. W ü r z b u r g. Auf Station Heivingsfeld wurde die Jnstitutsschülerin Rastvogel von hier vcn Streckenarbeitern zwischen den Geleisen bewußtlos und schwer am Kopfe verletzt aufgefunden. Dieselbe scheint aus einem Zuge gesprungen zu sein. WUrttnl)erg. Stuttgart. Im Packraum der Gold- und Silberwaaren - ExportFirma Alexander Schleicher, Büchsenstraße 22, brach Feuer aus, wodurch binnen kurzer Zeit sämmtliche Geschäftsräume ausbrannten. Der Lehrauftrag für deutsche Sprache, Stilübungen und Methodik des deutschen Unterrichts an der hiesige TechNischen Hochschule wurde dem OberReallehrer Dr. E. Mann hier übertragen. B i b t x a ch. Unlängst ereignete sich in der Kiesgrube am Pulverhaus dahin ein schweres Unglück. Äom Scheitel der Grube löste sich plötzlich eine gewaltige Masse Kies und Sand los und verschüttete den Unternehmer Benedikt Schuhmann. Göppingen. Der ledige Schuhmacher Ernst Reinhuber von JsvenHausen wurde todt in seinem Bette aufgefunden. Er kam betrunken nach Haufe und ließ, wie es scheint, eine brennende Cigarre' im Zimmer fallen, wodurch ein großes Loch in den Stubenboden brannte. Durch den starken Rauch scheint er erstickt zu sein. Herrenberg. Der verstorbene Hofkameralkassier a. D. Chr. Glaser von hier hat der hiesigen Stadtgemeinde zu gemeinnützigen und wohlthätigen Zwecken, sowie dem im Bezirk zur Erziehung hilfsbedürftiger und verwahrloster Kinder bestehenden Karls - Verein .je die Summe von 500 Mark 'testamentarisch zugewendet.' ' J a g st h e i m. Hier brannte das Gasthaus zum Rößle, ein großes-Dop-pelwohnhaus, sowie . daö Haus des Bauern Lutz und zwei Scheuern vollständig nieder. Das Mobiliar konnte theilweise gerettet, werden, ebenso das Vieh. Es wird' Brandstiftung vermuthet. Kirchheim. Die Röhm'sche Kunstmühle wurde durch Feuer zerstört. . Von den Haushaltungsgegenständen konnte, da daö Feuer in der Mühle ausbrach, ein guter Theil'gerettet werden. f , . . . Tübingen. . Dem urdentlichen Honorarprofessor Dr. Geib in der juristischen Fakultät der hiesigen Umversität wurde eine ordentliche Profes-
sur für römisches Recht und büräer-
liches Recht einschließlich des württembergischen Priivatrechts und dem außerordentl. Prof. Dr. Franz in der philosophischen Fakultät der Universität eine ordentliche Professur für englische Philologie übertragen. n i t e r e m b e r a. Die vom Schellenhof gebürtige 18jährigeDienstmagd des Kronenwirthes Wahler wollte in Gemeinschaft mit ihrem Bräutigam in einem Kahn über die hochgehende Enz fahren, gerieth aber bei diesem Vorhaben der Strömung zu nahe und ertrank. Waden. Karlsruhe. Tödtlich verunglückt ist in der Wasserheilanstalt Friedrichshöhe" in Oberachern der Bauführer Wilhelm Göltz von hier. Als Göltz kurz vor seiner Abreise an der' neueingerichteten Dampfheizung noch etwas nachsehen wollte, stürzte er in ein Loch und in eine aufrechtstehende Röhre, welche ihm in den Leib bis zum Hals hinauf drana und den sofortigen Tod herbeiführte. Göltz war 28 Jahre alt und verheirathet. A ch e r n. Letztens wurde der in den 60er Jahren stehende Glaser August Köninger aus Karlsruhe auf dem Speiche? des Hauses seines Logisherrn erhängt aufgefunden. Bühlerthal". Der Säger Otto Mang zog sich durch einen Sturz auf der Treppe des Hausflurs einen Schadelbruch zu, der den Tod zur Folge hatte. Frei bürg. Professor Gotthold Schellenberg, ein hervorragender Schulmann und Mathematiker, ist im Alter von 46 Jahren einem Herzleiden erlegen. Er wurde 1888 Professor an der Realschule in Ueberlingen und gehörte seit 1894 der hiesigen Oberrealsckiule an. Hei'delbeig. Professor ver Theologie Ernst Troeltsch ist zum Protektor des Studienjahres 19061907 gewählt worden. Kehl. Im hiesigen Bahnhof wurden die Vahnarbeiter Georg Roll von hier und Michael Jockers von Kork überfahren und sofort getödtet. Die Beiden waren 61 und 63 Jahre alt und schon sehr lange bei der Bahn. Mannheim. Unlängst fingen die Kleider der 20 Jahre alten Dienstmagd Susanna Nutz in dem Stadttheil Neckarau in einer Waschküche im Hause Adlerstraße 50 dadurch Feuer, daß sie dem geheizten Waschkessel zu nahe kam. Sie erlitt schwere Vrandwunden'und wurde mittelst Droschke in's Allgemeine Krankenhaus gebracht. Seckenheim. Letztens kam das 6jährige Töchterchen des Maurers Gg. Reuther dem Ofenfeuer zu nahe. Es erlitt schwere Brandwunden und starb alsbald. W i e s l o ch. Kürzlich ist bei Bahnbauarbeiten eine alte Begräbnißstätte aufgedeckt worden. Es wurden bis jetzt etwa 20 Gräber mit zum Theil noch gut erhaltenen Skeletten vorgefunden. In den Gräbern befanden sich außerdem Schilde und Schwerter. ES handelt sich allem Anschein nach um einen römischen Friedhof. Die Fundstücke wurden in die städtische Kunstund Alterthümersammlung in Heidelberg verbracht. -Flyeinpfakz. Speye-r. Verbrannt bei lebendigem Leib ist das 4 Jahre alte Mädchen des Arbeiters Franz Weschler. Letzterer begab sich auf seine Arbeit, die Frau verrichtete Monatsdienste. Die beiden Kinder der Eheleute, ein Mädchen von 4 und ein Knabe von 12 Jahren, befanden sich allein in der Wohnung. Wohl infolge Hantirens am Ofen geriethen die Kleider des Mädchens in Brand und es mußte, da keine Hülfe zur Stelle war, unter schrecklichen Schmerzen verbrennen. Auch der Knabe erlitt Brandwunden, die aber nicht lebensgefährlich waren. C o n t w i g. Der 56 Jahre alte Tagner Nikolaus Ohlinger, ein dem Trunke ergebener Mensch, wurde in seiner, Wohnung todt aufgefunden. Da er noch kurz vorher gesehen wurde, lag die Vermuthnng nahe, daß er auf gewaltsame Weise gestorben sei. die Gerichtscommission von Zweibrücken stellte jedoch das Gegentheil fest. Germersbeim. üier wurde ore eiche des Felvschützen Walz im Rhein geländet. H a a r d t. Der frühere GutsverWalter der Andr6e'schen Besitzungen, der etwa 60 Jahre alte Jakob Ebeling. ließ sich beim Schönthaler Bahnübergang vom Zuge überfahren und wurde schrecklich verstümmelt. Stellenlosigkeit soll den Mann in den Tod getrieben daben. Jockgrim. Fabrikant. Wilhelm Ludowici von hier hat anläßlich seiner Ernennung zum Kommerzienrath für die Wohlfahrtseinrichtungen der Firma Karl Ludowici 20.000 Mark gespendet. L a n d a u. Oberlehrer Mees wurde kürzlich von einem Unfall betroffen. Er war irrthümlich in ein Schulhaus eingeschlossen worden. Um nun wieder herauszukommen, wollte er den Weg durch's Fenster nehmen. Dabei brach er ein Bein. S i p p e r s f e l d. Ertränkt cufgefunden wurde die Wittwe Jung von Breuningweiler in einem Weiher hier in der Nähe. ßksaß'Lotyringen. Straßburg. Oberleutnant a. D. Oehlschläger hat sich in einem hiesigen Hotel erhängt. Verliehen wur
de dem hiesigen Forschungsreisenden
Pros. ur. k. VI. Haberer vom Kaiser von Oesterreich das Offizierskreuz des Franz Josephs-Ordens. Nach längerem Leiden ist hier der bayerische Oberleutnant a. D. Friedrich Hörmann von Hörbach, langjähriges Mitglied des literarischen Bureaus und Redakteur des hiesigen amtlichen Correspondenz, gestorben. G o r z e. Altbürgermeister Daniel und Frau haben unser Städtchen verlassen, um in Biebrich bei Mainz zu wohnen. Ihr Weggang von hier wird lebhaft bedauert. M e tz. Der Verein zur Schmllckung und Erhaltung der Kriegergräber bei Metz" hat ein Verzeichniß aller deutscherseits gefallenen oder ihren Wunden erlegenen und hier begrabenen 684 Offiziere und 11.940 Mannschaften auf 767 Pergamentblättern anfertigen lassen. Die eine Ausfertigung dieser Verzeichnisse wurde bei der Einweihunz der Gedenkhalle in Gravelotte unter dem Engelstandbild eingemauert, eine zweite Ausfertigung ist vor einiger Zeit in sieben stattlichen Bänken dem Bezirksarchiv einverleibt worden. Mühlhausen. Die hundertjährige Wittwe Grosjean geb. Staufer wurde an ihrem Geburtstage von allen Seiten mit Glückwünschen und Geschenken überhäuft. Zkleckkenöuvg. ÄelNn. Der Arbeiter Tr, der vor einiger Zeit auf dem hiesigen Gute von einem Füllen einen Schlag gegen die Stirn erhielt und dadurch einen Schädelbruch erlitt, ist seinen Verletzungen erlegen. G ü st r o w. Der Landgerichtsdiener Ludwig Schmidt bei der Staatsanwaltschaft des hiesigenLandgerichts feierte sein 50jähriges Amtsjubiläum. Ludwigslust. Vor einiger Zeit starb nach längerem Leiden der Organist an der hiesigen katholischen Kirche, Gerhard Dinklage. Er wurde zu Haselüne in Hannover geboren. In Ludwigslust ist er 54 Jahre thätig geWesen, und zwar 61 Jahre als Organist in der hiesigen katholischen Kirche und etwa 30 Jahre als Lehrer der katholischen Gemeinde. Rostock. Kürlicö feierte der worthabende Bürgermeister unserer Stadt. Dr. Simonis, sein 50jähriges Doktorjubiläum. Die Juristenfakultät der Landesuniversität, von der Bürgermeister Dr. Simonis am 15. Januar 1843 die Doktorwürde erlangte, hat ihm das Diplom erneuert. Hlöenvurg. Oldenburg. Die Medaille für Treue in der Arbeit hat der GroßHerzog dem Perlenschneider Johannes Keßler verliehen. Brake. Hier starb plötzlich am Schlagfluß im Alter von 76 Jahren der in weiten Kreisen bekannte Amtsarzt Medizinalrath Dr. Groß. Norden. Zum Vürgervorsteher für die Westerkluft wurde der BauUnternehmer Andreas Neumann gewählt. W e e n e r. Zum Kreistagsmitgliede ist Landrath Gosling einstimmig von der Fleckensvertretung gewählt. Zetel. Fabrikant Onken verkaufte sein in der Zetelermarsch belegenes Grünland an den Landwirth Heinen für 14,500 Mark. Freie Städte. Hamburg. .Senatcr Westphal und Gemahlin begingen dieser Tage ihre silberne Hochzeit. Senator Westphal ist Rathsherr, deshalb wehte von der Thurmlaube des Rathhauses zu Ehren dieses Festes die hamburgische Fahne. Bor Kurzem ist der am 6. Oktober 1851 zu Elmshorn geborene I. I. Soltau verstorben. Er war langjährig als Apotheker in Bergedorf ansässig und wurde von dort 1889 in die Bürgerschaft entsandt, der er feit jener Zeit ununterbrochen angehört hat.. Sein Mandat lief noch bis zum Jahre 1907. In dem mit Stroh gedeckten Wohnhause des Arbeiters Franck entstand Feuer, das in kurzer Zeit das Gebäude bis auf die Umfassungsmauern einäscherte. --.Erhängt hat sich der Trimmer Martin Amener aus Geresheim an Bord des Petroleumtankdampfers Deutschland". Der Dampfer war kürzlich von hier nach New Fork abgegangen. Auf der Unterelbe fand man den Trimmer, der erst kurz vor dir Abfahrt an Bord gekommen sein soll, in einem Raum erbangt vor. . Der Todte wurde in Cuxhaven an Land gebracht. Ueber die Ursache der unseligen That ist nichts bekannt geworden. . Bremen. Eine schreckliche Explosion ereignete sich kürzlich an der Hemmstraße. Am Eisenbahntunnel war ein Waggon Benzin undicht, geworden und das Benzin in den Canal gelaufen. Plötzlich erfolgte eine furchtbare Explosion. Sämmtliche eiserne Klappen sprangen auf und meterhohe Flammen schlugen in der ganzen Straße empor. Drei Arbeiter, Simon. Gardelmann und Töbelmann aus Lilienthal wurden getödtet. Die Explosion erfolgte durch Entzünden des Benzins durch eine der Lampen, welche die Arbeiter im Canal beim Reinigen gebrauchten. Ein großes Urnenfeld ist in der Feldmark des benachbarten Dorfes Langen aufgedeckt worden. Man hat bisher 50 Urnen gefunden, in denen Spangen, Waffenspitzen u. a. m. enthalten waren. 'Sie standm neben- und übereinander und scheinen verschiedenen Zeitaltern anzugehören.
Vom Julande.
Aufeinem frisch gewichsien Küchenboden in Shell Lake. Wis., kam Frl. Viola Mack zu Falle und verletzte das Rückgrat. Ihre unteren Gliedmaßen sind infolgedessen gelähmt. Sie erlebte in ihrem Leben überhaupt schon verschiedene Unglücksfälle. Zweimal brach sie den Arm und als kleines Mädchen hackte sie sich mit der Axt zwei Zcen ab. Junge Dt. .nen sind in letzter Zeit von de Manie ergriffen worden, lederne Postkarten zu sammln, um aus denselben Sophakissen herzustellen. Onkel Sam scheint jedoch einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen, da die durch die Post versandten Karten ungenügend frankirt sind und deshalb nicht zur Ablieferung gelangen , können. Die Adressaten werden von der Posibehörde benachrichtigt werden, einen Cent mehr Porto für jede Karte zu bezahlen; geschieht dies nicht, so werden die Karten nach Washington zur Dead Letter Office" gefandt und haben dann natürlich ihren Zweck verfehlt. Diefe merkwürdigen Karten sind von derselben Form wie andere Postkarten, doch, verlangt das Post - Reglement, da sie aus einem anderen Material hergestellt sind, ein: höhere Frankirung. Hunderte dieser Karten, sind schon auf verschiedenen Postämtern festgehalten worden. E?n eigenartiges Pfandobjekt für nichtbezahlte Miethe hat sich eine Hausbesitzerin in Elizab:th. N. I.. ausgesucht. Frau Maude Marsh, eine junge Frau, welche in einem Hause an West Grand und Grove Str. dortselbst wohnt, erschien im PolizeiHauptquartier und erzählte dem Chef Tenney, daß sie mit der Miethe rückständig sei. Die Hai-sbesitzerin. die einen eigenthümlichen Begriff von Gesetz und Recht haben muß. hatte sich in den Besitz des Babys der Frau Marsh zu setzen gewußt und wollte dieses nicht eher wieder herausgeben, bis die fällige Miethe bezahlt ist. Sie frug den Chef, was sie öhun könne, um wieder in 'den Besitz des Kindes zu kommen. Chef Tenney sandte einen Polizisten in das Haus der Besitzerin und nach einigem Argumentiren gab die Frau das Pfand wieder heraus. Die Mutter floß von Dank über, als sie sich wieder im Besitz ihres Lieblings sah, und Freudenthränen rannen ihr die Wangen herunter. Die Hausbesitzerin aber wird wohl für die Folge sich mehr an den gesetzlich vorgeschriebenen Weg der Exmission halten. Die Erinnerung an die schreckliche Katastrophe an Bord des Excursionsdampfers General Slocum" wurde im Brooklyner Nachlaßgerichte auf's Neue erweckt. Nachlaßrichter Church gab seine Entscheidung über die letztwillige Verfügung der Eheleute Margaretha und Henry Gerdes bekannt, welche bei dem Unglück ihren Tod fanden. Die beiden Gatten hinterließen separate Testamente, n welchen der gesammte Nachlaß dem überlebenden Theile zugesprochen wurde. Frau Gerdes machte außerdem mehrere Legate, darunter ein,es zuGunsten der St. Markus - Kirche in Manhattan. Es handelte sich nun darum, festzustellen, wer von den Gatten bei der Katastrophe zuerst seinen Tod gefunden hat. Verschiedentlich wurde versucht, den Beweis zu erbringen, daß Frau Gerdes vor ihrem Mann in die Fluthen versank. NachlaßrichterChurch kam jedoch zn dem Schlüsse, daß kein überzeugendes Beweismaterial unterbreitet wurde, das den Tod der Frall vor dem Hinscheiden des Gatten über allen Zweifel feststellt. Der Nachlaß, der sich auf etwa Z15.000 beziffert, soll deshalb unter die beiderseitigen Erben der Testatoren vertheilt werden, als ob überhaupt kein Testament vorhanden gewesen wäre. Als wackere Lebensretter haben sich Kadetten vom Schulschiff St. Marys" hervorgethan. Es wird darüber aus New Fort berichtet: Ein etwa 40 Jahre alter, anständig gekleideter Mann stürzte sich Mittags vom Erholungspier an 24. Str. in den East Niver. James Bremoden, ein Arbeiter, hatte dies bemerkt und rief sofort mit lauter Stimme: Mann über Bord!", um die Mannschaft des Schulschiffes St. Marys", welches dort 'vor Anker lag, aufmerksam zu machen. Der Wachthabende hatte den Vorfall vom Schiffe ebenfalls gesehen und in wenigen Sekunden wurde ein Boot in's Wasser gelassen, in welches die Kadetten Shimerhorn, Smith. Virdsall, Cornell, Attley und Wood stiegen. Inzwischen war der Lebensmüde wieder an die Oberfläche gekommen, aber infolge der starken Strömung bis fast an die 26. Str. getrieben. Das Rettungsboot war aber in wenigen Sekunden an seiner Seite und zwei Kadetten zogen, den Mann in's Boot. Bis zur Ankunft der Ambulanz' versuchten die Kadetten den Mann wieder zum Bewußtsein zu bringen,. aber vergeblich; er war auch noch besinnungslos, als er im Bellevue - Hospital anlangte. Außer einer Karte, auf welcher der Name Gustav Schultz stand, fand man nichts bei ihm bor, woraus man auf seine Identität hätte schließen können. Als der Lebensmüde später wieder zum Bewußtsein kam, nannte er sich Leopold Gustav Schultz, 47 Jahre alt, Wagenlackirer, von No. 263 Bowery. Er gab an, daß Arbeitslosigkeit ihn zum Selbstrnord getrieben ha'öe.
Eine deuischeEZnwanderin, Frau Getz, gebar auf dem Wege von Ellis Island zur Stadt auf dem Fährboote einen gesunden Jungen.' Ware der kleine Getz zehn Minuten früher zur Welt gekommen, so wäre er nicht .als amerikanischer Büraer aeboren, so aber vollbrachte er seinen Eintritt in's irdische Dasein, gerade als das Fährboot von Ellis Island an der Battery 'einfuhr. Die Mutter des Kleinen, Frau Wilhelmina Getz, war am Samstag mit dem Dampfer Gneisenau"' aus Bremen angekommen und mit anderen Einwanderern nach Ellis Island gesandt worden, ws man, ihr gestattete, zu landen, damit sie bei ihrem Gatten, der in Brooklyn wohnt, jein könne, wenn das freudige Ereigniß eintrete. Mutter und Kind Wurden wieder zurück nach dem Hospital auf Ellis Island gebracht. MitknapperNothistW. E. Galloway von Stevens Point, Wis., einem schrecklichen Tode entronnen. Er war in Gefahr, bei lebendigem Leibe zu verbrennen. Ein 30 Pfund wiegender eiserne: Krähn fiel von einem Regale herab und traf den Oelbehälter in seinem Laden und durchschlug mit seinem spitzen Ende den blechernen Behälter. Galloway machte sich daran, diesen aufzuheben und das Oel in einen anderen Behälter zu gießen. Von dem ausgelaufenen Oele war der Boden aber schlüpfrig geworden und Galloway rutschte nut beiden Füßen aus, kam zu Falle,' und der Behälter fiel auf ihn. Nun ergoß sich das Oel in Strömen aus diesem und verbreitete sich bis unter den Ofen, wo es sich infolge der. Hitze entzündete. Schnell verbreiteten sich die Flammen im Raume, und Galloway, dessen Kleider mit Oel getränkt waren, kroch so schnell er konnte nach der hinteren Thüre, und erreichte diese gerade zeitig siernig, den Flammen zu entgehen. Interessant ist die Carr i e r e des vierten Offiziers des dieser Tage in Baltimore eingetrosfenen Lloyd - Dampfers Hannover", Hrn. I. Barre. Derselbe ist erst 23 Jahre alt, hat jedoch in seiner im Alter von 13 Jahren begonnenen SeemannsCarriere die Welt viermal umsegelt. Er fuhr zuerst auf dem D. H. Wetjen," einem Vollschiffe, nach Alaska und kehrte von dort aus mit Waizcn und Lachs in Kammern nach Bremen zurück. Dann machte er eine Reise nach Japan, eine andere nach SüdAmerika. Sodann war er auf der Facht Hohenzollern", als auf ihr der deutsche Kaiser nach Norwegen fuhr, und zwar als Bootsmanns - Maat. Dann machte er auf dem Vollschiffe Nesaiah" vier gefährliche Reisen, die erste ging nach Jdpan und Queenstown, die zweite, nach Shanghai und Chili, die dritte nach Japan, die vierte nach Venezuela. Außerdem fungirte er auch als erster Offizier auf dem Küstendampfer Adler" zwischen Aremen und London. Die Einwander üngsbehörde des Staates Missouri, welche geschaffen wurde, um Einwanderer zu veranlassen, sich auf noch nicht besiedelten Ländereien Missouri's niederzulassen, hat aufgehört. Die letzte Staatsgesetzgebung hat es nämlich verabsäumt, für die Zwecke dieser Körperschaft eine Verwilligung zu machen, und ohne Geld läßt sich nichts machen. Die Einwanderungsbehörde wurde im Jahre 1879 geschaffen und ermächtigt, in ostlichen und europäischen Zeitungen für Missouri Reklame, zu machen und überhaupt Alles zu thun, um den Strom der Einwanderung dorthin zu lenken. Saunders. Sekretär der St. Louiser Busineß Men's Lcaguc, hat den Gouverneur Folk brieflich auf diefe Unterlassungssünde aufmerksam gemacht und ihn aufgefordert, dafük zu sorgen, daß die nächste Staatsgesetzgebung für diesen Zweck eine entsprechende Summe aussetze. Der Gouverneur scheint die Sache nicht für eilig zu halten; denn er antwortete, daß, wie er höre, andere Staatsausschüsse die Obliegenheiten jener Vehörde mitbesorgen, z. V. das Arbeits? bureau und das Vergbauamt. - Ein teuflischer Versuch, den Vureau-Angestellten der Brownsviller Kleiderwaaren - Fabrikanten I. Eisner 8z Co. schweres -Unheil zuzufügen, ist, wie aus New York berichtet wird, durch die Wachsamkeit des Superintendenten Aram vereitelt worden. Die Firma erhielt mit der ersten Morgenpost ein Packetchen zugestellt, dessen sonderbares Aeußere sofort Verdacht erregte. Herr Aram. der die einlausendenVriefschaften zu öffnen hat, ging vorsichtig zu Werke, als er das in Greenpowt aufgegebene Packetchen erbrach. Es war ein, mit einem Bindfaden umwickeltes Cigarrenkistchen, dem einige Körnchen Pulver entfallen sein sollen, als Aram das gefährliche Ding näher prüfen wollte. Die Polizei wurde unverzüglich von dem Thatbestand in Kenntniß gesetzt, und- bis ihrem Eintreffen wurde das Kistchen bchutsam in Wasser gelegt, um eine etwaige Explosion zu verhüten. Im Innern des Cigarrenkistchens fand man später eine mit Pulver angefüllte Blechbüchse, nebst einer Zündschnur; oben am Deckel waren mehrere StreichHölzchen derart angebracht, daß sich dieselben an einem Stückchen Sandpapier Niben mußten,' sobald man den Deckel entfernte. Die Zündscbnur hätte dann Feuer gefangen und im nächsten Moment wäre die ganze Höllenmaschine" In die Luft geflogen. Detektivs fahn- . den jetzt auf den Absender.
