Indiana Tribüne, Volume 29, Number 183, Indianapolis, Marion County, 28 March 1906 — Page 6
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Scheib's
3igcuiiRtTacf)c. Ein Sittenbild sus Ungarn, von H. Käticz. Tie gesammte Gendarmerie von Csaldag war in Aufregung. Seit einigen Wochen verfolgte sie schon die Spur einer Zigeunerbande, die das ganze Szatmarer Komitat durch ihre Diebereien und Brandstiftungen beunruhigte. Die bisher nutzlosen Streifzüge hatten dem jungen Leutnant schon viele freundliche- Bemerkungen von oben eingetragen. Endlich 'war heute ein walachischec Bauer rr:t der Nachricht gekommen, daß man in Fekete Patak zwei Zigeunerwagen angehalten und bei der Durchsuchung eine Menge g:siohlener Sachen gefunden habe. Sofort wurden die Gendarmen zusammengerufen. Civy Lela, d:r junge Leutnant, wählte zwei tüchtige Männer aus und sagte ihnen in ernstem Ton: Kovats und Szöke. Ihr werdet mir die Kerle gut hierher bringen, es hängt viel daoon ab. Ihr kennt ja di: tückischen, feigen Gesellen, im schlimmsten Falle schont Eure Patronen nicht." In einem walachischen BauernWägelchen rollen sie bald nach Fekete Patak. Es ist Mittag, heiß brennt die Augustsonne auf die Insassen hernieder. Der Lauf der Gewehre und die aufgepflanzten Bajonette blitzen, und die schillernden Hahnenfedern wiegen sich stolz auf den keck sitzenden Tschakos. Die Gendarmen haben die höhen engen Halskraaen geöffnet, Hitze und Staub werden immer unerträglicher. Nur der Fuhrmann im dicken Schafspelz, scheint unempfindlich zu sein. Als ihn Szöke fragt, warum er die Guba (Schafspelz) nicht ausziehe, meint er kurz: Was für die Kälte gut ist, ist auch für die Hitze gut." Dann knallt er aufmunternd mit der Peitsche und ruft ein Aschi hoi" seinen Pferdchen zu. Die laufen tüchtig. Man sollte nicht qlauben. was diese armen, schlecht ge-
fütterten, kleinen Thiere leisten können. Es geht in schnellem Fluge durch walachischc Dörfer, die fast aüsgestorben scheinen. Alles ist zur Ernte auf den Feldern. Nur ein paar kleine Kinder in groben, langen Hemden laufen dem Wagen mit Geschrei entgegen, und die wüthenden weißen Hunde mit den rothen, tiefliegenden Augen erheben ein ohrenzerreißendes Gekläff. Kovats, der schon lange in der Gegend ist. wird viel von seinem jüngeren Kameraden über walachischc Sitten und Gebräuche gefragt. Er gibt nur einsilbige Antworten und versinkt endlich ganz in Gedanken. Eine Ahnung sagt ihm, daß ihm heute etwas schief gehen werde. Er ist mit sich selbst im zufrieden, denkt an Weib und Kino und den geringen Sold. Seine Stimmung wird nicht besser, als nun sein Freund ein Lied anstimmt. Der Wagen rüttelt und schüttelt sie tüchtig durcheinander, und das Tremolo der Stimme Szökes ist kein Genuß. , Das Gefährt hat die Landstraße verlassen. Der Fahrweg, der nach dem Dorfe führt, ist mit großen und kleinen Steinen übersäet, nur wo die Wagen fahren, sind zwei tief Furchen in der Erde. Die Männer steigen ab und gehen rüstig den ansteigenden Weg hinan. Auf beiden Seiten erheben sich bewaldete Hügel, ein brausender Gebirgsbach eilt schaumend an ihnen vorbei. Der Wagen fährt durch's Wasser, und in langen, durstigen Zügen trinken die Pferdchen. Langsam geht es vorwärts. Hie und da fliegt ein Raubvogel schreiend auf, und wurden die Kugeln nicht revidirt, möchte Szöke gern a:f die Vögel schießen. ' Das Tnal verengt und verdüstert sich immer mehr, und der Weg wird immer steiler. Jetzt haben die Männer ein? Anhöhe erreicht, von wo sie ihr Ziel. Fekete Patak. ein freundliches Gebirgsdörfchen, liegen sehen. Zu den Bergen hin ziehen sich gelbe Maisfelder. Die Häuser mit ihren Schindeldächern und dem grellfarbigen Anstrich leuchten aus dem Grünen heraus. Sie liegen zerstreut, nach Willkür und Laune der Besitzer erbaut. Nur um die Kirche mit dem hohen SSlnoelthurm zieht sich elne Straße. Die Männer sitzen wieder auf; die Pscrochen. öle den Stall wittern, lau fen schnell und schneller und wiehern freudig. Beim Einfahren in'Z Dörfchen eilt dem Wagen die halbe Jugend nach. Es ist ein großes Ereigniß: zwei Gendarmen, die die Zigeuner abholen wollen! Beim Hause des Dorfobersten des Richters sieigen sie ab. Dieser ist ein Greis mit freundlichem Gessckt und klugen Augen, sein Kopf ist von langen weißen Locken, die bis auf die Schultern fallen, umrahmt. Er kommt aus sie zu, schüttelt ihre Hände und führt sie in sein Haus. Seine Frau, ein nock ri mn ruuiges curiereyen, yolt den selbst ge brannten Zwetschenschnaps. Sckafs käse und ein großes Laib Brot für die Gaste herbei. Die Stube ist niedrig, an den Wänden hängen selbstgesponnene Tücher, mit Wollstickerei über und über bedeckt. - Dazwischen vertheilt grellsarblge Heuigenvttder, bunte Tel ler und Schüsseln. DaS Prachtstück, das Bett, mit zwölf oder mehr Kissen. ist der. Stolz der Hausfrau. Mit allerlei Malereien und Schnitzereien verziert, ,fl es sehr stets und grob, aber trotzdem mchl unschön. Szok? betrachtet das alles verwun
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dert, er ist erst aus dem Tornthaler 5iomitat gekommen, hat noch nie ein walachisches Bauernhaus gesehen. Nachdem beide sich gestärkt, fragt Kovats nach den Zigeunern. Der Richter erzählt ihnen umständlich, wie ein pc?ar Bauern dieVande in einem Maisfeld aufgespürt hätten. Jetzt seien sie im Schulhause eingesperrt, und zur Wache wären zwei junge Burschen bei ihnen. Mitru, der Greis, geht langsam mit den Gendarmen. Ueberall kommen neugierige Bauern aus ihren Häusern: Unje merre (wohin geht's)?" fragen sie und schließen sich den übrigen an. Am Schulhaus angelangt, hört man ein helles Lachen. Beim Eintritt in die geräumige Stube, die von der Zigeunerbande besetzt ist, fallen vor allem eine junge Frau und ein Mädchen auf. die eifrig mit den zwei Walachen, ihren Wächtern, kokettiren. Das Mädchen sieht auf. als die Thür sich kreischend öffnet, die Frau dagegen tanzt um einen der jungen Bauern herum, und bettelt, daß er sie nur ein klein wenig in's Dorf gehen lasse. He da!" ruft Kovats, willst Du still sein?" Sie schrickt zusammen und wirft ihm einen wüthenden, lauernden Blick zu. In einer Ecke kauern drei Männer, die an den Händen mit Hanfstricken gefesselt sind. Sie sehen wild undverwegen aus. Dunkelbraun ist ihre-Ge-sichtsfarbe, zerzaust ihr langes schwarzes Haar, und blitzend ihre Augen. Die schmutzigen Kleider hängen in Fetzen um ihre Körper. Eine dicke, schmutzige Zigeunermutter fehlt auch nicht, sie ist gerade dabei, einem Balg, hm die Frisur" zu säubern! Kinder jeden Alters sind an die Gendarmen herangetreten und begaffen die Männer nach Zigeunerart. Marsch mit Euch in den Wagen. Gesindel!" ruft der Gendarm. Unwillig wird dem Befehle Folge geleistet. Es dauert lange, bis alles untergebracht ist. Zwei, herrliche Planwagen, voll von allem möglichen und unmöglichen Kram, mit Pferden bespannt, die gewiß nie mehr den Stall, aus dem sie gestohlen waren, vergessen werden; denn die Zigeuner behandeln sie sehr schlecht. Die Frauen kutschtren. die Männer sitzen gefesselt auf den Karren. Kovats und Szöke schreiten neben den Wagen her, die ' langsam davonrollen. Die johlende Jugend begleitet die Gendarmen noch bis zur nächsten Brücke. Im Dorfe läutet die Aveglocke, und die untergehende Sonne läßt das doppelte Kreuz (die Walachen sind alle griechisch-katholisch) in ihren letzten Strahlen verheißungsvoll leuchten. Szöke mustert öfter die Zigeuner und unterdrückt selbst den kleinsten Fluchtversuch drohend mit dem Gewehr. Langsam geht's bergan. Oft bleiben die Pferde stehen. Wenn nicht die Gendarmen energisch dazwischen schimpf ten, blieben die Pferde und Zigeuner am liebsten um Rast zu machen. Es ist dunkel geworden, die Sterne flimmern schon durch die Bäume. Die Stille der heraufsteigenden Nacht wird nur durch das Rauschen des Baches und das Knarren der Rader unterbrochen. Manchmal dringt ein leises Sprechen und Tuscheln aus dem Wagen. Der mnge Zigeuner knirscht mit Den Zah nen und reißt an dem Hanfstrick, der ihm aber um so fester in die Gelenke einschneidet. Die Frauen fragen die Gendarmen. ob sie nicht aufsitzen wollen, der Weg ist noch weit nd schlecht. Kurz wird verneint. Was haben sie nur lo elsng miteinander zu flüstern? Und wie ihre rr r i? . . V - CTf JC Augen racysucyng an oen dciuui vacutern hängen! Diese merken es nicht. oder wollen es nicht menen. Pah! Angst kennen sie nicht; sie haben ihre guten Buchsen c sich. Den engen Gebirgsfahrweg haben sie nun verlassen und sind auf die breite Landstraße eingebogen. Hie und da begegnet ihnen ein Gefährt, oaS verspatet aus dem,Städtchen heimkehrt. Doch
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die fahren schnell und haben kaum ein Auge für die Zigeuner. Noch eine Stunde gehen Kovats und Szöke neben dem Wagen her, dann meint Kovats, sie wollten aufsitzen, denn sie sind beide erschöpft von der Hitze und der Last des Tages. Bereitwillig, aber mit sonderbarem Lächeln, wird ihnen Platz gemacht. Eine Weile lauschen beide gespannt auf das, was in dem Wagen vorgeht. Alles bleibt aber ruhig, und sie werden weniger achtsam. Kovats hat auf dem letzten Karren Platz genommen und überwacht auch noch den seines jüngeren Kameraden mit. Eine Sternschnuppe fällt, die Nacht ist warm und mild. Die Akazien, die am Wege blühen, strömen balsamische, sinnverwirrende Düfte aus. Ganz in der Ferne sieht man die Lichter von Csaldag. Von den Strapazen des Tages ermüdet, sinkt Szöke immermehr in Träume. Ein glückliches L'acheln huscht über sein ehrliches, junges Gesicht bei dem Gedanken an sein braunäugiges Mädel, und wie es ihn voll Stolz für seinen guten Fang mit süßem Kusse lohnen wird. Da darf er seinen Ohren trauen! klingen schmeichelnde Liebesworte zu ihm herüber. Ein weicher, zärtlicher Arm legt sich um seinen Hals. Plötzlich aber schnöde Zigeunertücke dringen spitze Nagel in sein Fleisch ein! Er will schreien, aber wie mit eisernen Klammern wird ihm die Kehle Ztuaepreßt. Mit einem Ruck fliegt er rücklings in den Wagen. Vergeblicher Widerstand! Ein stummes verzweifeltes Ringen dann gräbt sich ein spitzer Dolch in seine junge Brust. Und wie oft Wird er noch hineinverscnkt. Alle müssen ihre Rachegelüste befriedigen; selbst die Kinder dürfen nicht zurückstehen. Ganz zerfetzt ist seine Uniform, und sein Blut rinnt in dunklen Strömen. Dann werfen sie den grausam Ermorbeten auf die Landstraße, wo schon ein anderer Leichnam liegt: Kovats ist dem gleichen Schicksal zum Opfer gefallen. Hastig wenden nun die Zigeuner ihre Karren und verschwinden im Dunkel der Nacht, ohne sich umzusehen. Die crbeutctc Wurst. In einer aus dem Jahre 1824 stammenden spaßigen Rcise-Beschreibung von Berlin wird folgendes Geschichtchen erzählt, das für die Thcaterliebhaberei der preußischen Hauptstadt von alters her charakteristisch erscheint. Ein Schlächtermeister hatte einen begabten Sohn, der, allen väterlichen Einwendungen zum Trotz, durchaus zur Bühne gehen wollte. Endlich gelang es dem Anfänger, bei der königlichen Bühne anzukommen; natürlich trat er für's erste nur in stummen Rollen auf oder in solchen, in denen sich der Dialog nur auf wenige Worte beschränkte. Allmälig wurde der Vater stolz auf seinen Künstler" und konnte unter seinen Freunden nicht Worte genug finden, seine Freude über dessen Laufbahn auszudrücken. Wer sich bei ihm in Gunst setzen wollte, brauchte nur das Gespräch auf den Sohn zu lenken, dann hatte er gewonnenes Spiel. Diese kleine Schwäche des alten Herrn war allgemein bekannt. Eines Tages trat eine Frau in seinen Laden und verlangte für zwei Groschen Wurst. Der Meister nahm eine schöne, lange und dicke Wurst vom Nagel, ergriff sein Messer und maß mit diesem das Stückchen.Wurst für den bescheidenen Preis ab. Als er eben einschneiden wollte, fragte ihn die Frau: Lieber Meister, ist der Schauspieler Ihres Namens nicht Ihr Sohn?" Gewiß, das ist ja bekannt!" - Ich hab' ihn neulich spielen sehen" So r Der. Meister schob während dieser Frage das Messer ein bischen weiter hinauf. Er spielt ganz vortrefflich, finde ich " Der Meister rückte noch weiter mit demMesser. .
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ist em gukes Anzeichen vom Zustand Ihres Allgemein - Befindens. Wenn Sie blaß, mager, dunke l unter den Augen sind, die Gesichtsf arbe unrein ist, die Zunge belegt und Sie älter aussehen, als es der Fall sein sollte, so geht es abwärts mit Ihrer Gesundheit, bis sich eine gefährliche Krankheit daraus entwickelt. Thun Sie in 5töt etwas dafür. Halten Sie den Verlauf auf. Stärken Sie Ihre Gesundheitskräfte mit
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Der selige Fleck war ein großer Schauspieler, aber gegen Ihren Sohn kann er doch nicht ankommen " Jetzt schob der Meister das Messer bis zur Hälfte der Wurst. Man hat soviel Wesens von Jffland gemacht, als er noch lebte; er spielte sehr gut, es ist wahr, aber Ihr Sohn wird noch ein ganz anderer Künstler werden " Der Schnitt unterblieb, und der Meister gab noch ein Stück zu. Jetzt redet man soviel von dem Ludwig Devrient, er tritt ganz in Jfflands Fußstapfen. doch mit Ihrem Sohn kann er sich lange nicht messen " Der Meister strahlte, warf das Messer hin und reichte der Käuferin für ihre erlegten Zwei Groschen die ganze Wurst mit den Worten in den Korb: Da, liebe Frau, behalten Sie sie!" Und die kluge Berlinerin ging mit ihrer Beute nach Hause. Fallieres und die deutschen Zecher. Einer fröhlichen Tafelrunde in Zoppot, Westpreußen, hat der neue Präsident der französischen Republik Fallieres auf ihr Begrüßungsschreiben, in dem auf den regen Austausch französischer Weine und deutscher Biere Bezug genommen worden war, folgende Antwort gesandt: Meine Herren! Ich bin sehr glücklich, Ihre Zuschrift beantworten zu können. Empfangen Sie dieses Zeugniß meiner Schätzung und Hochachtung. Möge der Wein von ttn Ufern der Garonne lange, lange Zeit dem Frieden zwischen Frankreich und Deutschland förderlich sein! Prosits Armand Fallieres. Präsident. Paris. Palais du Luxembourg." Marokkanische Romantik. Im Jahre 1837 wurde ein französischer Kolonist in Dely Brahim mit seiner Familie in der Umgegend von Algier durch eine Räuberbande vom Stamme der Hadjuten entführt. Lanternier, so war sein Name, wurde von seiner Familie getrennt, und Frau und Tochter wurden nach Fez gesandt, um dem Sultan zur Verfügung gestellt zu werden. Einer der Söhne des damaligen Sultans Muley Abderrahman bekam die junge Gefangene zu Gesicht und verliebte sich sterblich, in sie. Fräulein Lanternier trat zum Islam über, heirathete den marokkanischen Prinzen im Jahre 1837 und war von da an die Prinzessin Dagia. Gedankensplitter. Daß einer berühmt wird, merkt man oft daran, daß gewisse Freunde anfangen, mit ihm zu prahlen. Oft. sieht man erst, wenn uns ein Wunsch erfüllt wird, wie dumm derselbe gewesen. Wo man dir borgt, da laß dich ruhig nieder, Gute Menschen borgen immer wieder. Schönheit ohne Tugend ist eine Blume ohne Duft. Wenn die Frauen den Kopf aufsetzen, der lieren ihn häufig die Männer. Die Zahl der Glashütten in den Ver. Staaten ist von 355 im Jahre 1900 auf 399 im Jahre 1904. und der Werth der ErZeugnisse derselben von $56,539.712 im Jahre 1900 auf $79.607,998 im Jahre 1904 gestiegen. . t DaS größte Schiff der Welt." . Die von London aus verbreitete Nachricht, daß der neueste Dampfer der White Star Linie, die bei Harland & Wolff in Belfast auf Stapel stehende Adriatlc" mit einem Raumgehalt von 25.000 Tonnen, ein neues Rekordschiff And ' nach ihrcz Fertigstellung das größte Schiff der Welt sein werde, während als größtes deutsches Schiff erst an dritter Stelle die Amerika" der Hamburg-Amerika-Linie in Betracht komme, bedarf der Berichtigung. Schon im Mai d. I. ist die erste 'Reise des Dampfers Kaiserin Auguste Viktoriader Hamburg-Amerika-Linie. zur Zeit im Bau auf der Werft des Stettiner Vulkan, zu erwarten, und dieses Schiff mißt ebenfalls 25.000 Tonnen; in Folge dessen steht die deutsche Rhederei nicht an dritter, sondern an erster Stelle.
Mein Mann hatte vier Aerzte," schreibt Frau -Dor ?eenshaw bon Westpoint, Ga., zu meiner Behai2 lung, aber sie konnten mir nicht t)c? fen. Nach dem vierten Kinde senkte sich meine Gebärmutter und tcy konnte kaum aufsitzen. Nachdem ich eine Flasche Cardui genommen, fing ich an besser zu fühlen. Ich bin jetzt kurirt, hab genügend Milch und kein Gebärmutter Leiden mehr. Cardui hat mich zu einer neuen Frau eemacht."
"W jt VOlt Unbcns seine Schulden bezahlte. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wotinte Rubens in Paris in einer bescheidenen Herberge, nicht weit von dem Palast seiner Äeschützerin Maria v. Medici. Er war stets in Geldverlegenheit, und sein Wirth wurde schließlich so unangenehm, daß. er drohte, ihn vor die Thür zu setzen. Eines Morgens war Rubens wieder einmal, ohne einen Centime in der Tasche vom ?ouvre nach Hause gekommen, und sein Wirth drängte ihn wieder um die Mlethe.-Schnell entschlossen nahm er ein kleines Stück Leinwand von der Wand, entwarf auf derselben eine Skizze, forderte für das Gemälde zwölfhundertFrancs und schickte es zu einem seiner reichen Freunde. Eine halbe Stunde später kam der Bote zurück und erklärte, der Freund wolle nicht mehr als achthundert Francs für das Bild zahlen. ' Darüber gerieth Rubens in helle Wuth, warf es zur Eide und stampfte mit den Füßen darauf. Ein Rubens für achthundert Francs," rief er aus, das ist eine Schmach!" Tes Wirthes Geduld war zu Ende, als er sah, wie ein Miether achthundert Francs für eine elende Schmiererei zurückwies und befahl ibm, augenblicklich das Zimmer zu verlas, sen. Run gab der Künstler seinem . Wirth das feierliche Versprechen, er solle innerhalb einer Woche bezahlt sein, ging in sein Zimmer, riegelte sich ein und blieb dort die ganze Zeit ; nur selten ging er aus und nahm dann stets den Schlüssel mit. Am Ende der Woche trat er, ein Bündel in der Hand haltend, wieder 'zu seinem Wirth und sagte zu ihm : In meinem Zimmer finden Sie das Geld, das ick Ihnen schulde, auf dem Tische. Adieu!" Der Wirth eilte die Treppe herauf; die Thür stand offen, und auf dem Tische sah er eine große Anzahl von Gold- und Silbcrmünzen, weit mehr, als feine' Rechnung betrug. Entzückt trat er näher, aber kaum hatte er die Hand auf den Tisch gelegt, als er entsetzt zurückwich, denn die Gold- und. Silbcrmünzen hatte der Künstler nur auf den Tisch gemalt. Wüthend rannte der Wirth zu dem Wandschrank, um sich an den Sachen seines Miethers zu pfänden und wenigflens so zu seinem Gelde zu kommen. Er öffnete den Schrank, und eine Reihe von prächtigen Gewandern in allen Farben, Federhüte, lange Schwerter, starrten ihm entgegen. Er trat näher, um einen Anzug abzunehmen, aber dasselbe Schauspiel von vorhin wieder holte sich, auch die Kleider waren nur gemalt. Der Vorfall wurde in der Stadt bekannt, und Schaaren von Leuten kamen, um sich das Zimmer anzusehen. Eines TageS fragte ein Bewunderer des berühmten Künstlers, ein Engländer den Wirth, ob er ihm nicht die Malereien für eine bedeutende Summe verkaufen wolle. Ich möchte schon." lautete die Antwort, aber leider sind die'Klexereien ja an die Wände gemalt. Ich habe indessen noch einen Tisch, den ich in die Rumpelkammer geworfen habe, den können Sie haben, wenn Sie wollen." Der Engländer ließ sich den Tisch zeigen, bezahlte dem Wirth caö darauf, gemalte Geld in echter französischer Münze und Beide, der Wirth und der Käufer, schieden in dem angenehmen Gefühle, ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Nothvehr. Nichter: Hätten Sie Ihren abscheulich geplanten Raub nicht ohne diesen verruchten Mord ausführen können?" V erbrecher (in liebenswürdigstem Ton): Unmöglich, Herr Präsident, ganz unmöglich; die Person war diel zu stark, so::st war mir der Gedanke, den der Herr Präsident soeben ausgesprochen haben, auch nicht ganz fremd aber zu meinem größten Bedauern mußte ich im letzten Augenblick darauf verzichten." 837" Raucht die Tish I Mingo.
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