Indiana Tribüne, Volume 29, Number 178, Indianapolis, Marion County, 22 March 1906 — Page 4

Indiana Tribüne. trauljtftetitn vou Itx Sutendttg Es. Indianapolis, Ind.

Karry O. Thudium Präsident. GesÄaftSlocal: ilo. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2S. Entcred t thc Poit Office ot Indianapolis as iccood cl&ti matter. Eine Farce. DaS Gerichtsverfahren gegen die Fleischbarone ift zur Farce geworden. Nichter Humphrey'S Verbiet spricht die Individuen, das heißt die Beamten und Inhaber der verbrecherischen Ileisch'Korporationen, von jeder Ver antwortlichkeit für die von ihnen begangenen Gesetzverletzungen frei und- erklärt, daß die Korporationen selbst zu Prozessiren wären. An alledem hat die zwischenstaatliche Kommission, welche eingesetzt wurde, um die KorporationSVerbrecher zur Strecke zu bringen, die Schuld. Man hat also unbewußt das Schwert, welches den Millionengaunereien ein Ende machen sollte, nur zum Schutze der Spitzbuben geschärft. EZ wurde klar erwiesen, daß diese Beklagten das Sherman Gesetz übertre ten hatten; weil sie aber gezwungen wurden, selbst ihre Gesetzübertretung vor Kommissär Garfield zuzugeben, er klärte der Richter, daß sie selbst nicht zur Verantwortung gezogen werden können, wohl aber die Korporation. ES ift in der That eine bittere Schlappe, welche die Frau Justitka er litten hat. aber sie hätte eö sich erst besser überlegen sollen, ehe sie den in diesem Lande wahnwitzigen Versuch machte, ihre Machi- an Multimillionären zu Probiren. ES wäre auch gar zu entsetzlich ge Wesen, wenn die Macht der Millionen nicht über ein armseliges GerichtSver fahren sich erstrecken dürfte. Ueber ein Jahr. hat der Prozeß in Chicago gedauert, Hunverte von Zeugen wurden venommen, Bundes Generalanwalt Moody griff felbft in den Proz?ß ein und erklärte, daß die Beklagten kein Recht auf Immunität hätten, weil diese ihnen gar nicht versprochen wurde, als sie ihre selbst belastenden Aussagen machten und auch keinem Zwange unterworfen waren. DaS ganze Land sowohl, als auch Richter Humphrey wissen, daß die beklagten Millionäre frivol und fortg? fetzt das Gesetz übertreten hatten, daß sie selbst noch während deS Prozesses dasselbe übertraten. Sie wurden auf frischer That er , tappt, mit der DiebeZbeute in den Tre forS ihrer Geschüft-lokale. Nun spricht man sie als Individuen frei, will aber die Korparationen, deren Leiter sie find, deren Raubzüge auf das Volk 'sie plan ten, prozesfiren. v Man könnte ebensowohl die Pistole mit der ein Mord begangen wurde zur Bestrafung ziehen wollen und den Mörder frei ausgehen lassen weil er selbst bekannte wie er die Pistole ge. richtet und wie er sie abgefeuert habe. Die Korpgration will man haftbar halten, die seelenlose Kreatur der Männer, welche nun frei ausgehen. Man' wird die Korporation auch der uriheilen, das ift ziemlich sicher, d. h. zur döchften zulässigen Strafe von je $5000. Die Strafe wird lächelnden MundeS von den' eben Freigesprochenen aus dem Millionenraube, den ihre Gesetz Verletzung einbrachte, bezahlt werden. DaS Gefängniß, daS sie' fürchteten. haben sie ja glücklich nur von Feme gestreift. yFrau SergZuS Witte, die ja selber eine Jüdin ist. scheint wenig Einfluß auf ihren Gatten zu haben, sonst würde er die . Juden thatkräftiger beschützen. Nachdem es dem unermüdlichen Generalanwalt Hadly von Missouri in seiner .Einsrage in die Geschäfte des WaterS Pierce Oil Co.' maßgebendes Zeugniß zu erlangen gelungen ist, hat er nicht entdeät. daß die WaterS Pierce Co. wie man schon immer annahm ein Zweig der Standard Oil Co. ift, son dern auch daß die, Aktien der WaterS Pier Oll Co.' die sämmtlich in Länden'.der Standard Oel Leute find i ' die Kleinigkeit von 60 Prozent Divi denden brachten. Wie man steht, hat Rockefeller wenigstens die eine Lehre aus der Schrift gezogen, daß 'man feine Schecke! zinsbringend . anlegen

muß.

Unsere Eisenbahnen

Die Statistische Abtheilung der Zwi. schenstaatlichen Handels Kommission hat soeben einen Bericht über daS Ein kommen der Eisenbahnen in den Ver. Staaten für daS am 30. Juni 1905 abgelaufene Rechnungsjahr veröffent. licht. Da die Ratenfrage den Kongreß schon ftit Wochen beschäftigt, kommt der Bericht noch gerade rechtzeitig, um über die Einnahmen der Bahnen Licht zu verbreiten. Der Bericht erstreckt sich über 214.477 Meilen Eisenbahnen, die von 752 Gesellschaften betrieben wer den. Die Brutto Einnahmen dieser Bahnen beziffern sich für daS Berichts jähr auf mehr als 2.073 Millionen Dollars, von denen über 572 Millio nen oder 27.60 Prozent auf Passagier, beförderung und über 1449 Millionen Dollars' oder 69 909 Prozent auf das Frachtgeschäft entfielen. Verschiedene andere Einnahmen beliefen sich auf nahezu 52 Millionen oder 2.50 Pro zent. Pro Meile stellten sich die Ein. nahmen arf 9666 Dollars, eine be trüchtliche Mehreinnahme gegen alle früheren Jahre. So betrugen im Jahre 1934 die Einnahmen pro Meile nur 9306 Dollars. Die Betriebskosten der Bahnende liefen fich auf rund 1.333z Millionen Dollars, im Durchschnitt 6451 Dollars pro Meile, so daß sich die Durchschnitts Betriebskosten auf 66.74 Prozent stell ten, etwa ein Prozent weniger als im vorhergehenden' Jahre. Die Netto Einnahmen der Bahnen waren aber in folge geringerer Betriebskosten höher als im vorhergehenden Jahre. Sie betrugen 689.593 Millionen Dollars gegen 634.674 Millonen im Jahre 1904. Zu den gegebenen Netto'Ein nahmen der Bahnen kommen noch über 114z Millionen Dollars in Gestalt von Aktien und Bond.Anlagen, so daß sich die .Netto Einnahmen auf über 804 Millionen Dollars steigern. Von die fer Summe gehen nahezu 714 Milllo nen für Interessen. Miethen für ge pachtete Linien, permanente Verbesse rungen und Dividenden in der Höhe von rund 196 Millionen Dollars ab. so daß ein Betrieb-Ueberschuß von mehr als 90 Millionen Dollars verbleibt. An Dividenden wurden im Jahre 1905 gegen 12 Millionen Dollarg mehr aus gegeben, wie im vorhergehenden Jahre; die Gesammtsumme der Dividenden de ziffert fich ans nahezu 222 Millionen Dollars. Der Bericht bringt weiter eingehen des Zahlenmaterial über die Einnah men. Betriebskosten. Dividenden der einzelnen Bahnsysteme, aus dem erficht lich ist, daß eine Anzahl Bahnen in den letzten Jahren keine Dividende bezahlt. sondern mit Defizits gearbeitet hat, einige sogar mit recht beträchtlichen. Im Anschluß hieran ist der soeben erschienene Jahresbericht der United StatcS Steel Corporation für 1905 in teressant. Derselbe, läßt in seinen rie sigen Ziffern erkennen, wag für kolof fale Profite viele dieser großen indu ftriellen Organisationen abwerfen. Die Einnahm.n der Gesellschaft betrugen nicht weniger als S535.231.736, eine Zunahme von S140.926.306 gegen das Vorjahr. Der Netto.Profit betrug $119,787,657, eine Zunahme von 4ü,üll,l3ü. Nach Zahlung von Zinsen und Dividenden und restlichen Abschreibungen, sowie Verbesserungen und Erwerbungen verbleibt immer noch ein Ueberschuß von $17,065,815, eine Zunahme tob-. 812,017,962 gegen 1904. Das Kapital der Gesellschaft betrügt S503.302.500 in Aktien und $360,231,100 in Stammaktien. Der ungetheilte Profit der Corporation und der ihr angehörenden Firmen betrügt seit der Organisation der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 1905 $34,783, 450.67. Am 31. Dezember letztes Jahr hatte der Trust Bestellungen auf 7.606.086 Tonnen Erzeugnisse aller Art. Am 31. Dezember 1904 hatte er für nur 4,696,203. - - Die , Bauunternehmer A. C. Wehle, 44 Jahre alt, welcher im Denison.Hote abgestiegen ist, und William' Warren von Chicago wutden-gestern von dem Beamten De Rossette verhaftet, weil fie die Straße mit Baumaterial blockir hatten. ."7 j ; '. Bauerlauonißschein e. A. Hereth, Reparaturen, No. 22 Nord Delaware Str., veranschlagt auf $633. I. G. Miller, Schuppen, Nr. 1236 Lee Str., $50. Willkam H. Bade. Cöttage. 1123 St. Peter Str.' $350. A. C. Parker, Wohnhaus Bis. marck Ave., nahe Wärren Str., $1050.

Gcorg Ebcrs als primancr.

fteora LberS mzt ohne Zweifel einer der flottesten Pennäler Quedlinburgs. Der wohlgebaute, schlanke Berliner Äantierssokn mit den scharf geschnitle. ncn Zügen brachte nicht nur eben. sondern auch bield in die chon gelegene Harzstadt. Daß cr seine stets modischen Kleider nur hochilens einen yjionai trug, daß der Herr Primaner ä einen hmacn Diener dielt, war selbstver stündlich; die vermögende Mutter mochte dem Liebling, der, vaterlos, schon als I9jähriger Jnngling selbstständig wie irgend Jemand in der Welt dastand, nichts abschlagen. Wenn er nach Echulschluzz in sein eleaanieS Seim beim Professor Echmidt eintrat, wo sein peinlich sauberer Diener Älies wie gelcal" y,ngestellt hatte, war sein CrsteS, dcn Groom".zu Kl. zu schicken mit Aufsayhesten und Diarien; denn Herr (tecxa SberS liebte eS nicht, die langweiligen Schulaufgaben selbst zu löjen. und uberlielZ das gern dem bereitwilllgen ittallensreunde. lln nu iö er doch Professor Gewor den, da hab' ich mich aber gewundert!sagte stolz sein einstiger Diener, jetzt Restaurateur in Magdeburg. Der schönste Tag aber war der onnabend. Reichten Schrittes tänzelte der für zwei Tage von Horaz und Tbucidi des befreite Herr Primaner durch die St. Älasienstralzc, um vor dem Hause des Jnhrwerköbesitzerö F. Halt zu machen. Wenn auf sein Pfeifen und Rufen sich Jemand am Fenster zeigte, besaizi er im lleoenewnroigllen .one: .Nante soll um 1 Wir mit den bei den Braunen vorbeifahren!- Und dann ging es mit zwei oder drei Kameraden in den schonen San hinein. ?ilcht etwa, um am Abend heimzukehren. Man blieb in fröhlichster Stimmung irgendwo über Nacht und lenkte erst am Sonntag Abend wieder den heimischen Penaten zu. Oder man fuhr aen Aschersleben, wohin daS reizende Töchterlein des Hauses D. lockte. Einmal ging der nerviis rcrum aus. Kurz entschlossen wurde der Groom nach Quedlinburg gesandt, um einen Äären anzubinden. Dann wurde die Neise mit frischen rasten biö Sonntag Nacht sortgesetzt. Der kleine, flinke Diener war Ebers Verzua. Als er sich einmal mit lochender Milch die Brust verbrüht hatte, verschrieb ihm sein junger Herr ein Pflaster: einen öiuchen, der reichlich die aanze Brandstelle bedeckte. H?ix Georg (ibers hätte ich Pferde gemaust. Aber man sieht doch, oap uiner in cer luaend ein toller erl sein kann und es nackber dock bis zum Professor bringt,- schloß der ehemalige Diener seine Erzählung. Ein Schüler Mascagnis. Als sich der bekannte Komponist vor einiger Zeit in London aufhielt, härte er rsn seinem Hotel aus einen Drehorgel jpieler. der das Intermezzo aus seiner Cavalleria rusticana herunterleierte. Der Mann, der das- Stück viel zu schnell spielte, brachte den Geister fast zur Verzweiflung, und schließlich lief cr auf die Straße. Schnell trat er auf dcn Leiermann zu und sagte: Sie stielen die Sache ja viel zu schnell. Geben Sie her, ich werde Ihnen zeigen, wie das gespielt werden muß." So! Wer sind Sie denn?- fragte der Veier mann. Ich bin zufällig der tapcnist des Stückes," erwiderte Mascaani. und spielte nun daö ganze Jntermczzo dem. erstaunten Drehorgelsvielcr i im richtigen Tempo vor. vJiüxi kann sich aber Mascagnis llcberraschung denken, als er am folgenden Tage denselben Drehorgelspiclcr wieder vor seinem Hotel erblickte; auf seinem In. strument prangte ein Zettel, auf we!chem in großen Buchstaben die Worte standen: Schüler üMaScannia!" DerModellhutalSÄerr ä t h e r. Gin Diebesbande in Lerfin, deren Anführer ein früherer Molkereibesitzer Namens Otto war, hatte innerbalb eines kurzen Zeitraumes 32 Einbrüche verübt. Zu den Opfern gehörte der Inhaber eines PutzgeschäfteZ, dein mit anderen Sachen ein ModellHut aus bim Schaufenster entwende: wurde. GrN bemerkte zufällig auf der Straße seinen Hut auf dem Kopf einer Frau und hielt diese an. Die Festsiellung ergab, daß es die Ehefrau Ottos war, die von ihrem obdachlosen Mann zwar getrennt lebte, aber in ihrer Wohnung zuweilen von ihm besucht wurde. Nach längerer Beobachtung konnte die Polizei in der Nacht das' Diebsnest ausnehmen. , Durchgebrannterdreik ö p f i g e r Vorstand. Von einem Sportverein in - Mühlhausen. Provinz Sachsen, ist kürzlich der gesammte Vorstand durchgebrannt. W'äh rend es gelang, den Vorsitzenden und den Schriftführer in der nächsten Umgebung zu erwischen, kam der Kasstrer mit der einen nicht unbedeutenden Vetrag enthalknden ctast? bis nach Hamburg, von wo au3 er sich nach Amerika einschiffen wollte. Aber, vor feiner Abreise' trafen seine Angehörigen in Hamburg ein und holten ihn zurück. Der veruntreute Betrag wurde von ihnen aedeckt. , E i s n o t h. Zum erstenmal in der Geschickte des Eisgeschäftes .in Burlington. Vt. hatten stch die doriigen Eishändler jüngst genöthigt gesehen.anaesichts ' des herrschenden milden Wetters die Nacht zur Einbringung des Erseö zu verwenden. : - v

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Haus, Huf und Wnd Rauhe Hände wasche man täglich mehrmals in Honigwasser, wozu man einen Eßlöffel Honig auf ein Quart Wasser nimmt. Bei Vergiftung durch mineralische Gifte muß der Kranke fo viel Milch trinken, als er vermag; auch müssen Umschläge von Milch auf den Unterleib gemacht werden. Seidenstickerei w a s ch e n. Bunte Seidenstickerei auf Leinwand wäscht man am besten mit einer abgekühlten Abkochung von Scifenwurzel. der man einige Tropfen Terpentin zusetzen kann. Aepfel und Kartoffeln zusammen gekocht, mit wenig Wasser aufgegeben, die Aepfel obenauf gelegt, eine Prise Salz über die Kartoffeln, auf dcr Herdplatte gardämpfen lassen, zu Brei gestampft, mit braungemachter Butter Übergossen und zu Koteletten. Frikadellen. oder Röstwurst gereicht, schmeckt vorzüglich. H e r i n g s -S an c e. Ein Hering wird gehäutet, entgrätet, gut abgewaschen und sechs bis sieben Stunden in Milch gelegt, dann mit drei hartgekochten Eidottern und einer kleinen Zwiebel so fein als möglich gehackt und mit einem Theelöffel Zucker, Pfeffer. Provenceröl und Essig zu einer dicklichen Sauce verrührt. Man kann sie zu kaltem Braten aller Art geben. Gipsfiguren niarmorähnlich zu machen. Dieselben werden mit einer Mischung von zwei Theilen Stearin, zwei Theilen venezianischer Seife und einem Theil Pottasche (im Wasser durch Kochen aufgelöst, so daß die Lauge dünnflüssig ist) mehrmals überstrichen. Die Flüssigkeit kann erst drei Tage nach ihrer Anfertigung gebraucht werden. Die AnWendung geschieht warm. Bleichmittel für vergilbteWäs che. Leinen und baumwollene Wäsche wird schön weiß, wenn man dieselbe nach dem Waschen und Auskochen mit reichlich weißer Seife gut auswindet, mit kochendem Wasser übergießt und sie fest zugedeckt darin erkalten läßt. Oder man bereite durch Zerkochen von Borax in Wasser eine starke Essenz und gebe je nach Bedarf von derselben in das WaschWasser. Mundfäule bei kleinen Kindern läßt sich durch fleißiges Reinigen des Mundes nach jedesmaligem Trinken verhüten. Ebenso muß auf gewissenhafte Säuberung der Saugslasche und oeö Saugstopsels ge sehen werden. Ein Mundstück von Horn oder schwarzem Gummi, ist den Saugflaschen mit langem Kautschuk schlauch vorzuziehen. Das Mundstück muß nach jedem Gebrauch gut aesäubert und in reines Wasser gelegt werden. M an elm il ch für K ranke. Ein viertel Pfund geichalte Mandeln werden mit etwas Wasser fein gestoßen, mit einem Quart Wasser vermischt, dann durch ein sauberes TucH, welches vorher in heißem Wasser gelegen hat (weil die Mandelmilch leicht dann einen Geschmack annimmt), stark, durchgepreßt und mit Zucker versüßt. Sie hält sich, mit Ausnahme von heißen Sommenagen, m einer Flasche an ernem kühlen Orte in kaltes Wasser gestellt, bis zum dritten Tage. Auch kann man sechs bis acht bittere Mandeln nehmen. Um Eichenmöbel zu rein x a t x , reibt man sie zuerst mn einem wollenen Läppchen, das man mit lauwarmem Bier befeuchtet hat. Alsdann kocht man ein Stück Wachs von der, Größe eines Hühnereies und ein halb so großes Stück Zucker in zwei Tassen Bier, läßt die, Masse ein wenig abkühlen und besireicht die Möbel damit. Wenn sie trocken sind, polirt man sie mit einem wollenen Läppchen blank. Gebeizte Möbel reibt man vierteljährlich mit einem wollenen, mit etwas flüssigem Wachs getränkten Lappen kräftig ab. F l e i s ch k l ö ß e. Das gekochte oder, gebratene Fleisch wird mrt etwas Zwiebel und einigen Sardellen recht fein gewiegt. bis j Pfund Butter zu Schaum gerührt und nach und nach ganze Eier, sowie etwas , geriebene Muskatnuß, gewiegte Citronenschale, Salz und ein Viertel soviel geriebene Semmel, als man czewieates Fleisch hat,, dazu gethan, dann rührt man alles gut durcheinander. . formirt breite Klöfc. bestreicht solche mit gequirltem Ei v:.b geriebener Semmel, und brät sie in Vutter auf beiden Seiten fchön gelbbraun. Von einem merkwürdigen Tod ereilt wurdc'der mer Levr Nelson in Iowa Falls. Ja Er war mit' seiner Familie auf dem Heimwege von der Hochzeit seines Sohnes begriffen; am Flusse angekommen, stiea er ab. um dem Kutscher des Wagens die Lage der Brücke anzugeben. verfehlte aber in der herrschenden Duy kelheit selbst den Aea und stürzte au die Eisdecke, wobei er sich eine Wunde am Kopf zuzog. Er wurde bewußtlos und ertrank, da er mit dem Gesicht in's Wasser gefallen war, bevor feine Famme.. die rm Dunkeln auf ferne Ruck kehr. wartete, auch .nur eine. Ahnung hatte, daß - tipn . etwas geschehen sein konnte. . .

3ohn Vrrtn, tol905 Jan. 1906 Tie American umziehen sobald fertiggestellt sind. Selbstmord eines K i nd e s. Ein zwölf Jahre altes Mädchen in Chemnitz, Sachsen, wurde erhängt aufgefunden. Das Kind hatte Geld zum Einkauf von Brot erhalten, das Geld jedoch vernascht und das Brot geborgt. Vie Unredlichkeit kam an. den Tag, und das Kind hatte Strafe zu gewartlaen. Aus Furmt davor beging das Mädchen Selbstmord. Neunjährige Bittstell e r i n. Das neunjährige Töchterchen des Pvstsekretärs Engler in Kalau, Brandenburg, übersandte ein Bittgesuch an den Prinzen August Wilhelm, ihr zum Geburtstag ein kleines Andenken zu schenken. Am Geburtstage der Kleinen erfolgte durch das Kaiserliche ofpostamt zu Berlin die Zusendung eine? Puppe und eines Seidentaschentuches mit Krone und gesticktem Nanienszug mit Begleitschreiben. Hosenträaerschnalle als Netter. Im Walde zwischen Schönstadt und Bracht, Hessen-Nassau. wurde bei einbrechender Dunkelheit em von seinem Bestellgange zurückkehrender Landbrlefiragcr von zwei Strolchen angefallen. Einer von ihnen führte mit dem Messer einen Stoß nach der Brust des Briefträgers; - das Messer prallte aber an der. Hosenträgerschnalle ab. Dem Ueberfallenen gelang es. sich durch die Flucht zu retten. Kleine Schule. Eine Schule für drei Kinder befindet sich jetzt auf der nur von' einer einzigen Familie bewohnten Hallig Süderoog bei Pellworm, Schleswig-Holstein. Bisher waren die beiden schulpflichtigen Kinder der Familie auf Pellworm untergebracht, alnd der Staat zahlte für jedes Kind jährlich 400 Mark. Nachdem nun noch das dritte Kind fchulpflichtig geworden, wurde für die drei Kinder ein eigener Lehrer auf der kleinen Hallig angestellt. Salzsäure statt Arze nei. Die 67jährige Gutsauszüglerin Frau Arisiner in.Zschorlau, Sachsen, fühlte sich feit längerer Zeit nicht wohl und nahm von Zeit zu Zeit Tropfen em. In emer Nacht ergriff ste rn der Dunkelheit aber eine Flasche mit Salzsäure und trank daraus. Tags darauf verschied die Unglückliche unter furchtbaren Schmerzen. Die Flasche mit Salzsäure hatte der Sohn der Beustordenen m .den Schrank gestellt, um ste bei einem erkrankten Kalbe zur BerWendung zu bringen. Kuriose Diebstahlsentd e ck u n g. An die Stadtverwaltung zu Uebigau. Provinz Sachsen, langte aus Halle ein Brief mit 22.000 Mark m Werthpapleren an, wonn unbekannte Absender schrieben, sie könnten keinen Gebrauch davon machen. Man nahm sofort eine -Besichtigung der Stadthauptkasse vor und entdeckte, daß dieselbe geplündert worden war. Außer den erwähnten Werthpapieren hatten sich die Diebe noch 7000 Mark Baargeld angeeignet, das sie natürlich be-halten-hatten. Kein Freund vom Sal u t s ch i e ß e n. Der vör Kurzem avf seinem Posten in Sydney. NeusüdWales, eingetroffene neue englische Admiral Si? Wilmot H. Farkes hat insofern eine Neuerung eingeführt, als bei dem bei Gelegenheit des Eintreffens seines Geschwaders in Hobart gewechselten offiziellen Besuche das sonst iibliche Salutschießen unterblieb. Der Admiral hat auf Befragen erklärt, daß er diese Unterlassung angeordnet habe, weil das Salutschießen nichts als Pulper und Geldverschwendung sei. S'kandal im Theater. f:m Nationaltheater zu Belgrad, Ser bien. sollte das Gorkische Stück In der Tief; des. Lebens" gespielt werden: kaum war jedoch der Vorhang in die Höhe gegangen, so begann das Galleriepublikum zu schreien: Nieder .mit dem Intendanten! Nieder mit dem Dramaturgen! Hoch d:e Schauspie ler!" Mehrer Male wurde der Vor hang, herabgelassen. Der Spektakel wurde immer größer. Studenten warfen Eier, Kartoffeln. Zwiebeln auf die Buyne und in die Jntendantenloge, und die Vorstellung konnte nicht abgehalten werden. Die Demonstration hatte auch auf der Straße ihre Fortsetzung. Die Ursache der Demonstration war, daß die Intendantur einzelne Künstler bevorzugte und ihnen Rollen zutheilte, die schon - bewährte Kräfte inne hatten. Auch, waren Differenzen bezüglich oeö Penstons fonds der Schau spieler zwischen ihnen und der Inten bantür entstanden. Der Intendant und .der Dramaturg legten dem, Munster ihr: Demission vor.

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Heu! llt BONANZA.

Präsident. . Schlotzh.uer, Schatzmeister.

Tepositen Contos. Tepositen. exclusire Ber. St. Depositen. 3,797 $4,567,772.34 4 5,571,461 29 National Bank wird in das alte Postgebäude die Renovirung?- und UinänderungS.Arbeiten 324 W. Maryland. Erfiklasfige ffamilienwasche. Leide kelevhou 80SÖBüHiSll&i HiH5l: Wechsel. Kreditbriefe, Postanweisungen, auf alle Städte'Cürcpas.Schiffsscheine von und nach Europa. An- und Verkauf auslättdischeu Geldes. n H No. 35 Süd Meridian Str. Alerchants National Bank. ie Anhäufung eines Ueberschusses, der später Keinmal arbeitendes Capital '.wird, ist die Frage, welche die DurchfchnittS-Perfon am meisten interefsirt. Die einfachste und durchgreifendste Methode ist die, zu cutscheiden, welcher Theil Ihres GeHaltes oder Einkommens für die vernunftgemäßen Ansprüche Ihrer selbst und Ihrer Familie sein soll ; der Rest sollte dann als Ersparniß bei dieser starken Company deponier werden. Der Erfolg diese? Planes steht außer Frage. Fangen Sie heute an. THE lliDIANVTRUST COMPANY, Kavital $1,000,000.00 Ueberschuß 300,000X0 INDIANAPOLIS BREVIII6 CO. Düsseldorfer... Das Bier, ' lches auf der Weltausstellung zu Qu Louis den Preis erhielt als 2er Welt Standard Für Bollkommcnhcit. In Pints und Quarts, Flaschen Dep't. Tel. 578 und 690. Inüiauap0ll8 Bnnving Co. aufen Sie keinen fertig ge- . machten Anzug oder Ueberzieher. wenn Sie solche auf Bestellung nach Maaß erhalten können so niedrig wie M UNd S2G Diese sehen schöner aus und tragen besser. 33 W. Monument. Dr. 1 H. lato Teutscher Thier.Trzt Office: . Schellhouse'zLeih-Stall 329 Oft 8S6ft Ct. Telephone: Neu, 326 Alt, Main II. Wohnung: 1732 X.dlso Ave. Neun 'Phone 5. - i K Der Kohlenmann, Verkauft kit beften kohle aller Sorten i Startte Office u. Yards 800900 Beecher Str. t i . . -

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