Indiana Tribüne, Volume 29, Number 174, Indianapolis, Marion County, 17 March 1906 — Page 6
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Europaische Nachrichten.
Frovinz Schreswig-Kolstein. . Schleswig. Verliehen wurde: Dem Garnisonverwaltungs - Jnspektor Otto Graewe Wandsbet und den: Stadtkassirer a. D. August Peters zu Heide der 5tronenorden 4. Klasse, dem Rechnungsrath Wilhelm Henning beim Konsistorium Hierselbst bei seinem Uebertritt in den Ruhestand "der Kronenorden 3. Klasse, den Stationswärtem Henning Blaas, Heinrich Andresen und Wilhelm Reimer, sämmtlich in der hiesigen Provinzial - Jrrenanstalt, das Allgemeine Ehrenzeichen. Insel Alsen. Schistszimmermann Hamer. der auf dem TorpedoSchießstand Schwartzkopfs bei Höruphaff beschäftigt ist, wurde letztens durch einenBrief überrascht, der, wie sich herausstellte, vor 18 Jahren geschrieben war uiib eine Reise um die Welt gemacht hatte. Im Jahre 1887 war das Schreiben von Hamers Eltern an diesen, der zur See fuhr, abgesandt, und zwar nach einem nordamerikanischen Hafen. Da der Brief nicht bestellt werden konnte, wurde er nachgesandt und kam so mit der Zeit nach Häfen aller Welttheile und verschiedener europäischer Länder, bis er vor Kurzem wieder in die Hände der Absender gelangte, die nun das Schreiben ihrem Sohn zustellen konnten. Kiel. Schneidergeselle Zimmermann versuchte ein Dienstmädchen durch inen Revolverschuß zu todten. Er verletzte es schwer. Dann feuerte er auf sich selbst einen Schuß ab, frei aber nicht den Tod zur Folge hatte. Eifersucht wird als Grund des Mord und Selbstmordversuches angegeben. . Klein - Nheide. Ihren 100. Geburtstag feierte vie älteste Einwohnerin, Wittwe Brumm. Die Greisin ist noch kerngesund und rüstig, liest ohne Brille und verschmäht auch ein Spielchen Karten nicht. K o l l m a r. Vor Kurzem konnten die Eheleute Klaus Koopman und Frau das Fest ihrer djamantenenHochzeit begehen. Neuenkirchen. Hier begingen die Eheleute Johann Heinrich Hasch und Frau das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Stellingen. Kürzlich wurde der n der Krupunder Chaussee gelegene Timm'sche Gasthof vom Fuer theilweise zerstört. Das Feuer entstand in dem alten, 'mit Strohdach versehenen Wohnhause. Die Altonaer Feu:rwehr wurde zur Hilfeleistung herbeigerufen, da die freiwillige Feuerwehr das Feuer nicht bezwingen kounte. Es gelang, das anstoßende neugebaute Wirthschaftölokal zu retten, wahrend das Wohnhaus sowie die Viehställe heruntergebrannt sind; mehrere Schweme sowie viel Federvieh sind in den Flammen umgekommen. Süderstapel.' Landmann H. O. Metz und Frau konnten das Fest der goldenen Hochzeit begehen. 'ArsVitrz Sctzresien. Ares lau. Pastor Karl Schultze von der Elisabethkirche, ein hochangesehener liberaler Geistlicher, der sich auch um das städtische Armenwesen wohl verdient gemacht hat, ist im AI ier von 65 Jahren gestorben. Er war der Sohn eines Potsdamer Kaufmanns. Anläßlich der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares beantragte der Magistrat der Stadt die Bewilligung von 360.000 Mark zur Errichtung eines Säuglingsheims am chwalbeniamm, Dessen Unterhaltung jährlich 40,000 Mark erfordern wird. Philo vom Walde, der bekannte schlesische Volksdichter, ist im Alter von 47 Jahren hier gestorben. Philo vom Walde war der Dichtername des, hiesigen Lehrers Johannes Reinelt; er hat sich vor allem durch eine sehr frische bolksthümlichk Lyrik bekannt gemacht, die zum Theil in schlesischem Dialekt gehalten ist. Auch eine Anzahl kleiner Lustspiele hat Philo vom Walde verfaßt, die es aber zu keinem besonderen Erfolge bringen konnten, A u v a s. Der Steinschläger Franz Weidner von hier trank beim Ueberfahren über die Oder mit einem mit Holz beladenen Kahn. Sein Begleiter, der Schiffsbauer Wilhelm Bleul. rettete sich mit großer Mühe durch Schwimmen. B e u t h e n. Zum Tode verurtheilt wurde vom hiesigen Schwurgericht der Zimmerhäuer Johann Rzyska, der unter der Anklage stand, in der Nacht zum 29. April v. I. bei einem Einbruch in die Bureauräume der Eintrachthütte den ihm in den Weg kommenden 68jährigen Wächter Richter über den Haufen geschossen zu haben. Doms lau. Der in allen Kreism beliebte Inspektor Kühn wurde nach 40jähriger Thätigkeit auf hiesiger 'Oekonomie von der Firma vom Rath, Schöller und Skene in den Ruhestand versetzt. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm der Kronexorden 4. Klasse verliehen. Kühn ist nach Koberwitz verzogen. Sein Nachfolger ist Tederan aus Thüringen. Gottes berg. Durch einen Sturz in den Fahrschacht . des Paulinenschachtes in Rothenbach verunglückte der 16jahrZge Schleppet'Fritz Vogt von hier zu Tode. Schweidnitz. Sein 50jährZges VUrgerjubiläum beging Stadtrath a. D. Schmidt, kr von 186172 dem Stadtverordnetencollegium ange hörte und dann 25 Jahre lang das Ehrenamt eines 'Stadtraths bekleidete.
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,MgenugtNd." Von Fritz Günther (Godesberg). rv.: U"1 säuberlich verpackt lag das Manuskript vor mir, an welchem ich sc lange lzerumgefettt hatte. Nun noch in Möglichst schwungvollen Zttgen die Ad' resse der Theaterdirektion darauf, der ich mein erstes Bühnenwerk anvertrau en wollte. Und dann auss Postamt! Zuerst gedachte ich den kostbaren Schatz selbst dahin zu bringen, aber da fiel mir ein, daß meinem Töchterchen etwas Bewegung nicht schaden könne. Sie war ja unheimlich fleißig, die Kleine, gar nicht von den Büchern und Schul heften fortzubringen! Von wem sie das nur hatte? Von mir gewiß nicht. Außerdem mußte das meinem Opus Glück bringen. Vielleicht bedeutete es für mich das von unschuldigen Kinder Händen gezogene große Los. Marzella kam, noch ganz in die Ge Heimnisse der dritten Deklination verfunken, zu mir in die Stube. Sie heißt nämlich Marzella, weil sie zufällig am Tagt des heiligen Marzellus zu Köln geboren ist und nicht, weil sie eine berühmte Sängerin werden soll, wie die Marzella Sembrich. Ein schicklicherer Name wollte, als sie der Storch uns brachte, weder meiner Frau noch mir ln der Eile einfallen, weil wir uns nur auf Bubennamen präpariert hatten und deren hatten wir freilich eine ganz stattliche Auswahl. In die Geheimnisse der dritten Tel' lination war .Marzella deshalb ver funken, weil sie seit einem Jahre außer den Schulstunden Latein treibt. Sie ge denkt nämlich später das Mädchengymnasium zu besuchen und noch später die Universität. O, sie hat große Tinge Mit sich vor! Ihre Puppen haben zunächst lateinische Namen, wie Egeria, Tarquinia, Cornelia, die Mutter der Gracchen; andere gehören der altorien talischen Geschichte an, wie SemiramiS und Cleopatra. Letztere bekommt fast täglich Schlägt, weil sie sehr unartig ist. Hier, Marzella," sagte ich zu meiner Tochter. Nimm diesen großen Brief und dieses Markstück! Lasse ihn dafür einschreiben und bringe mir den Nest zurück!" .Soll es gleich sein, Papa?" fragte die Kleine, oder kann ich die Teklination noch zu Ende schreiben " Dabei sah sie mich mit einem verfüh rerischen Blicke von unten nach oben an. ..ES soll aleich sein, mein Kino." erwiderte ich mit einem Versuche, etwa? Strenge in den Ton meiner Worte zu legen, der aber ziemlich mißlang. Und l alsoglei'ch, als gelte es ein großes Un recht wieder gutzumachen, tütschelte ich ihre beute etwas blasse, aber wohlge rundete Backe. Ja, es ist gut, wenn . Du gleich gehst. " An die Direktion des " begann sie mir die Adresse der 'Sendung vor. zudeklamiern. Dabei achtete sie nicht des Markstückes, welches ich darauf ge legt hatte und ließ es langsam, aber sicher durch das Zimmer bis in den äußersten Winkel hinabrollen. Es be ruhigte sich nicht eher, als bis es sich hinter einem Ruhebette, einer spanischen Wand uud einem Bücherschranke ver schanzt Hatte. Ei natürlich!" polterte ich IoS. Was man Dir nicht mit Schreiner leim an die Hand festklebt, das läßt Du fallen. Du ungeschicktes Ding Ein Glück, daß Dein Kopf angewachsen ist, sonst wärest Du längst einmal ohne ihn nach Hause gekommen. Nun geh' auf die Suche!" Marzella bückte sich stumm auf den Teppich hernieder, kroch unter das Rnhebett. forschte mit Hilfe eines Line ales unter allen Schränken, aber vcr geblich. Aergerlich rief ich da? Dienstmädchen herbei und übergab ,hm den Brief zur Beförderung: Auch meine Frau kam. durch die Unruhe herbeigelockt, ins Zimmer und suchte gleichfalls und mit gleichem Mißerfolg. Laß es nur, Marzella!" sagte sie begütigend. Beim Putzen wirbsich das Stück .schon finden. Geh' nur und mache Deine Aufgaben weiter. Du hast ja heute so viel zu thun." Die Kleine erhob sich. Sie sah ganz
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5ct eine Million Frauen geheilt, die an allen ten Unannehmlichkeiten litten, die weibliche Schwäche it Cs wird Sie ruriren, wie eS diese kurirt hat Nücrenschmcrz, Schwindel, niederziehende Gefühle, der unnatürliche Monatsflüsse beseitigen und Sie
giucrncyen grau machen. Ersucht es. Bei jedem Apotheker zum Verlaus für ZI die Flasche.
i-rtiMm verstört aus und Thränen standen ihr in den Augen, so daß ich meine Heftig, keit zu bereuen begann, zumal mich auch ein vorwurssvoller Blick meiner Ehe. Hälfte traf. ' Tie Arme ist heute ganz aus dem Häuschen. Du mufet sie schonen, denn sie sitzt bereits seit dem Mittagessen wieder über den Büchern. - TaS soll sie eben nicht," erwiderte ich. Fünf Stunden Unterricht sind für das Kind gerade genug, besonders jetzt, da sie kaum von ihrem Bronchial, katarrh befreit ist. Wenn sie auch noch mit Hausaufgaben überschüttet wird, nehme ich sie aus der Schule wieder heraus. Früher, als wir sie im Hause selbst unterrichteten, kam sie mit drei Stunden, für Unterricht und Ausgaben prächtig aus und konnte die übrige Zeit im Garten umhertollen und spielen. Da war sie immer frisch und das ist mir doch die Hauptsache." Das ist ja alles schön und gut", meinte die Gattin. Aber du kennst ja ihren brennenden Ehrgeiz. Als wir sie in die öffentliche Schule thaten, vor allem um ihr den Verkehr mit ihresglei chen möglich zu machen, übersprang sie gleich zwei Klassen. Nun ist sie in Quarta die jüngste und doch allen vor an. Sie hat es sich in den Kopf gesetzt, das beste Zeugnis heimzubringen." Da5 ist es ja eben, was mir an Marzella nicht gefüllt. Diese Streberei hat ja nicht den geringsten Zweck. Du siehst es ja sie verliert alle Lust zum Spielen und altert mir vor der Zeit. Sie bringt sich selbst um ihre Kindheit weiß Gott, die einzige glückliche Zeit im Leben, die einzige, die werth ist, gelebt zu werden. Lieber opfere ich alle Znkunftspläne mit Universitätsbildung usw.. alö-daß ich ihr die seligen Jahre deS KindesaltcrS Verderb " Aber, lieber Mann, ich bin ganz Deiner Ansicht. Ich sage auch: Lieber unwissend als ein verknöcherter Blau strumpf. DaS Lernen wird ihr aber ungemein leicht. Gewöhnlich hat sie in einem Stündchen alle Aufgaben erledigt, das Memorieren von Gedichten inbe griffen; es ist heute eine Ausnahme, daß sie mehr zu thun bat. Eigentlich wollte ich eS Dir nicht sagen, um Dich nicht unnöthig aufzuregen sie hat heute ein Ungenügend bekommen.7 Marzella ein Ungenügend? Du scherzest tüohU" Ich scherze durchaus nicht. Ich habe es schwarz auf weiß gesehen. Noch dazu im deutschen Aussatz, der doch so nett war." . Wie, der Aufsatz über den Herbst soll ungenügend sein? Ich habe ihn ganz reizend gefunden, als ich ihn im Konzepte las. Wahrscheinlich hat sie ihn zu bummlig ins Reine geschrieben und dabei nachträglich Korrekturen vor genommen, waS ja von den Schul tyrannen strengstens geahndet wird." Das allerdings. Aber auch der Stil, gewisse Ausdrücke werden geto delt. Die arme Kleine war ganz kon sterniert, als sie aus, der Schule kam. Nun ist es aus mit ibren ebraemaen Träumen, nun ist sie nicht mehr die Beste, denn ein Ungenügend" läßt sich nicht mehr ungeschehen machen. Außer ihr haben nur noch zwei Schülerinnen unter fünfzehn diese schlechte Zensur bekommen." Ei. auch der Stil Und gerade den fand ich so frisch, so originell in seiner Naivetät und doch dabei so-prözis. Aber ich bin ja kein preußischer Schul meister!" Bitte, eine Schulmeisterin, Fräu lein Ganzwohl l Jugendschriftstellerin, Gelegenheitsdichteritt in ihren Muße stunden!- DaS Mürchenfpiel, welches die Kinder zu Weihnachten aufführen sollen, ist aus ihrer Feder." . .Fräulein Ganzwohl! ES ist unglaublich! bringe mir doch das Heft! Gewiß war eS dieses, . daS sie so rasch versteckte, als ich vor einer Stunde ins Wohnzimmer trat, wo sie über der la teinischen Grammatik saß." Nun hat sie den ganzen Aussatz bis morgen neu zu machen, zu allen übrigen Arbeiten noch dazu. -Du begreifst, daß sie heute etwa konfus ist.' w . Ich schlug das Heft auf und laS: . .Ein Svaueraang im Herbste." '.'...-
Ms ÄVbM kZ GesÄhoÄM ist von größtem Interesse für jede kranke und entkräftete Frau. Lesen Sie dieselbe, um den Grund für Ihre Leiden zu entdecken. . Lesen Sie dieselbe um abzufinden, wie man kurirt werden kann. - Es werden keine falschen Ansprüche bezüglich Cardui erhoben. Sein Erfolg ist seit mehr als 70 Jahren auf das solide Fundament der Zvahrhekt gebaut.
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Vorzügliches FvattensHeilimttel,
Schmerzen' und sich bringt. - Ihr Kopsweh, unregelmäßige zur gesunden. 'Kinder, seht, wie heute die Sonne lacht!" sprach der Vater zu uns. Wir wollen ein wenig ins Freie gehen und sehen, wie es in Feld und Wald steht." Da jubelten wir vor Freude und nahmen einige Butterbrote mit und gingen mit dem Vater. Wir kamen aus die Straße, wo der Wind stark wehte, r warf die Blätter von den Bäumen hinab auf den Boden, wo sie kleine Häufchen bildeten. Die einen waren gelb,, die anderen roth, die dritten braun und arg dreckig, denn es hatte gestern noch geregnet. Da kam ein Automobil, welches blökte wie ein wildes großes Thier. Es fuhr sehr schnell und schmiß die Blätter wieder auseinander. Wir aber hatten Hunger und aßen alle die Butterbrote auf, die wir mitgenommen hatten. Am Rande fand ich mit rother Tinte bemerkt: Drei Kommata fehlen, eine steht an falscher Stelle. Ein Gänsefuß zu viel. Der Wind warf" nicht die Blätter von den Bäumen, er schüttelte sie ad. Häufchen" ist ein unschöner Ausdruck, ebenso dreckig". Anstatt schmiß" sagt man warf". DaS frühe Effen der Butterbrote ist unpas send." Da hatten wir 'S. Nun aber weiter: Dann gingen wir in den Wald. Die Tannen und Kiesern allein waren noch grün, alle anderen Bäume rot und gelb. Besonders nett aber waren die Buchen. Das welke Laub rauschte, wie wir durchgingen. Wie schön ist'das doch. Wir freuten uns auch sehr!" Anmerkung des Zensors: Nicht die Bäume waren rot und gelb, sondern das Laub. Man schreibt nicht nett", sondern schön", nicht wie" wir durch. gingen, sondern .wenn". Zwei Ra dierungen, ein-Aüsrufungszeichen an falscher Stelle." TaS gab nun bereits vierzehn Fehler! Das kann ja lieb werden, wenn's so weiter geht. Da kamen die beiden Knaben des Nachbars und sagten, wir möchten doch mitgehen in ihren Garten. Und wir gingen mit, da der Vater es erlaubte. Die Knaben stiegen auf die Bäume und warfen aus uns Birnen. Wir aber sin gen sie und verspeisten sie fröhlich." Bewundernswerter Appetit!) Dann spielen wir Räuber und Gendarm und ich war dabei Räub:r. Wir jagten uns im großen Garten umher, bis wir müde waren. - Eigentlich war ich nicht müdeaber ich hatte mir an einer Hecke ein Loch in das Kleid gerissen. Da sagte der Bater: Laßt uns weiter gehen in die Felder und sehen, was dort die Leute machen!" - Der Rand dieser Zeilen war mit roten Notizen völlig überschwemmt, jedes vierte Wort zeigte den verhängnisvollen Strich. Ich kümmerte mich nicht weiter um des Zensors böse Launen und las MarzellaS Stilübung in einem Zuge bis zu Ende. Da sahen wir, wie der Bauer mit dem Pfluge durch die Furchen fuhr und die Kartoffeln aus der Erde hob. Hinter ihm ging eine Magd und suchte die Kartoffeln mit der Hand, welche der Pflug zurückließ. Am Rande hatten Knaben ein kleines Feuer gemacht, wel cheS stark rauchte. Darein thaten sie nige Kartoffeln und brieten sie. Da eS sehr duftete, kämen wir herbei und baten die Knaben um einige von den Kartoffeln. Sie gaben uns einige und wir ließen sie uns wohl munden." (Bravo, das war der dritte Gang.) Als es dunkel zu werden drgann, machten wir uns auf den Heimweg.' Er führte uns an einem Weinberge vorüber, wo viele Leute -beschäftigt waren, die schönen reifen Trauben zu pflücken und in große Körbe zu legen. Denn eS war gerade Weinlese. Sie sangen dabei und waren sehr fröhlich. Als sie uns sahen, riefen sie ünS herbei und frugen, ob wir auch von den schönen Trauben haben wollten. Manche waren roth, andere gelb. (Hier stano ein 'großes rotheS Fragezeichen.) Als -wir zusagte, gaben sie uns so viele, telr rf tischen.. Sie schmeckten uni präch.(D1 war der vierte Gang.) Wjr.Ä e.x nicht alle, sondern
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Eine vorzügliche Medizin. Wir gebrauchen Wlne os Cardut seit mehreren Jahren", schreibt Frau I. 8. King von HarmS. Tenn., und halten das Mille! sür eine vorzügliche Medizin für tveiblicke Leiden. ES hat fr so manche Doktorreckinung erspart. Ich werde mit teu, Webrauch fortfahren.brachten einige der lästigen Frucyle für die Mutter heim. Es war ein schöner Tag gewesen. Nicht alle Kinder baben es so gut, wie wir am Rhein. Hier ist es so herrlich zu leben. Nun kommt bald der Win ter. Auch da ist es schon, denn er brinzt die liebe Weihnacht." Als ich zu Ende gelesen' hatte, rief ich die kleine Schriftstellerin herbei, versetzte ihr einen tüchtigen Schmatz und sagte: Wenn die Aufgabe auch Deiner Lehrerin nicht gefällt, mir gefällt sie doch. Und das ist die Hauptsache. Schreibe sie nur hübsch ordentlich ab, laffe kein Komma aus und mache keine Klexe, im übrigen aber lasse jeden Auö- - druck so stehen, wie-er steht! Ver standen?"Marzella war hochbeglückt darüber, nicht von mir gescholten zu werden, wie sie befürchtet' hatte. Ihre Thränen trockneten vollends, als ich ihr zum Kaffee noch etwas Extragutes, zwei Mohrenköpfe, versprach. Ob das sehr pädagogisch von mir war? Fräulein Ganzwohl dürfte darüber ihre eigene Meinung gehabt haben. Nichtsdesto weniger gab sie ihr sür die Abschrift die Zenfur gut". Wohlgemerkt, für die stilistisch unveränderte Abschrift, in welcher, ebenso viele Mahlzeiten ab gehalten wurden, als im Original. Mein Töchterchen theilte mir einige Tage später mit, daß sie wahrscheinlich mit einem Sehr gut" beglückt worden wäle, wenn sich nicht wieder einige Kommata an unpassende Orte verirrt s hätten. Es ging ihr mit ihnen, wie mit den Geldstücken, die man ihr gav. Sie ließ sie fallen und sie geriethen dann auf Abwege. Gottlob," sagte ich zu meiner Frau. Mir ist um Marzella nicht bange. Ein Kind, das so großen .Appetit entwickelt, sogar in den Schul ' aufgaben, hat keine Anlage zum Blau strumpf! Das ändert vie Sache! Ein junger amerikanischer Rechtsanwalt berieth sich mit seinem Klien- . ten, der das Pech gehabt hatte, wegen Diebstahls eines Ofens angeklagt und .in Untersuchungshast genommen zu werden. Nein, nein," meinte der Anwalt besänftigend, ich weiß ja selbstverständlich, daß sie den Ösen eigentlich ia gar nicht gestohlen haben. Wenn ich nur einen Moment dächte, daß Sie der wirklich huldige wären, wurde ich Sie überhaupt nicht vertheidigen. Cyniker mögen sagen, was sie wollen, aber auch unter den Anwälten gibt es gewissenhafte Menschen. Nur has Dumme ist, wir müssen beweisen, daß Sie den Ofen nicht gestohlen haben, ' aber ich werde dies schon fertig bekommen, zetzt, wo sie mir versichert haben, daß Sie nicht der Dieb gewesen sind. Verlassen Sie sich ganz auf mich und reden Sie überhaupt nicht. Sie können mir jetzt eine Anzahlung von $10 machen, und den Rest dann " Zehn Dollars?" wiederholte der Angeklagte mit heiserer Stimme, Sie könnten eben so gut $1000 von mir verlangen, ich habe kein Geld." Kein Geld?" Der Rechtsanwalt sah sehr.indignirt aus. Nun, vielleicht können Sie mir sa gen, wie ich zu etwas Geld kommen kann." : Der junge Anwalt blickte düster drein, doch plötzlich hellten sich seine Züge auf. Gut," sagte er gutmüthig, ich helfe gern ehrlichen Leuten, die sich in Ungelegenheiten befinden. Ich werde Ihnen einen Vorschlag machen. Ich werde sie herausreißen, und ich denke, es ist ein anständiger Handel, wenn Sie mir dann den Ofen in mein Bureau bringen, ich brauche gerade einen." rie t tl (ync: W2Z für ein Motto soll ich nun meiner Ge dichtsammlung voransetzen?" Onkel: .Wehe, wenn sie losgelassen!"
