Indiana Tribüne, Volume 29, Number 173, Indianapolis, Marion County, 16 March 1906 — Page 6
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Europaische Nachrichten. F.-ovinz Wrandenvurg. Berlin. Bei einem in der Soldiner Straße ausgebrochenen Streite verletzte der Schlächter Flemming seinen Gegner, den Lackirer Neubau, durch einen Schnitt mit einem Fleischermesser schwer am Halse. Er wurde t . ri r-'.tl r. rjC-C r.
yciigcnommcn. zcurztty erivg der Sergeant Hermann Helmbach, der einem Eisenbahnregiment in Schöneberg angehörte und seit einiger Zeit bei der hiesigen Schutzmannschaft ausg:w.i. i..k it.. m..rr,. UUUCl UCUCl UIC 0ClUlUUUUy zu dem Selbstmorde verlautet, daß Helmbach's Verlobung rückgängig gemacyt worden ei. ism yeorama bat sick in der Vutbuser Strafe No. 56 abgespielt. Die kinderlosen Eheleine tarnst und Bertya Schulze yavcn sich dort in ihrer Wohnung mit Lysol vergiftet. Als das Gift zu wirken beaann. wurden die 5)ausbewokner durcü Hilferufe aufmerksam. Aerzte, Polizel uno Feuerwehr wurden gerufen. Die 7?rau war nickt mebr m retten. Sie war schon todt, als Hilfe kam. Äer Mann wurde durch Einstoßen von Sauerstoff wieder in's Leben aerufen und von der Polizei nach einem Krankenhause überführt. Vor einiger Zeit versuchte der 20 Jahre alte Bäcker Johannes Crazinski seine Geliebte, die eyeverlassene Ernesnne Knaak. m deren Wohnung, Steinstraße 4, mit einem Revolver zu erschießen und sich selbst durch einen Schuß in den Mund zu todten. . Beide wurden schwer verletzt nach dem Krankenhause gebracht. Aus Furcht vor Geisteskrankheit nahm sich der 60iäbriae Handelsmann Wil Helm Voigt aus der Brunnenstraße 51 oas even. Wer Selbstmörder, welcher die lekte Seit in wilder Ebe aelebt hatte, jagte sich eine Nevolverkugel in die cylase. und da dasleschoß mcht tödtlich gewirkt hatte, erhängte er sich nocy an der Thur. Kürzlich machte sich die siebeniäbriae Tochter Maraarethe des Kaufmanns Lempke aus der Kleinen Andrcasstraße in Abwesenheit oer Pslegerm am Ofen zu schaffen, wobei die Kleider . des Mädchens in Brand geriethen. Nachbarn, die die Hilferufe der Kinder vernahmen, drangen gewaltsam in die Wohnung ein. Das Kind war am ganzen Leibe derbrannt. 3iu Errichtung eines Wai senhauses für Mädchen gebildeter Stande von 12 18 Jahren hat die verstorbene Frau Johanna Simon geb. Salinger ein Kapital von einer MilIkon Mail ausgesetzt. Brand. Der 10 ?kabre alteSobn des Eigenthümers Bliebe htte seiner cuner in das ms des großen Lubowsees ein Loch zum Wäschespülen gehauen. Später lief er allein Schlitt,azuy, gerlety m das Loch und ertrank. Charlottenburq. Im Hause Christstraße 42 mißhandelte der trunkene Schuhmachermeister Meyerhoff Frau un Kinder auf's schwerste. Der Rasende schlug dann mit einem Schrubber eine Frau Orth, die zu Hilfe eilen wollte, und auf der Straße einen aynungslos Passirenden Kutscher Rogge nieder. Rogge erlitt einen doppelten Schädelbruch. Der Trunrenooio wurde nach langer Gegenwehr verhaftet. Groß-SLrchen. Unter äußerst lebbafter Betheiligung feierte der hiesige Krieaervew das 25iäbr!ae Jubiläum seines Vorsitzenden, Mau-rermeljters-Jack. D.'r Jubilar. Beteran von mm und 1870 71. hat den Verein zu hoher Blüthe gebracht. a x n e r o v. Generalfeldmarschall Graf Gottlieb v. Haeseler beging auf seinem Gutssitze seinen 70. Geouriölag. Lübben. 5?llr Vaul ßithnrh den Dichter der vielgesungenen Kirrirs?Vi sss i .r? n ""'"""f ivv er ais 'rcy:diakonus thätia war und aeltorben ist. ein Denkmal errichtet werden. .Mit . i " oer Ausführung des Denkmals, das im Frühjahr 1907 enthüllt werden ii oer Berliner Bildhauer Frie drich Pfannschmidt beauftragt. Oderberg. Eine der größten H rnM Vs a. CNWC r umni sjuciucrg - Pieper oiz industrie. C. Muller - SbtThi - Ittz, beging em seltenes Jubiläum. Der nyaoer konnte auf eine erfolgreich, fünfzigjährige Thätigkeit zurückblicken 1Q4X (,,.1 W. O.f C.- I rv uumc uci jiuci oes leRiaen je nus V?- n i . . ici üic er,le cynezoemuhle irr dieser Gegend, ein kleines Werk von 4 ran tern. 1856 übernahm Carl Müller oie irma und kaufte später das Wer für 38.000 Thaler. 1873 konnte e eine zweite Mühle mit 8 Gattern er richten. Heute sind 31 GinHtr hnr er Handen und das Werk beschäftigt 300 camie uno Äroelter. - Schöneber a. 2 r Garnisonbauwart Nokmann i,s hr Wartburgstraße 23 hat sich in nervöser Ueberreiztheit erhängt. Vrovinz Hstprcußen. Königsberg. Erhängt aufgefunden wurde in seiner Wohnung, Bahnhofstraße 7. der 65jährige Kaufmann' Orias Wolpert. Die Leiche wurde in's Leichenschauhaus gebracht. Bersteningken. Der Besitzer Wendel hatte vor einiger Zeit das ! Unglück, von einem oeladenen Heuwagen zu stürzen, wobei er schwere innere Verletzungen erlitt, die seinen Tod zur ! Folge hatten. Der Verunglückte hinj terläßt Frau und Kinder. , D i t t e r s d o r f. In einem Anfalle von Schwermuth erhängte sich die unverehelichte Schwester des Besitzers Stauslawski auf dem Heubo-den.
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' - Der erste Zug. welcher den Der SimploN'Tunnel ift der längste tischen Einfahrt bis zu seiner italienischen ft 2250 Fuß über der Wasserlinie auf Fuß höher noch auf der italienischen. Groß-Sausgarten. - Auf der Gemarkung des Rittergutsbesitzers Dalmer - Zerbe fanden Arbeiter beim Graben mehrere Urnen aus der Ritterzeit, in denen sich ca. 600 Münzen aus Silber und Kupfer befanden. Lötzen. Emen schweren Unfall erlitt der Vater de) Kaufmanns Decomaln. um nacr. oen Pseroen zu sehen, begab sich Dccomain sen. in den Gaststall, in dem siö) auch das störrische Pferd eines Kaufmanns aus Arys befand. Dieses schlug aus, als Decomain in seine Nähe gekommen war. und traf ihn so unglücklich am Kopf, daß ihm das Nasenbein und der Backenknochen zerschmettert wurden. Leider ist auch ein Auge so schwer verletzt, daß der Verlust desselben zu befurchten ist. Mohrunaeik. Erschossen hat sich der Militärinvalide Mühlau. Er hatte vor einiger Zeit in Pr. Holland einen unüberlegten Streich verübt und hatte dasur Strase zu erwarten. P e t e r s w a l d e. Der Faktor Joseph Gehrmann fiel hier in der Einfahrt seines Dienstherrn so unglücklich von einer Leiter, daß er sich einenSchädelbruch zuzog und sofort in dasKrankenhaus geschafft werden mußte, in dem er bald darauf verstorben ist. Tilsit.' Er chossen bat sich der 20jährige Kontorist Pakull, der in dem Kontor emer größeren auswärtigen Firma beschäftigt wurde, die hier städtische Arbeiten ausführt. Ueber die Ursache, die den ordentlichen und tüchtigen jungen Mann in den Tod getrieden hat, ließ sich nichts Genaueres ermitteln. W i l k i e t e n. Vor Kurzem hat sich der bereits im 87. Lebensjahre stehende Altsitzer Johann Krieger in sei nem Stalle erhängt. Er zeigte in letzter Zeit Spuren von Geisteskrankheit und hat unzweifelhaft die That in einem Augenblick geistiger Umnachtung ausgeführt. Frovinz Flelkpreußen. D a n a q. Die unverheirathete ei nige zwanzig Jahre alte Aufwärterin Therese Zucker und ihr zweijähriges Töchterchen Frieda wurden in ihrer Wohnung, Hohe Seigen, todt aufgefunden. Das Kind wurde, nachdem' man das von innen verschlossene Zimme: gewaltsam geöffnet hatte, im Bette, die Mutter davor auf der Erde knieend aufgesunden. Der hinzugerufene Arzt konnte zunächst als TodesUrsache nur Herzlähmung feststellen, auch wurden keine Anzeichen gefunden, die auf einen gewaltsamen Todesakt schließen ließen. Die Löichen wurden auf polizeiliche Anordnung zur Sektion nach der Todtenkammer geschafft. D i r s ch a u. Letztens verunglückte beim Rangiren bei Stangenberg der Lokomotivheizer Liedtke von hier. Ihm wurde das rechte Bein zerquetscht und er erlitt außerdem einen Schenkelbruch. E l b i n g. Todt aufgefunden wurde in einer Unterfahrt der Zahlerstraße der obdachlose Arbeiter August Jorden. & hatte sich dort em Nachtlager gesucht und ist in der Nacht gestorben. Die Todesursache ist unbekannt. Ein Unglücksfall' oder Verbrechen ist ausgeschlossen. K r o j a n k e. Dieser Tage beging das Musiker Heinrich Kunhold'sche Ehepaar das Fest der goldenen Hochzeit. Der Regierungspräsident hat dem Jubelpaar im Namen des Königs den Betrag von 50 Mark überwiesen. Marienburg. Hier starb nach langem Leiden der in weitesten Kreisen bekannte Landwirthschaftsschul - Direktor a. D. Kuhnke. Am 1. April 1877 hatte er das Amt eines Direktors an der hiesigen Landwirthschaftsschule übernommen und bis zu semer Pensionirung am 1. Oktober 1904 innegehabt. Am 23. März 1896 wurde ihm wr Nana der Räthe .4. Klasse verlie-
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Portoriko'S Klage. Ob die Verfassung der Flagge folzt, ist, mindestens soweit die angegliederte Insel Portoriko in Betracht kommt, zweifelhaft, gewiß dagegen scheint es zu sein, daß der Grabsch der Flagge folgt, wenn nur die Hälfte von dem. was die Eingeborenen behaupten, auf Wahrheit beruht. Das Comite des Abgeordnetenhauses für Jnsularangelegenheiten beschäftigt sich jetzt mit den Beschwerden, welche über die amerikanische Verwaltung der Insel vorliegen. Der Telegat Larrinaga. der Bürger-
meister Todd von der Stadt San Juan und der Bürgermeister Baso von der Stadt Humacao haben dem Comite Eröffnungen gemacht, welche, wenn sie mit den Thatsachen einigermaßen übereinstimmen, den hierzulande üblichen politischen Grabsch insofern in den' Schatten stellen, als er mit einer staunenswerthen Offenherzigkeit betrieben wird. j Wir erfahren, daß die Amerikaner dort nicht nur das große Wort führen, sondern auch die besten Aemter im Besitz haben, neue Sinecuren schaffen und mit den Geldern ganz nach Gutdünken verfahren. Sie benutzen die öffentlichen Gebäude als ihre Wohnungen, während die Verwaltungszweige, welche früher in den öffentlichen Gebäuden ihre Geschäfte erledigten, die nöthigen Räumlichkeiten miethen müssen. Für die öffentlichen Arbeiten wurden Maschinen gekauft, für die man keinen Gebrauch hat, und für eine UniversiA 1 ZX Z mmL 1 Vlll tik - i iui. uic mu;i ciiui. iuuiucii ucucu? sende Summen angewiesen. Weiter erzählen die Beschwerdesllhrer, daß die Ezekutivbehörde, welche mit dem Gouverneur zusammen die Regierungsgewalt hat, aus 6 Amerikanern und 5 Eingeborenen besteht und daß die Letzteren bei jeder Gelegenbeii überstimmt werden und nicht das Geringste zu sagen haben. Unter Mißachtung der Gesetze und der Beschlüsse der Legislatur werden von den 6 Amerikanern die Gehälter festgesetzt und die Beamten ernannt. Zweimal wöchentlich, so berichtete der Bürgermeister Todd, kommen die Amerikaner in der Office des Gouverneurs zusammen, um sich zu berathen, und wenn die Versammlung der Behörde stattfindet, dann handeln sie im Einklang mit den vorher gefaßten Beschlüssen und die eingeborenen Mitglieder können eine Faust im Sack machen. Daß dieJnsulaner unter so bewandten Umständen von tiefer Entrüstung gegen die Vertreter Uncle Sam's erfüllt sind, darf nicht Wunder nehmen, höchstens muß man sich darüber wundern, daß sie sich die Mißwirthschaft so lange gefallen ließen und sich nicht schon früher beklagten. Unsere. Temperenzler mit und ofme Schürzen wird es besonders interessiren. daß wie Herr Todd erwabnt, ic amerikanischen Beamten der Unmäßigkeit lm hohen Grade huldigen und beispielsweise n nach der Insel berufener Generalanwalt bei seiner Ankunft so anaeheitert war. daß man ihn nach einem Hospital bringen mußte, weil er Symptome des Säuferwahnsinns zeigte. Wenn eme strenge Untersuchung auch nur einen Theil dieser Beschuldigungen als begründe: ergibt, dann sollte die Regierung keinen Augenblick zögern, diesen Augiasstall zu reinigen. Ein Mittel zur Bekämpfung der Trunksucht. Der verstorbene König von Dänemark war bei scinem UoU sehr beliebt. Immerhin gab es, wie der Gauloissetzt schreibt, eine Anzahl von Leuten, die wegen einer von ihm eingeführten Neuerung nicht gut auf ihn zu.sprechen waren.' Der König, dem die Zunähme der Trunksucht irr seinem Reich Sorgen machte, hatte sich ein recht eigenartizes Mittel ausgedacht, sie zu bekämpfen. Er veranlaßte die Polizei, den Destillateur, der einem Trunkenbold das letzte Glas verabfolgte, zu zwingen, einenWagen für dessen Heimkunft zu bezahlen, für allen Schaden, den der Betrunkene anrichtete, aufzukommen, ihm im Krankheitsfall die Kosten für den Arzt zu ersetzen und ihm außerdem eine Entschädigung zu gewähren. Die Maßnahme ergab, wie das genannte Blatt weiter mittheilt, glänzende Resultate. Uns will freilich dieses Mittel" etwas verdächtig erscheinen, da er den Trunkenen, der doch immer der Hauptschuldige bleibt, auf Kosten des Alkoholverkäufers von Verantwortung und Risiko zu entlasten trachtet und ihn durch die in Aussich: gestellte Entschädigung sogar geradezu der Trunksucht in die Arme treiben kann. Die zur Zeit von London aus verbreitete NachriHt,' daß der neueste Dampfer der White Star Linie, die bei Harland & Wolfs in Belfast auf Stapel siehende Adriatic mit einem Raumgehalt von . 25,000 Tons ein neues Rekordschiff und 'nach ihrer Fertigstellung das größte Schiff der Welt sein werde, während als größtes deutsches Schiff erst an dritter Stelle die Amerika" der Hamburg-Amerika-Linie in Betracht komme, bedarf der Berichtigung. Schon im Mai dieses Jahres ist die erste Reise des DampfersKaiserin Auguste Victoria" der Hamburg-Amerika-Linie, zur Zeit im Bau auf der Werst des Stettiner Vulcan. zu erwarten, und dieses Schiff mißt ebenfalls 25.000 Tons; infolgedessen, steht die deutsche Reederei nicht an dritter, fondern an erster Stelle.-
Die Nosten der russischen Revo-luliou.
Der Petersburger ProfessorMigulin veröffentlicht einen neun Spalten langen Aufsatz, den er Vor dem Bänkerott" betitelt und in dem er Schätzungen der Verluste bringt, die Rußland bis heute durch die Revolution erlitten hat. Solche Schätzungen sind schon nach Schluß der Moskauer Tragödie von Anderen mit mehr oder weniger sicherer Grundlage aufgestellt; Migulin schätzt den Schaden höher als sie. Wir lassen die nackten Zahlen folgen: Direktor Schaden: 1) .der Brand von Baku 100 Millionen Rubel, 2) 500 niedergebrannte Güter 50 Mill. R., 3) der Hafen von Odessa 50 Mill. R., 4) zerstörte industrielle Anlagen 45 Mill. R., 5) 60 geplünderte Städte, Flecken undDLrfer, einschließlich Kiew. Odessa. Rostow, ohne Moskau 60 Mill. R., 6) Materialschaden von Heer und Flotte 50 Mill. R., zusammen an direktem Schaden rund 350 Mill. R. Indirekter Schaden: 1) Verluste der Eisenbahnen durch verringerten Güterverkehr 40 Mill. R., 2) Verluste der arbeitenden Klasse durch Ausstände 200 Mill. R., 3) Ueberführung von Kapitalien in's Ausland durch Flüchtlinge 200 Mill. R., 4) Verluste infolge von Insolvenzen und Kreditverkürzungen 100 Mill. R.. 5) Goldabfluß infolge der Uebersiedelung russischer Familien in's Ausland 100 Mill. R., 6) Zurückziehung von Einlagen ausländischer Firmen 100 Mill. R.. zusammen an indirektem Schaden 740 Mill. R. Diese Schätzung des indirekten Schadens mag im Einzelnen anfechtbar sein, hingegen ist der direkte Schaden kaum zu hoch bemessen, es dürften sich vielmehr bei genauer Abschätzung, die namentlich auf dem Lande noch nicht möglich ist, noch bedeutendere Summen ergeben. Den Verlust an Staats- und Jndustriepapieren schätzt Migulin auf mindestens eineMilliarde Rubel, so daß nach seiner Ansicht der der Volkswirthschaft bis heute zuge. fügte Schaden zwei Milliarden überschreitet. Tschechische Lpferwilligkeit. Im Hinweis auf die gegenwärtigen Wirren und Unruhen in OesterreichUngarn wird von der deutschländischen Presse. darauf aufmerksam gemacht, daß der Deutsche von dem Feinde immer noch nicht die Opferwilligkeit für nationale Zwecke gelernt habe. Dabei geben die Tschechen Tag für Tag äußerst lehrreiche Beispiele dafür, wie man es machen müßte. Kürzlich erst wieder hat der Präsident der tschechischen Akademie der Wissenschaften in Prag, Oberbaurath und HerrenhausMitglied Jos. Hlaoka. ftir die Errichtung eines volkswirthschaftlichen Institüts die Summe von 250.000 Kr. gespendet. Ferner widmete er neuerdings an 2,000,000 Kronen zu huma nitären und wissenschaftlichen Zwecken. Diese Mittel sollen in der Weise ver. wendet werden, daß unter Leitung bewährter theoretisch-praktischer Männer durch das neue Institut jungen Kräften Gelegenheit geboten wird, sich im Industrie- und Handelsfache auszubilden. Zu diesem Zwecke werden Techniker und Handelsakademiker unterstützt werden, damit sie in großen Industrieanlagen, Großhandlung Häusern praktiziren, Studienreisen unternehmen, sich Sprachkenntnisse aneignen, Ezportverhältnisse und auswäriige Unternehmungen kennen lernen. Daß diese. Verwendung der reichen Mittel aber ausschließlich im Sinne tschechisch-nationaler Propaganda erfolgen wird, dafür bürgt die Art der früheren reichen Stiftungen des Baurathes Hlaoka. So hat er durch eine große Stiftung von 200.000 Gulden die materielle Basis für die tschechische Akademie der Wissenschaften und später durch eine weitere große Spende von 100.000 Gulden die tschechische Malerakademie in Prag in's Leben gerufen. Ebenso verdankt seiner Freigiebigkeit das tschechische Studentenkonvikt in Prag seinen Bestand. Erworben hat Herr Hlaoka dieses viele Geld dank ' der Kenntnisse, die ihm deutsche Lehrer vermittelt haben, und durch Ausführung von Aufträgen, die ihm von deutscher Seite zutheil wurden. Gefährlicher aber als diese ungewöhnlich großen Leistungen eines einzelnen wird den deutschen Sprachgrenzen jene unermüdliche tschechische Agitation, die auch den Aermsten dazu bringt, ein ständiger Mitstreiter gegen das verhaßte Deutschthum zu sein und regelmäßig sein Scherflein zu den Kosten des nationalen Kampfes beizusteuern. Es ist vor allem erstaunlich, was auf diese Weise alljährlich für die wecke de3 tschechischen Schulvereins aufgebracht wird. Um aus dem letzl ten Jahresbericht der MaHee" nur ' , . jr rci. .tc.:i t. s zwei oezeicynrnvc vuijciijcucn qciuuazugreifen, s hat danach die FrauenOrtsgruppe Prag .des tschechischen Schüloereines im vergangenen. Jahre 30.054 Kr. an den tschechischen Schulverein abgeführt. An zweiter Stelle folgte Pilsen mit 24,557 Kr. Nach der j ü'n g sten Volkszählung ist die Bevölkerung Preußens auf 37.273.762 Köpfe gestiegen und hat seit dem 1. December 1900 um 8.10 Prozent, oder durchschnittlich jährlich um 17. Prozent .zugenommen. -
