Indiana Tribüne, Volume 29, Number 166, Indianapolis, Marion County, 8 March 1906 — Page 4

Jnviana TiPnne i März wvo'

Indiana Tribüne. Qttaulatatten do bet Outrfrf a T. ' Indianapolis, Ind. ganz O. Thudium .... Präsident. WesÄäf tSlocalt ilo, 31 Süd Delaware Straße. telcphone sss.

.tcred , the Poit Office ot Indianapolis aa accond claas matter. Ein SSngerfeft in einem Zeltbau ist bester tst kein in einem nur ge planten ttoloffeum Eine Minifterkrise in Frankreich und eine Konferenz.ttrise in AlgeciraS nette Aussichten. Frankreich scheint Ministerien auf monatliche Kündigung einführen zu vollen daS Kabinet Rouvier ift schon roieder fertig. Wenn unsere Stratzm nicht so hell erleuchtet wären, so könnte doch 'mal ein Polizist zusüllig über den Porch. Netterer stolpern. Datz im Senate die Hepburn Frachtraten . Vorlage so nebensächlich behandelt wird, ift ein weiteres Zeichen für die Korporationsstimmung der Senatoren. Die Prcteste des Nationalbundes gegen das Hepburn Dolliver Gesetz werden den Herren in Washington die Augen über die Stimmung des libe ralen Elements wohl weit geöffnet haben. . Viele 5)unde sind des Hafen Tod denken die Chicagoer Autoritäten und vollen 1000 neue Polizisten anstellen. ES kommt aber auq bei der Hasenjagd vie bei der Polizei auf die Qualität an ein Windhund ist da beffer vie eine ganze Meute MongrelS. Hochlizens in Chicago, In Chicago ist die HochlizenS nun zum Gesetz erhoben worden. Die WirthschaftSlizenS ist auf $1000 erhöht worden. Mayor Dünne var für da? Gesetz, veil er hofft nun die dortige Polizeimacht, velche vie sie jetzt besteht nicht sähig ift da Verbrecherelement im Zügel zu halten, durch die Mehr, einnähme von Lizensen um 1000Mann verstärken zu können. Die dortige Abendpost schreibt darüber folgender maßen : Durch die Verdoppelung der Schank geverbefteuer wird vielleicht der Stadt eine etwas größere Einnahme verschafft und ganz sicher eine Anzahl der Harm losesten Wirthschaften an die Wand ge drückt werden. Die englisch-amerika Nischen Zeitungen, die ReverendS und die patentchristlichen Frauen jubeln abcr über den betreffenden Beschluß des CtadtratheS, als ob die Tugend einen unerhörten Eicg erfochten Hütte. Sie glauben oder stellen sich wenigstens so an, daß sortan alle Mörder, Straßen rüuber, Einbrecher und Diebe, die nicht schon ton selbst die Stadt verlassen haben, der verstärkten Polkzeimacht in die Hände fallen werden, daß die im schuldige Chicagoer Jugend keine Ver suchungen mehr zu bestehen haben, und die Unsittlichkeit mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden wird. Blos veil möglicherveise taufend neue Po liziften in Dienst treten werden, wird die von ihrer eigenen Presse als das Verbrecherparadies- auSgeschriene Stadt im Handumdrehen ein Tempel der Reinheit werden. ES bleibt jedoch erst abzuwarten, ob wirklich so viel Geld aufgetrieben wer den wird, daß die Polizei um tausend Mann vermehrt werden kann, oder ob, selbst wenn die Einnahmen um min deßenZ $1,000,000 steigen, der Stadt rath nicht andere Verwendung für den Mammon sinden wird. Auch venn thatsächlich mehr Polizisten angestellt werden sollten, wird e3 sich bald genug zeigen, daß die ziffermüßige Verstär kung der Schutzmannschaft allein noch lange keine Gewähr für die Verdesse rung des öffentlichen Sicherheitsdienstes bietet. Dieser bedarf, vielmehr einer gründlichen Umgestaltung undinS besondere einer Veit Verengeren :DlS ziplin. ES muß darauf gesehen -wer den, daß die Polizisten stet- auf ihrem Posten sind, und daß die Offiziere sich persönlich von der Pflichttreue ihrer Untergebenen überzeugen. Wird der jetzt übliche Schlendrian fortgesetzt, so vird auch eine Verdoppelung der Po. lizeimannschaften vmig helfen. Im Uebrigen ift der Karneval deö Verbrechens- nicht einzig und allein oder auch nur vorwiegend auf die

Schwäche und Unfähigkeit der Polizei zurückzuführen. In viel höherem Grade ift die schleppende und unwirk same Rechtspflege für die traurigen Zustände verantwortlich. Hat die Polei, einen Verbrecher endlich abgefaßt. und ttfrd dieser nicht schon vom Unter suchungSrichter auf die Verwendung eines AldermanS oder eines einfluß reichen Politikers losgelassen, so ver

gehen in der Regel Jahre, ehe er den Geschworenen vorgesührt wird. AIS dann ift seine Ueberführung mit so gro ßen Schwierigkelten verbunden, daß der Prozeß häufig fehlschlügt, und er. folgt doch die Verurtheilung. so ist da mit die Sache auch noch nicht zu Ende. Dutzeide und Hunderte von Verbre chern erhalten einen neuen Prozeß, werden wegen 'eines lumpigen Form fehlerS von den höheren Gerichtshöfen freigesprochen, oder nach vergleichsweise kurzer Haft begnadigt. Vergleicht man nur die Zahl der Mordthaten mit der Ziffer der Hinrichtungen, so er kennt man schnell genug, warum das menschliche Leben in so geringer Ach' tung steht. ES mag ja sein, daß die Todesstrafe barbarisch ift, und die Ge schworenen vor ihrer Vehüngung oft zurückschrecken, aber das erklärt noch nicht, warum so viele Mörder und Todtschläger gänzlich straflos ausgehen. Stellt man sich aber auf den Stand Punkt, daß eine wahrhaft erleuchtete Gesellschaft ihre Aufmerksamkeit wen! ger auf die Bestrafung, als auf die Verhütung des Verbrechens richten sollte, so findet man erst recht Grund zur Klage. Denn die ganze Erziehung scheint hierzulande darin zu bestehen, daß der Jugend einige dürftige K nnt nisse beigebracht und zwar ihre Rechte, aber nicht auch ihre Pflichten gelehrt werden. Die Schule soll nachholen. was in der Familie versäumt worden ist.. doch soll sie um keinen Preis über die sittliche Ueberredung" hinauSge hen. Von Hause aus unbändige und verwahrloste Kinder, mit denen die meist weiblichen Lehrkräfte nichts anzu fangen wissen, werden der Reform oder Zuchtschule überwiesen, aus der sie gewöhnlich als angehende Vebrecher herauskommen. Ihre Erziehung" en det dann im Gefängnisse für jugend lkche Missethäter. Alle diese Uebelftände zu bekämpfen oder gar zu beseitigen, ist aber bedeu tend schwieriger, als die Schankfteuer auf 81000 zu erhöhen und was ja auch im Werke ift, den verruchten Ausländern alle ihre unschuldigen Ver gnügungen zu verbieten. An der jam mervollen Rechtspflege lassen die Advo katen nicht rütteln, die in der ' gesetzge benden Körperschast die Mehrheit best tzen. und die großartigste amerikani sche" Einrichtung" das unvergleichliche öffentliche Schulwesen zu tadeln, ist schon beinahe Hcchverrath. Womög llch noch unverschämter ift es, auf die häusliche Mißerziehung Hinzumeisen oder die allzu früh beginnende Selbst ftändlgkklt" der Kmde? zu rügen. Der Saluhn ift an allem schuld." . Die .RewS" findet in einem kurzen Artikel, das Chicagoer Beispiel nach ahmungSwürdig, weil wie sie sagt, auch wir eine größere Polizeimacht brauchen und eS nur recht und billig wäre, daß die Wirthschaften die für die meisten Verbrechen verantworilich wä ren, auch die Kosten für vergrößerte Poliz:imacht tragen sollten. DaS wäre ganz einleuchtend, wenn nicht ein großer Rechenfehler dabei wäre. Die meisten Wirthschaften, die paar großen im unteren Stadttheile ausgeschlossen, haben jetzt schon schwer zu kämpsen um die Lm.tS wie sie jetzt ist zu bezahlen. Eine Erhöhung der LizenS würde weti über die Hälft zwingen ihre Thüren zu schließen und der Ausfall ihrer Lizensen würde da! Einkommen der Stadt unter der er höhten LizenS weit geringer sein, wie die jetzigen Einkünfte aus dieser Quelle Die Stadt würde dabei nur verlieren Den einzigen Gewinn würden eben die paar großc.r Wirthschaften haben. Auch Mayor Dünne wird einsehen daß er in einer Täuschung befangen war. Der Neger Oliver Benson. 29 Jahre alt, No. 13011 Nord Senate Avenue wohnend, wurde gestern von den Polizisten McCarthy und Dalby in Hast genommen, weil er seinen Rassegenossen Dixon Hunter angeschos. sen hatte. Die beiden Farbigen waren vor einigen Wochen in eine Klage ver. wickelt, welche Benson gewann. Hun ter wollte sich rächen und suchte Händel mit Benson, welcher Gebrauch von sei ner Waffe machte.

Muflk und Chiere.

iersübler und Vögel dem Einfluß der Ttnfit . zuganguq. Bekanntlich ist das Pferd von Natur ein freund, der Hund ein Feind der Musik. Wie weit die musikalische Empfindlichkcit dieser Thiere geht, weiß man nicht, wohl aber, daß sich das edle Roß besonders für Fansaren begeistert und der Hund namentlich SaitenInstrumente und Drehorgeln haßt. Der Katze wird ob ihres Gesanges gewöhnlich jedes muslkallscye (Äesuy: avgesprochen. in Wirklichkeit aber besitzt sie für Töne ein sehr feines Ohr., 3m Allgemeinen zieht sich die Hauskake bei ungewohnter lauter Musik ängstlich zurück, dagegen scheinen sanftere Klänge ihr zuzusprechen. Pfeife man einmal einer erwachsenen Katze einen langgezogenen schrillen Ton vor: fast ausnahmslos wird das Thier, und wäre es auch die verwöhnteste Mieze. Miene machen, dem UrHeber der Musik in's Gesicht zu sprin gen. Besonders reizbar zeigt sich m dieser Hinsicht etc Katzenwochnerm. Versuche, die man neuerdings in London und Paris über die Wirkung der Musik auf verschiedene andere Thiere gemacht hat, sollen folgendes ergeben haben: Spielt man Affen auf einer Geige oder Flöte eine lustige Weise vor. so halten sie lm Lausen, Klettern und Springen inne und horchen ruhig zu. Elephant und Nashorn zeigen sich für Musik völlig unempfindlich, dagegen geruht das Flußpferd, sich beim Klang der Töne zu erheben und sein plumpes Haupt etwas zu bewegen, um sich dann aber wieder m sein nasses Element zurückzuziehen. Die Tiger lieben sanfte und getragene Melodien, äußern aber ihre Mißbilligung bei lärmenden frohlichen Weisen.. Das Krokodil lauscht der Musik mit Wohlbehagen und öffnet dabei seinen weiten Rachen. Der Bär sieht sich beim Ton der Flöte oder Klarinette um, beschnüffelt den Boden und die Luft, geht der Musik entgegen und wandelt dann hin und her. Der Kondor geräth durch die Musik in sichtliche Erregung, die Adler dagegen nur bei scharfen Tönen. Die Pinguine setzen sich bei dem ihnen gebotenen Ohrgenuß in Marsch, und das Känguruh nimmt. nachdem es sich don emer kurzen Besturzung erholt hat. sosorr Boxerstellung ein. Heizvorrichtung für Fahrräder. Von Interesse für Radfahrer ist eine.. Heizvorrichtung sur die xsenijtange ihrer Fahrräder. Sie schützt die Hände vor Erfrieren. Vorn am Radgestell ist ein richtiaer Ofen Mittelst einer Stanae befestigt. Er besteht aus einem cylinderförmigen Gefäß mit eingelegtem Rost. Oben m ein Deckel sur die Nachfüllunq von Kohlen aus. Die. Verbrennungsluft wird durch emen trichterförmigen Wmdfana. der nach vorn gerichtet ist, zugeführt. Der beim Fahren entstehende Luftzug reicht aus. um eine lebhafte Verbrennung im Ofen zu unterhalten. Die heißen Gase Ziehen durch die hohlen Lenkstangen hindurch, erwarmen die Wandungen und ziehen durch Oeffnungen am Ende der Lenkstange ab. Der Fahrer vermag von seinem Sike aus durch Schieber-. siellung den Zutritt der Luft und somit auch den Grad der Verbrennung zu reguliren. Als Heizkohle, sind die kleinen Briketts aus Holzkohle zu empfehlen, 'die, durch einen Zusatz sauerstoffabgebender Salze wie z. B. Salpeter, leicht verbrennlich gemacht, als Glüh stoff oder Glühkohle bekannt sind., Ballkleid auö Briefmarken. Ein eigenartiges Ballkleid wurde kürzlich, Wie eine englische Zeitschrift erzählt, auf einem Balle in Bermuda getragen. Sein Schmuck bestand aus 30,000 Briefmarken; aber diese Marken waren nicht nach Belieben aufgesetzt, sondern ergaben ein bestimmtes Muster. Die Taille zeigte vorn einen Adler, der im wesentlichen aus braunen kolumbischen Marken gebildet war. Der Adler hielt in seinen Fängen einen Erdball aus sehr alten blauen Marken, und zu beiden Seiten sah man das amerikanische Sternenbanner mit den Streifen aus rothen und blauen Marken. Der Rücken der Taille war in Form eines Schildes dekorirt, das aus einer Sammlung ausländischer Marken zusammengesetzt war. und das in seiner Mitte ein Porträt zeigte. Auch der große Hut. der zu diesem Ballkleid getragen wurde, war mit einem .hübschen Muster aus rothen und blauen Marken bedeckt. Eine neue Stempelmas ch i n e von ungewöhnlich großer Leistungsfähigkeit ist kürzlich von Staatssekretär Kraetke im Berliner Briefpostamt besichtigt worden. Die Maschine ist von dem norwegischen Mechaniker Krag konstruirt. Die neue Maschine, die wie alle neueren Stempelmaschinen elektrisch .betrieben wird, bewegt sich so schnell, daß sie in der Minute 1800 Briefe stempeln soll. In der Stunde würden dies 103.000 Briefe sein.' eine Auflieferung, wie sie kaum jemals an einem einzigen Postamt vorkommen wird. Die -Mit der Maschine gemachten Versuche ergaben Leistungen bis zu 1000 Stück in der Minute, was selbst für -den größten Andrang ausreichen durste. Der Nürnberger, Hop. f e n m a r k t ist der größte der Welt. von dem aus aller Herren anoer mtt Hopsen versorgt werden.

volksgcbrauchc in Uußland. . Abergläubische Vornahmen bet dem Bezle, hcn eincS neue HauscS. Im russischen Gouvernement Jaroslaw. und auch zum Theil in dui benachbarten Gouvernements ist d:r Umzug aus einem allen Hause in ein neues mit zahlreichen uralten, abergläubischen Gebräuchen begleitet. Wenn das Haus im Bau vollständig beendet und im Innern eingerichtet ist, wird eine besonders muthige Person gewählt, die in dem neuen Hause allein übernachten soll.' Gewöhnlich fällt die Wahl auf einen Verwandten des Hausherrn oder einen Knecht. Wenn nun der Person, die die erste Nacht in dem neuen Hause verbringt, nichts Schlimmes widerfährt oder sie von keinem bösen Traum gequält wird, fo kann das Haus ohne Gefahr für feine Bewohner bezogen werden. Am Tage, an dem das Hausgeräth in den neuen Bau übergeführt wird, trägt der Hausherr vor allen Dingen das Heiligenbild hinein und hängt es in eine Ecke. Darauf wird von den Hausgenossen des Hausbesitzers ein Hahn und eine Katze hineingebracht, wobei man letztere auf den Herd legt. Nach dem Volksglauben vertreibt der Hahn durch seine Wachsamkeit und sein Krähen die bösen Geister, während von der Katze angenommen, wird, daß sie zum Behagen und Frieden beiträgt. In einigen Kreisen besteht auch noch heute die alte Sitte, vor dem Beziehen des neuen Hauses den Hausgeist" aus dem alten in das neue Haus hinüberzubitten. Zu djesem Zwecke entnimmt die älteste weibliche Person dem Herde einige Kohlen, legt sie in einen noch nie im Gebrauch gewesenen neuen irdenen Topf und bringt ihn mit den Worten: Bitte, Väterchen, folgen Sie uns in das neue Haus,". in die neue Wohnung. wo die Kohlen auf den Herd geschüttet, werden und der Topf zerschlagen wird. Nachdem der Umzug beendet ist, sindet die Einweihungsfeierlichkeit statt, die gewöhnlich durch einen Gottesdienst eingeleitet wird. Stellt sich mit der Zeit in einem neuen Hause die Nothwendigkeit heraus, eine neue Thür oder ein Fenster zu durchbrechen, so muß dies unter Beobachtung ganz besonderer Vorsichtsmaßregeln geschehen, da eine am unrechten Orte oder zu unrechter Zeit durchbrochene Thür vie! Unheil über das Haus bringen kann. In Dörfern, die in der Nähe von Wäldern belegen sind, kommt es häufig vor, daß Spechte in den frischen Balken des neugebauten Hauses nach Insekten suchen. Hört nun das Volk das Hämmern des Spechtes an einem neuen Hause, so ist es der festen Ueberzeugung, daß einem Vewohner der Tod bevorsteht oder daß zum mindesten ein Hausgenosse' das' Haus in nächster Zeit verlassen wird. kilaufcr im Schnccsturm. Zwei Herren und zwei Damen aus Annecy im französischen Departement Obersavoyen vergnügten sich in $en Bergen zwischen Annecy und dem Arvethale mit Skilaufen. Sie befan.den sich gegen drei Uhr Nachmittags auf einem Hochplateau, als cjn heftiges Schneetreiben anhub. Bald wurde es ringsum dunkel, und nur mit Hilfe eines Kompasses drang die Gesellschaft

langsam vorwärts. So verstrichen mehrere Stunden; die Nacht brach herein, und man stand noch immer inmitten des tobenden Unwetters. Da gelang es endlich, eine SennHütte zu entdecken: die Thüre wurde erbrochen, und man drang in das Gebaude. Emer der Herren machte aus dem Herde Feuer; aber kaum hatte er das gethan, so entstand ein Kaminbrand, und bald' brannte auch das Dach der Hütte lichterloh. Die erschreckten Touristen bemühten sich vergebllch, den Brand zu loschen. Das Feuer griff immer weiter um sich, und es blieb nichts übrig, als in aller Eile die Hütte zu verlassen. Der Schneestürm hatte zum Glück aufgehört, allein die Damen waren fo- mude, daß sie kaum noch gehen konnten und von ihren Begleitern geschleppt werden mußten. Jm Dunkeln stürzte man wiederholt, und alle hielten sich für verloren. Doch plötzlich wurde ein trübes Licht sichtbar, und die Gesellschaft erreichte zu Tode erschöpftem Dorf. Beide Damen hatten sich die Füße bis zu den Knieen erfroren und lagen schwer krank darnieder. Es war schon sieben Uhr früh, als man in das Dorf gelangte. Ein glückliches Städtchen ist Lohr a. M., Bayern, denn es zählt zu den wenigen Orten, in denen weder städtischer Äkzis noch OmemdeUmlagen erhoben werden. Nach hm fertiggestellten Etat betragen die .innahmen 266.908 Mark und die ','sgaben 232.901 Mark. Die Haupteiunähme resultirt aus den Holznutzungen des Lohrer Waldes mit 170.000 Mark, während bei den Ausgaben auf das Gymnasium und die Volksschule u. s. w. bedeutende Summen entfallen. Eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges in Nürnbergs Umgebung bildet der sogenannte Dutzendteich, ein herrlicher See inmitten einer wahrhaft paradiesischen Landschaft. Korea hat ungefähr 6.000.000 Einwohner; die größte Stadt ist Seoul mit 22.000 Einwohnern.

, John Prrin, Jan. 1905 Jan. 1906 Tie American umziehen sobald fertiggestellt sind. t Ch 000

Kein Kaufmann in der Stadt führt einen solch großen Vorrath von Diamanten. CARL, L. ROST, Diamanten. Kauwann. 15 Nord Illinois Str. u " gtgcnuocr.

Atf frMttttftttttttiTttltt D e r Tod'als fiolocio tivfiihre r. Der Lokomotivführer eines Güter-Schnellzuges Namens Fosevh Leslie Wurde dieser Tage unweit Wellsburg. N. I., auf seinem Posten todt aufgefunden. Leslie hatte sich in Corning während des Vorüberfahrens j aus seiner Kabuse herausgebeuat, um Ordres zu erHaschen, welche an einem Ring für ihn angebracht waren; offenbar kam er dabei mit irgend einem hervorragenden Pfosten oder einem andern Gegenstand in Berührung, wodurch er wahrscheinlich auf dem Fleck getödtet wurde. Sein Körper hing 'halb aus der Kabuse heraus und stieß im Vorbeifahren an Bäumen, Telegraphenstangen etc. an. Die Beamten in den Signalthürmen bemerkten die erschreckende Geschwindigkeit des Zuges von einer Meile per Minute und signalisirten Freihaltung der Geleise. Inzwischen bahnte sich der aufsichtführcnde Kondukteur seinen Weg über den Zug und setzte die Luftbremsen in Thätigkcit, den Zug zum Stillstand brin-. gend. Der Heizer, ein unerfahrener Arbeiter, hatte von dem gräßlichen Vorgang nichts bemerkt. ' Fand seine Gattin verh e i r a t h e t. Unerwartet kehrte dieser Tage ein John Lind von Stoughton. Wis., nach der Heimath zurück, nachdem er mehrere Jahre verschollen war und sich während dieser Zeit im Westen und Alaska aufgehalten .hatte, und fand seine Frau mit einem gewissen Olson verheirathet und ein einjähriges Kind in der Wiege, das ihm nicht gehörte. Er hatte nie an seine Frau geschrieben, nachdem er sie verlassen und diese hielt ihn darum für todt und verheirathete sich wieder. Seiner Tochter, einem Mädchen von elf Iahren, welches bei der Mutter ist, gab er $500, als er die Verhältnisse kennen lernte, bestieg einen Zug und reiste wieder nach dem Westen ab. Er wollte das Glück seines Weibes nicht stören, wie er sagte, und nahm die Schuld, daß die Verhältnisse sich so eigenthümlich gestaltet hatten, auf sich. Unseliger Irrthum. Von einem 14jährigen Mädchen Namens Hermon wurde der 22jährige Bahnbeamte N. Y. Stack in Concord, N. C.. erschossen. Stack war kürzlich aus Birmingham, Ala., nach Concord gekommen und hatte mit einigen Kämeraden am Abend einen Besuch in der Wohnung des Mädchens gemacht. Später kehrt: er zurück, um ein vergessenes Halstuch zu holen, wurde aber nicht eingelassen, und als er an das Fenster des Mädchens klopfte, wurde er in die Brust geschossen. Das Mädchen. dessen I6jährige Schwester und ihr Vater wurden verhaftet. Loyale Rothhäute.' Zehn Ponca-Jndianer sprachen dieser Tage in Festschmuck im Weißen Haus vor, um den großen weißen Vater" zu begrüßen. Im Verlauf der Unterredung überreichten sie dem Präsidenten das seinem Schwiegersohn zugedachte Geschenk, ein Büffelfell. Der Häuptling Eagle Horse bemerkte dabei, man habe Longworth ein Geschenk zugedacht, weil Frau Longworth deren schon so viele zur Hochzeit erkalten habe. Der Präsident lachte über diese drollige Bemerkung und erklärte, er werde dafür sorgen, daß Longworth den Pelz erhalte. Historische Brücke wird abgebrochen. Die historische lanqe Brücke Über den Potomac bei Washington, D.'C., über welche die Unionstruppen marschirten, als sie aus Washington in den Bürgerkrieg zogen, und über welche die Truppen ShermanS und Grants gingen, als sie als Sieger zurückkehrten und sich lorbeergeschmückt dem Präsidenten vorstellten, wZrd demnächst abgerissen werden: Eine neue, moderne Brücke, welche zur Bcwältigung des starken Verkehrs aebaut worden ist, wurde jüngst eröffnet und die alte Brücke ward geschlossen. G e w i t t e r m i t t e n ' i in Winter. Während in Wisconsin. Minnesota und Dakota eine schauderhafte Kälte herrschte und der Thermometer auf 26 Grad unter Null stand und in Ohio und New Nork ein schwerer Schneesturm tobte. - konnte man zungst ,n Baltimore das seltene Schau spiel eines Gewitters mit Blik und Donner bei einer Temperatur von 56 Grad beobachten. i

Präsident. H. A. Schlvtzhuer, Schatzmeister. .

Depositen Conto. ZM Depositen, exklusive Ver. St. Depositen. $4,567,772.34 5,571,461 29 4, National Bank wird in das alte Postgebäude die Rcnovirungk- und UmSnderungS-Arbeiten 3 4X im 00 gMMMMM $ Europäisches eparteeÄ Mechsel, Creditbriese, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. chiffsschetNS von, und nach Europa. Sltt, und Verkauf auöUzh schen Geldes. Vlo. 35 Süd Meridian Str. rofarchants National Bank atn Zeitungs-Artikel erzählte letzte Woche . von dem Glücksfall von Martm Keuar. Kellner in einem Seattle Cafe. An einem Tische über hörte er eine Diskussion über die wunderbaren Gelegenheiten von Fluth Land zu Tacoma, und da er $2000 von seinem mäßigen Einkommen erspart hatte, so versicherte er sich eines Angebots von Land, melcheS' Angebot er einige Tage später an die Union Pacific Railway Company zu nnem Prosir von 60,000 an seiner Anlage verkaufte. Dies ist natürlich ein seltener Fall aber er illustrirt völlig was mit BaarGeld manchmal erreicht werden kann. Ein SparkConto mit dieser starken Gesellschaft i ein idealischer Weg zum Er sparen von Geld. Beginnt heute noch. THE Indiana Trust Co. Kapital $1,000,000.00 Ueberschuß 300,000.00 INDIANAPOLIS BREWIII6 CO. Düsseldorfer... DaS Bier, welches auf der Weltausstellung zu St. Louis den Preis erhielt als Der Welt Standard Für Vollkommenheit. In Pints uud QuartS, Flaschen Dep't. Tel. 578 und 690. Indianapolis BrewingCo. DiSmann g Qrabhorn, .Fadritten vo stink Schau Käften. Qkl Ladentische und Cigarren-Tische. 628 Oft Washington Otrshe. Neun Telephon 6587 j.ü. Fredrick Der Kohlenmann, erkauft die befteu Kohlen aller Sorten im Markte. Office u. Jardö 800-900 Bescher Str. Tel. nen, 9394 ; alt, ZIaln 1130 Der 25. jährige Frank Poland, 3225 Weft Washington Str., hatte Händel angefangen und vurde von den Polizisten Hoftetter und Dunn verhaf. tet.

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