Indiana Tribüne, Volume 29, Number 165, Indianapolis, Marion County, 7 March 1906 — Page 6
Hcadquartcrs for
zs II u n vy Some people tote the baby, Some people carry the baby, Some people pack the baby. The most comfortable way for the baby and the parent' is to get one of our Go Carts and wheel it. Wehave them from Sl.y8t0S24.50 141 W. Washington Have you seen our Brass anil Iron Beils. KARSTADT BROS. .Dampf... Färberei und chemische NeinigungJ-Anstalt. &bn: 248250 Virginia Ave. 25 West OHZo Stratze. 218 Nord ZllinoiS Strafe. 205 Jndiana Ave. Neuer Phone., 2823. Alt, Main, 4762. 2532. M 3888. J.W.Fredrick Der Kohlenmann, Wmii.9 Ki.a v c. v:. .... n.i.r. rrm cz . 2 Wl. 1 Osnce u. Yards 800-900 Beecher lr. w i Tel nk mi-iiU Mai 11ZN 31. neu, yöJ,ail,mm llU . , ...Kohlen Loerden geliefert zu folgenden, Preisen Per Tonne : Mhracite, alle Größen 57.25 Äentuefa Kännel Coal, per Tonne. .. S.2S Ohio Jackson, Lump 4.50 Ohis Jackion. Eg? 4.50 -eerni Anthracit?, fy- Ranze 4.25 LUtsburg. Lump 4 00 o5 Ä anawha, Lump 4 Winifriede, Lump 4 Luhrig. Lump 4.25 Luhrig, Egg 4.25 razit, Block.. 4.25 umV - 'Äelltco. Kentuckv 42.5 .rv v : o jr n( I wttou.v o kVV, .uun UI(U va-j ....... I ( um. imk i. 1 .R. I Ällino z Lumv und Eaa 3.2 Vocadontas, gegabelt 5.ü 2 - ' " MAA wrntiote aiaa " ijaurajuiuu xiiOärniaoungj s.uu r. r trr ... at r. 8,000 ?anb ,u jrt Tn. HOME FUEL CO. . Phone :HXi, Main 1160 ; 51. 28M. Dr. Paul F. Martin, Vraktischer Arzt nn hirnrg. Epnch stunden: ii.oo-12.30 2. SO 4.00 täglich SountazS:.Aus Verabredung. Willoughby Gebäude, kLtlvkord Meridi Ttrße. Tel., Main 414. Vohuung: 1205 Nord New Jersey Str. .Tklepho: Maingö,; Ne ZSS2. Dr. LEO HERBERT Wiener Arzt. Haut-, Geschlechts u. Nerveulrankheiteu in Oft $i Ltraßt-iter Zloor. NtUk ?tl. 444S. vrechst,ndeu. 9-U, 2-4. 78 bind. vr. J. A. Sutcliffe, Wundarzt, A!kch!echts., Urin, unecwn - Ilrankbeiten. Okstce 155 OS Maiket Stt. Tel. rtir: 10 0f (t.;llll 4 Hl Dr- Carl Q Winter Deutscher Arzt. clMtctt' 0c akut, un7chroisch, rmheUe. Svttiell'Ndeurnatismus. Ntttun.nnd Krauea-Krankheitea. ffitt : 14 weft Vhio Straße. Office-Stundm : 10 11 Vm. 3-4 Nm. Sonntags: 9.30-10.30 Vm. Tel. neu 43. ,HS : tS50 Nadisr ve Llephone: lt. 2025. Re,S2S2 '
CARR
1
m n 13 ö
Dos aste Bors.
Geschichtliche CrzZhlung, von Theodor Kadelitz ..jä. : (Schluß.) Gellend schallte sein Ruf durch die Nacht. Dann saß Wilhelms Faust dem Posten an der Kehle. Sobald Bertha ihren Aruder.vor springen sah, säumte sie keinen Augenblick, ihren Theil am Werk zu vollbr '"g"-. Die ! beiden Miinmr rangen am Ävoen. Lllyelm cegnugie iiuj, den verwundeten Feind an der Erde festzuhalten und ihn am Schreien zu t .. v 01 ii.. . : f i . c:. i oeryinoeru. ernju eine iuch'"' Gewahrsam des Vaters war im Augennubw u lutiui uiui. Jtiv a via gesunoen. , ,jn umi ihuic nn cas en!M0i.zene 'jjtncajen cen .fSnfimlnsf US her Arromve. um cie Thiir zu entriegeln. . ., in - T-r .Valer Bater ommt, iZyr eis .... r -v i I. ireneisten Alarmruf des Postens in die Voye aekanren. Viirn war oer zueg zur r. ... - . v ... rrr.- I Freiheit osscn, aber er konnte ihn nia)t benutzen. 5ch kann nicht gehen. Ich bin ge bunden," klana seine Stimme aus dcr Tiefe des dunklen Stalles. Hastig eilte Bertha hinein. Die Stimme des Gefangenen wicö ihr die Richtung. Gefesselt an Händen und Fiilzen lag der Bater ans dem Stroh. Mit den Fingern tastete Äertha nach den .Stricken, welche Tobias ,IcmmingS Knöchel zusammenschnürten. Die Dunkelheit zwang 1 tc zur Vor sicht, sie durfte den Vater nicht verleeen. Dann glitt die scharfe Schneide des Messers iiber die Fesseln, und der Gefangene vermochte sich auszurichten. 'er azun lMVVf wlrlie-lMvallZI-zmimer wie eine ein anagenoe zomoe. . , . ... . rn r . I Alles sprang auf und griff nach fcen aussen. . . 1 f O-f I I. - V Ullmm I iißam üicinrning iunc uirn der Herausstürzenden Soldaten, Wassemllrren uno umrncngeroirr icflöii !- ... L. . ' . I . c. r . rr-v-c n ...-:: v. vvr cciii jj" c. üücuuui ciyn wen jungen auer. :uca) raar cer aur ii n x v rni I u : . i : j. i ( ..u v v:. m. inuji jimiuu, uuu uic jicuuiiy yuiy i an eiunoen. t. I 1 , ,. , , 4f (f. - I AertHa! Schnell schnell ! Sie f f . rommen! I Aufathmend sah er, daß der Ge. sangene teyl neuen Äerlya m oer laiunur lernen. k , ? . . I Tobias FlemmlNg bewegte sich steif. . . Ä mm m m .. T. I luuuc rn iciuuu ijuiic tiut viut 1 . .- r f 11... i. . r f. : v . o I ÜCl eriarren lauen, uno cuoj ijing cu veuen letzt an der Slynelltglell oer Ve.ne. ...... i ajzz lunae zauer ay, was uui oem !! ör ließ den verwundeten Soldaten los und sprang dem Vater 4 M lk AVtMA4.4 VAft PÄW CilllJClJCtJ, HUI U)U UVlIliUUQ l(ltv4(. rfitipfl ' Um Gottes willen schnell!- . Der Wachtposten fühlte sich nicht sobald der zwingenden Arme ledig, als er aus Leibeskräften zu schreien begann. Er sprang auf. Mit der gesunden Hand u,niiHi.umii4u um. Wlr smd verloren!" stöhnte Bertha . fj . - , IN -CCOeSsltigit. L9i!le,e? ÄttÄ ter 5ön Noth flog von der Scheuer her in ,. c;h. l. -t,:f I "lu" u "" VV einen Faustschlag und rollte wie ein Ball in den Hof. .Christian!- Bertha hatte den ä-i,- Qnr,s1rtrÄ WH. m.vv jmuivuiv v..m.ii., vk. rx V f . . . x5ugenoge plezen uno ueuen üieuno. - vr . i M. , . m m lNN Oslllß UC ttlö aetlevk. mm aber stur Bekebl der ältern ent aaen iifipn rn ürfi SInn OTiiii ,i, t I-- --4j---verloben. Aber Christian hatte sie nicht '?essen. er stand ihr bei in höchster S On--VM"i Q t f..-.-l -t-. .Soneart, hier herum!' gebot Chr,,an. Dann g.nz es an der Scheuer 1 1 n V.14.M..JJ. -7-i U.lU ff t!l.- V ."U" . ' ?n foxsRr-3n M,ltm "iÄ - a. - ' .""rtr r'E 'S k' . -: fen. D,e Anderen nurden durch das Abfeuern d:r Gewehre mitgehalten. ti lr fi, . V ÄteÄ rr . i . v . i .r.,,,.. ..tt. k; geschmolzenen Schneeflocken spulte die ,yuk iivi uujfc yimwty. i. 3. ' Oberst d'Ermont bebte vor Zorn. Noch war der Tod des erschlagenen Offiziers nicht gerächt, und schon wurde ihm ein neuer Angriff auf seine Truppen gemeldet. Gewaltsame Ve freiung des Gefangenen nächtlicher Ueberfall eines PoNenS mit bemanne ter Hand. Die Thäter waren entkom men, die ausgesandte Patrouille fand rv x. ; . o ri. . . . f r. .. . er iZlemmiugs )v vv!l.iunoig vcrianen. (ln abscyreckendes Äei viel mußte gegeben werden, ihm selbst zur Rechttertigung, seinen Soldaten zur Be ruhigung, den Bewohnern zum schreckj. CTf-t !J. V... st- ... neuen zuzayrzeillien oer ergeilung nacy Kriegsbrauch. ' Die Trommeln rasselten. Die Soldaten traten unter das Gewehr. An die Mannschaft erging der Befehl, die aesammten Bewohner auf dem freien sri ! rr f. tPilly miucn lui ajoic zusammen zu treiben. . Hit andleutc verstanden nickt, wa matt von ihnen wollte. Nur nothdürftig bekleidet, sahen sie sich mit Kolbenstößen aus dem Hause getrieben. Manner, Frauen und Kinder standen in dem von den Soldaten gebildeten Kreise und erwarteten zitternd ihr Schicksal. Der greise Pfarrer sprach den Verzweifelten Muth ent. ;
8Ämm?
Sind Sie schwindlig
Bei Frauen sind diese Symptome oft Anzeichen eines gestörten Nerven-Systems, oder
bervomerufen dmäi Unacktfamkeit in Neauliruna der
" ' ' ftrrniett selbst ttödl totrflttslßr . .' , ' ' v ' .4- 1 1 4- rt r A Ä v I ciuiiui, jvww vvu; uurnuuiui
Jynen okq ,agen. noernsaus zeregr pcy oas itocccttDc
... v..-. r sir rtitfrtriinmtttfrt lltth tiernrfnifif "iuv""""r .i. m, ft
um lly eiv l ZU lunnn, neume man oer rau
. rV ? V T-" f minei, aonic uno Wll)mcrz - ZUM Hausmittel in Amerika " W
Schreibt uns anfrZchttg in bollnn Verttanen, mit ausführlicher Auskunft bezüglich teS Leidens, waS eS auch sein mag, und mit Angabe des Alters Wir schicken Ihnen werthdollen freien Rath in einfachem, ver siegcltem (kouvert. Adresse: Ladies' Advisorh Tept., T?e Chattanooga Medicin? Co., Chattanooga, Tenn.
Da .Yen des ackeren Mannes blulcle beim Anblick von lo viel Jan, iner, aber er war viachlloS und konnte nicht helfen. Sein eigene? Äben galt ihm nichts, er bot es bei Oberst siir den Ineden seiner Gemeinde. Tnc L-rnnilninf n will irii. m?in Psaner!- lchrie dieser. Sie ..n m:r f1PffP. hieihen ni sin " . . . . , - - 1 - - - r l - kn ?k,pn nii, hier tirifahen sind t,criangcn schnellste und strengste Ahn. fcrnia. 5k ck habe smon :ii tonne ne - -JI -I I ' U J O o rt. p - m r s . h fr bflfi mein Arm sie zu fassen veimaa. M1 , U I II hslnn ,öaen die Uebriaen keimlieben I j - in t,rj, csiittpn -5cfl fennß bic Sckiuldlaen nickt. " ' . ' fSprr sihpnt "i " - - - ts Nlin ,,m IVtllU! VV. VI rz,, qn tinv ;.m?nn hipfs jPi,im, II" T V V xx 1 tav ic:; cSrttts Spiitpfi Huf rtfptMi 4 Z . ru hnr, --' " - MV.. " ' f:-f. v:-, m?. w?lk5e fnjdoenb hpn qnftr-n sl.. s; r.;n.r mrVV. WVV.I I VW V , V I V V.V V . - rirtt1v im.iv. Unter dielen befindet ficsi kein Mt1. v ot,. 5Z, u. i i i y- w . ' " sind schuldlos?" :inr,,l; in ,:?s. M zch der Erde gleichmachen will brauste der Oberst auf. .Meine ' ' ' Geduld ist zu Ende. Sind die Mörder entkommen, so sind doch diese in meimr Hand, und bei Gott, ich will sie festhalten!Der Pfarrer wurde todtenble,ch. Das Entsetzen ließ ihn erzitte.n. Äeschwörend hob er die Hände zu dem uf. .Herr Oberst, da Hnnpn .PSi? rfit. das dürfen S e ifhn h,r m, hi,r . im V""VV vv.v., s.pk-n kZn rpin vnrn Rlute. c Zkre zen kam kein Gedanke 'an Mord. r: lAfnAt, .m. srtrr, ch V-"k- I schuldlos finfc? H IU bat kann n W .?Ä ,22? err jDeii, eine Ihnen keine Ehre bringen und wird Ihr Gewissen ewig belasten." Wahren Sie Ihre Zunge, Herr Pfarrer! Ihr Kopf sitzt nicht fester als ein anderer im Kreise." .."'"' V,.r""IV Nehmen Sie ihn, Herr Oberst! frl'l .?'!?'.. S 'S r S, f j "oichuidig sind!' V UUIIUIU lUjtVIkl) Vl.tV. Ml V.IUUU. Der.Todesmüth des greisen Manne mfaH( Eindruck doch nick,, . . - . d'Crmont schwieg einen Augenblick. HMV .'IU1 VWiJ Nun wohl!" versetzte er nach kurüm Besinnen. .Sie wollen die Schuldlosen retten. ä Verwnd.e!der Entflohenen. Sie stehen sen retten. Beweilen Sie es! den Verbrechern und leshalb dem Ver. brechen näher als die Anderen. Zeigen Sie mir die Sippe des Mörders dann r,,v ki. ,UJ, -, f,!n . Der Greis fühlte den lallen Schweiß uf Gewiß befanden sich v w . v w viw im... . i VlUlSverwanoie lemmingv im rei e. ,. s..ik?n-? s; vifc.i., ! obwohl er wustte. icder Name, der iiber seine Lippen ging, war ein Todes urtheil? Er vermochte es nicht. Mit eindringlichen Worten versuchte er dem Obersten daS Ungeheuerliche des Verfabrens vorzustellen. d'Crmont unterbrach ihn barsch. Ich sehe, worauf eS Ihnen ankommt. Nicht die Unschuldigen retten, die Sckuldiaen straffrei machen wollen Sie. Da bleibt es bei meiner ersten Bestimmung. Jeder zehnte Mann in I l m , r ri ti . IT r oieem itrei5 iwn, uo jvvx wiro zerstört." Ein kurzer Befehl ließ zwei Reihen der Franzosen n auslösen, 'le Sol daten begannen die Männer von den I t. .w ... f X. V .u rt. grauen uno inoern zu ,ll)eioen. zcrz zerreißendes Wehklagen erscholl. Zam mernd hielt sich die Gattin am Gatten fest, die Kinder umklammerten schreiend die Knie des Vaters. Man riß sie auseinander, stuft die üineit hier htn, I t. n . & V . . ? vlk ANveren oa lilli. Der Pfarrer-konnte den erschüttern den Anblick nickt ertragen. Er hüb die Hände auf. Herr Oberst, lassen Sie mich mit der Gemeinde reden!Es wurde todtenstill im Kreise. Die Stimme des Geistlichen bebte, al er zu sprechen begann. 'Leute! Weiß Jemandunl daS Ver brechen? Kann einer sagen, wo Flett .l ultng sich verborgen paur,
? Schwimmt Ihr Kopf ?
- 1 ....... i u ' als die Nerdauunna-ttnkrZunpn ipfcpß (RoSfaUfotoR (SXoTfcft t. (SfRvitit
. V rT . " So CVYl
tu uiiiiy, tiuiijtuut; ;yiUllUiUlUUei geNVMMeN
r .ff p.i j r v v v: . ?rt siZps ntovi ittiS QtS , .v vvm, V - . O?..V ....MI V ft inoerungsmme, oie ane, geworden ist, nämlich:
iMLMblZSS
WINE OF
TieseS Schweigen folgte der Zrage. Der Pfarrer strich mit der Hand über die feuchte, kalte Stirn. Hört mich an! Das Verhängnis lastet schwer auf unö. Die Sitten des Kricges sind wild. Grausam und blutig seine Gesee. Wenn der Thäter nicht gefunden wird, muß jeder zehnte.Mann in diesem Kreise sterben." Ein hundertstimmiger Schreckensschrei erschütterte die Luft, die Frauen sanken in die Knie und flehten um Gnade. Der Geistliche winkte mit der Hand. .Man wird die Männer auszählen. Wen das Leos trifft, der soll seine Seele Gott befehlen, wenn nicht- er stockte wenn nicht die Verwandten Flemmlngs sich freiwillig melden, um die Anderen zu retten." Eine unbeschreibliche Szene folgte diesen Worten. Die Todesfurcht machte die Leute halb wahnsinnig. In wilder Angst suchte sich die Menge der Sippe Flemmings zu entledigen. Die Ausgestoßenen strebten mit aller Kraft zu den Anderen zurück. )!ach kurzer Zeit hatte der Menschenhaufe eine Anzahl Leute ausgesondert. Von den Uebrigen suchte zeder so viel Raum als möglich zwischen sich und die Verfehmten zu legen. Im Antlitz des Pfarrers zuckte es schmerzlich. Oberst d Ermont warf einen verächtlichen Blick auf die Opfer, ös waren lauter bejahrte Männer, denen man auf den ersten Blick ihre Harmloslgkeit anzah. Diese waren es nicht, die er suchte. Und dennoch ließ sich an der Richtigkeit des Volksurtheils nicht zweifeln, dieerwandtschast der Jluaztigen stand vor ihm. Seine Hand fuhr mehrmals über den schwarzen Kinnbart. Er hatte gehofft, Wissende, womöglich Helfershelfer zu fassen,, jetzt sah-er vor sich einige Greise, die küh ner Unternehmungen fähig zu halten an'S Lächerliche streifte. Und, doch konnte er jetzt seine eigene Anordnung nicht rückgängig machen. Er wendete sich zu fernen OstlZleren, die kalblaute Bemerkungen austausch ten. Nach dem Ausdruck der Gesichter waren auch sie nicht von dem Resultat befriedigt. Was thun, meine Herren?" Einer der Äauvtleute nahm daS Wort. Mit Erlaubniß, Herr Oberst! Vom Anbeginn stand eine Frau im Verdacht. Sollte da nicht eine Spur zu finden sein?Der Oberst nickte. Danke verbindlichst, Kapitän! Sie haben Recht !" Dann wendete er sich an den Pfarrer. Da war eine Tochter des Entflohenen. Hat sie nicht einen BräntlgamTer Geistliche erbleichte. Noch immer nicht genug der Oual und der Oper! Ihr Aussehen sagt mir, daß ich richtig vermuthe,- fuhr der Oberst nicht ohne Sarkasmus fort. Sie dün fen denen dort drüben nur mittheilen, wen ich zu sehen wünsche. Die liefern ihn mir aus, Herr Pfarrer, um da? eigene Leben zu retten. Einen Auaenblick darauf stand An dreas Bussert mit seinen Eltern vor dem Obersten. Der Bursche war von Schrecken völlia betäubt. Seine Mut ter ergriff ihn am Arm. Andreas, sag's ihm doch, daß Du sie gar Nicht mehr willst, daß sie aar nicht mehr zu un gehört! Mein Gott, waS flehst Du, Andreas! Sollen wir umgebracht werden? Saa'S ihm doch. Andreos!" Oberst d'Ermont strich befriedigt den Bart, als er den Burschen musterte. Jetzt war er aus dem rechten Wege. .Bereiten Sie diese Drei zum Tode vor. Sie haben fünf Minuten Zett. Herr Pfarrer!" Herr Oberst! Vermag dem nichtsWalten Sie Ihres Amte. Die Worte, die Sie mir schenken, gehen Jenen verloren, die derselben bedürs tiger sind. Fünf Minuten haben Sie eit, wenn ich biS dahin nicht den Aufenthalt der Flüchtigen weiß.Schweren Herzens verkündigte der Pfarrer den Dreien den Aussprüch des oerften. Tire Frau stieß einen gellen den Schre! ans. Sie stieß Andreas in die Seite. Was flehst Du? Sag's ihm
doch !- Dann brach sie in Schmähworie
Q f 4 Ekne Freundin von mir litt an Ruckenschmerz, CUU Kopweh und Schwind und schien völlig eutkräf. tet in Folge von Mcnstrual-Leiden." schreibt Frl. c; o C N. Garrett von Mayersville, Miss aber sie UlZQ nahm Cardui auf meinen Rath und ist jetzt ge fund."
Sind Ihre Augen trübe ? Fühlen Sie übel im Magen ?
Menstrual - Kntt!n-
' WV4V "MIW -.n. . f CYY?Xls . e. c. tt I C
. cenltrualvlm bei Ihnen (3(1 Qrr vup wut OiUtltt
ve tes und ckerttes Heilmittel. Menstrual-NeinZun8-
. . ' ..rn . .
zuverlainge, zetterprovte Ätedizm, welche seit 70 Jahren
IM
aus gegen den Pfarrer, ballte die Jaust gegen die Torfleute und gcberdete sich wie tobsüchtig, bis sie plötzlich zu wimmern begann. Andreas Bussert schüttelte seine Betäubung ab. Ich habe die Kirche gemalt,- schrie er dem Obersten zu. d'Ermont verstand ihn nicht. Was spricht er, Herr Pfarrer?" Ich weiß nicht, was er meint. Er habe die Kirche gemalt." Ein Lächeln des Verständnisses glitt über die Züge des Obersten. Ah, der also ist es! Dann werden wir die Flüchtigen bald haben.". Er wendete sich zn seinen Offizieren, um sie mit wenigen Worten aufzuklären. - Westwärts vom Dorfe dehnte sich ein weites Moor- und Bruchland aus, der Bärbusch. Dorthin hatten die Bewohner beim ersten Anmarsch der Feinde sich selbst und ihr Vieh gerettet, bis die Unbilden der Jahreszeit sie in'S Dorf zurücktrieben-. Jetzt lag der Gedanke nahe, daß die Fluchtigen ihren früheren Zufluchtsort aufgesucht hatten. Andreas Bussert erklärte sich bereit, die Feinde dorthin zu führen. Ein Lieutenant mit zehn Mann nahm den Verräther in die Mitte. Ein Theil der Mannschaft trug Fackeln. So zogen sie au zum Bärbujch. Der Oberst rief den Lieutenant noch einmal zu sich. Am Buschrande war ten Sie, bis der Tag kommt! Ihre Fackeln würden die Flüchtigen ver scheuchen. - Die Dorfbewohner blieben unter Bewachung auf dem Platze. Nicht eher wollte Oberst d'Ermont sie aus der Hand lassen, bis die Gesuchten in seiner Gewalt waren. Der Morgen kam. Unter Andreas' Führung betrat die ausgesandte Patrouille den Bärbusch.. Ueber den Köpfen strich der Wind sausend durch die blattlosen Zweige der Erlen. Auf pfadlosem Grunde ging es vorwärts. Der Boden zitterte unter den schreitenoen Z5:ißen. Selbst die gangbaren Steller ruhten aus grundlosem Moor. Bald rechts, bald links dehnten sich braune Flächen aus, die, gefährlicher noch als offenes Wasser, Jeden spurlos zu verschlingen drohten, der sie betre-
ten wurde. Eine halbe Stunde mochte so ver strichen sein, als der Zug eine Lichtung erreichte. Andreas Bussert blieb stehen und sah sich um. Was suchst Tu hier, Bursche?" fragte der Lieutenant. Der Verrather verstand ihn nicht. Er beschlieb mit der Hand einen Halbkreis nach der Lichtung zu. Hier müssen sie sein. Hier sind sie schon einmal gewesen." Ter Offizier deutete Wort und Bewegung ganz richtig. Aber von den Flüchtigen war nichts zu entdecken. Nicht eben freundlich herrschte er Andreaö Bussert an. Der Verräther stotterte Cntschuldigungen, die Niemand verstand. Er legte betheuernd die Hand auf die Brust. Was man verlangte, hatte er gethan. Nun lag die Angst seiner feigen Seele deutlich genug auf seinem Gesicht. Der Lieutenant war zwar überzeugt, daß sein Führer ihn nicht absichtlich in die Irre geleitet habe, aber nach mißlungener Expedition lag der Gedanke an Flucht doch sehr nahe. . Bindet ihm die Hände!- befahl er daher seinen Leuten. Die Fesselung ließ Andreas überlegen, was seiner im Dorfe warten möchte. Eine gräßliche Angst überfiel ihn. Vater und Mutter, welche für feine Treue bürgten, kümmerten ihn nicht. Flucht war sein einziger Gedanke. Wieder ging e zwischen Sümpfrn und Büschen hindurch. Dann kam die Stelle, wo man sicy nur im Gänsemarsch bewegen konnte. Darauf hatte Andreas gewartet. Ein einziger So!dat ging vor ihm. Die Uebrigen folg ten. Er hob die gebundenen Hände bis zur Höhe der Brust. Mit dem Aufgebot aller Kraft sprang er vorwärts und traf den Vordermann im Rücken. Der plötzliche Anprall warf den Sol-
Leber- oder Herzleidens,
SWfc Ki.nttinnpn finh b werveN UDZX WCai lüttü und wird in Ihr System . . . . T: ütvtu utiutitiu ' ' ... ... Dev Fvauen eiltnittel baten nieder. Ueber ihn hinweg setzte Andreas Bussert. Der Weg vor ihm war frei So schnell ihn die Füße trugen, strebte er den deckenden Büschen zu. Ader der Verräther hatte die Rechnung ohne die Wachsamkeil des Führers der Truppe gemacht. Feuer !" gebot der Lieutenant. Schüsse krachten. Durch den Rücken geschossen taumelte Andreas nach vorn. Die Füße gehorchten'ihm nicht mehr. Den Kopf voran fuhr er hinunter in das braune Moor. Ueber ihm schloß sich die zähe Masse. Kein Mensch hat ihn wiedergesehen.. Mit zusammengezogenen Brauen hörte Oberst d'Ermont den Bericht seines Lieutenants. Er überlegte lange. Endlich richtete er sich energisch auf. Blut ist geflossen für Blut. ES ist zwecklos, mehr Opfer zu häufen, da der Thäter uns entgangen ist. Aber dieser Ort soll der Erde gleichgemacht werden! Eine Stunde gebe ick den Leuten, ihre Habe zu bergen. Tann .legt Feuer in die Häuser. Jetzt laßt die Menschen laufen ! Nach Ablauf der gegebenen Frist warfen die Franzosen derrFeuerbrand in die Wohnstätten. Ueberall schlugen die Flammen auf, und die Soldaten hielten Wache, daß der Vernichtung kein Einhalt geschah. Als sie abzogen, lag hinter ihnen dampfend und schwelend ein wüstes Trümmerfeld. Die Dorfbewohner zerstreuten sich in der Umgegend. Tobias Jlemming und die Seinen hatten die Schreckensnacht in einem der Backofen zugebracht, die in den Gärten standen. Auch diese bedrängte Familie fand eine Unterkunft in der gerne. Als der Frühling in'S Land zog, fanden die Vertriebenen sich auf ihren Aeckern wieder ein. Aber die Furcht vor dem Feinde hielt sie fern von der Stälte, wo einst ihre Hütte stand. Eine halbe Stunde davon entfernt erstand das neue Dorf. Bertha heirathete Christian, der in jener Schreckcnsnacht ihr Helfer gcworden war. Fast ein Jahrhundert ist seit jenen ' Tagen vergangen. DaS Geschlecht, welches die Franzosenzeit durchlebte, , ist längst dahin. Aber im Munde der alten Leute lebt noch heute die Geschichte vom Untergang des alten Dorses. Ist sie aber erzählt, dann blicken ihre Kinder aufathmend um sich und freuen sich der neuen Heimath, des neuen Glücks. . Vlnonyme Briefe bei Hofe. Die Affäre Kotze unseligen Ange dmkens ist längst begraben, aber e scheint, als ob nerierdings wieder eine anonyme Briefaffäre, die in Hoftrei sen spielt, aufgerollt werden soll. Tos Landgericht Potsdam beschäftigt sich jedenfalls mit eincin Ermittelung?verfahren, um den Urheber anonymer Briefe zu entdecken, die beim Ober-. Hofmarschall des Kaisers eingelaufen smd, und in denen von Personen des kaiserlichen Hofhaltes und auch von Angehörigen der nächsten Umgebung des Monarchen die Rede .ist. Diese anonymen Briefe sind zumeist mit Bleistift geschrieben. Vergeblich hat das Hofmarschallamt den Versuch gemacht, den Verfasser dieser Briefe zu ermitteln. Jetzt glaubt man endlich den Urheber der Schriftstucke in der Person eines seit langen Jahren im Hofdienst stehenden, in Potsdam wob nenden Schloßbeamten entdeckt zu ha ben, gegen den auch ein Strafverfah ren wegen Beleidigung ' eingeleitet worden ist. - . - - v ' Ge gen Rassen s e lb pm o r d flnd-entschteden ein MacDonald Hall und' dessen Frau in Bloomington, Jll denn Frau Hall hat ihrem Gatten jüngst das 30. Kind, geschenkt. Die Eltern haben bei den Namen ihrer 80 Kinder allerhand große Personlichleiten herangezogen; oarunter orge Washington. Thomas Jefferson, Patrick Henry, Victoria Regina, Abraham Lincoln, Lucretiä. Borgra und andere mehr. .
