Indiana Tribüne, Volume 29, Number 164, Indianapolis, Marion County, 6 March 1906 — Page 6

o

m'immmm'mmm'mmmmmmmmmmmmmmmmmTmmmm''mmmmamm'mmm

Oi 0 Bei Iichmclm. Seit vielen, vielen Jahren, l Dutzende von Familien war und ist Dr. August Kömg's Hamburger Brustthee die alte, zuverläSkge Stur gegen 3als und cCungen JZeiden. w (?r wärmt, beruhigt, erquickt, kurirt. Nur In Original PackeUa. PreU 25c, Gä .Q &al0M 801 Prospekt, Ecke Wright Beste Wirthschst der Llldseite. Lier kör Sein and SIuM. veft Vedlvg. Wm. Stocff ler SeileeM. M. 202 Nord Noble Straße. Neues Telephon 2091. August Aoebeler, Sample und Pool Roon Die feinsten Weine, LiquZre und Cigarrer. und stets ein frisches Glas Bier. 1201 Madison Avenue, Ecke Morris Straße. EDWARD W. MESSMER, Madifon Ave. eu Zti. asss. lleinizer Agent der berüivU Williams Pumpen ,ä IIO "NO TRIX "TO FIX". .Sarautirt eine Holzvnmpe an Eisen gemacht Reparaturen an Puiuxeu merk n prompt und billig, aufgeführt. Reparaturen an Häusern wie Einlegen euer Rinnen der nbringen neuer dftubrktzren auSZinn oder galvsnisiriem (Eilen weree zu jeder Zeit gemacht. Aerzte. Dr. Panl F. Martin, Praktischer Arzt und hirurg. Sprechstunden: li.oo-iZ.za .3a- 4.00 täglich SonntagZ: Auf Verabredung. WMoughby Gebäude, ZZlJitott Meridian Straße. Tel., Main 441. Wohnung: 1205 Nord New Jersey Str. Telephoa: Main 85; New 58b?. Dr. LEO HERBERT Wiener Arzt. Haut-, Geschlechts' u. Nerveukraulhciten 120 Oft Cii Straße ter 51r. SKu, lel. 444. Sveechstundea, -11, 4. 7 S bendl. I)r. j. A. Sutcliffe, Wnnd'Nrzt, Geschlechts., Urin- nndRecwn Krankheiten. Ofilre : 155 OS Vkarkel Str. Tel. .;a Cffin6tsan : ItlllOBlrBs.: iIM 81 Dr. Carl Q. Winter Deutscher Arzt. kl.' alle akute und.chrouischeraRkheite. Sveziell Nkzeumatismus. Rectn'. und grauen'ttrankheiten. . (Office : 14 weft Ghio Strasse' Office.Stunden : 1011 33 m. 3-4 Nm. Sonntags : 9.30 10 30 Vm. Tel. neu 43. Wohnung: 12S0ÄadisonZlvenne Telephone: Alt. 2025. Heu, 9282

EWM

BÄBEs

Zttrkusmarie.

Von Ewald Oheim. Der ode Platz am äußersten Ende der verräucherten Vorstadt sah zu Schausiellungen wenig einladend aus. Und der alte Eiserner hatte dort sein Karussell aufgebaut. Vater EisernerS Karussell war aber ein sehr bescheidenes seiner Art nicht eines jener flimmernden Schaustücke, die von kleinen und großen Kindern auf JahrMärkten und Messen'angestaunt werden, unter deren gold- und silberverziertem Sammtbaldachin springende Löwen und blutdürstig ausschauende Tiger hinter muthigen Pferden, friedlichen Eseln, ja selbst fetten Schweinchen herjagen, ohne sie jemals zu erreichen keins jener Karussells, die sich die- moderne Technik dienstbar machten und über Elektromotoren und ohrenbetäubende Orchestrions verfügen. Das Alles besaß Vater Eiserners Karussell nicht. Woher hätte er ein solches Prachtstück auch nehmen sollen? Dazu gehörte Geld, recht viel sogar! Und das hatte er nicht. Ja, früher vor langen Jahren! . . . Aber damals hing ihm der Himmel voller Geigen, und er gab sein leicht verdientes Geld mit leichten Händen aus. Ein kräftiger, schmuckloser Pfahl, darüber ein kleines, nrntes Dach aus rothem, stellenweise recht verblichenem Tuch, Eisenstangen, die vom Dachrande herunterhingen und an denen sechs Paar Pferde baumelten: das war Vater Eiserners - Karussell. Mähne und Schwanz hatten die mei sten Rosse während ihrer langen Wanderfahrt lassen müssen; auch Farbe wollten sie nicht mehr recht bekennen, obwohl Eiserners Pinsel manchmal mit den unwahrscheinlichsten Anstrichen nachgeholfen hatte. Das Orchester" bestand aus einem clten Jnvaliden. der die Drehorgel spielte uni? Eisener auch sonst zur Hand ging. An einem Sonntagmittag stand das Karussell auf dem Platz fix und fertig da. Auch die ersten Zuschauer kamen. Eine ganze Horde von übermüthigen Jungen im 'Sonntagsstaat umstand gaffend das Karussell oder iaate mit den Pferden um die Wette im Kreise herum. Nachmittags wurde eö lebhafter. Von Zeit zu Zeit lugte nämlich die Sonne , hinter einem zerrissenen Wol kenfetzen hervor, übergoß den Platz auf einige Minuten mit fahlgoldenem Licht, versteckte sich dann wieder und foppte so die Menschlein mit ihren Hoffnungen auf gutes Wetter. Zu einem Ausfluge war die Witterung also zu ungewiß. Und weil gerade in der Nahe, auf dem Platz, was los war," ging man dahin. So kam es. daß Vater Eiserner Abends gute Geschäfte machte. Ein ansehnliches Häuflein Nickel klapperte lustig in seiner Tasche. Wer macht nochmal einen Spazierritt auf den edlen Vollblütern, meine Damen und Herren?" . . . Vater Eise, ner wurde nicht müde, die geehrtKl Amateure" immer von neuem einzu laden. Die günstige Stimmung des Publikums mußte ausgenützt werden. Bitte, mein Herr!" Durch die Reihen derGaffer drängte sich eine kleine, alte Frau in ärmlicher aber sauberer Kleidung. Eisener hatte sie schon längere Zeit beobachtet, wie sie mit leuchtenden Blicken den während der Fahrt in ihren Eisengerüsten sanft hin und her gondelnden Pferden gefolgt war. Unter ihrem altmodischen, schwarzen Spitzenhäubchen erröthend. streckte sie Eisener den Nickel fü: eine Fahrt entgegen. Danke. Jo ist Ihr Kleiner?" .Ich ... Ich bezahle für mich!" Für ... So! Aber schließlich warum nicht? Werden Sie's auch aushalten und nicht schwindlig werden?" Ein kurzes Lachen war die Antwort. Ich schwindlig werden!" Es klang beinahe verächtlich. Na, beleidigen wollte ich Sie nicht. Aber den Steigbügel werde ich Ihnen halten. So!" ... Eisener half der seltsamen Amazone in den Sattel. Da brach ein lautes Hallo und Gejohle aus. . Die Eircusmarie! Seht doch die Circusmarie!" Die Neugierigen drängten sich näher heran, man lachte, schob und stieß sich. um die in dieser Stadtgegend unter dem Spitznamen Circusmarie" dekannte Frau auf ihrem luftigen Sitze besser sehen zu können. Dumme Redensarten, schlechte Witze und derbe Späße hagelten dicht aus die Reiterin" hernieder. Sie schien nichts zu hören. Ihre müden .alten Augen träumerisch in's Weite gerichtet, wippte sie auf dem abgeschabten Holzgaul hin und her. während Eisener das Karussell drehte und das Orchester einen vor zwanzig Jahren bekannten Gassenhauer spielte. Kosend fuhr die schmale, magere Hand der Alten über den Hals des Pferdes, ihre Lippen bewegten- sich wie im Selbstgespräch, und ein verklärter Abglanz reiner Freude und ausrichtiqen Glücks malte . sich in ihren verrMmten. einstige Schönheit verrathen'den Zügen. Daö Karussell drehte sich langsamer. Dann hielt es. Circusmarie schien es nicht zu bemerken. Als Eise ner sich näherte, um ihr vom Pferde zu helfen, sah ihn die Alte traurig an.

Jüdiana Tribüne

Zwei g?oße Thränen rannen über ihre runzeligen Wangen. Nanu, Mutterchen, Sie meinen?" Sie schüttelte den Kopf. Aber . . . ich muß jetzt wohl herunter?" Ja! Oder wollen Sie etwa noch ririf Tour tabren?" Die Alte suchte m lhrer Rocktasche. Ich habe kein Geld mehr", kam es tonlos von ihren Lippen. Aengstlich heftete sie die Augen auf Eisener. Der beobachtete sie einen Moment. Die gute Abendeinnahme hatte ihn freundlich gestimmt. Warum sollte er der wunderlichen Frau ihren kleinen Wunsch verweigern! Ueberdies begann der naßkalte Nachtwind die Gaffer zu verscheuchen. Viel würde heute doch nicht mehr zu verdienen sein. Na, meinetwegen bleiben Sie drauf. Bis zum Schluß, wenn's Ihnen gefällt." Wirklich? O, danke sehr!" Zirkusmarie schloß halb die Augen, setzte sich wieder im Sattel zurecht und ordnete mit graziöser Handbewegung die Zügel. Total verrückt, die Alte," brummte Eisener. Auf der anderen Seite des Karussels hatte soeben ein junges Liebespaar Platz genommen. Dorthin ging er kassiren, und gleich darauf drehte er wieder die Karusselkurbel. während die asthmatische Drehorgel alie Gassenhauer herunterkreischte.... Nun ist Schluß. Mutterchen. Ich mache die Bude zu." Eisener stieß die Alte an. Die letzten Zuschauer hatten sich verlaufen. , Sd? . . . Schon?" Zirkusmarie zog den Fuß aus dem Steigbügel und sprang auf dem Boden. Von den vielen Drehungen des Karussels wogte und wirbelte es ihr aber im Kopf. Sie taumelte. Eisener fing sie auf. Oho, oho! . . . So, jetzt geht's wieder besser. Na, gute Nacht,' Mutterchen ... Ob ich noch morgen hier bin? Gewiß! Und wenn die Sache wieder einigermaßen klappt, können Sie auch ganz ruhig kommen." Danke, danke sehr . . . Nein, Sie ahnen gar nicht, was für einen vergnügten Tag Sie mer heute geschaffen haben. . . . Darf ich Sie vielleicht nach Ihrem Namen fragen?" . Nanu," dachte Eisener, die ist eigentlich gar nicht so verdreht, wie ich glaubte. Sie spricht wenigstens ganz vernünftig." Zirkusmarie sah ihm bittend in die Augen, als er mit seiner Antwort zögerte. Ihr verhärmtes Gesicht, das die Oellampen des Karussels mit dunkelgelbem Licht Übergossen, erschien in dem Rahmen dieses stockfinsteren Abends noch trauriger, als in der sahlen Beleuchtung des sterbenden Wintertages. Eisencr fühlte plötzlich .etwas wie Sympathie für die Frau. Mein Name ist heute vom Publikum vergessen. Vor fünfundzwanzig Jahren, ja, da war es anders. Man nannte mich damals Lietello." Lietello Lietello der Name ist mir doch bekannt!? Warten Sie mal. Aber gewiß, Sie waren doch Clown im Zentralzirkus?!" Was... Sie wissen das? 'Sie entsinnen sich darauf? Ist es wirklich möglich? Ja, aber woher? Das müssen Sie erzählen. Mutterchen!" Zirkusmarie fuhr sich mit dem Taschentuch über die Augen. Wie die Zeiten sich ändern! Ich hätte Sie wahrlich nicht wiedererkannt. . . . Aber Sie mich auch nicht." Die Alte verneigte sich leicht: Ich bin Miß Ethel." Aber nein nein " Eisener sah im Geiste die schöne, umschwärmte Schulreiterin Ethel wieder. deren Artistenloge allabendlich einem Treibhause voll köstlicher Blumen geglichen hatte. . . . Und das sollte 'sie sein dieses verhutzelte, alte Frauchen, das soebn noch den Spott der Leute erweckt hatte, sollte einst die stolze, unnahbare Miß Ethel gewesen sein, die er vor 25 Jahren im Zentralzirkus gekannt?! Und doch ich erkenne Sie jetzt wieder. Fräulein Ethel. Zwar fehlt uns beiden das glänzende Gefieder von ehemals, und Schooßkinder des Glücks sind wir nicht gewesen. Aber so dürfen wir jetzt nicht scheiden. Bitte, kommen Sie noch einen Moment in meinen Wagen. . . . Dars ich 5ie zum Abendessen einladen? Ja? Na, dann ist's recht. Aber kann ich Ihnen auch wirklich zumuthen, mein mehr als bescheidenes Mahl mit mir zu theilen?" Ich nehme gern an, Herr Lietello . . O, wie ich mich freue!" Graziös raffte sie ihr Kleid zusammen und erstieg mit fast jugendlicher Behendigkeit die Wagenstufen Ganz recht, so war es.Entsinnen Sie sich?" Wissen Sie noch?"... Die thaufrische, herrliche Jugendzeit mit 'ihren Erfolgen und ihren lachen den Lichtseiten erstand vor dem gelstigen Auge der beiden alten Leute. Die herben Enttäuschungen, die ihnen das spätere Leben gebracht, waren in dem Lichtmeer der Erinnerungen heller, heiterer Jugendlust und Jugendfreude verschwunden. Wie oft, Fräulein Ethel, habe ich Ihnen damals den Steigbügel halten dürfen wie heute Abend!" Und wie schön, wie. jung ich war! Wie gern mich Alle hatten!" Trotzdem gingen Sie eines schönen Tages 'auf und davon." Das schmale Gesichtchen der Alten.

0. März 100G.

aus dem die Augen eben noch freudig . cn i . ' gcongv oeiDUjtene na Ja. Das war mein Unglück. Ich verheirathete mich. Sie kannten ihn ja auch, den schönen, jungen Mann, der um mich geworben hatte. . Seine Liebe war ein Strohfeuer. Er verließ mich nach kurzer Zeit. .... Unv da war ich wieder allein, ohne jede Hilfe. Ich versuchte wohl, wieder in einen Zirkus unterzukommen. Es wollte mir aber nichts mehr so recht gelingen Da mußte ich in die Provinz,, ich trat schließlich in Jahrmarktsbuden auf. Zuletzt wollte mich Niemand mehr. . . . Ich wurde alt. Die Noth sireckte ihre Krallen nach mir aus und hielt mich fest Aber als ich heute Ihr Karussel sah, Lietello, da kam es über mich wie ein heißes, glühendes Verlangen, wieder wie einst durch die Manege zu reiten Was die Illusion doch vermag! Als ich die Augen schloß und das Karussel mich auf dem Holzpferd in die Runde führte, da zeigten sich mir noch einmal meine glücklichsten Jugendjahre in ihrem blendenden Glanz." Zirkusmarie stützte die Ellbogen auf den Tisch und preßte das Taschentuch vor die Augen. Ja. es ist etwas Schönes um den köstlichen Jugendtraum, dessen harmonisches Licht unsere alten, mühseligen Lebenstage vergoldet. Sehen Sie, Fräulein Ethel, ich habe wahrlich auch keinen Grund, mit meinem Loose zufrieden zu sein. Meine Knochen wurden steif, ich könnte mit den anderen Clowns nicht mehr mit. . . . Na, da ging's abwärts. Das Publikum pfiff mich aus, und der Direktor entließ mich. Später kaufte ich mir dann diesen Klapperkasten, der mich zur Noth ernährt. Wenn's nun schon lange nicht so ist, wie's sein sollte, höllisch gefreut hat's mich doch, daß ich Sie wiedertraf, um so mehr . . X. na. ich kann's jetzt Wohl sagen ... um so mehr, als ich seiner Zeit ordentlich in Sie verliebt war. Natürlich sagte ich damals nichts. Sie waren ja viel zu stolz. Außerdem war ich ein armer Teufel, und Sie wurden alltäglich mit kostbaren Geschenken überschüttet." Aber heute, Lietello, heute nahmen Sie eine glänzende Revanche, deren Werth mir unvergessen bleibt: Sie schenkten mir einige Augenblicke der Jugend!" Der Drehorgelspieler trat in den Wagen. Auf Geheiß Eiseners hatte er ein paar Flaschen Bier geholt. Das Wiedersehen sollte gefeiert werden. Man füllte die Gläser. Auf das Wohl der reizenden Miß Ethel!" Zirkusmarie lächelte verbindlich, wie einst in jenen glücklichen Tagen, als sie der beifallsfreudigen Menge feurige, edle Pferde in den Pas der Hohen Schule vorführte. Auf das Wohl des unübertrefflichen Clowns Lietello!" Hart klangen nunmehr die Gläser aneinander. Und der ärmliche Wagen Eiseners sah zwei glückliche Menschen, denen die Illusion, die hilfsbereite Trösterin der Menschheit, Zeit und Raum in Stunden seliger Erinnerung hinweggezaubert hatte. Normal gebaute Menschen. So schön auch der Schneider durch einen gut sitzenden Anzug kleine Körperfehler zu verdecken vermag, so proportionirte Gestalten man auch in Badeanstalten zu sehen bekommt bei der Messung mit dem Metermaß schwindet die Illusion eines ebenmäßigen Wuchses. In neuester Zeit sind von Militärärzten zahlreiche Messungen an Rekruten vorgenommen worden, . die das Ergebniß hatten, daß ein vollkommen normaler Wuchs zu den Ausnahmen gehört. Der rechte Arm und die rechte Schulter haben gewöhnlich einen größeren Umfang als die linksseitigen Theile. Von 500 gesunden Soldaten fand man den Umfang des rechten Oberarmes 26 Centimcter, den des Unterarmes 26,4 Centimeter, den Umfang der rechten Schulter 33,8 Centimeter. Dagegen maß der linke Oberarm und der linke Unterarm je 0,6 Centimeter. weniger, der Umfang der linken Schulter 2 Centimeter weniger als die entsprechenden rechtsseitigen Theile. In einzelnen Fälleu belief sich der Unterschied bei den Armen auf 2 Centimeter, bei den Schultern auf 4 Centimeter. Der Grund für diese Differenz liegt vornehmlich in dem häufigeren Gebrauch des rechten Ar mes. Vemerkenswerth ist die verschiedene Länge beider Arme und beider Beine. Messungen an 5000 Soldaten aller Waffengattungen ergaben, daß öei 75 Mann auf 100 der rechte Arm 2 Centimeter länger war, nur bei 7 auf 100 der linke Arm länger war eine Thatsache, die weder vom Schneider bei der Anfertigung von Röcken und Ueberziehern, noch von WäscheNäherinnen bei .Anfertigung der Hem den usw. berücksichtigt wird. Bei den Beinen wurden bei 63 auf 100 Solda ten Längenunterschiede von 2 Centimeter wahrgenommen. Diese Differenz rührt nicht von dem Fleischpolster her. wie Garson bewies, der auch Gerippe untersuchte, und nur bei 10 Menschen auf 100 gleich lange Beine fand. Bei den farbigen 'Menschen, Australiern, Negern und Singhalesen, sind Oberarm und Unterarm gleich 'lang, bei den Weißen ist der Oberarm 24 Centimeter länger als der Unterarm.. Bei normalem Wuchs reichen die Arme fast bis zur Mitte der Oberschenkel.

Erkannt.

Ach. Fräulein Martha, den wahren Werth einer eigenen Häuslichkeit habe ich längst erkannt. Wie traurig ist es, wenn man beim Schein der Lampe Abends so einsam über den Büchern auf seinem Zimmer sitzt!" Machen Sie mir das nicht weis, Herr Candidat, das kommt ja bei Jhnen gar nicht vor!"

Fatale Situation. Die Aussicht über die Alpen ist hier großartig nur ist die Stelle etwas exponirt und man muß sehr aufpassen, daß man nicht ausrutscht!" ' JmExamen. Professor der Literaturgeschichte: Nennen Sie mir ein Volkslied, das Ihnen so recht aus der Seele gesprochen." Kandidat: Jetzt gang i ans Brünnele, trink aber ret!" Verfehlte Absicht. Mann (der wegen Nichtbezahlens hinausgeworfen wird): So, da hab' ich Stammgast werden wollen und schon 's erste Mal werfen s' mich hinaus!" Aus einem Redaktionsbureau. Redakteur (zu einem Volontär): Lehnen Sie diese Gedichte mit Dank ab!" Volontär (schreibt): Geehrter Herr! Wir danken Ihnen, daß Ihre Gedichte nicht verwendbar sind!" Ausgleich. Hausfrau (während einer hefiigen Scene): Ich laß' mir nichts vorwerfen!" Köchin: Und ich laß' mir nichts nachwerfen!" Protest. Frau: Nun, paßt Ihnen etwas nicht?" Dienstmädchen: Freu Rath schrieben, in mein Dienstbüchlein: fleißig, wiöig und treu; aber ich hab' ja . gar keinen Schatz. MenschenfrenndlikH. Comcponistengattin: Aber Paul, schließe Deine Oper doch endlich 'mal ab! . . Denke nur an die armen Diener und Dienstmädchen, die so lang vor dem Theater warten müssen, bis die Oper aus ist!"

iiL KHWMG

j

"

Das- Trinkgeld. Ein mit falscher Eleganz gekleideter Herr nimmt im Cafe eine Erfrischung im Werthe von 75 Pfennigen zu sich und bezahlt sie mit einer Reichsmark. Der Zahlkellner, welcher herausgeben foll, findet in seinen Baarbeständen nur Zehnpfennigstücke; die Sache läßt sich also nicht reguliren. Der Herr: Suchen Sie mal in Ihrer rechten Westentasche, da werden Sie schon fünf Pfennige finden." Ach so Du bist ooch Kellner?!" sägt der Garcon, und reicht dem Herrn sofort aus der Westentasche die fehlende kleine Münze. Gefängnißwärter (zum eben eingelieferten Stromer): Was soll ich jetzt mit Ihnen anstellen alles ist überfüllt!" Stromer: Ach das thut mir aber leid!" Einfach. Was thue ich nur damit meine Dichtungen ans Licht kommen?" Halt' sie darüber!" Böses Gewissen. Fritzchen (aus der Kindergesellschaft heimkommend): Ach! bitte, bitte, liebes Mütterchen, frage nicht, ob ich artig war!" Benutzte Gelegenheit. Tänzer: Es tanzt sich doch zu schön auf solchem spiegelglatten Parkett." Tänzerin: Nicht wahr viel besser als auf meinen' Füßen." - Neues Wor.t. In die Studentin Müller hast Du Dich also verliebt?!" Ja, sie ist aber auch gar zu bierherzig!" Zweifel. Peperl: Jetzt hab' ich schon wieder an' Vierer gekriegt!? Und ich hab' doch vorn ins Schulheft Mit Gott" hineingeschrieben!?" Aufrichtig. Gatte: Wenn Du Deinen nervosen Zustand hast, warum sekkirst Du da gerade mich . . . warum denn nicht die Köchin oder den Diener?!" Gattin: Ja ... die könnten mir davonlaufen!" Genügsamkeit. Sieh' Dir. die Berge doch von unten an, Kannst Du nicht steigen auf die Gipfel. Und wer die ganze Wurst nicht haben kann, Der nehm' vorlieb mit einem Zipfel! .

Glaubhaft. nW

, i i i MM -M ' Jj i . v jrS . i t ) XjL