Indiana Tribüne, Volume 29, Number 163, Indianapolis, Marion County, 5 March 1906 — Page 4

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Indiana Tribüne. $tranC statten vo bet ttttufetta E. Indianapolis, Ind. Karry O. Thudium Yräftdrnt. GestZzäftSlocalt ilo 31 Süd Delaware Straße. rL!.e?n0!e sss.

K fr he Pott Office ot Indianapolis as econd clasi matter. PHarisäertHum. Joseph T. Elliot. Geldwechsler. Matter und Präsident der Behöide für öfftntliche Arbeiten, ist entrüstet über den Gedanken, daß in einem der Stadt gehörigen Gebäude eine Wirthschaft auch nur einen Tag geduldet werden soll. Ein Wirth, der eine respektable Wirthschaft im St. Charles Hotel be. treibt, bezahlte letzte Woche feine Li nS im Betrage von 8356 an die Stadt für das Recht, feine Waaren zu verkaufen. Seither hat die Stadtbe hörde beschloßen, das Gebäude abzu reißen. Natürlich handelt dieser Wirth wie alle Wirthe mit Bier. Schnaps und Wein. Er hat noch einen auf ein Jahr gülligen Pachtvertrag auf fein Lokal. , Herr Elliott. der nur mit BondS und Aktien handelt, ist felbftverständ. lich, wie da Aktiengefchüft eS mal mit sich bringt, sehr für Wasser-. Ihm scheint eS gegen die Würde der Stadt zu verstoßen, daß in den der Stadt gehörigen Räumen Bier rerkauft wird. Herr Elliott scheint nicht zu beachten, daß aus den Taschen der Brauerei bester und der Wirthe der 10. Theil der städtischen Einkünste kommt. Von den Gesammteinnabmen der Stadt im Jahre 1905. welche S1.705.760.09 betrugen, zahlten die Wirthe und Brauereien die Summe bon $189.970. 50 und zwar die Brauereien $10.000, die Wirthe S179 000 nebst 81800 Spezialfteuern. $8i9 50 wurde die sen Interessen an Rabatt erlassen, daS Total bleibt aber Sl89.970.5tt. Trotzdem also die Stadt eine ihrer Haupteinnahmequellen in den Braueiwteresskn hat, fühlt sich Herr Elllott berufen, daS Geschäft als unwürdig zu erachten in der Stadt gehörigen Räumen geduldet zu werden, selbst wenn dasselbe allen Verpflichtungen dem Grmkindewesen gegenüber nach gekommen ist. Und doch handelt er selbst in der Komodität, welche mehr Neid. Haß. Korruption und Verbrechen verursacht hat wie Alkohol nämlich in Geld. Er würde sich kaum so erhaben füh len, wenn er sich als guter Christ wie der mal fein neues Testament vorneh men würde, da kann er Joh. 1.45 lesen, wie Christus die Geldwechsler und Makler in größter Verachtung hielt und sie einfach zum Tempel hin ausjagte, weil sie unwürdig waren. indem sie eine Mördergrube daraus machten und Verachtung verdienten. Der anständige Wirth ist nicht nur gerade so ein achtbarer Mann wie der ehrliche Wechsler, sondern dem Gemein Wesen weit nützlicher. Nicht nur weil er ein volles Zehntel der städtischen Einnahmen beiträgt. sondern auch weil er den Vertrieb eines Produktes leitet, dessen Herstellung ungeheure industrielle Betriebe erfor dert, welche taufenden von arbeitsamen Menschen Beschäftigung und Existenz Mittel li'fern. Die Wirthe brauchen sich wahrlich nicht gedemüthigt zu fühlen, weil ein Geldwechsler sie mißachtet. Herr- Elliott sollte aber doch mal über die Austreibung seiner früheren Kollegen aus dem Tempel durch JefuS .von Nazareth fein neues Teftamen gründlich durchftudlren und sich demü thiglich vor die eigene Brust schlagen Besonders aber sollte Herr Elliot JesuS' Warnung vor den Pharisäern beherzigen: Sie binden öder schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf den HalS; aber sie vollen dieselben nicht mit einem Finger regen.- (23. Cap. Mal 2.7). Und .Wehe Euch Echriftgelehrten und Pharisäern, Ihr Häupter, die Ihr verzehntet die Minze, Till und ttüm mel und lasset dahinten daS Schwerste im Gesetz, nämlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Dies soll man thun und jenes nicht lassen Die Ihr Becher und Schüsseln aus wendig reinlich haltet, inwendig ist es voll Raubes und Fraßes. Also auch Ihr; von Außen scheint Ihr vor den Menschen fromm, aber inwendig seid Ihr voller Heuchelei und Untugend ! Daß eS unter den Wirtheu eine große

Anzahl gewissenloser Menschen gzebt.

beftreiten wir ebenso wenige wie Herr Elliott beftreiten kann, daß eS Hallun ken auch im Makler, und Wechsler. Geschäfte giebt. Aber eS würde einem Wirthe kaum ciasallen, weil durch un ehrliche Broker viele Tausende von Menschen ruinirt und dem Verbrechen in die Arme getrieben wurden, daS ge sammle Broker-Geschäft der öffentlichen Verachtung preiszugeben; nur engher zige Menschen oder Heuchler würden so ungerecht handeln oder denken. Das Ende eines Zeitalters. Der Prophet von Jaßnaja Poljana, Leo Tolstoi, hat in den schwersten SchicksalStagen deö russischen Revolv' ionsjahreS seine Stimme zu einer Buß predigt erhoben. Sie ist soeben in deutscker AuSaabe erschienen. DaS Ende eines Zeitalters, die bevorste. hende Umwälzung, nennt Tolstoi sein üngfteS. Tolstoi predigt, wie immer. die Anarchie auf Grundlage des reinen Christenthums. Er sieht die Welt an der Schwelle einer Umwälzung und ruft hrzu: ,Jch glaube, daß das Leben der christlichen Völker heute, eben heute. dicht an die Grenzlinie gelangt ist, die ein zu Ende gehendes altes Zeitalter von einem beginnenden neuen trennt. Ich glaube: heute, eben heute, hat sich die große Umwälzung zu vollenden be gönnen, die sich in der ganzen chriftli' chen Welt schon seit zweitausend Jah en bereitet, die Umwälzung, die darin bestehen wird, daß daS entstellte Chri. stenthum und die darauf begründete Macht der einen und Sklaverei der an deren daß das durch das wahrhafte Christenthum ersetzt wird und durch' die darauf begründete Anerkennung der Gleichheit aller Menschen und der wahr haften Freiheit aller Menschen, die i nen als vernunftbegabten Wesen ge bührt. Aeußerliche Anzeichen dafür erblicke ich in dem hitzigen Kampfe zwi chen den verschiedenen Ständen, der bei allen Völkern entbrennt ist, in der alten Härte der Reichen, in der Erbit erung und Verzweiflung der Armen; n den wahnfinnigen, sinnlosen, stetig wachsenden KriegSrüftungen aller Staa en vider einander; , in der Verbreitung der utopiftischen, durch ihren Despoti'. muS erschreckenden und in ihrem Leicht sinn erstaunlichen Lehre des SozialiS' MUS; in der Ueberflüssigkeit un'dDumm' heit der müßigen Grübeleien und For schungkN, die man Wissenschaft nennt und die man zur wichtigsten geistigen Thätigkeit aufgebauscht hat; in der be. trüblichen Verderbtheit und Zügellosig. keit der Kunst in allen ihren Werken; und iu erster Linie darin, daß nicht nur in den leitenden Kreisen keine Spur von irgend einer Religion zu finden ist. sondern daß jede Religion bewußt ge leugnet wird; an" ihre Stelle setzt man die Ueberzeugung, dak eS recht und bil. lig sei, wenn die Schwachen von den Starken unterdrückt werden; und so giebt eö in diesem Leben überhaupt kei nerlei vernünftige Leitprinzipien mehr Interessant ist die Auffassung Tol ftoiS von der Bedeutung des japanischen CiegeS: .Die Bedeutung deS ja panischen Sieges liegt darin, daß dieser Sieg in der augenfälligsten Weise nicht nur dem besiegten Rußland, sondern überhaupt der ganzen christlichen Welt gezeigt hat, wie unendlich nichtig die ganze äußerliche Kultur ist, mit der die christlichen Völker fich so gebrüftet ha ben; daß dieser Sieg gezeigt hat. wie diese ganze äußerliche Kultur, die den christlichen Völkern als ein besonders wichtiges Resultat jahrhundertelanger Anstrengungen der christlichen. Mensch heit erschienen war, i!ttc3 äußerst Un wichtiges und Nichtiges 19; hat doch das durch gar keine besonders hohen gei stigen Eigenschaften ausgezeichnete ja panische Volk eS vermocht, als ihm das vortheilhaft erschien, fich in ein paar Jahrzehnten die ganze wissenschaftliche Weisheit der christlichen Völker zu eigen zu machen, Bakterien und Sprengstoffe eingeschlossen, und eS verstanden, diese Weisheit so gut seinen praktischen Zwecken anzupassen, daß eS in der An Wendung dieser Weisheit auf'S Kriegs Wesen und im Kriegswesen selbst, daS von den christlichen Völkern so hoch be werthet wird, an die Spitze aller chrift lichen Völker getreten ist." Tolstoi deduzirt, daß die christlichen Völker eben keine kriegerische Politik machen dürfen, denn - sie widerspreche der Religion der Nächstenliebe. dkottlled Leukbardt, gemüthliche Cdt.m Ecke Noble und Market Str.

. Ver Enge!. Von Franz Wichman. Der Grubhammer Sepp hatte mit

den Arbeitslosen demonstrirt. Bei zweitausend Mann hoch waren sie durch die Straßen gezogen, bis die Polizei sie zerstreute. Unterdessen aber hatte der Himmel selbst für Arbeitsgelegenden gesorgt. In dichten Massen fiel der weichflockige Schnee herab und deckte fußhoch Gassen und Plätze. Der Grubhammer Sepp kam auch an einem der Bureaus vorbei, wo man Schneeschaufler dingte. Bis weit hinaus auf die Straße standen die Arbeitswilligen, denn zu Hunderten konnte man sie brauchen. Aber der Sepp drückte sich vorbei. Zu solcher Arbeit war er als Maurer, der einmal fünf Mark im Tage verdient hatte, zu stolz. Das war sreillch schon lange her, das Verdiente immer fchnell durch die Gurgel geflossen, und zuletzt hatte er als Taglöhner bei einem Neubau gearbeitet. Der strenge Winter zwang auch da zur Einstellung der Arbeit, und seither erwarb er keinen Pfennig mehr. Doch solange der Schnaps in seiner Flasche nicht ausging, dachte der Sepp nicht ans Verzweifeln. Die alte Heumann, eine längst ergraute Wittwe, bei der er wohnte, half ihm ja immer wieder aus. Er hatte sich oft darüber gewundert. Warum glaubte sie eigentlich an ihn, während die ganze Nachbarschaft ihn für einen Vagabunden und Lumpen hielt? Es dunkelte schon, als er sich der Vorstadt näherte. Am unteren Ende der langen Straße blitzten die ersten Laternen auf, doch hierher war der Anzünder noch nicht gekommen. Eben da der Sepp an dem offenen Ähorweg eines stattlichen Herrschaftshauses vorübergehen wollte, glaubte er em seltsames Wimmern und Aechzen zu hören. Verwundert horchte er auf und schlüpfte spähend xn mt Einfahrt hinein. Wie das leise Weinen eines Kindes hatte es geklungen. Wahrhaftig, da lag es, in einem alten, halb zerbrochenen Korbe, fest eingedreht in Lappen und Tücher, ein kleines menschliches Wesen! Das Gesichtlem war ganz blau vor Kälte, die Händchen sahen roth und erfroren aus. Ehe der Grubhammer Sepp sich von seiner Ueberraschung erholte, nahten von der Straße her Stimmen und Schritte. Neugierig, was weiter wer? den würde.' trat er, ohne gesehen zu werden, in den dunklen Schatten der Mauer zurück. Ein Mann mit einem Stelzfuß und eine altere Frau von abstcßendem Aeußern, beide in fadenscheinigen, geflickten Kleidern, blieben im Thorweg stehen. Schau, das arme Wurmlem haben's da ausgesetzt, damit es die reichen Leut' hier im Hause finden und dafür sorgen sollen," meinte der Mann, ben; Sepp schon öfters als Berussbettlet gesehen zu haben glaubte. Bis aber gerad' wer herauskommt kann's lang' erfroren sein. Ich denk , wir läuten und sagen's dem Hausmeister." Er wollte schon die Hand nach der Glocke ausstrecken, aber das Weib hielt, ihn zurück. Ein Narr bist. Hansl flüsterte sie mit heiserer Stimme, und in ihren grauen Augen leuchtete es gierig auf. Was sollen die vornehmen Protzen mit dem Bettelkind! Wir. meiner Seel', könnend besser brauchen. Ich denk' einen neuen Mitesser haben wir nicht nöthig," gab der Stelzfuß zurück. Wenn's mit ißt, muß es auch Mit verdienen. Der Anblick von so einem armen Wurm macht die Leute mitleidig. Lang' wird's der Schreihals da auch nicht mitmachen. Hungern und Frieren bringt eins bald um. Bis dahin aber nützen wir's aus." Sich scheu nach der. menschenleeren Straße umblickend, streckte sie die langen, dürren Arme aus und wollte das Kindlein unter ihren zerlumpten Mantel bergen. Im selben Augenblick aber prallte sie entsetzt aufschreiend zurück, und auch der Stelzfuß wäre beinahe vor Schrecken zu Boden gestürzt. Aus ' dem Mauerschatten hervorgesprungen, stand der Grubhammer Sepp mit zornrothem Gesicht und geballten Fäusten vor den Ueberraschten. Was, ihr schuftige Bande," rief er außer sich, ausnützen wollt ihr das arme Ding, hungern und frieren lassen um die Leute zu belügen und zu betrügen. Pfui Teufel über solche Nächstenlieb;! Aber ich, der Grubhammer Sepp , daß ihr's wißt. ich leid's nicht, denn mein gehört's, das verlassene Kindlein!" Das spekulative Bettlerpaar ergrimmt zur Seite stoßend, raffte er den Korb mit dem nur noch leise wimmernden kleinen Geschöpfe auf und lief damit, ohne sich noch einmal umzusehen, über die Brückt, und seiner Wohnung am letzten Ende der Vorstadt zu. Da bring' ich Euch was, Frau Heumann." Jesus Maria, ein' Kind, wo habt Ihr das her?" rief die Alte, die Hände ,über dem Kopfe zusammenschlagend. .... Vom lieben Gott, dünkt mich. Der hat's mich finden lassen. Jetzt ist's mein, und Ihr müßt mir's versorgen. Seid nicht, bange um'ö Geld, -rich verdien schon, waö es kostet. Seit mich d Lresel verrathen und einen anderen genommen hat, hab' ich lange nicht gewußt, zu was ich auf der Welt bw, und hab' Trost bei der Flasche gesucht. Rim aber ist'Z anderZ, nun bin

rcy auch ohne Frauenzimmer Vater geworden.". V ' Die Alte untersuchte eifrig die wenige im Korbe befindliche Wäsche, aber nirgends war ein Zeichen oder Namenszug zu entdecken, der auf die Herunft der Ausgestoßenen schließen ließ. Ein paar Thränen liefen dabei über ihre faltigen Backen. Ein guter Mensch seid's doch. Sepp. ich hab' mir's ja immer gedacht. Gern will ich alles thun, daß das Mädel groß und schön wird und Ihr mal eine rechte Freude d'ran habt. Aber, jetzt muß ich heizen und eine warme Milch .holen, daß es wieder zu Kräften kommt. Gebt mir derweil Obacht darauf." Als d Alte geschäftig hinausgeeilt war, schritt der Sepp einigemal durch die Stube, lachte ganz vergnügt und fuhr sich mit den Händen in den struppigen Bart und das wirre Haar. Das muß fort, alles fort," sagte er zu sich selbst, damit es den wilden Vater nicht fürchtet. Ein sauberer, anständiger Mensch muß ich wieder werden, wie früher, als mich die Liesel gern hatte." Wohin wollt's denn so früh fchon?" fragte die Alte am anderen Morgen, als der Sepp sich zum Fortgehen rüstete. Arbeit suchen." entgegnete er mit leuchtenden Blicken. Weiß' schon, wo ich mich melden muß. Für die nächsten Tage wird's reichen. Und da die Flasche." er zog das bauchige Glas aus seiner Joppe, die brauch' ich nimmer, will sie nicht mehr sehen, räumen Sie's weg, Frau Heumann, statt Branntwein wird jetzt Milch für die Kleine gekauft." Auf der Straße ging der Sepp hoch und aufgerichtet dahin, den Hut aus dem Gesicht gerückt, ein mildes, freundliches Lächeln auf dem Gesicht. Die Leute, die ihm früher ausgewichen, hätten ihn nicht wiedererkannt. Auf dem Straßenreinigungsamt kam er gerade noch recht, um als letzter Schneeschaufler eingestellt zu werden. Für die nächsten Tage gab es ausreichenden Verdienst. Dann schlug er sich über den Rest des Winters, so gut es ging, mit allerlei Arbeit durch. Wenn er nur Abends zu seinem Kinde heimkam, das unter Frau Heumann's Pflege prächtig gedieh, scheute er keine Mühe und Plage. Wer ein Kind zu ernähren hat, der muß sich rühren," antwortete er ganz stolz allen Versuchern und Verführern, die ihn ob seiner Nüchternheit und seines Fleißes verspotteten. Mit dem Frühjahr begann die Arbeit an den Neubauten wieder, und eines Abends kam der Grubhammer Sepp freudestrahlend heim, denn er

hatte wie früher als tüchtiger, solider Maurer , sichere und gut bezahlte Veschästiguna gefunden. Ehe er sich zu seinem bescheidenen Nachtessen setzte, schritt er aus die Wiege zu, nahm die Kleine, die ihm freundlich entgegen lächelte, heraus und schaukelte sie auf semen Knien. Ist's nicht ein Engel, ein ganzer Engel? sagte er glucklich lachend, als Frau Heumann eintrat. , . Ja, ja, Grubhammer," nickte die Alte. Ich hab' mir's auch schon ge dacht. Ein Engel ist's wirklich, den Euch der Himmel geschickt hat, um Euch auf die rechte Bahn zuruözufuh ren." Recht habt's. Frau Heumann, drum will ich s auch schützen und be wahren mein ganzes Leben, wie's so ein liebes Engelein braucht." Und mit väterlicher Zärtlichkeit drückte er die Kleine an seine Brust. Eigenthümliche Berufe. Absonderliche Angaben enthalten die Listen, welche kürzlich bei einer Volkszahlung rn Brnisch-Jndlen aus gefüllt wurden. Ueber den Stand haben sich viele Hindus mit verblüffender Freimüthigkeit geäußert. Eine schöne Seele bekannte sich als von fremden Geldern lebend", bezeichnete sich geradezu als Schuldenmacher"; wieder einer behauptet geheime Ein künfte- zu beziehen. Einige nannten sich in edler Selbsterkenntniß einfach Diebe, und bezeichneten ihr Gewerbe noch durch nähere Angaben, wie Feld oder Dorfdieb u. s. w. Feinere Jünger Merkurs bezeichneten sich als Gäste" oder Besucher fremder Hau sei". Sodann finden sich viele Anaaben von Gewerben, welche rn Europa zwar auch betrieben, jedoch nicht von den Ausübenden so frei zugegeben werden. Nemgkeitserzahler", Mi dem ergänzenden Zusatz, von Haus zu H'us gehend". Erfinder neuer Geschickten" sind nicht selten. Einer gibt an, von den Einkünften seiner Töchter zu leben; Bettler und Nichts thuer sind auch als Gewerbe a:.',:geben. Auch durch Wahrsagen erna. en sich viele ehrlich und auskommli) Wettermachcr und Sturmverkündcr fehlen auch nicht. Einer bezeichnet sich als Raseur für Damen und Hunde scheerer". Heirathsrmittler für dienende Mädchen" hat das schöne Jndierland auch. Ein biederer alter Hindu bezeichnet sich als Vormund mehrerer Kinder. Abgewinkt. Wirth (eines Concertgartens): 'Wie frnben Sie meine Concert - Kapelle? . 'Ist die Musik nicht' berauschend schön?" Gast: Ach ja, aber Ihr Bier ist nicht so schon, 'daß man sich daran berau seyen konntet

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Sie Kunst xu schenken. Der be rühmte Matliematiker MaupcrtuiS begleitete Friedrich den Großen 1741 in den Krieg, hatte aber das Unglück, bei Mollwiy von österreichischen Husaren gefangen genommen und, nach gehöriger Ausplünderung, nach Wien ge bracht zu werden. Daselbst wurde er alöbald dc:n Kaiser Franz dem Ersten vorbestellt und der diesem beklagte er sich bitter darüber, daß ihm von den Husaren seine Uhr aus der'Werkflatt e3 berühmten Graham in London abgenommen worden sei. Der Küiser lächelte, zog sosort eine Uhr aus der Tasche, und reichte sie dem Gelehrten mit den Worten dar: Die Husaren haben sich 'nur einen Spaß erlaubt. Sie übersandten mir Ihre Uhr, um sie Ihnen wieder zu überreichen. Hier ist sie." Erstaunt nahm Maupertuis die Uhr entgegen, erst später an einer aus Brillanten bestehenden Berzierung erkennend, daß eS nicht die seine sei und daß ihn der Kaiser auf eine sehr feine Art beschenkt habe. ' ' Ein schlauer Junge. Mama: Sieh', Hans, man soll nie rachsüchtig sein, und seinen Feinden stets vcr geben. Stell' Dir also einmal vor, ein Junge käme und prügelte Dich durch was würdest Du da thun?" Hans (nachdem er eine ganze eit still dagesessen und über dem Probten, gegrübelt, mit pfiffiger Miene): Du, Mama wie groß ist der Junge?" Treffend bezeichnet. Lehrerin: Elsa, waö kannst Du mir von den Schnecken sagen?" Schülerin: Sie stellen im Thierreiche die Sekun därbahnen vor!" See M York: Store (Stadlirt 1S5S.) ..Jndiana'S größter Laden... Ansere FrühjahrsEröffnung ist daS wichtigste Mode-Ereig niß der ganzen Saison. Ver passen Sie diese ersten Tage nicht. Zweiter Stock. wm ni wm co.

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