Indiana Tribüne, Volume 29, Number 161, Indianapolis, Marion County, 2 March 1906 — Page 4
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Indiana Tribüne. Hnaulgegeden von der Sutntdttg TB. Indianapolis, Ind. gany O. Thudiu Prästöet. Geschäfts. oealt S!o, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269
b.i.tcred ai the Pott Office ot Indianapolis as second da matter. Die HepburnDoUiver Bill. Am kommenden Dienstag wird da? ttongreß.Comite den Gegnern und Be fürwcrtern der Hepburn-Dolliver Vor läge Gehör-geben. Da diese Gesetzvorlage nur ein imgeheuerlicher Versuch ist die Bundes regierung zum Gehilfen der Prohibl tioniften zu machen, so haben die libe ralen Elemente, der deutsch-am. Na tionalbund an der Spipe, Vorbereitun gen getroffen der Audienz beizuwohnen. Nahezu aus allm Staaten werden Sendboten deö Bundes anwesend sein um den Sophistereien der Temperenzler mit Vernunftsätzen entgegenzutreten Die , HepdurN'Dolliver Vorlage der bietet in dürren Worten die Versen dung von Liquören. Bier, SchnapZ. Wein etc. nach irgend einem Staat oder Ort der prohibitioniftisch ist. Die Borlage dürfte wohl kaum an genommen werden, sie ist doch gar zu scharf. . Aber Schaden kann es nicht, wenn dem Kongreß.Comite klar ge macht wird, daß hinter jedem Mucker zwei liberale Bürger stehen. Eigentlich liegt in der Hepburn Dolliver Bill eine so köstliche Naivität, daß man darüber nur spotten könnte. wenn unsere nationalen Gesetzgeber nicht dermaßen unier der Fuchtel der Temperenzweiber stünden, daß man be fürchten muß. irgend eine derartige Vorlage könnte trotzdem angenommen werden. ES ist deshalb doch geboten. daß das liberale Element sich nicht in den Gedanken wiegt, die Gesetzgeber würden die Vorlage, schon wegen der darin enthaltenen unverschämten For derungen, abweisen, sondern an Ort und Stelle thatkräftig gegen die Vor läge auftritt. Die Vorlage würde die persönliche Freiheit der Bürger auf's empfindlichste treffen. S!e belegt alle Sendungen die an Bürger, die so un glücklich sind in einem Prohibition? ftaat oder Ort zu wohnen, mit Polizei aufficht der schlimmsten Art und würde doch weiter nichts bezwecken als Miß achtung vor dem Gesetz hervorzurufen. Gesährliche Vieiseitigreit. Die Kundgebung einer unserer be deufendften Bankfirmen, daß sie die Mitglieder oe: Firma au? allen Eisen bahn - Direktorien zurückgezogen habe und sich fortan ausschließlich mit Fi nanzgeschäftm besassen werde, hat in Finanzkreisen erklärliches Aufsehen er regt. Die Begründung, daß die Firma.Mitglieder sich durch ihre Zuge hörigk.'it zum VerwaltungZrath einer Anzahl Eisenbahngesellschaften mit Ar beit uno Verantwortlichkeit überbürdet hätten, klingt völlig überzeugend, na mentlich wenn man auS der UeberbÜr dung jenen Schluß zieht, welchen der Chef des betreffenden Bankhauses seiner Zeit vor dem ArmstrongKomite un umwunden ausgesprochen, nämlich die Schlußfolgerung, daß derartige Direk toren, wenn sie fünfzig und noch mehr Direktorien angehören, nur zu leicht Strohmänner werden, die entweder selbst den übernommenen Pflichten die nöthige Zeit und Sorgfalt nicht trift' mett können, oder aber von den eigent lichen VollzugSbeamten der Gesellschaf ten als nedenfüchlich behandelt werden, als die Träger von geachteten Namen, welche für die Gesellschaft mehr Zier rath als positiver Nutzen sind. Die Enthüllungen über die in den großen LebenöversicherungS'Gesellschaf ten eingerissene Mißwirthschast hat die Ueberflüsstgkeit, ja sogar Schädlichkeit solcher EngroZ'Direktoren klar gezeigt und wenn in der Finanzwelt in dieser Hinsicht mehr Selbstbescheidung der übt wird, so ist dieses im höchsten Grade wünschenZwerth. Minder schwer fällt dabei der Um stand . in'S Gewicht, daß Eeldleute, welche sich mit ihrem Einflüsse und ih rem Ansehen in den Dienst einer Ge sellschaft stellen, sich in eine Zvitterstel lung begeben, indem sie in ihrer Eigen . schast alS Direktoren darüber mit zu entscheiden haben, ob und bis zu wel chem Grade die Gesellschaft ihren Kredit in Anspruch nehmen soll, und im näch sten Momente sich dann zu der Beschaf fung deö gesuchten Kredites hergeben. Dieser Dualismus mag wohl zuweilen
Verlegenheiten bereiten, aber ein gewis
senhaster Finanzier wird dadurch nicht in Anfechtung kommen. Der alte L on doner Rothschild erwiederte einem Manne, der sich in Lobhudelei über die Kapitalkrast deS HauseS Rothschild er ging, mit dem Hinweis auf , einen ar men Haustrer, der gerade unter dem Fenster vorbeiging, daß selbst die Roth. schildS Nichts zu Wege bringen könn ten, ohne die Mitwirkung und das Ver trauen des großen Publikums. Ein Bankier, der für das Geld seiner ttlien ten sichere und vortheilhafte Anlage zu suchen hat, wird daher nicht nur keinen Anstand daran nehmen, dem Direkto rium einer Kredit suchenden Gesellschaft anzugehören, fondern im Interesse seiner Klienten und seiner eigenen Ge schäftSehre wird eS häufig geradezu eine unabweisbare Nothwendigkeit für ihn werden, daß er in dem VerwaltungS rathe der Gesellschaft die Interessen seiner Klienten wahre. Vor einem Jahre finanzirte ein hiesi ger Bankier, dessen Name beinahe sym. bollsch ist für Ehrlichkeit und Reellität. eine große Anleihe für eine Bahn. welche eine große Zukunft besitzt, deren Leiter aber nicht im besten Rufe stehen. ES wurde in diesem Falle die Besor gung der Anleihe von der Bedingung abhängig gemacht, daß der betreffende Bankler nebst zwei Vertrauensleuten Sitz und Stimme im VerwaltungS rathe und besonders im FinanzauS schusse der Bahn erhalten, und das Ein treten dieses Finanziers in da? Direk torium war in diesem Falle von den besten Folgen begleitet, nicht nur für die den Kredit gewährenden Klienten deS Bankiers, sondern auch für die Ak tionäre der Bahn, deren Verwaltung gründlich reorganisirt wurde. Dieses Beispiel zeigt, daß die Zuge Hörigkeit ton Bankiers zu Eisenbahn Direktorien im Princip durchaus nicht vermorfen werden darf, sondern in ge wissen Fällen geradezu als Gebot er scheinen muß. ES ist nur die Vielseitig keit, in welcher unsere Bankiers seit Be ginn der Gründeraera im Jahre 1901 und im Verlause der unzähligen großen DealS- und MergerS- und Inte ressengemeinschaften sich in Direktorien wählen ließen, und diese Vielseitigkeit, die auS Eitelkeit häufig übertrieben wird, hat Strohmänner geschaffen, Di rektoren, welche nicht dirigiren. Wenn der Entschluß deS Bankhauses in dieser Hinficht zur Selbftbescheidung und Um kehr den Anstoß giebt, so ist derselbe mit Freuden zu begrüßen. Die Viel seitizkeit in dieser Hiaficht ist gefährlich. aber eS darf auch nicht verfchiegen wer den, daß eine große Gefahr darin, lie gen würde wenn ein Bankier sich ichs um die Geschäftsführung eines Unter, nehmenS kümmern würde, in welchem er das Geld seiner Klienten angelegt hat. AlS der beste Weg zeigt sich auch hier die große Mittelftraße: Intensive Hingabe an die Pflichterfüllung und Vermeidung extensiver Verantwortlich leiten, zu deren Erfüllung eS an Zeit und Verständniß gebricht. (N. Y. Ctg.) Cuba. Neuer amerikanischer Ge sandte?. H a v a n a, 1. März. Edwin V. Morgan, ber neue amerikanische Ge sandte, überreichte heute dem Präsiden ten Palma sein Beglaubigungsschrei den. Der Empfang war ein äußerst liebenswürdiger. Malta. Amerikanische Truppen. Valetta, 1. März. Die ameri kanlfchen TranZportdampfer ttilpatrick und McClellan mit dem 1. Infanterie Regiment ün Bord kamen von Gibral tar aus dem Wege nach Manila hier an. m in Schiffsnachrichten. New York:' .Jtalia" von Neapel; Teutonic" von Liverpool; Penn sylvania" von Hamburg. Marseilles: .Perugia- von New York, über Neapel. Queenstown: Baltic nach New York. Glasgow: Elhlopto" von New York, über Moville. Liverpool: Jvernia" von Boston, über QueenStown; Majeftic-von New York, Über QueenStown; .Slcl van" nach Halifax und St. John, N. B. London:Marquette" von Philadel. -'ptiä. für Antwerpen; Sarma ?mm nach Portland, Me. Manchester: Caledonlan- von Boston. Charles Magga r d, No. 7 Eaft Str.betrank. sich und versuchte seine Frau zu erschießen. Die Polizei brachte ihn zur Abkühlung in eine Zelle.
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Dnrrh Seid Roman von Jda Eine interessante und höchst I wir unseren Lesern mit diesem in
beginnenden Roman, als dessen schätzenswertheste Merkmale packende Dar ftellung, warmherzige Charakteristik und lebhafte Handlung besonders ! hervorgehoben zu werden verdienen. Die Verfasserin schildert in glän 5
zcnder Sprache die schweren Seelenkümpfe cineS zu den schönsten Hoff X . in.i c i ri-i . , . v... .i .. -f. : 11 s : ,. er xt -i v je. ''
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Zerstörung seiner Stimme und anderes Leid zu einem unglücklichen Son derling und Menschenfeind macht. Fern von seinem früheren Wirkungskreise, sucht er mit seinem ver göiterten Töchterlein, das heilige Vermächtnib einer unglücklichen Ehe, Vergessenheit von allen Unbilden, die ihm die Lebenslust entwunden, aber in der selbstgewählten Einsamkeit erblüht ihm ein neueS, dauerndes Liebes glück in der auS tiefstem Mitleide herausgeborenen Neigung einer keuschen, edlen Müdchenseele zu dem Unglücklichen und dessen nach einem treuen Mutterherzen sich sehnendem Kinde.
Aus den Gnichtcu. Bundesgericht. Die Verhandlung der Berufung gegen die Entscheidung deS CommissürS Moores, welche die Deportirung des Chinesen Leong Si Jow anordnet, wird am 5. März vor Richter Anderson stattsinden. Jow. behauptet, lin Por land, Ore., geboren zu sein und legte auch diesbezügliche Papiere vor. Com missär Moores nahm jedoch an, daß die Papiere gefälscht seien, da Jow keine genügende Auskunft über seinen GeburtZort Portland geben konnte. Superiorgericht. Die Scheidungsklage des ChaS. E. Eoppock gegen seine Gattin Belle E. Coppock wurde unter Berathung ge nommen. Viola FormeS, welche ihren Gatten aus Scheidung verklagt hatte, nahm die Klage zurück und mußtz die Kosten bezahlen. Die Scheidungsklage von JameS D. Whitlng gegen seine Gattin Mag gie Whiting wurde zu Gunsten deS Klägers entschieden. Er muß jedoch innerhalb 30 Tagen $25 Adv?kotenge bühren für seine geschiedene Iran be zahlen. Ihm wurde daS zweijährige Kind zur Erziehung übergeben, jedoch muß er seiner geschiedenen Gattin ge statten, dasselbe zu besuchen. . Forderungsttagen. ' LewiS Baum verklagte Jmogan O. Donnell auf Bezahlung von $95. Don nell versprach 1. Juli 1905 die Summe von $84 für gelieferte Waaren zu zah. len. Er verfehlte jedoch sein Verspre chen zu halten und die Summe wäre nun überfällig. Er verlangt 895 und die Bezahlung der GerichtLkosten. Chris. F. Schafer strengte gegen Charles A. Low eine Klage auf Be. Zahlung von $300 an. Seit dem 26. Jan. 1893 schuldet Low dem Schafer eine Rechnung, die unbezahlt geblieben ist. Auf die Summe wurde eine An zahlung von $7.50 gemacht, welches einen Rest von $144.10 zurückließ. Diese Summe sei nun ützersällig und unbezahlt geblieben. Auf diese $144.10 wären vom 20. Jan. 1L93 3 Prozent Zinsen per Jahr gekommen und er habe $30 Advokaten gebühren bezahlen müssen, weshalb er 5300 fordere. öiesöeidungsttagen. Maggie Scanlin strengte gegen ihren Gatten Frank Scanlin eine Cbesche! dungöklage an. Die Ehe wurde im October 1885 geschlossen und die kEhe leute trennten sich am 15.Januar196 Der Mann soll sich dem Trunke ergeben haben und sie in betrunkenem Zustande in Gegenwart von anderen Personen mit schlechten Namen belegt haben. Der Ehe ist ein Kind entsprossen, welches verheirathet ist. Sie verlangt vollftän dige Scheidung. Mary M. Hartley verklagte ihren Ehemann John G. Hartley auf Schei. dung. Sie verheiratheten sich am 6. Oktober 1901 und lebten als Mann und Frau bis zum 25. Febr. 1903 zu sammen. In den letzten zwei Jahren habe er nur spärlich für den Unterhalt seiner Familie gesorgt und nach dem 25. Febr. 1903 habe er sich dem Trunke ergeben und seine Familienpflichten vollständig vernachlässigt. Sie verlangt vollständige Scheidung und die Erlaub niß ihren Mädchennamen Mary M. Alexander wieder annehmen zu dürfen. Ella M. Thompson strengte gegm ihren Gatten David G. Thompson eine Ehescheidungsklage an. Die Ehe wurde am 13. Febr. 1891 geschlossen und die Eheleute lebten bis zum 24. Febr. 1906 zusammen. Sie begründet ihre Klage auf unmenschliche Behandlung von Sei
zur Siebe. Peisker.
spannend geschriebene Lektüre bringen der heutigen Nummer dieses Blattes oen ein uiicsvimiiyc s?iyiuiu vurq ten des Mannes. Sie verlangt voll ständige Scheidung und die Erlaubniß ihren Mädchennamen Ella M. Meyers wieder führen zu dürfen. Schadenerfakilagen. Oma A. Clark strengte gegen E. C. AtkinS & Co. und gegen die Stadt In dianapolis eine Schadenersatzklage von $5000 an. Am 31. März 1904 wäre die Klägerin auf der Capitol Ave. zur Illinois Str. gegangen und beim Pas firen der Alley, wo die odengenannte Firma Anlagen von Schienen und Dampfröhren hätten, war der Boden sich durch den Dampf der testeten ROH ten gelockert und hätte nachgegeben. Sie wäre zu Fall gekommen und durch den heißen Dampf hätee sie sich Brand wunden am Bein und am Fuß zugezo gen. An den innerlichen Verletzungen, die sie beim Fall erhalten hatte, müßte sie immer noch leiden. Sie verlangt $5000 Schadenersatz. Polizeigericht. Daniel Hauger wurde schuldig be funden, zu' verschiedenen Malen junge Mädchen aus ihrem Wege von und zur Arbeit in der Stärkefabrik im südlichen Theile der Stadt auf der Straße insul tirt zu haben. Richter Whallon gab ihm die höchste zulässige Strafe, 8100 und Kosten und 189 Tage Arbeitshaus. Rene Inkorporationen. Folgende Gesellschaften reichten beim Staatssekretär ihre JncorporationS Papiere ein: Rkchmond Cream Co.", Richmond, Capital $10,000; Direktoren: Walter S. CommonS, Ch S. C. CommonS und Horace I. CommonS. Monroe Loge No. 227, K. of P , EllettSville. Monroe County; Directo ren: T. I. Sweezy, I K. PhippS und D. S. Strangers. DerRumünler Tudor Dan, der vor Kurzem unter dem Namen Dan Simon wegen Trunkenheit mit einer Geldstrafe von $10 im Polkzeigerichte bestraft wurde, scheint ein aeführlichll cher Verbrecher zu sein. Die Behörden von Sutton, W. 33., ersuchen um seine Auslieferung wegen Einbruchs. Durch Briefe ferner Frau wurde feine Identität feftgegellt. Er soll bereits mehre Male an anderen Orten aus dem Gefängnisse aufgebrochen sein und hat sich seiner Verhaftung seit über einem Jahre entzogen. Joseph Adams. No. 1859 Nord Pennsylvania'Straße wohnhaft, der sich seit einigen Wochen wegen GeifleZftörung im Jrren-Asyle befand, gelang es, einem Wärter die Schlüssel zu gehlen und ungesehen aus der Anflalt zu entkommen. Die Polizei wurde benachrichtigt, konnte jedoch in AdamS' Wohnung keine Spur von ihm finden' Spät.-? wurde Sheriff Sourbier benachrichtigt, daß Adams, der von Ver wandten im Hause versteckt gehalten war, todsüchtig geworden wäre. Dem Sheriff und einem Gehülfen gelang eS erst nach einem, eine Stunde währen den, harten Kampfe, den Mann zu überwältigen und nach der Irrenanstalt zurückzubringen. . Bau erlaubn iß scheine. Charles S. Pollard, Cottage, Temple Ave., nahe Graydon, $1050. W. I. Hubbard, 3 Wohnhäuser, 24. und Northwestern, $2400. William Sherwood, Reparaturen, 1706 Yan deS, 150. William F. Watts, e paraturm, Ludlov , nahe Hillstde, 5100.
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Ein witziger Komponist. Von dem französischen Komponisten Ermst Reyer. wegen seines scharfen Witzes gefürchtet, werden viele Anekdoten erzählt. Einmal begleite Reyer eine Sängerin am Klavier. Die junge Dame sang ziemlich unsicher und setzte wiederholt falsch ein. Nachdem sie ihre Liedchen heruntergesungen hatte, stürzte sie aufReyer zu mit den Worten: Ach, Meister, habe ich eine Angst ausgestanden!" Und ich erst!" erwiderte 'Reyer trocken. Ein anderes Mal wohnte er dem Concert einer un aewöhnlich .stark dekolletirten Künstlerin bei. Nach dem. Concert fragte ihn die Sängerin in der Erwartung, mit einem galanten Compliment das Gcgentheil zu hören: Finden Sie nicht auch, Meister, daß meine Töne heute sehr gepreßt klangen?" Und dabei kamen mir Ihr Hals und Ihre Brust heute außerordentlich frei vor," sagte Reyer. Als der Komponist einst in einer Gesellschaft gefragt wurde, ob er wieder etwas Neues unter der Feder habe, erwiderte er: Ja, aber diesmal nichts Musikalisches, sondern eineStudie Ueber den Einfluß der Fischschwänze auf die Wellenbewegungen des Meeres!" Sein Glaube. Lord Dunamore erzählte gern eine Anekdote von einem Gespräche, das er einmal mit einem Führer hatte, der ihm die Schönheiten einer irischen Landschaft zeigen sollte. Im Wandern hatte man über dies und jenes gesprochen und auch das Thema der Religion war angeschlagen worden. Was glaubst Du eigentlich, Paddy," fragte er den Jrländer. Ew. Lordschaft," sagte der, ich glaube dasselbe, was meine Wirthin glaubt." Was ist das? Nun, ich will's Ihnen sagen. Ich bin ihr drei Vierteljahr die Miethe schuldig, und sie glaubt, ich werde sie nie bezahlen und ich glaub's auch." Passender Vergleich. Der Fiskalrath ist schon wieder befördert worden!" Nicht möglich! Das reinste Automobil!" Stimmt. Hinter seinem Rücken rümpfen alle die Nasen!Klebstoff für Bilder aus Glas. Klebstoff, der leicht und fest haftet, weder brüchig noch runzlig' wird und sich besonders gut zur Befestigung auf Glas eignet, bereitet man in folgender Weise: Leim wird in Wasser aufgeweicht, aufgekocht und in demselben etwas weißer Kandis und arabisches Gummi gelöst. Man mache den Kleister leicht flüssig, damit er sich gut streichen läßt, und verwende ihn lauwarm. Gegen Brandwunden empfiehlt sich ein Bestreichen mit Oel und Fett (Schmalz, Leinöl, Butter u. f. w.), das schmerzlindernd wirkt, ebenso ein Eintauchen oder Bestreuen mit Mehl. Talg oder doppeltkohlensaurem Natron. Ungemein wohlthuend ist es, wenn man das Mittel häufiger erneuert. Die Blasen dürfen nicht abgerissen werden, sondern sind höchstens, wenn sie sich sehr spannen sollten, mit einer ausgeglühten (selbstverständlich abgekühlkn) Nadel an ihrem Grunde aufzustechen, damit das Wasser abfließt. - Lampencylinder. Ein Zerspringen der Cylinder kommt nicht vor, wenn man sie vor dem Gebrauch in ein mit Salzwasser gefülltes Gc safj bringt, das man langsam zum Kochen kommen läßt. Wenn das Wasser zehn Minuten gekocht hat, setzt man den Behälter zur Seite und läßt die Cylinder in dem Wasser langsam wieder erkalten. . Um helle Sonnen- und Spitzenschirme aufzufris ch e n, empfiehlt sich folgendes einfache Mittel: Man spanne den Schirm bei heftigem Negenwetter auf und lasse ihn tüchtig abregnen. Selbst dem elegantesten Schirm wird diese' Prozedur nichts schaden, im Gegentheil, er wird frisch und sauber danach werden. Der Schirm ist erst in völlig trockenem Zustande wieder zuzumachen, u m l cy a r s e H e l l o g r a p y e nabzüg zu erhalten, benetzt man das Papier, welches den Abzug aufnehmen soll, mit starkem Alkohol, trocknet eS leicht zwischen Fließpapier, und zieht darauf die Copie wie gewöhnlich ab. Die auf diese Weise erhaltenen Abzüge werden lebr scbark und deutlick.
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