Indiana Tribüne, Volume 29, Number 160, Indianapolis, Marion County, 1 March 1906 — Page 6
Jndiana Tribüne 1. März W0(Z.
o
ff
Viele Krankheiten find die Folg o Ixberleiden ( Viliösität. Unordnungen des Maqcns ' i !ZoPsweh, Appetitlosigkeit. aber Dr. Aügoft König's H äfflbülKr Tropfen erleicktern da System und kurireu. ArciS 50c. 6 Flaschen $2X0. " Umgezogen ! DaS Mehl- uud Futtergeschäs! von E. E. FAHBION, wurde verlegt von 701 Eüd Telaware Etr. nach 1257 Madison Ave. Sine dollftlndigen Vorrats der besten Sorten SRebJ. sowie Mutter jeder Art stet! an Hand, Sin Vksuch meiner viele stunde und SSnnern wird tr tu meinem neuen $Ia& hochwillkommen sein E. E. FAIIRIOX, 1257 Skadison Ave . Neuer Telephon 9289. 23. G. Sponsel, Bäckerei 1030 .Süd Eaft etr. Marttftand 5-6 und Columdia Erocery tto. Neue Telephon 9Z61. Probirt mewea Pumpernickel ioc per LaU. Versuchen Sie unser Rozzen krod. S ist un überrre'fllch. ., ' i 's ' 1 -. - 3" V , V.. s vy ,';; ! 'r-at' r ! v-' . ' " r - s ' 1 s - : -1 - Ar.-f - vcrtnv ,. , "" rt" V j' vr. I -.. - . . "Sl grftfc antn Sie keinen fertig gemachten Anzug oder Ueberzieher wenn Sie solche auf Be stellung nach Maaß erhalten können so niedrig wie $15 und $20 Diese sehen schöner aus und tragen besser. ff. G. MM, 38 W. Monument. Aerzte. Dr. Carl Q. Winter Deutscher Arzt. Behandelt ale akute und chronische'rankheiten. Sveziell Rheumatismus. Nectum und grauen'Kranlh eilen. Dsftce: 14 weft Ghio Straße. Offtce-Stunden : 10-U Pm. 3-4 Nm. Sonntags : 9.3010.3 Vm. Tel. neu 43. Wohnung: 12Z0 Madissn Avenue Telephone : Alt. 2025. Neu, 9232. Dr. Paul F. Martin, Praktischer Arzt und Chirurg. Sprechstunden: ii.ool2.30 2.30-4.00 täglich nntagS :IAuf Verabredung. Willoughby Gebäude, kSR vkord Meridian Zttit, Tel.. Main 1. Wohnung: 12C5 Nord New Jersey Str. Telephon: Mein 859; New 3352.
''' r
&
Dr. 3. A. Suteliffe, Wnnd-Ärzt, Oeschltchts., Urin- nnl'Äectnv Arankheiten. . OZZtt : 155 Okt Sklnktt Stt. Tel. 941 iCTct-cmint iiu nt8K.:iiU4 fit
Europäische Nachrichten.
cremen, meinen 8U. lVevurtZiag feierte der ehemalige Senatssekretär Tr. Georqe Anton Löning. der am 7. Januar 1826 als Sohn des späte- . x. n lj ren Äeltermannes uuin tfiieuncg Wilhelm Löning hier geboren wurde und sich nach Absolvirung semer Studien hier als Rechtsanwalt niederließ. Der Senat hat dem um unser Zollwesen hochverdienten Oberzollinspektor Mengering in Anerkennung seiner Thätigkeit den Titel Zollrath verliehen. Zollrath Mengering hat seiner '.. . , - fr Zeit an den auplaroenen oes ouaussckusses der Stadt theilgenommen. Vor Kurzem beging die biesiae LilyograpyljlZze Kunjtanfialt uno Truckerei von Casten & Suhling das 50jährige Jubiläum ihres Bestehens. Schweiz. Genf. Dem in der Bombenaffäre schwer kompromittirten Russen Bilitt mußten infolge von Complikationen sämmtliche Finger der einen Hand amputirt werden. Viel. Verunglückt ist in der Sägerei Huber der Obersäger der Firma Renfer & Co. Er gerieth in's Getriebe und es wurden ihm beide Arme ausgerissen. Der Tod trat nach kurzer Zelt ein. Der Verunglückte, Löffel, ist verheirathet und Vater von fünf Kindern. B r x a. Hier starb im Alter von 75 Jahren Herr Jmoberdorf, ehemaliger Gendarmerieadjutant. Wahrend vierzig Jahren diente er im kantonalen Landjägercorps und schwang sich durch alle Grade bis zumAdjutanten empor; erst vor kurzem dankte er ab und wurde durch Dayes ersetzt. V v o n a n o. Vor kurzem wurde der 70jährige Franois Gaillard in seinem Hauie tödtllch verletzt und beraubt aufgefunden; er starb bald darauf an seinen Verletzungen. Gaillard erhielt einen regelmäßigen Beitrag zu seinem Lebensunterhalt vom kantonalen Asyl für Unheilbare. Schon vor einiger Zeit hati: man bei ihm eingebrochen, aber der Spitzbube war verscheucht worden. Seither schloß Gaillard Nachts die Fensterladen. Ohne daß die ankeren Bewohner des Hauses etwas bemerkten. wurde der Anschlag ausgeführt. Eine Summe von 2 300 Francs kam ab handen. Von dem Thäter hat man keme Spur. Zürich. Vor einiger Zeit ist am Vockmättlistock, einem Ausläufer des Schienber.es, zwljchen dem Wäggithal und Oberfeethal, der 25jahrige Wiluam Vollmer b:rm Skifahren zu Tode gestürzt. Er war in Begleitung von vier Herren. Der Verunglückte stammt aus Stuttgart und war hler wohnhaft, wo er am Polytechnikum studirte. Er f. der einzige Sohn einer Wittwe. Die Leiche wurde hier beigesetzt. o 0 i n a t n. John Zimmermann von Bri"-" in New York schenkte dem -hiesigen Bezirksspital die Summe von 2a,000 Francs zum Andenken an seine verstorbene Mutter, gebürtig von hier. Die Gabe ist für ein Freibett bestimmt. Heflcrrcich.'Zlngarn. Wien. Die Ermorduna der derwittweten Baronin Lukretia v. Bie-dermann-Turony !n dem nahen Baden ist jetzt aufgeklärt. Der Mord wurde vom Gärtner der Baronin mit Hilfe zweier Burschen, die er in die Villa einließ, verübt. Die Baronin war sehr geizig und zänkisch und daher bei den eigenen Dienern verhaßt. Der Gärtner und die beiden Burschen sind in Haft. -ie wollten offenbar die Eisenkasse sprengen und berauben, was ihnen aber nicht gelang. Vor Kurzem ließ die 39jährige Schlossersgehilfensgattin Anna Nemetz durch Unvorsichtigkeit in ihrer Wohnung, Rudolfsgasse 15 auf der Landstraße, einen Topf mit Schmalz in den Herd fallen. Das Schmalz entzündete sich plötzlich und durch die massenhaften Dämpfe erfolgte eine Explosion. Frau Nemetz erlitt Brandwunden am rechten Unterarm und am linken Ellbogen. Durch die Gewalt der Explosion wurden in der Wohnung Fenster durchstoßen, Fensterrahmen herausgerissen. Sogar im anstoßenden Zimmer hat der Luftdruck eine Fensterscheibe zertrümmert. Vudweis. Vor einiger Zeit ist der hiesige Bahnamts - Vorstand, Rath Josef Weber, Inspektor der österreichischen Staatsbahnen, nach kurzem schweren Leiden im 63. Lebensjahre gestorben. Pilsen. In der hiesigen Strafanstalt Vory ist der Meuchelmörder Wenzel Matas an Tuberkulose gestorben. Podhorz. Hier hat sich der Häusler Visilia in selbstmörderischer rff r i f rr m 'aoiicqi angescyoiien. ÄUs oem .ransPort in's Teschener Krankenhaus starb er. 27e t s ch e n. Vor Kurzem, feierten hier der Bezirksschuljnspector i. P. Josef Gaudek mit feiner Gattin, beide in vollster Rüstigkeit, ihr 50jähriges Ehezubilaum. Witkowitz. Der 26jährige Ar weiter Josef Zrza aus Polanka ist auf I der hiesigen Werkbahn durch Ueberfahren getodtet worden. Lu?eml5urg.' Luxemburg. Zum Dechanten ln Clerf wurde ernannt Herr Joh. Pe ter Peffer, bisher Pfarrer in Rümelin aen; zum Pfarrer in Rümelinaen Herr Albert Schiltz, bisher Pfarrer in
i JT grök Schlachtschiff der Welt und seine voraussichtliche Gesechtswirkung. In Portsmouth, England, wurde dieser Tage das -.gewaltige britische Schlachtschiff- Dreadnought," das nach seiner Vollendung $7,500,000 kosten wird, im Beisein d:s Königs Edward vom Stapel gelassen. Der Stapellauf der Dreadnought." des größten und stärksten Schlachtschiffes der Welt, bedeutet nach dem Dafürhalten der britischen Admiralität den ersten Schritt in der größten Leistung auf dem Gebiet des Kriegsschiffsbaues. Das neue Schlachtschiff ist das erste der Fahrzeuge Ux sogenannten Tread-nonght"-Klasse. Ueber die HanftausMessungen des Schiffes bewahrt die britische Admiralität daö strengste Geheimniß. Sie sagt nur, daß Dreadnought" nach ihrer Vollendung ein Teplacement von 18,500 Tonnen, den stärksten Panzer und die gewaltigste Artillerie unter allen Schiffen der Welt haben wird. Während die britischen Schlachtschiffe, bisher nur vier Zwölf-zoll-Geschütze, deren Projektile 850 Pfund wiegen, führen, erhält Treadnought" zehn schwere Geschütze eines neuen Typus, die an der Mündung eine Kraft von 49',563 Pferdestärken haben, statt wie bisher 33.622. Diese Geschütze haben eine Schußweite von 25 englischen Meilen (40 Kilometer), und ihre Projektile durchbohren auf eine Entfernung von etwa zwei Meilen einen 16 Zoll starken Panzer des hartesten Stahles. Außerdem erhält die Drcadnought" 18 Dreizoll-SchneL-ftucrgeschütze zur Abwehr von Torpedoangriffen. Die Dreadnought" wird ferner das erste Schlachtschiff sein, das Turbinen'maschinen erhält, welch: die Kraft für vier Propeller lie ftrn und sie zum schnellsten Schlachtschiff machen werden. Uerer das, Schiff sagt eine eng lisch? Fachzcitung Folgendes: Vor 5ehn Jahren waren die Schiffe der, .Maiestic'-Klasse die prächtigsten der 1?clt. ' Heute ist es keine Frae. daß die .Dreadnought' auf 10 Kilometer Entfernung ein: ganzcFlotte von ,Majestics' ebenso leicht in d:n Grund bohzzn kann, wie die japanische Flotte die russischen Schiffe bei Tschuschima zum Sinken brachte. Die Schiffe der ,Ma-jcstic'-Klasse würden thatsächlich unfähig sein, das Feuer zu erwidern, da ihre Geschütze in Wirklichkeit kaum über 5 Kilometer hinaus wirken können. Die .Dreadnought' würde wahrscheinlich imstande sein, ganz allein den Kampf mit der qesammten deutsan Flotte zu unternehmen." Zu dieser letzten Bemerkung sagt der ..Daily Erpreß": Man darf aber nicht vergessen. daß Deutschland im Begriff steht, ähnliche Schisse zu bauen, daß Japan bereits an zwei derartigen Schiffen baut. daß me Ver. Staaten den Bau von zwei und Frankreich den Bau von dreien dieser Kolosse beschlossen haben." TaS Stelldichein. Eine liebevolle Mutter für seine Kinder suchte durch Heirathsanzeigen ein Mann in Berlin, der sich bald Her?,oa oder Haaen. bald Bauer oder Brauer u. s. w. nannte. Junge Mädchen und Wittwen, die bereit waren, diesen Posten zu bekleiden, fand er auf jede Anzeige in Hülle und Fülle. Wenn er eine engere Wahl getroffen und die Auserkorenen näher kennen gelernt hatte, so brachte er zum Stelldichein hin und wieder auch eins von seinen Kindern mit, um ihnen die neue Mutter zu zeigen. Die Madien oder Wütwen gaben gern einen Theil ihrer Er sparnisse her. Sobald aber der Freier. er sich Postassist.'nt tituliren lie, das Geld hatte, war es mit der Liebe aus. Er ließ sich nicht ehr.ieyen. Jungst folgte eine Geprellte, die durch ihren Schaden noch nicht klug geworden war. wieder einer Aufforderung zum Stelldichein und traf zum zweiten Male ihren Assistenten." Das Mädchen ließ den Schwindler verhaften. Er wurde als ein 23 Jahre alter HermannReschke aus Rixdorf festgestellt. Der Verhaftete ist verheirathet und Vater mehrerer Kinder. Ein letzter Wunscl,. Eine originelle Erklärung veröffent lichte der Redakteur des Blattes Tscharnomorskaja Gazeta" in Petersbürg, der von einem Schauspieler, welcher sich durch eine in ctx Leitung erschienene Kritik beleidigt fühlte, mit dem Tode bedroht worden war. In dem Blatte war Folgendes zu lesen: Ich habe von dem berühmten Schauspieler, Herrn Dalsly eine Mittheilung erhalten, worin er die bestimmte Absicht verkündigt, mich zu todten. Da ich nun ein gezeichneter Mann bin. bitte ich Herrn Dalsky um die eine Vergünstigung, daß er den Tag festsetzt an welchem seine strafende Hand mich treffen soll, damit ich Zeit habe, meine Angelegenheiten zu ordnen und mich angemessen auf die Reise in die beste aller Welten vorzubereiten, wo es keine Krankheiten, keine Zeitungen und keine berühmten Schauspieler gibt.Eine merkwürdige Stadt ist Biskra in Algerien, in der sick ein seltsames Doppelleben abspielt. In der volkreichen Eingcborenenstadt herrscht rn Bauten, und Sitten die Ursprünglichkeit der Wüstenbewohner. während sich ein paar Tausend Yards davon das moderne Biskra. ein Städtchen mit kerzengraden. rechtwinklig sich schneidenden Straßen erhebt.
Die ,,Drcadnongyl.'
Der Kricgsgksandtc dcs Sultans.
- Sie TlambULeuie und eine thuen gewordene schwere Enttäuschung. Unter den rielcn Kleinkriegen, die Holland in allen möglichen Theilen seiner indischen Besitzungen zu führen hat. nimmt der Kampf gegen die Tjambi-Leute eine fehr beachtenswerthe Stelle ein. Das im Innern Sumatras gelegene Land ist kaum erforscht, und die Herrschaft, die die Holländer über einzelne der kleinen Singe-borenen-Fürstenthümer ausüben, ist ziemlich illusorisch. Im übrigen sind die Männer von Djamdi ebenso tapfere. wie überzeugte Mohammedaner, und wie die Atchinesen auf der Nordwestspitze der Insel, nennen sie gern ihren Widerstand gegen die Holländer den heiligen Krieg." Da ward plötzlich den Djambileuten eine groe und willkommene Ueberraschung Zuthcil. In einer Nacht landete bei ihnen Dr. Abdullah Jussuf, ein Abgesandter des Sultans.- Er entbot alle Distriktshäupter zu sich und hiclt eine schöne und eindrucksvolle Rede. Zusammen leben und sterben," hieß es in ihr, der mächtige Sultan der Türsei ist mit Euch. Er wird seine Kriegsschiffe senden, um den 'Gläubigen zu helfen!" Die braven Djambi waren sehr entzückt von der bevorstehenden Ankunft der türkischen Schiffe. Vewaffnete Banden zogen umher. Der niederländische Kontrolleur Kroesen wurde ermordet. Die holländische Verwaltung hatte aber sehr wenig Sympathie für 'den Abgesandten des Sultans. Sie fing ihn mit einigen der widerspenstigen Distriktshäupter ein und machte ihm den Prozeß. Das Gericht kümmerte sich wenig um den schönen Namen Dr. Abdullah Jussuf, sondern es nannte den Abgesandten des Sultans, so wie er wirklich hieß, nämlich Karl Hirsch. Der Abgesandte des Sultans war einst Kellner gewesen, dann Fähnrich bei der berittenen Leibgarde des Sultans der Türkei. Augenblicklich wird sich der Fortgang seiner Karriere ein wenig verzögern. Denn das Gericht sandte ihn auf mehrere Jahre hinter die schwedischen Gardinen." DaS GänSckcn." In bayerischen Telcphonisiinnenkreisen erzählt man folgende hübsche Veschwerdegeschichte, die einen unerwarteten, geradezu romanhaften Ausgang nahm. Ein behäbiger, etwas griesgrämiger Brauereibesitzer hatte vor längerer Zeit am' Telephon eine recht lebhafte Auseinandersetzung gehabt, die in die wenig galanten Worte: Sie Gänschen" ausklang. Darauf Beschwerde ihrerseits. Normaler Verlauf: Klagestellung Siihneter.min. Hier hatte Er" Gelegenheit, der Schwergekränktcn vorgestellt zu werden. Wie hübsch sie nur war! Jung, blond und diese Augen! Wie zürnend und schmollend sie ihn nur anguckten! Unter lebhaftem Vedauern Zurücknahme der schweren Beleidigung, reicher Obolus in die Armenkasse. Zuhause angekommen, liegt ihm Gänschen" im Magen (?) o nein, im Herz! Kinderloser Wittwer, erst 40 hinter sich, ganz vassable Erscheinung das sagte er sich ost, vor den. großen Spiegel seines Schlafzimmers hintrctend. " Ob B. wohl nein" sagen würde? Äas fragte er sich immer und immer wieder. Im Karneval aber fragte er sie selber, und sie war wirklich kein Ganschen," denn sie sagte nicht nein!" ÄZZamachcn bealzlt alles." ' Ter Arzt Dr. Böhm in Rixdorf bei Berlin hatte eine gute Praxis, lebte icdoch weit über seine Verhaltnisse hm aus, da er stärke Neigungen für das schöne Geschlecht hegte. Er gerieth schließlich so in Schulden, daß er sich vor seinen Gläubigern nicht mehr zu retten wußte. ..Mamachen bezahlt alles!" Das waren immer die Worte, mit denen er die Gläubiger, wenn sie ihm gar zu arg zusetzten, zu vertrösten suchte. Tann verschwand er eines Ta ges plötzlich aus Rixdorf. und die Gläubiger hatten das Nachsehen. In Vritisch-Jndien tauchte -der in Rixdorf so schmerzlich Vermißte wier auf. Vöhms Liebliggsspruch Mamachen bezahlt alles!" hat sich aber m überlaschender Weise bewahrheitet: Mamachen," eine schwerreiche, ältereDame, traf jüngst aus' Westfalen in Rixdorf ein und ließ sich von sämmtlichen Gläubigern ihres Sohnes die Rechnungen prascntrren, worauf sie sie auf Hel ler und Pfennig bezahlte. Die Freude der Rixdorfer Geschäftsleute, die die Schulden Böhms schon in den Schornstein geschrieben hatten, war natürlich groß. Eigenthümliches R a dTrTiJrt fCttt nnni Tiirfvrmrs v V t V l 41. Vllll IjUI tiimtv.dige Krankheit hat sich ein Hans Larsen in Wostno MUS hitrcfi itformfifitVvvttVf t'f VVJ uges Nadeln zugezogen. Tag und Nacht r - P. . r r i c .!.! lag er auf seinem naoe uno jagic in der Stadt umber. nur äunerst selten ging er zu Fuß. Dabei radelte er immtr rn? ffrf rtnrh tanrtr iffrrrts V . l l V (iViWy j beugtem Körper. Plötzlich erkrankte er. hatte Ohnmachtsanfälle und seine T . tt.fn . rr i VJCri nraniheii n?ar ocn -ucrzicn zunca;i cm wkt5s,s r;;Ss; iinf! nuiiyi, vlllfc. ijiuiivua vvfcsuchunz ergab schließlich, daß die v . -r c jwi tocnietmncmt oes Magens, oie innere IPslnmtnnnh tnfTrt hi3 Ti?ftnnhtrr?TT JVIMVWIlVi t) Druckes auf dieses Organ bei dem m m. m. C V norveugen uno oer sortwayrenoen e wegung fast durchgescheuert war.
Staatssrnator Armstrong.
Der ericht des KomiteS zur Untersuchung des BersicherungswesenS. Staatösenator William W. Arm. strong. der Vorsitzende des von der New Forler Legislatur zur Untersuchung des Versicherungswesens im vorigen Jahre eingesetzten Komites. dessen Bericht dermalen der Legislatur des Empire -Staates vorliegt, gehört dem New Aorker Senate seit acht Iahren an. Vorher war er v:er Jahre Mitglied der Assembly gewesen. WeWilliam W. Armstrong gen der Gründlichkeit und Genauigkeit, mit der er alle Gesetzesvorlagen und deren Zwecke zu prüfen pflegt, wird er der Wachhund des Senates genannt. Armstrona wurde vor 42 Jahren als Sohn armer Eltern in Rochester, N. Y.. geboren. Mit 16 Jahren mußte er, da sein Vater erolindeie, bereits sur den Unterhalt seiner Familie sorgen. Unter Schwierigkeiten vermochte er sich dem Rechtsstudi'um zu widmen, das er. mit Unterbreckunaen. nach achtiähriaer Dauer vollendete. Armstrong gehörte dann der Suvervisorenbeborde m Rochester an. In der Assembly fungirte er theils als Mitglied, theils als Borsitzender verschiedener Ausschüsse. Er spricht fleißend Deutsch. Seine Liebhabereien bilden Musik und Photographie. Der Zitterlluhl. - Neuartiges erprobtes Verfahren zur Derh-ii tung der Seekrankheit. Sowohl auf Reisen über den atlantischen Ozean als auf Ueberfahrten über den Aermelkanal ist in letzter Zeit zur Verhütung der Seekrankheit em ganz neue( physikalisches Verfahren das auf einer Zitterbewegung beruht, mü vollem Erfolg erprobt worden. Das erforderliche Instrumentarium besteht aus einem bequemen Stuhl, dessen Sitz durch Motorkraft in schnelle, auf- und abwärts gehende Bewegung versetzt wird. Zum Antrieb dient ein in dem Apparat angebrachter kleiner Elektromotor. Die betreffende Person nimmt auf diesem Zitterstuhl Platz und hat ungefähr dasselbe Gefühl wie bei einer Automobilfahrt. Die Zitterbewegunz bewirkt, daß man das Stampfen und Schlingern des Schif fes, wodurch die Seekrankheit hervor gerufen wird, weniger fühlt, indem dik Zitterstuhl. langen abwärts gehenden Bewegungen des Schufts durch die seinen und zahl reichen aufwärts strebenden Vibratlonsichlage paralysirt werden. Passagiere, die nach den ersten Anzeichen der Seekrankheu aus dem Zlt terstuhle Platz nahmen, fühlten sich theils sofort, theils nach kurzem Aus enthalt darauf von allem Unbehagen frei. Die meisten von ihnen blieben im ganzen weiteren Verlauf der Reise von dem Uebel verschont. Bei einer zweiten Gruppe von Fällen kehrte zwar das Unwohlsein nach einigen Stunden Nieder, mn Beginn einer neuen Be Handlung verschwand es jedoch und blieb schließlich ganz fort. In einer dritten Reihe von Fällen endlich, die vor Mem die leicht erregbaren Naturen umfaßten, stellten sich die Erscheinungen der Seekrankheit, die auf dem Zitterstuhl ganz ausblieben, sofort ein. achdem der Betreffende den Stuhl verlassen hatte. Solche Passagiere verweilten daher stundenlang auf dem Stuhl. . , Obwohl der Apparat auch in aus gebildeten Formen der - Seekrankheit, wenn sich diese bereits auf Stunden oder gar Tage erstreckt hatte, eine hell same Wirkung ausübte, dient er doch. wie schon angedeutet, vornehmlich der Prophylaxis. Wenn er seinen Zweck vollkommen erreichen soll, muß er gleich beim ersten Gefühl von Unbe Hagen benützt werden. Zweifellos aber wird der Zitterstuhl hinfür zu den nothwenölgsten Ausrüstungsgegenstan den eines Passagierdampfers gehören.
5-zxztii ,", wurmn 1 1 rwjija. aru: 8 s?7.TZ!m 1 Fb-ch. I 3 Ig & s ff I ! Fr' W 1 ! El -tlx i l ', 'S V. I 1 te 1 r?7 s&v i M l PL K ' 8 r -T-l i a 6' . ( I ÄäFK. McC wv. -(T s . .r. - rF- ,'-,: ,i-,r! .' :Tw. I i - v . 5r.- 1 ?; iiSi. i 0 ' , !' ;, ! Ältalil WWM mmm fik&Wi ivi-i ? Uj',-s-xJJ7 .i'y- ! git.' i . i -t'-fxj:j- - y V" tCr?l.,lHr t I KW.lii-i.w.n .iMBWmrt,
I ' i 51 11 i Tfjlfc ii-""" r & : M-i
Prinzregent Luitpold.
Der 85. Geburtstag dcö NcftorS der deutschen Bundcsfürstcn. ehttlicheLaufbakznen-uirpvlds Thätigkeit als oayerischcr Loldat. Staatsmann un) Negcut Herbe Schicksale Loqalttüt gegen die Hchenzollcrn Politischer Takt. Am 12. März d. I. vollendet der Nestor der deutschen Bundesfürsten, der Prinzregent Luikpold von Bayern, lein 85. Lebensjahr. Wer den Le-. bensganz dieses ausgezeichneten Mannes überblickt, dem springt sogleich eine Ähnlichkeit m's Auge, welche die Geschicke Luitpolds mit denen Kaiser Wilhelms I. aufweisen. Wilhelm I. hatte früh die Mutier verloren und ein zurückgezogenes militärisches Leben gefuhrt; der Vater hatte lyn stets, als Zweitgcborenen. der für die- Thronfolge nicht in Betracht kam, angesehen. err. fhmsTT-rrFiim Nri'ik? Yr.rtr er CAhb? und Berather in voller Herzenstreue, bis er selbst berufen ward, für den Erkrankten zu herrschen und dann dem Heimgegangenen auf den Thron zu folgen. Auch Prinz Luitpold. der als dritter Sohn des bayerischen Königs Ludwig I. das Licht der Welt erblickte. hatte als Soldat in stiller Pflichterfüllung seine Jahre verbracht, bis an ihn am 10. Juni 1886 der Ruf erging, für den geistesgestörten König Ludwig II. die Zügel der Regierung zu ergreifen, die er auch nach dem drei Tage spater erfolgten Tode Ludwlgs für denen ebenfalls geistesgestörten Nachfolger König Otto in Händen behielt. Prinz Luitpold diente im Heere von der Pike auf. Als junger Prinz lernte er auf weiten Reisen den Süden und den Orient kennen und heirathete 1844 die Prinzessin Auguste. Tochter des Großherzogs Leopold II. von Toskana. Der Ehe entsprossen vier KinPrinzrezent Luitpold vou Bayern. der: die Prinzen Ludwig, jetzt Präsumtiver Thronfolger. Leopold und Arnulf und die Prinzessin Therese. die mehrere größere Reisewerke verfaßt hat. Lange Jahre bekleidete Luitpold den Posten eines Seneralfeldzeugmeisters und Generalinspektors der bayerifchen Armee. Als langjähriges Mitglied der Reichsrathskammer stand er im Brennpunkt des .öffentlichen LebenS, ebenso wie als oftmaliger Vertreter Ludwigs II. Den deutsch-franzö-stschcn Krieg machte Prinz Luitpold im Großen Hauptquartier des Königs von Preußen mit. Er übernahm zum Zweck einer Annäherung Preußens und Oester:eich-Ungarns die erste Vermittlunz. -An Schicksalen hat Prinz Luitpold v''el erfahren. Im Jahre 1864 starb seine Gemahlin; er stand an der Bahre von fünf Königen seines Hauses und sah seine beiden Neffen Ludwig und Otto in Wahnsinn versinken. Luitpold hatte schon das Greisenalter erreicht, als die Pflicht an ihn herantrat, die Geschicke des Landes zu leiten. Er that das mit jugendlicher Kraft und erwies in langen Jahren treuer Pflichterfüllunz seine gesunde deutsche Kernnatur. Dem verbündeten Hohenzollernhause hat er stets aufrichtige Treu: bewiesen. Im Zuge der Trauernden, der die beiden ersten Kaiser zu Grabe trug, schritt Luitpold, und er stand Zur .Seite des jungen Kaisers WilHelm II., als dieser mit feierlichem Gelöbniß zum erstenmal den Deutschen Reichstag eröffnete. Seinen oft bewährten politischen Takt bewies der Prinzregent auch unlängst wieder, als er anordnete, daß der 100jährige Gedenktag der Erhebung Bayerns zum Königreiche nicht festlich begangen werden sollte. In Rücksicht auf den kranken König Otto sollte das unterbleiben; znehr noch als diese Rücksicht'aber verbot des Regenten deutsches Empfinden ein lautes Fest, das in deutschen Herzen schmerzvolle Erinnerungen an schmachvolle Zeiten hätte wecken müssen. Deutschlands Bahnen. Die EigenthumSIänge der deutschen vollspurigen Eisenbahnen ist von 44,167 Kilomete? am Ende 1894 auf 54,064 Kilometer am .Ende 1904. also um 22.4 Prozent gewachsen. Im Rechnungsjahre 1904 standen 21.418 Lokcmotiven. 54 Motorwagen. 43,341 Personen'wagen, 436.763 Gepäck- und Güterwagen zur Verfügung. Gegen 1894 hat bei den Lokomotiven eine Zunahme von 35.2 Prozent, bei den Personenwagen von 42.3 Prozent und bei den Gepäck und Güterwagen von 35.6 Prozent stattgefunden.
iSö tj ' Je ft';?; 3 Mji&ir.p f rn. jT.t . .'.,. ff V ii .- ' - - - - tpmi;f2?- 3 xqiV&fztez ßärf irX'W V!:A li jf .':f Sa ' -r M jfflt HL?--"!? Jb äLßt-q Xfl HmMWM . tf?-'?yS,A.- v-k-?Ji '.F''füfä.&i's7h 0 Mmmmw & vw:-';-;', : 'f'ci m 4s4bi V. 'M t Ur i? mmt MMNMk, wMi&mm s'&?cM-:.i; t :" lU '.. w$$kr v,vps.4t ch5 rttiiiM'Vl ''-.'. 7.x&&iU?s: ' S . '.uA M rrä&y-Ssn& 'ibhk ' i :vl . fftttut-y ?' h yfj-i- - -; ''-,;: ya-&&&2
Fuhren.
-
