Indiana Tribüne, Volume 29, Number 160, Indianapolis, Marion County, 1 March 1906 — Page 4

Indiana Tribüne. Hnaulgteden von de, Stdg Ä. Indianapolis, Ind. garry O. Thndium Präsident. VesÄäftSlocal: ilo. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269.

tered 1 the Post Office ot Indianapolis as aecond clai matter. Kaum glaublich. Vier verschiedene Gefangene haben bei ihrer Prozesfirung ausgesagt, daß ihnen selbftbelaftende Aussagen oder Eingeftündniffe ihrer Schuld durch Mißhandlungen seitens des Polizeichefs in der Polizeiftation erpreßt wurden. Richter Alford war von der Wahrheit diesbezüglicher Aussagen eineS vor ihm prozeffirten Angeschuldigten dermaßen durchdrungen, daß er eine Untersuchung durch die Großgeschworenen beantragte. Obwohl eZ kaum glaublich erscheint, daß der Polizeisuperintendent sich so weit vergessen würde einen völlig Wehrlosen, der noch nicht einmal schuldig be funden ist, durch Mißhandlungen zu einem Gefiündniß zu zwingen so ist eS doch höchst wünschenSwerth. daß eine strenge Untersuchung angebahnt wird. Russische Zustünde dürfen in unserem Gemeinwesen nicht geduldet werden. Wenn das Gesetz nicht einmal nach der Schuldigsprechung körperliche Züch tigung als Strafe duldet so ist sicher ein Polizeibeamter selbst straffällig der einen seiner Obhut anvertrauten Häst. llng noch vor der Prozessirung körperlich mißhandelt. Thut dies ein ge wöbnlicher Pvlizift so ist das schlimm genug',- wenn aber der höchste Borge setzte das Beispiel giebt so ist dies ganz besonders zu verurtheilen, weil zu erwarten ist. daß seine Untergebenen ihm nacheifern würden. Weder Polizeichef noch Polizist steht über dem Gesetze. Der Häftling in idren Händen ist ihrem Schutz nicht ihrer Willkür anvertraut. ' Die Mißhandlung eine Gefangenen ist Mob Law- und schwerer belastend für den Beamten, der dadurch Ber. trauenSbruch begeht, als für den Poebel den zügellose Leidenschaft antreibt. Po lizeianarchi-muS ist in jeder Form be klagen-werth. 'Hoffentlich find die .gegen Herrn Metzger erhobenen Anschuldigungen un wahr. Er selbst sollte darauf dringen, daß die Untersuchung durch die Groß geschworenen eine so gründliche ist, daß kein Raum für Zweifel bleibt. Arbeit'erfürsorge. Wie in England, so ist auch in Preußen von allen Arbeiterverbünden derjenige der Bergarbeiter am besten organisiert. Die verschiedenen politischen und gewerkschaftlichen Richtungen, die eS unter den Bergarbeitern gibt, haben die Einigkeit der BerufSgenossen nicht gestört. DaS beweift auch der Verlauf des diesjährigen Preußischen BergarbeitertageS, der soeben in Essen abgehalten worden ist. Auch die Be zirkSkommissare der benachbarten ftaat lichen Bergbauümter haben als Gäste den Verhandlungen beigewohnt. Gute Beziehungen zu den Bergarbeitern zu unterhalten, ist in den Betrieben der Berg, Hütten und Salzwerke des preußischen Staates altherkömmliche Politik. Ein sehr lehrreiches Bild der für die Arbeiter der staatlichen Bergwerke be stehenden . Wohlfahrtseinrichtungen bie tet eine -Denkschrift, die soeben dem preußischen Abgeordnetenhause vom Ministerium für Handel und Gewerbe überreicht worden ist. Darin wird mit großer Bestimmtheit alles, was durch die gesetzliche Arbeiterfürsorge den Ar beitern gefichert'ift (also Arbeiterversiche rung, KnappschastSeinrichtungen, lln fallverhütung) ausgeschieden,, weil das nach der jetzt in der deutschen Wissen schast geltenden Begriffsbestimmung nicht zu den WohlfahrtSelnrichtungen gehört. Ebenso gelten alle Zuwen? düngen, die als ein Lohnzuschlag in Anrechnung kommen könnten, nicht zu den WohlfahrtSeinrichtungen. Die völ lig freiwilligen und bei der Entlohnung unberücksichtigt bleibenden Einrichtun gen zum Wohle der Arbeiter entsprechen allein dem Begriffe, den die staatliche Verwaltung der Bergwerke gelten läßt. Innerhalb dieses so stark eingeschrünk, ten Begriffes bewährt sich die Wohl fahrtspflege zunächst auf dem Gebiete des Wohnungswesens. Da ist es z. B. im Bezirke Saar. brücken gelungen, 0370 Arbeiter oder 15 Prozent der ganzen Belegschaft, zu

Hausbesitzern u machen. Jeder Ar beiter, der im Alter von 25 bis 40 Jahren steht, Frau und Kinder hat, noch nichts Hausbesitzer ist und einen Bauplatz erwirbt, erhält ein unver zinsliches Baudarlehen von 1500 Mark, das er in 10 Jahresraten zurückzahlen muß, und eine Bauprämie von 750 bis 900 Mark, unter der Bedingung, daß er das Haus selbst bewohnt. In Ober schlesien, wo der Baugrund theuer ist, hat man Häuser mit ein bis zwei Mieth Wohnungen zugelassen, dafür aber die Abzahlung des Baudarlehens auf 15 Jahre vertheilt. Im ganzen sind 9z Millionen Mark für Baudarleben und 5 Millionen Mark für Bauprümien aufgewendit worden. Jährlich kom men. 100 bis 120 Arbeiter ali neue Hausbesitzer hinzu. Für diejenigen Ar. beiter, die von dieser Wohlthat keinen Gebrauch machen wollen oder können,

hat txr Staat 834 Miethshäuser ge baut, sür deren Wohnungen er einen MiethZzinS von 50 bis 200 Mark jähr lich (120 Mark durchschnittlich) berechnet. Er begnügt sich dabei mit einer Verzinsung seines Anlagekapitals von 2.52 Prozent. Außerdem hat er 32 Schlashäuser mit 5051 Betten einge. richtet, die er für 2 Mark pro Monat und Bett an seine Arbeiter vermiethet. Die zweite Klasse der WohlfahrtZ. einrichtungen betrifft die. Erleichterung des Einkaufs von Lebensrnitteln. Im Herbst streckt der Staat zum Einkauf von Kartoffeln oder Kraut 10 bis 40 Mark vor, die er in kleinen Raten zu rückerhält. Oder er. kauft selbst im Großm ein und erspart durch Abgabe kleiner Quantitäten den Arbeitern 31 Prozent des Marktpreise. Der Fortbildung der Mädchen nimmt sich die WerkSverwaltung besonders an, um dadurch ihren künftigen Männern das Haus annehmlicher zu machen. In HauShallungS-, Koch- und Bügelschulen, die auf Staatskosten eingerichtet und uuterhalten werden, werden 1004 Schülerinnen und 24 Lehrerinnen und 1 Lehrer unterrichtet. Für Knaben und Jünglinge bieten die Obst, und Gartenbauschulen nützlichen Unterricht. 170 Schüler werden dadurch angezogen,' daß sie von ihnen veredelte Obstdäume später unentgeltlich in den Garten ih reS eigenen HauseS verpflanzen können. In 15 Kleinkinderbewahranftalten wir ken für 1973 Kinder 23 Lehrerinnen. um ihnen die erste Dressur beizu bringen. Verhältnißmüßig sehr hoch erscheint der jährliche StaatSzuschuß zu den der Erholung dienenden Einrichtungen: Bergkapellen, Bergfesten, Theatervor fiellungen und Vortrügen. 237.000 Mark sind dafür angesetzt. Aber zu einem guten Theile ist die soziale Frage ja auch eine Amüsementsfrage. Da rauf kommen die Arbeiterkommissionen aus Engtand, die die Lage ihrer Kolle gen in Deutschland jetzt studiren, in Berichten hüusig zu sprechen. Für 27 Bibliotheken sind 24.425 Bünde angeschafft. Jedes Buch wird durchschnittlich 1 Mal im Jahre aus geliehen. Ein drei Mal wöchmtlich erscheinende Zeitung Der Bergmanns freund", die 1,20 Mark jährlich Abon nement kostet, wird von 16.600 Berg ardeitern gehalten. Je ein Exemplar kommt ,ilfo auf 2.8 Mann der Beleg fchaft. Im Ganzen' sind für diese Wohl fabrtSeinrichtungen an einmaligen Aus gaben 16.761.632 Mark aufgewendet worden. Die fortdauernden Ausgaben betragen 612.253 Mark jährlich. Man erhält aber den Eindruck, daß eine bef fere Verwendung schwerlich gefunden werden könnte, als diesen 50,000 Berg arbeitern mit ihren Familien das Le ben zu erleichtern und zu verschönen. Baer und Genossen könnten eine gute Lehre auS dem Obigen ziehen und durch Nacheifrung derselben die Freund schast anstatt den Haß ihrer Arbeiter erwerben. Fort Wayne, 23. Feb. Ge gen dreißig Wirthe wurden von einem Manne Namens John Redding An klagen wegen Uebertretung des Nichol fon'GefetzeS erhoben. Redding ist hier unbekannt und behauptet,' ein Farmer in Whitley Eounty zu fein. ES wird jedoch vermuthet, daß er von der In diana Anti'Saloon'Liga als Spion hierhergeschickt wurde. Die Wirthe undihre Freunde find sehr aufgedrach über die znm Theil grundlosen An schuldigungen. G e o. A. R e m m e t t e r, 224 Nord Plne Str. Dunkles und Helles Eapi tal City Bier stets bei mir zu haben.

Die Zuckerrübe.

Ihr da uns ihr industrieller und lanb. Wtttyslyailtllqrr ytmjn. Beim Anbau der Zuckerrüben ist viel Sorgfalt erforderlich. Etwa im Monat Mai werden Die Nudenlerne ge legt. Es ist nicht gleichgiltig. wie weit die Zuckerrüben auf dem Felde voneinander stehen. Hat die Rübe einen sehr großen Stanoraum. aus oem t q frei entwickeln kann, so wächst sie iippia, sie wird besonders groß, aber in .rrl ' ' ny. c! t Der Wurzel onoen iia? uacci uici ineyr Salze, die in der Fabrik die Gewinmrna des Zuckers erschweren. Stehen , .. . t i v. T die ittucen zu oicnr aneinanuer, o qaben sie kernen Platz zur Entfaltung. auch nicht genügende Nahrung, und die Wurzeln werden klein und unansehnlich. Die Erfahrung hat gelehrt, daß eine Standweite von 1 Fuß 2 Zoll zwischen den Reihen den meisten Anforderungen entspricht. Sobald die Rübenpflänzchen aufgelaufen sind, beqinnt der Zeitpunkt der eigentlichen Pflege. Diese besteht vor allem in fleißigem Hacken. Dadurch wird nicht nur das Unkraut vernichtet, sondern auch der Boden gelockert. Luft und Feuchtigkeit dringen in ihn dann w i m .. ."yn r bener ein, uno oie nuoe wacyir um o fröhlicher, je mehr gehackt, wird.:' Das wohlgepslegte Ruoenseld ist von Anfang an ein gedeckter Tisch für ungebetene Gäste, die sich zum Schaden des Landwirths einfinden. Eine große Anzahl schädlicher Insekten pflegt sich einzustellen; der Drahtwurm, der Engerlmg, die Erdraupe nagen an der Wurzel; am schlimmsten aber sind die kleinen, mit bloßem Auge kaum sichtbaren Rübenälchen. Sind sie im Boden in größeren Mengen vorhanden, so siechen die Nüben dahin und welken frühzeitig ab. Diese Schädlinge .haben schon manchen Landwirth gezwungen, den Zuckerrübenbau aufzugeben. Zu den erwähnten Feinden gesellen sich noch Bakterien und Pilze, die je nach der Witterung und Beschaffenheit des Ackers sich massenhaft ausbreiten und geradezu epidemische Erkrankungen der Rüben verursachen. Da ist ein neues Ankämpfen nothig; man muß versuchen, die Rübe -zu schützen und ihr zu helfen. D:e Ernte erfolgt gemeiniglich im Oktober. Beim Herausnehmen der Rüben bedient man sich zur Auflocke runz ees Bodens emes kurzen Spatens oder einer Maschme. Sind die Rüben aus der Erde gebolt, so werden sie sogleich von den Arbeitern Mit Stoßmessern oder Sicheln geköpft," d. h. es, werden die anhaftenden grünen Blättertheile entfernt. Blätter und Blattnarben enthalten viel Salze; bt)t sind aber den Zuckerfabriken nicht erwünscht; nicht richtig geköpfte Rüben werden darum bei der Abnahme geringer bewerthet. Der Zucker, der in den Fabriken gewonnen wird, ist der Hauptzweck der Zuckerrübenkultur; was dabei aber noch an Rückständen abfällt, ist auch von hoher Wirthschaftlicher Bedeutung. Da sind zuerst Kraut und Köpfe in Betracht zu ziehen. Der Futterwerth, der in ihnen steckt, ist sehr groß; man hat berechnet, daß er in Teutschland jährlich im Durchschnitt gegen 130.000.000 Mark beträgt. Der zweite Rückstand sind die Schnitzel, d. h. die zerkleinerten, in der Fabrik ihres Zuckergehaltes beraubten Rüben; auch diese sind als Viehfutter brauchbar. Drittens gehört zu den wichtigen Rückständen die Melasse, der Saft, aus dem man rn den Fabriken keinen Zucker mehr absondern lann. Zum Theil wird er noch in besonderen Anstalten entzückert, zum Theil aber wird er von den Landwirthen als Beigäbe zum Viehfutter benutzt. Andere Rückstände der Zuckerfabrikation, der Scheideschlamm oder Scheidekalk, werden als Dünger verwerthet. R e t t u n g in e o a i l l e an eine Siebzigjährige. Die Rettungsmedaille am Bande erhielt in Euskirchen, Rheinprovinz, die Wittwe Mahlberg, die ihr Enkelkind, das in einen Weiher gefallen war, mit eigener Lebensgefahr vom sicheren Tode des Ertrinkens gerettet hatte. Die AusZeichnung ist umso wohlverdienter, als bei -dem Unfälle die nahezu 70jährige Frau durch ihren Sprung in den Weiher mehr Muth gezeigt hatte, als mehrere anwesende Männer, die selbst auf Bitten der Frau das Rettungswerk nicht ausführen wollten. Um sein Erbtheil bestöhlen. Dem Landmanne Kajos aus Felsöszell, Ungarn, welcher im Steueramte in Preßburg auf Grund seiner vom Waisenamte ausgestellten Dokumente sein väterliches Vermögen im Betrage von . 28.000 Kronen (56684) beheben wollte, wurden die Papiere durch einen Unbekannten, den er für einen Beamten hielt, entlockt. Kajos wartete zu Hause auf das Geld; es stellte sich jedoch heraus, daß der volle Betrag imteueramte bereits behoben wurde. Von dem Bauernfänger seylt jede Spur. Fortunas Launen. Den Haupttreffer der kürzlich gezogenen Lütticher Tombola," Belgien, im Betrage von 200.000 Francs ($40,000) hat das Ensemble des Gallerietheaters in Brüssel gewonnen. Die Schauspieler kauften vor einiger Zeit insgesammt 60 Villetts, zu denen der Direktor noch 20 hinzufügte. Auf eines dieser Villetts ist der große Haupttreffer gefallen; 60 Schauspieler und Choristen sowie einige Leute vom technischen Personal konnten sich in die Summe thei-

Friedenemalil der St xpmiülonävt.

Man schreibt aus London: TuS Tagesgespräch bildt hier ein Diner. das in dicken Tagen vierzehn der reich. stcn und bekanntesten Kapmillionärc vereinigte, und dessen Luxus unge fähr noch das nbertronen zu haben scheint, was amerikanische Krösussz sonst bei solchen Gelegenheiten zu lti stcn lieben. G. Varnato, der seinen aludUdjcn Spekulationen sein Ver mögen verdankt, dessen Höhe er gewiß selbst kaum anzugeben imstande ist, hatte das Mahl veranstaltet. Er hatte während des russisckjapanischeil Krieges versprochen, sie als seine Ga ste zu einem fürstlichen Diner zu .eden, wenn dieser , Feldzug, der natür lich für seine geschäftlichen Interessen wenig vortheilhaft war, sein Ende er reicht haben würde. Jtzt hat er diese Zusage eingeiott. Tas Encn fand un New Gaiety-Nestaurant statt, und wenn man bedenkt, daß es erst 21 Stunden vorher bestellt, worden war. so wird man anerkennen müssen, das; dafür recht Ansehnliches geleistet war. Als Bcirnato mit semcn Gästen den für sie bestimmten Saal betrat, war dieser fast dunkel. Aber im selben Augenblick erhob sich von der Mitte des Tisches ein richtiges Feuerwerk mit Prasseln und ZisckM. irnd nun bemerkte man hier einen richtigen Teich, der das Zentrum der Tafel ein nahm und auf dem japanische und. russische Mmiaturdampser herum schwammen, während eine Nachbildung der Festung Port Arthur sich am Rande des Wassers erhob. Mit russischen und japanischen Flaggen und mit einer verschwenderischen Praclit von Blumen waren Saal und Tafel geschmückt. Das wichtigste Sück des Memls aber bildete ein Lamm, das in ganzer Größe gebraten war und das ein kleines schwarzes Ponny heran brachte, auf diese Weise den Kellner ersetzend. Ein Vermögen verspielt. Die ungarischen Blätter wissen von einem großen Spielverlust zu melden. den ein Magnat, Träger eines berühmten Namens, erlitten haben soll. Kürzlich. Abends 10 Uhr. setzten sich zwei Magnaten in einem Separ6 des Gase New Nork in Kplozsvar mit dem armenischen Kaufmann Gerhardus Azbej zu einer Färblpartie nieder, die bis 4 Uhr früh wahrte. Azbej gewann unausgesetzt, so daß sich um jene Stunde einer der beiden Magnaten, seiner ganzen Barschaft entblößt, entfernte. Der andere Aristokrat, der frühere Reichstagsabaeordnete Graf Nikolaus Banffy, spielte jedoch weiter; als er nach 48 Stunden Spieldauer vom Kartentische aufstand, hatte er 280.000 Kronen verloren. Tags darauf vereinbarte die Familie des Grafen mit dem vom Glück begünstigten Armenier folgende Zahlungsbedingungen: 100.000 Kronen "bar, Ueberlassung eines Gutes im Werthe von 40.000 Kronen und Zahlung einer lebenslänzlichcnMonatsrente von 1000 Kronen. Die 100.000 Kronen sind bereits bezahlt, und auch die Umschreibung des Gutes auf Azbejs Namen ist schon erfolgt. Spielte mtt einem Revolver. Als in Bremen mehrere Schüler, die sich auf dem Felde im Nevolverschießen" geübt hatten, auf der Straßenbabn heim fuhren, spielte einer von ihnen mit der Waffe. Diese entlud sich, und der Schuß streckte den Oberrealschüler Reinhard Hübenthal todt nieder. Hundertjährige Greis i n. Ihr 100. Lebensjahr vollendete in Zittau, Sachsen, die im dortigen sogenannten Kloster (Versorgungshaus), untergebrachte Wittwe Johanne Eleonore Geyer. ,Die Frau ist in Zittau geboren und hat auch ihre ganze Lebenszeit hier zugebracht. Ein einziges Mal hat sie d.ie Eisenbahn benutzt, um in einem nahen Dorfe Verwandte zu besuchen. Im Jahre 1832 verheirathete sie sich mit dem Tischlergesellen Geyer, den sie nach 37jähriger kinderloser Ehe durch den Tod verlor. Sie ernährte sich dann in harter Arbeit durch Waschen und andere Hausarbeiten, bis sie im Jahre 1874 im Kloster Unterkunft fand. Das Gedächtniß der Greisin ist noch erstaunlich frisch, dagegen ist sie körperlich schon ziemlich schwach. Anläßlich der Feier ihres 100. Geburtstages ließ ihr der Stadtrath von Zittau durch zwei Stadträthe gratuliren und ein Angebinde, bestehend in einem Geldgeschenk, einer Flasche Wein und einer Torte, überreichen; die Wochenspende für die Greisin wurde um 50 Pfennig erhöht. Attentat in einer Korre k t ion sanft al t. Als i.i der Landes - Zwangsarbeitsanstalt zu Znaim, Mähren, der alö Lehrer der Korbflechter beschäftigte Trafikant Liesel den Wochenrapport entgegennehmen wollte, trat einer der Königenden auf den Meister zu und fragte ihn, wie viel er in dieser Woche verdient habe. Auf die Antwort sechs Kronen (51.22) wiederholte er fragend sechs Kronen?" und stach auf die Antwort' Ja" mit seinem bereitgehaltenen Arbeitsmesser den Korbflechter in den Hals, ihm damit eine schwere Wunde beibringend. Der Attentäter . wurde sofort abgeführt und der Verletzte, für welchen ärztliche Hilfe schnell vorhanden war, mittelst Wagen in seine Wohnung gebracht.

John Perrin,

Jan. 1905 Jan. 1906 Tie American umziehen sobald fertiggestellt sind. Spinnen zu vertilgen. Das sicherste Mittel ist ein unausgesetztes Zerstören ihrer Nester bezuhungsweise Gewebe; außerdem wird empfohlen, Holz- und Mauerwerk dort, wo die Thiere sich besonders gerne ansiedeln, zeitweise mit Wasser zu bestreichen, in welchem pulverisirtes Kupfer- oder auch Eisenvitriol ausgelost wurde. Helle Flanell- und Wollstoffe können leicht mit trockenem Kartoffelmehl gereinigt werden, indem man dies darauf streut und mit einem reinen Flanellläppchm kräftlg reibt. Zum Schluß wird der Stoff kräftig ausgeklopft, um das Kartoffelmehl, welches allen Schmutz aufgenommen hat, wieder zu entfernen. Auch anderes Mehl kann zu diesem Zwecke verwendet werden, doch läßt sich Kartoffelmehl am leichtesten wieder entfernen. Preußische KartoffelF l i n s e n. Rohe Kartoffeln werden , gerieben, mit etwas kochender Milch gebrüht und wenn die Kartoffeln abgekühlt sind, einige Losfel Mehl daran gerührt, so daß es ein Teig wird, den man nach Bedarf salzt. Derselbe wird im Eierkuchcntiegel in abgesetzten,breitgedruckten kleinen Brotchen m halb Schweinefett, halb Butter gebacken, bis die Brötchen auf beiden Seiten braun sind. Man gibt sie zu Thee oder als Beilage zu Braten. Wasserdichte Stiefelsohle n. Es wird oft gerathen, die Stiefelsohlen durch Einreiben mit Ricinusöl und dergleichen wasserdicht zu machen. Allerdings kann dann keine Feuchtigkeit eindringen, aber die Sohlen lassen auch keine Feuchtigkeit aus dem Stiefel heraus. Der Fuß kann nicht ausdünsten, wird heiß und feucht, und unbehagliches Gefühl mahnt zum Wechseln des Schuhzeugs. Aus sanitären Gründen sind somit wasserdichte Schuhsohlen verwerflich. L a ch s b r ö t ch e n. Geräucherter LachS wird in schöne Scheiben geschnitten. Doppelt soviel Semmelscheiben, in gleicher Größe und Stärke, weicht man in saurer Sahne, legt dann auf jede Semmelscheibe etwas fein gewiegte, in Butter geschwitzte Petersilie und zwischen je zwei Semmelscheiben eine Scheibe Lachs, dreht die Doppelschnitten in Ei, dann in geriebener Semmel, welche mit Parmesankäse gemischt ist, um und setzt sie auf ein gut mit Butter bestrichenes Blech. Sie werden zehn Minuten vor dem Anrichten in ziemlich heißem Ofen schön hellbraun gebacken. Pelzwaaren auffrischen. Man macht Roggenkleie in einem Topfe unter stetem Umrühren so heiß wie es die Hand ertragen kann, schüttet die so erhitzte Kleie auf den Pelz, und reibt letzteren damit nach Kräften ein. Hierauf bürstet man ihn mit einer reinen Bürste aus, oder besser, man klopft ihn so lange, bis alle Theile der Kleie entfernt sind. Der Pelz erhält darauf seinen früheren natürlichen Glanz. Hellfarbige Pelze werden auch mit erwärmter Weizenkleie kräftig, gerieben und die Kleie dann durch Ausklopfen entfernt. Altes, echtfarbenes Pelzwerk wäscht man mit warmem SeifenWasser und einer Bürste, spült es, läßt es aufgehängt trocknen und bürstet dann die zusammenhängenden Haare wieder auf. Kindermüffe zieht man vorerst über eine Weinflasche und läßt sie auch so trocknen. HochbetagterKlaviervirtuose. Bei der Mozart-Feier im Gewandhause zu Leipzig spielte Professor Dr. Karl Reinecke, der über 81jährige frühere Leiter der GewandHauskonzerte, mit feinem Schüler Fritz v. Bose das Es-dur-Konzert Mozarts für zwei Klaviere mit glänzender Technik. Das festlich gestimmte. Haus begrüßte den alten Herrn mit lebhaftem Beifall. Polizist als DZebstahlsanstifte?. In Eisenach. Thüringen, wurde der Polizei-Wachtmeister Gustav Poser vom Landgericht wegen Verleitung der Lehrlinge des Peupelmanischen Delikateßwaarengeschäfts zu Wurstdiebstählen und zur Untreue zu neun Monaten Gefängniß verurtheilt. Drei Lehrlinge erhielten, je zwei Monate Gefängniß. -Der Präsident der österreichischen Journal - Aktiengesellschaft und Mitbegründer der Neuen Freien Presse Adolf Werthner ist in Wien gestorben. ' Das Metall-irndBronze-Waarenwerk der .Firma Oettinger u. Heidecker in Schwarz ach ist vollständig niedergebrannt. Die Entstehungsursache des Brandes ist noch unbekannt; der Schaden ist bedeutend.

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Präsident. H. A. Schlotzhuer, Schatzmeister.

Depositen Contos. 3,797 Depositen, exklusive Ber. St. Depositen. $4,567,772.34 5,571,461 29 1. National Bank wird in ia3 alte PostgebSude die Renovirungk- und Umänderungs-Arbeiten 324 W. Maryland. Erstklassige ffamittenwäsche. ... Beide Telerhosk LOS, urotmischtS ZlcharkllkzZ Wechsel. CreditSriesc. Postanweisungeu, uf alle Städte EursveZ. chtffsscheins von und nach Europa. und Verkauf ausZänöZl schen GeldcS. i&m ( No. 35 Süd Meridian Sir. Rlarchant National Baute. sr it erne acye reich zu werden JJ) durch einen glücklichen Zufall aber eme ganz andere Sache Ncichthum anzusammeln durch Ersparnisse von einem mäßigen Einkommen. Eine sparsame Person weiß wie man Geld erspart. Mit sparsam meinen wir einfach die Methode des Lebens, welche systematisch einen Theil des Cinkommens dem Kapital überweist Kein besserer Weg als ein Spar-Conto 'mit dieser starken Gesellschaft um einen Fond zu erreichen. Die 3 Prozent Zinsen auf Zinseszinsen werden bedeutend zu dem Wachsthum des Fonds beitragen. Beginnen Sie jetzt. THK Indiana Trust Co. Kapital $1,000,000.00 Ueberschuß 300,000.00 Watch our Window for Mondays and Fridays Special ML f 141 W. Washington St. Have you seen our Brass aiul Iron Beils. ...KoMn... werben geliefert zu folgenden'Preifen per Tonne : Anthracits, alle Größen 87.25 Kentucky Cannel Coal, per Tonne. . . 5.25 Obio Jackson, Lump 4.50 Ohio Jackson. Egg 4.50 Semi Anthracit?, fö' Range 4.25 Ptttsburg, Lump 4 00 Kanamha, Lump 4.00 Winisriede, Lump ' 4.25 Luhrig. Lump 4.25 Luhrig, Egg 4.25 Brazil, Block 4.25 JeMco, Kentucky 42.5 Indiana Jackson 3 25 Linton, Lump und Egg 3.25 Illinois Lump und Egg 3.25 Vocahontas, gegabelt 5.00 Gemischte Slack..... 2 00 Fabrikhol, per Wagenladung) 2.00 2,000 Pfund zu jeder Tenne. HOME FUEL CO. Phone :lt, Main 1160 ; Neu. 286. Dr. 1 H. lato Teutscher Thier,Arjt Office: Schelhouse'sLeih-Ctall 2? Oft bfh Tt. Telephone: Neu, 232 Alt, Main 1162. Wohnung: 172 M.dison Ave. Neuer 'Phone 9685. J.Ü. Fjedriclc Der Kohlenmann, Verkauft die beste ohlen all Sorte im Starrte Office u. VardS800 900Beecher Str.

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