Indiana Tribüne, Volume 29, Number 158, Indianapolis, Marion County, 27 February 1906 — Page 6

Jttdiana Tribüne 27. Februar 190G.

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Vorsicht und Einsicht. Je mehr fr über unsere Leiden issen desto leichter nd rascher' können wir Heilung sin, den. Schmer zen der Glke. derundMuA fein sind IRAOC. MAR Rheumatisch. Der Oeruf der alten Mönch fiur du O Jakobs Oel ist u furirenunb die S3elt weiß daß es hu sicher nd rasch. Preis 25 und 50c. aufen Sie keinen fertig ge machten Anzug oder Ueberzieher wenn Sie solche auf Be. stellung nach Maaß erhalten können so medrig wie $15 und $2 Diese sehen schöner aus und tragen besser. IT. (!. tteir, 38 W. Monument. KAKSTADT BROS. .Dampf... Färberei und chemische Remigungs-Anstalt. Läden: 248-250 Virginia Ave. 25 West JOljio Straße. -218 Nord ZllinoiS Strake. 205 Zndiava Ave. Neuer Phone., 2828. Ält, Main, 4762. m 2532. . 3888. Dr. LEO HEBBERT Wiener Arzt. Haut-, GeschlechtZ' u.Nerven!ranIbeiten 0 Oft Ohi Ttraße-te,Sloor'. Neue, ?el. 4449. Svrechunde, -11, 24. 7 S Sornol. Dr. Carl Q. Winter Deutscher Arzt. ehanelt alle akute und'chronischerankheiten. Sveziell Rheumatismus. Nectum . und Frauenkrankheiten. Office: 14 weft Ohio Straße. Ofsice-Stunden : 1011 93rn: 3-4 Nm. Sonntags : 9.3010.30 Vm. Tel. neu 43. Wohnung: 1250 Madissn Zlveuue Telephone : Alt, 2023. Neu, 92S2. Dr. Paul F. Martin, praktischer Nrzt nd Shirnrg. ."' . Sprechstunden: 11.00 12.30 - 2.2S-.4.00 täglich. Sonntags :.?uf Verabredung. .Willoughby Gebäude,'' ?A.ord Meridian traße. Tel., Main 4414. Wohnung: 1205 Nord Ne Jersey Str. i Telephon: Mala ssa; New 382. Dr. j. A. Snteliffe, Wnnd'Orzt, QtschltchtS', Urin, nnlÄecttiP . Arankheiten. mit : 155 OS Stärket Str. Tel. H) Cff COra : IM 10 XUr 8a. ; 9 114 UH, IAKE ERIE M7ESTERII R.R. ....Fahrzeit der Züge.. bfahrt uk, Ktltbo. ha,, d tchtga jnrr t T.l fl04i Toledo. Tetrott bbb hicago Cha li.iO f l.u Zktchiga tty. Mnnri .LafayttkPp 7M fiaiS Üblich eoaaf . ,neoe

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Europaische ZZachrichten.

VtzeinproViz. Köln. Seinen Verletzungen erlegen ist der bei dem in der Lichtstraße in EHrenfeld infolqe einer Terpentin Explosion ausgebrochenen ' .G?oßfeuer l .u....! .' CM! 1 vciuuyiuuic jjioanzigjagiigcy vuyeim Preß. Die Wittw Konn'ist von ihrem elfjährigen Sohn, ber mit einem geladenen Flobert spielte, schössen worden. Bonn. Prof. Dr. Hermann Wendelstadt, Privatdozent für Pharmakologie an der hiesigen Universität, ist zum Abtheilungsvorsteher.für Balteriologie und Infektionskrankheiten an dem .städtischen Krankenhaus in Dijsseldorf und zum Dozenten an der dortigen Akademie für praktische Medizin ernannt worden. Barmen. Hier schoß sich der an der Kleverstraße wohnende Klempner-, meister Julius Hohmann mittels eines Revolvers eine Kugel in den Kopf, welche den sofortigen Tod des Lebensmüden zur Folge hatte. Unglückliche Familienverhältnisse veranlaßten den 63 Jahre alten Mann zur VerÜbung der grausen That. Essen. Nach längeren VerHand lungen wurde letztens in dem MordProzeß Winter das Urtheil gesprochen. Vor Jahresfrist wurde der Zechenbahnwärter Krupp ermordet aufgefunden und als Thäter sein Kostgänger Wilhelm Winter verhaftet. Die Ehefrau des Ermordeten wurde der BeiHilfe beschuldigt. Das Urtheil bautet gegen Winter auf Todesstrafe und gegen die Ehefrau Krupp auf zwölf Jahre Zuchthaus. Gräfrath. Ein schrecklicher Unglücksfall ereignete sich in der Schleiferei von aus den Birken Hierselbst. Der bei der Solinger Kreisbahn angestellte Monteur Christian Proll aus Solingen, Kronprinzenstraße, hatte bis zum Eintritt der Dunkelheit an der Oberleitung hier gearbeitet. Er begab sich später in die Schleiferei von aus den Birken, um eine Anzahl Meißel, die er zur Fortsetzung der Arbeit benöthigte, schleifen zu lassen. In den Betriebs.räumen kam er zu Fall und gerieth unglücklicherweise zwischen die Transmissionen. Ein wuchtiger Schlag zertrümmerte ihm die Schädeldecke und legte ihm das Gehirn bloß, wodurch der Tod sofort eintrat. M e h r i n g. Hier wurde die Leiche des vor einiger Zeit ermordeten Winzers Hennen gelandet. O d e n k i r ch e n. In der Spinnerei Daniels und Strater wurden durch Großfeuer Maschinen und große Baumwollvorräthe im Werthe von etwa 50,000 Mark zerstört. R e m s ch e i d. Erstochen wurde im Stadttfeil Hölterfeld der Schleifer Christoph Wagner. Er hatte mit mehreren Leuten in einer Wirthschaft gekneipt. Als die Köpfe recht hitzig waren, kam es aus nichtigen Gründen zu einem Wortwechsel. Auf dem Heimwege versetzte einer der Betheiligten dem Wagner mit einem Messer drartige Stiche, daß der Verletzte kurze Zeit nach seiner Aufnahme im Krankenhause starb. Der Thäter ist verhaftet worden. Uer dingen. Die Zuckerraffinerie Schwengerö Söhne stiftete als Unterstützungs lasse für die Angestellten 200.000 Mark. W a d r i l l. Vor Kurzem gerieth der Müller Nickels mit dem Kopf in das (triebe seiner Mühle und wurde getödtet. Provinz Kessen-'ZIass. Kassel. Am Kirchenneubau in dem Garten der Murhardt'schen Stiftung an der Herkulesstraße stürzte dem Schlosser Fr. Erkestein ein eiserner Träger auf den Kopf. Der Verwundete wurde durch den Dachdeckermeister xaq vervunden unv in das No:ye Kreuz geschafft. F r a n k s u r t. Vor Kurzem wuröe in der Lohnkutscherei von Kehm, Niedenau 24, auf dem Strchboden im zweiten Stock ein Mann unter einem Haufen von Gebunden Stroh als Leiche aufgefunden. Der Todte, der 45jährige Kutscher Friedrich Schmitt, war früher bei der genannten Firma beschäftigt. Er war zuletzt ohne Stellung und wollte wahrscheinlich auf dem Boden nächtigen. Beim Einkriechen ins Stroh ist der mächtige Haufen über ihm zusammengebrochen und der Unglückliche ist erstickt. Gieselwerder. Dieser Tage begingen der Uferwärter Warnecke und Frau das Fest der goldenen Hochzeit. In Vertretung des Landraths überrechte Bürgermeister Stucke dem Jubelpaar ein Gnadengeschenk des Kaisers. GemLnden. Der Müller W. Seibert war im Pferdestall beschäftigt, dort erhielt er von dem frei umherlausenden Fohlen einen solchen Schlag gegen den Kopf, daß Knochenörüche entstanden und Verletzungen, im Gesicht verursacht wurden. Vom hiesigen Arzte wurde die sofortige Ueberführung in die Klinik nach Marburg angeordnet. Löhlbach. Hier ereignete sich ein schwerer Unfall, der dem Zimmermann Debus von hier, Vater von sechs Kindern, das Leben kostete. Debu3 wollte aus dem Walde ein Fuder Holz abfahren. Auf einer abschüssigen Strecke des Weges nach hier kam der Wagen in so heftige Schwankungen, daß er umzustürzen drohte. Debus stemmte

sich mit voller Wucht gegen das vollbeladene Gefährt, dieses stürzte aber plötzlich um und begrub Debus unter sich. Ehe Hilfe herbeikommen konnte, war Debus, der im Alter von 43 Iahren stand, bereits erdrückt worden. H anau. Das Geburtshaus der Gebrüder Grimm, das vom Fiskus an den Baurutb Woblfartb verkauft wurde; soll in ein Vereinshaus oes evangelischen Arbeitervereins umgebaut werden. Es soll darin ein großer Wersammlungssaal, ein Restaurations-, Lesezimmer u. dergl. errichtet werden. Marburg. Professor Dr. Alfons Kißner, der Vertreter der romanischen Philosophiern der hiesigen Universität. .tritt mit Ablauf des laufenden Wintersemesters vom Lehramt zurück. Mktekdeutsche Staaten. Braunschweig. Der etwa 20jährige Kaufmann Emil Meves aus Wendessen, 'der hier in einem kaufmännischen Geschäft thätig, seit Kurzem aber stellungslos war, hat sich auf der Osterwiese bei Oelper durch einen Revolverschuß in den Kopf getödtet. Gräfenröda. Beim Abladen von Stämmen in der' Liebe'schen Schneidemühle auf der Herrenmühle verunglückte 'der daselbst beschäftigte !Schneidemüller Källner sehr schwer dadurch, daß demselben ein m's Rollen Lekonrmener Stamm ein Bein zerschmetterte. Nach Anlegung eines Nothverbandes wurde der Verunglückte in das Krankenhaus nach Ohrdruf verbracht. Grünen plan. Die goldene Hochzeit feierten der Waldarbeiter Heuer und Frau hierfelbst. Vom Regenten erhielt das Jubelpaar eine Prachtbibel. Heuer war früher lange Hahre hindurch Gemeindevorsteher. II ni m t l bo r n. Vor einiger Zeit sind 'der hiesigen Gemeinde zu dem Neubau einer Schule von dem Herzog 6000 Mark überwiesen worden. iKönigshofen. Ein betrübender Unfall ereignete sich kürzlich hier. Die Dienstmagd Hendreich, in einem hiesigen Gutshof beschäftigt, war im Begriffe, mit einer Petroleumlampe in den Stall zu gehen. Sie stürzte in dem Hofe, wobei die Lampe explodirte. Im Nu stand das Mädchen in hellen Hlammen. Geistesgegenwärtig genug, wollte sie nach einem gegenüberliegenden Teiche eilen. Allein 'das Thor war verschlossen. Sie Zehrte, am ganzen Körper brennend, in das Anwesen zurück, &o die inzwischen munter gewordene Herrschaft das Feuer erstickte. Das Mädchen hat lebensgefährliche Brandwunden erlitten. R e m d . Die Mutter der hiesigen Gemeindeschwester, Frau Menzel, stürzte beim Wasserholen. in den Rinnebach und ertrank, bevor ihr Hilse geleistet werden konnte. Schöningen. Lehrer Tiemann konnte auf eine 25iährige ununterbrochene und unermüdliche Thätigkeit als Dirigent der Liedertafel zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurde ihm von dem Verein ein Fackelzug gebracht, sowie ein Schreibtisch und eine lebensgroße Photographie geschenkt. U m p f e r st t d i Arbeiter Potsdamer war auf .dem Nachhausewege, zu Fall gekommen, hatte sich trotz mehrfacher 'Bemühungen nicht wieder erheben können und war auf offener Straße eingeschlafen. Als man ihn fand, war er bereits erfroren. W e i m a r. An dem Geburtshzuse 'der 1878 verstorbenen Gattin Ferdinand Freiligraths. der Tochter des ehemaligen Professors Melos, wird aus Anlaß der Wiederkehr des dreißigsten Todestages des Dichters eine Gedenktafel angebracht werden, die den Text tragen foll: Diesem Hause erwuchs Jda Melos. die einst in Goethe's Auge gescheut, die spatere Gattin Ferdinand Freiligraths." SacHlen. Dresden. Dieser Tage feierte Tbeodor Schoch. Effekten-Kassirer der Allgemeinen Deutschen Credi-Anstalt-Abtheilung, früheren Firma Günther & Rudolph, sein 25jähriges Jubiläum im Dienste dieser Firma. Eine Abordnung der städtischen Collegien überreichte dem Minister v. Metzsch den Ehrenbürgerbrief, der die zielbewußte und gerechte Leitung der inneren Verwaltung durch Metzsch und dessen Verdienste um die Städteausstellung hervorhebt. Verbers.dorf. Im Herzner'schen Steinbruch stürzte eine Steinwand mit etwa 100 Kubikmetern Steinen ein und traf die Arbeiter Ckeß. Sträube, und Wagner; ersterer war sofort todt, die beiden anderen erlitten schwere Verletzungen. C h e m n i tz. Auf dem Bahnkörper der Bahn Chemnitz-Aue-Adorf wurde hinter derMaschinenfabrik von Schimmel der LLjährig Bahnarbeiter Franz Lukastik, gebürtig aus Wien, ermordet aufgefunden.' Der Ermordete wohnte in Bernsdorf, Jägerstraße 91, und arbeitete mit am Bau der neuen Bahn nach Adorf. Vor kurzem legte er zusammen mit mehreren Mitarbeitern die Arbeit nieder. Lukastik wurde mit einer der beim Bahnbau benutzten großen Hacken um's Leben gebracht. Letztens ist es den vereinten Bemühungen der Staatsanwaltschaft und der hiesigen Kriminalpolizei gelungen, einen der That dringend verdächtigen 20jährigen Schlosser und Erdarbeiter Namens Eberwein aus Wien zu ermitteln und festzunehmen. Ebersbach.. Vor einiger Zeit wurde der Tagarbeiter -Robert Wollmann von hier erschlagen aufgefunden.

Der Tagarbeiter Wedrich und der Grundstückbesitzer Stübner wurden verhaftet und gestanden die That ein. Wedrich lebte im Conkubinat mit einer Schwägerin des Erschlagenen. Königsbrück. Aus Furcht vor Strafe erhängte sich der -22 Jahre alte Fahrer Karl Friedrich Emmrich vom 12. Feldartillerie - Regiment (Reitende Abtheilung). Leipzig. Dieser Tage feierte die hiesige angesehene Bijouterie-Grosso-Firma Otto Kamper sen. ihr 25jähriges Geschäftsjubiläum. , Die Begründung fand eigentlich schon im Jahre 1863 in Gotha statt, denn dort eröffnete Otto Kamper sein erstes Geschäft. Er nahm später seinen Bruder August Kamper als Sozius auf. Die Firma lautete nunmehr Gebrüder Kamper. Paunsdorf. An einem hiesigen Fabrikneubau verunglückte der in der Ostheimstraße in Leipzig wohnhafte 38jährige Arbeiter Franz Ewald Koppe dadurch tödtlich. daß er zwi-. schen die Puffer zweier Steinlowrys gerieth. R o ch w i tz. Unlängst wurde im Pillnitzer Staatsforstrevier der seit längerer Zeit aus der Anstalt Sonnenstein beurlaubte 35 Jahre alte Kaufmann Kluge von hier erhängt aufgefunden. T h a l h e i m. 'Kiirzlich brach in dem Claus'schen Fabrikgebäude Feuer aus, das das ansehnliche Gebäude einäscherte. Da das Fabrikgebäude zum Theil von etlichen Strumpfwaarenfabrikanten gemiethet war, die darin neue Maschinen aufgestellt hatten, aber noch nicht' versichert waren, so erleiden diese großen Schaden. Z i t t a u. Nach 46jähriger Amtirung im Schuldienste ist Schuldirektor Lhotzky vor einiger Zeit in den Ruhestand getreten. Kesten'Darmstadt. Da.rmstadt. Vor einiger Zeit wurde in der Nähe der Kaserne des Feldartillerie - Reginnts No. 61 auf dem Felde ein unbekannter, etwa 40 Jahre alter Mann erschosseir aufgefunden. Er hatte einen Zettel, auf .den Namen A. Kaut aus Frankfurt a. M. lautend, im Besitze. B i n g e n. In den Ruhestand versetzt wurde der Eisenbahn - Nachtwächter Paul Kegineyer zu Bingen. Gießen. Man fand den Straßenkehrer Zinn in seiner Wohnung erhangt vor. Er stand als Wittwer Allein, 'war auch in letzter Zeit vielfach trank, und dies mag die Ursache des Selbstmordes gewesen sein. . Offenbach. .Der 'Kassenbote Gruber, 'der seit dem 25. November verschwunden war und die Absicht geäußert hatte, in den Main zu gehen.

ist zwischen Frankfurt und Griesheim aelandet worden. JmLagerraum einer Braueret in Newark, N. I., wurde seit mehreren Wochen das Vier faßweise vermißt und es stellte sich heraus, daß etwa ein Dutzend Fässer angebohrt waren, deren Inhalt ;n die Abflußrohre lief. Der Wächter, John Smith, wurde instruiit, scharf aufzupassen, und eines Tages faßte er einen gewissen Joseph Dosedli dabei ab, wie er von einem Fasse im Lagerraume trank, welches er nach Angabe des Wächters-ange-bohrt hatte. Es wird vermuthet, daß noch Andere sich an dem Anzapfen betheiligt haben. Im ArbeitS - Bureau in der mit Ellis Island verbundenen Bärge Office in New Fort übersteigt die Nachfrage nach deutschen Arbcitslräften das Angebot bei Weitem. In erster Linie, werden Landarbeiter verlangt, doch auch die Nachfrage nach Handwerkern ist bedeutend. SeidenWeber, Familien und einzelne Leute, wie auch Wollweber sind sehr begehrt. Wer Lust zur Arbeit habe sagt der Bericht brauche nicht müßig zu gehen, denn in den meisten Fällen sei der Lohn nicht schlecht und auch die Reisekosten .im 'Innern würden vielfach von den Arbeitgebern gerne ausgelegt. Auf merkwürdige Weise beim Turnen um's Leben gekommen ist der 14jährige Tom Eddy, Neffe des Redakteurs Frank Eddy aus Sauk Center, Minn., in Olympia, Wash. Der Knabe hatte sich in einem Holzschuppen Turnapparate errichtet, unter anderen auch ein Trapez. Um 7:30 Uhr Abends begab er sich dorthin und turnte. Um elf Uhr wurde seine Mutter unruhig und sandte den Vater, um nach dem Knaben zu sehen. Dieser fand im Holzschuppen den leblosen Körper seines Sohnes am - Trapez hangen. Ein Strick hatte sich offenbar zufallig um den Hals des Knaben verwickelt, so daß dieser sich nicht losmachen .konnte und erdrosselt wurde. Jnfolgeeines Scherzes hat ein gewisser Henry L. Hartrampf in Hillsboro, Or., fein Leben verloren. Er hatte in seinem Laden mit seinem Freunde Herbert Heidel zusammen im Scherz einen Faustkampf gehabt. Darauf ging er an den Zahltisch, und während er über denselben gelehnt dastand, sprang Heidel ihm auf den Rücken. Er wurde mit seinem Unterleib so plötzlich hegen die scharfe Ecke des Tisches gestoßen, daß er eine tiefe Wunde davontrug, die sich trotz der Bemühungen mehrerer Aerzte als tödtlich erwies. Er war 21 Jahre alt und sein Freund ist einige Monate jünger. Der letztere war nahezu irrsinnig vor Schmerz über das Unglück- , licbe Ereianik.

ZUelk Zabersack's Lchrelbebrlef.

2U.42& Geohrter Mister Edithor! Also, mer hcn den Feger gehabt. For die Nacht hen ich ihn einlacke lasse un hen die ganze Fohrs rispannsibbel 5macht for ihn; der Christ Hot die ßnze Nacht speschel Duhtie duhn müsse, un das Hot auch nit gegliche, awwer ich hen gar nicks drum gewwe. Der Seckel Hot dann emol sehn könne, was geschehn kann, wann der richtige Mann an die Spitz steht. Ich awwer sin in mein Klapp gekroche un hen geschlose. wie e Behbie in die Wudds. Hen Sie schon emol das Fiehling gehabt, als wann Sie en großer Mann wäre, wo nur en Finger krumm zu mache braucht, for daß e ganze Pappjulehschen for ihn hinfalle deht? Selles Fiehling hen ich gehabt. Ich hen gedriemt, ich wär der Bahs von die ganze Junitet Stehts, un wann Jetnand for Gräft ausgucke deht, dann müßt er mich sehn. Do sin die Fellersch komme un hen mich alle mögliche Diehls propohst, awwer all hen ich se daungetörnt. Einer von meine Vormänner odder wie mer die Fellersch rufe duht, Hot zu mich gesagt: Mi.sterHabersäck, nemmeSe mich's nit iwwel, awwer Sie sin e Rindvieh. Warum mache Se nit so ein odder zwei Diehls; dann sin Sie en reicher Mann, un es braucht kein Mensch ebdes davon zu wisse. Un wann Sie emol doht fin, dann wern doch die poplick Flägs uff halb Mast gezoge. Do sin ich schrecklich wüthig geworde, un ich hen den Kunne en Kick gewwe, das meint gewwe wolle bikahs ich sin dabei hingefalle un sin uffgeweckt, un do hen ich an den Flohr newig den Bett gelege. Die.sämmtliche Kids im Haus sin ussgeweckt bei den Schack, un off Kohrs do hen ich mich denn auch gleich gedreßt; es :s auch die höchste Zeit gewese. Die Selma is arig kränkie gewese, bikahs se Hot nit gegliche, daß der Christ die ganze Nacht in die Stehschen Hot sein müsse. Ich hen schnell mei Breckfest gehabt, un dann sin ich fort. Wie ich in die Stehschen komme sin, do rs alles Eckseitement ge wese. For Pittiesehks, hen ich ge denkt.'der Feller is mehbie geschkippt. Ich sin gleich nach die Scheh! gange un hen gefragt: Wann is es gehäppend?" Es is so ebaut 11 Uhr gewese," Hot der Törnkie gesagt. So, do hen ich also doch recht gehabt! Awwer wart nor, Ihr Fellersch," hen ich gesagt, eure Klack will ich schon fickse. Ihr müßt jetzt all in die Schehl, un ich wern schon dazu tende, daß Ihr nit schkippe duht:" Wei, hol der Törnkie gesagt, mer hen doch mehr wie unsere Duttie gedshn." Jsch dat so?" hen ich gesagt, ruft Ihr das euere Duttie, daß Ihr den Prissener schkippe loßt?" Er is jo gar nit geschkippt." Hot er gesagt, ich hen nor gedenkt, Sie wollte wisse, wann's gehäppend wär, das -meint, wann der Feller hier her gebracht is morde." Do hen ich Widder zwei hunnert un fufzig Prozent besser gefühlt. Ich hen dann emol in die Schehl geguckt, un schuhr genug da Hot der Kunne noch .in gesosse. For ganz schuhr zu sein, daß es nit mehbie en Dommie gewese is, wo drin gesosse Hot, hen ich mich en Pohl getäckelt un hen e paar mol ' nach ihn gepohkt, un do hätte Se emol sehn solle, wie er do getschumpt iH. Ich hcn mich auch von den Christ das Geld zeige losse, wo sie' ihn abgenomme gehabt hätte, un schuhr Ding es is noch alles da gewese; das Geld, was ich ihn gewwe hen, un das Geld, was er aus die Sehf gestohle gehabt Hot. Un wann ich ganz ecksäckt sein will, es is sogar noch e Kleinigkeit mehr gewese. Dann sin ich zu den Mister Mehr. Der. Hot mich kohngrättulehtet un Hot gesagt, ich hätt mich mit Ruhm gekowwert; er Hot gesagt, er wüßt gut genug, daß ich blos dafor.den Crcditt verdiene deht, daß der Feller geketscht worde wäre, un so fort, un ei tell juh, das Hot mich ariggut fühle mache. Well, mir sin dann zusamme in die Schehl gange for en Jnterfijuh mit den Prissener zu hen, un do hätte Se emol höre fvlle, was der angewwe Hot; er. Hot gesagt,' es wär e Schehm, ihn zu errestals wie en Krimminell; was hätt er 'denn ennihau gedahn? Daß sein Balluhn mit mich verunglückt wärdo wär er doch nit for zu dlehme'. Aeczidents deht immer häppene, un er wär grad an den Weg gewese, sein Balluhn zu suche, do hätte ihn die Kappersch erresttet. So ebbes deht gege alle Sitte un alle Anstand verstoße, un es wär e Schehm, en Schentelmann den Weg zu triete. Wann er n Fehl odder en Humbucker wär. odder gar en Schwindler, dann war er gleich geschkippt, un dann hätte mer for unser Geld wissele könne. Er wär nicks annerschter wie en Jnwenter un das war all-was er wär, un wann-mir ihn jetzt noch mehr Trubel

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maqe vcy:e, vann veyie mer nocy emol crig sarrie for fühle, bikahs seine In wentschen das wär e Goldmein, unbieseids das könnt er uns noch e Latte Trubel mache. Wie mer seine Storie gehört hatte, do sin mer fort, un ich ben u den Mister Mebr aesaat: Seb. Mister Mehr, ich will dich emol ebbeö sage: Ich denke selbst, mir hen den arme Deibhenker Unrecht gedahn. Es wär mehbie gar keine schlechte Eipie nit, wann mer das Geld behalte dehte un dehte ihn laufe Glosse". Do Hot der Mister Mehr gesagt: NaU an juhr Leif; denkst du, ich wollt in die Pennitenscherie gehn? Der Kehs geht zu die Grändtschurrie, un die wern schon ausfinne, ob er giltig is odder nit. Mir derfe jetzt gar nit mehr mit den Kehs uffmickse." Do hen ich dann die Fohrs noch emol strickte Order gewwe, den Prissener zu watsche, un dann hen ich for den Boliesmann O'Räffertie en Scheck for hunnert Dahler ausgemacht, bikahs er is derjenige gewese, wo den Prissener geketscht Hot. Biseids das hen ich ihn zu en Sahrtschent gemacht, un den Christ hen mer sei Wethsches um hunnert Dahler gerehst. Die ganze Taun Hot mich geprehst for meine Scbmartneß, un der Christ Hot off Kohrs auch sein Schehr von Prehs gekriegt. Ich hen schuhr eckspecktet, daß sich die Selma arig driwwer freu: deht. von wege den Christ seine Rehs, awtver se Hot so e dummes Fehs gemacht, daß ich sie emol gefragt hen, ob ob sie denn nit froh wär, daß mer den Christ gerehst hätte. Schuhr Hot se gesagt, bloß könnt se nit sehe, for warum mir die Rehs nit gleich zwei Hunnert Dahler gemacht hätte. O, ei tell juh. es is e arig schweres Ding, e Wummen zufriede zu stelle. Die hen immer noch en Kick kommen. , Mit allerhand Achtung Juhrs riesvektfullie Meik Habersact, Eskweier un Sckeriff von Appel Jack, Holie Terrer Kauntie.

Wogeletter mit ihr, Junge. i Es wird immer soviel vom Instinkte der Thiere geredet und viele Handlungen werden damit zu erkiüren versucht, daß man glauben müßte, eine so selbstverständliche Thätigkeit, wie die Aufnähme deö Futters, lernten die jungen Thiere ganz von selbst, eben instinktmäßig. Das ist aber keineswegs' der Fall, wenigstens nicht bei den Vögeln. Die flüggen Vögel werden, wie wohl die meisten Leser gesehen haben, von ihren Eltern noch eine Zeitlang gefütiert, wobei sich diese ' nach Beobachtungen derart in die Fütterung ihrer an verschiedenen Plätzen sitzenden Jungen theilen, daß jedes der Eltern einen Theil füttert und zwar, wenn, wie dies meist der Fall ist, je zwei auf jedes der Eltern kommt, sie immer erst eines mehrmals nacheinander mit Nahrung versehen und dann das andere, um, wenn dies wieder versorgt ist, zum ersten zurückzukehren. Sollen nun aber die Jungen selbst fressen lernen, so werden sie keineswegs, wie dies wohl Viele denken werden, einfach sich selbst überlassen, sondern die besorgten Eltern leiten sie hierzu regelrecht an. Sie gehen 'mit dem betreffenden Jungen und suchen Nahrung; sobald sich solche gefunden, picken die , Eltern daran herum, das Junge sperrt schon, in Erwartung, wie bisher gefüttert zu .werden, den Schnabel auf, sieht sich aber in seiner Erwartung getäuscht, denn die Mutter oder der Vat.r hüpft weiter. Nun versucht es selbst etwas von der ihm soeben gezeigten Nahrung aufzunehmen, dadurch, daß es die bei den . Eltern gesehenen Bewegungen nachahmt; dann läuft es' den Eltern' nach, wo sich der Vorgang bald ähnlich wiederholt, bis. das. selbständige Fressen den Jungen immer besser und schließlich ganz gelingt- Dazwischen stecken ihnen die Eltern noch ab und zu etwas in den Schnabel,- wohl um zu verhüten, daß die Jungen in der ersten Zeit dieses Unterrichtes zu wenig Nahrung erhalten. Schachern unter'm Schnupftuch. Eine eigenthümliche - Methode, Markt . - Geschäfte abzuschließen, ist in Indien üblich, die auf den Zu.schauer einen urkomischen Eindruck macht. Wenn zwei Kaufleute in einen Handel mit einander eintreten wollen, setzen sie sich auf dem Marktplatz einander gegenüber, fassen "sich bei den Händen und breiten ein Schnupftuch oder anderes Tuch darüber. . Dann sitzen sie da, beide sprachlos, und bald schüttelt der. eine, bald der andere den Kpf, oder der eine nickt oder der an-' dere, aber, geredet wird kein Äort. Während sie aber so anscheinend in stummer Unterhaltung begriffen sind, ,smd die Finger unter dem Schnupftuch sehr rührig. , Durch einen Druck ' damit auf die Hand des Käufers giebt der Verkäufer seinen Preis an, jener erwidert dmch, einen Druck mit seinen Fingern, dadurch anzeigend, was er zu zahlen willens ist, und so wird gehandelt und schachert, bis beiderseu tiges Kopfnicken schließlich anzeigt, daß sie einig geworden sind, oder ihr Aufbruch, daß aus dem Geschäft nichts Ltworden ist. . . m m m ' ' Das Allerärgste. Leben Sie 'ja recht diät weiter, sonst kann'S noch arg böS mit Ihnen werden!" Ach, Herr Doktor, böser kann'S nimmer werden, als wenn man kein Vier 'trinken darf!" '