Indiana Tribüne, Volume 29, Number 158, Indianapolis, Marion County, 27 February 1906 — Page 5

Jndiana Tribüne, 27 Februar 1906

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Eine NoveLe vom Rhein

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(Schluß) So kehrte ich denn vergnügt zu den andern zurück und ließ ihre Witze über meinen Wahnsin'.lsanfall" gutwillig übe? mich ergehen. Mir war so frei und wohl, als wir am Margarethenhof und seinen Tannen vorbei durch den Wald hinunter . gen Heiste. bach wanderten. Am liebsten wäre ich in der Ebene weiter gewandert, um ihm die frohe Totschaft zu bringen; wenn ich nur gewußt hätte, , wo er steckte. So stiegen wir ätisarnrncii am Nachmittag den Petersrerg hinan, aus dem herrlichen, breiten Waldweg, der von Heisterbach her in kurzer Zeit hinaufführt. Schmetternde Mustkklänge schallten uns oben entgegen. Auf dem weiten Plateau wimmelte es von fröhlichen, lauschenden, schwatzenden, trinkenden und promenirenden Menschen und im Vordergrund der Rhein, der Rhein! Da traten wir wieder aus dem Waldesdunkel der sieben Berge hervor und sahen ihn vor uns in der Tiefe dahinwogen in seiner ganzen würdevollen Pracht und fröhlichen Helle, sahen die Sonnenfunken auf seinen Wellen 'tanzen und die Tampfer seine Wogen theilen, daß ste stch hoben und bäumten fortlaufend bis zum Ufer hin, und daß die kleinen Boote.und Nachen schaukelten und schwankten. Zur Linken ragt in nebelhafter Ferne die hohe Acht" aus der waldigen Eifel empor, und wo das Auge strömabwärts den Horizont erreicht, erhebt sich aus dem bläulichen Dunst weit, weit und klein der große Dom zu Köln. Mein trunkenes Auge nimmt all diese Herrlichkeit in stch auf, und hinter mir klingen die Hörner und Flöten der Militärkapelle und klingen und stnqen und jauchzen fröhlich, über den

Rhein. Auf jedem Gesicht in de5

Runde die Fröhlichkeit des Rheins; mit gehobenem Herzen nehmen wir an einem der Tische Platz, mit gehobener Stimme wird Wein bestellt, die Gläser klingen so rheinisch fröhlich aneinan-

der. und die Augen treffen sich in echtem, rechtem Verständniß. Denn in

dieser Stunde sind wir alle emes Sm

nes. Rhein. Musik und Wein!

Herz, was begehrst Du mehr?

Ach, die Liebe! Wer in dieser Runde aus tiefstem Grund der Seele liebt, bei dem weiten Blick, wo die Sehnsucht Spielraum hat, sich auszudehnen, bei

der Musik, die einem das Herz hüpfen macht der ist himmelhoch jauchzend

zu Tode betrübt. Warte nur, Heinz, morgen hat auch Deine Qual ein Ende

-so ode? so.

Hier blieben wir sitzen, bis das Abendroth die Fluthen drunten färbte und die Godesburg sich herrlich vom

Abendhlmmel abhob.. ,

Dann vereinigte die Table d'hote die Gäste des Petersberghotels. Wir blieden nach dem Essen noch eine Weile rmisFipnh s?k,n 9sit3 Jvmt siVfVssfsfinftas

zimmer tönte Klaviermusik und das Schleifen tanzender Fllße' Natikrlich

sprangen die Unverheirateten unter uns wie elettrisirt auf, und wir traten

ein.

Ich traute meinen Augen nicht, als ich die Unbekannte von der Löwenburg gerade am Eingang vorbeitanzen sah. Und in dem Moment wußte ich.. daß es Heinzens sehnsüchtig Gesuchte war. So zu gleicher Zeit anmuthig und lei-

oenschastllch tanzen konnte nur dies eine.

Der Tanz dauerte mir eine Ewigkeit.

während der sie ohne Pause und ohne jegliche Spur von Ermüdung so leicht

wie tmt Gazelle sorttanzte. Dann

wurde sie von der Dame, die ich deutlick vom Löwenburaer orstbaus Ker

U S I wiedererkannte, in Empfang genom-

men. Sie legte ihr ein Tuch um die

Schulter, und beide wollten sich zum

Gehen wenden, als ich mich an sie

drängte. -Mein Temperarnen! ging

wieder einmal unbesonnen Mit mir durch. Zu gern hätte ich noch heute

Abend erfahren, ob sie sich Heinzens er-

znnerte. Meine tiefe Verbeugung wurde mi

großer Kälte aufgenommen; der Blick

den sie über mich schweifen ließ, zeigte,

daß sie in mir den Zudringlichen von

der Lowenburg wiedererkannte. Ich

nannte meinen Namen und vat sie um

einen Tanz. Danke, lch tanze mch

mehr!-. sagte sie kühl und. folgte der

alten Dame hinaus.

Nun gerade! Mir kam ein abenteuerlicher Gedanke. Ich folgte ihnen

unbemerkt. Die Mutter stieg die Stu

fen zum Hotelzimmer hinauf, während Lax" auf den freien Platz hinaustrat.

Einzelne Hotelgaste wandelten im Abenddämmer auf und ab und genossen den Anblick des Sternenhimmels und des Stroms. . Der lag im silbernen Mondschein in der Tiefe. . Lux- stand etwas abseits im Schatten eines Baums und blickte hinab; unbeweglich eine lange Weile. . Ich suchte in meiner Brieftasche und fand die Photographie meines Freun des Heinz, die er mir erst vor Kurzem 'gegeben. Dann trat ich herzklopfend auf sie zu. hielt das Bild in'ö Mond

icht und-saate. den Hut lüftend: j3cr

zeihen Sie, gnädiges Fräulein. Sie ha-

ben wohl soeben, diese Photographie

verloren?"

Sie schrak so heftig' zusammen, daß ch unwillkürlich die andere Hand aus-

sireckie, um sie zu halten. Dann aber

richtete sie sick boch auf und war ae-' raoe im Ä?griss, oem )e yarmaaig Verfolgenden eine scharfe Abweisung zutheil werden zn lassen, als ihr Blick auf das erhobene, im Mondschein

chimmernde Bild. fiel. Ihre Augen öffneten sich weit.' so

weit, daß sie fast hervortraten. Mit

beiden Händen griff sie nach dem Bild, betrachtete es mit gesenktem Kopf und sagte nach einer Weile ganz abwesend

und so' leise, daß es wie ein Hauch an

mcm Ohr traf: Ja ich hatte ihn

verloren!"

Mein ganzes Wesen jubelte inner-

lich; aber ich mußte doch nun die Komödie fortführen, und so wollte ich mich denn mit stummer Verbeugung

zuruazieoen. ais t aujicjtai uno zu mir at.

Wo wo haben Sie dieses Bild

gefunden?" stieß ste hervor. '

Dort an jenem Baum, gerade als

Sie da vorbeigegangen waren," log ich drauflos.

Und wem wem mag es. gehören?" Daö war eine merkwürdige Frage

nach dem, was vorausgegangen war, die stockend herauskam und . von der

grenzenlosen Verwirrung zeugte, in der

sie sich befand. Ich hütete mich aber

wohl, sie darauf aufmerksam zu ma-chen,-ergriff das Bild und sägte mit möglichst großer Ueberraschung: Ach

verzeihen Sie tausendmal! Jetzt seye

ich, daß es ein Bild ist, das mir selbst gehört ich muß es heute Nachmittag aus der Brieftasche verloren haben! Nochmals bitte ich sehr um Entschul-

digung, gnadiges Fraulern wissen

Sie, ich bin Dichter und etwas zerstreut!" Damit wollte ich das Bild

wieder in meine Brieftasche versenken.

Einen Moment starrte sie mich fas-

sungslos .an; dann gab sie sich einen

Ruck und fragte: Der Herr ist gewiß ein Bekannter von Ihnen? Ich ich es interessirt mich, weil mich das Bild an einen erinnert, einen den ich der "

Es ist mein bester Freund!" sagte

ich. da sie in's Stocken gerieih.

Ich sah, wie sie zitterte. Sie hielt den Athem an, als sie. die

Augen aufschlagend, sagte: Und

und ist er hier?

Wo hatte ich nur meine Augen auf der Löwenburg gehabt, daß mir die

ihren nicht aufgefallen waren? Diese

Augen, in .denen ein Meer von Sehn-

sucht, Verhaltenhelt, leuchtender Freude und angstvoller Frage lag. Aber frei-

lich. da lag das Meer stumm und ver

borgen; und der Anblick des Bildes

hatte genügt, um es in Aufruhr zu

bringen.

Ich war wie in einer Verzauberüna.

als ich antwortete: Noch nicht, aber

morgen kommt er!

Hier hielt ich es für gerathen, mich mit einer Verbeugung zurückzuziehen, um sie nicht in meiner Gegenwart zum Bewußtsein ihres auffallenden Benehmens und ihrer wunderbaren Fragen

kommen zu lassen.

Händerreibend vor Aufregung und

innerlichem Jubel rannte ich in meinem

Hotelzimmer auf und ab.

5 Freue Dich. Heinz, alter Junge! So

ein Gluck wie Tems ist a ax nicht auszudenken! Mir setzt ja oas Herz

aus, wenn ich nur an das entzückende

Mädchen denke! Und Dich. Heinz. Dich liebt sie, wie nur je ein Mann geliebt worden ist! Ich frage: kennt man auf

den ersten Blick im Mondenschein auf

einem Bild emen Menschen wieder, den

man und das sind Monate her

nicht langer als fünf Minuten rn sei

nem Leben seyen rat wenn man

das Bild nicht in der Seele eingepräg

hat mit flammender Schrift, wenn man'L nicht vor sich sieht im Träumen

und Wachen?' O Menschen, welche Tiefen schlum

mern in Euch! Welche geheimnißvollen

unerklärlichen Tiefen!

Ein weiter Ring umgibt Eure See-

len. und klingt er an einen andern an

der auf den gleichen Klang gestimmt

ist. dann schieben sich die beiden Ringe

zitternd ineinander, unauflöslich fes!

geschmiedet, und können nicht mehr voneinander los. ob Ihr selbst auch in

ewler Trennung lechzt. Daö ist Liebe auf den ersten Blick!

Das ist das Wunder des Sichverstehens. des Jneinanderaufgehens durch

emen Blick, durch einen Händedruck

durch die stumme Nähe allein, die mehr sagen kann als tausend Worte. Und

diese Liebe ist tiefer gegründet als di

auf jahrelangem Sichkennenlernen auf

geöaute.

'Heil'.z. Heinz, freue Dich! Du bis!

der Glücklichsten einer! Da draußen

steht ein Mädchen, herzklopfend. zauch

zend, und schaut mit den sehnsüchtigen

Augen nach Dir aus und auf den trn

Mondsilber glänzenden Strom und sein Ufer. Und Du siehst drunten und

blickst mit dem verlangenden Blick von heute Morgen nach oben, und so seid

Ihr zusammen, ob Jhr's auch mch

wißt. Aber morgen! Morgen wird es Euch sein wie den Kindern vor dem

langersehnten Wechnachtsbaum! Mit zitternder Hand warf ich au

ein Papier: Freue Dich, daZ Glück

ist nahe! Komm, so schnell Du kannst Konrad."

Das Briefchen übergab ich einem Hausknecht mit der Weisung, es am

frühesten Morgen im Europaischen Ho

zu onlgswinter. an Heinz selbst ab zuaebeu.

Am andern Moraen vor dem Z?rub-

stück, als meine freunde nock in den

Federn lagen trieb's mich hinaus auf die Terrasse. Es war nock menscben-

leer und ziemlich kühl. Ich trat etwas abseits an die Brüstung. ?er Nbein laa weikttck wallend im

' i " .y Frühnebel da. ' Der Morgenwind strich ff V tf . . C -f I C

uoer iyn rnn uno oiarnc oie egei eines kleinen Boots. Am Ufer wurde es lebendig; der Wind trieb Hämmern und Gesang herauf. Das ganze Bild sah etwas frostig, aber kraftvoll und fröhlich aus.

Neben mir wurde ein aam leickter Schritt hörbar. Lux" trat in einem

weine Gewand an meine Seite: ihr

Gesicht war in Gluth getaucht.

Sie müssen gestern Abend eme merkwürdige Meinung von mir bekommen haben," begann sie. Ich war

durch eine ausfallendeAehnlichkeit

Hie? stockte sie plötzlich. We stand mit dem Gesicht gegen den

Rhein gekehrt.

Urplötzlich wurde sie todtenblaß.

Dann wendete sie sich langsam, wie ge-

dreht, um und starrte geradeaus.

Fünfzig Schritte hmter uns stand

Heinz, so blaß wie sie selbst, mit leuch-

enden, jubelnden Augen. Ich ging so schnell wie möglich fort.

Aber ehe ich um die Ecke bog. schaute ich

noch einmal zurück.

Da standen sie. hatten ihre Hände

gefaßt und sahen sich an wie zwei, die

sich seit langem kennen und nun wieder-sehen.

Der Nebel war zerflattert, und die

Morgensonne schien auf den Strom.

Da neigten sie sich gegeneinander im

Angesicht des Rheins.

ZZismarcks riskrncr Uing. Fürst Bismarck trug beharrlich einen

breiten eisernen Ring auf dem Finger mit der Inschrift: Nitschewo." Das

ist ein viel angewendetes russisches Wort und bedeutet auf Deutsch: Hat nichts zu sagen schadet nichts." Ter

eiserne Ring mit der russtscyen In-

schrift hat folgende Geschickte. c i enn s? (sl.'pmA. .4

yjlll Ullt ui ouiirniu uvu nicht der eiserne Kanzler" und noch

nicht Fürst war, sondern nur Gesand-

ter am rujttschen Hofe, empfing er eine

kalserlichz Einladung zur Jagd, etwa hundert Werst von St. Petersburg

landeinwärts. J'.smarck war ein so leidenschaftlicher Jäger, daß er schon

einige Stunden vor der festgesetzten

Zeit abfuhr, um vor Ankunft des Kai-

sers und d:r Jagdgesellschaft schon ein wenig zu seinem Privatvergnügen dem

Jagdsport zu fröhnen. Nachdem er je-

doch die Eisenbahn verlassen hatte. v:rirrt: er sich auf dem durch dicken Schnee unkenntlich gemachten Wege nach dem Jagdgebiet und befand sich endlich in

einem unbekannten Dorfe.

Zum Gluck konnte er sich auf Rufsisch verständigen und wendete sich an den ersten besten Bauer, der ihm in den Weg kam, mit der Frage: Wie weit ist es von hier nach dem kaiserlichen Jagdschloß?" Zwanzig Werst." war die Antwort. Wollen Sie mich dorthin fahren?" O ja. gern." Ein ländlicher Schlitten wurde aus dem Schuppen geholt und ein paar Mähren davorgespannt.

Mann, werden Sie mich auch schnell hinbefördern?" fragte Bismarck

bedenklich. Ich habe es eilig."

Nitschewo." versetzte der Russe un-

geruyrt. Aus Mangel an einer zweckentspre

chenderen Fahrgelegenheit vertraute sich Bismarck dem elenden Gefährt an. Als aber die Langsamkeit des Vorwärts-

kommens seine Geduld erschöpft hatte.

fuhr er auf: Was Sie da eingespannt

haben, das sind ja Schnecken, aber keine

Pferde!"

Nitschewo." gab der Bauer kaltblütig zurück. Dennoch ärgerte ihn die

Mißachtung seiner Gäule, und er

peitschte nun wuthend auf sie ein.

Da rief nun wieder sein Fahrqast

ihm mahnend zu: Hören Sie, so

wahnsinnig brauchen Sie auch nicht draufloszupeitschen!"

' Nitschewo." sagte aber der Bauer.

und die toue Fahrt ging weiter. Mensch, das Fuhrmerk wird um

kippen!" prophezeite Bismarck ernstlich

dose. Nitschewo." war die einzige Ant wort, die der Bauer dafür hatte. Auf einmal geschah dann das Vor

ausgesehene Bismarck wälzte sich

neben dem Bauer im Schnee, der

Schlitten war zersplittert.

Bismarck war so in Zorn gerathen. daß er aufsprang, nach der Peitsche griff und im Begriffe stand, den un-

vernunsigen Schllttenlenrer damlt tuch tig durchzuprügeln.

Da aber siegte die Vernunft in ihm. Es wäre doch etwas Großes, dachte er bei sich selbst, wenn man dahin ge-

langle. q euren nicyrs aus oe? Fas suna bringen zu lassen und den widrig

sten Lebensumständen ein kaltblütiaes

Nitschewo" entgegenzusetzen. Um die

Lektion festzuhalten, steckte . er ern Stuck

von dem Eisenbeichlag des zertrümmer

ten Schlittens ein und ließ sich daraus jenen eisernen Ring mit der Inschrift Nitschewo" machen, den er nicht mehr

vom Finger ließ. Der Petit Parisien" mel det. dak der Staatssekretär des deut

schen Marineministeriums dem franm ot rw i i v .

zostjchen Aiarine-Allaazee oe iugn' und dem französischen Schiffsbau-Jn-

gcnieur fortan erlaubt habe, die kai-

srllcken Sckltsswertten zu beiicktiaen

'Der neue ttüpferlrust. In dem Kupferkriege ist. nach zehn Jahre langem erbittertem Kampfe der Friedensschluß erfolgt. Montanas Kupferkönig, der grimme Kämpe F. Augustus Heinze. hat die Waffen 'gestreckt, und der Trust beherrscht i mit fliegenden Fahnen als Sieger das Schlachtfeld, d. h. in diesem Falle den Kupfermarkt des Landes. Ein neuer Trust soll mit einem Ak-ti-nkapital von Z600.000.000 gegründet werden. In dieser Riesensumme wird ohne' Zweifel sehr viel Wasser" für di Lämmlein von Wall Street enthalten sein, das Unternehmen ist aber doch immerhin so geOaltig grcß und so reich, daß jeder Gedanke an eine Konkurrenz in absehbarer Zeit volliländia ' ausgeschlossen erscheint.

Der Kupfertrust wird sein Feld ebenso willkürlich und unbeschränkt beherr schen können.- wie die Standard Oil

Eo. ilnd die United States Steel Corp.oration die ihrigen. . Wenn es sMnt heilte schon keinem vernünftigen Zweifel unterliegen kann, daß das große Publikum schließlich die gewaltigen Kriegskosten wird bezahlen müssen, so bietet die Verschmelzung der Kupserinteressen d?ch den Trost, daß

wenigstens alle Gruben sofort in Be-

trieb genommen und die unaeheueren

Erzmasscn, welche infolge der zahllosen Prozesse unter Beschlagnahme waren, zur Verhüttung freigegeben - werden

ollen. Es werden snnt taufende leißigerHände lohnende Beschäftigung inoen.' ' Ueber die Bedingungen, unter denen

SStxi Sein;e sein Eiaentbum und seine

Rechte an den Kupfertrust auslieferte,

sind vorerst nur Vermuthungen vorHanden. Diese Einzelheiten haben für die Mitwelt aber auch erst in zweiter Linie 'Interesse. Fest steht demgegenüber, daß der letzte Kupferkönig vollständig aus dem Geschäste ausscheidet

und- deshalo endgültig abgefunden werden mußte. Das aber läßt darauf schließen, daß er eine gewaltige Summe erhalten hat; und was ihm jetzt über den wahren Werth seines Eigen-

lhums hinaus zutheil wurde, das wird, soweit es sich nicht vertrauenZseligen

kleinen Spekulanten ablocken läßt, cn den Arbeitslöhnen gekürzt und auf den

Kupferpreis geschlagen werden.

Die deutsche Marine auf der Vial,

- l5.ndcr Aussteuung. . ?ie nrn 1. Avril d. Tt. in Mailand

zur .Feier der Eröffnung des Sim-

plon-Tunels beginnende JNiernaiionnh Ausstellung." wird in der Abtbei-

lung-See- und Transportwesen" auch , -v. rr sr:,jk ,,tkk,

von vcr ttuiun jjiuv und zwar von den drei Kaiserlichen Werften zu Wilhelmshaven. Kiel und Danzig beschickt, und die Versendung.

der ilusgewaylten egennanoe oeginni bereits m diesem Monat. Da die zahlreichen Ausstellungsobjekte. Modelle und Zeichnungen, die den Fortschritt in der Schiffbauindustrie veranschaulichen sollen, aus dem Gebiete des Kriegsschiffbaues und Schiffs7MnTi?TTfi7ies. der Geschützarmiruna.

Torpcdoarmirung. Schiffsausrüstung

und der inneren lnricylung ocr mo-

dcrnen deutschen Kriegsschiffe sorgfältig ausgewählt sind und durch Eniscndung einesl Marine - Schiffsbaumeisters übersichtliche Gruppirung und r r . rr ..rri.TY... nsynitr ftWl

iacygemasze 'aujiicuuuy yuuuv-"-1!" ist. wird die deutsche Marine-Ausstel-uirtn firhnrrslflenöe Abtbeiluni

des gesummten Unternehmens bilden. - c ,e" S,- avFrtrSsrTtr&On

Zur A.USsUyruiiq i'ci li,""" Arbeiten bei Einrichtung der Ausstell'ünq sowie zur Beaufsichtigung. Konservirung und Bewachung der ausge stellten Gegenstände werden einige nnmh uns ylrbeiter von allen drei

Kaiserlichen Werften nach Mailand

entsendet werden. Tkifalircr itt der Lawine.

In den Allgäucr Alpen an der bayerischen Grenze sind dieser, Ta.ae rnnsircrn 5i,rist! durch LaWiM'tt.

stürz in furchtbar? Gefahr gekommen, . . f- 17.!nn Vinn f 1 -

v5 iuaren nieyicic 4."um.i w. w..sahrern, darunter drei Tamcn. di? das Immenstädter Horn (1 190 Mcter) erstiegen hatten und nun aus der Nordscite gegen Vübl zu abfabrcn wollten.' Ten ersten Partien aclang dies ohne Schwierigkeiten, als sich Krr dir rn?t in Veweaima fette, er

Kinte ein kurzes Knirschen, und mit Entsetzen sahen die Touristen, das; der Schnee sicki über ihnen löste. Emer hrr Cflrfnfirfx-ten umarmte eine ver-

cmzcltc Tanne, . allein der gewaltige Druck des Sckniees drehte ihn um den Ttamm herum und rifc ihn in die Tiefe. Die übriaen Touristen nam die Lawine ohne Weiteres mit. Glücklicherweise stand einige hundert Schritt weiter unterhalb ein hochstämmiaer

Wald, den die erst im Anwachsen de-

griffen Lamme nicht uverwaltlgen konnte. Es erfolgte ein stauen und

schließlich ein Stillstehen der .chne?massen. So konnten sich die Touristen noch retten: sie waren abgeschunden

und ubl zugerichtet, aber nicht nennenswerth beriefet. Die abgerutschte Schneemasse lag auf vereistem Grunde, weshalb schon eine leise Erschütterung

Lawlnenoildung veranlassen mußte.

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