Indiana Tribüne, Volume 29, Number 156, Indianapolis, Marion County, 24 February 1906 — Page 1

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; ' , y Gvfdicint fodon Ncutxniittag. Jahrgang 29. . Indianapolis, Ind., Samstag, 24. Februar 1906. ' " No. 156.

Feuer in Militarschule Drei Kadetten werden vermikt.

Gambier, Ohio, 24. Febr. Die Gebäude der Kenyon Military AcadenNz würden durch Feuer total zerstört. Drei Kadetten werden vermißt und acht wur den verletzt, drei von ihnen wahrschein lich lebensgefährlich. Die Nimen der. Vermißten wurden nicht Mannt gegeben. Die Verletzten sind: Rupert Stearns, Cincinnati; Shannon, New York; Harry Barnes, Cleveland; Rennox Baxter, Cleveland; Nicholson, Steuben. vill?; I. Dorsey, DallaZ, Tex.; Homer Thurmechler. Oal Harber, O.; S. N. SallomayZ. GeschäftZsührer der Aka. demie. Shannon,BarneS und Nicholson werden nicht mit dem Leben davonlom men. Im Ganzen befanden sich 85 Ka detten tn dem Wohngebäude als das Feuer ausbrach. Der Schaden beträgt ungefähr 850,000, welcher Betrag nur zum Theil durch Versicherung gedeckt ist. Die Entstehungsursache des Feuers ift unbekannt. ES ift dies das zweite Mal, daß die Schule abbrannte. Asch und Bratz reisen nach Sau IraueiSco. Polizei.Capiiain Asch und Capitain Bray von der Geheimpolizei reisten Samstag Mittag nach San Francisco ab um Paul 23. Skillman von d'ort nach hier zurückzuholen. ES wird er wartet, daß Skillman sich seinem Rück tran-po .'nicht widersetzen wird. Die Sendung von zwei Beamten war nöthig, da die Reise drei Tage und drei Nächte in Anspruch nimmt Und eS bc5 halb einem einzelnen Beamten unmög' lich ift, den Gefangenen während der ganzen Zeit genügend zu überwachen und fein Entweichen während der Fahrt zu verhindern. Die kleine Pauline wird ebenfalls mit den Beamten die Reise zu ihrer Mutt" antreten, wo sie sehnsüchtig er war:., wird. Klage gegen Cönuth - Comnifsare abgewiesen. Die Klage W. W. Spencer gegen die Counly.Commiffäre, durch welche letz tere gezwungen werden sollten, den Con tract mit der U. S. Standard Voting Machine Co. auf Lieferung von 130 Stimm Maschinen zum Preise von 507,500 rückgängig zu machen, wurde Samstag von Richter Vinson Carter wenn nicht formell so doch thatsächlich abgewiesen. Richter Carter stellte sich in seiner Entscheidung canz auf die Seite der Beklagten bis auf einen ne bensächllchen Punkt, sodaß dem Klüger nicht? weiter übrig bleiben wird, als seine Klage zurückzuziehen. Unfälle. Der 30. jährige ArbeiterMaude Miller wurde Samstag Morgen von einem Age der Blg Four Eisenbahn an der Kreuzung der Walnut Straße überfahren. DaZ rechte Bein wurde unterhalb des Knie'S derartig verletzt. daß eine Amputation im städtischen Ho-pital vorgenommen werden mußte. Miller wohnte im Hause No 1002 Ost Washington Straße; seine Wlederher stellung ift zweifelhaft. Ben Logan, No. 927 Germania Avenue wohnbaft, ein Angestellter von Chandler & Taylor, an der Ecke' von Anderson'Straße und der Gürtelbahn, wurde gestern bei der Arbeit an einem Krahne ein Bein unterhalb des KnieS abgequetscht. DaS Oberbein war in einem sozchen Instand?, daß eS ampu tirt werden mußte. Logan hatte sich erst vor ein paar Tagen verhelrathet. Er wurde mittels Ambulanz nach dem städtischen Hospitale befördert. T e r r e H a u t e, 23. Febr. Well ein farbiger-Anwalt als Mitverthei diger des des Mordes angeklagten William Martm enaaalrt wurde, ver weigern sämmtliche hiesige Anwälte, die Aertheldigung, des Mörders zu über nehmen. Der Proceß wird wahrschein. lig nag einem anderen County zur Verhandlung verlegt werden müssen.

Republikanische Vorwahlen.

Die republikanischen Primärwahlen fanden Freitag Nachmittag Patt. DaS ExecutivComite des Eounty - Comite war Samftzg in Sitzung um etwa zwanzig eingereichte Proteste gegen die veröffentlichten Resultate der Wahlen in verschiedenen Districten zu entschei den. - Auf der Strake überfallen. ChaS. Bond, 214 Nord Capital Avenue wohnhaft, wurde gestern von 3 Neger angehalten und um $65 beraubt. Herr Bond ging gestern Abend um 9 Uhr seiner Heimath zu, als an der Ecke der Capital Ave. und New York Straße 3 farbige Burschen auf ihn zu gesprungen kamen und sein Geld verlangten. Da die Burschen keine Pistolen mti sich führten, so setzte sich Herr Bond zur Wehre. Er mußte jedoch der Ueber macht weichen und nachdem der eine der Burschen ihm mit einem Instrument einen Schlag über das Auge versetzt hatte, wär ' er machttos. Die Gauner brachten $65 in ihren Besitz und such ten daZ Weite. Wo ist Groß' Qeimath? Die Ueberreste des Geschäftsreisenden W. I. Groß, welcher am Donnerstag plötzlich im Lorraine Hotel starb, war ten in Beck'S BeftattungZ-Ctablissement auf Nachricht seitens seiner Verwand ten, die bisher noch nicht eingetroffen ift. Groß war Jude und Rabbi Mes fing hat sich zusammen mit Coroner Tuteviler bemüht, die Angehörigen des Verstorbenen ausfindig zu machen. welche Aeußerungen des Letzteren bei seinen Lebzeiten nach tn.New tyoxl woh nen sollen. Durch eineAutopsie wurde festgestellt. daß Groß an Lungenentzündung ge starben ist. Verlange Schließung der Barbierftnben am Sonntag. Ein Comite der Central Labor Union ersuchte Bürgermeister Bookwalttt, der Polizei Anweisung zu geben, alle Bar biere, welche am Sonntag ihre Geschäfte offen halten zu verhaften. Der Bür germeister verweigerte, dem Gesuch statt zugeben, weil er nicht wünscht, daß so viele derartige Fälle im .Polizeigericht zur Verhandlung kommen, in denen eS schwierig ift, eine Verurthellung herbei zuführen. In zedem derartigen Falle muß nach gewiesen werden, daß eS nothwendig war, die Arbeit des RasirenS am Sonn tag zu verrichten. Wenn jedoch irgend Jemand gegen einen bestimmten Bar dier eine Klage erhebt, wird die Polizei angewiesen werden, auf Grund einer solchen Klage di Verhaftung vorzu nehmen. ' ' Occidental Sotel baufällig. Mitglieder der Behörde für öffent liche Arbeiten, Mayor Bookwalter und Gebäude.Jnspector Winterrowd unter zogen das Occidental Hotel nochmals einer genauen Besichtigung, deren Re sultat die Anweisung an die Besitzer ift, das Gebäude so bald als möglich nie derzureißen. da es so baufällig ist, daß zu irgend einer Zelt eine Katastrophe eintreten kann. Die Besitzer geben dieS zu und erbaten eine nochmalige Frist, da das Hotel zu der Hinterlassenschaft deS verstorbenen Henry Schnull gehört und Herr G. A. Schnull als Bevoll, mächtigter der Erben die einzige , Per son ist, welche das Abreißen des Ge bäudeö anordnen kann. Herr -Schnull befindet sich jedoch zur Zeit in Kalifornien und kehrt vor Ablauf von vier Wochen nicht nach hier zurllck. Die Entscheidung der Angelegenheit ift bis Montag zurückgelegt worden. Die Besitzer haben die Errichtung eines großen Office'GebäudeS an. Stelle des jetzigen Hotels in Aussicht genommen.

Kinder-MaSkenfest

Des Südseite Turnvereins. In dem prachtvoll geschmückten großen Saale der Südseite Turnhalle hatte sich gestern Abend ein Völkchen zusammen gefunden, wie es bunter und luftiger kaum gedacht werden kann; die Kinder hatten ihr MaSkenfest. Man ist gewöhnt, auf Maskenbällen der Erwachsenen allerhand phantastische Costüme zu sehen, der Kinder-MaSken ball gestern Abend stellte all?S bisher in dieser Saison Dagewesene in den Schatten. Hatte sich doch die ErsindungSgabe der Großen mit der Phantasie der Klei nen verbunden, um Effecte hervorzu bringen, die einfach großartig waren. Alle Nationen der Erde waren neben den originellsten Character . Masken vertreten. Japanesen und Schornstein, feger, deutsche Bauern und SternKö niginnen, Spanierinnen und Clown, Blumenmädchen und Happy Hooll ganS", Soldaten aller Länder und Zimmermädchen usw. usw. tummelten sich in buntem Gemisch durcheinander. ES wäre zu viel verlangt, die einzelnen Costüme alle aufzuzählen. Alwin Elbrecht als Prlnz Karneval mit seiner Prinzessin Anna Berner führten die Polonaise in einer Weise, die an Originalität nichts zu wünschen übrig ließ. Mehr als 300 Paare nah. men an derselben Theil. Der Zunge John Sohn als Concert meiste? kam hierbei zur vollen Geltung und der zehnjährige Clown Herbert Hoffmann ließ es sich nicht nehmen, die ganze Polonaise aussen Händen gehend mitzumachen. Bis um 11 Uhr war den Kindern das Feld eingeräumt und sie verstanden eS vortrefflich, sich vorzüglich zu amü stren. Die Damen deS Vereins hatten für Erfrischungen für das junge Volk ge sorgt; in Abtheilungen von je Hun dert marschirten die Kinder an die reich geschmückten Tafeln und ganze Berge den Jce.Cream und Kuchen ver. schwanden im Handumdrehen. ES war ein Fest, wie eS lange in der Erinnerung der Kinder fortbestehen wird. Nach 11 Uhr kamen die Erwachsenen zu ihrem Recht; bis zu früher Morgen stunde amüsirte sich Alles prächtig. Dem Comite, bestehend au? den Her ren Arthur Paetz, Harry Kleis, Her. mann Beckmann, Ernst Riemann, Georg Vollrath,, Curt Toll, Emil Voft, Jos. Lauler, Emil Rahm, Albert Le big, Fred. Ehlert' und Piel, gebührt die vollste Anerkennung für die umstch tig getrogenen Anordnungen.'die einen so schönen Erfolg ermöglichten. Die Finpexvalder" find da. Spät gestern Abend kam die tele graphische Nachricht von dem zum Empfang der Sänger von Finfterwalde nach New York gesandten Comite des Jndanapo lis Lied er kränz, daß die be. rühmte Sängerschaar glücklich ange kommen ift. ,Die Finfterwalder" waren zuletzt auf einer Conzertreife durch Frankreich begriffen und ihr erstes Auftreten wird amMontag den 26. Februar gelegent lich des Maskenballes der Liederkranz in der Germania Halle erfolgen. Man kanu dem Liederkranz" nicht genug Anerkennung dafür zollen, daß es ihm gelungen ift. eine so auögezeich nete Concertgefellschaft für ihren MaS kenball zü gewinnen. Nnstandigen Herren nd Damen, auch rützlich getan deten, welche sich für Thea ter, esana und Zlxiül in teresstren, wird Gelegenheit geboten, dem BergnügungS Verein ThaNa" sich auu schlieken. briefliche Nnmel' düngen zu . richten an Q Nowak, 1326 Ohelby Otr. oder . Berg, 922 Keltnut. Äersammlung am 2. ttebr.. clvendS 8 Nhr, Columbia Halle. - y-

Aus den Gerichten. Kreisgericht. Die Schadenersatzklage deS JameS W. Moore gegen William Henry wurde im Kreisgericht mit Bezahlung von $65 für den Klüger erledigt. Scheidungsklagen. Viola V. Jacoby strengte die Ehefcheidungsklage gegen ihren Ehemann William A. Jacoby an. Die Eheleute verheiratheten sich am 6. Juli 1L95 und lebten bis zum 9. Febr. 1904 zu. sammen. Nach dieser Zeit habe tx seine Familie vernachlässigt und für

den Unterhalt derselben nicht gesorgt. uUS der Ehe entsprossen 3 Kinder, ron denen 2 noch am Leben sind. Willkam 9 Jahre alt und May. 4 Jahre alt. Sie verlangt $150 per Jahr für den Unterhalt dieser Kinder und die Bezah. unz der Gertchtökosten. Dora Champ verklagte ihren Ehe mann JameS D. Champ auf Scheidung. Die Ehe wurde am 10. Febr. 1889 geschloffen und die Cheleute leb ten bis zum 3. Februar 190?"zusam men. Nach dieser Zeit habe er seine Pflicht als Ehemann vernachlässigt und sich um seine Famile nicht gekümmert. Aus der Ehe seien zwei Kinder ent sprossen von 14 und 17 Jahren. Sie fordert für die Erziehung dieser Kinder $11 per Woche für ihren und den Un erhalt der Kinder und die Bezahlung von S50 AdvokatenGebühren. Sarah M. Maxwell verklagte ihren Ehemann George S. Maxwell auf cheidung. Die Heirath wurde am 1. April 1L30 geschlossen und die Ehe. leute lebten bis zum 1. Januar 1906 zusammen. Nach dieser Zeit hatte er für den Unterhalt der Familie nicht ge sorgt. Er wäre in betrunkenem Zu stände nach Hause gekommen und hätte sie in Gegenwart der Kinder mit schlech tenNamen ausgeschimpft. AuS der Ehe seien 4 Kinder, Edna 4 Jahre, Harry 10 Jahre. Nellie 12 Jahre, und Minnie entsprossen. Sie fordert die Erziehung dieser Kinder, da er nicht im Stande wäre dieselben zu erziehen und $5 per W2che für ihren und der Kinder Unterhalt. Jda Olive AyerS verklagte ihren Ehemann AmoS D. AyerS auf Schei dung. Die Eheleute verheiratheten sich am 29. October 1904 und lebten bis zum 1. October 1905 zusammen. Nach dieser Zeit habe er sie in jeder Weise vernachlässigt und sie mußte für ihren Unterhalt selbst sorgen. Sie fordert $7 per Woche Unterstützung. Mary E. Young strengte eine Ehe fcheidungsklage cegen ihren Gatten Edward S. Young an. Die Ehe wurde am 17. Juli 1901 geschlossen und die Ebeleute lebten bis zum 1. Juli 1905 zusammen. Nach dieser Zeit habe er sie in jeder Weise vernachlässigt und für ihren Lebensunterhalt in keiner Weise gesorgt. Sie fordert S500 Ali mente und die Bezahlung der Gerichts, kosten. Harley Ryan strengte gegen feine Ehefrau Bertha Ryan die Ehefchei. dungöklage an. Sie verheiratheten sich am 24. Sept. 1900 und lebten bis zum 31. Dez. 1905 zusammen. Er begründet feine Klage . darauf, daß seine Frau- in wiederholten Füllen die ganze Nacht und in Gesellschaft von anderen Männern fortgeblieben wäre und ihre Pflichten als Hausfrau in jeder Weife vernachlässigt habe. Er hatte in wiederholten Fällen das 27 Monate alte Kind in Obhut von Nach barn geben müssen, da feine Frau für dasselbe absolut nicht sorge. Er fordert die Erziehung der Kinder und vollständige Scheidung von seiner Frau. ' Forderungöklagen. . Gustav A. Schnull als Trust strengte gegen William F. Wagner, Alonzo I. Bickwell, James E. Nicap, Henry Brookmeyer, George B. Mar. tiy, E. A. MileS, Omer O. Delong, OttS. Delong. Daniel Malher Und Jesse C. Litten eine Zahlungsklage von S4000 an. , Die'obengenannten Herrn find Ak tionäre der Amerikan Rodleß Endgate und Manufakturing Company -und habm am 20. Jan. 1906 auf Herrn G. A. Schnull als Trustee ' dieser

Firma einen Wechsel gezogen, der nach 30 Tagen vom Tage der Ausstellung bezahlt werden sollte. Sollte der Wechsel bis zu dem festge setzten Tage nicht b'zahlt sein, so roür. den sie 6 Prozent Zinsen bezahlen, bis der Wechsel bezahltsei. Am 10. Februar sei die Firma nun für zahlungsunfähig erklärt worden. Der Wechsel lautete auf $5000 und $1000 stien darauf bezahlt, wofür er die Bezahlung von $4000 mit Zinsen vom 19. Febr. 1906 an fordert. Die Union National Bank verklagte Joseph Wamer und Everett B. Lamb, Inhaber der Firma Warner & Lamb auf Zahlung von $600. Am 17. Nov. 1905 habe die Firma Warner & Lamb einen Wechsel von $500 auf die Bank ausgestellt. Dieser Wechsel sollte nach 90 Tagen vom Tage der AuZ. stellung mit 8 Prozent Zinsen bezahlt werden. Die Aussteller wollen 10 Prozent Advokatengebühren bezahlen. Der Wechsel sei nun fällig und unbezahlt geblieben. Der Kläger fordert $600 einschließlich der GerichtZkosten. Clarence S. Stiles verklagte Or pheus E. Bell auf Zahlung von 5625. Bell beabsichtigte eine Uhrenfabrik im Werthe von $25,000 zu errichten und beauftragte Stiles, ihm einen Plan zu zeichnen und denselben drucken'zu las. sen, wofür er ihm 2 Procent vom Werthe der Fabrik versprach, welches $625 ausmacht. Nach Fertigstellung deS Planes weigerte sich Bell, die ver fprochene Summe zu zahlen, die Stiles nun auf gerichtlichem Wege zu erlangen sucht. Schadenersahslagen. Annie L. Dill strengte gegen die Princeton Coal Mining Comp. iine Schadenersatzklage von $10,000 an. Ihr Ehemann George sei Angestellter der Gesellschaft gewesen und bei einer Explosion in der Grube schwer verletzt. An diesen Verletzungen sei er am 24. März 1905 gestorben, wodurch ihr ein Schaden von $10.000 zugefügt sei. die sie nun aus gerichtlichem Wege for dert. . Die vielbeschäftigte Polizei. Der Monat Januar war für die Jn dianapoliö Polizei ein Abschnitt großer Geschäftigkeit. Es wurden im Ganzen 759 Verhaftungen vorgenommen, von welchen 123-auf Frauen und Kinder entfallen; 579 der Verhafteten waren Weiße und 162 Neger. . Wegen Uebertretung deS Nicholson

Gesetzes wurden 71 Wirthe verhaftet; zwei von diesen besaßen überhaupt keine Wirthschafts . Licenz. Wegen Trun kenheit wurden 10 Frauen und 119 Männer eingesteckt. . Der Beschäftigung nach waren 303 der Verhafteten Arbeiter, 22 Schank kellner, 14 Maschinisten, 12 Former und 12 Köche. Das Alter der mit den Gesetzen in Konflickt gerathenen Perso nen ranglrt von 12 bis zu 76 Jahren Behörde für öffentliche Arbeiten. Vorläufige Entschlüsse wur. den gutgeheißen: Für Kanallsirung in der ersten Alley östlich der Temple Ave., von der Michi gan Straße bis zu der North Straße. Endgültige Beschlüsse wur. den gefaßt: Für Eröffnung und Verbesserupg der Straße östlich deö White Rlver, von der Michigan Straße bis zu der Mill Race Ave. Petitionen wurden ein gereicht: Für Cement.Seitenwege und stet nerne Abgrenzung in der North Str., von der Hiawatha bis zur Patterfon Straße. , Für Cement Seltenwege in der Roosevelt Ave. an der Nordseite, von dei. Columbia Ave. bis zur Arsenal Av. Für Eröffnung und Erweiterung der 19. Str.. von der Pennsylvania bis zur Meridian Str. Für Cement'Seltenvege inder Me ridian Str., von der Raymond bis zu der Tabor Str. . ' .. ootttteb L.eukhardt. -.Die gemÄhlie ZSt,m Qit Ne:le und Neck! Otr.

Nachrichten aus Jndiana. G r e e n f i e l d, 23. Febr. In der hier stattgehabten republikanischen CongressionalConvention wurdeJameS E. Watson durch Acclamation wieder als Congreß.Abgeordneter deS sechsten DistrictS nominirt. B e d'f o r d, 23. Febr. Ein net. ter Polizei'Beamter ist der Marschall JameS JoneS von Mitchell, welcher des DiebftahlS von $180 schuldig befunden wurde; die Geschworenen empfahlen dem Richter in ihrem - Verbiet, ihn mit ' nicht weniger alS drei Jahren Gesäng.' Niß zu bestrafen. JoneS hatte dem be trunkenen Andrew I. Harlowe das Geld aus der Tafche genommen, nach.

dem er ihn verhaftet und eingesperrt hatte. Peru, 23. Febr. In Denver ist ein Fall von schwarzen Pocken borge ommen. Goldie FautS erkrankte an der schrecklichen Krankheit. Die Be hörden habm sofort umfassende Vor. sichtsmaßregeln getroffen: verschiedene Familien sind unter Quarantäne ge. stellt und die Kirchen und Schulen wurden , geschlossen, um eine Weiter Verbreitung der Krankheit zu verhin dem. B l u f f t o n, 123. Febr. George Cotton, bekannt unZer dem Spitzna men TemperenZ'Tornado-, machte an Washington'S Geburtstag eine Tour durch den größten Theil von WellS County und reichte dann gegen jeden Wirth, dessen Wirthschaft er besucht hatte, eine Anzeige wegen Uebertretung deS Nicholson Gesetzes ein. Cotton ist eit Jahren als TemperenzFanatiker bekannt. Greenfield, 23. Feb. Die zwei zroßen Glasfabriken, welche vor ungefähr 12 Jahren hier errichtet und feit 3 Jahren außer Betrieb gefetzt wurden, nachdem sie vom GlaStrust angekauft worden waren, werden bald ganz von hier verschwunden fein. Der Abbruch der Gebäude ift angeordnet; alles was von denselben noch verwend bar ift, wird nach PittLburg und Jeanette, Pa., gesandt werden. . S h e l b y v i l l e, 23. Febr. Frau Clay Patterson verließ vor ungefähr einer Woche die Farm ihres Mannes nachdem sie sich $10lvon der Bank ge holt hatte unter dem Vorgeben, ihre Verwandten in Georgetown, Ky., be suchen zu wollen. Sie istZ jedoch dort nicht angekommen. Ungefähr zur glei chen Zeit gab der auf der Patterson Farm beschäftigte JacobZ Hardy seine Arbeit auf und hat dieses Zusammen treffen den Leuten Stoff zu allerhand Vermuthungen gegeben. N e w c a st l e, 23. Febr. . Das Ge. heimniß, welches den Tod wohlha benden Farmers Reuben Bailey um hüllt, scheint immer tiefer zu werden. Bailey starb vor einigen Wochen nach Einnahme seines Frühstücks unter Ver. giftungS'Erfcheinungen. Zuerst wurde angenommen, daß verdorbenes Fleisch und in demselben enthaltenes Leichen gift die Todesursache war, jetzt stellt sich jedoch heraus, daß der Kaffee, wel cher einen Bestandtheil des Frühstücks an dem verhängnißvollen Tage bildete, Arsenik enthielt.. Der Umstand, daß das Gift nur in der Kaffeekanne, welche bei dem Frühstück benutzt wurde und nicht auch in demBehälter, worin der ge brannte Kaffee aufbewahrt wurde, ge. funden ift trügt nur dazu bei, den Fall noch mehr zu compliziren. ES waren nur Mitglieder der Familie bei dem, Frühstück anwesend, und der Kaffee wurde von einer Tochter deS Versterbe nen zubereitet, welche nach dem Genusse desselben selbst schwer erkrankte, jedoch noch gerettet werden konnte. Die Fa . milie war am Tage vorher von Hause abwesend gewesen und kann eS daher möglich sein, daß ein Feind derselben. das Gift in die Kaffeekanne that. Die Thatsache, - daß ' die .Iamitte überall wohl ' gelittenwar - keine essen Feinde hatte, trägt nc.ehr zur Ver dunkelung der N2:lezeuh:it bei. : Die Analyse d:Z Kaffee? wurde r:m w - m am m, I M, tit-s i wi-i-t:ur..,:i.j -w. t'-i-oi r..-. .-.--.n . lg Srf"'T klKIWtil -