Indiana Tribüne, Volume 29, Number 155, Indianapolis, Marion County, 23 February 1906 — Page 3

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ii Jndiana Tibüne, 2S. Februar 1906.

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INDIANAPOLIS BREWIIIG CO.

Düsseldorfer... Das Bier, welches auf der Weltausstellung zu St. Louis den Preis erhielt als Der Welt Standard Für Vollkommenheit. In Pints nud Quarts, Flaschen Tep't. Tel. 578 und 690. Indianapolis Brcwing Co. Umgezogen ! Das Mehl- und Fnttergeschaft von E. E. FAHBIOX, wurde verlegt von 701 Süd Telaware Et?, nach 1257 Madison Ave. Einen voZflZndign, Vorrats der besten Sorten Mehl, sowie Mutter jeder Art ftet an Hand. El vesach meiner viele Fieunde und Gönnern wird mir in mklnem neuen Platz hochwillkommen sein 13. E. FAIIRIOX, 1257 STitifon Ave. Neuer Telephon 9289. redrick Der Kohlenmann, Berkaukt die besten Kohlen aller Sorte im Markte. Ossice u. Yards 800900 Beecher Str. Tel. neu, 9394; alt, Main 113 EDWARD W. HESSMER, 1025 Madison Ave. Neu mn. lleiivger Agent der berühmten Williams Pumpen NO TRIX" "TO FIX". .Garantirt eine Holzvump an Eisen gemacht. Reparaturen an Pumpen werden prompt und billig auegeführt. Revaraturea an Häusern wie Einlegen neuer Rianen oder Anbringen neuer Abfluhrbdren ausZinn oder galvaniftrtem Eisen werde zu jeder Zeit gesucht. aufen Sie keinen fertig ge machten Anzug oder Ueberzieher wenn Sie solche auf Be stellung nach Maaß erhalten können so niedrig wie SIS und $2 Diese sehen schöner aus und tragen besser. ff. 6. MM, 38 W. Monument. ...Kohlen... werden geliefert zu folgenden Preisen per Tonne : Anthracits, alle Größen $7.25 Kentucky Sannel Coal, per Tonne. .. 5.25 Ohio Jackson, Lump 4.50 Ohio Jackson, Egg 4.50 Eemi Anthracit?, für Range 4.25 Ptttsburg, Lump 4.00 Kananha, Lump 4.00 Winifriede, Lump 4.25 Luhrig. Lump 4 25 Luhna, Ezg 4.25 Brazil, Block 4.25 Jellico, Kentucky 42.5 Jndiana Jackson 3 25 Linton, Lnmp und Egg 3.25 Illinois Lump und Egg ; 3.25 Vocahontas, gegabelt 5.00 Gemischte slack 2.00 Jabrikholz per Wagenladungl 2.00 2,000 Pfund zu jeder Tonne. H0A1E FUEL C0, Phone :Zlt, Main 1160 ; Neu. 86. Zuge ersten Ranges Schnelle Zeit! Zu bequemen Stunden ! 14 12 6 6 Züge zwischen Indianapolis und Cincinnati. Züge zwischen Indianapolis und Dayton. Züze zwischen Indianapolis und Toledo und Detroit. Züge zwischen Indianapolis und Decatur, Illinois. 4 Züge zwischen Indianapolis und Spnngsield. Illinois.' Varlor Waggon an nie Zages nd chlas aaggonl an alleq Nat-Züge. Indianapolis Office : Union Bahnhof und 8 Nord Illinois St. N. P. Algeo, D. P. N.

J.W. F

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Legislatur-Comiie Von New York berichtet über den Stand von Vcr-sichcrungs-GescUschllften.! Senator Knox reicht eine Eisenbahn-grachtraten-Bill ein. Tast hielt in Chicago drei Reden. - Günstigere Handelsverhältnisse mit dem Auslande. Ungarische Patrioten in New York. CollegeBrand in Süd-JllinoiS.

Bericht über Versiche rungSgesellschasten. New York, 22. Febr. DaS Komiie. welches von Dir Legislatur in ihrer legten Sitzung ernannt wurde, um Lebensversicherungen zu unter suchen, hat heute seinen Bericht einge reicht, derselbe umfaßt 319 Druck, feiten. Der staatlichen VersicherungSbehörde wird der schwere Vorwurs gemacht, daß sie sich nicht die Mühe genommen habe, den wirklichen Stand der Versicherung' gesellsch asten kennen zu lernen. Nur so hätte eine verschwenderische und schlechte Verwaltung bestehen önnen. Zur Sicherung der Aktieninhaber empfiehl das Komite Wahl tüchtiger Dirktoren, es schlägt ferner verschiedene Bestimmungen vor, um unkluge An age von Geldern und ungehörige Chn dikat'Operationen zu verhindern. Neue Geschäfte einer Gesellschaft sollen aus $150,000,000 per Jahr beschränkt werden. Schließlich soll eö den Gesellschaften auch verboten werden, zu politischen Zweckeen Geld beizusteuern. Bericht von Versicherung. C o m m i s s ü r e n. St. Paul. Minn., 22. Febr. Die Versicherung Commissüre von Minnesota, Kentucky, Wisconsin, Ne. braöka und Tenneffee haben den Be richt über ihre Untersuchung der GechäftSmethoden der New York Life Insurance Co. dem VersicherungS Departement eingeliefert. Sie haben die Bücher der Gesellschaft in Ordnung befunden. Für unrichtig halten sie. daß die Gesellschaft so viel Geld $317,000,000 in Schuld scheinen und Papieren angelegt hat, da gegen nur $25,000,000 in Hypotheken. Die Commigäre empsehlen ferner, daß genauere Angaben über An und Verkauf von Werthpapieren im JahreS berichte gemacht werden. DreiReden Taf t'S. Chicago. 22. Feb. KriegSsecre. tär Tast hielt heute im Auditorium eine Rede über Die Armee und die Republik-. Am Morgen hatte Taft schon in der selben Halle 5000 Schullindern die Be deutung der Philippinen klar zu ma chen versucht. Im Union League Club hielt Taft am Abend seine dritte Rede. AlSThema hatte er sich den PanamaKanal ge wählt. Günstiger Handels bericht. Washington, 22. Februar. Der Handel der Vereinigten Staaten mit $ern Auslande belief sich während der ersten sieben Monate des Fiskal JahreS. 1906 aus $1.752.421,330, nach Angabe deS Departements für Handel und Arbeit. Dies zeigt eine bedeutlnde Zunahme in Ausfuhr wie Einfuhr gegen die gleiche Periode veS Fiskal.JahreS 1905. Quarantäne Vertrag. Washington, 22. Febr. In Crekutivstduna bestätiate beute der Senat den Vertrag mit südamerikani schen Ländern bezüglich Quarantäne Bestimmungen. Der Vertrag ist ähnlich denjenigen, die mit europäischen Ländern abge schloffen wurden. Verfehlter Mordversuch. L e a d . S. D.. 22. Febr. Gestern Abend wurde ein erfolgloser Versuch gemacht, Con. Green, den Vormann der HomestakeGrube zu ermorden. Die ganze Front seines Hauses wurde durch eine Bombe zerschmettert. Daß Nie mand imHause verletzt wurde, wird als ein Wunder angesehen. ErzbischofJreland. Kans.aö City, 22. Februar. Crzbischof Jxeland von St. Paul sprach heute vor 15.000 Personen in der Kon ventionöhalle über Die Republik Washington'S. AIS Vorsitzer fungirte BundeSfenator Warner. Tausende waren aus Mis sonri und KansaS gekommen um den Prälaten zu hören.

59. Congretz.

Senat. Washington. 22. Febr. Knox'S vielbesprochene EisenbahnRa tenbill wurde heute im Senate einge bracht und, da das Interesse groß war, sofort verlesen. Foraker kündigte für nächsten Mitt woch etne Rede Über die Ratenfrage an. Der Rest deS TageS war dem Verlesen und der Berathung der Bill gegen öazing- gewidmet; Vorgänge auf der Flottenakademie in letzter Zeit wurden gründlich besprochen. Die Bill giebt dem Flotten.Sekretär das Recht einen Kadetten sofort zu ent lassen, dessen Anwesenheit ihm für den Dienst untauglich scheint. Haus. DaS Haus beschäftigte sich heute mit der Armee'Verwilligung. Prince von Illinois war der erste Sprecher. Cr kritisirte das Pen sionirungSsyftem, nachdem es nun er reicht worden fei, daß bei einer Armee von 60,000 Mann 903 Ossizlere in Penston vorbanden seien, von denen jeder durchschnittlich $3000 Penston zlebe. Eine lange Rede über Schiffssub sidien hielt Gilbert (8y.) Er erklärte, die amerikanische Kauffahrteiflotte sel nun die beste der Welt, sie schließe 136 MorgaN'Schiffe ein, die unter britischer und englischer Flagge segelten. Im Kriegsfalle könnten sie nur in Amerika Schutz finden, wohin ihre Eigenthümer und das angelegte Kapital gehörten. Die allgemeine Debatte über die Ar meeVerwilligungsbill war erschöpft und die Bill wird morgen zur Amen dirung vorgelegt werden. Washington'S Geburts. t a g. Washington. 22. Februar. Washington's Geburtstag wurde in der Bundeshauptstadt gebührend begangen. Alle Bunde, und städtischen Aemter waren geschlossen, ebenso die meisten Geschäfte. Philadelphia, 22. Febr. Washington'S Geburtstag wurde an der Universität von Pennfylvanien mit den üblichen Feierlichkelten in der Musikhalle begangen. Die Hauptred: hielt Dr. Hy. van Dyke. Professor der englischen Literatur an der Princeton Universität. Lynchgericht drohend. Shrevepo rt. La.. 22. Febr. Heute wurde Margaret Lear, das Opfer des viehischen -Negers Ehaö. Coleman, begraben. Die Aufregung unter der Bevölkerung ist groß. 6b riff Ward hat um mehr Truppen er sucht, welche das Countygefängniß be wachen sollen, in dem sich der Neger befindet. Die Milizcompagnie von Leesville ist mit einem Cxtrazuge vuf dem Wege hierher. Auch Gouverneur Blanchard ist ersucht worden, hierher zu kommen. Prozeß gegen Bergleute Boise. Jdahoe. 22. Febr. Man erzählt fich hier, daß die Geheimpolizi sten auf die Spu. der Verüber vieler Gewaltthaten kamen durch einen Brief der in ihre Hände fiel und aus dem Hauptquartier der Western Federation of Mtnerö kam. Von dm Gefangenen Moyer, Hay wod und Pettlbone ist jeder in einer Zelle für fich untergebracht. Sie kön nen Lücher, aber keine Z.itungen lesen Jeden Tag können sie eine Stunde lang zusammen konferiren, freilich Anwesenheit von Beamten. in Zugs.Collifion. 1 Mann todt. 9 verletzt. Pittöburg, Pa.. 22. Febr. Bei der Kollision eines JrachtzugeS mit einer Rangirlocomotlve derPanhandle Bahn zu Carnegie, Pä., wurden Loco motivführer C. McKenna getödtet und Heizer R. W. . Dornig sowie acht andere Zugbedienftete verletzt. ;

Dynamit-Explosion.

30 Personen verlttzt. Pittöburg, 22. Febr. In den Werken der Carnegie Steel Co. zu Duguesne explodirten durch einen Un fall 200 Pfund Dvnamit. Als der Regen von öol,ibeilen und Schlacken aufgebort batte laaen die Verletzten überall umher. Viele der lelven nnd Ungarn. Schadenfeuer. D a w f o n. WiS., 22. Feb. Fast der ganze Gefcküftstbeil dieses OrteS brannte zu früher Morgenstunde ab. Der Verlust wird auf $70.000 ge chätzt und ist .durch Versicherung voll ständig gedeckt. Groß f e u e r. San Francisco, 22. Feb. Heute find die Werke der Gas & Electric Co. abgebrannt. Das Ge chäftsleben ist stark gestört. Viele Offices mußten mit Kerzen und KerostneLampen erleuchtet werden. Alle großen Hotels der unteren tadt waren für Stunden ohne Licht. Die Ursache deL euerS iß nock nickt mit Bestimmtheit, festgestellt. Die Be amten der Gesellschaft geben den Ver ust aus $350,000 an. Handels Aussichten in China. Washington, 22. Februar. Unter den Ankömmlingen hier, die mit dem Handelsdepartement über amerl anischen Handel in- China konferiren wollen, ist auch Baruch Cerf. Betriebsleite? der Industrie und HandelSauS stellung amerikanischer Fabrikanten" in Shanghai. Er sagte einem Berichterstatter. eS sei zu bedauern, daß die Fabrikanten in den Ver. Staaten der Entwicklung deS Exporthandels nach China so wenig Aufmerksamkeit schenkten und einen Markt benutzten, der nach der geogra phischen Lage ihnen gehöre. China sei heute für unsere Waaren reif und besitze eine gewaltige Kauf kraft. Der vielbeschäftigte M i t ch e l l. New York, 22. Feb. John Mitchkll, Präsident der vereinigten Kohlengräber, hatte heute eine lange Unterredung mit Harry A. Taylor, dem größten Grubenbesitzer von Illinois und eine andere mit F. L. Robbins von der PlttSburg Coal Co. dem Führer der Grubenbesitzer des westlichen Pennsylvania. Ueber den Inhalt der Unterredungen war nichts zu erfahren. Mitchell gab zu, die Bemerknng ge macht zu haben, daß eS zu einem Streik kommen werde, fügte aber hinzu, die Aeußerung habe fich nur auf das Weichkohlenrevier bezogen. Auf die Frage, ob ein solcher Streik die Arbel ter im Anthracitgebiete in Mitleiden. schaft gezogen werde, sagte Mitchell, das wisse er nicht. AIS Mitchell heute hierher zurück kehrte, fand er, daß das Siebener ttomie den Entwurf der Fordetungen nahezu vollendet hatte, und daß nur noch einige Kleinigkeiten in der Lohn fkala zu regeln find. Morgen wird Mitchell mit dem ttomite das Schriftstück durchsehen. Wenn eS dann genehmigt und unter schrieben ist, wird eö dem Präsidenten der Grubenbesitzer Baer übermittelt werden. Of seilten ihr B I lU und ihr Vermögen. New York, 22. Februar. In einer in der ungarischen Kirche an der 14. Straße abgehaltenen Versammlung von Magyaren wurden die folgenden Beschlüsse unter riefigem Enthusiasmus angenommen: Die hier versammelten Ungarn empfingen mit Entrüstung die aus dem alten Vaterlande .kommen den Nachrichten, daß der meineidige österreichische Kaiser zum Ab solutlömus übergegangen ist und die durch Blut errungene Freiheit vernich ten will. Gleichzeitig senden fie die wärmste Theilnahme Denen, die daS Vaterland mit oder' ohne Gewehre be schützen wollen, und theilen ihnen mit, daß die amerikanischen Ungarn ihr Blut und ihr Vermögen ihnen zur Ver. fügung stellen. ES wird ein Comite gebildet werden, daS die Namen von Söhnen des alten Vaterlandes sammeln wird, die im Falle einer Nevolu tion bereitwilligst und ohne Zögern in die alte Heimath zurückkehren werden, um für das Land ihrer .Väter zu ftrei ten, und, wenn nothwendig, ihren letz tm Tropfm Blut zu opfern.- -

Straßenbahnunfall. St. Louis, Mo.. 22. Feb. Ein Straßenbahnwagen der DelmarLinie stieß mit großer Wucht gegen einen O'Fallon Park.Wagen auf der Kreuz, ung von Sarah Straße und Jinney Avenue. Ernstlich verletzt wurden: Polizist John Hughes, Logan Flognoy, farbig; Wilfon Cable. Mo tormannz Frau Bertha MyerS, Frau Benjamin Barnett, Lew JoneS. College. Brand. K a n k a k e e , Jll., 22. Februar. Das St. Viateurs College zu Bour bonnaiS, Jll., zvei Meilen nördlich von hier, ist letzte Nacht niedergebrannt. Der Schaden betrügt $176,000, die Versicherung' '$100.000. Das College ist ein katholisches Institut und wurde im Jahre 1865 gegründet. ES hat 200 Studenten. Der Brand entstand durch elektrische Drähte. Verbrechen gegen Bahn zug. T i f f i n, O., 22. Feb. Grober Bachman, 20 Jahre alt, welcher gestern verhaftet wurde, hat heute gestanden, daß er und Frau Carpenter letzte Woche einen Frachtzug zum Entgleisen brach ten. Wie Bachman erzählt, spekulir ten sie darauf, daß nach der Kata ftrophe eine große Belohnung auf die Thäter ausgefetzt würde. Dann sollte Frau Carpenter Bachman anzeigen und die Belohnung unftreichen. Bachman wollte ruhig -eine Strafe von etwa ewkm Jahre wie, er glaubte, absitzen und dann mit Frau Carpenter und ihrem Gelde ein gemächliches Le den führen. Frau Carpenter bestreitet jede Be theiligung am Verbrechen.

Der Nesselausschlag der Schweine gibt dem Nichtkenner oft Veranlassung, an Roihlauf zu denken, weil fich bei demselben ähnliche rothe Flecke auf der Haut zeigen wie Izi dem Nothlauf. Bei genauer Betrachtung zeigen sich jedoch bedeutend: Unterschiede zwischen beiden Krankheiten. Bei dem Nesselausschlag zeigen sich auf dem Rücken und oberen Halsiheile rothe Flecke, bei deren Befühlen man beulenartige Anschwellungen unter der Haut, die sogenannten Nesselbeulen, wahrnimmt. Bei dem Nothlauf dagegen befällt die Röthung mehr die unteren Theile des Bauches. der Vrust und des Halses und ist auch viel blaurother als beim Nesselausschlag. Letzterer ist eine ganz ungefährliche Krankheit, und eine Behandlung ist daher selten nöthig. Bei dem Beginn der Krankheit zeigt sich stets ein heftiges Fieber und die Folge davon ist erhöhter Durst, den man stillen muß. Tritt Verstopfung ein, so beseitigt man sie durch Verabreichung saurer Milch oder Buttermilch. In den meisten Fällen verschwindet die Krankheit schon nach zwei Tagen, ohne schädliche Folgen zu hinterlassen. Hauptsache ist jedoch, daß fie nicht mit Rothlauf verwechselt und als solcher behandelt wird. .Zur Bearbeitung des Thonbodens. Die Bearbeitung des Thonbodens verlangt ihre Zeit. Zeigt der noch feuchte Boden Risse und Sprünge, wenn man ihn in der Hand zusammenballt, so ist dies em Zeichen, daß er locker vom Pfluge fallen wird, und man darf dann mit der Bearbeitung nicht länger säumen. Niemand führt dem Landwirthe die Vortheile eines gut gebauten Pfluges besser vor Augen als der Thonboden. Denn wenn der fchlechtgebaute Pflug nicht mehr angreift, fährt jener noch mit Leichtigkeit durch den festen Boden und wirft die noch feuchte Furche herauf. Hauptsache lst und bleibt es, den Thon boden mehr und mehr zu vertiefen und die durch wiederholtes, gleichmäßig tiefes Pflügen entstandene .harte Sohle von Zeit zu Zeit zu durchbrechen, um den Pflanzen ein tieferes Eindringen in den Untergrund zu ermöglichen. Ebenso kann durch Beachtung des letz ten Punktes viel mehr Luft in den Bo den eindringen und die Verwitterung befördern. Natürlich muß mit der Vertiefung der Ackerkrume auch eine stärkere Düngung ' Hand in Hand gehen, und erstere darf nur in dem Maße ausgedehnt werden, als die Düngung vermehrt wird. Starb, aus Gram. In Rome, N. S. . -.b unlänast ein 18jähriges Mädcha .mens Rosa WeiZ ler, nachdem es fast zwe: Wochen ohne Bewußtsein gelegen. Vor Kurzem war ihre Schwester gestorben und dies griff xt so heftig an, daß man fie nicht troten konnte. Auf ein nervöses Leiden olgte ein tiefer Schlaf und nur wenige Momente war sie bei Bewußtsein, bis endlich der Tod erfolgte. Bei momentanem Erwachen sprach fie den Wunsch aus, zu' sterben, und wollte keine. Nahrung zu sich nehmen. Vtn Oenttsr. Wein'p attischer (einem Oe kannten ein Glas Wem spendirend): GeU, da schleckst. Na, wa5 meinst,, st döö a. Rhein oder a Mosel?" I e. kann ter : .AIs

Bisckof alö Lpfer ciiuv ....ndler Banöc. Die Angelegenhkit des Bischofs Vubics nimmt, wie man aus Budapest meldet, immer mehr an Umfang zu. Dem greifenKirchcnfürsten, dessen Ge!- - steskräste in den letzten Jahren stark abgenommen haben, wurden nicht allein echte Kunstschätze abgeschwindelt, und Imitationen für echt verkauft, sondern auch auf andere Weise höh: Beträge' in Geld herausaelockt. Man schätzt die Summe, um die er seit zwei Jahren betrogen wurde, auf zuminbest 800.000 Kronen. Bischof Bubics wollte Kardinal werden, und gewisse Personen, die sein blindes Vertrauen gewonnen hatten, rechneten mit der Eitelkeit des Kirchensürsten und schwindelten ihm 300.000 Kronen ab. Dieses Geld sollte dazu dienen, dem Bischof den Kardinalspurpur zu verschaffen. Die Mitglieder des Schwind lerkonsortiums behaupteten, daß die erwähnte Summe dazu dienen solle, den Wiener Nuntius zu bestechen, der dem Bubics nicht a7ein die Kardinalswürde, sondern auch den Kolocsaer Erzbischofstuhl verschaffen werde. Ter Bischof war von einer wirklichen Sammelwuth befallen, und. sein Traum war. eine Sammlung von altem Porzellan, wie sie kein anderer besitzt, in seiner Residenz aufzubewahren. Er machte deshalb auf Betreiben des Schwindlerkonsortiums viele Reisen ins Auslands und als Sachverständige reisten mit ihm die Budapester Antiquitätenhändler Grllnberger. Laßlo, Linek und noch viele andere. Diese verbündeten sich mit ausländischen Antiquitätenhändlern, die dem Bischof Schundwaaren zu horrenden Preisen verkauften. Gegen die .ge- -nannten Antiquitätenhändler wurde Strafanzeige erstattet und mit dieser Affäre werden sich nicht allein dieBuda- . pester Polizei, sondern auch ausländische Behörden zu beschäftigen haben. Das Kultusministerium wird bemüht sein, die Antiquitäten, die sich Jahrhunderte hindurch in Kassaer Kirchlichem Besitz befanden und durch Vermittelung der Agenten ins Ausland wanderten, zurückzuerwerben.

Die brattttschweigisch? Thronfolge Frage soll, wie die N. G. K." wissen will, an maßgebender Stelle neuerding-5 den Anlaß zu ernsten Erwägungen gc boten hab:. Der Regent Prinz Al brecht tritt rn wenigen Monaten in sein 70. Lcbensiahr, und wie maii hört, läßt seine Gesundheit seit eini gcr Zeit zu wünschen übrig. Es ist daher durchaus wahrscheinlich, dau bei dem Prinzen der Wunsch lebhafter geworden ist, sich von der Regentschaft in Braunschweig befreit zu sehen. In den leitenden politischen Kreisen dürfte daher gegenwärtig die Ansicht vorwiegen, daß der Tag immer näher r.ückr, an dem trotz allerHindcrnisse das Haus Cumberland doch noch auf den Thron von Vraunschweig gelangen wird. Der Herzog Ernst von Cumberland scheidet dabei für seine Person ganz aus. Niemand erwartet von ihm, er könne das seinem sterbenden Vater gegebene Versprechen brechen und auf das Königreich Hannover zu verzichten. Aber der ä!teste Sohn des Herzogs, Prinz Georg Wilhelm von Cumberlnd, ist durch kcine Zusage solcher Art gebunden. Man hält es für durchaus denkbar, daß. im Falle die Thronfolgefrage durch eine Erledigung der Regentschaft in ein -neues akutes Stadium träte, der Herzog von Cumberland seine Anspruch: auf Braunschweig auf seinen Sohn übertragen und ihn zur Annahme der Herzogskrone unter Anerkennung des Bestandes des Deutschen Reiches ermächtigen könne. Wieweit dieseMcldung den Thatsachen entspricht, lassen wir dahingestellt. Jedenfalls hat das Reich gar keine Veranlassung, dem Eumberländer immer wieder den Steigbügel zu halten. Ist es doch oh nehm ein sehr zweifelhafter Gewinn für das Reich, einen Vertreter des Welfenhauses wieder auf dem Thron eines deutschen Vundesstaates zu sehen. Abenteuerliche Schisssrcise. Nach einer abenteuerlichen Reise ist ' der Kieler Dampfer Gaarden'' aus der Tsuschimaschlacht heimgekehrt. Das Schiff ging mit einer' Ladung englischer Kohlen angeblich nach Wladiwostok. Thatsächlich begleitete es die Flotte Roschdjestwenskys in dengefürchteten Kampf gegen die Japaner. Die weiße Besatzung bis auf die Ossiziere und Ingenieure wollte sich der Gefahr nicht aussetzen und desertirt: unterwegs. Die Treugeblicbenen erhielten die dreifache Heuer, die Gaarden" entging der Vernichtung in d?r Tsuschimastraße und flüchtete nach Manila. Mehrere Begleitschiffe sanken. Der Kapitän hatte vorher chincsische Besatzung angeworben, in den ostasiatischen Gewässern erlitt die Gaarden" eine Havarie, deren Beseitigung 120.000 Äark erforderte. Die russische Begleitflotte lag. 41 Schiffe stark, in Saigon; durchweg kostete jedes Schiff den Russen täglich 2000 Mark. Ihre Ausgabe für die Koblen-' flotte ist somit kolossal gewesen. Die .Gaarden" geh! jetzt mit einer Ladung Munition nacLlbau und scheidet dann auö russischen Diensten a". ' v Der General-Direktor Kommerzienrath Fleitmann inSchwerte a. W. hat 15,000 Mark zum Zweck der Erforschung und Vekämpfung der KrebZkrankh::t zur Z2:rs25unz ceUt.