Indiana Tribüne, Volume 29, Number 152, Indianapolis, Marion County, 20 February 1906 — Page 1
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(Qvfäjsittt chsxx ila4imlttan. ' Jahrgang '29. Indianapolis, Ind., Dienstag, 20. Februar 190. No. 152.
Feuer. Neun Personen verbrannt.
Tunnel Hill. Pa.. 20. Febr. Bei einem Feuer, welches beinahe das ganze Städtchen zerstörte, verloren fünf Personen ihr Leben. Die Todten find: Frau Mary Grogan, 63 Jahre. Patrick Grogan, 11 Jahre. Willie Grogan,. 3 Jahre. Katie Grogan, 10 Jahre und eine andere Person, welche bis zu Unkenntlichkeit verbrannt ist. Drei andere Müglieder der Grogan' schen Familie retteten sich durch einen Sprung aus dem Fenster. Die Ort schift ist fast ausschließlich von Berg. leuten bewohnt, welche durch Bildung einer Eimer.Brigade deS FeuerS Herr zu v:rd!N suchten. South B e n d , Ind., 20. Je. bruar. Bier Kinder starben an den Folgen von Brandwunden, die sie beim Spielen mit Feuer erhielten. Jda tt. Tetzlaff, 12 Jahre alt, Berthz Olga Tetzlaff, 7 Jahre, Carl Gustav Bernhard Carlson, 11 Jahre, und Anna Mathilde Carlson, 8 Jahre alt, versuchten während der Abwesen heit der Frau Carlson im Küchenofen ein ' Feuer anzuzünden und als dies nicht gleich brennen wollte, schütteten sie Petroleum auf dasselbe. Eine Cx plosion erfolgte und die Kleider sammt licher Kinder geriethen in Brand. Die erlittenen Brandwunden führten in kurzer Zeit den Tod herbei. Nahezu erstickt. Der Schmied Jameö Cahill von 5ggleston, Va., ging am Montag spät Abends in seinem Zimmer im St. George'S Hotel an der Süd JllinoiZ. Straße zu Bett. In seinem angetrun Jenen Zustande blies er jedenfalls das Gas au, anstatt dasselbe abzudrehen; die Folge seines Leichtsinnes ist, daß er jetzt im städtischen Hospitale in bedenk, lichem Zustande darniederliegt. Ein Zimmermädchen fand ihn Dienstag Vormittag in bewußtlosem Zustande. Cahill hatte ungefähr $40 baareö Geld in seiner Tasche; dies und andere Umstände lassm den Gedanken an beabsichtigten Selbstmord als unglaub haft erscheinen. Nahke' Schicksal noch nicht entschieden. Die Vertheidiger AuguftuS Rahke'S beendigte Dienstag Vormittag ihre Argumente zu Gunsten ihres Antrages auf Bewilligung eines neuen Prozesses für ihren Clienten. Richter Thornton wird feine Entscheidung am Freitag Vormittag um 9 Uhr abgeben. Rahke'S Anwalt Duncan erklärte in der Be gründung seines Antrages, daß das Zeugniß der Mädchen, auf deren An gaben hin die Verurtheilung erfolgte, völlig unglaubwürdig sei. Außerdem machte er einige technische Punkte gel tend. Rahke war in Begleitung seiner bei den Söhne im GerichtZzlmmer an wesend. Fred. SimS vird Stornr'S Nachfolger. Gouverneur Hanly bestätigte am Dienstag Morgen, daß er Fred. SimS in Frankfort den Posten als Sekretär des Staates Jndiana angeboten und daß dieser sich bereit erklärt habe, das Amt am 1. April anzutreten. Staatssekretär StormS weift die In, sinuation ganz energisch zurück, daß.r der Staatskasse irgend welche Gelder schulde. Er erklärt, daß, trotzdem ihn kein Gericht würde zwingen können, sein Amt aufzugeben, er doch seine Re fignation eingereicht habe,, um seine Bürgen und andere Freunde vor kleinlichen Attacken zu schützen. Auf der anderen Seite erklärt der Gou verneur, daß StormS zugestanden habe, dem Staate ungefähr $6000 schuldig zu sein, und daß er versprochen habe, diese Summe zu decken, bevor sein Nachfolger das Amt antritt.
Zwölfte Jahrcsscier Der Einweihung des Deutschen Dauses. Washingtons Geburtstag.
Am Donnerstag, den 22. Februar, findet die 12. JahreZ.Feier der Ein weihung de? Deutschen HauscS und zu. gleich die Feier des GiburtStogeS von George Washington statt. DaS Comite, welches mit der Ar rangirung der Einzelheiten der festli chen Gelegenheit beiraut war, hat in finniger Weise seine Aufgabe gelöst. Im Süulenraum findet der Feftak. tuS statt, bei welchem Professor Peter Scherer über Das Deutsche HauS" Und Herr Alfred H. PottS über George Washington sprechen werden. Fräulein Auguste Rentsch und Herr Homer van Wie stehen 'mit einigen Soli auf dem Programm, und der Mannerchor des Musik Vereins wird feine schönsten Chöre vortragen. Im oberen Saale findet ein Tanz statt bei welchem die Herren Max Emmerich, Geo. Buschmann, Wm. Kopp. Carl Krauß, Fred. Schulmeyer, Carl Sputh alZ Saal-Comite fungiren werden. Etwas Fideles. Morgen, am Mittwoch Abend hält die Indianapolis Loge No. 7, I. O. K. of Fldelity, in der Südseite Turn Halle ihren 7. jährlichen Ball ab. Fidelity- und Fidelität liegen, sprachlich wenigstens, nicht weit aus einander, wenn auch die eigentliche Bedeutung nicht dieselbe ist, und daß es bei den Rittern der Fidellty recht fidel zugchen wird, ist selbstverständlich. Gehört doch so manches treue fidele HauZ zur Fidelity und wenn sich so viele Fidele zusammenfinden, müssen sie nothgedrungen die von Natur ei gentlich Nicht.Fibelen mit ihrer Fidelität anstecken. Daß der Reingewinn deS Balles zu WohltbätiakeitSzwecken bestimmt ist. sollte die Fidelity.Ritter und ihre Freunde erst recht fidel machen. Maria Süll'S Concert. Am Donnerstag Abend findet das Concert der jungen englischen Geigen Virtuofin Maria Hall in Caleb MillS Halle in der Shortridge Hochschule statt. Der Künstlerin geht ein guter Ruf voraus; zwei Plecen ihres Pro grammeS haben überall nicht nur die Bewunderung des Publikums sondern auch der Kritiker hervorgerufen. Ihr seelenvolleZ Spiel und die Leich tigkeit,'mit der sie die großen technl scheu Schwierigkeiten der beiden Com Positionen Paganlni'S Concerts in D maior und Phantaste Faust- von WienaewSki überwindet,haben ihr über all wohlverdienten Beifall gebracht. Der Billet.Vorverkauf hat am Mon tag in Pearfon'S Musik-HauS begonen; die Preise der Sitze sind $1.50 81.00, 80,75 und $0.50. Concordia Verein. 28. jährlicher Maskenball des Concordia Vereins heute Nbend, den 20. ffebruar, in der Germania Halle. Eintritt: Herr und Dame 50e; Extra Damen 25e. Briefkasten bepohlen. Dem Ver. Staaten Marschall wurde gestern die Anzeige erstattet, daß der vor der Green'schen Apotheke in Clwood be. finvliche zur Aufnahme von Postsachen bestimmte Kasten erbrochen und seines Inhalts beraubt wurde. Der Kasten wird von Geschäftsleuten benutztnach dem Abends das Postamt geschlossen ist; ein Polizist befördert dann die Briefe usw. Morgens zum .ersten Poftzuge. Sehr oft befinden sich Werthobjecte im. ter denselben. Von dem Diebe ist noch keine Spur entdeckt. ' G e o. A. e n m 1 i 1 e r, 224 Nord Plne Str. Dunkles und Helles Capital Citü Vier stets bei mir zu haben.
StadtrathS-Sihnng.
Die gestrige Stadtrath-.Sitzung fand unter Anwesenheit sämmtlicher Mit glieder statt. Zu Anfang der Sitzung wurden einige Erörterungen betreffs der Ein verlelbung von Broad Ripple gemacht; ein endgültiger Beschluß' wurde jedoch nicht gefaßt. Darauf kam die Salärfrage zur Be rathung. Verschiedene Antrüge auf Erhöhung mehrerer Gehälter lagen vor. Stadtoater Neukom machte den Stadt rath darauf aufmerksam, daß diese Er höhungen absolut unnöthig und in keiner Weise berechtigt seien. Dieser Ansicht schlössen sich mehrere Andere an und die diesbezüglichen Antrüge wur den abschlägig beschicken. Polizei Chef Metzger hatte beim Stadtrathe ein Gesuch eingereicht, eme Ansprache bezüglich einschränkender Be ftimmungen in der TanzhallenFrage halten zu dürfen. Die Bewilligung wurde ihm durch eine geheime Abstim mung, die das Reglement in einem derartigen Falle vorschreibt, ertheilt. Herr Metzger wies darauf hin, wie überaus wichtig eine solche Bestim mung sei. Erstens im Falle eines Feuers und zweitens wegen deS bösen Einflusses, welchen die Tanzhallen zweiten Ranges auf junge Mädchen hätten. Er möchte dem Stadtrath warm empfehlen, diese Bestimmung anzunehmen. Die Re geln, die eine Steuer im Betrage von 81.00 für Tänze in diesen Hallen vor schreiben, und die den Verkauf von gei stigen Getränken in diesen Hallen derbieten, versuchte man, da diese Regeln noch so wenig bekannt seien, aufzu heben, der diesbezügliche Antrag wurde jedoch niedergestimmt. Die Bestimmung 83000 auö den Hundelizensen für verlaufene Hunde und Katzen dem FranceS Power Cobbe Home in der Oft Washington SNaße zu bewilligen, wurde angenommen, worauf der Präsident die Sitzung auf hob. Bon den Groß-Geschvorenen. Die Groß.Geschworenen erhoben in letzter Woche die folgenden Anklagen: John White wegen Ermordung deS Harry Williams am 16. Januar. William Britton wegen Diebstahls. Fred Kampelman wegen DiebftahlS. Martin Chapman wegen Unterfchla gung. Charles Scott wegen Diedstahl. JameS Wrench wegen Fälschung. Miller Weirick wegen DiebftahlS. Russell Jobe wegen thätlichen AngriffS. Walter KosnS wegen thätlichen An griffS auf ein junges Mädchen. William Kurt wegen DiebftahlS. Hugh Lee wegen Einbruchs. Harry Woodruff wegen thätlichen Angriffs. Ellas JSler wegen unsittlichen An. griffS auf ein Kind unter 14 Jahren. William Ochaltree wegen DiebftahlS. Im Ganzen sind von den Groß.Ge schworen: 52 Anklagen während deS Monats Februar erhoben worden. ... -y Verbesserter Orden der Pythiaöritter. Heute Abend findet im Deutschen HauS der Ball des Verbesserten Or. dens der PythiaSritter statt. ES ist dies das jährliche Vergnügen, welches ge meinschastlich von llen hiesigen Logen deS Ordens arrangirt wird. Der Be such desselben .ist naturgemäß, mmz ein sehr großer gewesen und wird auch diesmal dasselbe der Fall sein. DaS Comite hat großartige Vorbereitungen getroffen, um womöglich den Glanz der früheren Feste noch zu übertreffen. Wer einige gemüthliche Stunden ver. leben will, versäume nicht, den Ball zu besuchen. . Für Miglieder und Freunde des Indianapolis Ltederkranz, roher Maskenball k Montag, 26. Februar 1906, in der ermania Halle.
Nahrnngsmittel-Berfaischnng.
Die Untersuchungen der verschieden ften Nahrungsmittel auf ihre Reinheit und Unverfälschtheit werden seitens der Staats. GesundheitS Behörde immer welter ausgedehnt. ES ist nahezu un glaublich, welche überraschende Thatfachen da zu Tage gefördert werden. Beinahe alles, was der Mensch zu sei. ttem Unterhalt täglich gebraucht, ist verfälscht. Chemiker H. E. Barnard von der GesundheitS.Behörde ist kürzlich mit der chemischen Untersucbuna von ae. mahlenen Gewürzm beschäftigt gewesen und hat gefunden, daß von 173 Pro ben 94 verfälscht waren, ein Procentsatz von 53 oder über die Hälfte. ' Von 52 Proben Gewürznelken waren 27 mit CocoSnuß.Schaalen, Stielen von Ge würznellen und Weizenstärke vermischt; von 22 Proben von gemahlenen Senf. körnern waren sieben durch Kornstärke, Weizenftärke und einem Farbstoß ver fälscht; sechs von zehn Proben Cayenne Pfeffer waren durch gefärbte Weizen stärke gefälscht; von 94 Proben schwär zen und weißen Pfeffers waren 34 durch Vermischung mit gemahlenen Oliven Steinen, Sand und Weizen und Buch. Weizenmehl verfälscht. In Bezug auf den Verkauf dieser ge fälschten Gewürze in Jndiana sagt Herr Barnard: Wenn man den Angaben der Groß Händler mit diesen Gewürzen Glauben schenken darf, weiß das Publikum in Jnotana uoeryaupl rnqt, was reine unverfälschte Gewürze sind und ist nur zufrieden, wenn e'S verfälschte Gewürze erhält, die mit so viel Stärke, gemah . lenen Cocu-nuß'chaalen und Säge spähnen vermischt find, daß der em pfindlichste Geschmack erst durch Thee löffel'Dosen gereizt wird. Die Händler behaupten, daß reine Gewürze mit vol l.m charakteristischen Geschmack in den meisten Füllen vom Consumenten zu rückgeschickt werden, weil eben dieser reine Geschmack ihren Verdacht erregt. Wenn dies wahr ist, geht daraus nur hervor, daß der Geschmack der Consu menten durch die Gewöhnung an ge fälschte Gewürze bereits vollständig ver derben ist. Die Resultate der angestellten Unter suchungen scheinen dies bis zu einem gewissen Grade zu bestätigen, doch giebt es augenscheinlich noch eine Menge Con sumenten, welche auf Lieferung uuver fälscht Waare bestehen und wenn dann eine Verminderung des starken Geschmackes vorgenommen werden soll, sie dies lieber selbst thun." Die Weine, welche im Staate zum Verkauf kommen find ebenfalls schlecht. Sie haben zum größten Theil keine Spur von Trauben in sich und be stehen meistens aus Sacharin, Glukose, Kohlentheer, Glycerin und einem künft lichen Errract, welcher bestimmt ist. ihnen ihre Blume zu verleihen. Viele der Weine haben als ihre Grund.Bestandtheile in Wasser cinge weichte Rosinen oder irgend eine andere Frucht, zu welcher Masse dann Alko hol, Glucose, Glycerin und je nach der Sorte die beabsichtigt ist, verschiedene Eztracte' zugesetzt werden m Anständigen Herren und Damen, auch kürzlich getan deten, welche sich für Thea ter, Gesang und Musik in teresstren, wird Gelegenheit geboten, demVergnügungS Verein Thalia" sich anzufchlieben. Briefliche Anmel düngen zu richten an H. Nowak, 132 Shelby Str. oder A. Berg, 922 hestnut. Versammlung am 28. Febr., AbendS 8 Uhr, Columbia Halle. Personal-Nötiz. - Zum 87. Geburtstage der Uk.Groß. mutier Sophie R u g e n st e i n, hatten sich gestern die Verwandten und Freunde derselben zahlreich eingefun den, um der alten Dame zu gratüliren. Leider konnte Frau Rugenftein nicht wie früher an der Feierlichkeit theil, nehmen, da . dieselbe seit einiger Zeit durchKränkheit an'ö Bett, gefesselt-ist.
Polizeiliches. Der F a b i g e JameS Gardner,
22 Jahre alt, der sich in No. 227 Pure year Str. aufhält, wurde gestern von den Beamten Manning, Holtz, John on und Melcher wegen KleindiebftahlS verhaftet. Gardner soll sich den Lohn deS Hausknechtes Earl Sloß, während etzterer im Gefängniß faß, durchFälfch. ung angeeignet haben. Der22jährige William Jack, on alias Cranfhaw, 410 MuSkingum Str. wohnhaft, wurde gestern von den Beamten Gerber und Larfh dingfest gemacht, weil er sich ohne Ziel auf der Straße herumtrieb. ChaS. Hardie, 20 Jahre alt, 605 Ost Wafhinaton Straße, wurde gestern von den' Beamten Lancaster Splan, Simon und Houfer hinter schwedische Gardinen gebracht, weil er gestohlene Sachen angekauft hat. Er wurde unter eine Bürgschaft von $1000 gestellt, da er der Polizei sehr verdüch tig ist. DieGeheimpoliziftenMan ning und Holtz brachten gestern den 30.iäbriaen Virall M. Vollard. 703 Greer Straße und Fred. DrieSbauch, 19 Jahre alt, der 142 Nord Alabama Straße wohnt, wegen KleindiebftahlS zur Polizeiftation. Die Diebe hatten von August Buschmann an der Ecke der 11. Straße und College Avenue zwei Fässer Hufeisen entwendet, die sie nach her wieder verkauften. Der 53. jährige Frank Rice, 420 Walcott Straße, hatte gestern mit dem Neger George Turner, der 524 Cincinnati Straße wohnt, an der Ecke Pine und Nord Straße eine Prügelei. Rice erhielt von dem Farbigen eine klaffende Schnittwunde im Gestcht. Die Polizei wurde benachrichtigt und die Beamten Hull und Shine machten Rice dingfest, während der Messerheld entkommen ist. Rice wurde gegen Bürgschaft freigelassen. D e r B e a m t e Arnold hatteLeftern den Jack Rlley an der Ecke McCanly und Mikel Straße verhaftet. Die Ge brüder Tim und John McCarty 917 Church Straße wohnhaft,' Freunde des Riley attackirten den Beamten und be freiten ihren Freund aus der Gewalt deS Polizisten. Der Beamte, der in jeder Weife seine Pflicht that, vertheidigte sich hartnäckig gegen seine 3 Angreiser, unterlag jedoch schließlich der Uebermacht und die 3 Burschen entkamen. Er telephonirte sofort um Hülfe und eS wurde eine heiße Jagd auf die Flüchtlinge gemacht. Dieselben waren, als wir zur Presse gingen, noch nicht ergriffen worden. Tim McCarty stellte sich nach wenigen Stunden persönlich der Polizei. Er wurde unter eine Bürgschaft von L750 gestellt. Die Buchmacher und Spieler Peter Sullivan, 45 Jahre alt, 702 N. Illinois Straße und George Reamer, 3& Jahre alt, der in No. 8 Baker Straße wohnt, wurden gestern von den Geheimpolizisten Morgan und Kinney verhaftet. Der53.jührtge Neger John Gordon, der sich im Haufe No. 1426 Mill'Straße aufhält, wurde gestern wegen unanständigen Betragens auf der Straße von den Polizisten Hull und Shine in Nummer Sicher gebracht. Donald Glaßcock, der 22 jährige Matrose von No. 42 Süd Capltol'Avenue, welcher sich im Hospi tale von dem auf ihn am Sonnabend ausgeführten, Ueberfalle wieder erholt hat, wurde gestern in das Gefängniß überführt, um seinen Fall näher zu un tersuchen. Auf einen Haftbefehl deS Dennis McMarmaman wurde gestern Richard Welch dingfest gemacht. Welch hatte am 19. Febr. mit Marmaman eine Prügelei gehabt. Die Verhaftung wurde non den Polizisten Ford, Hnn lihan und Bolen vorgenommen. I. O. K. I. Broker JahreSball des I. O. tt. O. OrdenS im Deut sSsnHauö heute ybenv, den 20. Februar. Eintritt Herr und Dame 50. ; l -: -
Nachrichten aus Jndiana.
C o l u m b u S, 19. Febr. Alexay. der Holder, Sohn von Lewis Holder hierfelbft. beging in St. Louis Selbst, mord. Er war vor kurzer Zeit dort hin gereift und da er keine Arbeit sin. den konnte, fand er sich bald mittellos. Niedergeschlagenheit darüber trieb ihn in den Tod. E v a n S v i l l e, 19. Febr. Frank Benton, John Klein und Thomas SkaelS, drei 18jährige junge Leute, welche wegen Trunkenheit verhaftet wa ren, wurden im Einverftündniß mit den Ellern zu einer tüchtigen Tracht Prügel verurtheilt. Die Strafe wurde im Polizeigefängniß sofort vollzogen. V South Bend, 19. Feb. Der 73.;ährige Benjamin Johnson wollte beim Passiren einer Brücke einem her. ankommenden Eisenbahnzuge auS dem Wege gehen und siel von der Brücke herab. Die durch den Fall erlittenen Verletzungen führten in kurzer Zeit fei nen Tod herbei. Columbia Ci ty, 19. Febr. Durch einen Schuß in den Arm und die Seite tödtete sich der in Union Township wohnende Farmer Samuel S. Harschberger. Er hatte nach einun Habicht schießen wollen, als fein Ge. wehr beim Uebersteigen eines Zaunes durch Zufall loSging. M u n c i e, 19. Febr. Die Unter suchung der TodeS Ursache von An drew Johnson durch den Corcner hat ergeben, daß der Schlag mit einer Was serkanne in den Händen deS Kutschers Otis Manöc den Tod herbeiführte. Manor wurde unter der Anklage deS MördeS im ersten Grade verhaftet. Johnson war ein altersschwacher Mann', der in dem Wartezimmer d:S Dr. Wll liam Steiler wartete bis die Reihe an ihn kam, als der Angriff Manor's ohne irgend welche Veranlassung erfolgte. G r i f f i n , 19. Febr. Frau LoulS Whiffin, welche wegen deS Ver. such?, einen Sheriff in Illinois zu er. schießen hier verhaftet wurde, brach au? dem Gefängniß. Sie machte eine Feuerzange glühend heiß und brannte rings um da Schloß herum Löcher in die hölzerne Thür. Nachdem das Schloß entfernt war, lag der Weg zur Freiheit offen, die sie jedoch nicht lange genießen konnte; sie wurde nach einigen Stunden in Carnic, Jll., wieder ver haftet. Hammond, 19. Feb. Der in der Stärkefabrik von StelN'Hirfch be schästigte Vincent Brick siel bei der Ar. beit in einen mit kochendem Leimi ange. füllten Kessel und erlitt so schwere Brandwunden, daß er mit dem Leben nicht davonkommen wird. . Brick hatte am selben Tage von seiner Familie Nachricht erhalten, daß sie von Deutsch, land in New Jork angekommen war, er wird di: Ankunft derselben in Ham mond nicht erleben. Brick war seit 10 Jahren im Lande. , t, , Ein heftiger Sturm trieb kürzlich, wie man auA Aachen meldet, auf dem Gemeindebahnhof von Brand der Strecke Aachen St. Vith fünf beladene Waggons, iie am Gleisende hielten, bergab in die Richtung nach Aachen. Sie prallten in Roteerde mit voller Wucht auf den Prellbock, der in Trümmer ging, schlugen über diese MM W hinweg .aus ein Warteryauscycn unu demolirten es. Aus 'den Trümmern wurde der Bahnmeister Hennecken nach langer Arbeit verletzt hervorgeholt und bann in laS Spital geschafft. Drei j un g e M äd ch en, Fr l. Maud Cooper von Amboy, Frl. Anna Kowe von Hutchinson, Studentinnen in der Normalschule von Mankato, Minn., und die Putzmacherin Frl. McCabe hatten ein knappes Entkommen vom Erstickungstode durch stoh lengas. Sie bewohnen Zimmer im zweiten Stockwerk des Kostbauses d' Frau Jda Van Winkle, und aus dem Heizapparat während der Nacht auSströmendes' KohlengaS hatte die nie' ren Räume gefüllt, cur ourcy oen heroischen Muth des Frl. Cooper, die gegen 3 Uhr aufwachte, gelang eS, die. beiden anderen,' bereits bewußtlosen' Mädchen m den Korndor zu schleppen. ES nahm einen Arzt mehrere Stunden,', ütjn'i Leben zurückzurufen . :
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