Indiana Tribüne, Volume 29, Number 151, Indianapolis, Marion County, 19 February 1906 — Page 5

Jndiana Tribüne, IS Februar wvG

S

V -

r. Y r t.

TaS kommt davon!

reiche Luft mit geöffneten Nasenflügeln

beglerig emsog. ließ er seme Blicke über die landschaftlich reizvollen Bergrücken entlang schweifen, die sich, zu seiner

Linken weit nach Norden hinzogen. Er '

achtete nicht seines Weges, und daher

Eine amerikanische Geschichte von Adolf May. I. Herr Ralf Watt sak in seinem luxu-

riös eingerichteten Schlafzimmer am kam es. dak er fid& plötzlich von einem Frühstückstisch. Die Morgenzeitung Wald umfangen sah. den wohlgepflegte ZT m . , . ' L sY" 1 1 rv L V I - C

lag ausge chlagen neben oen Planen Älleen ourcyquerlen. lk emzucieiien c , . . - zi m m ,

Mir oen appelllllll) zuoereiieicn ucuu 'uoronungcn von illincttvcctt, ten. und zwischen jedem Bissen Reb- künstlichen Grotten, lauschigen Lauben Huhn mit Toast und zwischen jedem und Baumgängen veMthen ihm, daß Schluck Thec'las er einen der Berichte er in einen Privatpart gerathen war.

in der Rubrik Skandalchronik. Der Er sprana vom Rade und wollte es

zarte Wildbraten war schließlich aufge- eben wenden, um nach der Landstraße zehrt, und programmgemäßig hatten zurückzukehren, als ein melodisches Zu

die Eier in der Speljenrelhe zu folgen, sammenklingen kleiner Glockchen seine Ohne von seiner Lektüre aufzublicken. Schritte hemmte. Erwartungsvoll ergriff Herr Ralf Watt das Service blickte er nach jener Richtung, aus der

und schob es naher zu sich heran. Da nun auch em lustiges Peltschengeschnalz

wurde er gewahr, daß dieseDelikatessen und kurztrabende Huftritte erschollen.

bereits viel von ihrer Eigenwarme ver- Alsbald bog in den Weg. auf dem loren hatten. Lediglich aus diesem ,r stand, nn Zweirädriaes Wäaelcben

Grunde wandte er denselben ein inten- Cin dem zwei Zebra nach Tandemart siveres Interesse zu. Als er von dem vorgespannt waren. Auf dem Kopfe einen im Becher stehenden Ei die Kuppe ugen die prachtvoll aufgeschirrten tfyirorr-rtart rnf1lo vfistrfl. r AtrlZ S.1 rs ' . . t r f j

uwitiuiiiu iwuit.uvnu.t u wu, vv Thiere einen wippenoen eoerjcymucr

leine ganze 'auymeiiiarnicxi oaniuc. unD auf DCm Rücken ein tönendes

Er nahm das Ei aus dem Stander, (fltf,,. An? sPm Bock sän

hielt ane bestimmte Stelle der Schale cne junge Dame, deren schlanke Genahe vor die Augen, dann wieder pru- faIt cin rtes Musselinkleidchen umfend von sich gestreckt, und endlich stand fim, sl b0 ,:,. blonder

er kopfschüttelnd aus und trat an nnes Locken gekrönte, hübsche Gesicht war der onenen enster. Mit einiger Muhe ö0n einem breitkrempigen Strohhut entzifferte er folgende Aufschrift, die schattet, und die mit festem Griff die unzweifelhaft von weiblicher Hand her- tl führenden Hände staken in hoch-

. stulmaen ir)cin:r andsckiuken. Den

Ich bin sehr emsam. Schreiben cs?ntrrtfe fim Sm Timrtir

ffe bitte .,0!-. Postoffice Mc. iot) cin beT Qltf bcm Schooß einen Clellan. N. Y. & la ntapo!itaine gekleideten Affen Zwei- dreimal las er die wemgen welcher sich die Welt mit glitzernWorte, dann lachte er hell auf. htn Analem woklaefällia betrachtete.

. ",?lr .kann gehe . fen werden por ms bfl8 Gefährt den Platz erreicht cirir nes er. theilte voruchtig das El nuz hfm ,TT mrtTf mnu ftslnb

O I r "1ZL W , mv. w.v. v. . . , an der Längsseite m zwei Halsten und m bcr fcine Sportmütze und fragte trug die Schale mit der ominösen Aus- mu UicMn nMmimt hie ihn

. . y t n r C Cf V 1 vv v vy v rmj vvvvv w v j forderung nach dem anstoßendenRauch- crftaun sehende junge Dame:

lCr lwFuu toiuh Um Verzeihung! Vermuthe ich ibllb. I Ajtl w. lr( . kf ' ti Crrtt

Als das Frühstück beendet und die " lrr W T C -?VGarderobe vervollständigt war, setzte Prachtvollen Parkes begrüß ? Herr Ralf Watt sich an den Sekretär , em. mm Herr. Sie vermuthen ims srfr? Tft Jh 5,n f OH,n falsch, denn ich bin nur btc Tochter des

langei7Vrief unter der Chiffre o.,. Besitzers

Postossice, Mc. Clellan, N. Y. lt autu Z 7r 1 ' ' 11 I cm5 je. ? r.sfc in

IiUU3 U UIigCUlj( UUi)tlUC sente er mit einem gewinnenden Blick

Mitten in einem ausgedehnten Park s,:er faszinirenden. dunklen Auaen

durch den das im Volksmund Silver- in3U. Auf einer Spazierfahrt bespring genannte Flüßchen seine Wässer griffen, verirrte ich mich in Ihren dem Passaic River zuführte, schrm- Pk, und ich bitte Sie ob meines eimerte in leuchtendem Weiß eine prunk- genmächtigen, aber unfreiwilligen Einvolle Villa durch die dunklen Schatten drinaens um ntsckuldiauna. Ke-

uralter Koniferen, Fichten und Kie- satten Sie mir. daß ich mich Ihnen

fern, ueoeraus ioyuifcy gelegen onu- vorstelle: mein Name ist Ralf Watt." i v?. . . rn . l.z .1 4. I ' . i . .

un oic ccroaioeicn crgglpi rae; b -nnuna dieses Namens

Forest Mountains schützend auf das chte die Dame hell auf. und voll rt v i r- p t . rr I r

iajieuantge ajiOBjen ycrao, ueucn Uebcrmulh. auf dem Kutschbock sich tief

YUIM ein slaiiernoes siernenoaniicr verneiaenl.. entaeanete sie:

mg

zierte. Hinter der Villa erstreckten sich

ausaedebnte isettuaeikote. und ein

tausendstimmiges Gegacker und Ge-

krähe bezeugte die Anwesenheit unge-

zählter Geflügelschaaren. Den Park umaab eine weite Ebene, auf der das

bereits gemähte Getreide, in Bündeln

vereint, der aewinnormgeuden Ernte-

einfuhr harrte. Der goldige Sonnen-

Freut mich außerordentlich, Herr

Sehnsuchtsstiller! Ich heiße Margot

Smith."

Ah!" rief er überrascht. Ist es

möglich? Dann habe ich ja die Ehre, von Ihnen bereits gekannt zu sein!

Das nenne ich em gütiges Geschick

Mit einer abermaligen Verbeugung reichte er ihr die Hand, die sie herzhaft

n 1 jf ii i . o ri . I fct i4;v jjuiiv, v iib uitnuu t strahl durchzittttte warm d.e Lufte. fügle dann hinzu! Daß und der Gesang der Schnitter, vom :j?.:L'' r.JiJ re:..r.i. 1:. ret..

V' Ä! .EÄi-i

?i sT j" u"i"w 3 .71 verdanke, erhöh nur den Re z derselschen der Baume und m das Gezwit- f.. f t A aW Am tAAl V A I

u,ci uuuiDi ucuci vuiiuti, wit lii rnrii crn,

bem P.ke ihre Residenz aufgeschlagen . Ilen. Ai,a m?r fcr Sthrpn Ni-s

Sj wr Reich ds bekannten ' "un hlt ndV Swnd7 eÄ iklt,v,Ii,vS (S, m 1 1 I s,TTtTr AUS I ' v

QT 1 1 4 sT a ä 3 mit af s.L w S 4 ? ?

JJlUUlliUUlUllUi.3 ViliUiy UU3 I ..frAsft Californien. In seiner Heimath hatte 9ecr3

das Volk ihm emen Spitznamen

Schopsenkomg gegeben, und diese

Bezeichnung verrieth gleichzeitig, wel

chen Quellen er seine ungeheuren Reichthümer verdankte. Erst vor kurzem

Dasselbe kann ich von den Ihrigen

sagen. Wahrend unserer einmonati-

gen Bekanntschaft par di8tance habe

ich fchon sechs Stuck gesammelt.

Die. gleiche Zahl besitze ich. Papa

tfuntv. wwm..v. v. o r (x r r . y c c t r ry hatte er mit großem Gewinn seine hat Ihre humorvollen Briefe ebenfalls Schafzüchtereien verkauft und sich hier- gelesen, halt Sie aber sur den Bruder

auf jenes vorerwähnte Schlößchen ge- ."

hstiiT TN.- r f?rh tS(i nnrh im tun I Vvll .

vuu,. ,vvu, uvu, 3 ,,lä v...ir: r-l- kv"..f.-

cijc i'cuiiiuj Bulf ijtuuiciii

Smiths

Aus welchem Grunde kommen Sie

und rüstig dünkte, um sich lediglich mit

dem-Verzehren semer Renten zu be-

sckiäitiaen. aründete er eine Keslüael-

wMnnftnU hfinnden mit ein?m M diese Gegend?"

Eierervortaesckäft. "Um nach einer gewissen longing'

svrr Gmiife war seit uneiäbr ackt- Ausschau zu halten.

ithn tahrtn sMittwer und Nter einer Und, Sie Fürwitziger?"

liebreizenden Tochter Namens Margot. Nun, jene longing die ich fand. Er konnte mit seinem Sprößling zu- im Gegensatz zu der die ich mir nach frieden sein, denn trak ibrer unend der geheiMNißvollen Art des Briefwech-

schwang Miß Margot das hausfräu- selsuchens vorstellte, überraschte mich liche Szepter mit einer 'echt weiblichen derart, daß ich Sie. als die personiflWürde über den großen Stab dienst- rte lorising bitte, Sie auf dem barer Geister des Schlosses. Diesen Rade begleiten ?u dürfen." wirthschaftlichen Sinn verdankte sie Wenn es- Ihnen Vergnügen macht,

aber erst ihrem Avancement zum Burg- nur zu!

fräulein, denn in den californischen Fräulein Smith zog die Zügel an, Niederungen hatte das. Bereiten unge- schnalzte mit der Zunge und die ungezähmter Mustangs ihr interessanter duldig mit den Hufen scharrenden Zeaeaolten, als alle Wissenschaften der bras zogen an. Im Sande leife knir-

Kochkunst und Häuslichkeit. Ab und schend, rollte das Wägelchen weiter, zu aber ging der Schalk mit ihr noch Herr Ralf Watt schwang sich auf sein durch, und in solchen Stunden kam es Rad und fuhr Seite an Seite mit dem ihr nicht darauf an, die prachtvollen Gefährt, indem er sich mit der linken Hähne der Geflügelzuchtanstalt ihres Hand an der Rückenlehne des VorderFederschmucks zu berauben und dem sitzes festhielt, bestürzt herbeieilenden Vater Bart und Ehe Herr Watt dazu kam, das Ge-

Haar zu zerzausen. Einem solchen spräch wieder anzuknüpfen, tauchte übermüthigen Moment verdankte sie plötzlich auf dem Wege vor ihnen die auch den tollen Einfall, einigen zwan- hohe Gestalt des Herrn Smith auf. zig zum Versand verpackten Eiern den Dieser war nicht wenig überrascht,. sei-

Wunsch nach einem Briefwechsel anzu- ne Tochter rn Begleitung eines Frem . i I p9 5 , t

oerirauen. ven zu icoen, uno oucne oayer, er-

TTT staunt stehenbleibend, den Ankommen-

s?2 Ynnr .;., srt, 5TTrtrn den entgegen.

noch zeitig in der F,ühe, als ein ein- Schon von weitem rief die Tochter

zelner Nadsahrer die staubige Land- i m .ts, 5'.?.. Jt. vl tsisM, .Papa, ich brmge Dir emen Gast!"

ipv viitiutiu uui, vituk. viv wuwv s r,c cm'rtri erv Orange, Mc. Clellan und Montclair .Z s es. Willst Du mir ihn miteinander verbindet. Mit der Muße cht! vorstellen? eines MensSen, für den die Zeit nicht Selbstredend, Papachen! Gestatte den sprichwörtlichen Werth des Geldes also: Herr Ralf Watt, der Bruder eihat, trat er die Pedale seines Fahrzeu- ner meiner Pensionatsfreundinnen und es. und indem er die würzige, ozon- der Schreiber jener, reizenden Briefe,

die ich in letzter Aeit erhielt.

Mein Papa." Mit einem eleganten Sprung hatte Herr Watt sein Rad verlassen und sich verbeugend drückte er die Hand des Herrn Smith.' Auch Fräulein Smith stieg vom Bock ihres Gespannes und warf dem Niggerboy die Zügel zu. Fröhlich plaudernd, schritten Vater und Tochter mit dem Gast nach dem Schlosse. IV. Drei Wochen waren seit dieser Beaeanuna veraanaen. und noch immer

weilte Herr Ralf Ratt auf dem Schloß des ehemaligen Schöpsenkönigs. Seine immer gute Laune brachte Leben und Abwechselung in das sonst so einsame

Besitzthum. Er, war ein vorzüglicher . . .

Lawn Tennis-, Kricket- und Poio,pieler, konnte radfahren, reiten und se-

aeln. wußte mit der Angel oder Flinte

ebenso geschickt umzugehen, wie mit den diversen Svielkartenarten. kurz, er

war em Gesellschafter, wie man, ihn nicht besser wünschen konnte. Noch etwas aber war es, was seine Person in den Auaen Herrn. Smiths Hoch über

den Durchschnittsmenschen erscheinen

ließ: er verstand etwas von der ?chaf-

zucht. Die Unterschiede, Vorzüge und Nachtheile der Heidschnucken, Leicester-, Ramboillet-, Negretti- und Elektorälr r r. r w:.

rassen waren iym jo geläufig, iüic mc Rentabilitäten der Woll-, Fleisch-,

Stamm- und Zuchtschäfereien. Da

Herr Ralf Watt auch seh? treffende Anschauungen über die Winter-, Früh-jähr-und Sommerlammung vertrat.

war es sehr leicht begreiflich, daß Herr

Smith seinen Gast stets von Neuem

zum Bleiben bewog. Nur über einen Punkt herrschte zwischen den Herren eine Meinungsverschiedenheit, nämlich ob die Bandwurmseuche oder die Dreh-

krankheit der gefährlichere Feind der Schafe sei. Und das war gut, denn gerade . diese gegentheiligen Ansichten gaben immer neuen Stoff zu Diskussi-

onen und einen plausiblen Grund zum

weiteren Verweilen Herrn Watts.

An diesem Morgen saß Herr Smith

allein im Frühstückszimmer. Weder

die Tochter noch der Gast ließen sich

blicken. Im Grunde seines Herzens verwundert, äußerlich jedoch vollkommen ruhig, trank er gleichmüthig seinen Thee und sprach den aufgetragenen

Speisen wacker zu. Alsdann lehnte er sich in den Stuhl zurück, schlug die Füße übereinander und entfaltete die

World".

Im selben Moment öffnete sich die

Thüre, und Herr Ralf Watt trat in das Zimmer. Herr Smith blickte auf, pfiff erstaunt durch die Zähne, legte die Zeitung bei Seite, und indem er

die Hände in die Hosentaschen , versenkte, sagte er mit hochgezogenen Au-

genbrauen:

Well, Sir, glaubte schon. Sie woll-

ten heute fasten. Haben Sie die Ab-

sicht zu einer Leiche zug ehen, well Sie in Schwarz gekleidet sind?"

Jes. Herr Smith, ich will meinen

Junggesellen begraben."

Gratuliere, Sir. Und wer ist die

Glückliche?"

Ihre Tochter." Thunerstonn! Das heißt dem

Vater über den Kopf geschossen."

Ihre ehrewerthe Tochter und ich

lieben uns, und daher bitte ich um ihre

Hand.

Well, schon geschehen. Was wei-

ter?"

Da wir uns lieben, wollen wir uns

natürlich heirathen."

Yes. That s the hurnoiir of it.

Was weiter?"

Das ist alles.

Hm. Nicht viel, aber doch genug

sur ie. Herr Smith!" . A-e-s?" Ich bitte um die Hand Ihrer Toch ter, und ich bin ein Gentleman!"

Niemals bezweifelt, Herr. Sind

.Sie mit Margot schon im Reinen?

Noch nicht ganz. Erst wollte ich mir Ihre Zustimmung holen, dan er-

spare ich ihr die Bemerkung: Sprechen Sie mit Papa." - Well, Sir, werde Ihnen etwas sagen:' Wenn meine Tochter Sie will, allright! Ich habe nichts .dagegen. Sie

hat Geld genug, um nach ihrem Herzen

zu wählen. (bo heißt es doch m der Sprach der Verliebten, wie? Schön! Aber wissen Sie, ich bin ein eigen- . ' (V f . .

lyumiicyer nauz. yaoe es mir nun einmal, in den Kopf gesetzt, daß "..? n? ?-5t. er .

mein zulunsiiger cyioiegerfoyn em bekannter Mensch sein muß. Das kön-

nen Sie aber von sich nicht behaupten.

Hören Sie also: Thun Sie irgend

etwas, wodurch (bic die Aufmerksam

keit ganz New Yorks auf sich lenken,

und' ich verspreche Ihnen, daß zur fei

ben. Stunde Margo! Ihre verlobte

Braut ist." Einen Moment war Herr Ralf ver

blüfft. Dann schritt er einige Male im Zimmer auf und ab. Endlich blieb

er vor seinem Schwiegervater in spe stehen und sagte mit einem eigenthüm-

lichen Gesichtsausdrua:

Gut. Sir. es sei! Ihr Wunsch soll erfüllt werden. Innerhalb dreimal

vierundzwanzig Stunden soll die ganze r. t . t

Welt von Mir precren. Vlver, wis- -- c ix. ' i-..

jen öic, uuty uiu ein cigcnigum licher Kauz. Geben Sie mir schrift

lich,- daß Sie, wenn, ich irgend einen

Streich mache. m:r denselben ln keiner

Weise nachtragen werden. Sie müssen - :i rr . n

ernaren, oav ic mu aucm einverstanden 'sind, was ich in Ihrem Hause t-tl - c ri w '

maaze. is oer zurun

Ihrer Tochter muß ich m

Oijne mit einer Wimper zu zucken oderrgend welches Erstaunen zu zeigen, kam Herr Smith dem sonderbaren Verlangen nach. Herr . Ralf Watt nahm den Schein entgegen, überflog prüfend die wenigen Zeilen und verwahrte ihn sorgfältig in der Brusttasche. Dann setzte er sich seelenruhig an deu Frühstückstisch. ' . V. Zwei Tage war Herr Smith von seinem Gute abwesend, da er in New. York einen wichtigen Abschluß in Eiern und Geflügelfedern zu erledigen hatte. Von seiner Tochter zu Hause empfangen, erfuhr er, daß Herr Ralf Watt kurz nach seiner Abreise die gastliche Stätte gleichfalls verlassen habe, um wie er sagte die Popularität seines Namens zu beschleunigen. Auf dem Wege nach seinen Zimmern übergab ihm ein Diener die an diesem Morgen eingelaufene Post. Obenauf

lag ein Brief mit den bekanten SchriftLgen des Zukünftigen Gatten seiner

2ochter. Ohne den. Hut abzulegen, be-

trat er das Rauchzimmer, vor dessen

Thür er soeben stand, legte den Stoß Briefe auf eines der Tischchen und er-

brach gespannt das Schreiben deZ

Herrn Watt. Es lautete:

Theurer Schwiegerpapa! Ihren Wunsch habe ich zwar nicht

erfüllt, doch hören Sie mein Bekennt-

ms. cy vin ein Gentleman, cruil-

den zwangen mich jedoch, mich nach ei-

ner reichen Erbin umzusehen. Auf eine eigenthümliche Art die Ihnen Ihre

Tochter am besten selbst enthüllt

lernte ich Miß Margot kennen. Ich hätte Sie geheirathet, wenn Sie jene

Bedingung nicht gestellt haben würden.

Als ich wahrend Ihrer Abwesenheit die

Bureaus besichtigte, betrat ich auch Ihr

Privatkontor. Sie vergaßen den Schlüssel vom Geldschrank abzuziehen.

Die Verfuhrung war zu groß. Em Griff und ich war der Verpflichtung

hre Tochter zu heirathen, enthoben.

Berühmt bin ich nun zwar nicht, dafür

aber wohlhabend genug, um m einem idyllischen Winkel der Erde in aller

Freiheit leben zu können. Für Sie ist die Summe jedoch ein Pappenstiel. Der von Ihnen ausgestellte Schein sichert

mir Ihr Emverstandmß Mit meinem Thun, und da ich Sie, betreffs meiner

Verlobung mit Ihrer ehrenwerthen Tochter, Ihres Versprechens entbinde,

wird Fräulein Margot Sie über den doppelten Verlust meiner Person und eines Theiles Ihrer Jahresrente zu

trösten wissen. Ich. empfehle Ihnen

mit Rücksicht auf Ihre Tochter tiefstes

si'nr. c . 1L

lills zweigen uno oeroicioc niu er

gebensten Grüßen

Ihr Ralf Watt.

Erschrocken ließ Herr Smith den

Brief fallen, und fuhr sich mit beiden

Händen , durch das Haar, ann stürmte er nach seinem Privatbureau

zum - j einbruchssicheren Geldschrank.

Ein Schlüssel toi im cyioe. ding riß er den Tresor auf. Eine öde Leere gähnte ihm entgegen. Nichts war in den diversen Bäckern zu finden, als

eine Visitenkarte, auf der zu lesen

stand: 5Zur freundlichen Erinntrung neh-

m ich mir die vorhandenen 100,000 . F fW I I li

Dollar mit. Ihr vtalf Zmall."

Wneknirsckend wars Herr Smith

das weiße Kärtchen zu Boden und zer- " . . ' . r s ? , r

stampfte es mit den Ävsaizen inner . . m -m r .1. Cf n JC i

Stiefel. Nann nes er ,cuic

WMkWlM - IWMPMn. , ; . yandatta Qne. bgang . A'l'unft

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ÖUUUlWUUUv."3 T- . 't.r,CL lich beim Bezirksgerichte Leopoldstadt : n:. 5?Zn ?ienstvermittlunas-

in uv. . ' c n.tf,. bureau in Prag klagte auf Zahlung r m :iis,vrt2hnnnrrfr

von 6 Nronen xjctmui" für eine Köchin. Der Dienstgeber ver- . , -f v 4 Onrtitn

weigerte die Laymng, vu -w. schon nach zwei Tagen habe entlassen LJ::x . Mrfinnit stellte durch

lllU Cil. XJt. vv..-0- , die Zeugenaussche semer Frau und einer früheren Dienstgeberm fest, daß

die Köchin nach olgenve mütuuiu ' r f n.? Vs rt 110

f?;nssl?n Man: einen

ÜIMVII wu - -- V ' die Frau aus der Küche hmaus. zwei- - - " y W W OnJh.rt5

.2 rftitrt waorenl? uc ovk.

ifcili) lUUUJtk v "-- , Eiqaretten, drittens zerschlug sie das Geschirr, weil es ihr nicht gefiel, viertens erklärte sie, jetzt nicht kochen zu wollen, weil sie Schlittschuhlaufen ge- ' rV Vtt nif

hen wolle. Der mqizi, s.r. .nrweise diese mo-

Vimuuu. i ' . derne Köchin entlassen habe und Nicht verpflichtet sei. das Vermittlungshonorar zu bezablen, da sie den Anspru- , " , r-i r . o !kt nfnnftTt

kven oes Men igeoerv v

An seinem Geburtstage

im Potomac ertrunken ist der 69 nfiri nU Wnlhan Erowe. welcker

als Einsiedler in einer Hütte an der West-Virginier Seite bei Rawlings in Allegany County, Md., wohnte. Crowe hatte in Cumberland seinen MeKuriZinn. nrfritrl und war soeben

wArvv Vv v -,wwmit einem Zuge aus Rawlings gekommen. um in seinem Boote über den Fluß zu setzen. Dabei muß er einen crll-lli -XI itnVi in Son

IJttilllU, gcmuul ijuvni Fluß gefallen sein. . . -Ein Raubmord ist unlängst in Mailand verübt worden. Die achtzigjährige Frau Stoltz. die Schweper der Freundin Verdis, wurde in ib Trn rtSI rtitfrt.frnihMt ' Plt nslt

iVVt UUUVfHIIVVIH - schon einige Tage vorher verschieden.

uno nacy meyreren Zllerieizungcn an ig rem Korper muß man annehmen, daß sie ermnrd? HintVit W. 9Iiirf waren

aus der Wohnung 40,000 Lire verschwunden. Die Magd der alten Frau, eine gewisse Angela Florini, wurde auf -dem Bahnhofe verhaftet, als sie abreisen wollte. . Sie leuanet, die Tbat

beaanaen in laUn. '

Anknnst . 145V . 6 66? . 7 00?

.12 10Nrn 12 40R . 3Ü5N . 05N .11 15Nv

Abaana

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