Indiana Tribüne, Volume 29, Number 151, Indianapolis, Marion County, 19 February 1906 — Page 4

Indiana Tribüne. ttauljtittenton Itx Out ritt ft 0 Indianapolis, Ind. varry O. Thudinm Vräfident. SeschSftSlocal: SZo. 31 Süd Delaware Straße. TELßPHOLNE 269. br.Urcii t the Pott Office ot Indiinapoli as second claia matter.

Kein Zollkrieg vorläufig. Wenigstens auf ein Jahr ift der erwartete Zollkrieg mit Deutschland Dank der freundschaftliche): Nachgiebigkeit der deutschen Regierung hinauSgeschoben worden. Man kann mit Sicher heit annehmen, daß in dieser Zeit ein beiden Nationen befriedigendeZ Einverfländniß erzielt sein wird. Die Vereinigten Staaten haben dagegen der deutschen Regierung beson dere Erleichterungen in den Zoll und Konsulardienft'Regeln gewährt. Wir haben an dieser Stelle erft kürz, lich an der Hand statistischer Tabellen darauf hingewiesn, wie verderblich gerade jetzt ein Zollkrieg für beide Län der fein würde. Aber die durch Handelsftockung erlittenen Verluste waren eZ allein nicht die manchen so bedenklich erschienen, sondern die unausbleibliche Spannung, welche ein Zollkrieg mit sich gebracht und die guten Beziehungen zwischen den beiden Nationen ernstlich bedroht hätten. Der deutsche Botschafter machte Samstag Nachmittag unserem Staats fekretär Root die Mittheiluug, daß die deutsche Regierung der Freundschaft zwischen beiden Ländern Rechnung tra gend beschlossen habe im HandelZauZ tausch mit den Vereinigten Staaten den alten vertragsmäßigen Tarif und nicht den Höchftzoll auf ein ferneres Jahr in Kraft verbleiben zu lassen. Unser Kongreß kann nun mit aller Ruhe über einen gerechten Tarif zu Rathe gehen und wird nicht verfehlen das Entgegenkommen Deutschlands sei nerzeit würdigen zu wissen. Im Prohibitionsstaat Kansas sucht ein Apotheker durch Anzeige in einer englischen Zeitung einen Bar keeper" der auch Rezepte" machen kann. Da sagt man noch, der Humor sei am AuSfterben. Die Untersuchung im St. Louiser Polizei'Tepartement bringt ganz ent setzliche Korruption zu Tage. Vom Polizeichef Kiely durch sämmtliche Ebar- ' gen hindurch zieht flch Grast und Will -kür. Man gewinnt schließlich die Ue. berzeugung, daß die schlimmste Verbrecherbande in der Stadt deS heiligen Ludwig aus Polizisten besteht. Unser .Porch" Kletterer, der so erfolgreiche Gastspiele hier giebt, scheint auch an anderen Orten über klingende Erfolge nicht klagen zu können. Er scheint seine Turnübungen ebenso ge schickt in Chicago wie in St. Louis auszuüben. Jedesmal nach einem er folgreichen Raubzuge durch den Rietterer" in unserer Stadt hört man von einem ganz ähnlichen Kunstftückchen . aus St. LouiZ oder Chicago. Der Gauner denn allen! Anscheine nach ift eS stets derselbe scheint auf steter Rundreise, zwischen den genannten drei Städten zu sein. Die marokkanische Angelegenheit läßt die Gemüther in Frankreich und England noch immer nicht zur Ruhe kommen. Die Veröffentlichung der französischen Aktenstücke und die Rede deö Reichskanzlers im deutschen Reichs, tage über den Gang der Angelegenheit haben die Erörterungen und die Phan taftereien über die Möglichkeit eines Zusammenstoßes zwischen Deutschland und Frankreich aufS neue erweckt. Die einen erinnern an die angebliche Pro phezeihung LordSaliSburyS, derinächfte europäische Krieg werde über Marokko auSbrechen, die andern weisen zwischen Sorge und Schadenfreude darauf hin, daß gerade vor hundert Jahren der Zu sammenbruch Preußens bei Jena er . folgt sei. Wie die Pessimisten im Sommer und Herbft deö vergangenen Jahres nicht an den glücklichen Ver lauf der deutfch.franzöftschen Verhand lungen glauben wollten, so bezweifeln sie jetzt den friedlichen AuSgang. der Konferenz von AlgeclraS. - Ihnen kommt wie allen Abergläubischen der Unstern zu Hilfe, von dem die Kön , ferevz ersichtlich verfolgt wird. 'Ur. sprünglich war ihre Eröffnung auf den 5. Dezember 1905 feftgesetzt.,.Da . führte"eine spanische MinifterkrifiSine erste Verzögerung herbei. - - An ' die

Spitze des neuen Ministeriums trat Moret. und der ehemalige Minister Montero Rio?, der nach den srüheren Abmachungen Spanien auf der Kon ferenz vertreten sollte, weigerte sich, diese Vertretung jetzt noch- zu überneh men. Statt seiner wird nun der Herzog von Almodovar, der Minister der auswärtigen Angelegenheiten in der neuen spanischen Regierung, an den Verhandlungen der Konferenz theilneh men. Die bevorstehende Vermählung der Schwester des Königs AlfonS XIII.. Maria Terefa mit dem bayrischen Prinzen Ferdinand machte einen wei teren Aufschub nöthig und ließ den Wunsch auftauchen, die Konferenz rn ter dem Vorwande, daß eS in AlgeciraZ an den wünschenSwerthen Räumlichketten und Bequemlichkeiten fehle, in Madrid abzuhalten. Diese Ver zögerungen verstimmten das Publikum, eS witterte hinter ihnen allerlei Jntri guen, bösen Willen und friedenSfeind liche Absichten. (Deutsche Rundschau )

Ueber die HochlicevzAbstimmung in Chicago schreibt die Abendpoft-: Mit knapper Noth ift bis auf Weite. reS der Anschlag vereitelt worden, die Schanksteuer von $500 auf 81000 das Jahr zu erhöhen. Dagegen hat der. selbe Stadtrath, der fast zur Hälfte aus Tugendbolden besteht, mit 57 ge gen nur 10 Stimmen das Veto des Bürgermeisters gegen die niederträchtige GaS'Ordinanz verworfen. Man wird dreist bkhaupten dürfen, daß selbst zehn tausend neue Polizisten die öffentliche Sicherheit nicht so viel heben könnten, wie sie durch den augenscheinlich corrupten Schacher mit dem GaS'Trust und seinen Verbündeten heruntergesetzt worden ift. Alle salbungsvollen ünd frommen Reden werden die heran wachsende Jugend nicht auf den Pfad der Rechtschaffenheit führen, wenn die Thaten stets den Worten widersprechen. Wäre die Frage der Schanksteuer Erhöhung lediglich als eine sinanzpoli tische aufgefaßt und erörtert worden, so hätte sich über den Vorschlag ruhig und leidenschaftslos reden lassen. Es war aber von allem Anfange klar, daß es weit weniger auf eine Verbesserung der städtischen Einkünfte abgesehen war, als auf eine Drangfalirung der Wirthe, die von den angeblichen Re formern.für alle Sünden der amerUa nischen Jugenderzieöung und für alle menschlichen Schwächen und Laster der antwortlich gemacht werden; denn es wurde auch gleichzeitig wieder einer der landesüblichen Kreuzzüge" gegen die Tanzvergnügungen, die . meist sehr harmlosen SonntagS Unterhaltungen und die Lotterien des kleinen Mannes eröffnet, über welche die Bridge und Poker spielende seine Gesellschaft so fürchterlich entrüstet zu sein vorgiebt. Nach den Argumenten- der Herren und namentlich Damm ZU schließen, die offmbar die Moral in Erdpacht ge nommen haben, kommen da, wo eS keine .SaluhnS" und keine Tanzhallen giebt, auch keine Morde, Straßenräu bereken und sonstige Verbrechen vor. Die Mädchen lassen sich in diesen para diesischen Gegenden nie versühren, die jungen Männer gerathen niemals auf Abwege, und die Erwachsenen find vollends so 'rein, wie das erste Menschen paar vor dem Sündenfalle. Um also auch die Zweimillionenstadt frei von Schuld und Fehle zu machen, braucht man blos die SaluhnS" auszurotten, das Tanzen zu, verbieten und den purj. tanifchen Sabbath einzuführen. Mit solchem Geschwätz auch nur Ge duld zu haben, ist schlechterdings un möglich. So oft diese Gesellschaft einen osse. nen Kampf wagt, wird sie auf'ö Haupt geschlagen. AIS sie zum Beispiel vor beiläusig fünfzehn Jahren in der Per son Clmer Washburne'S ihren eigenen Bürgermeiftercandidaten aufstellte, er hielt dieser kaum den zehnten Theil der bei der Wahl abgegebenen Stimmen. Daher sucht sie durch ihren Einfluß Das zu erreichen, was sie auf geradem Wege nicht erlangen kann, und da ihr die cnglischamerikanische Presse mit kaum nennenSwerthen Ausnahmen im mer beifteht, so gelingt eS ihr auch nur allzu häusig, feige ttldermen oder Ge. fetzgeber einzuschüchtern. Sie sollte aber endlich einmal. in'S freie Feld her aufgefordert und energisch bekämpft werden. Vor allen Dingen sollte auf die Abschaffung der Gesetze hingewirkt werden, die den Heuchlern wenigstens den Schein der Berechtigung zu ihren ttreuzzügen geben. Wie sie selbst immer die .Locül ' Option" fordern, um schon mittels einer Ward oder Township'Mehrheit zu ihrem Ziele ge. langen zu können, so sollten die Groß

fiädte endlich einmal auf das Recht t

örtlichen Selbstbestimmung vrtngen. Ist die Local Option" der einen Seite recht, so ift sie der anderen billig. ES kann aber wohl keinem Zweifel unter liegen, daß .der verkappte NativiSmuS arg in'S Hintertreffen gerathen würde, wenn zum Beispiel daS Volk von Chi cago eine Abstimmung über die Blauen" Gesetze vornehmen dürste. Zur Unterdrückung deS Verbrechens, einschließlich der öffentlichen Corrup tion in allen ihren Abarten, werden die Ausländer- ebenso gern beitragen, wie die Eingeborenen". Doch von der Patentfrömmigkeit, die nichts weiter als Unduldsamkeit ift, wollen sie nichiS wissen und ihre Langmuth ist nach gerade zu Ende. Nach einer Gesammtausg a b e von $1,600,000 während der verflossenen sechs Jahre für den Ankauf und den Abbau von Kupfergruben, welche vor vielen Jahren als die drittgrößten des Landes angesehen worden waren, hat George Westinghouse. der Pittsburger Industrielle, seine Nachsuchungen nach Kupfer in den Berkshire-Bergen, Vt., eingestellt,. und die Ortschaft ist als Resultat diej ses Entschlusses thatsächlich entvölkert. f i i or i , rv r -. nacyoem oie nenreier enlngyoues erklärt haben, daß die Kupfergrube werthlos sei. Im Ort, der seinerzeit' ungefähr ' 1000 Bewohner gezählt hatte, haust gegenwärtig kaum ein Dutzend Familien. Die Häuser werden abgerissen oder' zu Schleuderpreisen weggegeben und die Maschinen werden als altes Eisen verkauft. Ueber den schrecklichen Tod eines Holzfällers wird aus Duluth, Minn.. berichtet. Der in Diensten der McKay Lumber Co. als Vormann stehende Holzfäller Napoleon Burnrn ist in einer verlassenen Hütte verbrannt. Er war von seinem Arbeitsorte, einige Meilen von Gordon, Wis.. vor einigen Tagen nach letzterem Orte gegangen, um dort Verschiedenes zu besorgen. Als er nicht zur Zeit zurückkam, wurde nach ihm gesucht, und man fand seine verkohlten Ueberreste in den Trümmern einer verlassenen Hütte vier Meilen nordwestlich von Go.rdon. Der 34jährige Mann hatte sich verirrt, in seiner Erschöpfung von dem langen Marsche in der Hütte Schuh gesucht und war dann in tiefen Schlaf gesunken, wäh--rend dessen die Hütte in Brand gerieth. In Gegenwart ihrervier' kleinen Kinder lud kürzlich Frau ElliS Bird in ihrer Wohnung in Keeler's re o c. " . . er ' i uoincis, in ocr uiaqz von Pemoeiion, N. I., das Gewehr ihres Gatten, stellte es zwischen ihre Füße und druckte es. mit einem Stocke ab, sodaß ihr die ganze Ladung in den Kopf ging. Der. Ehemann arbeitete zur Zelt auf emer eine halbe Meile entfernten Farm. Das älteste der erschreckten Kinder lief ZU ihm hin und erzählte, was passtrj sei. Dem Manne bot sich in seiner Wohnung ein entsetzlicher Anblick. Dic Leiche der Frau lag in einer Blutlache am Fußboden, j?er Kov war durch die Gewalt des Schusses vollständig zerschmettert und das ganz Zimmer war mit Blut und Gehirnmasse bespritzt. Frau Wird soll schon seit längerer Zeit nervenleidend gewesen sein und schon früher einmal gedroht haben, daß sie sich das Leben nehmen werde. . Eine neue Flugmaschine, die von C. T. Fried in Allentown, Pa., gebaut wurde,' soll sich bei einem Experiment als erfolgreich bewiesen haben. Fried hatte sich letztes Jahr in Allentown niedergelassen, nachdem er 15 Jahre lang im Laboratorium von Thomas L. Edison zu East Orange. N. I., als mechanischer Ingenieur thätig gewesen. Die FlugMaschine trägt zwei Mann. Fried hatte sich zum kürzlich stattgefundenen versuchsweisen Aufstieg eine Platform in der Nähe der Stadt errichten lassen. Es wird versichert, daß die Maschine mit und gegen den Wind fliegt, jeder Wendung des Steuers gehorchend. Fried glaubt, er habe das Problem der Luftschiffahrt nahezu gelöst. Sein Flugschiff basirt auf den natürlichen Gesetzen des Vogelflugs. Die Schrauben halten 9 Fuß im Durchmesser; die Triebkraft liefert ein Motor nach dem Turbinen - Prinzip, der Centrifugalkraft entwickelt. Ueber ein. Duell 3 tos schen zwei Knaben um eine Geliebte wird aus Paris berichtet: In einem Hause der Rue Crozalier wohnen zwei Knaben im Alter von vierzehn Jahren vti ihren Eltern, achtbaren und angese henen Leuten. Beide Knirpse, hatten sich unsterblich m die dreizehniahriae Tochter eines in demselben Hause wohnenden Kaufmanns verliebt. Da die so feurig angeschwärmte junge Dame nicht recht wußte, welchem Verebrer sie den Vorzug geben sollte, beschlossen die beiden Seladons, durch ein Duell Die Entscheidung herbeizuführen. Sie entwendeten ihren Müttern die aroken und'scharfen Brotmesser, nahmen vor der Wohnung der Angebeteten Aufstel. lung, und das Duell ieqann. Nack spurn zwei Minuten erhielt der eine der Jungen emen Messerstich in die Brust, so daß er ohnmächtig und blutüberströmt zusammenbrach. Man schaffte den . kleinen Duellanten schleunigst .nacy Dem Krankenhause, aber er ver starb bereits auf dem Transporte. ,

Allerlei jür's HauS.

Bauschutt alsZusatzfür Blumenerde. Die Hauptbestandheile des Schuttes bestehen aus Lehm, Sand und Kalk; an Stelle von Sand soll sich der Schutt zum Zusatz lom Blumenerde für Palmen, Primeln, Zyklamen, Rosensteckltnge, Azaleen, Rhododendron u. f. w. gut bewährt haben. Er eignet sich auch als Beigabe für Gartenbeete. Nicht nur lockernd wirkt er für die Erde, sondern auch, da Kalk häu ig dem Boden fehlt, als krä - tig wirkendes Nahrungsmittel, das andere Stosse des Bodens ersetzt. Durchgesiebter Bauschutt von trockenem Mauerwerk eignet sich zum winterlichen Einlagern von Gemüsen und Wurzelwerk, da er das Faulen der eingelagerten Pflanzen verhütet. Bronzirte Thürschlosser undKlinkenzuputzen. Patinirte und oridirte Metallaeaenstände dürfen nur mit Seifenwasser gereinigt werden. Jede Art polirter Bronze reinigt man zunächst mit Putzpomade, hinterher mit Putzpulver (gefälltem kohlensaurem Kalk). Theile des Putzmittels, das sich in Ritzen und Gxavirungen festgesetzt hat, sind mit einem zugespitzten Stäbchen aus weichem Holz und einer Bürste aus den Bertiefungen zu entfernen. Riechsalz als Luftreinigungsmittel. Nach folgender Vorschrift erhalt man em gutes Riechsalz das namentlich in Speise- und Rauchzimmern gute Dienste leistet. Frischen, nicht verwitterten kohlensauren Ammomak zerschlagt man m Hasel nußgroße Stücke und füllt damit eine welthalsige, mit Glasstopfen versehene Flasche. Gläserne Theebüchsen, die in jeder Glashandlung in einfacher, wie reich geschliffener Form zu haben sind. eignen sich besonders gut dazu. Den kohlensauren Ammoniak übergießt man mit einer Mischung aus 10 Gramm Lavendelöl, 25 Gramm Eau de Cologne und 50 Gramm stärkstem Ammoniak (Salmiakaeist). Wird die Flasche geöffnet, so verbreitet sich ein kräftiger, erfrischender Lavendegeruch. Das Riechsalz behält, auch wenn die Flasche täglich mehrmals längere Zeit qeöffnet bleibt, monatelang seine Kraft. Marmorkun st fachen zu reinigen. Marmorfiguren dürfen beim Reinigen niemals in Wasser gestellt werden. Sehr häufig sind nämlich Theile der Figur, ohne daß man es bemerken könnte, angekittet. Diese würden sich im Wasser loslösen. Soll eine Marmorfigur gereinigt werden, so bürstet man sie mit weicher Bürste, venezianischer Seife und kaltem Wasser von oben bis unten gut ab, spült gleich hinterher, die Seife mit einer Gießkanne mit kaltem Wasser rein ab und tupft danach das Wasser möglichst mit Schwamm auf. Schließlich ist der Gegenstand mit einem weichen Leinentuch abzutrocknen. S ch w a r z l a ck i r e n einfacherHolzrahmen. Für Bilderrahmen eignet sich gewöhnlicher Spirituslack, dem man eine spirituöseLösung vonLlZigrosin zusetzt. Dem mit feinstem Glaspapier abgeschlissenen Holz wird zunächst ein Ueberzug von Schlämmkreide gegeben. Dazu ist Schlämmkreide mit dünnem Leimwasser zu :i ner Flüssigkeit von rahmartiger Konsistenz anzurühretl und diese Masse zweibis dreimal recht gleichmäßig über den Rahmen zu streichen. Nach dem Trocknen ist der Kreidegrund mit dünner schwarzer Oelfarbe zu überstreichen; über diese kommt schließlich ein zweibis dreimaliger schwarzer Spirituslackar.strich. Ein gutes Haarwaschmitt e l gegen Schinnen erhält man. wenn man 2 Eidotter. 1 Quart destillirtes Wasser und 30 Gramm Seifenspiritus in einer Flasche aut durcheinander schüttelt und mit dieser Mischung Haarboden und Haar tüchtig durchwäscht. Nachher muß das Haar gründlich mit lauwarmem Wasser gespült werden. Dem ersten Spülwasser kann man eine Kleinigkeit Salmiakgeist zusetzen. Nach mehrmaliger BeNutzung dieses Waschmittels in Zwischenräumen von 14 Tagen bis drei Wochen soll der Haarboden von Schinnen gesäubert sein. : Kakao- und Chokoladenflecke lassen sich mit Eigelb, das auf die betreffenden Stellen verrieben wird, entfernen. Nachher läßt man die Wäschestücke mit kaltem, höchstens lauwarmem Wasser, ohne Seife, nachwaschen. Auch bei ganz alten Fleckenbewährt sich dies Verfahren. Helle, leichtangeschmutzte Lederhandschuhe lassen sich durch Abreiben mit frischer Semmelkrume nochmals verwenden, ehe sie mit Benzin gereinigt werden müssen. Hauptpflege Mittel für rauheundgerötheteHände. Je 75 Gramm bestes Glycerin und Rosenwasser mischt man mit dem geklärten Saft einer Citrone. Vor dem Schlafengehen sind die Hände damit tüchtig einzureiben; sie dürfen aber nicht abgetrocknet werden, die Flüssigkeit muß in die Haut einziehen. ' Ein freches Diebsstück wurde in Humboldt, Nebr.,- verübt. Es wurden dem Farmer August Schultz in einer Nacht 16 fette Schweine gestohlen und , keine Spur besteht, wo die Grunzer hingekommen sind. Die gestohlenen Schweine wogen etwa'250 Psund per .Stück und waren bald fertig für den Markt.

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Von einer That der Celbstderleugnung eines russischen Schützen wird aus Petersburg folgendes mitgetheilt: Der Capitän des 148. Kaspischen Infanterie - Regiments Lebedew stand vor der Lage, entweder sich den linken Fuß amputiren zu lassen oder sich einer Operation zu unterwerfen, nach deren Ausführung die Wunde mit einem mit der Haut versehenen Stück Menschenfleisch zur Heilung gebracht werden mußte. Ms die Soldaten von diesem Gutachten der Aerzte erfuhren, so erklärten sich 23 Soldaten bereit, sich ein Stück Fleisch aus ihrem Körper ausschneiden zu lassen, um den Capitän Lebedew vor der Amputation seines Fußes zu bewahren. Von diesen Soldaten wurde von den Aerzten als besonders gesund und kräftig der Gemeine des 13. Ostsibirischen Schützen-Regiments Iwan Kanatow gewählt, der sich freiwillig unter Chloroformnarkose am -26. September. 1905 das erforderliche Stück Fleisch aus seinem Bein ausschneiden ließ. In allen japanischen Zeitungen ist diese Heldenthat des russischen Soldaten als Beispiel Hingestell worden. Generalleutnant Danilow hat über diese Heldenthat Kanatows dem Obercommandirenden der Mandschurischen Armee General Linjewitsch Bericht erstattet und die Auszeichnung des selbst, verleugnenden Schützen beantragt.. Eine seltsame Ljebesheirath wurde in Genf zwischen einem 18jährigen Mädchen, das weder Arme noch Beine besitzt und als, Prinzessin Anetta" in einem reisenden Kuriosität ten-Museum gezeigt wird, und einem jungen Deutschen namens Joseph Starker geschlossen. Der Impresario bot sein Möglichstes auf, um die Heirath zu verhindern, da er sich nicht seine Haupteinncchmequelle entführen lassen wollte. Darauf reichte Starker beim Gericht eine Klage wegen brutaler Behandlung der Prinzessin" ein. Infolgedessen wurde der Jmpresario verhaftet, und in seiner Abwesenheit entführte Starker seine ErWählte. Er trug sie zur Kirche,' wo sie getraut wurden. Während der Trauungsceremome hielt der Bräutigam die Braut in den Armen, u n g e l e g e n y e i t e n m t t I ndianern hat Reynolds, der Agent der Crow - Indianerreservation in Montana. Die Rothhäute smd jedenfalls von der modernen Civilisation angesteckt und haben, sich einige schlechte Sitten und Gewohnheiten der Weißen angewöhnt, denn in den letzten zehn Tagen sind nahezu ern Dutzend Indianer ihren Weibern mit anderenFrauen ihrer Stammesgenossen entlaufen. Reynolds hat eine Razzia auf dieselben veranstaltet, sie wurden verhaftet und befinden sich nun im Gefängniß, wo sie zum Eisschneiden Herangehen werden, was wohl ihre Liebesgluth etwas abküblen dürfte. Vtt MM Am cEtällirt 1853.) . . .Jlndiaua'S größter Lade. ffebruar Leinvand-Berkanf Große gesäumte Huck Handtücher mit rothen Borten, 10c Qualität, Dienstag 7e Gesäumte Huck ' Handtücher von deutscher Leinwand, extra groß, 3ftc Qualität, so lanqe welche an Hand sind 25c Gesäumte Huck Handtücher. 30 Zoll lang, werth 9c ; speziell das Stück Se Gesäumte Damast Handtücher, prachtvolle Muster, sehr groß, 14 Dtzd. der 4vc Sorte, so lange welche an Hand sind.... 30c 30 Dtzd. gebleichte Muster Tücher, 810 Größe, kleine niedliche Dessins, .52.25 Qualität, in diesem Ver kauf $1.75 Oft Zimmer. ums M GÖOES CO.

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