Indiana Tribüne, Volume 29, Number 150, Indianapolis, Marion County, 17 February 1906 — Page 4

Jnviana Trtvüne, Februar iog

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Indiana Tribüne. Httaulgk?eden von der Gtedg TB. Indianapolis, Ind. ganz O. Thudinm .... Präsident. DeschäftSIocalz No. 31 Süd Delaware Straße. telcphone 269.

Kntcred at the Pott Office ot Indiinapolit ccood dass matter. Zur LongwortH'Noosevelt Hochzeit find Gratulationen heute in Ordnung. So lange sich die Diplomaten in Washington darüber streiten ob Frack oder Uniform zur Hochzeit von Frl. Roosevelt paffend sind, kann'S Vater land ruhig sein. Anna Gould wird nach bewilligter Scheidung den Grafentitel ' behalten können. Sie kann also ganz zufrieden sein, denn sie behält ja, dofür sie ihre Millionen bezahlt hat. Der Gatte war ja nur eine Zugabe, den sie mit in den .Kauf" nehmen mußte. Vom Senat soll die Bill avgenom men werden, welche Poker und Faro in den Territorien Alaska, Arizona. New Mexico, . Oklahoma und dem In dianaer Territorium verbietet.' Der Distrikt Columbia hätte füglich auch ein geschlossen sein können, damit die Lobby nicht gar zu -schwer herauZzu rücken braucht, wenn sie das Pokergeld liefern muß. Der Streit um den KaliauLfuhr zoll wird um so lebhafter, je näher die Stunde seiner Entscheidung rückt. Wie Chile in seinem Salpeter, Peru im Guano, so befitzt Deutschland in seinen reichen ttalisalzlagern einen Schatz von hervorragendem Werthe, nicht allein für ' die eigene Landwirthschaft, son dern namentlich auch von hohen Ge winnchancen in Bezug auf die Aus fuhr nach den größeren überseeischen Ackerbauländern, die mit ihrem Kali bedarf 'aus Deutschland angewiesen sind. Die Besorgniß einer Verschleu derung' der kostbaren Düngesalze inZ Ausland brachte als Abvehrmaßregel den im Reichstag gestellten Antrag auf Belegung der KalifalzauZfuhr mit einem Zoll. Würde nun ein solcher Zoll auf der einen Seite eine Ver billigung der Kalisalze sür die ixittn dische Landwirthschaft herbeiführen. so wäre er auf der andecen Seite ein gemmniß für die Entwickeiung der Kaliindustrie, deren Schwerpunkt im AuZlandZgeschäst liegt und die sich zur Zeit so wie so infolge des Nebeneln ander von Kalisyndikat 'und immer neu entstehenden selbständigen Betrieb ben in Bedrängniß befindet. Um waS für Werthe es sich bei dem Auslands geschäft der Kaliinduftrie handelt, zeigt .ein Blick auf die hamburgische Aus fuhrfiatiftik: Die KaliauSfuhr über Hamburg be trug im Jahre 1904 über 4 Dttllio nen Doppelzentner im Werthe von über 35 MillionenlMark. sie ist im Laufe von 5 Jahren um 12z Millionen Mark gestiegen. ; Die Hauptbezugsländer sind die.Vereinigten Staaten von Ame zika und Großbritannien, die bei jähr lich wachsendem Bedarf drei Viertel der GesammtauZsuhr lHamburgS bean spruchen. Den Hauptantheil hatten die Vereinigten Staaten, deren Kali import aus Hamburg im Jahre 1904 allein m) den Höfen am Atlantischen Ozean 22z Millionen Mark betrug; er ist im Laufe von 5 Jahren um ca. 10 Millionen Mark im Werthe gewachsen. Auch die Vereinigten Staaten am Stil len Meer haben im Jahre 1904 um eine halbe Million Mark mehr Kali über Hamburg erhalten als 5 Jahre früher. Und Chile, das Land des Salpeters, das vor 5 Jahren noch keine Kalisalze importirte, weift 1904 schon einen Bezug von über 44.000 Mark bei jährlich wachsenden Zahlen auf. CiniGleicheS gilt für Algier und Japan, deren Kalieinfuhr über Ham bürg ungefähr auf gleicher Höhe ml Chile steht. In Japan begann die KalieinfuhrZfogar erst im Jahre 1901 Ganz bedeutend ist auch die KaliauS fuhr, nach Schweden, das im Jahre 1904 für über 2 Millionen Mark von diesem Düngesalze über Hamburg be zog. Und auch nach den Niederlanden, deren Bezug im Jahre 1904 die Höhe von 323.000 Mark erreichte, sende Hamburg jährlich wachsende Mengen Kali. Geo. A. Nemmette r. 224 Nord Plne Str. DunkleS und helles Capk. ffli. n. r , - iQi ll? Bier per? vet Mir zu haben.

Unser Handel mit Deutsch-

land. Den Gegnern eines auf Gegenseitig eit beruhenden neuen Handelövertra. geS mit Deutschland dürfte die Lecture der Consularberichte so manchen werth vollen gingerzeig geben. Der amerikanische Consul Ozmun in Stuttgart meldet beispielsweise, daß in Deutschland große Nachfrage nach amerikanischen Waaren sei. So erfreuen sich amerikanische Schuhe und Stiefel besondere Beliebtheit, und auch unsere Automobilfadrikanten ha ben Aussicht auf Erfolg, besonders da der Preis der Maschinen bedeutend höher ist. als hierzulande. Man glaubt. daß die Amerikaner in dieser Branche bald den ganzen deutschen Markt be beherrschen werden, vorausgesetzt, daß sie eö nicht machen, wie einige hiesige Bicyclefabrikanten im Jahre 1897-93, die damals minverwerthigeS Material benutzten und schluderig gebaute Ma schinen lieferten. So Etwas könnte den ganzen europäischen Markt für die Amerikaner verderben. WaS die Schuhwaaren betrifft, so haben sich dieselben in den besseren Sorten so gut eingeführt, daß jetzt auch die billigeren Eingang finden und daZ Geschäft sich sehr gehoben hat. Unser Gesammtexport an Schuhwaaren nach Deutschland betrug in den ersten acht Monaten des ' vergangenen JahreS S5.970.010, geöen S4.701.522 deS Jahres 1904. Desgleichen war der Export von amerikanischem Leder, hauptsächlich Oberleder, ein sihr bedeu tender. im Jahre 1905: $889,805, im Jahre 1904: S647.493. Die ame rikanische Schuhwaare ist besonder? wegen ihres chk" in der äußeren Er scheinung sehr beliebt. Ferner finden unsere billizen Haus und Bureau und ComptoirMöbel gu ten Absatz, geschnittenes und gepreßtes Glas, feine Baumwolldrucke, billige Seide, Federn, Tinte zc, und wenn ein ernstlicher Versuch gemacht würde. dürften auch unsere Sommerthüren und Schalter bald allgemein begehrt sein; denn diese werden in Deutschland noch durch Handarbeit hergestellt. So macht also unser Exportgeschäft nach Deutschland einen ganz guten Ein druck und berechtigt zu den besten Hoff nungen; dagegen steht eZ um unseren Jmporf von dort nicht so . gut. In vielen Branchen giebt man da dem ho hen amerikanischen Einfuhrzolle die Schuld. In früheren Jahren wurden sehr viel feine wollene und seidene Un terkleider aus Deutschland bei uns im portkrt, der hohe Tarif Hai aber da ein entschiedenes Halt geboten. In der TextilwaareN'Jnduftrie find die Vereinigten Staaten die besten Kunden Deutschlands und bildete im vergangenen Jahre besonder Wolle einen gesuchten Artikel. Nur der Ab. satz amerikanischer Raumwolle in Deutschland sowie im übrigen Europa, der früher sehr gut war, ist neuerdings durch Spekulanten verdorben. Am Allgemeinen ist Deutschland ein großartiges Absatzfeld für amerikanische Waaren, das beste nächst England. Natürlich wenn die Sache geschäfts mäßig angepackt wird und die Zollver. Hältnisse fich nicht in störender Weife geltend .machen. Wo da? nicht der Fall, ist der Ver. kehr ein sehr reger, wie zum Beispiel im Bankgeschäfte, das sich durch die engen Beziehungen der großen Bankhäuser Ler beiden Länder sehr gehoben hat. Zweifellos wird eine weitere günstige Entwickelung in den HandelSbeziehun gen der beiden Länder ganz von einem passenden Handelsvertrage abhängen und muß somit , vorläufig ein großes Fragezeichen bleiben. Höher hängen, nach dem Vorbilde seines großen Vorfahren, läßt Kaiser Wilhelm nun die französischen Karrikaturen, die ihn zu verspotten' bestimmt find. John Carteret, der ein leiden schastlicher Sammlee von Kalserkarri katuren ist, die er unter dem Titel Er- veröffentlicht, beschwerte fich beim Kaiser, daß seine Reproduktion nicht in Deutschland eingelassen, sondern beschlagnahmt wurde. Der Kaiser er ließ sofort einen Cabinetöbefehl, welcher dieFreigebung der über ihn gesammelten Carricaturen befahl und anordnete, daß keine Klagen wegen MajeftätSbeleidi gung in dieser Sache erhoben werden dürfen. Ganz Friedrich der Große. Wenn .sich diese CharacterähnlichkeN auch bei Bekämpfung von feindlichen Koalitionen,' die Friedrich der Große so siegreich überwand, erweisen würde, ist der Bestand deö deutschen 5kelche5 sicher.

Dank snr edle That. ' DaS Opfer eines gemeinen GaunerS

wurde gestern o:t jZrau des John Schmiß. Elizabcth Schmiß. 27 Jahre alt, 2214 Union Straße wohnhaft. Gestern Nachmittag gegen z6 Uhr kam ein Mann zu der Thür der Frau Schmitz, die allein mit ihrem einjährigen Kinde zu Hause war und bat um ein Butterbrod. Die gutherzige Frau bewilligte die Bitte und ging, um da? Gewünschte zu holen. Kaum hatte jedoch die ahnungslose Frau die Thür verlassen, als der Strolch in das HauS trat, fie erfaßte und nach ihrem Gelde fragte. Die geängftigte Frau führte den Burschen zu der Commode, wo sie ihr Geld aufbewahrte und überreichte ihm S2.60. Der Schurke war jedoch hiermit nicht zufrieden und verlangte mehr. Auf ihre Verneinung, daß fie nicht mehr Geld im Hause habe, schlug der Gauner die Frau zu Boden, schnürte fie an Händen und Füßen und band fie in diesem Zustande an die Nähmaschine fest. Hierauf steckte ihr der Mann ein weißes Pulver in den Mund, wodurch die Frau die Besinnung verlor. Der Dieb suchte mit seiner gemachten Beute das Weite. Herr Schmitz kam um 10 Minuten nach 6 Den der Arbeit nach Hause und fand seine Frau in oben beschriebener Weise an der Maschine. Er benachrichtigte sofort Dr. Schneider, 1833 Süd Meridian Stroße, dem eö nach einiger Zeit gelang, die Frau zur Be finnung wieder zurückzuführen. Der Mann fetzte, die Polizei von diesem Vorfall in Kenntniß und wird eS der selben, mit der genauen Beschreibung der Frau versehen, hoffentlich gelingen, den Kerl dingfest zu machen. Polizeiliches. D e r 41.jährige Neger Mat. Robi son, 525 Willard Str. und der 63 jübrige Rassegenosse Robert Duncan, 636 Blake Str.. wurden gestern von den Beamten Dugan und Kurtz wegen Schwindeleien hinter schwedische Gar dinen befördert. Das Ehepaar John und Mary Perry wurde gestern von den Beamten Arnold und Green wegen Trunkenheit hinter Schloß und Riegel gebracht,' wo eö nun in den getrennten Zellen den Rausch ausschlafen kann. , , Der Sheriff von Jackson County brachte gestern den Dieb Frank ZoneS von Brownftone in Jackson Co. in daS hiesige County'GefSngniß, um ihn heute nach dem Zuchthaus in Michi gan City zu überführen, wo derselbe eine Strafe von 13 Jahren abzu fitzen hat. Der 32jährige Benj. Cooper, 542 Darnell Straße wohnhast, wurde gestern verhaftet weil er fich ziellos auf der Straße herumtrieb. D , r Beamte AlbertS brachte gestern den 72jährigen'Joseph Norberg wegen Irrsinn zur Polizeiftation. Superiorgericht. Die Klage deS JameS D. Beard. welcher die Collier Bridge Company auf 35000 Schadenersatz verklagt hatte, wurde vom Gericht zu Gunsten der Verklagten entschieden. Grundeigenthums Uebertragungen. Jesse C. Pritchett an Thomas Nunyan, Lot 16, Square 17, Lincoln Park Add., südöstliche Ecke von Ala bama und 25.aStr., S2.800. Mllton M. McCord an John S. Miller, Lot 2, Block 39. N. JndplS., 30 bei 126 Fuß verbessert Südseite 29. Str.. westlich von Northwestern Ave., S1625. Mary B. Holcombe an Laura MyerS westliche Hälfte, südöstliches Viertel von Section 11, Township 14. Range 4, 80 Acres, Franklin Township. S7800. Christian F. H. Waterman an Or val H. Smith, Lot 13, Bateö Subd.. Außenlot 59, bei 195 Fuß, derbes sert. nördliche Seite der Market Str.. östlich von Eaft Str. $10,000 John A. Abbett an C. V. MatthewS Lot 70, Bybee Pratt'S erste Westseite Addd., 40 bei 150 Fuß, verbessert, südliche Seite der Ray St.. östlich von Divlstou Str. 51450. Omer D. Bottome, an Charles I. Trüby. Theil von Lot 2. Bell'ö Sub., Theil von Johnson'S Erben Add.. 37.7 bei 90 Fuß. verbessert, östliche Seile der Bellefontalne Str., nördlich von 19. Str. 4200.

. NuSgravungen in Delphi. Die Ausgrabungen, die von der französischen Äegieruug in Delphi gemacht werden und unter der Leitung von Homolle stehen, haben nach den neuesten Berichten bedeutsame Nesultäte zu Tage gefördert. Als die Aus-

grabungen vor mehreren Jahren begönnen wurden, war die eigentliche Fundstätte noch völlig von dem Dorfe Kastri bedeckt, und die ersten Ausgrabungen wurden in der Mitte des Dorfes unternommen, ohne daß der ganze Plan hätte freigelegt werden können Nun ist es im weiteren Fortgange der Arbeiten gelungen, das ganze Dorf zu verlegen, was nicht ohne heftigen Wiverstand der Bewohner möglich war, die nun aber glücklich in ihren neuen von dem kostbaren Stück Erde abgelegenen Wohnstätten eingezogen sind. Der heilige Bezirk in Delphi ist ein weiter Platz, der sich in der Form eines Rechtecks den Abhang eines Berges hinan erstreckt. Dieser Platz ist von einer Mauer umgeben gewesen, die nun in ihrer ganzen Ausdehnung wieder freigelegt ist. Eine Reihe von 2hor:n vermittelten den Zugang zu den verschiedenen Terrassen, die den Berg hinan führten. Der innere Raum der Einfriediguna. ist in drei verschiedene Abtheilungen zerlegt, von denen eine sich immer über der andern erhebt, ;$n der Mitte ist eine breite Terrasse, die künstlich' durch eme hohe Eindämmung über dem niedriger gelegenen Theil aufgebaut ist und deren vordere Seite wieder durch eine lange und hohe Mauer abgeschlossen wird, die nach den aufeinandergethurmten Bocken, au denen sie gebildet ist, als ferner mit den vielen Ecken" bekannt war. Auf diescr flachen Terrasse lag der Tempel des Apollo, das größte und prächtigste Bauwerk der Cultstätte, in dessen Innern sich der heilige Quell des Orakels befand. Der Hauptcingang in die Umfriedung ist auf der südöstlichen, niedrig gelegenen Seite und führt auf den heiligen Weg", der den Abhang hinaufsteigt und endlich die Tempelterreffe erreicht. Dieser Weg ist mit dreiten Sandsteinen gepflastert, die sich an einigen Stellen wohl erhalten haben und aus der Römerzeit stammen. Den Weg entlang zogen sich in früheren Zeiten die schönen Bauten und die Weihetempel, die dem Apollo von verschiedenen Völkern. Königen oder reichen Männern in großer Zahl errichtet waren, zum Dank für die Dienste, die ihnen der Gott erwiesen. Jedes griechische Volk hatte seinen be sonderen Tempel, die Schatzkammer, die besonders prächtig geschmückt war und viele Trophäen, sowie die reichen der Gottheit dargebrachten Geschenke enthielt. Neben diesen Gebäuden standen kleinere, der Erinnerung geweihte Denkmäler, herrliche Säulen oder Statuen, lebensgroße Bronzegruppen, Dreifüße und herrliche Gefäße. Der heilige Weg" führt die südliche Mauer des Hauptplatzes entlang und erreicht einen kleinen viereckigen Platz, um wel chen einige der bedeutendsten und wich tigsten Denkmäler gruppirt waren. Von diesem Punkte wendet sich ver Weg rn einem jähen Winkel und steigt direkt zu der Hauptterrasse des Temvels auf. Wundervoll muß der Anblick gewesen sein, den die Herrlichkeiten dieses kleinen Platzes, in strahlen der Sonne von oben her leuchtend, dem das Gehege betretenden Wanderer gewahrte. Aber nun sind sie fast völlig verschwunden, und selbst von den Ge 5auden sind nur noch die Grundmauern auf dem Boden übrig geblieben. Glucklicherweise haben sich jedoch einige oon ihnen in fast vollständigem Zustände erhalten, und sie geben noch eine Ahnung der verlorenen Schönheit. Zwar waren auch diese Monumente zerbrochen und verfallen, m aber einer sorgsamen Reconstrultio'n. ist es geglückt, sie in ihren wesentlichen Bestandtheilen wieder auszubauen. Das wichtigste unter diesen delphischen Bauwerken, das durch Homolle wieder hergestellt worden ist. ist das Schutzhaus des knidischen Volkes. Es hat die Form eines kleinen Tempels; sein Stil weist darauf hin, daß er am Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. erbaut worden ist, und er. gehört so zu jener frühen Epoche hellenischer Kunst, die sich für uns in den Skulpturen des Athenetempels zu .Aegina am deutlichsten darstellt. Das rechteckige Gebäude hat einen vorspringenden Ziergiebel, der von zwei überlebensgroßen Karyatiden getragen wird. Auf dem Fries, der um den Tempel herum läuft, .sind jn sehr fchönen Reliefs Kämpferscenen dargestellt, die die hohe Kunstfertigkeit und die ausdrucksvolle Schönheit dieser frühen griechischen Kunst deutlich beweisen. Jn der scharfes Ausmodellirung der Linien des Körpers, in der realistischen Betonung des Details an Haaren und Waffen übertreffen sie noch die Aeaineten. Sehr dramatisch

und lebhaft bewegt sind die einzelnen Reliefs angeordnet ,und bieten eine Fülle prächtiger Scenen und fein gesehener Motive. Ein anderes sehr wichtiges Bauwerk, dessen Rekonstruktion ebenfalls bereits in Angriff genommen wird, ist das Schutzhaus des Athener, das .etwa aus dem Anfang des 5. Jahrhunderts v. Chr. 'stammt und zu Delphi zur Erinnerung an den Sieg bei Marathon errichtet worden ist. Es zeigt die Formen des , strengeren frü hen attischen Stils, während der knldische Bau ebenso wie seine Skulpturen dem weicheren jonischen Stil angttäiL l

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dkrlÄngert werden biS zum 17. März. Ticket Vom Inlande. Gram über den Verlust ihres Kindes raubte der Frau Annie Nöcker in Orange, N. I., den Verstand. Jn der Weihnachtsnacht war die aus dem Nöcker'schen Ehepaar 'und einem kleinen Kinde bestehende Familie durch einenUnfall von Gas überwältigt worden; während aber die Eltern sich erholten, wurde das Kind ein Opfer der Vergiftung. Frau Nöckers Geist wurde vollständig umnachtet und sie behauptete, das Kind sei nicht todt, man halte sie nur zum Narren. Gleichzeitig machte sie Pläne für eine neue Heirath und eine Hochzeitsreise, auf der sie das geliebte Kind mitnehmen wollte. Die Unglückliche wurde nach dem IrrenAsyl gebracht. ÄufeigenthümlicheWeise in den Besitz eines Vermögens gekommen ist Eva Marsch, das verkrüppelte fünfjährige Töchterchen von Johann Marsch und Frau von York, Wis. Es wurde ihr von einem alten Manne, der als James Aarnell bekannt war, hinterlassen, welcher in einer Hütte auf dem Lande der Familie wohnte. Darnell ließ sich vor mehreren Jahren dort nieder, anscheinend arm und freundlos. Er befreundete sich bald mit dem Mädchen, welches stets gut gegen ihn war, während ihre Eltern ihn nicht leiden konnten. Fünf Stunden vor seinem Tode beschenkte er das Kind mit einem Brustwärmer, in dessen Falten Diamanten im Werthe von Z60,000 eingenäht waren. Unter seinem Bette fand man. wie mitgetheilt wird, nach seinem Tode Kleider und Ausstattungsgegenstände, wie sie von Herren getragen werden, die sich in feiner Gesellschaft bewegen. Ein seltenerKrankheitsfall wird aus Louisville gemeldet. Der dort , ansässige Baucontraktor Clarence Manly leidet an einem voll ausgebildeten Fall von Rotzkrankhcit. Wenigstens haben drei Aerzte den Fall so diagnostizirt. Der Mann ist seit ein paar Monaten, von der seltenen Krankhcit behaftet, aber obgleich man öfter alle Hoffnung für seine Wiederherstellung aufgegeben hatte, scheint er jetzt der Genesung entgegen zu gehen. Selbst Aerzte von außerhalb der Stadt haben tiefes Interesse an dem Falle genommen, und der städtische Chemiker hat Bacillen an Colleges in anderen Städten verschickt. Ein Meerschwein chen, das mit dem Krankheitsstoff ge impft wurde, ist schnell gestorben. Der Mann hatte in den ersten sechs Wochen starkes Fieber, und bei der großen Schwäche glaubte man, jeden Augenblick werde einHerzschlag eintreten. Die Respiration blieb jedoch normal, und am Ende der Periode wurde das Fieber besser. Die Rotzkrankheit ist bei Pferden und anderen Hausthieren sehr häufig, trägt sich aber selten auf Menschen über. Ein Kontraktor, mit dem Manly in Geschäftsverbindung steht, verlor zweiundachtzig Pferde durch die Krankheit. Folgende GeZstergeschichte" wird aus Louisville berichtet: Etbel Gentrn. das iunae Mädchen, das dem Mörder Wm. Van Dalsen vor! dessen Hinrichtung wiederholt Besuche , r r. L ' . XI , r.- JC - II ! aouauele uno längere isqpic mu ihm führte, scheint sich über den Tod des Mordbuven nicht beruhrgen zu können. Es war vorauszusehen, daß j unter der Ausregung, rn welche sie cer Tod Van Dalsens versetzte, ihre Nerven würden leiden müssen, und was man befürchtete, ist eingetroffen, Frl. Gentry sieht Gespenster. Ihrer Erzählung nach wird sie von dem Gehenkten allnächtlich aufgetaucht. Der Geist Van Dalsens erscheint, wie alle guten und bösen Geister, in der Geisterstunde" bei ihr, und von zwölf bis ein Uhr führt sie mit dem Mörder dann Gespräche über alle möglichen Dinge. Van Dalsen ist fromm geworden, und redet ihr, wie sie sagt, zu, sich der Kirche anzuschließen und für ihr Seelenheil zu sorgen. Das Mädchen behauptet steif und fest, daß sie nicht etwa Träume hab?; sondern daß Van Dalsen sie aufsuche, wenn sie wachenden Auges im Bette liege. Die Geschichte hat die ganze Nachbarschaft in Aufregung versetzt und bildet das beliebteste Klatschthema. Zeitrechnung. Kellner: .Herrgott, bei unserem Geschäft, da merkt man erst, wie schnell die Zeit vergeht! Kaum sitzt ein Gast fünf Minuten, schreit er schon: Sie, ich wart' schon eine halbe Stund-'"!" . Auch ein Philosoph. Trinker: .Es. ist doch richtig, daß auf der Welt gar nichts verloren gehen karm, ..ich habe zwar-meinen Wein keller vollständig ausgetrnken, dafür habe ich aber nun die rothe Nase!"

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