Indiana Tribüne, Volume 29, Number 149, Indianapolis, Marion County, 16 February 1906 — Page 3

Jndlana Tibüne, 16. Februar 1006.

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IIIDIAHAPOLIS BREVIII6 GO.

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Macht interessante Angäben über Verfolgung von Landbctrügern.

Kohlenbarone und Ardeiter Pcnnsylvanien's in Berathung. Ungünstige Wendung in dem Zollverhältniß zu Deutschland.. Unser Verhältniß zu China. HochzcitSvorbereitungen im Weißeu Hause.

L andbetrügereien. Washington, 15. Feb. Vor einem Subkomite des VerwilligungS' KomlteS des Hauses machte heute Se kretär Hitchcock Angaben über die Land, betrügereien. zu deren Verfolgung wei tere 020,000 verlangt werdeu. Hitchcock sagte, daß bis jetzt in 19 Staaten 600 Anklagen erhoben und 400 Ueberführungen erreicht wurden. Großes Erstaunen erregte die An gäbe Hitchcock'ö, daß Louifiana das Hauptfeld der Landbetrüger gewesen sei. Sie sollen eS daselbst noch schlim mer, wie in Oregon, Washington und California getrieben haben. Kohlenbarone und Ar beiter. New York, 15. Febr. DaS Spezial.Comite für eine Lohnskala der ttohlengrüber im Anthracitgebiete Pennsylvania'S erschien heute vor den Vertretern der Grubenbesitzer und gab die Forderungen der Arbeiter in allge meinen Umrissen an; er zog sich darauf zurück um die Einzelheiten festzustellen. Die Vertreter der Grubenbesitzer waren etwas enttäuscht, daß die Arbeiter nicht für die Verhandlungen fertig warcn, doch herrschte von beiden Seiten eine sehr entgegenkommende Stimmung, so dab die Aussichten die besten sind. Die Versammlung fand hinter ver schlossenen Thüren statt und dauerte weniger als eine Stunde. John Mltchell war der Wortführer der Ar. beiter. Ein letzter Versuch. Washington. 15. Febr. Die hiesige Regierung und die deutsche wer den energische Versuche . machen, eine Vereinbarung zu erreichen, ehe der Handels - Vertrag zwischen beiden am I.März abläuft. Man ist sich auf beiden Seiten wohlbewußt, daß ein Zollkrieg beide Länder schwer schädigen würde. Die Verhandlungen werden durch den deutschen Botschafter, Sekre tär Root und den Präsidenten ge führt. Der Erfolg dieses letzten Versuches hängt zum großen Theile davon ad. wieweit die hiesige Regierung unsere Zollbeftimmungen modisiziren und gewisse Ungerechtigkeiten gegen auSlün dische Geschäftsleute abschaffen kann. Deutschland hat während der ganzen Verhandlungen großes Entgegenkam men gezeigt. Der Präsident und Se retär Root wünschen dringend eine gütliche Vereinbarung und so scheinen die Aussichten nicht ungünstig. Zwei Frauen verbrannt. Murphysboro,' Jll., 15. Febr. Frau Emily Holt und Frau Anna Barrlnger fanden den Flammen tod, während Willis Barringer schwere Verletzungen davontrug. Frau Bar rinaer versuchte in dem Lause, das Frau Holt gehörte, ein Feuer besser an zufachen und goß anstatt Petroleum Gasolin darauf, weil sie sich in der Kanne vergriffen hatte. Herr Barrin ger, der anlesend war und seine Gat tln zu retten suchte, erlitt schwere Ver letzungen. DaS Holt'sche HauS brannte vollständig nieder. . Nach den Philippinen. San Francisco, Cal., 15. Feb. Der Bundesdampfer Sherman ging heute nach Honolulu, Guam und den Philippinen ab. Er hatte 100 Kajüttenpassagiere, einige Truppen und 4000 Tonnen Militärvorräthe an Vord. Unter den Passagieren befanden sich die Generalmajore Brooke und Wefton. Letzterer geht unter versiegelten Ordres nach Manila. In Armeekreisen ver muthet man, daß er Gen. Leonard Wood ersetzen soll, falls letzterer nach China geschickt wird. Für japanische Noth, leidende. San Francisco, 15. Febr Richter Morrow, Präsident des califor. Nischen Zweiges des Nöthen Kreuzes, fordert zu Sammlungen für die Noth leidenden im nördlichen Japan auf Tausende von Personen sollen daselbst

anBerhungernlein.

Hüchcoö

Hochzeit im Weißen Hause. ' Washington, 15. Febr. Reprüsentant Longworth gab 'heute Abend in seinem Heime an 18. Straße ein Junggesellen-Diner. ES wohnten demselben Präsident Roosevelt, Sekretär Tast, Theo. Roosevelt, Jr., u. And. bei. Am Nachmittag hatte Longworth in der Stadthalle seine HeirathSlicenz geholt. Während des TageS fand im Weißen Haufe eine Probe für die HochzeitS Zeremonie statt. Ges,enk des deutschen Kaisers. Washington, 15. Febr. DaS persönliche Geschenk Kaiser Wilhelm's ür Frl. Alice Roosevelt ist soeben in Washington eingetroffen. Es ist ein Armband von hohem Werthe und wird heute oder morgen Frl. Roosevelt durch Botschafter Speck von Sternburg über reicht werden. Schulkinderverunglückt. Flint, Mich., 15. Febr. Ein Zug der Pere Marquette.Bahn rannte gegen einen Wagen, auf dem 13 Kin der der Potter DiftriktZschule nach dem Dorfe Grand Blanc fuhren. Sieben Kinder wurden verletzt, drei davon wahrscheinlich tödtlich. Das Verhältniß zu China. Washington, 15. Feb. Hinfichtlich der Situation in China scheint man auaenoltclltcg eine abwartende Haltung einnehmen zu wollen. Sekretär Tast erklärte, daß weitere Vorkehrun gen für die Absenkung von Truppen nach Manila nicht getroffen werden würden, und daß die eventuelle Vcr Wendung der FilipinoScoutö bei einer Kampagne in China nicht in Betracht gezogen sei; die darauf bezüglich in Umlauf befindlichen Gerüchte feien un begründet. Aehnlich steht eS mit den angeblichen Vorbereitungen im Marine Departe ment. HülfSSekretär Newderry kon ftatirte, daß keine Ordres gegeben wor den seien, die Flotte in Manila zu der mehren. Die Nachricht, daß Admiral SigSbee mit seinem europäischen Ge schwader nach den Philippinen beordert worden sei, entbehre der Begründung. Zwei seiner Schiffe würden wahrschein, lich zwei jetzt in Manila stationirte, die reparaturbedürftig seien, ablösen. Die .Oregon", welche heute von Manila in Hong.ttong eintreffen werde. sei nach Hause beordert worden, um in Mare Island gründlich reparirt zu werden. Wenn eine Verstärkuna der Flotte in jenen Gewässern benöthlgt wäre, so würde die Oregon" sicherlich wn i p . 2vel,ung eryauen yaven . dort zu bleiben. Unruhen in China. SanFranciöco,15. Feb. Die Offiziere des Doric", der soeben aus dem Orient angelangt ist, bringen die Nachritt, daß kurz vor ihrer Ab fahrt zwei englische Kanonenboote von Samschui nach Canton abgingen. ES sollen daselbst Unruhen auSgebrochen sein, bei denen die Beamten und viele andere Personen getödtet wurden. In Verbindung mit der Agitation gegen Ausländer steht eine solche gegen die herrschende Dynastie. Der Boycott amerikanischer Waaren zu Canton ist strenger wie je. Dampfer g e scheitert. Scituate, Mass., 15. gebr. Der Dampfer Devonian von der Leg land.Linie, welcher Passagiere und Fracht an Bord hat. ift hier in der Nachbarschaft gescheitert. Eine Le bettörettungS Mannschaft ift bei dem Schiffe gewesen und zurückgekehrt. - Sie glaubt nicht, daß das Schiff in un mittelbarer Gefahr ift. Von Boston find Schleppdampfer zur Hilfe geschickt worden. S c i t u a u t e, 15. Februar. Der Dampfer Devontan". der heute Mor gen um 1.30 Uhr auflief, wurde heute Nachmittag mit Hilfe des Jollkutter's Gresham" wieder flott gemacht. DaS Schiff hat nur geringen Schaden er

litten.

Erfchoffen Ein Wirth von Naubern.

Cincinnati. O.. 15. Febr. Hy. Ratsche, welcher eine Wirthschaft an der Nordwest.Ccke von 2. und John. traße .betrieb, wurde von einem von drei maSkirten Räubern erschossen, die um 7$ Uhr in sein Lokal drangen. Als die Räuber in die Wirthschaft amen, standen fieben Männer am Schanktische. Sie befahlen denselben, die Hände hochzuhalten, was auch geschah, nur Ratsche machte eine verdächtige Be wegung und erhielt von einem der Räuber eine Kugel in- den Kopf, die den Tod fast augenblicklich herbeiführte. Die Räuber flohen, ohne irgend welche Beute gemacht zu haben. Entgleisung. Boston, 15. Febr. Der Zug der New York Central Bahn, der um 8 Uhr nach Chicago . abgeht, entgleiste heute Abend an Huntington Avenue. Der 14 jährige Malki Johanssen wurde getödtet, 5 andere Personen wur den verletzt. Einwanderung. Washington, 15. Febr. Wie daS Einwanderung?. Bureau mittheilt amen im Januar 1906 51,127 Aus. ander nach diesem Lande, davon auS Europa 40,269, aus Asten 1.374 aus den anderen Erdtheilen 3,484. Die meisten Einwanderer kamen aus Jtaien, nämlich 11,229, dann kam Un. garn mit 11,103 und Rußland mit 10,323. PulvermühleindieLuft geflogen. S h a m o k i n. Pa., 16. Febr. Die Connell Pulvermühle flog heute in die Luft. Die Ursache der Cxplofion ift un bekannt. Der Arbeiter Hy. Fetter wurde ge töötet, Superintendent Robert Kidd verletzt. SchießfertigeGatt in. P o m o n a , Col., 15. Fedr. H. Stantz. Eigenthümer deS Pacific Ho. telS,. wurde letzte Nacht von seiner jun gen Gattin nach einem kurzen Streite, durch einen Schutz in den Hals tödtlich verwundet. Das Ehepaar kam vor einigen Mo naten von Canton, O., hierher. Neue Zollschwlerigke i t. Washington, 15. Febr. In einer Konferenz zwischen dem Präsiden ten, Zollabschätzern und anderen Be amten wurde beschlossen, das Gesuch gewisser Jmporthäuser in streitigen Fällen Über Abschätzungen öffentliche Verhandlungen verlangen zu können. abzulehnen. DaS Gesuch war von deutscheu GescbästSleuten gestellt und seine Ablehnung wird auf die Haltung der deut schen Regierung bei den gegenwärtigen Zollverhandlungen von Einfluß sein. Botschafter Speck v. Sternberg hatte nach der Konferenz eine Unterredung mit Secretär Root und schickte dann eine lange Depesche nach Berlin. Er erwartet eine Antwort in den nächsten Tagen. Auöbruch auödem Gefängnisse. R a l e i g h , N. C., 15. Februar. Burton Barrel, welcher deS Mordes von W. C. Kina in Warren Co. schul dig befunden wurde, brach letzte Nacht aus dem Gefängnisse. Garfield HickS, welcher wegen Betheiligung an demsel ben Verbrechen zum Tode verurtheilt ift, weigerte fich mit Jarrel zu fliehen. Letzterer hatte 8 Stahlftäbe durchge sägt. Seine Flucht wurde erst bei Tagesanbruch entdeckt. Verband von Tabaks Pflanzern. L y n ch b u r g, 33a., 15. Feb. Die Dflanttr dunklen Tabaks in Kentucky. Tennessee und.Virginia gründeten heute einen Verband um ptn Verkauf ihres Produktes zu reguliren. Vergiftet. Drei Personen. Stock ton. Cal.. 15. Febr. I. Barnett und seine 2 Töchter find durch irgend ein Gisl gestorben. ftrcm fiarilerj. welche die Kinder Barnett'S gepflegt hatte, ift gefährlich erkrankt, ebenso die Mutter der Kinder. Die Symptome, lassen auf Ptomaln Vergiftung schließen. Coroner Southworth hat eine Unter

Zugökollifion. Zwei Bedienstete getödtet.

Chicago. 15. Febr. Zu LiSle stieß eiu Frachtzug auf einen Zug leerer Gepäck und Postwagen. Lokomotiv. ührer .I. Feeney und Heizer I. W. Blaine wurden auf der Stelle getödtet. als fie absprangen. Dem Bremser D. S. Smith wurde das linke Bein abgeschnitten. 59. Kongreß. Senat. Washington, 15. Febr. Der Senat nahm heute die Berathung der StaatenbiI auf und lauschte ändert halbjStunden der Eröffnungsrede Dick's von Ohio, der für die Bill eintrat, wie sie vom Komite kam. Die Bill macht Oklahoma und das Jndtananer - Territorium zu einem Staate, Arizona und New Mexico zu einem Zandern. Dick beendete feine Rede nicht; der Senat vertagte fich bis Montag. HauS. Der heutige Tag war im Haufe nicht ehr ergebnißvoll. Die Bewilligung für landwirthfchafiiche Versuchsstationen in den verschie denen Staaten und Territorien wurde auf $30.000 erhöht. Payne, der Vorsitzer des KomlteS für Mittel und Wege versuchte seine Bill für Konsolidation der Zollerhebung? - Distrikte zur Verhandlung zu dringen. ES erhob fich eine starke Opposition gegen Berathung der Bill und dieselbe unterblieb. Die italienische ttunstwelt ikr auf's äußerste beunrubiat durch eine i'anze Reihe von Diebstählen in den irchen und Museen Italiens. :e werden ansckinend von, einer oraamsirten Bande ausgeführt-; aber bis jetzt ist es den Behörden nicht möglich gewesen. geeignete Matzregeln zum Schutze der reicben Kunstsckäke au treffen. Die Reihe der Diebstähle begann im August 1901 mit Sassoserratas Madonna im Rosenkaa": dann versVwanöen oas Geräth der Kirche vonRivori, das Silder der Katydrale von tasena ec&a. ein Gemälde von Cola dell' Amatrice und der berühmte Ascoli-Chor-rock. Weiterhin wurde aus öer Betkavelle von Leari bei Calenzano ein Tabernakel von Luca della Robbia geraubt, aus der Kathedrale von Pienza t'wt ganze Sammlung wundervoller Miniaturen aus dem 14. Jahrhundert und aus der Kirche von Osimo eine Streibtasel mit mehreren Blättern und t'm wunderbar aearbeitetes Altartuch. In der letzten Zeit verschwand ein Basrelief von Lucca della Robbia aus einer Kirche bei Florenz und jetzt ist, wie aus Rom gemeldet wird, eine sehr werthvolle Madonna von Lippo Memmi. einem Meister des 15. Jahrhunderts, aus einerKirche in Siena gesteh len worden. Die Ponzn hat m diesen Fällen bisher keine Spur der Diebe finden können. Es wird vermuthet, daß die gestohlenen Kunstwerke das Schicksal des berühmten Chorrockes von Ascoli tbeilen. der scblienlich in den Besitz Pierpont Morgans kam und von diesem zurückgegeben wuroe. Alle Schiffsladungen, die nach Amerika gehen, werden daher genau überwacht. SÄieögabel. Die Infanterie im 7. preußischen Armeekorps trägt neuerdings im Felddienst am Savelloppel hinter oem Seitengewehr einen eigenthümlichen Apparat, der aus drei über einen Fuß lanaen alatten Solzstäben besteht, welunter sieb verbunden sind. Der Rhein.-Westf. Zeitung" wird darüber bericktet: Auf Befraaen nach dem Zweck tes Apparates ward uns die Velehrung und Aufklärung, daß Ding sei eine Schieß- und Gewehrgabel, auf welche der Soldat beim Liegen und teuern in der Scyükenlinie zum besseren Zielen den Gewehrlauf auflegen kann.. Dieser ebenso einsaaze wie sinnreiche Apparat, ein Dreibein im Kleinen, wie solcher -in Verbindung mit einer Setzwage beim Nivemren gebraucht wird, kann ie nach dem Vedürfnitz desSchützen höher oder niedriaer einaestellt werden und ermöglicht dem Schütz? ein genaues Zielen und ruhiges Abkommen. Durch diese r- y r . V . . V Vs fl-.i. C-.tt,.-v&cgiCijgaDCi roiiu vaa uctjcuui.uyuu dige Schießen in der Schützenlinie, dai immerbin seine Mänael hat. bei unse rer gesammten Infanterie mit einem Schlage m liegend-ausgeiegt verwandelt', eine Anschlaasart. welche dem Schützen bekanntlich die denkbar besten Treffchancen bietet. Der bekannte Geologe Professor Anton Freiherr von Fritsch. Präsident der Leopoldinischen Akademie, ist im Alter von 74 Jahren zu Halle a. S. gestorben. We?.Jürstensteia- im Fürstentum Liechtenstein, der 4950 Fuß über dem Meer beginnt und zu dem Dreischwesterngebirg hinaufführt, zählt unter die kühnsten und romannschsten Felsenvfade der Alpenwelt.

Seim Dalai.?aina. 2as Hanpt öer bubdhifttsSic Rellgisge meinschast in Tibet. Einen Besuch bei dem Dalai-Lama in Urga, wohin dieser Beherrscher Tibets. das Haupt der buddhistischen Religionsgemeinschaft. vor der bewaffncten Mission" . der Engländer geflohen war, schilderte in der Petersburger Geographischen Gesellschaft der Tibetreisende Kapitän Koslow. Am 26. Juli 1904 verließ der Dalai-Lama reitend, nur von seinen nächsten AnHängern umgeben, heimlich die Stadt Lhaffa auf dem Wege nach der Mongolei. Erst nach einigen Tagen stieß größere Begleitung zu ihm. Das Volk brachte ihm nun überall Gäben dar, sorgte für seine -Weiterreise und beweinte sein Schicksal. Im Herbst schlug er bei der Stadt Urga seine Residenz in dem Kloster Gandan auf, wo ihn Koslow' besuchte. Der Schmutz der Stadt frappirte selbst den Russen, der weit durch Asien gekommen war; es wurden z. B. selbst Menschenleichen von den Straßenhun-

den als den einzigen Sanitaren verzehrt. Koslow lernte zuerst den Bogdoheben kennen, der im Gegensatz zum Dalai-Lama es mit seinen mönchischen Pflichten Nicht genau nahm, sich mit einer von ihm geliebten Frau sogar öffentlich zeigte und auch europäischem Wein, besonders Champagner, stark zusprach. Das Volk hält ihn aber für heilig. Auf dem Hof seines nach dem Muster des russischen Konsulats eingerichteten Hauses hielt er seltene Thiere. Er vergnügte sich in Begleitung seiner Frau mit Angeln, Bogenschießen und Lösen, von blinden Kanonenschüssen. Die Schüsse waren gege?. einen zum Einsperren straffälliger Lama eingerichreten Blechkäfig gerichtet. Am 1. Juni 1903 fand Koslows erster Empfang durch den Dalai-Lama statt. Nach Austausch seidener, die' Visitenkarten vertretender Tücher (Chadak) hielt Koslow die Vegrüßungsrede und ließ den Würdenträgern des Dalai-Lama die Geschenke übergeben. Der Dalai-'Lama wird als die 13. Dalai - Lama - Inkarnation gerechnet. Er ist ein schöner Tibetaner mit klugen, dunklen Augen, der während seiner Regierung die Todesstrafe abgeschafft, die Veamtenwillkür gezügelt, die Uebergriffe der chinesischen Behörden abgewiesen und die Volksbildung gehoben hat. - Als dreijähriges Kind hat er sich als Dalai-Lama offenbart. Im Bergkloster Rigja in Lhassa wurde er bis zum 15. Jahre erzogen und dann im Palast Potala auf den Thron gesetzt. Mit 20 Jahren hatte er den Kursus der Hochschulen Lhassas beendet und übernahm selbst die Regierung, die bis dahin einige Regenten geführt hatten. Koslow durfte den ganzen Hofstaat des Dalai-Lama photographircn, während der Dalai-Lama selbst sich nur zeichnen ließ. Unter den vielen Geschenken, die der Dalai-Lama Koslow gab,, befanden sich auch ein werthvolles Bild von Heiden, dem (3otit, der die Reisenden beschützt' und ein schön gearbeiteter Zaum, dessen sich der Dalai-Lama auf seiner Reise bedient hatte. Die deutschen Mittelstädte. Die Zahl der deutschen Mittelstädte mit Einwohnernziffern von 25.000 bis 100,000 ist nach den Ergebnissen der jüngsten Volkszählung von 124 im Jahre 1900 auf 133 im Jahre 1905 gestiegen. Sie weisen eine Einwohnerzahl von 5,929.691, gegeif 5.225.775 im Jahre 1900, auf; 22 Städte, die bei der Volkszählung 1900 noch unter 25.000 Einwohner besaßen, sind in die Reihe der Mittelstädte getreten und haben diejenige Einwohnerzahl erreicht, -die ihnen die Rechte zum Ausscheiden aus dem Kreisverbande gibt. Aus der Reihe der früheren Mittelstädte sind 8 durch Vermehrung der Einwohnerzahl ausgeschieden; sie gehören nunmehr der Serie der 41 Großstädte an Fünf der früheren Mittelstädte sind infolge Einverleibung in benachbarte größere Stadtgemeinden aus der Reihe der selbst ständigen Ortschaften gestrichen. ' Die Zahl der Städte, deren Einwohnerzahl nach der Volkszählung 1900 zwischen 50.000 bis 100.000 schwankte, ist von 40 auf 45 gestiegen. Die EinWohnerzahl in diesen Ortschaften hat sich von 2.605.231 auf 3,024,870 erhöht. Reiche Gemeinde. Glückliche ökonomische Zustände herrschen in mancher Schwarzwaldgemeinde, namentlich auf Grund kolossaler Waldbesihthümer. Der etwa 1100 Einwohner zählende Ort Löffingen. Baden, erhebt nicht nur keine Umlagen, sondern liefert den Bürgern ohne jedes Entgelt aus den Gemeindewaldungen so viel Gabholz, daß viele Haushaltungen allein aus dem Abfall dieses 'Holzes (Tannenzapfen. Lese- und Stockholz) ihr gesammtes Heizmaterial für Winter und Sommer decken können. Das Uebrige wurde früher meist um einen Schleuderpreis an irgend Jemand losgeschlagen. Im vorigen Jahre aber gründeten die Bürger eine ständige Holzverkaufsgeiwssenschaft." die im Herbst erstmalig für 1100 Ster (Kubikmeter) rund . 9000 Mark loste und dieseZ Sümmchen an die Mitglieder auszahlte. In die einzelnen Familien kamen dabel 150 bis 200 Mark.

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