Indiana Tribüne, Volume 29, Number 138, Indianapolis, Marion County, 3 February 1906 — Page 5
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33uriDcms IDscs. Erzählung us Itm jörra tlorkcr High Lise.van K. iniiatmstfin-
Verwünscht große Psi'e das!" sagte der fremde und wies mit der lin lcn Haud auf den Atlantischen Ozean. Sehr ricttia," eittgegnete ich, und eZ wag keines:vegs ein erhabene? Gefühl sein, wenn man Jufnssrie in dieser Pfi'e ist." .ie sind ein deutscher, denn nur Teutsche inachen derartige Wissenschaft' liche Bemeilungen," sagte lächelnd der Fremde, dann fulzr er fort: .Ich bin auch ein halber Teutscher, weine Mut ter war eine Jkyeinländerin. Mein Name ist Skottöfeller, praltischerArzt, komme soeben vom internationalen Aerztetag in Berlin!Ich nannte meinen Namen, und dann sahen Mr. Skoltöseller nnd ich eine Weil? schweigend über die ö!egeling dcS Hamburger Dampfers Äugufta Tiltoria," der eilig dem Hafen ron New ?M! zustrebte., Wir waren allerdings von unserem Vslimmungöolte noch sehr fern, kaum einen Tag auf hoher See. Ich hatte Mr. Stottsfeller schon an dcrMittazs tafel der ersten Kajüte gesehen und inVinc Freude an dem jovialen, hoch gewachsenen Herrn gehabt, dessen Haar bereits leicht angegraut war. Cr war mir aufgefallen, weil er mir in seiner heiteren Geselligkeit wie eine glückliche Mischung von deutscher Gemüthlichkeit und amerikanischer Energie erschienen war." Ich hatte mich ja auch nicht getäuscht, er Katte eine deutsche Mutter gehabt, und von dieser hatte er wohl die leuchtenden blauen Augen in seinem sonst ganz amerikanischen Gesicht. Der Obersteward kam und brachte dem amerikanischen Arzte ein Körbchen mit Orangen, stellte dieses auf einen der Tische auf dem Promenadendeck und entfernte sich wieder. Langen Sie mit zu, mein Herr sagte Doktor Skottsfeller mit verbindlicher Handbewegung, und da man an Bord eines Schiffes keine Umständlich keiten zu machen pflegt, nahm ich die' Einladung ohne Weiteres an. Ich setzte mich mit an den Tisch, um von den Orangen zu schmausen. Ein allerliebstes kleines Mädchen von ungefähr drei Jahren, das Töchterlein eines Ehepaares, das ebenfalls in der ersten Kajüte fuhr, kam vorbeigetrippelt, und Skottsfeller rief das Kind heran, um es mit Orangen zu beschenken. Er hielt der Kleinen in jeder Hand eine Frucht hin, und das Kind stand verlegen da, sah von einer Orange auf die andere und wußte offenbar nicht, welche es nehmen solle. Da haben Sie den Beweis für die gleiche Anziehungskraft gleich weit entfernter und gleich anreizender Gegenftände," bemerkte lächelnd der Soktor. Die Geschichte von Buridans Esel mit den beiden Heubündeln!" entgegnete ich. Natürlich! Ich wollte die kleine Dame hier nur nicht durch den Wergleich mit dem bekannten' Grauthier verlebn'.- fuhr lachend Skottsfeller fort. Dann steckte er dem Kinde beide Orangen in die Hände, und. dieses lief davon. Skottsfeller aß noch eine Orange und sagte dann halblaut : Buridans Esel ! Ja, in dessen Lage sind wir Alle." Dann blickte er mich prüfend an. Wir haben bis zum Mittagessen noch zwei Stunden Zeit. Ich will Ihnen eine Geschichte als Illustration zu der Buridan'schen Eselei erzählen. Ich weiß, daß Sie Schriftsteller sind, und werde mich freuen, wenn ich sie irgend einmal mit Ihrem Namen gedruckt lese!" Rechnen Sie auf meine strengste Indiskretion!" entgegnete ich. Nun, so hören Sie also. Bor ungefähr fünfzehn Jahren ließ sich in New Ncrk ein junaer Arzt nieder, der soeben seine Studien auf dem Lytton Medical. College mit Glanz beendet hatte. W,r wollen diesen jungen Mann, den Helden unserer Geschichte, Ralph nennen. Er war damals ungefähr dreißig Jahre alt, gut gewachsen und hatte sich auch schon ein wenig in der Welt umgesehen, war sogar Student in Paris, Heidelberg, Berlin und Wien gewesen. Setzen wir noch hinzu, daß er ein hübscheS Vermögen besaß, das allerdings nothwendig war, als er sich in New Jork in der vornehmsten Gegend, in der Nähe der fünften Avenue, als praktischer Arzt niederließ. Man muß in jener Gegend sehr lange warten, bis man eine Praxis bekommt, und muß selbst großen Aufwand treiben, wenn man Hausarzt unserer Millionäre werden will. Sie wissen ja, wir sind in unserem gesegneten Nordamerika Nepublikaner und angeblich Alle gleich, aber ich versichere Sie, der europäische Hochadel schließt sich kaum so vom Bürgerthume ab, wie unsere New Aorker Millionäre von dem ,Pöbel der nur einige Hunderttausende besitzt. . , Freund Ralph saß also eines Nach' mittags in seinem Sprechzimmer und, wartete der Patienten, die Nicht kommen wollten, als sein Diener ihm plötzlich meldete, es sei in'der Nachbarschast ein Unglück geschehen, und schlennigste ärztliche Hilfe nothwendig. Ralph ergriff seine Instrumententasche, stülpte seinen Hut auf und stürzte hinaus. Er fad im Vorzimmer einen Diener in Livree, und dieser lief mit den Worten: ,ES ist gleich in der Nähe' eilfertig voran, so daß Malph ihm kaum folgen konnte. Der Diener lief in.der That nur fünf Häuser weit, öffnete die HauSthü? eines hochelegant
ten Gebäudes, dessen Vestibül mit verschwenderischer Pracht eingerichtet war, und führte ihn dort eine teppichbelegte Treppe hinauf. - . - Oben standen ebenfalls einige Die ner, die ziemlich ralhlos aussagen. Durch eine Reihe von Zimmern ging es in einen Saal, in welchem ein Dutzend junger Damen in sonderbaren Kostümen, welche Knabenanzügen ali; chen, versammelt waren. Auf einem Ruhebette lag eine gleichkostümirte junge Tarne ohnmächtig, mit bluten dem Auge. j Eine vielleicht zweiundzwanzigjäh! rige, sehr hübsche, brünette junge Tame trat auf Ralph zu und sagte kurz und bestimmt: ,Jch bin die Präsident tin dieses Klubs junger Damen. Hier ist unser Fechtsaal. Unsere Freundin hat mit einer anderen Klubdame einen Gang Florett gefochten. Der lederüber zogene Knopf, der zum Schutz auf der Spitze des UebungöflorettS-ngebracht ist, brach. in dem Augenblicke ab, als die Gegnerin unserer Freundin einen heftigen Stoß nach der das Gesicht deckenden Drahtmaske führte. Die unbedeckte abgebrochene Spitze drang durch die Maschen des DrahtgitterS und traf unsere Freundin in das Auge. Wir fürchten, das Auge ist verloren Ralph kniete sofort neben der Ohn mächtigen nieder und untersuchte das verletzie Auz?. Schweigend standen die jungen Damen im Kreise herum. Nach wenigen Minuten konnte er erklären: ,Das Auge selbst ist unverletzt, nur die Augenhöhle ist beschädigt !' Die Damen athmeten auf. Ralph legte einen Verband an und bemühte sich dann erst, die Ohnmächtige zum Bewußtsein zu bringen. Als dieses wiederkehrte, überließ er die Patientin
den jungen Damen und den zahlreichen Dienerinnen. Er wollte nach einer halben Stunde den Verband erneuern und bat nm die Erlaubniß, so lange in einem 'Nebenzimmer warten zu dür fen. ,Sie sind unser Gast erklärte die jugendliche Präsidentin, ,und unsere Damen werden sich ein Vergnügen machen, Sie zu bewirthen und zu unterhalten. Wer hat doch die Gastwoche? Ah, Ihr Beiden, Mary und ?lnnie!' Zwei junge Damen traten heran, denen RalpS vorgestellt wurde. -Beide waren etwa zwanzig Jahre alt' sehr schön, fast von gleicher Größe und schien:n einander besonders zugethan zu sein, denn sie standen . Hand in Hand neben einander. Annie war Blondine, Mary Brünette. Mit dieser Angabe sind ab:r weder die großen Unterschiede, noch die besonderen Vorzüge der beiden Tar.un genügend gekennzeichnet. Mary war eine sauste, schmachtende Brünette mit den köstlichsten dunklen Augen und mit harmonisch abgerundeten Bewegun gen ; Annie eine lebhafte, geist- und wiysprühende Blondine mit feurigen blauen Augen, stolzer Kopshaltung und rastlose? Beweglichkeit." Alle Wetter!" unterbrach ich Doktor Skottsfeller, wirklich ein paar ver führerischc , Heubündel Der arme Ralph kann mir leid thun. Jeder Andere wäre da- auch zu. Buridans Grauthier geworden. - Selbst wenn Ralph eine besondere Vorliebe für Brünetten oder" Blondinen gehabt hätte, wäre ihm die Wahl fast unmög lich geworden, denn die Blondine hatte allen Reiz einer Brünette und die Brünette den ganzen Zauber der Vlon dine!" Freilich!" entgegnete Skottsfeller, der arme Ralph kam in ein verzweifel tes Dilemma, aber das geschah Alles viel später. Halten wir uns streng an den Fortganz der Geschichte, denn waö ,ch Ihnen erzähle, ist in Wirklichkeit passirt. Mary und Annie führten den Befehl ihrer räjldentln, welche den Vornamen Taisy führte, aus und unter hielten den Gast damit, daß sie ihm zuerst die Einrichtungen des Klubs zeigten. Die Mitglieder bestanden aus dreißig jungen Tamen, ausnahmslos Töchtern aus ersten Fanulren, aus den reichsten der, New Yorker Gcldarljto kratie. Dieser Klub der jungen Damen, ,Klub der Schwestern' genannt, hatte sein eigenes prachtvolles Gebäude mit zahlreicher Dienerschaft, luxuriös ein gerichtete Zimmer für jede einzelne Klubgenosnn, Konversatlonszimmer, Salon?, Empfangsräume, einen Fecht-, einen Musik und Thcatersaal, Site licr?, Garderoben und einen Speise saal, in welchem die ,Schwestern' ihre großen und kleinen Festmahle abhielten. Ralph sah Alles unter der Führung der beiden interessanten jungen Damen an, dann kehrte er zu der Patientin zurncr, erneuerte den Verband, über zeugte sich davon, daß kein Fremdkörper in der Wunde zurückgeblieben sei, und konnte dann gestatten, daß die Dame in ihrer Equipage nach der Wohnung der Eltern sabre. Er wolltesich darauf empfehlen. aber Miß Taisy, die Präsidentin, bat ihn im ?amen des ganzen Klubs, zum Essen dazubleiben. ' Tieseö fand im großen Soeifesaale statt. Es kamen eine Anzahl von Her ren, Verwandte und Freunde der Klub genossinnen. Sie wissen, bei uns hat lede runge Dame die Freiheit, zu ver kehren, mit wem sie will. Sie kann mit einem jungen Manne im Restau rant speisen, kann mit ihm Ausflüge machen, Konzerte und Theater besuchen. ohne daß man darin etwas Unpassendes findet. Bei dem Mahle waren Mary und Annie die Tischnachbarinnen Ralphs, und alle Drei unterhielten slch vortressllch. Am . nächsten Tage wurde Ralph "cnrct) .ein . feierliches Schreiben' des
,Klubs der Schwestern' überrascht. In demselben dankte man ihm für seine geleistete Hilfe und bot ihm gleichzeitig die Stelle eines Klubarzteö an.
Als .solcher sollte er verpflichtet sein, jeden Nachmittag während dreier Stunden, der Zeit, in welcher die Fechtund Turnübungen der Damen stattfan' den, in einem ihm zur Verfügung gestellten . Zimmer anwesend zu sein. damit er sofort ärztliche Hilfe leisten könne, wenn sich wieder ein Unfall ereignen solle. Natürlich zögerte Ralph nicht einen Augenblick, die Offerte anzunehmen. Sie war geradezu ein' Glücksfall für ihn. Es handelte sich nicht allein um die dreitaufend Dollars, die man ihm jährlich als Gehalt zahlen wollte, son dern um die Verbindungen, die er an knüpfte. Mit einem Schlage trat er in Fühlung mit den reichsten Familien New JorkS, und es konnte ihm nicht schwer fallen, nach und nach Hausarzt in den Familien zu -werden, deren Töchter dem Klub angehörten. In Amerika besonders ist es geradezu Modesache, diesen oder jenen Arzt zu wählen. Hat ihn . erst eine und die andere Familie, dann nehmen ihn auch Familien des Bekanntenkreises oder lichtiger gesagt der ,Elique.' Ralph wurde also Klubarzt, und das Glück schien ihn geradezu zu ver folgen. Er wurde in die sonst so schwerzugänglichen Familien der Millionäre eingeführt, und die erste Familie, die ihn zum Hausarzt ernannte, war die, deren Tochter er das Auge gerettet hatte. Aber auch Annie und Mary führten ihn sofort in ihre Familien ein, und die beiden unzertrennlichen Freundinnen, die immer dasselbe thaten, waren auch gleichmäßig bestrebt, Ralph allerlei Aufmerksamkeiten zu erweisen. Es geschah dies jedoch nicht in ausfallender Weise, denn alle Klubtarnen, an ihrer Spitze die Präsidentin, bemühten sich, ihrem Arzt auf S iebenswnrdigst? zu begegnen, und ich versichere Sie, Nölph fühlte sich höchst wohl dabei. Aber er verdiente eS wirklich auch, denn a war ein herzensguter Kerl. 'sieder Andere hätte an seiner Stelle afiir gesorgt, daß er konkurrsnzloö blieb, daß kein Störenfried erschien, kurzum, daß er das Monopol bcdaltcn liätte. Ralph m nicht so egoistisch, er dachte an seinen Freund, .an mich, dem c3 ganz verzweifelt schwer siel, sich in New 7)orI eine Praxis zu schaffen. Ich IjuUe ja nach dem Westen gehen können, aber ich hatte eine gelähmte Mutter, die, seit Jahren iw wittwel, au mir, dem einzigen Kinde, mit lrllcr Zärtlichkeit hing. Ich konnte sie reicht verlassen, konnte sie auch nicht mit nach dem Westen nehmen und so mußte ich in New ?)ork bleiben. Unser Vermögen war nicht groß, ich sah daher ziemlich düst?r in die Zukunft. Ich hatte mit Nlph zusammen stndirt, wir hatten unsere Examina mit einander gemacht und waren gute Freunde. Im Klub fand eines Abends eine Aufführung von lebenden Äildern statt, welche die Damen selbst stellten, und dafür war auch eine Anzahl von Herren nöthig. Rdph legte sich für mich in daö Zeug, erklärte, ich sei vom College lzer einer der bedeutendsten ,Spe;ialisten in lebenden Bildern und so er hielt ich eine Einladung in den Klub zum Essen. Da ich anscheinend vor den Augen der jungen Tamen Gnade gefunden hatte, durfte ich mich bei itt Anordnung der lebenden Bilder nützlich machen und erhielt später auch' daö RcÄt, im ,Kiub der Schwestern' als ständiger Gast zu verkehren." Wirklich ein selbstloser Freund, dieser Mr. Ralph," bemerkte ich. Alle Anerkennung verdient er. Daß er Sie einführte, da Sie doch als Arzt sein direkter Konkurrent waren, ist.bewundernswerth!" Ja, er war ein edler Mann odcr vielmehr er ist es, denn er lebt glücklicher Weise noch und zwar in den be sten Verhältnissen. Ader hören Sie nur weiter ! . Als ich in den Klub kam und dort ständig zu verkehren anfing, sagte mir Ralph eines Tages in seiner burschiko sen und doch so praktischen Manier: , Junge, greif zu! Hier sind Millio närinncn zu heirathcn. Sieh zu, daß sich eines von diesen Mädchen für Dich interessirt, und dann Heirathe flctt darauf lo3. 'Du hast große gesellige Talente und kannst Dein Licht hier nach Belieben leuchten lassen. Die reichen jungen Männer, die hier ver kehren, sind ausnahmslos fade, lang weilige Gesellen, die Tu alle aus stechen kannst Ich lachte, mußte innerlich aber doch dem Freunde Recht geben. Ich fragte auch sofort im Scherz: ,Und hast Du selbst schon De,ne Wahl getrosten? Du bist ja auch ein praktischer Mensch, der nicht nur Anderen, sondern auch sich selbst gute Rathschläge geben kann. Dn wirst natürlich auch eine dieser jungen Millionärinnen heirathcn, und es wird Dir dies um so leichter werden, als Du wirklich hier Hahn im Korbe bist. ES ist staunenswerth, wie die Damen Dich verhätscheln!' , .Keinen Neid, lieber Freund !' ent gegneke Ralph. )Jch wünschte, ich würde nicht so verhätschelt, und es interessirten sich nicht zwei Damen gleickzeittg sur mich, wie dreö den An schein hat!' . - " ,Dn meinst Mary und Annie? fragte ich. ,Jn der That, die Wahl (T Z C sT Vvt hirKM I 5 muß Jii u;uvi wiiuii Er lachte behaglich vor sich hin. ,Cs sind' ein paar liebreizende Geschöpfe, und eS gibt für mich kein größe.
reS Wonnegefühl als daS Empfinden, daß Beide sich für mich interessiren. Aber ich brächte es nicht über das Herz, mich für eine von ihnen zu entscheiden. Die Andere thäte mir zu leid. Du weißt . ja, Buridan behauptete, ein Esel, der gleich weit von zwei gleich großen und anlockenden Heubündeln entfernt sei, würde verhungern, weil er nicht wissen würde, welchem von beiden er sich zuwenden solle, da ihn jedes ebenso stark anzöge als das andere. Betrachte mich als diesen Esel. Ich werde mich wahrscheinlich nie verheirathen, es müßte denn eine ' dieser Tamen abschwenken und sich für einen anderen Mann interessiren. so daß sie für mich verloren wäre. Wahrhaftig, ich wünschte, dieser Fall träte ein, denn ich glaube, ich liebe Beide, und wir werden alle Trei unglücklich wer den . r (Schluß folgt.)
Gcspenstcrzug auk den Schiene. Von einem Reisenden, der in der jüngsten Sylvesternacht eine Reise ron Vraila. Rumänien, nach Bukarest nnternahm. wird folgende lustige Eisenbahngeschichte erzählt: Am 31.' Dezember fuhr ein Personenzug von Taendin nach Verlad. Vor der Abfahrt stärkte sich das Zug- und Maschrnenpersonal ganz gewaltig zur letzten Reise im alten Jahre. Bei der nächsten Station überschritt man wiederum den Aufenthalt, um eine neuerliche Stärkung zu nehmen, wobei auch die Passagiere die dargebotene Labung nicht verschmähten; dieses Manöver wiederholte sich auf jeder Station, auch in der letzten vor dem Endziel. Ter Zug wurde von dort nach Bukarest signalisirt und fuhr ab.. Allein schon lange war die Ankunftszeit des Zuges überschritten, und immer noch war der Zug nicht in Sicht. Der besorgte Stationschef fragte bei der letzten Station telegraphisch an, blieb aber ohne Antwort. Nun faßte er den Entschlusz, mit der Reservelokomotive dem Zug entgegenzufahren. Die Vorsicht erheischte es, stets, die Dampfpfeife zu gebrauchen, umolich gewahrte man von ferne die rothen Lichter der Lokomotive. Da aber auf wiederholte Rufe reine Anwort erfolgte, fuhr nian vorsichtig näher und erkannte, daß der Zug stand. Was gewahrte man nun? Mascyin?nsuyrer und Heizer schliefen rm Tendc? auf den Kohlen, das Feuer war fast ausgegangen und die Dampfspan nuna aesunlen. Der Äuafübier sckliek in seinem Koupe, der Packmeister im Packwagen, die Bremser m ihren Breniöhäuschen und die Passagiere in )tn Wagen, m ihre Pelze gehüllt. Tödtliche Nöntgeustrablen. Vor einigen fahren starb ein Assistent Edisons an den Wirkungen, die andauerndes Erperimentiren ' mit Nöntgenstrahlcn bei ihm hervorgerufen hatte.. Ein ähnlicher Fall hat sich jetzt in Frankreich ereignet, wo vor Kurzem der in der wissenschaftlichen Welt wohlbekannte Nbsiker Radiauet starb. Bei Nadtguet, der sich viel mit Radiozraphre beschäftigte, und zwar nicht nur mit Nöntgenstrahlen, sondern auch mit Forschungen über das immer noch so geheimnisvolle Radium, machten sich vor zwei Tzatnn die ersten Anzeichen eincs unheilbaren Uebels bemerkbar. Die Erkrankung begann mit oer Erntroänung des Fleisches des rechten Vu mes, später stellte sich an einem Finger desselkn Armes ein Riß ein, der durch kein Heilmittel zum Vernarben gebracht werden konnte. Dann gesellte sich noch der Vrand z?t den übrigen Erscheinungcn und der Fmger mußte avgenommen werden. Der Zustand des Kranken verbesserte sich nach der Operation zusehends, aber die Besserung war leider nicht von Dauer. Es stellte sich rasche Abnahme der Körperkräfte ein, bis endlich der Tod den Kranken von seinem mit unerträglichen Schmerzen verbundenen Leiden erlöste. Qivdrfd)ixt. . nüv IK4 r-' 13 foV7Üv tfO (.i Wtriftasftua w n i 1 1 1 u. iyj "w v vfc y ' Peperl. wenn die Mutter nachher fragt, wieviel Elaö Bier ich getrunken hab'. r r r-A . . i M ... ri V. Ott so sagsl sen vier! ncriiaiivsns Peperl: ..Ja. Vater!" (Daheim.) Mutter: ..Wieviel Bier hat denn der Vater etrunZen. Peperl?" Pepe.tl lsiond):'Vier.Mu!icr!"Mutter: So, also vier? -Wieviel Glas hat er denn bezahlt?" P epen: . t " . Z-lttgalant. Hauptmann (zu seiner Frau): 2u machst Schulden über Schulden. Olza Dn bist die Schachtel zu rneinem Cylinder!" Der See Handel Deutschlands vollzieht sich zu einem Drittel auf indirektem Wege. d. h. über fremde Häfen, besonders Hollands und Belgiens, durch die 1203 Einfuhr von 1.500.000.000 Mark. Ausfuhren von 700,000.000 Mrk Werth gingen.
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