Indiana Tribüne, Volume 29, Number 137, Indianapolis, Marion County, 2 February 1906 — Page 6
Jttdiüna Seit a. Februar l!)OG. (i
eWßche p ... und. ... Haus - Ausstattungen. 141 West Washington Str. Beachten Sie unser Schaufenster für - Montags und Freitags Spezialitäten. . U. G. SPONSEL. ...Bäckerei... 1030 Süd East Straße. Butter Ringe 10c Echter Pumpernickel Feinstes Roggcnbrod ' Marktstand 5 6 Neues Telephon No. 9361 IW.Fredrick Der Kohlenmann, Verlauft die besten Karlen aller Sorte im Markte. Office u. Yards 800-900 Beecher Str. Tel. neu, 9394; alt, Main 1130 , - um aufen Sie keinen fertig gemachten Anzug oder Ueber zieher wenn Sie solche auf Be stellung nach Maaß erhalten können so niedrig wie $16 und $20 Diese sehen schöner aus und tragen besser. ff, !!, Setato, 33 W. Monument. Dichmann K Vrabhon,, J?Marma von Zewe. Schau-Käften. r8u Ladentische und Ciganen-Tischf. "2? Off Wasdtngton the. Neue Telephon 6337 Aerzte. Dr. Paul F. Martin, Praktischer Arzt und Chirurg. Sprechstunden: 11.0012.30 2.30- 4.00 täglich. -onntazZ: Auf Verabredung. Willoughby Gebäude, 221 Vtett Meridin Strafe. Tel., Main 4. Dr. Carl Q.Winter Deutscher Arzt. Behandelt all akute und chronische Krankheiten. m Speziell Rheumatismus, RectllM' unö Frauen'Krankheiten. (Office : 14 weft Ghio Straße. Ofsice-Stunden : 10-11 . Vm. 3-4 Nm. Csnntags : 9.3010.30 Im. Tel. neu 43. Wohnung: 12S0 Madissn Vvenue Telephone : Alt, 2025. Neu, 9252. ?)r. FM. Sutcliffe, Wundarzt, Ätschlechts., Urin. nnl-ctcctnw Krankheiten.
Defm,
W O k Pn
B
&
Cfött : 155 Okt SteiW Gft. Tel. 941 j0tttnri.llUDUtCa.;ltiI4 XXu
l00000- CK00000(
U' ( ni .. z z tliuiiiuiuuuiiy t 0 Skizze von ZZttttl A. CiirNoi -04I--eA(Z-S-OA'O--O---e5 ' ö ein Wort hatte er gesprochen. :! s; r;r.; rir;Tf,. i, (-.V tllUl VII wuvt iu starr hatte er den Briefbogen auf den Tisch niederfallen lassen und war dann blindlings und toll auf die Straße hinausgelaufen, als die Jury der Ausstellung ihm wieder seine Bilder zurückgewiesen hatte. Bei dem Geräusch der hart zuklappenden Thun erst war seine Frau aufmerksam worden. Vom Bett des kleinen Kindes eilte sie herein da fand sie auf dem Tisch die schwerwiegende Votschaft . . Sie mußte sich an der Lehne des Lchreibtischstuhles halten, sonst wäre k hingesunken. Aber weinen durfte sie etzt nicht, denn ihr kleines, schwaa)iches Kind ... es bedürfte ihrer ganzen Liebe, ihres hellen Lachens, ihrer immerwährenden Aufmerksamkeit. Erst spät in der Nacht, als er müde und abgespannt, das Haar zerzaust und die Kleidung wenig in Ordnung, zu ihr zurückkehrte, löste sich ihr Schmerz. Da sank sie in der weiten Sofalehne nieder und schluchzte in ihr Taschentuch, daß ihr ganzer schwächlicher Körper Zuckte und bebte. Und er besann sich auf sich selbst und dersuchte sie zu trösten, mit weichen, lieben Worten, so, als berührte ihn die große Enttäuschung nicht. Sieh es ist ja keine Schande! Es passirte ja anderen auch schon, anderen, die weit größer undhöher sianden als ich!" Er ging in großen Schritten durch das wenig behagliche Zimmer. Seine Füße suchten mit Sorgfalt den abgetretenen Teppich, als fürchtete er, mit dem Klang seiner Sohle sein ganzes Unglück zu verrathen. Dabei brannten in seinem blassen, vergrämten Gesichte die müden Augen, und hinter den bläu-lich-fcinen Schläfen hämmerte es so wild, so ungestüm, daß er sie init den Händen hielt, damit das Toben sie nicht zersprengte. Das Herz that ihm so weh . . . Auch er hätte weinen m'ögen, hätte aufschreien können in all der Qual der Enttäuschung, der Muthlos:akeit und der leeren Hoffnuna. Aber er wollte sich jetzt beherrschen. Sie hatte ja alles für ihn hingegeben, Eltern und Behaglichkeit, Lebensfreuden und heitere Zukunft. Sie brauchte die Schonung. Aus dem Nebenzimmer klana ein leises Weinen. Und mit einem Male trat er hart und fest auf die knarrende Diele, daß seine. Schritte das Geräusch übertönten, dann hielt er wieder den Athem an . . . Und Gott sei Dank es blieb still. Wie hart auch die Sorge bei ihren Schützern klopft, d?n Kindern hält der Schlaf die jungem Seelen fest und läßt sich durch nichts verscheuchen.' Nur dumpf fühlen sie nach, was über sie hereingebrochen war. Es war so leer. fast wie ausgestorben in ihrem Haus, verlassen waren sie in all ihrem Ungluck . . . Die Lampe stand rn entlege ner Ecke, doch unberührt blieb das Essen. Sie starrten vor sich hin. Und erst, als ganz verstohlen in seinem Auge die Thränen blinkten, als ein abzrund tiefer Seufzer die beengte Brust hob. ca blickte sie zu ihm auf. Franz Franz . . ." e i w t te jagren nicyts meyr. Urne in wieder und stärker erwachte? Liebe hielten sie sich auf einmal umschlungen ainb küßten sich die heißen, zitternden Lippen. Du wirst doch Nicht verzagen. Du wirst doch den Muth nicht sinken lassen?!" Ach Du Du ... Du einziges Glück!" Er hielt ihren Kops an seine Brust, daß sie nicht sah. wie unaufhaltsam, wie schwer ihm jetzt die Thränen rannen. Franzel!" Es. klang weich und bittend zugleich. Warst Du Nicht so tapfer, so voller Muth und Vertrauen, wo wären wir hin!Aber Franzel Tu hast doch gearbeitet, hast Dich geplagt, und das alles geschasst . . ." Sie wollte scherzen, uno es gelang ihr nicht. Ich habe Dir so viel versprochen, ich glaubte, mit Dir müßte das Glück und der Erfolg zu mir kommen. Du gabst alles für mich hin was hab' ich Dir dafür ge bracht?! Elend und Sorge und Entbehrungen und trübe Stunden, kein Licht, kerne Freude ", Sie hielt ihm plötzlich die Lippen zu. Uno unser Gluck hier, unsere LiebeSie brach plötzlich ab. Sie wollte das Kind erwähnen, und da auf einmal überfiel sie wieder die Angst. Was wurde aus dem, aus dem kleinen Wurm, für das sie beide die Verantr?irtung trugen, und das noch nichts entbehren konnte und durfte?! Er nickte nur trüb, und auf einmal kam es ihm wie Sünde und Frevel vor, daß er sein Weib aus so sicherem Leben mit in sein schwankendes Loos gezogen. Dein Vater hatte doch recht!" sagte er dumpf. Nein, nein!" rief sie ihm zu und sprang von ihremSitze auf. Mein Wille war es so gut wie Deiner, freiwillig und so aus vollem, frohen Herzen bin ich zu Dir gekommen, und Franzel " sie beugte sich wieder über ihn weißt Du denn nicht mehr, wie ich immer zu Dir sagte: Auf den Kopf können sich alle stellen, ich thue es doch! Franzel, weißt Du nicht mehr?!" Es war seine schönste Erinnerung, aber freilich heute zog sie nicht. Ja.
Ernachen. ich weiß!" Es lkang so
trübe. Stf strich ihm das verwirrte Haar aus der Stirn. Sieh darfst Dir mchts vorwerfen! u hast nur alles gesagt, mich auf alles vorbereitet Du trägst keine Schuld. Glücklich ryaren wir beide doch und hatten uns rt'ft und waren tapfer, miteinander, und werden es auch weiter sein. Ich kann ja auch so mancherlei, ich werde Dir jetzt ordentlich helfen . . ." Erna " Und wir werden uns weiter durchbringen, uns, und und . . . . Die Stimme brach ihr doch. Der Gedanke an das kleine Wesen da nebenan that ihr jetzt zu weh. ' Eng aneinander gelehnt, verbrachten sie die Nacht. Sie fühlten es kaum, daß sie'vorüberging, denn ihre Herzen waren roll und ihre Seelen trafen sich. Und um ihr Kind herum zauchzten sie beide, als wären die schwarzen Schwingen schon von ihnen gewichen und hatten den Kummer mit hinweggeweht. Eine Hoffnung hatten sie ja noch. Als die erste Verzweiflung sich gelegt hatte, war er zum Kunsthändler gelaufen und hatte ihm die Bilder angeboten. - Einen lächerlich niedrigen Preis hatte er verlangt. Wenn der nun wenigstens die Bilder nahm, dann war's doch ein Erfolg, dann war doch eine Möglichkeit, daß sie weiter leben, daß sie neue Hoffnung schöpfen konnten. ' Der Tag mit Licht und Sonne zog über die Welt und grüßte sie. Ihr Kind ermunterte und lachte ihr zu, der Postbote kam in das Haus und ging an ihrer Thür vorüber. Sie wagten nicht mehr, sich anzuschauen. In furchtvollem Schweigen blieben sie einander fern und bewahrten mit dem letzten Aufgebot von Energie den Nest ihrer Nuhe. Die Hoffnung in ihnen entschlief allmälig. Der schrille Klang der Glocke riß sie endlich in die Hohe. Und als mußte das Gluck bei ihnen anklopfen, stürzten sie zur Thür. Dann brachen sie zusammen. Nicht einmal ausstellen wollte er die Bilder in seinem Geschäft. Er sagte nichts mehr. Sem Gesicht wurde bleich und seine Kniee zitterten. Aengstlich sah er auf seine Frau. Sie hielt die Zähne zusammen und bemühte sich krampfhaft, die Thränen zu unterdrücken. Aber sie perlten ihr doch, und als er sie zärtlich streichelte, verlor sie die Fassung und schluchzte, schluchzte, als sähe sie nun erst mit klaren, begreisenden Auqen den iahen, todtenden Abgründ! Gebeugt und stumpf schlich er endlich in sein Zimmer. Trost hatte er nicht mehr: ihm war es. als Ware nur er ihr ganzes Unglück, als käme alles von ihm, von seinem Sein. Und fast mechanisch schloß er die Kasten seines Schreibtisches auf und zog die Bilanz. aus seiner Existenz und seinem Le ben! Sie war nicht gut. Sie war nicht unverschuldet, sie hatte einen dunklen Punkt. Den Freiheitsdrang, der in ihm lebte, den er nicht missen wollte, trotz aller Müh' und Qual, der ihn verhindert hatte, sich rechtzeitig sreiwll liq zu beugen! Die junge Frau trat schüchtern zu ihm herein, und ihr Gesicht war seltsam ernst. Sie kannte aus seinen Reden, was ihm, wenn alles brach, der letzte Trost, die einzige Rettung erschien dieses seltsame 'spiel mit dem Leben. Jetzt fürchtete sie es. letzt ... wo alles sich gegen ste verschwo ren hatte. Ich gehe fort. Franz. Bleibst Du zu Haus?- Er hörte aus ihren Worten nicht die leiseste Angst, er nickte nur stumm. Wirklich?- Versprichst Du's mir?" Da blickte er ste an. Ja, sagte er zögernd.-wo willst Du denn hin?" Sie schluckt etwas. Arbeit holen - ja, Arbeit - für mich!" Ihre Arme umschlangen ihn fest. Dann noch einmal ließ sie sich das Versprechen wiederholen und eilte hinaus. Sein Kopf sank nieder auf den Tisch, wo wild zerstreut die Papiere lagen. So schön das Leben, so voller Sonne und Glück, ein Paradies für ihn mit dieser Frau, und nur er er ... , Er athmete schwer. Und gerade um sie und sein Kind, da durfte er es Nicht thun. Es wäre ja Verrath. Undank. es wäre wirklich schlecht! Sie hatte es mcht um ihn verdient. So gab's für ihn nur einen Weg. der freilich der war der schlimmste! Er gab dem Mädchen einen kurzen Brief dann ging er. 55ck erwarte Sie . . ." Franz stand vor Ernas Vater, nicht aufreckt wie sonst, wie ein Bittender gebeugt. Ich horte es gestern Abend schon." sprach der, es war wieder mcht wahr?" Franz hörte nicht darauf: .err Normann nicht um meinetwillen um Ernas, um des Kindes willen . . ." Seine Hände zitterten. .Nun ia. nun ia ich kann mir's den ken. Aber seben Sie. wer hatte damals recht? Erst was erreichen, und dann dann sagte ich." Herr Normann. es war der ganze Inhalt meines Lebens." Der macht nich satt." Granit läckelte müde. Wir beide baden den Hunger nie gejpurt. Na ja, aber nun, nicht wahr, nun sangt e: an?" ftram schüttelte langsam den Kopf. Das Kind..." Und als ich Sie vor jenen zwei Jahren darau Kinwies. ob da war ich der arau same Vater, der Tyrann!" Herr Normanu, ick öitteSie. aualen Sie mich nicht unnütz! Ich will jetzt thun, was Sie verlangen, will Stellung anneywen. dienen, nur . . Er kam nicht zu Ende. ' Die Thür des KontorZ öffnete sich, und seine Schwiegermutter trat herein. Franz
Sie?" Aber auch da wurde er ütx
Antwort überhoben. Seine Frau trat mit herein und jetzt hielt ste ihn fest: Franzel, mein Junge, Du Du hier?' Für mich hast. Du Dich..." Ja," rief der Vater dazwischen, sprich es nur aus: für Dich hat er sich überwunden, der stolze Herr!" Herr Normann, ich will ja nichts geschenkt, nur geliehen! Wir beide wollen ö uns am Munde absparen, bis wir es. zurückgegeben! Naturlich am Munde absparen. Er trat dicht mn vor Franz. Und wissen Sie, Herr meine Tochter braucht stch nichts am Munde abzusparen. Nur Sie Sie haben sie in das Elend gelockt, ohne Sie " Herr Normann!" Er wandte sich zum Gehen. Erna faßte seinen Arm. Komm Franz ich gehe mit Dir! Ich weiß, daß Du mich nicht gblockt. ich weiß, wie Du Dich gequält hast und gesorgt, und überwinden wir's nicht dann bleibt uns allen noch, uns drei, der letzte Trost, die letzte Hoffnung. Komm..." Aber sie kamen nicht aus der Thür! Ernachen!" Die Mutter schrie plötzlich auf. Geh' nicht so fort. doch wenn. Du gehst. Nimm mich mich wenigstens mit!" Herr Normann sah ihnen traurig nach. Und wie in unwillkürlicher Vewegung trat er plötzlich vor und sagte kurz: Mich auch na ja. mich auch! Nur nur ein bischen bitten das kann ein Vater doch wohl verlangen. Wie im Sturm lief er die Treppe zu der kleinen Wohnung hinauf und holte sich das Kind. Mein Enkelchen, mein Enkelcheu Du Sorgenkind. Du glückliches Sorgenkind!" Und er wandte sich zu seiner Tochter. Siehst Du, Ware der Punkt mcht in Eurem Leben aber na ja. na ja . . Abends saßen sie beide wieder allein. Es war vonallem doch das Schwersie," sagte Franz, und wenn vor einem Jahr mir einer es gesagt " Franz laß es vergessen sein! Daß ich so unterliegen würde, daß ich bitten mußte " Du thatest es doch um unser Kind! Dem Elend bist Du nicht erlegen. Nun zeig , daß Du auch dem Geld nicht unterliegst, denn das scheint mir ist für den Künstler das Schwerste . . ." Der Gipfcl der vcrgcßlichknt. Unter diesem Schlagwort berichtet das Wiener Extrablatt" aus Wien: Die auf dem Handelskai bediensteten Personen bemerkten unlängst einen mit Holz hoch beladenen Wagen ohne Pferde, der dort etwa eine Woche stand. Man war der Meinung, das Holz solle dort verladen werden, aber es verging ein Tag um den anderen, und niemand kümmerte sich um. den Wagen, der doch mit seiner Ladung einen betrachtlichen Werth repräsentirte. Endlich schritt die Polizei ein und stellte fest, daß der Wagen Eigenthum des Fuhrwerksbe sitzers Magyan war. Dessen Kutscher Josef Bann hatte sich nun vor dem Strafrichter wegen Stehenlossens eines unbeleuchteten Objektes auf der Straße zu verantworten. Der Angeklagte gab an. er habe den beladenen Wagen ver gessen. Richter: Wie ist es möglich. daß man einen vollbeladenen Wagen vergessen kann?" Angeklagter: I bin am Handelskai g'fahren. und da is mir die Ketten gerissen. I hab' deshalb die Pferde wegg'führt und sie in den Stall 'bracht." N i ch t t t : Und warum haben Sie den Wagen mcht abgeholt? Anaeklaqter: An den hab' i mi dann net mehr erinnert." (Heiterkeit.. Der Richter verurtheilte den Vergeßlichen zu 24 Stunden Arrest. Die gute Freundin. ' Ich finde. Emiliens neuer Hut klei det sie mm Erbarmen." .M auch.' Woher ste ihn nur hat?" Von Müller & Co. - ich half ihr ihn ja ausjuchen. Die erste 5?abrik fü Kakao und Schokolade in England wuroe im Jahre 1723 von Dr. Joseph Fry, einem Arzte in Bristol, gegründet. Zu jener Zeit war die Dampfmaschine noch nicht erfunden und erst viele Jahre svater wurde eine der ersten Maicbinen von James Watt in Frys Fabrik aufgestellt. In den ersten Jahren waren nur weniae Arbeitskräfte nötbia und heute beschäftigt die Firma über 4000 Arbeiter. Der Absatz uu England allein beläuft sich auf über 520.000.000. Der jetzige Leiter und Inhaber der rrma, mx. Joseph Storrs My. ein Großenkel des Begründers, hält trotz seines, hohen Alters jeden Morgen um neun Uhr einen Gottesdienst in den Werren ab. Unalt'Zkf.'ttlterie3 Eke v a a r. 5 Budavest erfolate neulich die . Eheschließung der 79jahrigen Schauspielerin Prielle mit dem 32jährigen Schriftsteller Roßnyay. Einer der Trauzeugen war das Magnatenbausmitalied N?osi llbefredakteur des Budapest! Hirlap; er ließ das Schlafzimmer der Schauspielerin mit cnr.. r je. c v ? . cvr..rrx..!C4 inucu amuacn uno viz iuuyiii un brinaen: Mer stets unter Rosen ae wandelt möge auch diesmal zwischen Rosen erwachen." Die Schauspielerin, die den Titel eines ewigen Mitgliedes des ungarischen Nationaltheaters" fübrt. haitt vor derKbesckliekuna einen langen Kampf mit ihrer Familie zu
stehen.
Europaische Nachrichten.
'NcTyern. München. In einem Schwermuthsanfall stürzte sich der 64 Jahre alte, verheirathete Bureaudiener Georg Baumgärtner in der Nähe von Starnberg m den See. Am Ufer hinterließ er einen Zettel mit der Bemerkung, daß er an der Unglucksstelle König Ludwigs II. den Tod in den Wellen suchen wolle. Die Leiche konnte geborgen werden. D a ch a u. Der Ortshirte Thomas Rupp von Unterbachern wurde auf freiem Felde von einem Eber angefalen und hierbei so schwer verletzt (Schlitzung des Oberschenkels), daß eine sofortige Verbringung in das hiesige Krankenhaus angeordnet werden mußte. F u r t h. Unlängst kam die 16jährige Fabrikarbeiterin Zeitler, als sie die geschlossene Leyher - Bahnüberahrt überschreiten wollte, durch Anstoßen an das Gestänge der Schranke zu Fall und schlug derart mit dem Kopfe auf den Schienen auf, daß sie mit schweren Wunden und in bewußtlosem Zustande vom Platz getragen werden munte. Nur der Geistesgegenwart des Schrankenwärters, der das Madchen rasch aus dem Geleise entkernte, ist es zu danken, daß es nicht von dem heranbrausenden Zuge getodtet wurde. L a i m. Auf der hiesigen Bahnstation wurde der Gehilfe im Stationsdienst Franz Fischer IV. von einem vom Ablaufrücken kommenden Wagen, den er nicht beachtet hatte, zu Boden geworfen und überfahren; dabei erlitt er einen doppelten Bruch des rechten Armes und eine ungefährliche Wunde auf der rechten Gesichtsseite. Oberammergau. Dr. Lang entfernte vor einiger Zeit dem 62jährigen Kriegsveteranen Gerold eine Ehassepot - Kugel aus dem Fuße, die Gerold in dem Gefechte bei Orleans erhalten und nun volle 35 Jahre lang in seinem Korper herumgetragen hat. Starnberg. Vor Kurzem verunglückte in der hiesigen Bahnstation der 14jährige Paüträgerssohn Sommer dadurch, daß ihm ein gefülltes Faß, das in's Rollen gekommen war, vom Ladepodium auf die Brust fiel. Der Verletzte starb nach kurzer Zeit. T r a u n st e i n. Wegen Verbrechens der Bigamie, Meineid und Urkundenfälschung wurde der frühere Burenoberst Louis v. Zelewski vom hiesigen Landgericht zu 1 Jahr 7 Monaten Gefängniß "verurtheilt. Drei Monate Untersuchungshaft wurden abgerechnet. W ü r z b u r g. Auf dem hiesigen Bahnhof verunglückte der ledige Stationsgihilfe Johann Seufert während des Entkuvpelns von Wagen. . Er blieb mit dem Absatz im Herzstück der Weiche hängen und wurde zu Boden geworfen. Hierbei wurde ihm das rechte Bein oberhalb des Kniees abgedrückt sowie das linke Bein der ganzen Länge nach förmlich aufgeschlitzt. Er verschied nach wenigen Augenblicken. Württemberg. Stuttgart. Seinen achtzigsten Geburtstag beging vor Kurzem in voller Rüstigkeit der Stallmeister Friedrich Meng hier. Der Jubilar, dem der flonig einen besonderen Glückwünsch sandte, erfreut sich in weiten Kreisen der Bürgerschaft allgemeiner Werthschätzung. Er lach. Die in den 60er Jahren stehende Händlerin Magdal. Wagner von Dellmensingen wollte vor einem in die' hiesige Station einfahrenden Personenzug nach Ulm noch den abgeschrankten Bahnübergang am Bahnhof überschreiten, wurde aber vom Zuge erfäßt und getödtet. ' Gmünd. Vor Kurzem ist. die Silberwaarenfabrik von Seyboldt Hirschauer vollständig ausgebrannt. Das angebaute Wohnhaus wurde nur wenig beschädigt. Die EntstehungsUrsache des Feuers ist nicht bekannt. Hall. Der seit einiger Zeit vermißte Finanzrath Schmidt wurde bei den sogenannten breiten Eichen" todt aufgefunden. Schmid, der schon seit längerer Zeit im Ruhestand lebte, zeigte Spuren von Gelstesgestörtheit; er wird die That wohl auch in diesem Zustand begangen haben. Der hiesige Stadtpfarrer Erhardt ist auf dem Wege zur Beerdigung des Finanzraths a. D. Schmid an einem 'Herzschlag plötzlich gestorben. Er hat über 20 Jahre hier als Prediger gewirkt. -Loffenau. Hier ist der 35 Jahre alte verwittwete Steinhauer Ludwig Bender von Staufenberg, Vater von. zwei Kindern, im Gasthaus zur Krone die Treppe herabgestürzt. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß der Tod nach wenigen Augenblicken eintrat. Nagold. In dem Hause des Oekönomen . Widmaier (beim Anker) entstand euer. Das Feuer, das auf unaufgeklärte Weise ausbrach, zerstörte das Gebäude bis auf wenige- Reste.' Reu Hingen. Der 45jährige Güterbodenarbeiter David Dottinger, Vater von sieben Kindern, war seit längerer Zeit verschwunden. Kürzlich wurde nun seine Leiche in einem nahen Walde aufgefunden. Der Unglückliche hatte sich erhängt. - 7äbct Karlsruhe. Hier starb nach längerem schwerem Leiden der Direktor des Generallandesarchivs. Geb. Rath und Kammerherr Dr. Friedrich v. Weech, im Alter von 68 Jahren.
Die schwermmyige rau uzp kjuhandlers Ernst Bora'sch hat sich mit ihrem dreijährigen Kind im Rheinhafen ertränkt. Die Leute lebten in geordneten Verhältnissen, aber die Frau hat wiederholt Selbstmordabsichten geäußert. Am Ufer lag ein Abschieds brief an ihren Gatten. Vühlerthal. Letztens wollte die Ehefrau des Josef Mayer ihre Petroleumlampe auslöschen. Diese explodirte und der ganze Inhalt ergoß sich über die Unglückliche. Sie erlitt schwere lebensgefährliche Brandwunden. E g g e n st e i n. Durch Feuer zerstört wurde das Anwesen des Landwirths Margrand. Das Feuer legte eine weitere Scheuer und zwei Schuppen in Asche. Die Brandursache ist unbekannt. Freiburg. In einem Anfall von Schwermuth ertränkte sich dieFrau des Schuhmachermeisters Rieger. Heidelberg. Der JubiläumsEhrendoktor der philosophischen Fakultät an der hiesigen Hochsule, Peter Rosegger, hat der Universität seine sämmtlichen Werke zum Geschenk ge. macht. L ö r r a ch. Der an Verfolgungswahn leidende Schneidermeister Fendt stürzte sich aus dem Fenster des Gast Hauses, iu dem er übernachtete, und war sofort todt. Mannheim. Sein 50jähriges Dienstjubiläum feierte Amtsgerichts-
diener Ludwig Hollenbach dahier. Pforzheim. Die Firma Dr. Richter & Co., Scheideanstalt hier, konnte kürzlich auf ein 40!ähriges Dasein zurückblicken. Rhein he im. Letztens fiel der an der hiesigen Rheinbrücke beschäftigte Zimmermann Emil Hastig in den Rhein und ertrank. Die Leiche konnte nicht geländet werden. Die Baufirma Rossi - Zweifel von St. Gallen, welche die erforderlichen Gerathschaften zur Benutzung bei Unfällen nicht zurStelle hatte, wird für den Unfall verantwortllch gemacht werden. Wehr. Letztens wurde der 24jährige Holzarbeiter Friedrich Bär beim Holzfällen im Wald von einem fallen den Baum erschlagen. Wies loch. Der 20 Jahre alte Bureaudiener Ullrich hat sich aus unbekanntem Grund erschossen. Jlitteldeutsche Staaten. Bernburg. Nach kurzem Krankenlager entschlief im 89. Lebensjahre Kreisdirektor a. D. Geheimer Regierungsrath Emil Bunge. Braunschweig. Ein schweres Brandunglück, dem leider ein 2ften scheuleben zum Opfer gefallen ist, hat sich im Hause Schützenstraße 13 ereignet. Der Besitzers des Hauses, Dekoraironsmaler.Otto Schultze, ging in seine Privatwohnung, um etwas zu genießen. Als seine .Angerigen nach kurzer Zeit das Zimmer betraten, fanden sie dieses ganz mit Rauch gefüllt un!d ausgebrannt. Schultze selbst lag bewußtlos iuf dem Sopha und hatte so schwere Brandwunden an den Armen und Beinen, daß er sofort in das hiesige Krankenhaus gebracht werden mußte, wo er bald darauf verstorben ist. Nach den Angaben der Hinterbliebenen hat Schultze eine Petroleumlampe angezündet und ist vermuthlich mit dieser zu Fall gekommen Dessau. Ein Liebesdrama hat sich . im Restaurant Burgkeller, Amalienstraße, abgespielt. Tr 19jährige Tischler Max Griesler erschoß seine um ein Jahr jüngere !graut, die in dem genannten Restaurant bedienstete Minna Theiß, und d-ann sich selbst. Letztens wurden aus der Kammer, in welcher die Theiß schlief, kurz hintereinander zwei Schüsse gehört, und als man nachsehen wollte, fand man die Thür von innen zugebunden. Sie wurde gewaltsam geöffnet. In dem Zimmer lagen die beiden jungen Leute, berder 'Herzen waren von Kugeln durchbohrt. D e t m o l d. Dieser Tage erschoß sich hier der Pächter des Hotels Kaisechof" , Karl Neineke. Was den seit zwei Jahren in glücklicher Ehe lebenden 28jährigen Mann in den Tod getrieben hat, ist nicht bekannt. Jena. In einem Anfalle von Schwermuth infolge geistiger Ueberanstrengung vergifteie sich der Kandidat der Medizin 'Leuchtweiß aus Darmstadt mit Morphium; ferner erschoß sich der Heizer A. Lentz mit seinem Jagdgewehr im nahen Forst. R u d o l st i d t In dem nahegelegenen Leutnitz, wo es seit etwa 200 Jahren nicht gebrannt hat, brach kürzlich auf dem Ge)ft des Gutsbesitzers Hildebert Schilling ein Feuer aus, das Scheune und Nebengebäude einäscherte. Twülpstedt. Auf dem Hofe der Zuckerfabrik gerieth der ledige Mmstknecht Fritz Heinrichs unter die Räder seines Wagens und wurde derart überfahren, daß er sofort todt war. Aorsfelde. Durch Zufall fand der Landbrieftrager den seit längerer Zeit gesuchtenZimmermann Jacobs sr. hier nicht weit von der Straße Wolfsbürg, an einem Baume erhängt. Sachsen. Dresden. Ein alter sächsischer Veteran, Major a. D. Moritz Brüske, der mit Auszeichnung n den Feldzügm 1849, 1866 und 187071 theil, nahm, ist hier gestorben. Daö Ritter-, kreuz 1. Klasse, der Verdienstorden mit Kriegsdekoration und das Eiserne Kreuz schmückten die Brust des alten Soldaten, der von 1841 bis 1881 dem atln .Militärstande anhörte. '
A,
t- , j i 1 1 I I Si W i .(
c
