Indiana Tribüne, Volume 29, Number 137, Indianapolis, Marion County, 2 February 1906 — Page 5
Indlana Tribüne, L Februar isus
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Die Eillsulinmg. Slttonische Dorfgeschichte. Von V. v. Nnsnrr.
& (Schluß.) u Llehnlich wie vorhin, spielte sich auch jetzt die Begrüßung ab, bis dann Ribar sein Weib und die Marica her! beiholte. Wie sich'S gehört, sprach man von allem Möglichen von der Ernte, und wie man die Hühner dazu bringen könne, mehr Gier zu legen, und die Kühe, mehr Milch zu liefern, und als so nach und nach alle häuslichen Angelegenheiten durchgesprochen waren, stieß Baba Cva das. Mädchen in die Seite und meinte: .Na, und Xu, willst Xu uns gar nicht fragen, weshalb wir eigentlich gekommen sind?" Ch, ich denk, daß Ihr das selber wissen werdet,- antwortete ihnen Ma rica, dem Brauch gemäß. Aber noch war es nicht Zelt, mit der eigentlichen Werbung heraus zurücke, und so unterhielten sie sich wieder vom Wetter und zwar wie es war, und wie es hätte sein können, und wie es wokl werden würde, bis dann auch dies Thema gründlich erschöpft war, und Äaba Era zu Marijan sagte: Badava rno n! vergebens sind wir hier, wenn Tu nicht selber reden willst." Marijcn wurde verlegen, nahm sich aber zusammen und Marica treuherzig in die Augen sclmuend, fraqte er endlich stockend: Marica, willst Tu die Meine werden?IIocu ich will !" antwortete sie fest und schlug in die ihr entgegengehaltene Hand ein. Pokigano, sarno polagano langsam, nur langsam !" trat im selben Augenblick Nibar dazwischen. Ta hab' ich auch noch ein Wort mitzureden und deswegen möcht' ich gern wissen, was sie Tir wohl werth ist?" ilj," meinte Marijan, auf eine Kuh und drei Schweine soll's mir nicht ankommen." Ties geringe Angebot beleidigte Nibar in seinem väterlichen Stolz nicht wenig, und wenn er sich auch sagte, daß kein ordentlicher 33autr aus den ersten Schlag höher gegangen wäre, so ärgerte eö ihn doch, und ziemlich mürrisch antwortete er: Wer so karg ist, sollt' lieber gar nicht an's Freien denken! Für 'ne Tirn' wie die da bietet man einen ganzen Stall und nicht" Na, dann will ich noch ein Kuh und xsi Schweine zulegen." 3, was Dir nicht einfällt, so ein Geschäft könnt' Tir wohl passen!" lachte Nibar höhnisch. Ta ist ja das Frauenzimmer allein von der minderen Seit' mehr werth." Aber, Väterchen !" kam Marica dem Zukünftigen zu Hilfe, Tu haft mich doch sonst nicht so hoch tazirt." Erspar Tir den Athem sür'S nächste Jahr," hieß sie der Alte schweigen, und dem Äurschen MaricaS kräftige Arme zeigend, sagte er: Da schau Tir's an, das versteht mehr zu schaffen, als zwei Knechte. Also, leg noch 'was darauf." Eh, die Aerm' könnten mir schon gefallen," schmunzelte Marijan. Aber sie hat doch nur zwei Füß', und meine zwei Küh' und die fünf Schweine haben" Bevor er noch ausgerechnet hatte, wie viele Füße die haben, siel ihm.der angehende Schwiegervater in's Wort: Dafür hat sie aber auch Nur einen Magen und frißt nicht so viel !" Gib nech eine Kuh zu," rieth ihm Baba Cva. ES ist ein kräftiges Frauenzimmer und bringt Tir's bald ein.Cs ist ein biöchen viel," meinte Marijan zögernd, aber weil ich sie nun einmal mag, soll'S mir nicht darauf ankommen." Die Werberinnen redeten Ribar zu, sich damit zufrieden zu geben, und so wurde denn der Handel abgeschlossen. Mutter," wandte sich Nibar an fejne Frau, jetzt darfst Du den Verlobungekuchen bringen."
Hurtig richtete die Alte den Tisch
zurecht ; Marijan schob unterdeß dem Mädchen einen Dukaten als Haftgeld
in das Mieder, sie hinwieder schlang
ihm das von? Vater besorgte Setden
tuen um den Hals, und bei reichlichem Essen und Trinken wurde dann, unter Hinzuziehung der Nachbarschaft und
beiderseitigen Verwandtichast, die Ver
lobur.g bis zum frühen Morgen gefeiert. 2.
Als Marica nach kurzer Nuhe zur gewohnten Stunde auf' Feld gina.
bekam sie unerwartete Hilfe an ihrer Freundin Marica Kosiic, die als
' Flachökops und um beim Nutender bei
den Nachbarökinder eine Verwechselung zu vermeiden, biela Marica, das heißt
weißes, blondes Mariechen, gerufen
wurde.
.Verzeih' mir und laß mich Tir
helfen, sagte diese, indem sie der
Freundin aus dem Feldweg entgegen trat.
Eh. helfen kannst Dn mir gut und
gern, aber ws ich Dir zu verzeihen
yatt, wiw ich wirklich nicht, enl aeanete Marica. unickuldia thuend.
O, Tu weißt es, und ich hab' Tir's ja auch oft unter die Nase g'rieden, obgleich Du's nie wahr haben wolltest. Jetzt seh' ich aber mein Un recht ein, denn sonst warft Dü ja bei der gestrigen Verlobung nicht so lustig gewesen und " Na red' doch, was hast denn noch auf dem Herzen?" lachte Marica. ' Ed. icu denk balt. w,nn t
hei rat he st, so könnten' wir doch Freundinnen bleiben, "obzwar Dirnen und junge Frauen nur schwer zusammenkommen. Als Verheirathete darfst Du ja nicht mehr tanzen, und in der Kirche, wo Gelegenheit zum Schwätzen wär', wird man auch von den ledigen ge trennt : aber 's ist nicht a'saqt. daß ich jetzt nicht auch bald heiralhen könnt', denn, wenn der Gliso sieht, daß er bei Dir nntendurch ist, dann" Mir könnt' nichts lieberes- geschehen, als wenn er Dich bald nehmen that'," versicherte Marica ausrichtig. JeLt, wo Tu mir nicht mehr im Wec stehst, will ich ihn schon herumkriegen, und wenn Du ihn mir bei Deiner Hochzeit zum Partner geben wolltest " 'it sollst ihn haben. Ich werd' noch heut' mit dem Vater drüber reden." Beglückt flog die Alonde der Freundin um den Hals und herzte sie und küßte sie, nicht anders, als ob sie den Burschen selbst vor sich hätte. Pro Boga zadavic rnc iirn Gottes willen. Du erwürgst mich ja! lief Marica lachend. Und nun laß uns an die Arbeit gehen, ich hab' mich schon allzu stark versäumt." . Während des Harkens dachte Marica darüber nach, wie sich doch Alles so schnell geändert habe. Noch gestern früh glaubte sie, von Gliso nicht lassen zu können, und heute überließ sie ihn neidlos der Freundin, wollte sogar froh sein, wenn diese ihn gründlich und baldigst an sich zu fesseln verstand. Denn, wenn sie sich auch von der Mutter überzeugen hatte lassen, um wie viel besser sie mit Marijän fahren würde, und obgleich dieser selbst sie gestern durch seine Treuherzigkeit erobert hatte, so fühlte sie doch nur allzudeutlich, daß Gliso ihrer 3!uhe noch immer leicht gefährlich werden konnte. Großer Gott," betete sie still vor sich hin, .führe mich nicht in Vcrsuchung, laß mich brav und ordentlich bleiben, wie's mich meine Mutter gelehrt hat, und gib mir's in's Herz, den Marijan so zublieben, wie durch seine große Lieb' nicht anders um mich verdient." , Dieses heiße Flehen stärkte sie und erfüllte ihre Seelemit der freudigen Zuversicht, daß Alles gut enden müsse. Und als sie am Abend der Freundin für ihre Hilfe gedankt hatte, gab sie ihr zum Abschied die Hand und neckte : Ucber's Jahr, so Gott will, singen wir Beide unseren Kleinen das Schlummerlied." An was Tu da schon denkst!" lachte die Blonde, über und über erröthend, und sprang davon. Gegen Mittag des nächsten Tages war Marica mit dem Harken der Karfesseln fertig und wollte eben nach der anderen Seite des Dorfes gehen,' wo daö größere Stück Feld lag und die anderen Hausgenossen arbeiteten, als ihr plötzlich und ganz unverhofft Gliso entgegentrat. Ich hab' mir die Sach' anders überlegt," sagte er unvermittelt und ohne ihr erst einen Gruß zu bieten. Tu darfst ihn nicht heirathen, denn bist Tu erst das Weib dieses Kerls, dann könnt' ich leicht das leere Nachsehen haben. Sollst ja schon vorgestern recht zärtlich mit ihm gewesen sein." Marica, erst tief erschrocken, faßte sich schnell und entacanete trotzig:
Und wenn'S wirklich so wär' wer wollt' mir's verwehren, 'S ist doch nun einmal mein Bräutigam! Wenn Du mich so staik liebst, dann hättest Dich halt bei Zeiten mit meinem Alten
auseinander setzen muzsen. Aber sret
lich," fügte sie bitter hinzu, Dir war
ich ja nicht mehr werth, als eine etn schicht'ge Kuh und eine einzige Sau!"
Als ob's was genutzt hätt', wenn ich
auch gleich höher gegangen wär ,
brummte Gliso. Dein Alter hält ja doch zu der Sippschaft, und dagegen
kommt kein Anderer so leicht auf."
Das schon, mein Alter .und Ma rijanö Alter waren ja von Jugend auf Blutsbrüder. Aber versuchen hättest
eö doch wenigltens können!"
Gliso murmelte irgend etwas Un-
verständliches und saate dann kurz ent
schlössen: Dazu isl' jetzt zu spät;
aber dem Hund lag lch Dich nicht,
und deswegen werd' ich Dich entfüh-
ren.
Entsetzt sah ihn Marica an. Bei
den blutigen Wunden deS'Heüands,
das geht nicht!" hauchte sie. Ich bin
doch icyon versprochen!"
Und wenn auch. Die Otmica ist so uralt wie unser Volk, und keiner wird sich trauen, aus fein Verlobungsrecht zu bestehen, wenn die Dirn vorher von
einem Burschen aus ehrliche Art und
Weile entfuhrt worden ist." Wenn ich 'aber nicht mag?."
.Du magst nicht?" schrie er und paäte sie mit roher Faust. Sag das
nocn einmal j morgen, um neun uar.
wenn'S finster ist, halt' ich mit meinem
Wagen hinter der Kirch'. Du kommst
dann in Deinem rothen Tuch mit dem Krug zum Brunnen und gießt dort dreimal das Wasser über die Straße
daran will ich Dich erkennen. Dann
pack' ich Dich, trag' Dich auf den Wa
:e, und V Dir noch Jemand zu Hilf
kommen rann, j,nd wir aus und davor:.
Haft mich verstanden? Und merk'S
Dir: Wenn Tu nicht kommst oder
mich gar verräthst, dann beacht' recht
zeitig, damit Tu nicht mit Sünden be-
lastet zur Holle fährst ! Und dem Ma rijan kannst denselben Rath aeben."
Nach dieser Drohuna war Gliso.
ehe sie noch recht zur Besinnung kam.
im angrenzenoen aio verschwunden. Außer sich vor Angst, blickte sie hilf
loS umher. Keinen Moment zweifelte
sie daran, daß er seine Drohung wahr machen werde, aber so willig sie sich früher von ihm hätte entführen lassen, ebenso sehr sträubte sich jetzt ihr Rechtsgesühl dagegen, und instinktiv ahnte sie, daß er es nicht aus übergroßer Liebe, sondern uur aus trotziger Eitel keit und weil er es nicht verwinden konnte, hinter Marijan zurückzustehen, thun wollte. Zitternd ließ sie sich am Grabcnrain nieder uud versuchte ruhig zu überlegen, wie sie die Gefahr von sich und von Marijan abwenden köune. Daß weder er, noch der Vater davon etwas 5""''"' "s. und auck der Pfarrer und der Lehrer hätten das Unglück nur hinausschieben, aber niemal verhüten können, denn Gliso hatte
seinen Schädel und ließ sich nicht so leicht einschüchtern. Was cr sich einmal vorgenommen, führte cr auch sicher aus.
Plörlich kam ilir ein rettender Ge
danke. Ja, nur die Angst,-sich vor dem
ganzen Dorfe lagert ich zu machen, konnte ihn vielleicht bestimmen, von
ihr abzulassen und rasch aufspringend
eilte sie, waö sie nur die Fnize zu tra aen verm-cdten. zur blonden Marica.
um mit dieser, der doch damit gewiß
der größte Gefallen geschah, alles Nöthige zu besprechen.
Und wirklich, wie sie vorausaeseben
hatte, willigte die Blonde sofort be-
reltwllllg, und ohne sich zu besinnen, ein, sich an MaricaS Stelle entführen
zu lassen.
Rmr wunte sie bestimmt, da es
bei der unausbleiblichen Entdeckung eine aeköriae Tracbt Vrüael absetzen
würde, aber die Gewißheit, Glisos
Weib zu werden, ließ sie darüber leichten Herzens hinwegkommen. Kein Bursche durfte eö ja wagen, die von ihm Entführte sien vx lassen, wenn er
nicht die Verachtung des ganzen Dorfes
aus sich laden wollte.
Soll er dock bauen, so viel er nur
will!" meinte sie lachend. Was ist denn weiter daran gelegen. Wenn er erst siebt, wie aeduldia ick herkalt'.
dann wild sich schon auch bei ihm die
richtige Lieb einstellen Nur eines
furcht' ,ch: da Dich S am End' noch g'reuen könnt', und da wär'S doch
schad, mir erst Hoffnung zu machen." Xc nikada nein, niemals!" verschwor sich Marica hoch und theuer.
Uno nun komm auch aleich zu uns
hinüber, damit ich Dir mein rothes Tuch gebe, und morgen, so wie's finster ist, aekst Du zum Brunnen und scküt-
test dreimal den Krug über die Straße
aus. Aber schreie Nicht etwa gar, sonst erkennt er Dich vorzeitiq an der
Stimme."
Hab' keine Angst!" kicherte, die Freundin seclenveranüat. .Bevor er
mich nicht in sein Versteck gebracht hat.
das wohl bei seinen Verwandten in
Mndrovce sein wird, geb' ich keinen Ton von mir, und wenn cr mich mit glühenden Kohlen brennt."
Mit krasllgem Handedruck und einem innigen Kuß schieden sie. Am nächsten Abend stand Marica
hochklopfendei? Herzens und in banger
Erwartung der kommenden Dinge hinlcr dem Zaun ihres väterlichen GeHöftes und beobachtete, wie die Freun-
din, fest in das rothe Tuch vermummt
und leicht sich in den Husten wiegend, zum Gemeindebrunnen ging. Dort unterhielten sich, wie sie aus dem Stimmengewirr entnahm, "noch einige Dirnen, doch die blonde Marica schien, so weit wenigstens die Lausche, rin deren Schatten verfolgen konnte, an die andere Seite des Dorfbrunnens hinzutreten. Nun hörte sie das Aufklatschen des Wassers auf der Straße, dann noch einmal und zum dritten Mal. Gleich darauf gab's einen einzelnen, erschrockenen, balbunterdrück ten Schrei, dann wirres, gellendes ZuHilferufen der bei dem Brunnen stehenden Mädchen, in welches das eilige Davonfahren eines auf holperigcr Landstraße dahinsausenden LeiterWagens hineinklang. Otmica, " Otmica. Entführung, Entführung!" hallte der Ruf durch das Torf, und von allen Seiten stürzten die Leute mit theils fröhlichen, theils neugierigen, aber hier und da auch mit erschreckten oder schadenfrohen Gefichtern aus ihren Hütten, und Alles fragte durcheinander: Wer wen?" Nur einer fragte nicht, sondern stürzte, in der Dunkelheit die Kinder überrennend, nach RibarS Hütte,, und hier erst kam er wieder zu sich. Voll ängstlicher, besorgter Liebe riß er sie an sich und noch immer vom eiligen Lauf schwer keuchend, raunte er ihr zu: Ich hätt' ihn umgebracht, weiß Gott, ich. hätt' ihn umgebracht !" Marijan," hauchte sie überselig, denn nun erst, wo sie fühlte, daß auch in ihm heißes, frisches Blut pulsire, glaubte sie sicher zu sein, daß er sie vor Nachstellungen energisch zu.schützen und sich seiner Haut zu wehren wissen werde. Schon am nächsten Tage kam Gliso in's Dorf zurück, wich aber, um allen Spöttereien zu entgehen, jedwedem vorsichtig und bedachtsam aus und verschloß sich scheu in seiner Hütte. Vierundzwauzig Stunden darauf brachten seine Verwandten den Eltern die entführte Dirne, die sich aber, im Gegensatz zu ihm, vor.Niemandem versteckte. Und warum hätte sie das auch thun sollen? Sie hatte ja ganz genau gewußt, wie eö kommen .würde, und wenn er auch freilich etwas derber zugeschlagen hatte, als es unbedingt nöthig gewesen wäre, und die blauen Flecke und Striemen nur allzu deutlich von seiner erklärlichen Enttäuschung rede-
ten, so, war dies doch sein h'eiligeS Recht, daS.ihm Niemand verkümmern durfte. Und sie selbst hatte ihm ja Alles im Voraus verziehen. - Gliso fügte sich nothgedrungen dem Gebot der Sitte, und bald nach Marijans Hochzeit fand auch die seine statt. Die - blonde Marica glühte vor eitel Seligkeit, und als ihr der junge Ehemann in die wonnetrunkenen Augen schaute, da glaubte er selbst, doch die Rechte, die für ihn am besten paßte, bekommen zu haben. Aus ?lr Bnlls Jugrndahrcn. le Bull, der berühmte Geigenkönig, war Anfangs der dreißiger Jahre als junger Mensch nach Paris gegangen, wo damals Paganini die musikliebende Welt entzückte. Es war eine traurige Zeit für den jungen unbekannten Musiker, die sich noch trauriger gestaltete, als im März 1832 die Eholera in Paris ausbrach und inehrere Monate hindurch grassirte. -Während jener Zeit herrschte in Paus fast Gesetzlosigkeit, Diebesbanden zogen umher und plünderten die Wohnungen. Eine solche Bande brach auch in das Haus ein, in welchem Ole Bull 'ein Zimmer bewohnte, und da sie bei dem Künstler sonst nichts Mitnehmbarcs fand, nahm einer der Räuber dessen Geige, das Einzige, was ihm in seiner Lage T'rost gewährte. Ole Bull gerieth in Verzweiflung und beschloß, seinem Leben ein Ende zu machen. Schon neigte er sich über das Brückengeländer, um sich in-die Seine zu stürzen, als er noch im letzten Augenblick daran durch einen Dienslmann gchindeit wurde. Dieser nahm sich des jungen Manneö an und verschaffte ihm einen kleinen Dienst als Krankenwärter bei einem alten Italiener, der an der Eholera darniederlag. Der Kranke, der niemand Anders als Viotti, der Bruder des ausgezeichneten Geigers Giambattista Viotti. war, befand sich im Besitz einer von seinem Bruder hinterlassenen Amatigeige. Um dem Kranken, der seinem Ende entgegenging, eine Freude zu bereiten, spielte Ole Bull einige
'vhantasien aus dem wundervollen Instrument. Die Töne'schienen den Sterbenden zu elektrisiren. Er richtete sich auf und schaute den jungen Musikanten an. Ole Bull erzählte ihm, wer er sei und wie er in seine jetzige Lage gekommen. Sie so sprach der Kranke, Sie allein sind würdig, meines Bruders Geige zu besitzen. Ich schenke sie Ihnen; sie ist in guten Händen. Giambattista, mein Bruder, Du haft einen würdigen Nachfolger erhalten!" Einige Stunden später war der Alte todt. Bald nachher fand Ole Bull Gelegenheit, mit seiner Amati vor einem kunstverständigen Publikum in Floren; aufzutreten und von da an war sein uf begründet. " I n . d e r . L e h m st a d t " Bonduku im Aschantirciche fehlen an den meisten Bauten die Hausthüren. Der Eintritt in solche Häuser geht mittelst primitiver Stiegen vor sich, die aus stufig eingekerbten Baumstämmen bestehen. , - ' nGroszo Portion. G a st : Sie haben mir nur Kartoffeln gebracht! Wo ist denn das Beefsteak?" K e l l n e r: Haben Sie denn, auch schon ordentlich nachzesehen?" - - Dko s0rttlcrogatti. . Wie. heute zu Hause; ich denke, Sie müssen Ihren blinden Mann führen?" Ja. ich habe Großreinemachen; da ist cr heute mal als Taubstummer ge-gangen!-Ursache und Z,virlrungi
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jejeiien janzc ytacui umu jeträumt." . ÄiU'Mies' Zvort.
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l au j C t I Huq so, eine -ptuuuuui lerinenvelerine!" Der ä l t e st e M a n n B a y -e r n s ist vor Kurzem in VenediktbeurenOberbayern. in der Person des Privatiers Gabriel Neumaier zu Grabe getragen worden. Er erreichte ein Alter von fast 104 Jahren und verbrachte bei seinen nicht mehr ganz jungen Töchtern seinen Lebensabend. QritnUrr der Kmannvatton.
Frau: Denke Dir, Alsred, in Amerika falle die Frauen schon Männerr i . , .1 !..(... m
gesangvereine gegrunoei i;uuc.
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