Indiana Tribüne, Volume 29, Number 137, Indianapolis, Marion County, 2 February 1906 — Page 4
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Indiana Tribüne. Heraulgkgkdea ton bet Otttttttcta Es. Indianapolis, Ind. Harry O. Thndinm . präfldeut. SeschöftSloealt No, 31 'Süd Delaware Straße. TELCPHOME 209. Hrtered t the Pott Office ot Indianapolis aa second dnt matter.
Gelb. Zu gelber Presse und gelben Schund Novellen hat sich noch ein dritter Gelber gesellt das gelbe Magazin". Dieser dritte im Bunde ist vielleicht noch gefährlicher als feine Geschwister. Der Reichthum an wirklich guten amerikanischen Zeitschriften oder Ma gazinen hatte dieser Art von Literatur einen guten Namen im Allgemeinen ge macht. Noch vor einem Jahrzehnt beschränkte sie sich auf eine wirklich gute und eine Anzahl mittelmäßiger Publikationen. Dann begannen aber -plötzlich die Magazine wie Pilze au dem Boden zu schießen, die von sindigen Köpfen als Reklamemittel ausgebeutet wurden. Seifen'Fabrikanten und Jleischpacker begannen Magazine im Selbstverläge herauszugeben und verschafften sich so ein Anzeigemittel, welches ihnen nicht nur nichts kostete, sondern noch Geld einbrachte. Für unreife Schriftsteller und Dich ter eröffnete diese neue Erfindung eine prächtige Gelegenheit, ihre Arbeiten, welche von de guten Magazinen zurück gewiesen wurden, an den Mann und in Druck zu bringen. Den Verlegern blieb es ja gleich, mit maS für Staff die Lesespalten gefüllt waren, je größer der Blödsinn des In haltS, um so besser. Mißt doch eine große Menge der Leser, welche diese Lektüre verschlingen, wenn sie etwas lieft und nicht verstehen kann dies gewöhnlich der eigenen Unkenntnlß bei und nicht dem verworrenen Inhalt. ES sei ihm zu gelehrt, meint er, und schätzt den Autor deS blühenden Blöd sinnS noch um so viel höher. ' Aber auch da. in liegt noch nicht daS Hauptübel. Das liegt vielmehr in dem natürlichen Wunsche der Herausgeber große Sensationen zu .bringen, um recht große Circulation für ihre Maga zlne zu haben, nicht aber um die Sen sationen. an denen ihnen im Grunde genommen wenig liegt, sondern um ihre Seife, oder Fleischkonzern Anzeigen vor den ergaunerten Leserkreis zu bringen. . Da werden die Geister und der Gei fer losgelassen und manch verdienst volles Unternehmen, manch hohe Best bung rücksichtslos durch den Koth ge zogen, manch anständiger Charakter in den Schmutz gezerrt daS ist daS .Gelbe Magazin." . Künstliches Eiweiß DaS größte Aussehen in der Gelehr tenvelt erregte Professor Emil Fischers in der deutschen chemischen Gesellschaft gehaltener Vortrag über die Chemie der Eiweißkörper. In dem begeisterten Beifall, der den zweistündigen Erörte rungen über die Ergebnisse seiner Stu dien folgte, herrschte die Empfindung vor, daß die künstliche Erzeugung deS Eiweißes eine Frage nur noch kurzer Zeit sei, deren Lösung noch von Emil Fischer erwartet werden könne. DaS bis jetzt erreichte Resultat über die früheren Forschung: hinaus . ist ein dreifaches: Erstens hat Fischer eine vollkommen neue Methode erfunden, um die in den varschiedenen Elweißkörpern enthalte nen Amidosüuren rein und vollständig auszusondern, woran sich dann eine neue Methode zur synthetischen Her stellung derselben anschloß. Zweitens gelang eS dem Forscher, zwei, drei und mehr der synthetisch her gestellten Amidosüuren aneinanderzu kuppeln. Auch hierbei ..konnten nur eigens zu diesem Zwecke erfundene Me thoden zu einem befriedigenden Resul täte führen. ES zeigte sich nun, daß, je zahlreicher die Amidosüuren, die zu sammengekuppelt waren, um so größer wurde die Aehnlichkeit mit den einfache ren Eiweißkörpern, den den Albumosen und Veptonen. Die dritte und entscheidende Frage war: Sind die von Fischer Hergestell ten neuen Körper, die er Polyprptide nennt, vlrllich dem analytisch gewon nenen ' Pepton vergleichbar?" - Fischer bejaht diese Frage, pt außer einigen anderen Eigenschaften, die den Poly. peptiden und dem Pepten gemeinsam
sind, einige der neuen Körper auch von
dem Ferment der Bauchspeicheldrüse ge spalten werden. waS sonst nur mit Eiweißkörperu geschieht. Außerdem ist eS gelungen, die Ueber einstlmmung eines der künstlich erzeug ten Pokypeptide mit dem aus der Seide durch Analyse gewonnenen Eiweißkör per auf'ö Bestimmteste nachzuweisen. In diesem Falle ist eö also bereits ge lungen, festzustellen, welche Kombina tion von Aminosäuren den auS der natürlichen Seide ebenfalls analysir baren Eiweißkörper ergiebt. Die nächste Frage muß nun fein, durch Experimente festzustellen, welche von den zahlreichen theoretisch mög lichen Zusammensetzungen synthetisch hergestellter Aminosäuren Aequlvalente der in der Natur vorkommenden Ei Weißkörper ergeben. In Bezug aus die einfachsten Eiweißkörper, die P.'p tone, wird das sehr bald gelingen. Schwieriger, aber' keineswegs unlös bar. wird daS Problem für die Albu mosen, die nach Fischers Schätzung Combinationen von 1215 Einzel gruppen darstellen. 'Die noch kompli ttrteren Eiweiße, die gerade bei den biologischen und physiologischen Pro zessen die allergrößte Rolle spielen, der vielfachen die Schwierigkeiten beim HerauSsinden der wirklich vorkommen den Combinationen. Professor Fischer erwartet zuverlässige Resultate nur von einem Schritt für Schritt vom Eknfa. cheren zu immer complizirteren auf steigenden Verfahren; erst spätere Gene rationen werden das nchere l2issen übe? die chemischen Grundthatsachen besitzen, das auch das Räthsel der Umwandlung der lebenden Substanz klären wird. Frankreich in Afrika göllt ein mächtiges Reich dar, das ein Drittel des schwarzen ErtheilS umfaßt, wie die neue Karte von Afrika zeigt, die in dem soeben erschienenen 12. Heft von BrockhauS' Kleinem KonversationS Lexikon enthalten ist. Diese Karte ist jetzt sehr lehrreiche wegen der Marokko Konferenz, auf der ichtige politische Fragen zur hoffentlich friedlichen Er ledigung gebracht werden sollen. Ma rokko und Abessinien sind die einzigen afrikanischen Staaten, die noch unter eingeborenen Herrschern stehen und sich eine? gewissen Selbständigkeit er freuen. Alle anderen Gebiete Afrikas prangen in den Farben der europäischen Staaten, denen sie angehören. Die Karte beweift von neuem, wie der Kleine BrockhauS- ein rascher, gründ, klcher und zuverlässiger Berather auch über daS Neueste ist, so daß er für Jedermann geradezu unentbehrlich ist. Blut ist ein besonderer Säst- ist ein alter Spruch, aber erst- eine Chromo tafel. Wie die im 10. Heft des Kleinen BrockhauS- überzeugt uns schlagend, welch seltsame Formen die Bestand' theile deS BluteS haben könne.r. In den uns vorliegenden Heften 10-12 des Kleinen BrockhauS- finden wir außerdem interessante statistische Bei' lagen und hübsch ausgeführte instruk tive Bildertafeln, die unS die luftige Welt der Affen mit anatomischen Er. günzungen und, ebenfalls in ganz neuer Zusammenfassung, die verfchnör kelten Formen deS Barock und Rokoko vorführen. Vom Text liegen bisher 24 Bogen vor, also mehr als der 6. Theil deS ganzen Werkes, so daß man jetzt schon gut im Stande ift, ein Ur theil über die Anlage deS Werkes zu füllen. Man kann nur sagen, daß der Kleine BrockhauS" allen Ansprü chen voll, Genüge leistet, und daß er ein Hülfsmittel ist. daß auf dem Schreibtisch deS Gelehrten ebenso wenig fehlen darf, als auf dem des Kaufmanns und in den Händrn eines jeden Zeitung?. leserS und jeden Arbeiters, der die Vor gänge in der Welt verstehen will. Macht doch der billige Preis das Werk für Jedermann erschwinglich. NobleSville, 1. Februar. Grace Dunn, Gemahlin des früheren Friedensrichters Douglaß Dunn in Atlanta, fir?ngte eine Schadenersatz klage von 81000 gegen den Wirth Jo seph Phillips von Atlanta und die United StateS Fidelity & Guaranty Company an. Die Klägerin beschul digt den verklagten Wirth, daß er ih rem Manne in wiederholten Füllen berauschende Getränke verkauft habe, so daß er schließlich ein Trinker geworden wäre. . Seine Gesundheit Hütte dadurch Schaden gelitten, und eS habe geschie nen, als ob er dadurch alle Liebe zu sei ner Familie verloren hätte.- Die Ver sicherungSgesellschaft wurde in Mitlei denschaft gezogen, weil sie für PhillipS Bürgschaft stellte.
Grundeigenlhums Uebenragungen.
Clara L. OldS an Matilda M. Hampton, Theil von Lot 93, Bruce Place Addition, 41 bei 181 Fuß. verb.. Westseite der College Ave., südlich- von 23. Str. 85200. Elizabeth Wasson an Clara L. OldS, dasselbe. $5360. Joseph A. Shirley an Silvel P. Williams, Theil der Lots 103 und 109, Douglaß Park Addition, 43 bei 60 Faß,-verb., Nordostecke 25. und Alabama Str. 84100. College HeightS Realty Company an Raymond Brown, Lot 2. Block 3, Schosield u.'A. Addition, 41.11 bei 140 Fuß, vacant, Westseite der Mar tindale Ave., nördlich von 23. Str. $550. Sylvan W. Kahn an Edward Her mann Theil von Lot 5, Hanna mann'ö Addition, 100 bei 195 Fuß, vacant, Ostseite von JlllnotS Str., südlich von 46. Straße, $1600. Thomas M. Black an Paul M. Kcahmer :c, Lot 103, Julian's . Subdivision, Jrvington, 160 bei Fuß, verbessert. Nordseite von Beech. wood Ave., östlich von Goode Ave., $1650. Peter Psifterer an Christin Goeth, Theil von LotS 47, 43 und 49, Yeiser GuardianS Subdivision. 35 bei 105 Fuß, verbessert, Westseite van Eaft Straße, nördlich von SanderS Str., $1700. Maurice Donovan an Adolph Asch u. A., Lot 14,' Block 1, Martindale'S South Add., südliche Seite von Wood lawn Ave., westlich von Olive Str., $1,550. Nathan S. Smith an Arlie G. Smith. u. A., Theil östliche Hälfte Section 35, Townshlp 15, Range 3, Perry Tp.. L500. Sheriff Marien County an R. R. MenS B. & S. Assn. westlich von LotS 17, 18 und 19, Krewson & MeyttS Add., Jrvington, südliche Seite von Univerfity Ave., westlich von Bancrost Ave., $960. Margaret Lyhane u. A. an George I. Mast. GoldSderry? Süb., OutlotS 46 und 47, westliche Seite, von Liberty Str., nördlich von North Str., $3,000 D e c a t u r , 1. Februar. Der Reisende R. I. Holthouse, welcher ein Schuhgeschüft von Columbus, O., in Oklahoma und dem JndianerTcrrito rium vertrat, ift letzte Nacht an Gehirn blutung gestorben. Die Krankheit war die Folge eines FauftschlageS, den ibm der Kutscher Boston Weston, welcher Herrn Holthouse am Dienstag Abend nach dem Bahnhofe in Huntington suhr. versetzte. Der Verstorbene soll mit dem Kutscher Ulk wegen des Be zahlenS getrieben haben, welchen der selbe nicht verstand und zu Thätlichkei ten überging. Beim Falle schlug Herr Holthouse mit dem Kopfe auf die Rinn keinkannte, wobei er die erwähnte Ver letzung erhielt. Mönche als Lebensrett e r. Der Kaminfeger Filippo Prwce von Lausanne im Schweizer Kanton Waadt, der seine in Norditqlien wohnende Mutter besucht hatte, wollte bei schlechtem Wetter den Rückweg über den St. Bernhard antreten. Als er unterroegs war, wurde an die Mönche des Hospizes telephonirt. sie möchten, falls Prince nicht rechtzeitig im Hospiz eintreffe, nach ihm suchen. Prince traf nicht e:n, und die Mönche machten sich mit ihren Hunden auf, um nach ihm zu suchen. Sie fanden feine Spur. Der Mann hatte sich im Nebel verirrt und war dann von einer Lawine theilweise verschüttet worden Ohne das Dazukommen der Mönche wäre er verloren gewesen. So gelang es, ihn lebend zu bergen. Im vorigen Winter haben die Mönche einer ganzen Anzahl Menschen das Leben gerettet. Berhängniß volle Petroleumexplosion. In. der zweiten Etage eines dichtbewohnten Hauses in Köln, Rheinprovinz, entstand durch die Explosion einer Petroleumlanpe Feuer, das sich rasch auf die km Zimmer befindlichen Möbel ausdehnte und alsbald die Kleider zweier Kinder ergriff. Die Mutter der beiden Kinder, die sich im dritten Stockwerk befand, hörte die Hilferufe der Kleinen und eilte in das betreffende Zimmer, welches mit Rauch angefüllt war. Das eine der Kinder, ein Knabe, war bei lebendigem Leibe verbrannt, das andere, ein Mädchen, hatte schwere Brandwunden am ganzen Körper. Bewußtlos brach die Frau zusammen und fand, bevor ihr Ehemann hinzueilen konnte, den Erstickungstod. Der. Mann schlug sofort die Fensterscheiben ein und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Die Feuerwehr griff das Feuer mit Erfolg an und schaffte das kleine Madchen ln's Hospital, wo eö bald darauf starb. Mehrere Feuerwehrleute trugen ebenfalls Verletzungen davon. '
Zkarltkoalsvorlröge.
Ein zeitgemäßer Vorschlag zur Vcrr mcidung unnützer Kosten. 5 im hat seine Last Früher war'S beque mer-TaS Äüchle-Llodcrne Korderungel. S, stellte NzSeit auch nicht besser-Ter AuS weg. M i st e r E d i t e r ! Jmmidiätli glci wann des neie Jahr sei Appierenz macht, wo bei dieser Oläschen manchmal e holder Knabe oekallt werd, während daß mer bei Fors of Häbit des alte Jahr Name fallt wie for Jnstenz der alte hifällige Greis un so zeierä. also Ich hen sage wolle immidiätli bei der Appierenz vun dem neie Jahr da kimmt noch was Anneres, wo auch bei poetikell Name gelallt werd, nämlich der Prinz Karnival mit seim närrische Reich, wo awwer in e Njusenz i, dann was hawwe Wir, Ich meen Mir vun der Prominenz dervo? Nix wie Expenses! Wie for Jnflenz, sich die Vor trag mache ze losse un lauter so Cache. Sie wisse doch, Mister Editer, daß Ich Einer vun Unsere hervorragendste un prominentcste Karnevallischte bin. Awwer, was Ich sag, des is: Mer Hot sei Lascht als e Kürnivallischt. Un woher limmt es, daß mer sei Lascht Hot? Vun Soschälißm un vun Unzefriedeheit un vun Klassehaß un dun Volksverhetzung un vun dem moderne Zeitgeischt. Un warum sein die Leit unzefriede? Weil es zu viel Malkontents un Kicker gebt. Un die Zeit is zu schnelllebig. Es is zu viel Horriopp dcrbei. Wann Eener früher cmol en Karnivalsvortraz gehakte Hot, wo er aus so eme gedruckte Lächle, loo so Sache drei gestanne halvwe un wo mer sich Hot saufe könne, eraus genomme Hot, da hawwe die Leit sich doht lache wolle un mer Hot des auswendig gelernt un mer Hot es jede Woch in eme annere Verein vorgetrage un dann is mer dermit uff die Dörfer nach Jhst Neu Jork un nach Lonz Eiland Zitti un nach Hoboken un Junjen Hill und Jersey City uff'm Berch un Stäten Eiland un Im nexte Jahr dä Hot mer wieder die Rund dermit gemacht un die Leit hawwe wies der grad so gelacht un e3 war Alles all reit. Heintzetaz muß mer jedes Jahr en neie Vortraz hawwe un der derf nit aus'm gedruckte Vüchle sei, sonnern mer muß sich vun Eim vun die Bube, wo da e Profeschen draus mache, so en Vortrag bei Hand mache losse. Un wann mer dann den Vortrag so zum zweite oder finfte Mal hält, da sein dann immer so spöttische Giftmichel da, wo sage: Am letzte Mittwoch Hot er den Vortrag bei der Harmonie, am Donnerschtaz bei der Eintracht, am Freitag in der Geselligkeit, am Samstag bei die Lustige Brüder, am Sonntag in Onjin Hill UN am Montag in Long Eiländ Zitty gehalte." Nächstens thut's schun bald Noth, mer that sich for jeden Verein en eigene Vortrag mache losse! 'Wo Ich awwer hauptsächlich drüwwer fiese thu, das is, daß die Bube, wo aus. dem Manufäktscherung vun so Narresivungs - Karnikalsvorträg e Profeschen mache, daß die nit fähr un nit ehrlich sin un daß sie aach blos abgestannene Waar halte. Also so? Jnsienz Ich oder Mir ordere en panz neue Karnivalsvortrag for fufzchn DoOers un Ich krieg en dann un bezahl Cäsch an Dcliverri un Ich halt de Vortraa, dann sein da die Witz drein, wo voriches Jabr der Pelz-kappe-Villy oder der Cornerlat-Louis in seim Vortrag gehatt Hot un der Billy oder der LouiS muß sei theners Geld for Mei alte Witz- vum vorige Jahr in seim neue Vortrag bezahle. Es sein immcr wieder die nämliche alte Witz, blos e Bißle uffgeputzt un üwwergethan un da dermit werd erum getschänscht. Od?r hawwe Sie vielleicht sckun emol en neie Witz in so crer Karnivalssitzung gehört, Mister Editer? Ich nit! Un wann mer emol en neue Witz hört, da Hot er schun drer'TLg vorher in erer Zeitung gestanne. Mer Hot en blos nit gelese gehott. - - Also, was is der Juhs. dene Karni-valsvorträgs-Vube des theiere Geld ze bezahle? Ich schlag vor und Ich siell es als Moschen. daß die Vereine unner sich all ihr Vorträg jedes Jahr austausche un könne im nexte Jahr wieder die Members unner sich Vorträg extschänsche un uff die Weis bleibe die Witz immer in Rotäschens un jeder Verein un jedes Member Hot jedes Jahr annere Vorträg un sie brauche nit so viel Ezpenscs ze bezahle. Sehe Sie de Putt, Mister Edtter? Ich mein, daß vun alle Vereins Kammitties appoint wern, wo die Sach fize. Wer sekent die Moschen? . Ich pohs for e Riplei! -In diesem Sinne mit Rigards un Kompliments vun der Siesen un märn'
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Ritörns un Jhne deS Nämliche wünsehend. '. Aourö John Kitsch Esq. Ich möcht nor wisse, Mister Editer, vun was Ich heint schun. de ganze Tag den Dorscht her ben? Des kann Ich gar nit bcgteite! Is es rnt merkwordia, Mister Editer, was eme Mensch uff der Welt Alles passirn kann? Geschenk für den Papst. In Rom überreichte der deutsche Botschafter beim Vatikan, Freiherr v. Noteman, dem Papste das im Auftrage des deutschen Kaisers durch Professor Steinmann und das Berliner Reichsamt herausgegebene Werk über die Sixtinische Kapelle. Der Referent für dieses Werk, Dr. Kaufmann, feierte den Papst in italienischer Sprache als Schutzherrn der Künste und Wissenschaft. Professor Steinmann hob den künstlerischen Werth dieses Werkes hervor. Der Papst dankte in beredten Worten und sprach die Zuversicht aus, daß der Vatikan für alle -Zeiten ein Hort der Künste und Wissenschaften sein werde wie jetzt. Kaufmann und Steinmann erhielten hohe päpstliche Orden. G e l d f un d im Sarge. In einem Orte nahe Löcse, Ungarn, wurde auf Grund einer' Anzeige von Gerichts wegen die Ezhumirung der unlängst verstorbenen Grundbesttzerin Susanna Droppa angeordnet; hierbei wurde, in dem Todtenkissen eingenäht, ein Geldbetrag von 600,000 Kronen (1 Krone gleich 20.3 Cents) gefunden. Dere einzige Erbe der Verstorbenen ist ein naher Verwandter Namens Peter Droppa, der vor etwa 12 Jahren unter falschem Namen als Militärflüchtling nach Amerika durchbrannte und seit dieser Zeit 'als verschollen gilt. Da es allgemein bekannt war, daß die Verblichene. außer Grund und Boden, auch Über ein großes Baarvermögcn verfügte, fiel es schon nach ihrem Ableben auf, daß gar kein Geld vorhanden war. Millionenspenden eines Philanthropen. George Herring, ein ehemaliger Turfagent und Börsenemakler in London, wandte kürzlich dem General Booth 51.000.000 (51 gleich 20 Shilling gleich $4.86) für die Heilsarmee zu. Es war dies nicht die erste Gabe großartigen Stiles, die Herring der Allgemeinheit zukommen ließ. So hat er z. B. einem Krankenhause etwa 580,000 zugewandt, aber nicht dadurch, daß er diese Summe einfach auf einen Check setzte, sondern er verpflichtete sich für eine bestimmte Zeit, jedem Shilling, der dem Hospital geschenkt würde, selbst weijere fünf Shilling hinzuzufügen. Auf diese Weise fühlten sich viele zum Geben ermuntert. Ferner gründete Herring für Leute der gebildeten Stände, die durch Krankheit oder auf anderem Wege in Noth geriethen, ein Erholungshaus. Die 51.000.000 soll Vooth nach der Absicht ihres Gebers für die Londoner Stellungölosen verwenden, für die schon seit längererZeit unter dem Patronate der Königin Aerandra 'Sammlungen veranstaltet .werden. seltsamer Unglücksfall. Ein Bauer aus Vressama, Oberitalien, benutzte auf seinem Heimwegc von Cavo Manara das Eisenbahngeleise einer über den Po führenden Brücke. Hierbei blieb er mit dem linken Fuß zwischen dem Eisenwerk der Schienen und Schwellen stecken. Vergeblich mühte er sich ab, den eingeklemmten Fuß zu befreien oder wenigstens auS dem Schuh herauszukommen; Während dieser Bemühungen kündigte ihm ein schriller Pfiff das Nahen eines Zuges an, und mit verzweifelten Kräften verdoppelte er seine Anstrengungen. Mer umsonst. Schon sah er die Maschine schnaubend herankommen, die ihn zu zermalmen drohte, da gelang es ihm, den eingeklemmten Fuß im Gelenk so zu drehen, daß seist Körper außer halb der Schienen zu liegen kam und nur das Bein quer über dem Geleise blieb. Mit vollem Bewußtsein sah er dann den Zug vorübcrfahren und sein linkes Bein vom Rumpfe trennen. Späte Priesterw ei he. In Köln, Rheinprovinz, las kürzlich der 69jährige Schulrektor Vinzenz Krähe, der wenige Tage vorher vom Weihbischof Mülle? zum Priester geweiht worden war, in 2lnwesenheit seiner erwachsenen Kinder ein Sohn ist Assessor, eine Tochter steht vor dem Oberlehrerinnenexamen d!e erste Messe. Krähe hatte schon im Jahre 1856 das Theologiestudium begonnen, konnte aber damals wegen zu großer. Augenschw'äche nicht zu den Weihen zugelassen werden. Er machte dasRektorexamen und wirkt als Schulrektor in Godesberg, Kochem und Wittlich. In dieser Zeit ging er eine Ehe ein. der mehrere Kinder entstammen.' Als seine Frau vor einigen Jahren starb, ging er mit Eifer daran, seinen Lieblingswunsch, Priester zu werden, zu verwirklichen. Kardinal Fischer erwirkte ihm beim Papste den nothwendigen DispenS. Der Kaiser als Erbe. Ausder Hinterlassenschaft der verstordenen Gräfin Laura Henckel-Donners-marck ginge jüngst die Villen Äceptun," Rosalia" und Aaron" in AbbZZZia, Jstrien. in den Besitz des. deutfchen Kaisers über. -Dnnklo Aknung.' Tante: Von unserm Neffen ist ein sehr langer Brief gekommen !" Onkel: Lies ihn ich schreibe inzwischen die Postanweisuna!"
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Ueber d i e anschei nVid unheilbare Krankheit seiner lungenlttdenden Mutter bekümmert und fcon längerem Nachtwachen an ihrem Bett körperlich wie geistig zerrüttet, sprang, in New Jork der 20jährige Schneider William Collander vom Dache eines Ncöenhauses hinab, erlitt einen Schä delbruch und starb eine Stunde später im Hospital. Er hatte seine Arbeit aufgegeben, um die Mutter pflegen zu können, und seine Ersparnisse waren soweit aufgezehrt, daß er sich entschließen mußte, wieder arbeiten zu gc-hen.-Er kam Mittags zurück und schien völlig verzweifelt darüber,- daß sich ihr Befinden anscheinend verschlechtes hatte. Die hohe Entschädigung von $15,500 wurde in der Supreme Court in Fushing, Borough Queens, New Jork, der 19jährigen Cora Collins in ihrer Schadenersatzklage gegen Charles Bimberg, Besitzer des West Side Lyceums an der 52. Straße und 7. Avenue, Manhattan, für den Verlust eines Beines zugesprochen.' Frl. Collins hatte auf $20,000 Schadenersatz geklagt, weil sie am Abend des 21. Februar 1903 bei einem Tanz in dem Lyceum infolge eines Risses im Teppich stürzte, sich das rechte Knie verletzte und Blutvergiftung zuzog, infolge dessen das Bein amputirt werden mußte. Die Jury war nur 15 Minuten in Berathung. AnropäischeS epartzx Wechsel, Creditöricsc, Postanweisungen, auf alle Städte Europas chissssche von und jxati) Europs. - und Verkauf ausläuMs scheu Geldes. i& m i r.n f No. 35 Süd Meridian Str. Illercdants National Bank. Verlangt - Anzeigen rgtnd welcher Art werden i derZndiana Trtdkne' mit 5c per Zeile für jede Jnfntton benSnet. Billig zu vermiethen : VarennzJge für Damen, Her .inder bei inklm.ia Pembrok ckrcade. verlangt : Sofort eine Frau Mittlerin lters. un v gesahr 80 Aahre aU, für allgemeine ( an arbeit, kein waschen oder bügeln. Euter kohu und itstäa diger Platz. Nachzufragen tt Park venne. , 3u verkaufen: ine Bauplatz an Sturn, venue. zwifche Highland ve. und Oriental Straße, 85 bet 125 ui grrb. Werth S00. Gerbt für $775 an Jemand bet ftch ein Hau n baue wunscht .de? kaufe, vird nicht an Perfonen verkauft dlgen thu vermiethcn wollen. Oute. Ctra&t und tret tottl. '.d.usiksnalt und elektrische Licht an der Etraie. Nachzusragen bei . echenr,. im Ctnrmveuc. 3 erlangt : Ctac tiroit all ßaulUItm im Diak. stttt Hospital. Clt C5U tat Ctaatt. Räch fragen t d.vf1tredA Hospital.
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