Indiana Tribüne, Volume 29, Number 134, Indianapolis, Marion County, 30 January 1906 — Page 4
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Indiana Tribüne. Cttaalaeacttn von der utdrg Indianapolis, Ind. Harrz O. Thudium . - . . Präsident. GeschäftSloeal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2Z9. rntered tt the Pot Office ot Indianapolis : tecond clacs matter. Aus der Bundeshauptstadt.
Die berühmte Rotunde im nationa Icn Kapital, in welcher jeder Staat die Statuten seiner beiden größten Söhne auffteUen darf, will Kentucky. w!e eheißt, durch die Standbilder von Henry Clay und William Goebel bereichern. Henry Clay, da läßt sich verstehen. Aber Goebel? Ist eö denn ein Ver. dienst, todtgeschoffen zu werden und vermag der Umstand, daß Goebel einem nichtsnutzigen Meuchelmord zum Opfer fiel, etwas an der Thatsache zu ändern, daß er ein mit allen Wassern gewasche ner Demagoge war? Gerade die Ge. schichte deS BlaugraSftaateS ist doch wahrlich nicht so arm an wirklich großen Männern, daß die Kentuckier zu einem Goebel ihre Zuflucht nehmen müßten, um ihren zweiten Platz in der Rotunde zu besetzen. - Beide New tyozltx Senatoren er schienen Montag seit Wochen zum erfien Male im Senat. Weder Senator Platt noch auch Senator Depew waren seit dem Wiederzusammentritt des Senats nach den Feiertagen dort gewesen. Anläßliü der mannigfachen Gerüchte betreffend den Gesundheitszustand deS Senator Depev, und seines verlege nen Zögern?, im Senat sich zu zeigen, herrschte nicht unbeträchtliche Neugierde darob, wie die Kollegen des New Boiler Senators sich ihm gegenüber U nehmen würden.. Wer nun erwartet, daß man ihn ignoriren oder vermeiden würde, hatte sich sehr getäuscht. Als Senator Depew im Saale erschien und auf feinem Platz sich niedergelassen hatte, kamen fast alle anwesenden re rublikanischen Senatoren zu ihm hin, um ihm die Hand zu drücken oder sich neben ihm hinzusetzen und eine Weile freundlich zu plaudern. Sogar meh' rere Demokraten, NewlandZ, Teller und Patterson. unterhielten sich mit ihm. Nur Tillman. vielleicht absichtslos, ver ursachte dem New Jorker Senator eine Minute herber Enttäuschung. Elkinö von West'Virginia hatte sich soeben von dem Sitze neben Depew erhoben und stand noch zwischen ihm und Platt, als Tillman von seinem Sitz auf der ande xtrt Seite deS Saales sich erhob und mit großen Schritten zu Depew herankam. Letzterer hatte fein Sonntagslächeln be reit und stand halb von seinem Sessel auf,' um Tillman zu grüßen, , doch die ser ging zu ElkinS. wechselte einige Worte mit ihm und drehte sich dann schnurstracks um nach seinem Sitz zu rückschreitend, ohne Depew überhaupt angesehen zu haben. In die Kategorie der unangenehmen Ereignisse der nächsten paar Wochen wird der Anfang deS jetzt als unver melndlich betrachteten Zollkrieges mit Deutschland gehören. Präsident Roo sevelt,, sein Premierminister Root und SchatzamtS-Sekretär Shaw, haben alle Hoffnung aufgegeben, diesen Krieg noch zu hintertreiben. Nach allen den schönen FreundchaftS Kundgedungen der letzteren Zeit zwischen- Deutschland und den Vereinigten Staaten, nach dem Bau der amerikanischen Kaiseryacht Meteor" und ihrer Tause durch die Prinzessin" Alice, nach dem mit so vielem Klimbin in Szene gesetzten Be such, des Prinzen Heinrich,, nach dem ProfessoreN'AuStaufch, nach den vielen kaiserlichen Geschenken an das Germa niften'Museum der Universität Har vard u. s. w., u. s. w.,' ist schließlich Alles für die Katz gewesen und die bei den stammverwandten Nationen werden sich auf dem Gebiete deS Handels be kämpfen und aus dem Sattel zu heben versuchen. Herr Roosevelt und seine Minister hätten den Konflikt' gern ver hütet, wenn sie gekonnt hätten, allein eö war nicht in ihrer Macht, die Sena toren und Repräsentanten wollen nicht Ordre pariren. Ehe der Kampf lange gedauert hat, werden beide Nationen einsehen, daß Zollkriege sehr bedenkliche Folgen ha den. Handel und Wandel find zn in nig mit einander verbunden und spie len im modernen Leben eine zu wichtige Rolle, als. daß sich ihre Unterbrechung und Störung zwischen zwei so nahe stehenden Ländern, wie, .Deutschland und. die Ver. Staaten nicht empfindlich
an Beiden rächm sollten. Deutschland
wird, da seine lange Bemühungen um einen ReciprocitätZ.Vertrag fruchtlos geblieben find, vom 1. Mörz an die amerikanischen Produkte mit den in seinem neuen Tarif vorgesehenen Maxi, malsätzen belegen, und Das wird unse rer Ausfuhr, namentlich derjenigen von Brodftoffen und Fleisch, empfindlich schaden. Die Ver. Staaten we?d?n ihrerseits dies als eine ungerechte TiZcrimination auffassen, und im Eongreß ist bereits ein Vorschlag in der Schwebe, gegen alle Länder, welche gegen die amerika Nischen Produkte diScriminiren, die ge genwärtigen Sätze des DingleyTarifS um 25 Prozent zu erhöhen. Mittler weile ist der Frachtverkehr zwischen den Ver. Staaten und Deutichland im Schwung, wie noch nie vorher, die Geschäftsleute beider Länder wollen noch rasch vor Thorschluß so viele Waaren als möglich in'Z Trockene bringen, und eS ist koum möglich, alle die einlaufenden Bestellungen zu er ledigeu. Der deutsch-amerikanische Geschütz Erfinder Gathmann hat an den Präfi denten und den FlottenSecretär das Ersuchen gerichtet, seine Erfindung nochmals prüfen zu lassen. Er de hauptet, fein Geschoß habe bei den ver. schiedenen Proben Panzerplatten, die alS völlig schußfest angesehen wurden, zerschmettert, eingedrückt und aus ihrer Lage gebracht. Er behauptet weiter, ein dahingehender Bericht des Eom manderS Eoudon, der bündig die Wirk samk?!! oeZ Geschosses darthat, sei vom Geschützbureau in Washington unter drückt worden, und statt dessen habe der Ehef des Geschützbureaus, Admiral O' Neil. einen ungünstigen Bericht einge schickt, und der Letztere sei dem Eongreß unterbreitet und diesem gleichzeitig ganz falsche photographische Aufnah men vorgelegt worden. Freunde Gath mann's hegen dcn Argwohn, daß der mächtige ParzerplattM'Truft in diesem schlichten deutschen Mann von Fach ei nen Gegner erkännt habe, den man nicht auskommen lassen dürfe, damlt daS fette Einkommen aus der Lieferung der Panzerplatten keinen Abbruch er leide. StaatSsecretär Rook hat hübsche An läge zum Humoristen, was fich übri genS sehr gut mit dem Ernste seines Amtes verträgt und, in derWeise, wie er seinen Humor spielen läßt, an der richtigen Stelle vortrefflich wirkt. Ein Beispil davon gab er dieser Tage vor dem Unterausschuß des HauS'EomiteS für Bewilligungen, als er die für Dringlichkeitszwecke geforderten Bewil ligungen erläuterte und den Herren Eongreßmitgliedern unter die Nase rieb, eS liege an ihnen, daß der Eonsu lardienft so mangelhaft sei, weil fie ihre alten auZrangirten Kollegen dort unter zubringen beliebten. Er geißelte gleich zeitg die Herren vom Eongreß und das Departement selbst, welches fich ge wohnheitSgemäß die alten politischen Kciegsrosse aufhängen läßt. Aber diese Art der Argumentirung zog; fie war wirkungsvoller, als eine lange theore tische Abdandlung über die Wichtigkeit deS EonsulardiensteS, die ja jedem ein fichtZvollen Menschen klar ist. Der Staatssekretär hat etwas unge mein Forsches in seinem Wesen. Er ist ein Diplomat a generis". Hat er eine Frage gründlich durchdacht und ist er schlüssig geworden über daS Ziel, welches er sich stecken will, so geht er stramm auf dieses Ziel loS, so fern dasselbe liegen mag. Aber er kennt nicht nur sein Ziel, er besitzt auch die seltene Eigenschaft, sich prompt über die Mittel, ' dasselbe zu erreichen, klar zu werden und er ist in Verfolgung desselben hartnäckig und wachsam g? nug. um fich nicht aus Abwege lenken zu lassen. Sein Vorgänger, John Hay. war ein Diplomat im landläufi gen Sinne des Wortes; er hörte fich gern so nennen. Man hat ihn in den Nekrologen vielfach den größten ame rikaniscen Diplomaten genannt. Und das Resultat seiner mehr als sieben jährigen Karriere im StaatSdevarte ment? Eine enorme Quantität diplo matischenSchaumS, nichts als Schaum. Sein Ruf war durchaus uf ZeitungS Notorietät aufgebaut; John Hay be saß in hohem Grade die Eigenschaft, einen günstigen Eindruck zu machen. Er hatte außerordentlich Takt und eine KonversatioN'Gewandheit, welche ihres gleichen sucht. In der kurzen Spanne Zeit, welche verflossen, seitdem Sekretär Root an die Spitze des Staatsdepartements getreten, ist ihm die Aufgabe gewor den, die Haltung der Ver. Staaten in drei wichtigen Fragen, welche die Keime
möglicher Komplikationen in sich tra gen, zu präcefiren. Es sind dies die
Maro!koFrage, die Beziehungen mit China, und die Kontroverse mit Vene zuela. In allen diesen Fragen ist Sekretär Root mit großer Ruhe und Befonnenhest vorgegangen, und die Trompeten Fansaren, welche ehedem jeden Schritt von öffentlichem Interesse im Staatsdepartement zu- begleiten pflegten, die mysteriösen Ankündigun gen und Insinuationen, welche in die Welt gesetzt wurden, um das Publikum aufmerksam zu machen, daß der Berg im Begriff sei, eine Maus zu gebären, haben gänzlich gefehlt. Es scheint dem jetzigen Staatssekretär wenig daran ge legen zu sein, die Londoner TtmeS" und andere PythiaS über sich orakeln zu lassen, und den Diplomaten ist Se kretär Root ein Räthsel. Die Delegaten für die Marokko Konferenz . find nicht inftruirt, unter allen Umständen auf das Stichwort Großbritanniens zu warten; fie haben die Instruktion erhalten, für die Fra gen auf der Konferenz einzutreten, welche die Ver. Staaten interesfiren und mit denjenigen zu stimmen, welche die nämliche Seite vertreten, ob dies nun die französischen oder deutschen Delegaten find. Ueber die chinesische Frage hat fich Sekretär Root vor ein paar Tagen bei seinem Erscheinen vor dem HauZkomite für Bewilligungen mit einer rücksichtslosen Klarheit ge äußert, die keiner osficiösen Erlüute rungen bedarf. Er hat den Herren im Kongreß ungeschminkt gesagt, was sie thun müssen: und die Herren könn ten sich ergänzen, daß Trubel in Aus ficht stehe, wenn fie seinem Rathe nicht folgten. Die französische Regierung zögert mit Maßregeln Venezuela gegen über, weil man zunächst abwarten will, wie die hiesige. Regierung fich dem Rummel in CarucaS gegenüber ver halten wird. Sekretär Root hält nicht viel von der abenteuernden Politik der letzten Jahre, deren Hauptexponent Herr Loomis ge wesen. Er hat der Venezuela'Frage große Aufmerksamkeit geschenkt, alle Phasen derselben gründlich studirt. Auf den Rath deS Staatsekretärs hin hat Präsident Roosevelt beschlossen, eine detaillirte Darlegung der Asphalt Kontroverse und der übrigen in Bezug auf Venezuela schwebenden Fragen dem Kongreß zu übermitteln, und dann die Herren im Kapital entscheiden zu lassen, od fie etwas thun wollen, und was. Im Allgemeinen herrscht ein Einverständniß darüber, daß man der Pariser Regierung nichts in den Weg legen will, wenn diese Genugthuung für den Affront, unter welchem ihr di plomatischer Vertreter gelitten, fordern will. Um auch den Schein zu vermei den. als ob Präsident Roosevelt Nei gung spüre, auf eigene Hand in die Venezuela-Wirren einzugreifen, ist das Geschwader, welches in westindischen Gewässern stationirt war, zueückberufen worden, und . nur der Kreuzer Denver" mag nach La Guayra ge sandt werden, um. Depeschen-Vermitt lung zwischen diesem Hafen und der Kabelstation in Trinidad zu besorgen. Die konservative Wendung in der aus wärtigen Politik der Administration ist das Werk des Staatssekretärs Root. Ein äußerst merkwürdiger Fall von zeitweiligem Verlust des Gedächtnisses wird aus Sidney berichtet, wo sich gegenwärtig ein Amerikaner aus Los Angeles befindet, der 6000 englische Meilen zurückgelegt hat. ohne daß ej. sich daran erinnerte. Zwei Aerzte, die den Fa? genauer untersuchten, haben die Geschichte dieses Amerikaners bestätigt. Der geheimnißvolle Reisende verließ einige Tage vor Ostern den Ort Parahoe in Californien, um in Los Angeles mit seiner Frau und Familie zusammenzutreffen. Er erinnert sich auch an seine Ankunft dort, aber was nachher geschah, weiß er nicht. Als er wieder erwachte, fand er sich unter einem Baum im australischen Busch liegend -und sah 'zu seinem größten Erstaunen viele unbekannte Pflanzenformen um sich. Seine Händ: waren hart und rauh, obgleich er seines Wissens noch niemals schwere Arbeiten verrichtet hatte. Ein Viehtreiber ging kurz nach seinem Erwachen an ihm vorbei, und diesen fragte er nach dem W?g nach Los Angeles. Der Mann starrte ihn verwundert an und sagte, der Name des nächsten Ortes sei Hill End. Hierauf fragte er nun den Mann nach dem Datum und hörte nun, daß es Ende Oktober sei und er sich in Neu-Süd-Wales bettnde. Er arbeitete sich mehrere hundert Kilometer nach Sidney durch und sucht jetzt dort eine Beschäftigung zu finden, um Geld zu verdienen und wieder zu seiner Familie zurückzukehren. Ueber die Zeit, zwischen April und Oktober ist er in völliger Unwissenheit; ebensowenig kann er. sagen, wie er nach Australien gelangt ist.
Ein Triumph für Dirigent und Musiker.
Das gestrige Symphonie Orchester - Konzert. Zeder platz in der großen Tomlinson alle besetzt. Sämmtliche Leistungen mustergültig.
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Herr Karl rn Npvsttffo rft prhnnt mern hm I Werth." Die Wahrh:it dieses Haus backenen Satzes wurde gestern Abend bei dem 2. Sympbonie'OrchesterKon' zert der Saison deutlich illustrirt. Es war das letzte Konzert dieser Organ! sation, welche unter der kundigen Lei tung deS Kapellmeisters Karl Schnei der so hohe Vollkommenheit erreichte. So lange das mufikliebende Publi kum unserer Stadt, und wir haben im Verhältniß zur Größe der Einwohner schaft ein sehr zahlreiche, daS Sym .phonie'Orchefter und besten Konzerte als fest bestehend betrachtete, war die Unterstützung von Seiten des Publi kumS nicht derartig, daß Kapellmeister Schneider die riesigen Unkosten des Unternehmens aus den Einnahmen decken konnte. Bei jedem Konzert mußte er in die eigene Tasche greifen und daS große Publikum, welches stolz daraus sein sollte ein so auSgezeichneies Orchester in unserer Stadt heimisch zu haben, sah gleichmüthig zu. Wohl riefen die herrlichen L eistun gen, welche in. den Konzerten geboten wurden, den enthusiastischen Beifall aller, die denselben beiwohnten, wach, aber die vollen Häuser fehlten. Mit Enthusiasmus allein aber sind derartige Konzerte nicht zu erhalten. Nur Opferwilligkeit von Seiten der Musikfreunde kann da helfen. Das letzte Symphonie-Konzert wurde angekündigt. In hellen Schaaren strömte das Publikum herbei, um gestern noch ein mal die großartigen Musikwerke be rühmter Meister in vollendeter Weise zu hören.' Uebsrall hörte man Worte deS Be dauerS im Publikum, daß eS uun Ab schied, vielleicht auf lange, zu nehmen galt von Genüssen wie sie selten den Bürgern gleich großer Städte wie In dianapolis geboten werden. Ein wunderbar geschickt gewühltes Programm und unüberzresfliche Lei stungen führten dem Publikum, wel cheS alle Plätze in der großen Halle füllte, noch einmal lebhaft vor Augen, welcher Verlust ihm bevorstehe und unter dem Einfluß dieser Betrachtun gen brachten die musikalischen Gaben deS Abends eine merkliche Wehmuth unter den Zuhörern vor. Jeder Beifallssturm schien dem Ka pellmeister Herrn Schneider zuzurufen, daß man feine Opfer, seine Verdienste voll und ganz würdige und zugleich die Bitte auszudrücken, daß er seinen Ent schluß rückgängig machen möge. Die Leistungen eS Orchesters in Wiedergabe des symphonischen Gedich teS .Vyschrad" von B. Smetana. mit welchem das Konzert eröffnet wurde, war vollendet. - Als nach den ersten einleitenden Har fen Akkorden das Orchester schmeichelnd einsetzt, dann .zu martialischer Wucht
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. ';' ' - " -. ; ' f.. I lr'.: .'" - ii - , Schneider. steigend, das ritterliche Leben .und Treiben in dem alten Kastell zum Aus druck bringt, da lauschte alles bann befangen dem wunderbaren Tongedicht welches so meisterhaft zum Vortrag ge langte. Nicht endenwollender Beifall drückte den Dank deS Publikums an. Nicht minder große Leistungen gab das Orchester mit dem Marche Slave" von Tfchaikowsky und der Slavonischen Rhapsodie von Dovrak. UeberwÜltigend schön war aber der Vortrag von TschaikowSky'S 1812", das Orchester gab damit eine Leistung wie sie vollendeter kaum gedacht werden kaum. Die Töne erzählten von der Unzufriedenheit deS geknechteten Volkes, die fich vom versteckten Murren zu hef tigem Unwillen steigert, begütigend tönen heitere Klänge hindurch, die aber die stets fragmentalm Töne der Marseillaise zurückdrängen, bis ChaoS und Tumult flammend den AuSbruch der Revolution verkünden und nach Kampfgetöse, der Triumph deS Volkes durch mächtig ergreifende Akkorde ver kündet wird. Nach sekundenlanger Stille durch brauste ein nie gehöhrter BeisallS stürm den Saal. Damen erhoben sich von den Sitzen und jubelten Herrn Schneider und seinen Künstlern Beifall zu. Wieder und immer wieder wurde der Gefeierte hervorgerufen um Arme voll mit Blumengaben entgegenzuneh men. ehe da? enthusiastische Publikum Ruhe gab. Die Solistinnen. . In Fräulein Marie NicholZ von Boston. Mass.. lernten wir eine vor ügliche GcigeN'Virtuofin kennen. Sie spielte mit Orchesterdegleitung daS Concerts für Violine und Orchester in v-moU von H. VieuxtempS ganz vor züglich und gewann alsbald die Gunst deS Publikums durch den innigen Vor trag. Im weiieren Verlaufe spielte die Virtuoiin noch mit Piauobegleitung : Andante von BorinSki. RssfischeS Lied von Lalo und Tarantelle von Wien niawSki, bei jedem Vortrag ihre Mei stttschaft auf neue bekundend. Sie be herrscht nich: nur die Technik ihres Jn strumenteö vollkommen sondern legte ein so tiefes Verständniß für das In nerliche der schwierigen Piecen, die sie zum Bortrag ausgewählt hatte, zu Tage, daß fie daS Publikum zu man chcm Beifall hinriß. ' Fräulein Stell Haines entzückte die Zuhörer durch ihre GefangSvorträge. Sie verfügt über einen reichen Mezzo Sopran und zeichnet fich durch eine wunderbore Schulung im Gebrauch ihrer anmuthigmden Stimmmittel aus. Sie fang unter großem Beifall Red tation und Arie aus .Nadefchda- von G. Thomas und dankte für den damit erzielten Applaus dnrch eine reizende Dreingabe.
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