Indiana Tribüne, Volume 29, Number 132, Indianapolis, Marion County, 27 January 1906 — Page 7

Jndiana Tribüne, 27. Januar ipog

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O -fc o -fc o -K o -c o -tc o -K Der Hmliende o -o o Ho o fi x i ni i n a i v o rn a n naiv Eric!? (Dltcnstctn o o 00000000O0O0 (Fortsetzung.) Te? Umstand, daß er in ihrer Muttersprache mit ihr redete, gewann ihm des armen Mädchens Vertrauen mehr als alle Versprechungen. Willig ging sie mit ihm und sagte ihm daß sie Aranka heie und von ihrer Herrin soeben Knall und Fall entlassen worden sei. Während sie den Kaffee trank, den Hempel ihr bestellt hatte, und ihre Thränen allmälig versiegten unter seiuen freundlich tröstenden Worten, erfuhr er denn auch nach und nach die Ursache ihres Kummers. Schon seit längerer Zeit unterhielt sie ein Liebesrerhältniß mit dem Rothhaarigen, der angeblich Karl Möller hieß. Obwohl er nie vom Heirathen gesprochen hatte, und ihr nicht einmal sagte, wer er sei, bofste Aranka doch bestimmt darauf. In der letzten Zeit aber war er oft so sonderbar gewesen mit ihr kühl und gleichgiltig. und niemals wollte er ihr einen Liebesbrief schreiben, obwohl sie ihn öfters darum gebeten hatte und für's Leben gerne das Bekenntniß seiner Gefühle schwarz auf weiß besessen hätte. Anfangs redete er sich aus. es sei heutzutage gar nicht mehr Brauch, sich Liebesbriefe zu schreiben höchstens noch in Ungarn thäten sie das. Aber Aranka war nicht so dumm, das zu glauben, obwohl sie sonst alles glaubte. Das Stubenmäd chen der Generalin erhielt doch auch Liebesbriefe von ihrem Bräutigam! Nun meinte Karl Möller, er wisse gar nicht, wie man dergleichen Zeug zusammenbrächte. Reden könne er ganz gut darüber, aber schreiben nein. Kurz und gut, sie solle ihn damit nur in Rube lassen. Ta fügte es der Zufall, daß Aranka. als sie gestern die Kleider ihrer Herrin reinigte, einen Brief fand. Einen Brief ihre Augen funkelten formlich, als sie davon erzählte. So schön! So wunderschön geschrieben! Ihre Herrin wurde darin eine Königin genannt und eine Blume und weiß Colt was noch alles! Zum Glück war er xn ungarischer Sprache geschrieben, so daß Aranka alles bis auf's letzte Wort verstand. Von wem er gewesen sei. fragte Lzempel. Tas wisse sie nicht, denn die Unterfchrift war blos Andor" und es gab ja so viele Andor in Ungarn. Aber sie glaube wohl, er sei von einem vornehmen Herrn, einem Grafen, der ihrer Herrin Bräutigam sei. Hempel schmunzelte. So so. von einem Grasen! Und der sei Frau v. Monferrats Bräutigam? Jawohl. Aber sie wolle nicht, daß davon gesprochen würde. Sie wollten im Ausland heirathen. und die Gnädige bereite in der Stille schon alles vor zur Reise. Warum war es so aeheim betrieben oroen, oegrissÄranra zwar nicor, uim vor allem begriff sie nicht, daß Frau v. Montferrat ihrem Bräutigam nicht einmal gestatte, sie zu besuchen. Aber heirathen wolle sie ihn ganz bestimmt und bald, denn das stünde auch in dem Brief darin. Und eben jetzt, bevor sie fortgegangen sei, wäre dieser Graf gekommen, und die Gnädige sei darüber arg erschrocken und hätte ihm Vorwürfe gemacht. Erinnern Sie sich nicht, was Frau v. Montferrat fagte? Ich meine genau die Worte?" fragte Herr Hempel die Ungarin. Aranka dachte einen Moment nach. O ja sie hatten ja Ungarisch gesprechen. Die Gnädige hatte gesagt: .Hast Du denn ganz vergessen, wie vorsichtig wir sein müssen wegen meines verrückten Bruders, der durchaus nicht dulden will, daß ich mich wieder vcrbeirathe?' Und der Graf hatte gelacht und geantwortet: .Doch, Herzchen, aber ich denke, es ist genug, daß ich aus Rücksicht für Dich sonst mich in alles ergebe. Heute mußte ich Dich sehen, denn " Weiter hatte Aranka nichts vernommen, denn die Gnädige hatte sie im Vorzimmer bemerkt und ihr wüthend befohlen, sogleich das Haus zu verlassen. Warum sie denn noch immer nicht fort sei? Da war sie rasch davongelaufen. Denn wenn die Gnädige böse war Aranka machte ein ganz ängstliches Gesicht. Hempel lehnte sich aufathmend zurück. Immer mehr lichtete sich das Dunkel um diese Frau. Aber welcher Abgrund war ihte Seele! Richt genug, daß sie den einen, der sie liebte, zum Verbrecher machte, sie wollte ihn nun auch noch betrügen um den erhofften Lohn, und ihre Hand dem anderen reichen, der ihr unverhofft Reichthum und einen alten Namen bot. Ihr, der Raubmörderin, der Hochstaplerin ein Graf Hegyassy! Aber weshalb wurden Sie denn eigentlich entlassen?" fragte er Aranka endlich Ueber das hübsch; Gesicht der jungen Ungarin huschte es wie Verlegenheit. Sie wurde ein wenig roth und senkte den Kopf. Dann aber erzählte sie auch das. Der gefundene Brief hatte sie so seh? entzückt, daß sie ihn ihrem Anbeter zum Lesen geben, wollte. Nur zum Lesen aanz . bestimmt. Aber dann der

Brief mußte wohl auch ihm gefallen haben, denn als sie 'ihn zurückhaben wollte, steckte er ihn plötzlich in die Tasche und 'erklärte, ihn um keinen Preis bergeben zu wollen. Natürlich war Aranka verzweifelt, und als Frau v. Montferrat gegen Mittag nach dem Brief fragte, den sie sich bestimmt erinnerte. in der Tasche vergessen zu haben, versuchte sie es erst mit der Ausrede, sie habe denselben nicht, gesehen. Aber die kleine Aranka war eine schlechte Lügnerin, und die Gnädige merkte gleich, daß es nicht wahr sei. Nun gab eS einen furchtbaren Auftritt schlecht gelaunt war die Gnädige ohnehin von ihrem Ausgang heimgekehrt sie behauptete, der Brief sei in fremde Hände gekommen, und sie habe schon die größten Unannehmlichkeiten deshalb gehabt, obwohl Aranka überzeugt war, daß dies nicht der Fall war. Kurz und gut das Ende vom Lied war. daß Aranka sofort ihre Sachen packen mußte. Und da stünde sie nun ohne Posten in der fremden Stadt und wisse nicht einmal, was ihr Anbeter sei und wo er wohne und was sie selbst beginnen sollte! Dabei begannen die Thränen von Neuem zu fließen. Hempel achtete zuerst gar nicht darauf, so vertieft war er 'in seine Gedanken. In wessen Auftrag hatte der Rotbhaarige der armen Zofe den Brief entrissen? Wer war er überhaupt? Plötzlich sah Hempel Usyagy wieder vor sich, wie er in der Sezession Frau v. Montferrat nachgeblickt hatte. Wie Liebe hatte das gerade nicht ausgesehen. Es war ein finsterer, leidenschaftlicher Blick gewesen voll Mißtrauen und Groll. Und dann, als sie in dem Durchgangshaus an Hempel vorüberging nach der Unterredung mit Usyagy batte sie da nicht verstört und blaß und bestürzt ausgesehen? Sollte Usyagy, der sie ja kannte wie kein zweiter, mißtrauisch gegen sie geworden sein und sie vielleicht heimlich überwachen lassen? Hempel erinnerte sich plötzlich an die Erregung, welche den Direktor ergriffen hatte, als er eine Bemerkung über des Grafen bevorstehende Vermählung machte. Ahnte er schon damals, daß er der Betrogene sein sollte? Arankas Weinen rief Silas wieder in die Wirklichkeit zurück. Er tröstete sie von Neuem und gab ihr dann einige Zeilen an Gräfin Irma Hegyassy, die er rasch geschrieben und in einen Umschlag gesteckt hatte, und worin er die Gräfin bat. sich der Landsmännin anzunehmen. ' Zum Schlüsse schrieb er noch die Worte hinzu: Seien Sie guten Muthes die bewußte Persönlichkeit wird morgen oder übermorgen in Freiheit gesetzt werden." So," sagte er. damit gehen Sie in das Palais Hegyassy. Wissen Sie, in welche? Straße dasselbe liegt?" Nein. Aber den Namen kenne ich. Ist ungarischer Magnat." Jawohl. Fragen Sie nur nach der jungen Gräfin und übergeben Sie ihr

persönlich den Brief. Sie wird Ihnen sicher bald irgendwo einen Posten rerschaffen können bei ihren zahlreichen Bekannten. Vorläufig sagen Sie ihr aber noch nichts über Ihren Austritt bei Frau v. Montferrat. Ueberhaupl nennen Sie den Namen am besten gar nicht. Sagen Sie, ich selbst würde mir erlauben, noch heute gegen Abend vorzusprechen und ihr alsdann alle nöthigen Auskünfte über Sie geben." Aranka war ganz gerührt. Was für ein guter Herr das war, daß er sich so annahm um sie! Ach. wenn doch ihr Karl auch so gut gewesen wäre! Bei der Erinnerung an Karl Möller. der schuld war an ihrer jetzigen Lage und sich nun gar nicht blicken ließ, obwohl er sonst immer um das Haus herum zu finden war, begannen Arankas Thränen von Neuem zu fließen. und sie zog ihr Taschentuch heraus. um sich die Augen zu trocknen. Dabei fiel etwas Hartes zu Boden. Erichrocken bückte sie sich und hob es auf. Um Gottes willen die Flurschlüssel drüben aus Frau v. Montferrats Wohnung! Die hatte sie vergessen abzuliefern. ehe sie ging. Und die Gnädig? hatte in der Verwirrung, welche der unerwartete Besuch ihres Bräutigams hervorrief, auch nicht daran gedacht, sie ihr abzufordern. Was sollte sie jetzt denn nur damit thun? Unschlüssig drehte sie die zwei Schlüssel, welche in einem langen, schmalen, bunt ausgcnähten Ledersackchen lagen, in den Händcn herum. Hempels Blicke ruhten interessirt auf dem Futteral, das offenbar viel zu lang war für die beiden Schlüssel. Was für ein hübsches Ding Sie hier haben!" sagte er endlich langsam und griff nach dem Täschchen. Wo haben Sie daS denn her?" Aranka erröthete. Dann sagte sie harmlos: Es ist von der Gnädigen drüben. Sie hat es einmal in den Ofen geworfen zum Verbrennen. Aber es war nicht mehr viel Feuer im Ofen, und weil es so schön ist, hab' ich es genommen." Hat es die Gnädige nicht bemerkt?" Aranka lächelte, 'daß ihre blanken weißen kräftigen Zähne alle sichtbar wurden. O nein ich hab' es immer in der Tasche getragen." Auch Hempels Augen funkelten vor Vergnügen. Wissen Sie was. meine liebe Aranka? Die Schlüssel werde ich heute selbst Ihrer Gnädigen zurückstellen in Ihrem Namen.- Das Täschchen aber, das schenken Sie mir zum Andenken an diese Stunde ja?" . Aranka hatte nichts dagegen. Im

Gegentheil war sie froh, 'dem guten alten Mann durch die kleine Gefälligkeit ihre Dankbarkeit einigermaßen be-

zeigen zu können. Silas steckte das abgegriffene Dmg sorgsam in die Tasche wie einen kostbaren Schatz. Da war ihm wie durch ein Wunder des Himmels ganz unerwartet in den Schooß gefallen, wonach er seit Wochen vergeblich suchte: ein sprechender Beweis, eine positive Thatfache. Denn das aus starkem Büffelleder gefertigte, mit indischen Zeichen benähte Futteral gehörte zu dem Messer, mit welchem der Mord in der Villa Eyrus verübt worden war. Fast liebevoll blickte Hempel auf die kleine Aranka. Sein Instinkt hatte ihn also doch wieder richtig geführt. Nun brauchte er nur noch hinzugehen zu Wasmut und die Verhaftsbefehle gegen die Schuldigen ausfertigen zu lassen. 18. Kapitel. raußen sank die Dämmerung leise über die Stadt. Aranka erhob sich. Ich möchte jetzt gehen," sagte sie, und Hempel stand sofort auf. Wenn es Ihnen recht ist. begleite ich Sie bis zum Palais Heghassy. Ich habe in der Stadt zu thun, und mein Weg führt in der Nähe vorüber." Sie war es zufrieden, und beide traten auf die Straße. Drüben hielt noch immer die Equipage des Grafen. Plötzlich machte Aranka eine hastige Bewegung. ließ Hempel stehen und lief über die Straße hinüber. Dort stand der Rothhaarige und plauderte ganz gemüthlich mit dem Kutscher des Grafen. Aber er schien nicht sehr erbaut zu sein über Arankas Erscheinen, machte vielmehr ein ärgerliches Gesicht, als er sie mit dem Handkoffer erblickte und zuckte gleichmllthig mit den Achseln, als sie ihm lebhaft gestikulirend ihre Lage auseinandersetzte. Dafür warf er einen scharf forschenden Blick auf Hempel, 'der ebenfalls über die Straße hinübergegangen war und sich nun scheinbar gleichgiltig an die Mauer des Hauses lehnte, als hätte er nichts Wichtigcres in der Welt zu thun, als den Spatzen zuzusehen, welche am Boden herumtrippelten und nach Futter suchten. In diesem Moment kam Plötzlich vsn der tadtfene der em uagen im schärfsten Tempo gefahren und hielt mit jähem Ruck dicht hinter des Grofen Equipage. Der Nothhaarige richtete sich stramm auf und tauschte einen raschen Blick mit dem aussteigenden Herrn. Hempel zuckte zusammen. Sandor Usyagy kam aus dem Wagen und eilte mit raschen Schritten in's Haus. Sein blasses Gesicht war fahl und spielte in's Graue. Die hellen Augen blitzten wie Messerklingen. Silas Hempel wurde plötzlich von einer unbestimmten Furcht erfaßt. Es war gar kein Zweifel mehr, daß der Rothhaarige im Auftrage Usyagys hier herumspionirtc. Offenbar hatte er seinen Auftraggeber telephonisch von der Anwesenheit des Grafen verständigt, und dieser kam nun, um Ja. was wollte er thun? Sein Aussehen war so, daß es wohl die schlimmstcn Befürchtungen zuließ. Und der Graf oben war ungewari?t. . Eine ungeheure Aufregung bemächtigte sich Hempels. Nein er durfte hier nicht thatenlos warten! Er mußte hinauf. Im Nothfall hatte er ja die Schlüssel, um sein Eindringen halbWegs zu rechtfertigen. Usyagy konnte ihn nicht erkennen, und saß der Graf nur erst sicher im Wagen, dann war ja alles gut. Eilig trat er in das Haus und begann die Treppe zu ersteigen. Als er den zweiten Absatz betrat, wurde oben im ersten Stockwerk leise eine Thür zugedrückt. Usyagy mußte also wohl ebenfalls Schlüssel zur Wohnung besitzen. Hempel beschleunigte seine Schritte und stand im nächsten Augenblick vor der EingangZthür.. Im Vorzimmer brannte schon das Gas. Die mit starkem Eisenqitter versehene Glasthür ließ erkennen, daß sich niemand darin refano. Hempel zog die SchluZ sel und öffnete so leise als möglich. Wenn ihn jemand überraschte, würde man ihn zweifellos als Einbrecher fest nehmen. Aber das galt ihm jetzt gleich Tas Vorzimmer besaß drei Thüren Eine links, welche offen stand und den Einblick in die Küche gewährte, und eine zur rechten Hand, welche angelehnt stand. War ujyagy durch, diese ernge treten? 5n der Mitte des Norim mers, von einer Sammtportiere halb verdeckt, befand sich noch eine dritt Tbür. welche fest geschlossen war. 5,em pel schloß, daß man durch sie direkt in den (balon treten mufcte, und nachdem er sich einen Augcnollck unschlusng umgesehen hatte, näherte er sich derselben Noch hatte er die Thür nickt er. reicht, als er ein? helle, weiche Stimme drinnen sagen hörte: Und nun aehe. Andor. es bleibt dabei: morgen früh am Südbahnhof! Ich werde pünktlich sein. Gilt es ja doch unter Glück, da ich -r Weite? kam sie Nicht. Ein Schuß krachte, und gleich daraus em zweiter. Jesus Maria!" gellte es drinnen dann wurde es plötzlich todtenstill. Hempel riß die Thür auf. Da lag Helene v. contserrat leblos am Bo den, und der Graf beugte sich eben ent fetzt über sie. In der Thür des Neben Zimmers aber stand reaunaslos San dor Usyaay. den rauchenden Revolver noch in der Hand. Sewe Züge waren entstellt bis zur Unkenntlichkeit, ein

Auge ruhte starr aus dem am' Boden liegenden Körper. , Bei Hempels Eintritt wandte sich der Graf um. Sein Gesicht war leichenblaß. Dann erhob er sich bebend aus seiner gebeugten Stellung und setzte mehrmals vergeblich zum Sprechen an. Hempel kam ihm zuvor. Herr Graf." sagte er erschüttert, lassen Sie die Todte hier einstweilen ruhen und danken Sie Gott, daß die Kugel nicht Ihre eigene Brust traf." . ' Er verstummte, denn Sandor Usyagy war plötzlich mit einem Sprung neben dem Körper der Montferrat. auf den er mit wilden, funkelnden Augen niederblickte. Graf Hegyassy taumelte bei seinem Anblick zurück. Erst jetzt erkannte er. wer der Mörder war. Sandor!" stammelte er. O Sandor, Du warum hast Du mir das gethan?" Usyagy starrte noch immer auf Helene. Sie ist todt!" sagte er leise mit klangloser Stimme. Der Graf packte ihn plötzlich am Arm und schüttelte ihn im wahnsinni-

gen Zorn. Ja todt durch Dich, durch Dich, Du Ungeheuer!" Seine Stimme bebte wie unter gewaltsam zurückgehaltenen Thränen. Da richtete nch Usyagy auf. Sein Gesicht war blaß und starr wie das d:r Todten, als er sagte: Danke mir vielmehr, denn Tu weißt nicht, was sie war! Wohl Dir. bah Du es Nicht weißt!" In diesem Moment legte Hempel die Hand auf seine Schulter. Sandor Usyagy. ich erkläre Sie für verhaftet im Namen des Gesetzes wegen des Mordes an Fräulein v. Lindemaier." Ueber das Gesicht des Direktors glitt ein bitteres Lächeln. Dann warf er einen scharfen, prüfenden Blick auf Hempel. Sie fürchten wohl, ich könnte Ihnen, noch im letzten Moment entschlüpfen, Herr Hempel? Haben Sie keine Ängst. Vohl hatte das Ding da noch eine Kugel für mich gehabt " er hob den Revolver, den er noch in der Hand hielt, und warf ihn dann von sich aber ich will nicht. Was ich that, dafür will ich einstehen. Führen Sie mich ab. Das Leben ist zu Ende." Es lag immerhin eine gewisse Größe in der starren Ruhe, mit welcher dieser Mann sein Schicksal auf sich nahm, und Hempel konnte ihm seine stille Theilnahme nicht versagen. Schließlich war er doch nur das Werkzeug gewesen. Draußen wurde heftig geklingelt. Der Lärm von vielen Stimmen drang herein. Man hatte die beiden Revolverschüsse gehört, und als Hempel nun öffnete, stand die Treppe voll Neugieriger. Obenan ein Polizist und der Hausbesorger. Hempel machte ersteren mit den Ereignissen kurz bekannt und übergab ihm dann Usyagy. welcher völlig theilnahmlos vor sich hinstarrte. Frau v. Montferrats Wohnung wurde abgeschlossen, und der Polizist nahm die Schlüssel an sich. Es mußte alles unverändert bleiben bis zur Ankunft der Behörde. Hempel fuhr auf Aufforderung des Grafen Hegyassy mit diesem in die Stadt. Unterwegs machte er ihn mit allen Ereignissen bekannt, die dem tra gischen Ende der Frau v. Montferrat vorangegangen waren. Der Graf hörte zu wie betäubt, aber es war ihm anzusehen, daß er von dem Gehörten ganz gebrochen war. Schwerfällig und unsicher wie ein Greis stieg er endlich aus dem Wagen, sagte mit leiser Stimme ein paar Worte des Dankes und tastete sich langsam die Treppe hinauf. Mitleidig blickte Hempel ihm nach. Wo war nun plötzlich das stolze, herrische Wesen dieses Magnaten hingekommen? Und wie sehr mußte er diese Frau geliebt haben, daß ihr Tod ihn in solch einen Zustand versetzte! . Leopold Kurzinger kam auf Hempel zu und wollte ihn fragen, was er hier zu suchen habe. Da nahm Hempel die qraue Peruc!: ab. und nun erst er kannte ihn der Diener, aber das Gesicht des Detektive hatte einen so eigenen ernsten Ausdruck, daß Kurzingcr ganz bestürzt dreinsab. (Schluß folgt.) " fi!'" Z. " v m . si rt rt 11 f c n wurde der Stadtrrchuor Allvater unter dem ' . o -er . - C Verdacht der innen ajiaauny uvumr isim riprrofilieten Slsli -wie ' " ' fen weisen ein Defizit von 19,000 "Matt aus. t : .. r ?, S c ti h e r 1 1 ö r ci i - ; . . Berte Generalmajor Barbenos, der erste Kommandeur des ?e.:,:t- ,fiilNtMi 156. nfau iiiuiidtu itu.' : . . Y , r 'f terieregiment, hat diezem letztwlllig 15,000 ivfan vermag. Die Stadtverordneten von Waltershausen wählten an Stelle des nichtbestätigten sozialdemokratlschen Fabrikarbeiters Christ den sozialdemokratischen Fabrikarbeiter ja ger zum Senator. Der um die Luftschifffahrt in Bayern hochverdiente Oberst v. Brug hat sich bereit erklart, felne Bibliothek, welche außerordentlich werthvolle alte und neue Buch::, Schriften und Bilder aus dem Gebiete der Luftschifffahrt enthält, dem Deutschen Museum in München zu überweisen. Das Institut kommt hierdurch in den Besitz einer Sammlung, wie sie auf diesem Gebiete in Deutschland wohl kaum ein zweites Mal vorhanden sein dürfte.

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