Indiana Tribüne, Volume 29, Number 132, Indianapolis, Marion County, 27 January 1906 — Page 6

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Die 5chukfalobcrijcn Eine braunschweigische Sage. von Alice A'reiin v. Gandn.

Die von der Asscburg droben, hoch auf dem alkenstein, Hegten drei gläserne Becher in eichnem JuNielenschrein: Drei schlau!?, gläserne Becher, topasensarbig und klar, Barg heimlich die Mauernische über dem Hausaltar. H5 raunte dunkle Sage: sie stammten von Zwergenhand, Ter Ässeburz Leben in!) Schicksal sei in das Glas gebannt. Tiitr wenn cin'cpro,, geboren, gingen die Bacher um: Scheu tranken Qerrcn und Gäste und alle feierlich stumm. Das :oar seil manchem Jahrhundert der Slftc&urgcr brauch Die 2oi)txe !vnZ;ten eZ alle, nnd die Nachbarn lsußten es auch. Toch die Zeiten rollten und rauschten in wildem. tvirbelndttn l'g: Was die "Alten s.lionren und ehrten, lvar den Ilittg'7'.l nicht g::t genuz. Einst ritten die Funker Heinrich und Öatto emp?r zn-.'.l Schloß: Sie kamen vom ttaiserhofe, mit lärmendem ,v?eundettro, In Jugendmuth zn feiern dttrch fröhliches Gelaa' Ter Mutter, der greisen Witttte, christliche:: ?l'an:enstaz. Frischauf, frischauf 5?err TruchseZ;! Nun C: 1 1 1 es liticut Kin! Schafft l-er c;: lei ellerZ Tiefen den alleredelnen "K-cm, Ind reicht unZ die chicksalsbecher, von heiiiacvi S tc.ude grau: Wir trinken das ohl der Herrin, der besten und gütigen Frau!-" Tie Mutter, bkeiel, vor Schrecken, sprach warende? Wcrre viel: Las;t ab! Mir den SchiZsalZbechern setzt 7k'r da? Leben aus's Spiel!" -ie lachten übermüthig ur.d höhnten die Ammenmä? lud füllten die GlaZpokale mit rothem Burgunöe? schwer. Er funkelte dnnkelglühend im edelfeinen ritall. Sie stießen die Becher zusamm?n, lustjauchzend, mit scharfem Prall. ?a hallte ein achtend Klingen, toi? menschlicher Sterbeschrer Und Junker Heinrichs Becher sprang klir rend mitten entzwei. ?ie Gäste packte ein Grauen sie wußten nicht warum: Tie frohe, lärmende Jugend roaro plötzlich fahl und nnmm. Sie drängten hinan? zum Saale, als sei ein Unheil geschehn lnd liefen die beioen Brüder in dumpfer Betäubung stehn. Xle aber, mit fieberndem Blute, heuchelten Lustigkelt: Ihr Zerren, warum so eilig? Wir geben l?u das Geleit. Hinab, t-Vi über die Brücke, wo brausend die 5!:ne schäumt: Schnell, Pag?n reicht Kavpen und Mäntel! Was steht Ihr be,türzt und träumt? Wohl flehte die Mutter und warnte vor dem Nltt in stürmncher Nacht: Trotzig haben die Junker ihr angstvolles Mahnen verlacht. Lang hallten die überlauten Stimmen im WlndeZvrans . . . Ta5 Wetter blies zornig der Fackel flackernde Larven au-. Hoch schäumte und zischte die Helme. Brucklem war schmal und feucht. Der Mond warf au? jagenden Wolken unstcher zuckend Gelencht . . . Dumpf krachten die morschen Balken, drüber der Regen schr Und tief in wirbelnden Fluthen versanken Mann und Rost . . . Tie greise Mutter droben gönnte sich keinen Schlaf. Schon dämmerte fahler Morgen, alZ sie furchtbare nnde traf: Deine Söhne sind beide ertrunken, mit der lockeren ,srenndesschaar!Ta legte sie schweigend die Becher in den Schrein überm iausaltar, Und fchloeiqcr.d trug sie zusammen, was ihr an ,chahen verblieb. Für die treuen Tiener und Frauen, die lyrem 5rr',kn Heb. Ein Chrn der todten Junker bezog den alkenstem Sie aber schlosz ihren Jammer in Klostermauern ein. Das Inserat. ?,u,noreske von Alfred Schreiber. Es war nicht leicht für die unverheiratheten Offiziere des kleinen Garnisonstädtchens Borkwalde, Privotwohnungen zu finden. Miethswohnungen gab es dort fast gar nicht, fondern es waren meist nur Einfamilienwohnhäuser zu haben, und so waren die Herren Leutnants darauf angewiesen, sich zu mehreren zusammen ein solches Häuschen zu miethen und sich dort, so gut es ging, einzurichten. Natürlich haftete einer derartigen Häuslichkeit das Ungemüthliche von Junggesellenwohnungen in noch erhöhtem Maße an. Nur wenigen war es gegluckt, in einer Farnilienwohnung Unterkunft zu finden, und unter diesen wenigen war der Oberleutnant Oswald Hillger der Vevorzugteste. Da wohnte nämlich in Borkwalde der Rentier Karl Perlewitz mit seiner Familie, bestehend aus seiner Frau Marie und zwei Töchtern, der neunzehnjährigen Agathe und dem langzöpsigen Äackfischchen Grete. Außerdem lebte noch Tante Alwine, des Hausherrn Schwester, bei ihm. Herr Perlewih ' liebte einen guten Tisch, sein Keller barg stets eine genügende Auswahl guter Tropfen, er hatte seinen Skatabend und seinen Kegelklub und das genügte ihm. Für höhere Interessen, für Kunst und Wissenschaft. war er nicht zu haben. Für Bücher, Zeitschriften und ähnlichen Mumpitzgab er kein Geld aus. und so wenig er sonst knauserte in diesem Punkt war er geradezu kleinlich.

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find aufrichtig eingeladen, an un-5 sofort um freien Nalh zu schreiben. Machen Tie uns zu Ihrem Vertrauten, beschrei ben 2ie uns Ihre Leiden mit Angabe des Alters, und wir schicken Ihnen tverlhöolle An.-veisnngen zur Behandkmg in einfachem, versiegeltem Couvert, ldresse: Ladies' Advisory Tept., The Chattanooga Me. dicine da., dtjattanooaa, Te un.

,i jrwii"U';r.,. 11 11 v ", ,f- ?. 'fyJ Schließlich mußte man aber doch wissen, was in Borkwalde passirte. uiid so hatte denn Herr Perlewitz den Anzeiger fijr Borkwaldz und Umgegend" gemeinsam mit dem Manufakturwaarenhändler Strehlow abonnirt. deraeftalt, daß letzterer das Blatt Morgens erhielt und es dann Mittags seinem Nachbar hinüberschickte. Wie alle Leute, die nichts zu thun und keine großen Interessen haben, ihr besonderes Steckenpferd reiten, so auch KarlPerlewitz. Er hatte eine großeBorliebe für's Militär im Allgemeinen und für die Offiziere im Besonderen. Angesichts der mißlichen Wohnungsrerhältnisse für die letzteren hatte er sich denn auch entschlossen, wenigstens für einen der Herren Offiziere zu sorgen, und hatte im ersten Stock seines Hauses zwei Zimmer eingerichtet, die er ausschließlich an Offiziere vermietete. Und die beiden Zimmer standen niemals leer, denn abgesehen von dem billigen Preise, spielte die Miethe überHaupt bei dem wohlhabenden Rentier gar keine Rolle. Wurde sie einmal nicht pünktlich bezahlt, so war weiter keine Rede davon, und wenn sich der Offizier nachher entschuldigte, so wies Perlewitz das als unnöthig zurück. Aber bester Herr Leutnant, das hat ja gar nichts zu sagen; Sie wissen ja, ich warte nicht auf das Geld und ich möchte durchaus nicht, daß Sie sich meinethalben in Ungelegenheiten stürzen." In dieser Fürsorge für den jeweiligen Miether unterstützte Frau PerleWitz ihren Gatten auf's beste. Bald hatte sie heraus, was der Leutnant besonders gern aß oder trank, und eine besondere Spezialität von ihr war es. einen vorzüglichen Kaffee zu bereitn. Im Leutnantsleben gibt es aber oft Momente, wo eine Tasse besonders guten Kaffees Wunderdinge rollbringt, und Frau Perlewitz verstand es mit erstaunlicher Sicherheit, solche Momente zu ahnen und dann mit ihrem Kaffeebrett wie gerufen" zu erscheinen. Meist brachte allerdinqs die blondhaarige, bildhübsche Agathe den Kaffee, und es war wirklich nicht genau festzustellen, ob der häufige Kaffeedurst des Herrn Leutnants in der That nur dem braunen Getränk galt. Und dieser Leutnant war zur Zeit der Oberleutnant Oskar Hillger. Im Laden des ManufakturwaarenHändlers Strehlow breitete sich tödtliche Langeweile aus. Am Pult stand Herr Strehlow jumor und las die Zeitung, neben ihm am Tisch saß der Kommis und schrieb Preisauszeichnungen für das Schaufenster. Wenn man in Borkwalde oie'Zeitung liest, so durchfliegt man sie nicht, sondern man studirt sie langsam und mit Ruhe vom ersten bis zum letzten Wort. Der junge Herr Strehlow stieß plötzlich einen Ruf der Ueberraschung aus. Möblirtes Zimmer zu vermiethen," las er. - Max Kugel, der Kommis. hob interessirt den Kopf. Wo oennS" Lanaestraße 5." ..Langestraße 5? Das ist ja bei Perlewitz. Ob der Leutnant Hillger ausMi?" Wahrscheinlich sonst würden sie , l -. r t 1 U oocy oas Zlmmer nicyi anzrigen. Dann müssen sie sich mit ihm er zürnt Kaben." Wieso denn?" Na. wenn sie im anten auseinan dergingen, würde der Leutnant doch für einen Nachfolger sorgen. Er brauchte doch nur ein einziges Wort im Kasino ZU saaen. .Nein, so etwas! Die Zeitung wird auch alle Tage schlechter georuclt, schalt Herr Strehlow. Sehen Sie nur mal her, Kugel, das yettzt ,a gar nicht Langestraße 5, sondern Langestraße 50! Die Null ist so dunn. kaum hingehaucht, daß man sie fast gar nicht steht!" ' Thatsächlich." pflichtete Kugel bei.

jetzt sparen sie schon an der Drucker schwärze!"

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hat eine Millwn Frauen geheilt, die an allen den Unannchmitckirettcn litten, die weibliche Schwäche mit es Wird Ixt ruriren, wie es diese kurirt hat -Rückenchmerz, Schwindel, niederziehende Gefühle, oder unnatitrltche Veonatsslüsse beseitigen und Eie

giualiiZien Frau machen. Versucht es. Bei jedem Apstheker zum Verkauf für $1 die Flasche.

t. 'iFvV'-i-''. V-i:-m.s 1 , , 'Mr Hans Strehlow lachte leise vor sich hin. Eine famose Idee hatte sich seiner bemächtigt. Er nahm sein Taschenmesser und radirte vorsichtig die sowieso nur angedeutete Null weg, dann glättete er die Rasur mit dem Fingernagel, t und nun war bei nicht ganz scharfem Hinsehen nichts Verdächtiges zu entdecken. Das wird ein Hauptspaß, wenn die bei Perlewitzens heute Nachmittag lesen, daß ihr eigenes Zimmer zu vermiethen ist!" Tante Alwine war stets die erste, welche bei Perlewitzens die Zeitung zur Hand nahm. Sie saß dann in ihrer' bequemen Erkerecke, eine gute Tasse Kaffee vor sich und las. Schon war sie fast mit lhrer Lektüre zu Ende, als sie sich mit einem jähen Ruck in ihrem Sitz aufrichtete. Marie, Marie!" rief sie laut. Frau Perlewltz trat eben in s Ztmmer. Was soll ich denn?" Warum zieht denn der , Leutnant aus?" Der Leutnant? Welcher Leutnant denn?" Na, unser Leutnant!" Ach. Unsinn, der denkt ja gar nicht daran!" Na, weshalb habt Ihr denn das Zimmer in die Zeitung setzen lassen?" Wir?" Hier steht es doch klar und deutlich zu lesen!" Frau Perlewltz nahm die Zeltung und las. Ja. da war kein Zweifel, das war ihr Zimmer, das da angeboten wurde. Muttchen, qibt's bald Kaffee?" Grete war es, der munrere Backfisch, der in's Zimmer gesprungen kam. Tante Alwine konnte sich nicht enthalten zu fragen: Gretel, weißt Du etwa, ob unser Leutnant auszieht?" Gretel war starr. , Kerne Ahnung hatte sie! Nimm mir's nicht übel." saate Tante Alwine zu Marie, Dein Mann lst manchmal von einer schrecklichen Rücksichtslosigkeit! Durch die Zeitung mußt Du erst erfahren, was tn Delnem eigenen Hause vorgeht. Wenn das mein Mann wäre!" Glücklicherweise hatte sie keinen Mann. Indessen war Karl Perlewitz mit Agathe eingetreten. Nun war die Familie komplett. Sag mal. Karl, hast Du was Mit dem Leutnant gehabt?" Tante Alwine that den ersten Vorstoß. ' Mit dem Leutnant? Mit unserem Leutnant? Ich? Nein." Na. weshalb wlll er denn ausziehen?" Ausziehen? Wer sagt denn das?" Du hast doch unser Zimmer eingerückt!" Karl Perlewltz war sprachlos. Er starrte seine Schwester entgeistert an. Als Antwort tippte er nur mit nicht mißzuverstehender Miene mu dem Zeigefinger an seine Stirn. Bitte, hier ist die Zeitung, kannst ja selber nachsehen." sagte sie patzig und warf ihm das Blatt hin. Herr Perlewitz konnte es absolut nicht vertragen, wenn man unfreundlich mit ihm sprach. So ruhig er sonst war das brachte ihn aus dem Häuschen. Bitte anständig mit mir zu sprechen!" rief er und schlug mit der flachen Hand auf den Tisch, daß die Kaffeetasse klirrte. Meine Brille!" herrschte er dann. Ja. Papa." Grete holte sie einigst herbei. Nachdem Herr Perlewitz seine Augen bewaffnet hatte, nahm er die Zeitung. VersiändnißloZ schüttelte er das Haupt. Hast Du denn die Anzeige wirklich mcht einrücken lassen? fragte endllch Marie. Keine Spur!" , Alle sahen sich verwundert an. Am Ende hat der Leutnant selbst e5 gethan," meinte Frau Perlewitz, er will vleuercht ausziehen und uns erst

emen Ersatzmann besoraen.

5e Eswölm s Geschichte ist von größtem Interesse für jede kranke und entkräftete Frau. Lesen Sie dieselbe, um den Grund für Ihre Leiden zu entdecken. Lesen Sie dieselbe, um auszusinden, wie man kurirt werden kann. Es werden keine falschen Ansprüche bezüglich Cardui erhoben. Sein Erfolg ist feit mehr als 70 Jahren auf das solide Fundament der Wahrheit gebaut.

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Vorzügliches Feattett -

SZmerzen und sich bringt. - JZr Köpfte), unregelmäßige zur gesunden. ""v-1 if ';!r.t-i-!t5lu s;. ;? l7 ,, M', . , .- Xj -OI ielleicht will er sich verheirathen." sagte Tante Alwine, die überall Heirathspläne witterte. ' Frau Perlewitz aber stand und schaute mit weit offenen Augen, als habe sie eine Vision. Sie hatte eben eine seltsame Beobachtung gemacht. Ihre Agathe hatte sie gesehen, dik wie abwesend vor sich hin starrte, während sich in ihren Augen große runde Tropfen sammelten, die schwer über die Wangen herabrollten. Karl Perlewitz war wüthend. So eine Blamage vor der ganzen Stadt!" wetterte er. Solange ich die beiden Zimmer hergebe, brauchte ich noch nicht ein einziges Mal zu annonciren, immer habe ich mir den Offizier selber aussuchen können, den ich aufnehmen wollte und zetzt steht hier zu leien. daß ich keinen Miether habe! So eine Gemeinheit! Na warte, ich werde ein Wort mit dem Herrn Oberleutnant reden, daß er Ohrensausen bekommt!" Rege Dich nur Nicht schon vrhr auf, lieber Karl," begütigte Marie ihren Mann, vielleicht hat's der Leutnant auch nicht gethan. Ich werd: ihn fragen, wenn er nachher kommt, und wenn Du recht hast, dann kannst Tu ihm ja Deine Meinung sagen." Aber daß Du mir auch die Wahrheit sagst!" Krachend warf er die Thür in's Schloß und lief in den Garten. Komm mit. Agathe, in die Küche." sagte Frau Perlewitz und zog ihre Tochter mit stch, zwar nicht nach der Küche, wohl aber in ihr Zimmer. Hier sank das Mädchen hem auf schluchzend vor der Mutter in die Kniee und barg das Gesicht in deren Schooß. Liebevoll streichelte Marie den blonden Scheitel. Dann hob sie sanft dathränenüberströmte Gesichtchen zu stch empor Agathe, mein Maoelchen, lag hast Du was mit dem Leutnant?" Nem. Mutter, aber er. er den!: schlecht von mir, und das kann ich nicht ertragen, denn ich hab' ihn ja so furchtbar lieb, so lieb, ach. gar so lieb!" Und wieder schoß ein Thranenstrom uoe? ihre Wangen. Erzähle! Ruckweise, unter Schluchzen erzählte das Mädchen. Als ich ihm gestern Mittag den Kaffee brachte, sprach er ein paar Worte mit mir, was ich wohl sagen wurde, wenn er plötzlich verletzt würde. Als ich ihn ganz erschreckt ansah ich war wirklich erschrocken da erarltf er meine Hand, zog mich plötzlich an seine Brust und küßte mich." Und Du -?" Ich hab' mich losgerissen und bin die Treppe hinabgerennt. Und seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen und nun will er fort! O, ich Unglückliehe!" Eben kam Oswald Hillger vom Dienst nach Hause. Kaum hatte er abgeschnallt, als es an seiner Thür klopfte. herein!" IAH, Frau Perlewitz, Sie sind's? Was verschafft mir zu dieser ungewohnten Stunde das Vergnügen?" Herr Leutnant, lch mochte le mal sprechen." Bitte Platz zu nehmen, stehe ganz gu Diensten." Beide setzten sich. Herr Leutnant, warum wollen Sie von uns fort?" Oi&Q' I Uf 1 5la. Sie. wein alles." Ja, dann das heißt was wissen Sie denn alles? Wissen Sie auch. daß ich Agathe über alles liebe und der glücklichste Mensch wäre, wenn sie meine Frau würde?" .Herr Leutnant " Ihre Stimme witterte. Verehrteste Frau Perlewitz. würden Sie mir behilflich sein?" : Aber Sie haben sie ja doch gestern schon ohne meine Hilfe geküßt." Ja. liebe Schwiegermama, das war nun schon zu allen Zeiten so: Den ersten Kuß holt man sich immer, bevor man die Eltern fragt."

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Eine vorzügliche Medizin. .Mir aebrauckien Mine of darin! s,it mehreren Jahren", schreibt Frau I. L. in von Parms, a.enn., uns halten dZS Mittel für eine vorzügliche Medizin I mr wnvttSie Leiden. Es hat mir so mancbe Toktarrrfnn erfnnrt r.-fi meroe nur oem Eedrauck) sortsayren.25: Abends ließ Herr Perlewitz seine beste Marke aus dem Keller h-rauf-holen und dann wurde Verlobung gefeiert. Er trug den Kopf noch einmal so stolz. Da kam Grete herbeigestürzt. Papa, sieh nur! Hier habe ich eine andere Zeitung besorat und nun lies mal jetzt das Inserat!" " . Er setzte die Brille auf und las: MöblirteS Zimmer zu vermiethen Langestraße 30." Verdutzt sah er auf. Nee. so 'ne Gemeinheit." sagte er dann, ..muß gerade unsere Zeitung falsch gedruckt sein!" Die historische Stellung. . John Steell. der berühmte englische Bildhauer, hatte den Herzog von Wellington mit vieler Mühe überredet, ihm zu einer Statue zu sitzen. Selbstverständlich lag ihm viel daran, den FeldHerrn auch in recht heldenhafter, kriegerischcr Haltung und Miene darzustellen. und da erhob sich die ungeahnte Schwierigkeit, daß der Herzog durch nichts dazu zu bringen war. solche Haltung und Miene anzunehmen. Endlich riß dem Künstler die Geduld, und er versuchte die Festung mit Sturm zu nehmen. Da ich doch jetzt Gesichtszüge und Gestalt von Euer Gnaden der Nachwelt überliefern soll, so möchte ich sie doch auch möglichst historisch treu überliefern. Wie verhielten Sie sich denn nun vor einer Ihre? großen Schlachten, die Ihren Namen der Weltgeschichte einverleibt haben, sagen wir zum Beispiel vor der Schlacht bei Salamanka? Ich stelle mir vor. daß Sie hin und her über das Schlachtfeld galoppirten und Ihre in Schlachtordnung aufgestellten Kricgerschaaren durch Wort und Geberde zu unvergleichlichen Heldenthaten anfeuerten." Da erwiderte der große Kriegsmann: Wenn Sie mich in ganz historisch treuer Stellung verewigen wollen, wie ich sie vor der Schlacht von Salamanka einnehmen mußte, dann müssen Sie mich auf dem Bauche liegend abbilden, ein Teleskop in der Hand, denn so untersuchte ich an jenem Morgen die feindliche Stellung." Balinhossporticr als Organist. In Großheringen bei Apolda. Thuringen, verstarb der in weiten Kreisen bekannte und beliebte Bahnhofsportier Franz Freund, von dem folgende Geschichte erzählt wird: Als guter Orgelspieler vertrat er vor einigen Jahren den Lehrer seines Dorfes im Sonntagsgottesdienst. Er hatte den Tag zuvor anstrengende Arbeit gehabt und war während der Predigt sanft eingeschlafen. Alles wartet auf das Einsetzen der Orgel, aber diefe schweigt. Da gibt ein Bekannter dem Organisten einen Rippenstoß, und unser Freund, aus dem Schlafe erwachend, in der Meinung, er müsse den Zug abrufen, ruft mir aller Kraft seiner gewaltigen Stentorstimme: Einsteigen in der Richtung'Sulza. Apolda. Weimar, Erfurt. Gotha, Eisenach!" äJ3?.; aart.v Gin in Toulou erbauter russischer Torpcdobootszerstöror, der neue Jspalnitcltty", errcichtc auf seiner ersten Fahrt vom Mittelmecr nach der Hcimath mit Bodm-Havarie die Ostsee. Das Fahrzeug stieß an der Ostküstc des Kattegat auf Grund. Die Beschädigung war so erheblich, daß der Kommandant einen Noth bafen anlaufen mußte. Viele chinesische Christen haben ihre Geschäfte zu Hause aufgegeben und sich im Transvaal niedergelassen, um als Evangelisten unter den dortigen 40.000 chinesischen Kulis wirken zu können. In S i a m fröhnen die Männer dem Theekauen. Die Theeblätter werden mittels geschmolzenen Zuckers zusammengeklebt und die dergestalt ge bildeten festen Stückchen stets in der Tasche mitgeführt.

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