Indiana Tribüne, Volume 29, Number 132, Indianapolis, Marion County, 27 January 1906 — Page 3

Jndlana Tibüne, 27. Januar 1906.

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tzin Packet Mann-Medizin für einen Dollar frei. lim So'ipjjf st iar einen Dollar der Mann-Mcdi;i in frei zu bnieSfn. tretm man nachfragt und die ASreffe angiebr. Tieie Mnn'Mrtin giebt Idnen noänu! den -rrudel lugendlichen Glücks -een Pul-Z und da? Zittern vvnsnchen WodlbebaaenZ: sie macht den Mann nannerzleich, manneskraftig und manne-stare. ?ie Ma ?!ed!zin airö thun, waZ man von ihr Charte:. 9Kann-?jIedi;:.n lurirt frühzeitigen Verfall, verKinlulte Ma7kn!,27!ei:, Nervenschwäche. Zvunktiousttörunj. Abnadme fcer Lebenskraft, Kraftlosigkeit, Verluste de? Scslechtskraft, Webiraennattuig, Rückemchmerzen, Zerrüttung, Nierenleiden und Nervfität. Man kann die huz zu Hause vornehmen. Wir verlangen keie Bezahlung Irgend welcher ?irt leine Quittungen keine Versprechungen. Ta Einziök. was wir verlangen, daß man nicht die Äaun Äecizin au4 rurer ieugier fordert. Wir nünicken. vag man die Medizin in billiger Weise errrort und man rrikder zu seiner früheren starken atur gelangt. Tiei'es aratis verickiZle Lillvacket ist der Beweis, ftal die Manncdizin zu thun vermag. Wir schicken e im ein'acken axierumschlag.verschlos?n verpackt franko adgeneerr. ?cur der ame und die Avreiie ni nothwendig. Interitaie Remedy Co., 12S4 Luck uilding, letroit, Ä.'!ich. öVNNM GVölSU? .von. Nlöbeln, Teppichen, (vefen . . . .und. . . . HaushaltnngsGogenstänbeu WILLIQ'S 141 West Washingtoner. KiSTADT K 28-250 Virginia Ave. Neuer P;o7.?., 2323. Alt, Main, 4762. Erstklassig Dampf - Färberei und chemische ReinignngSanftalt für Hkrre7:d Tamen.Sarderobe, sowie Ttp p:chkn,Zz?tier:n und EviienGardtnen. ä2e zl'txt 26o.ekoit und abgeliefert Zufrik denheit grantt. Zwsiz Geschäft : 25 W. O'öio Str. Neuer Phone. 5633. .W. Fredrick Der Kohlenmann, Verkauft c:c lesie F.a$!tn aller Sorten im Markie Ofsice u. Yards 800-900 Beecher Str Tel. uen, 9394; alt, Main 1130 Axt&. No. 449 Oft Washington Str. 418 Ossi: S33S tt, Gtntt CC MeS TelepZonMn252S.

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Meuterer in

Viclc Städte und Dörfer Die Konferenz in Algeciras.-Fmanzen

Gelüste in Britisch'Columbla-O'Conncll

Rußland. Meuterei in Vladivostock. St. Petersburg. 2. Jan. Hier eingegangenen Nachrichten zufolge brach in Vladivostock wieder eine Meu terei au. - Details konnten nicht erfahren wer den, da die Censur Preß und Tele graphen-Nachrichten nicht in die Csfeni lichkeit dringen lüßt. Dagegen ist ein Bericht bestätigt, daß General Selivanosf, der Kommandeur eines dort befindlichen Armee-KorpS, verwundet wurde. Die Beamten des ttriegSdepartementS sind nicht in der Lage, irgend welche Einzelheiten über den Ernft der Lage zu geben, so viel aber weiß man, daß die Meuterei von Mannschaften der Reserve angezettelt wurde. Diese Truppentheile find durchaus undi-ciplinirt und verlangen sofort nach Hause befördert zu werden, obgleich die Regierung ihnen schon das Vorrecht gesichert hat, daß sie über die transsibirische Bahn nach ihren Hei mathSorten Zurückreisen können und obwohl sie (die Regierung) verschiedene Dampfer für den Rücktransport ge chartert hat. Meutereibestätigt. St. Petersburg, 26.' Jan. Daß in Vladivostock thatsächlich .eine Menterei stattfand, wurde durch eine Depesche bestätigt, die hier einlief. Die Depesche besagt, daß die Meuterei, die in Vladivostock seit dem letzten Montag auZbrach, bis jetzt nicht unter drückt werden konnte. Die SiZuation ist seitdem noch be deutend besorgnißerregender als bisher geworden. Sie ist noch schlimmer als diejenige, die im letzten November in der fernen sibirischen Stadt herrschte. Sowohl die Matrosen als auch die Artilleristen sind im Besiß der sögenannten heiligen Unschuld"'Batter!e. und nicht nur dies, sie sind aufs vor. züglichste mit den besten Gewehren be waffnet und besitzen auch zahlreiche MaschinengeschUtze, auch wußten sie sich !n den Besitz verschiedener FestungZge schütze zu setzen. Die Kosacken find stets die besten Etüden der russischen Regierung ge Wesen und mußten eS durch die Ver hältniffe fein, im Falle des Generals Viftchenkow lagen die Dinge allerdings anders. Der General war abgesandt worden, wie die Depesche besagt, mit den Meuterern zu verhandeln und fall si? sich nicht gutwillig fügen wollten, Gewalt anzuwenden. Die ihm beigegebenen Kosacken schie nen nicht ganz zuverlässig zu sein, auch waren sie nicht in der Lage die befestig ten Stellungen der Aufrührer zu neh men. Als die Regierung dies hörte, versprach sie umgehend für die Nach Hause-Beförderung der Mannschaften Sorge zu lragen, doch diese kehrte sich hieran nicht, da im November letzten Jahres dieselben Versprechungen ge macht wurden, aber Versprechen und Halten warm zweierlei. Das Telegramm, welches allem An schein nach sorgfältig geprüft wurde. wie aus dem Inhalt zu sehen ist, be sagt nichts über die Anzahl der Meute rer oder das Verhalten der Garnison als ein SesammteZ. Daß die Lage aber ernst ist, ergiebt sich aus dem Umstände, daß General Livevitch, der in der Umgehung, steht. s?inen eigenen Truppen nicht recht traut. Eine Abtheilung Seesoldaten ariff am Dienstag das Haus des ttomman danten an, wurde aber durch das Feuer der Maschinengeschütze, die in der Kom mandatur aufgestellt waren, vertrieben. Diese Begebenheit ist in der Depesche nicht enthalten, man glaubt, daß sie unterdrückt wurde. Ein Bericht, daß General Selivanoff, der Kommandeur des daselbst stehenden ArmeecorpS verwundet worden ist, be stätigte sich. MehrereStüdte inBrand gesteckt. St. Petersburg, 26. Jan. Die Eisenbahnverbindung mit dem Kaukasus ist endlich wieder hergestellt worden. Die Revolutionäre von Cu rifl und Mingrelia ziehen sich in die

Wladiluöstock.

im Kaukasus in Flammen. des deutschen Reichs. Sezessionseryatt Blschokshut. Berge zurück, indem sie beständig dem Vorrücken der Truppen widerstehen. Mehrere Städte hinter ttwirla stehen in Flammen. Die Truppen find, wie berichtet wird, über den geleisteten Widerstand er staunt, denen ihnen die Revolutionäre entgegensetzen. Dieselben haben nicht nur Infanterie, sondern auch Kavallerie steht ihnen zur Verfügung. Zwei Kompagnien Truppen in Kwirila find entwaffnet worden und ihr Kapitain ist gelödtet. Canada. Haben SezessionSgelüste. Montreal, 26. Jan. Eine De vesche au den Star" besaat. daß in Britisch'Columbia eine Bewegung de steht, wonach die kanadische Provinz sich von der kanadischen Conföderation loS reißen will. Als nämlich die Provin ziallegiSlatur eröffnet wurde, hielt Hr. McGowan, ein Abgeordneter von Van couver. eine Rede, in der er von der Regierung bessere finanzielle Hilfe for derte und zwar als ein Recht, nicht als eine Gunst. Im Fall, daß die Dominion in die fer Hinsicht keine Abhilfe schaffen wolle, soll eine Petition an König Edward ge sandt werden, in der die Trennung von Britisch'Columbia von der kanadischen Conföderation ausgesprochen werden soll. Die Rede wurde mit großem Beifall aufgenommen. Cuba. HochzeitSgeschenk für Alice R o o s e v e l t. H a v a n a, 26. Jan. Der Senat nahm einstimmig eine Vorlage an, welche die Summe von S25.000 für ein HochzeitSgeschenk für Frl. Roosevelt der willigt. Präsident Palma wird er mächtigt daS Geschenk auszusuchen. Bemerkenswerth ist, daß der vernei nende Geist im Senat General Ces noras selbst den Antrag stellte, die Vorlage durch Zuruf anzunehmen. Italien. O'C onnell wird Coadjutor E r i s ch o f. Rom, 26. Januar. Der Papst unterzeichnete heute daS Dokument der Ernennung des Rev. W. H. O'Con nell, des Bischofs von Portland. Maine, der kürzlich Japan in einer Special.Misfion besuchte, zum Coad jutor-Erzbischof von Boston, Mass. Die Kongregation der Propaganda versammelte sich gestern und diScutirte über die Ernennung Bischofs O'Con nells mit dem Resultat, daß die Kongre gation einstimmig für seine Wahl war. Die Freunde deS Bischofs find frob über die ihm zugefügte Ehrung. Sie hatten kaum einen so raschen und voll ständigen Sieg erwartet. Spanien. Konferenz theilt sich in vier Gruppen. A l g e c i r a S, 26. Jan. Graf Tattenbach und Herr Regnault, die deutfch'franzöfischen Kenner der marok konischen Verhältnisse begannen heute die erste Serie der detaillirten Privat Diskussionen, die abgehalten wurden. um eine Vereinbarung außerhalb der Marokkv'Konferenz zu erreichen. Herr Revot!, der Vorfitzende der französischen Mifion und Herr von Ra dowitz, der Vorsitzende der deutschen Mission, vermieden in ihrer gestrigen Unterredung alle Fragen, die Uneinig ketten zwischen den beiden Delegaten hervorrufen konnten und sprachen nur Über allgemeine Themata, die natürlich mit ihrer Mission in AlgeclraS zu sammenhingen. Herr von Radowitz sagte unter an derem zu Revoil, daß er wisse, daß Deutschland nicht gestatten könne, daß Frankreich die Politik in Marokko mache, worauf Revoil erwiderte, daß er sicher fei, daß Frankreich dies nicht wolle. ES wurde dann zwischen den beiden Diplomaten daS Arrangement getroffen daß Herr Graf von Tattenbach und Herr Regnault über die dlskutirten Punkte genau sprechen sollten, da beide gründliche Kenner der marokkanischen Verhältnisse seien. 'Letzter sprachen dann hauptsächlich

über die Erriätuna einer marokkan!

schen Staatsbank, eine Streitfrage, die wohl die Konferenz bald beschäftigen wird, nachdem die das Problem der Zollerhebung gelöst worden ist. Die Konferenz theilt sich in 4 in teressante Gruppen, erstens die Reg nault.Tattenbach.DiScusfionen, auf die sich vor allen Dingen die allgemeine Aufmerksamkeit lenkt, das . SubComite, welches sich mit den finan ziellen Reformen beschäftigt, die Co miteö deS Ganzen zu denen die Sekre täre nicht gehören, da man sie ausge schlössen hat; und schließlich die Kon ferenz selbst. ' Die Gesandten find es müde, fich noch irgend wie länger in AlgeciraS aufzuhalten. Die Stadt bietet ihnen gar nichts, die Umgebung kennen fie bereits auch recht gründlich und eS wird sehnlichst der Tag herbeigesehnt, wo die Konferenz zu Ende ist. doch scheint eS, daß die zu erledigende Ardeit noch einen Monat länger in Anspruch nehmen wird. AlgeciraS, 27. Jan. Vom Aus wärtigen Amt : In Berlin wird die immer wiederkehrende Behauptung, daß Deutschland auf der internationalenKonferenz in AlgeciraS die Erwerbung eines marokkanischen HafenS anstrebe. abermals auf das Entschiedenste dementirt. ES wird rückhaltlos verfi chert, daß in deutschen maßgebenden Kreisen auch nicht im Entfertesten da ran gedacht werde. Für den, der die amtlichen Kreise und Personen in Ber in kennt, steht eS außer Zweifel, daß Deutschland zu den Arbeiten der Kon ferenz die vollkommenste Aufrichtigkeit und den größten Wunsch nach Ver ftändlgung und Versöhnung ohne ied wede Hintergedanken mitgebracht hat. freillch auch den bestimmten Entschluß, an semem Programm festzuhalten. Man verhehlt fich hier nicht, daß man während deS Verlaufs der Marokko Konferenz noch manchen böswilligen Verdächtigungen wird entgegentreten müssen, obwohl niemand, der dem Gang der deutschen Polltlk aufmerksam gefolgt ist, noch über den so klar und deutlich gewählten Standpunkt im Zweifel sein kann. Deutschland. Die Finanzen der Reichs dank. Berlin, 26. Jan. Die Reichs bank gab folgenden Bericht über ihren Finanzzuftand ab Vaar an Hand 52.800.000 Mark; Schatzamtsnoten 1,800,000 Mark; an dere Sicherheiten 52.520.000 Mark: Noten in Circulation, 71,040,000 Mark. USlarsollWasserher beischassen. Berlin. 26. Jan. Eine Reise nach Afrika verdankt Herr von USlax, der Landrath deS Kreise? Apenrade, seiner Fähigkeit,, unterirdische Quellen mit aroker Leichtigkeit zu entdecken. Der Kaiser hatte hiervon etwas gehört und das ArbeltSmtNlsterlUm beauf tragt, Erhebungen über die angeblichen Fähigkeiten UslarS anzustellen. Herr . . . ml f V... Oft . ? von uslar genttbl IN oer Provinz SchleSwig'Holstein einen weitverbrei teten Ruf als Wasserentdecker. Das Ministerium zog von verschiedenen Pro vinzialbehörden zahlreiche Gutachten ein, die alle besagten, daß von USlar in der That ein großer Wasserentdecker sei. AlS der Kaiser dieS hörte, entschied er, daß von USlar seine Fähigkeit am Besten in Deutsch.Südweft.Afrika an wenden könne, wo die deutschen Trup pen sehr an Wassermangel zu leiden haben und von USlar wird schon am Sonntag nach Afrika abdampfen. Man ist allgemein gespannt darauf, ob er dort große Resultate erzielen wird. Ungleichheiten auf dem Ge biete des Staats kirchenrechts. Berlin, 26. Jan. Ueber einen weiteren Antrag des Centrums begann heute die Debatte im Reichstag : den oft erwähnten Toleranzantrag. Durch ihn sollen die zu Ungunften der katho lischen ReichZangebörigen aus dem Ge biete des Staatskirchenrechts noch be stehenden Ungleichheiten beseitigt wer den. Kronprinz eröffnet Jahr hundert-AuSftellung. Berlin, 26. Jan. Kronprinz Wilhelm eröffnete heute die Jahrhun dert.AuSftellung in der NationalGal lerie unter eindrucksvollen Ceremonien. Der Feierlichkeit wohnten die MuseumS direktoren, zahlreiche Künstler, Ge lehrte. Beamte und Politiker bei. Französische Regierung ist entgegenkommend. Berlin, 26. Jan. Eine erfreuliche Meldung kommt aus Metz und für

diejenigen, welche sich mit Eifer an den

Bestrebungen betheiligen, ein gutes Einvernehmen zwifchen.Deutfchland und Frankreich anzubahnen, ist diese Nach. richt höchst willkommen. Der Unter staatSsecretär für Landwirthfchaft und öffentliche Arbeiten im Minifterium El. aß.LothringenZ, Freiherr Zorn v. Bu ach, hat soeben dem wärmsten Dank für daS Entgegenkommen Ausdruck ver liehen, welches die französische Regie, ruug bezüglich deS Plans der Vertke fung und Erweiterung aller nachFrank reich führenden Kanalschleusen, im An schluß an das große französische Kanal netz, bekundet habe. Der Unterstaatssecretär knüpft an seine DankeSworte.die Hoffnung, daß! dieses Friedenswerk einen innigen Ver kehr zwischen den beiden Nachbarlän dem im Gefolge haben möchte. KdiserWilhelmverleiht Orden. Berlin, 26. Jan. Kaiser Wil Helm hat dem Astronomen Professor Simon Newcomb in Washington den Orden poui le merlte" für Wissen schaften und Künste verliehxn. Der Reichstag bewilliat wieder einmal Diäten. ' Berlin, 26. Jan. Der Reichs tag hat den Antrag auf Bewilligung von Diäten für die ReichStagSabgeord neten, der wieder vom Centrum auSge gangen ist, in dritter Lesung angenom men. Man ist sehr gespannt darauf, ob der Beschluß endlich gesetzliche Gül tigkeit erlangen wird. Bekanntlich find bisher alle aus der Mitte des ReichstageS gestellten und ausnahmslos mit großer Mehrheit angenommenen An träge auf Einführung von Diäten am Widerspruche deS BundeSratheS ge scheitert. Neue deutsche Brau Steuer. Berlin, 26. Jan. Die zuftän dige ReichStagS-Commisfion hat die vom Centrum vorgeschlagene staffelweise Braufteuerfür den von der Regierung unterbreiteten Braufteuerplan subfti tuirt. ' Die neue Braufteuer bildet be kanntlich einen wesentlichen Bestand theil deS ReichSsinanzreforM'SystemS. Irgend tine Neubesteuerung des Bie reS würde besonders in Bayern starker Opposition begegnen. Brasilien bestellt jetzt seine Schiffe in England. B e r l i n, 26. Jan. Die Thatsache, daß Brantten Tchlnsneuvauten im Werthe von neunzig Millionen Mark ausschließlich englischen Firmen über tragen hat, während deutsche Firmen unberücksichtigt blieben, kann nach hiefi gem Dafürhalten nur als Folge des kürzlichen Panther".ZwlschenfallS aus gefaßt werden. Der seinerseits so viel Staub aufwirbelte. Menelik tmutM um VeullQlano einen Meistbegünsttgungsvertrag ab. Berlin, 26. Jan. Dem Reichs. tag ging heute der Handelsvertrag mit Abesfinien zu, welchen der nunmehrige Gesandte in Marokko, Dr. Rosen, zu Anfang deS letzten Jahres mit der Re gierung des Königs Menelik geschlossen hat. Der Vertrag gewährleistet Deutsch land die Meistbegünstigung auf zehn Jahre und sichert den Angehörigen der zwei Länder volle Reise und Handels freiheit in dem beiderseitigen Gebiete zu. Die abesfinischen Gerichte werden keine Jurisdiktion über deutsche Reichs angehörige haben. Coriander wächst wild am Mittelländischen Meere. Ueber 40.000,000 Ka l e n d e r werden jährlich in den Ver. Staaten anläßlich des Jahreswechsels verschenkt. Ein Vetter von Lor C u r z o n , dem früheren Vizekönig von Indien, ist als Fuhrmann in New Fork beschäftigt. Blumen von wundervollen Farbennuancen werden in einem New Aor ker Etablissement von den Gräten ver schieden Fische gemacht. Lord Temvlemore. der Vater des britischen Oberhauses," saß 28 Jahre lang in dieser Körperschaft, ehe er seine Jungfernrede" vom Stapel ließ, die im Ganzen aus 21 Wörtern bestand. Ver sruyere Apo.tyerenbescher Karl Gempp in Rodach feierte sein 25jähriges Jubiläum als Magisiratsrath und Kuratelmitglied der städtischen Sparkasse. Die städtischen Körperschaften überreichten dem 87jährigen Jubilar, der seit zehn Iahren Ehrenbürger der Stadt ist, eine AdreFe. ,

Ein neuer Prozeß in LourdcS. Der berühmte französische Wall fahrsort, wo vor Kurzem die Willkürliche Einmauerung einer Familie das Einschreiten der Gerichte nöthig gemacht hatte, ist jetzt- die Stätte einer

Affaire, in oer zahlreiche hohe irchenwürdenträzer bis zum Kardinal Rampolla hinauf als Zeugen berufen werden müssen. Als Kläger tritt ein begüterter polnischer Edelmann Kalizt Korab von Ordesko auf. der Mit seiner alten Tante mehrere Jahre in Lourdes verbrachte und dort das Opfer von Schwindeleien wurde. Er fiel, in die Hände eines Abbes Coustarot und seiner Schwester Celcste. Corstarot zeichnet sich durch einen bei einem Priester seltenen-Geschäftssinn aus; er war der Reche nach Bankolrektor. Schiefertafel-Fabrikant, Weinhändler, chmttwaarenyandler. lektrlzitatsUnternehmer und Nennstallbesitzer. Schließlich fand er einen noch emtrazlickeren Beruf: er lockte reichen Leuten große Geldsummen unter der Vorspiezelung ab. daß er ihnen den Papstlicken Grafentitel verschaffen werde. Es .ist unnöth!Z,zu bemerken, daß der Vatikan uno die cunziationen mit dem Pfiffikus von Lourdes keinerlei Beziehungen unterhielten und daß die von Coustarot Betrogenen vor Allem Opfer ihrer eigenen Naivetät sind. Dem braven Kalirt Korab d'Ordesko wußte Coustarot nach und nach 173. V00 Francs zu entloaen. - Da trotzdeiu oer er eynte raientltei in unerreichbarer ??erne verblieb, entschlon lieb der Geschädigte endlich zur Betremng d2 Rechtsweges. Die gerichtliche Untersuamna erwies, daß auch Celeste eine lange Reihe oon Betrügereien auf " T . . .t. r;. lyrein gewiss eil quuc. auen ozi Schwindeleien des Geschwisterpaares fiT6n mdb Naris. Vrllnel. London und Rom. N?ach allen diesen Städten wurden Untersuchungs-Kommrssionen abgeschickt. Der Prozeß wird sich vor dem Tribunal von Pau abspielen. Thronfolger der Valkanflaaten. In Serbien ist die Kronprinz.?nfrage schon seit ,mchrern Wochen in ein kritisches , Stadium getreten. Der Kronprinz Alexander wird bereits allgemein mit dem Brudcr d?r Koni gin Draga, Nikodem Lunjewitza, verglichen, da er es gleich diesem liebt, durch leichtsinnige Streiche Aufsehen zu erregen. Schon vor cinigcn Monaten hatte König Peter den Kronprinzen, da er seinen Gouverneur angesichts des ganzen Hofperso nals ohrfeigen wollte,- auf mehrere Wochen in Stubenarrest schicken müs. sen, und jetzt hat er durch einen Skandal in einem übclbcrüchtigtcn Hcnise dm König genöthigt, ihn nach schloß Topschider zu verbannen". (Topschidor liegt so nahe bei Belgrad, daß es dem Kronprinzen nicht schwer fallen dürfte, von hier aus seine Streiche fortzilsetzcn. Red.) Die wirklichen Freunde der Karageorgewitsch haben daher dem Könige schon wiederholt gerathen, seinm zweite!! Sohn, den Prinzen Georg, zum Thronfolger zu ernennen. Tcr montenegrinische Thronfolger Prinz Tanilo hat einen ganz anderen Streitfall bervorgerufcn. Er hatte, wie kürzlich dem Zaren in bestimmtester Weise berichtet wurde, nach der Schlacht bei Tsushima bei einem Je sie ein Hoch ans oen Admiral Togo ausgebracht, und jetzt ist in 'Belgrad der bisherige russische Gesandte in Eetinje eingetroffen, um so lange die montenegrinische Hauptstadt zu me': den, bis Kronprinz Tanilo dem be leidigten Zaren volle Genugthuung geleistet haben wird. Würde Rufr land nicht augenblicklich durch andere Sorgen in Anspruch genommen sein, so könnte die Angelegenheit vielleicht auch für den Prinzen Darnlo sehr unangenehme Folgen haben. Verwegene Flucht. Naeddem sie ein fußbreites Loch durch eine 18zöllige Mauer gegraben hatten, sind jüngst in Atlanta, Ga.. sieben gefan gene Neger aus der Polizeistation ent. wischt. Einer von ihnen stand unter einem Mordverdacht. Zwei wurden' später wieder eingefangen, aber die andern entkamen. Riciztigc Zzlcrtliciittttg. Erster Bauer (vorwurfsvoll): Auf -Deine Bäum' do nest'n a Haufen Krähen, un alle Morgen kommen's 'runter un futtern aus meine Felder." Z weiter Bauer: No mei! Dös wird sehr richtig v theilt sein, wenn i' 's Loscbie gib. noch-' her kannst Du 's Frühstück geben.-

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