Indiana Tribüne, Volume 29, Number 131, Indianapolis, Marion County, 26 January 1906 — Page 3
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Wichtige Anniihmmg
Dcr Vcrtrctcr Deutschlands und Frankreichs in Algcciras. . . Die Schiffskataftrophe. Die SocZalistevfrage im Reichstage. Neber die Pyrenäen im Balkan. Die frtifötn Schveiner
Spanien. Deutscher und französi scherGesandterhaben eineUnterredung. A l & e c i t 0 5 , 25. Jan. Herr von Radouitz, der. Vorfitzende der deut schen Delegation und Herr M. Revoil, der Vorsitzende der französischen Dele gation, hatte zum elften Male, seit die Konferenz besteht, eine Unterredung von längerer Dauer, während sie früher nur Höflichkeit-phrasen ausgetauscht hatten. EZ wurde in diplomatischen Kreisen sehr viel über die Zusammenkunst bei der Gesandten gesprochen und wird die Unterredung als der erste Schritt be trachtet, der zum Au-gleich der der schiedenen Differenzen die augenblicklich noch vorhanden find, angesehen. Obgleich die Diplomaten nicht erfahren .konnten, was in der Zufam menkunft alle- verhandelt wurde, er zeugte dieselbe doch allgemein ein Ge fühl des Optimismus in den Reihen der Delegaten. Bisherhatten die deutschen und fran zösischen Vertreter nur ceremonielle Be Ziehungen aufrecht erhalten. Die an deren Delegaten dagegen, vor allen Dingen der Marquis Visconti Venofta, der Vorsitzende der italienischen Dele gation, und Gesandter White, der hauUsüchlichfte Vertreter der Vereinig ten Staaten von Nordamerika, trugen ihrerseits in der taktvollsten Weise dazu bei, die Unterredung zu Stande zu dringen. Sie gingen dabei von der Ansicht aus, naß ein persönlicher Ge dankenauStausch zwischen beiden Ge sandten die Angelegenheit in der denkbor besten Weise erledigen könne. Sogar einige der Gesandten sind der entschiedenen Meinung, daß dieser direkte Gedankenaustausch zwischen dem französischen Gesandten und dem deut schen Gesandten die Gefahr , einer drohenden Krifi? beseitigen werde. Die Delegaten werden informell da rauf bestehen, die Möglichkeit in? Auge zu ziehen, irgend eine kleine neutrale Macht mit der Organisation der marokkanischen Politik zu betrauen. Die Schweiz wurde von verschiedenen Mächten als diejenige angesehen, die die Organisationen der Reformm in Marokko mit Geschick durchführen könnte, da die Schweiz eine neutrale Stellung zwischen Frankreich und Deutschland eingenommen habe und noch einnehme. Andererseits wird die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, daß die Schweiz über keine Kriegs noch über eine Hzndelsflotte verfügt und auch nicht die nöthige Streitmacht befitzt, die im Falle von Komplikationen, die .sich in Marokko entwickeln sollten, die selben in zufriedenstellender Weise lösen könne. Die Konferenz hielt heute Nachmittag wieder eine Versammlung ab, in der die finanziellen Fragen erwogen wur den. Ä l g e c i r aö. 25. Jan. Spanien überreichte in der heutigen Sitzung den Entwurf für eine bessere und zweck mäkiaere Besteuerung Marokkos, eine Besteuerung, die bedeutend bessere Er gebnisse als die jetzt bestehende erzielte. Auch ein Entwurf für die Schaffung neuer finanzieller Hilfsquellen wurde von Spanien eingebracht Die Eonferenz diSkutirte über die Entwürfe. Dann war dieselbe der Ansicht, daß keine Vorschläge für Ma rokko gemacht werden sollen, welche die Grundlage der gegenwärtigen Orgaui sation jenes Landes modificiren möge. die zum Beispiel Gebräuchen und Sit ten der marokkanischen Bevölkerung widersprechen. Hauptsächlich sprach sich die Eonferenz gegen die geplante Landdefteuerung aus. Nach weiterer Berathung entschied sich die Eonferenz dahin, daß die Mühe der Ausarbeitung neuer Satzungen dem selben Comite übertragen werden solle welches die Frage der Handelscontrolle und des WaffenfchmuggelS einer ge nauen Erwägung unterzog, wobei die russischen, marokkanischen und belgi. schen Mitglieder Ergänzungen machten. Fuhr Über Pyrenäen im Luftballon. Madrid, Spanien 25. Jan. Ein spanischer Luftschiffer Namens
Duro fuhr über die Pyrenäen in einem Luftballon. Er stieg in Pau auf und landete in Guadic in Granada. Er legte demzufolge 560 Meilen in 14 Stunden zurück. Französisch ettreuzer g e h e n nach Martinique. PortofSpain. Insel Trinidad, 25. Jan. Man glaubt nun, daß die französischen Kreuzer De Saix" und Julien de la Craviere", welche diese Stadt verließen, ohne daß man ihren Bestimmungsort weiß, nicht nach La Guaira, Velenzuela, sondern nach Fort de France Insel Martinique abdampf ten. Britisch.Columbia.
Schiffs Katastrophe. Seattle, Wash., 25. Januar. Ein Specialvertreter des Poft.Jntelli gencer" telegraphirt von Port Angeles um 3 Uhr, daß das zur Hilfeleistung abgegangene Schiff, die City of To peka" gestern Nachmittag um 1 Uhr ein Floß sichtete, auf dem sich 18 Ueber ebende der Valencia" befanden. Die Leute befanden sich in einem höchst be dauernswerthen Zustand und beinahe odt infolge der ausgestandenen Leiden. Die Namen der 18 Geretteten find: C. D. Harden, Passagier. M. Tarpey, Quartiermeister. P. O'Brien, Kellner. W. Raymond. W. D. Johnson, Kohlenfchaufler. I. CegaleS, Heizer. C. Fleeme, Bäcker. Frank Lehn, erster Frachtclerk. Joseph McCaffery, Passagier. I. Welch, Kellner. A. Hawkins, Passagier. P. Peterson, zweiter Offizier. I. P. Oddent, Kellner. John Johnson, dritter Koch. Z. L. Allison, Passagier von St. Paul. John CigodaS, Heizer. M. Doherty. Heizer. Thomas Garrick. erster Assistent Maschinist. G. Willis, Passagier. P. Primer. Heizer. Der Zustand der Ueberlebenden ist bemitleidenSwerth. Die Leute finb halb verfroren und infolge der auSgestandenen Strapazen beinahe bewußt . Das Floß wurde um 12 Uhr ge sichtet, aber infolge des nebeligen Wet terö konnte man feine wahre Natur erst mit Hilfe eines besonders gut gearbeiteten Fernrohrs entdecken. Die 18 Leute versuchten mittelst eineS Paar Ruder in die Nähe der City of Topeka- zu gelangen, aber vergeben. Schließlich wurde ein Boot von der City of Toveka" herabgelassen. Die Leute auf dem Dampfer sahen, wie die braven Seeleute in den haushohen Wellen verschwanden und wieder auf tauchten. Schließlich glückte eö ihnen das Floß unter Anwendung größter Mühe nach dem Dampfer zu bringen. Als die Leute auf der City of Topeka" die Schiffbrüchigen im bejammernswerthen Zustande erblickten, füllten sich ihre Augen mit Thränen. Unter den größ ten Anstrengungen wurden die Leute auf den Dampfer gezogen, wobei C. Allison, ein alter Mann, der nach St. Paul.' Minn., reisen wollte ertrank. Victoria, B. C., 25. Januar. Als die Valencia" anfing unterzu gehen, sangen die auf dem Schiffe be findlichen Frauen Nearer my God to Thee." Victoria. B. C., 25. Januar. Der Tug Lorne, der von der Puget Sound Tugboat Company zur Hülfe leistung nach dem Wrack der Valencia' gesandt wurde, erreichte die Nähe des Valencia.WrackS diesen Morgen. An Bord befand sich me Abtheilung bri tischer Blaujacken vom ESquimaultdie sich in Surf.Booten an das Wrack begeben werden. Man hofft, da das Meer zetzt ruhiger geworden ist, die noch Ueberlebendeu zu retten. Doch wird allgemein befürchtet, daß Nie mand mehr am Leben fein wird und daß man nur auf Leichen stoßen wird. Victoria. B. C.. 25. Jan. Der Dampfer Salvor." begleitet von dem Wahldampfer Orkan", der Geschütze an Board hat, au? den Taue abge
schloffen werden könn:n, verließ Bam field heute Morgen und ging nach dcr Stelle ab, wo das Wrack sich befindet. Man glaubt kaum, deß sich noch irgend ein Ueberlebender auf dem Wrack befin det. Victoria, B. E.. 25. Januar. Der unterdessen auf dem Schauplatz der Tragödie angekommene Dampfer Salva versuchte vergeblich in die Nähe deö Wrack zu kommen und auch ein ausgesetztes Boot konnte sich demselben nicht nähern. Cuba. Gewährte Venezuelaner Exequatur. H a v a n a, 25. Jan. Präsident Palma gewährte heute Jose M. Abella, dem Generalconsul von Cuba, der Senor Mazon im Amte folgt, daS Exequatur. Senor Aballa wurde kürz lich erlaubt, fein Gesuch um Verleihung des Exequatur wegzuziehen, welches, wie eZ heißt, geschah, weil ihn eine starke Freundschaft mit den Führern der kubanischen Liberalen verband. Teutschland. Jnterpelliren wegen So cialdemokraten. Berlin, 25. Januar. Mehrere Mitglieder des preußischen Herrenhau seS interpellirten heute Fürst Bülow betreffend der von der Regierung gegen die Socialdemokraten geplanten Maß regeln. Sie fragten, ob die Regierung sich mit den bestehenden Zuständen zu frieden gebe oder ob sie den social demokratischen Plänen, die feindlich gegen das Reich seien, entgegenarbeiten werde. Graf Eulenburg unterstützte die Jn terpellation. Er sagte einen offenen Kampf mit den Socialisten voraus, der nur dann vermieden werden könne, wenn möglichst bald energische Maßte geln ergriffen würden. Er behauptete dann unter anderem, daß wenn man die Socialisten ruhig gewähren ließe, der Zusammenbruch des deutschen Reiches erfolgen werde. Der Reichskanzler erwiderte, daß die Regierung nicht daran dächte, daß eine Specialgesetzgebung nöthig sei. Aber die Regierung würde einen energischen Gebrauch von den Machtmitteln ma chen, die ihr zur Zelt zur Verfügung ständen. Allerdings müsse die Regie rung selbst entscheiden, wenn der Au genblick gekommen sei, wo man um Zu satzgesetze gegen die Socialdemokraten einkommen müsse. .Er sagte dann, daß eö nicht angebracht sei, die Regierung bierauf aufmerksam , zu machen, da GuteS hieraus nicht entstehen könnte. Debattirten über Fleisch noth. Berlin, 25. Jan. Mit einer Debatte über Jleischtheuerung mußte man sich im Abgeordnetenhouse be schäftizen, als der Etat in zweiter Le fung berathen wurde. Der preußische LandwlrthschaftS Minister General Leutnant' z. D. von PodbielSki hielt eine längere Rede und erklärte, er fei geneigt, Milderungen der herrschenden Kalamität, wenn irgend möglich, zu
veranlassen. Auf den ihm gemachten Vorwurf, daß er vor vielen Monaten eine baldige Beendiguna der leiick noth in AüLficht gestellt habe, ohne daß seine Worte in Erfüllung gegangen seien, entgegnete er. er habe, als er die Prophezeiung geäußert, selbst nicht so recht daran geglaubt. Aber er habe in kritischer Zeit nicht als Pessimist er scheinen wollen. Was den Bezug ame rikanischen Büchsenfleisches angehe, wo mit der Fleischnoth gesteuert werden solle, so müsse erst ein Handelsvertrag zwischen Deutschland und den Ver. Staaten vorhanden sein, ehe davon die Rede sein könne. Beichte der polnischen Soldaten. B e r l i n , 25. Jan. Im Reichs, tage fertigte der Kriegsminister, Genc ral'Leutnant v. Einem, eine Jnterpel lation ab, welche sich darauf bezog, ob den polnischen Soldaten die Beichte in polnischer oder deutscher Sprache abge nommen werden solle. Die Sache wurde durch das Kommando des Ersten Armeecorps angeregt. Der Minister erklärte, nachdem er den Sachverhalt dargelegt, daß die Militärverwaltung nicht in das religiöse Leben eingreife. Aber ein Polnischer Mann, welcher als deutscher Soldat diene, müsse sich als solcher fühlen und betragen. Belgien. Erzbischofgeftorben. Brüssel, 25. Jan. Kardinal Peter Lambert GoffonS, der Erzblschof von Mechlin. ist gestorben. Er wurde im Jahre 1827 geboren. '
Bierzehn Opfer
Fordert Gruben.Katastrophe. Poteau. I. T., 25. Januar. Vierzehn Menschenleben gingen bei der gestrigen Explofion in Slope 4 der Witteville.Mine verloren. Drei Lei chen find bis jetzt zu Tage gesördert worden," wegen 'der der Grube entströ menden Gase ist eö unmöglich, in die selbe einzudringen und die übrigen her auszuholen. Die Todten find: John Alexander, William Alexander, Peter Dunsetto, Angelo Reek, I. H. Harp, JameS Duffey, Thomas Reek. Joseph Aatley, F. Frankman, JameS Thomas. An gelo Spariat, Frank Reek, Joseph Turk und A. H. Dunlap. Die Explofion entstand .durch schla gende Wetter. Von den 16 in der Grube befindlichen Personen vermoch ten sich nur zwei .zu retten. Erdbeben. Albuquerque, N. M., 25. Jan. Auf einem Gebiet von mehre ren hundert Meilen war heute Nach mittag ein Erdbeben deutlich ver nehmbar. Gebäude eingestürzt. C in cin n ati, 25. Jan. Der hintere Theil des sechsstöckigen Back stein Gebäudes der National Barrel Co. an der Ecke der 2. und JoneS Str. stürzte zusammen. George Hurley, sen., und sein Sohn George, jun.. wurden verletzt; der Letztere leben? gefährlich. Zwanzig andere Personen entkamen unverletzt. Der Schaden am Gebäude beträgt 510.000. Die Ur fache des Zusammensturzes ist nicht be kannt. Serbien. Zuviel Schweine inSer b i e n. Belgrad, Serbien, 25. Jan. Unter den serbischen Schweinezüchtern entstand eine Panik, da die öfterreichi sche-ungarische Regierung die Clnfüh rung deö serbischen Kleinviehes nach Oefterreich'Ungarn verboten hat. Die Grenze wird scharf bewacht. Die Ex porteure die einen solchen Schritt nicht erwarten, hatten eine große Anzahl fetter Schweine zur Hand, die sie auf den österreichischen Markt bringen wollten. Da dies nicht möglich ist, find sie ge zwungen, die Schweine zu schlachten und sie den Händlern im eigenen Lande zu Spottpreisen zu verkaufen. Der Druck der auf die Legislatur ausgeübt wird, ist ein so starker, daß geglaubt wird, daß wenn das serbische Par liament sich am 23. Januar wieder versammelt, die serbische bulgarische Konvention verworfen wird. In die' fem Falle will daS jetzige serbische Ka binet resigniren. Großbritannien. Feiern Gedächtniß Pre. fontaineS. London, England. 25. Jan. Eine Requiemmesse wurde heute in der römisch-katholischen Kirche in Westmitt ster zum Andenken an Raymond Pre fontaine, dem verstorbenen kanadischen Marine und Fischereimlnlster abgehal ten. der am 25. Dezember letztes Iah. S in Paris starb und dessen sterbliche Reste nach Canada an Bord des britischen Schlachtschiffes Dominion" ge sandt wurden. Die Mitglieder der Admiralität, deö KriegSminifteriumS und des Kolonialministerium wohnten dem erhebendem Gottesdienste bei. Lord Strathcona und Mount Royal, der kanadische Hochcommissär und viele an dere Canadier waren anwesend. Der Flnanzstand der Bank von England. London, 25. Jan. Die Bank von England gab folgende Erklärung über hm Zustand ihrer Finanzen ab: Totalreserven vermehrt um Pfund Sterling 602,000; Circulation vermin dert um 137,000; ungemünzteS Geld vermehrt um 465.635; andere Sicher heiten vermehrt um 4,026,000; andere Depositen vermehrt um 6,150,000; öf fentliche Depossten vermehrt um 76.000; Reserven erhöht um 1.481.000; Regie rungödepofiten 600,000' Pfund Ster, ling." Keine Streitigkeiten wegen Persien. London, 25. Jan. Großbritan nien glaubt nicht, daß fich ihre äugen blickllchen guten Beziehungen mit Ruß land über die Weigerung PerfienS, et was mit der britischen Kommission, welche die Seiftan Grenze zwischen Persten und Afghanistan regeln will, zu thun zu Haben. trüben werden. Die Regierung nimmt an, daß die feindliche Haltnng der persischen Regierung nicht von St. Petersburg aus diktirt wurde.
Gewaltige Werthe. iif et QnS WaarenauStaufck, mit dem deut schen Rcichc-Hauplartikel. Das statistische Bureau d:s Handelsdcpartements in Washington, D. E., hat bezüglich des Handelsverkehrs zw!schen Teutschland und den Ver. Staaten Zusammenstellungen gemacht. welche besonders mit. Rücksicht auf di: zwischen den beiden Regierungen hinfichtlich Abschlusses eines neuen Handclsabkommens schwebenden Negotiationen von Interesse erscheinen. Der Handelsverkehr zwischen den beiden Nationen repräsentirte im Fis
kaljahr IdOo einen Werth von mehr j als ?310,000,000. Davon kamen au den amerikanischen Export na Deutschland Z194.000.000. auf die Einfuhr aus Deutschland $11S,000, 000. In der Dekade, endend mit dem Fiskaljahr 1905, hatte der amerikanische Export nach Teutschland um $102,000,000 zugenommen, die Einfuhr aus Teutschland um $37,000,000. Deutschland, nimmt den zweiter. Platz im auswärtigen Handel der Ver. Staaten ein, sowohl was Aus-, wie Einfuhr anbelangt; nur England übertrifft die Ziffern. Die EinfuhrStatistiken für 1905 erweisen, daß Großbritannien Waaren im Wertbe von 5176.000.000 nach den Ver. Staaten exportirte. Teutschland 5118.000.000. Brasilien Z100.000.000. Frankreich 590.000.000. Kuba 556.000.000. Kanada 562,000.000. Die Ausfuhr der Ver. Staaten rangirte sich in folgender Weise: nach Großbritannien 5523.000,000. Deutschland 5194,000.000, Kanada 5141.000.000. Frankreich 576.000.000. Niederlande 573.000.000. China 553.000.000. Japan 552.000.000 und Mexiko 546.000.000. Der Export nach Deutschland ist in den obigen Ziffern aber nicht vollständig repräsentirt, da ein großer Theil der Ausfuhr nach Holland und Belgien thatsächlich für Teutschland bestimmt ist. Der überwiegende Theil der deutschen Ausfuhr nach den Ver. Staaten besteht aus Fabrikaten. Rohmaterial kommt verhältnißmäßig wenig von dort. Es besteht dasselbe aus Gummi, Zinn, Holz. Federn. Häute und Wolle. Dieser Theil der Einfuhr auZ Deutschland oder dessen Kolonien repräsentirt nur etwa zehn Prozent des Gesammtwerthes. Von den übrigen 90 Prozent kommen rund 514.000.000 auf Baumwoll - Fabrikate, hauptsächlich Spitzen und Stickereien: 515.000.000 auf Chemikalien und Droguen; 54. 000.000 auf Eisen- und Stahlwaaren; mehr als 53.000.000 auf Lederwaaren. 53.000.000 auf Tuchwaaren; $5,000,000 auf Seidenwaaren; 54.000.000 auf Cpielwaaren. Der Einfuhrwerth des' letzteren Artikels stieg von 5750,000 im Jahre 1895 auf 54.512.837 im Jahre 1905. Neun Zehntel aller in Amerika importirten Spielwgaren kommen aus Deutschland. Die von der Union nach Deutschland ausgeführten Hauptartikel sind Roh. baumwolle, Vrotstoffe, Petroleum, Tabak. Baumwollsamenöl. Frucht und künstliche Düngmittel. Der Weizenexport ist jedoch von 20.000.000 Bushel im Jahr: 1902 auf 100.000 Bushel im Jahre 1905 gefallen. Der Mais-Ex-Port hat hingegen zugenommen; derselbe stieq von 12.000,000 Bushel in 1903 auf 17.000.000 in 1905. Die Ausfuhr von Kupfer und Petroleum hat ebenfalls eine Steigerung erfahren. Sie erhöhte sich für Kupfer von 51.500,000 im Jahre 1895 auf 514.000.000 im Jahre 1905; für raffinirtes Petroleum betrugen die entsprechenden Werthe 54.750.000 bczw. $8,500,000. Auch der Export von Maschinen und wissenschaftlichen Instrumenten, wie Schreibmaschinen, Nähmaschinen, sowie wundärztllchen Instrumenten, hat zugenommen. Die Einfuhr aus Deutschland betrug in 1905 10.7 Prozent der Gesammteinfuhr der Ver. Staaten; die Ausfuhr nach Deutschland 12.8 Prozent der Gesammt-Ausfuhr. Weite Reisen von Seefische. Man beginnt jetzt die Wege, die die Fische im Meere zurücklegen, m syste matischer Weise zu verfolgen. Zu die sem Zwecke werden einzelne Fische gefangen und in bestimmter Weise gezeichnet. Sämmtliche Fischer derjenigen Staaten, die an der Kultur der Meeresfische interessirt sind, haben den Auftrag, derartig gezeichnete Filche, wenn sie sie fangen, gegen eine gute Belohnung an bestimmten Stellen abzuliefern, von denen aus sie wieder an die mit den Forschungen betrauten Ge lehrten wuter geleitet werden. Diese Studien über die Fischwanderungen haben bereits sehr bemerkenswerthe Ergebnisse geliefert. Unter anderem hat sich ergeben, daß Fische, von denen man glaubte, daß sie sich nur in bestimmten Gegenden aufhalten, oft sehr weite Retsen zurücklegen. So haben vor kurzem Fischer an der Küste Pommerns vor Köslin eine Flunder gefangen, die im Schwanz einen gestempelten Gummiring trug. Aus" diesem ging hervor, daß sie einige Wochen vorher in der Nähe Helgolands ausgesetzt worden war. Eine wichtige Neue rung, die die jüngste Zeit dem japa nischen Theater gebracht hat. war der Bruch mit der Ueberlieferung, daß auch die weiblichen Rollen nur von Man nern gespielt werden dürften.
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