Indiana Tribüne, Volume 29, Number 131, Indianapolis, Marion County, 26 January 1906 — Page 1
v o JJS5Ä3Ä2a'iÄCJ jjj Caze. und g BotmiagsMatt S 4l.OcK Wochc. &33ö95&9eSS4 kiOÄ?TV $ iTii.i,'t ini ? A r-Tl V0 k-A 5 tlaaeviw I J ronnlaaf Mail $ lOe prr '9oche. U i IH V V'S lVO S?V?jiZ
O M fpu1
OO . S) ,XjC
nC?
IU1
I II II II
v
' Erscheint seden Nat7mittag. Jahrgang 29. Indianapolis, Ind., Freitag, 26. Januar 1906. No. 131.
Nepndlilanische Editorial Association.
Am Freitag Morgen 9 Uhr eröffnete d!e Repudlikan. Editorial Association ihre erste GeschäftZfißung im Denison Hotel. Bei dem gestern Abend statt, gefundenen Bankett wurden interessante Reden üder verschiedene Themata ge. halten, so z. B. über: Wa- will ein Mann mit einem politischen Amt?-, über Politische Ideale im Allgemei nm übe? die .Erhöhung der Lehrer Saläre", über die Politik in Schulenu. a. m. Am Nachmittag fand die Erwühlung der neuen Beamten statt, worauf sich die Convention vertagte. Unfälle. Freitag Vormittag 10:45 Uhr wurde der in Borne'S Schmiedttverkftätten beschZftigse I. T. Curzan, 129 N. New Jersey Str.. bei der Arbeit an einem in schneller Bewegung befind lichen Polir-Stein schwer verletzt. Er rutschte mit den Füßen aus und fiel mit dem Geficht auf den Stein, wobei ihm die unteren Kinnladen zerfchmettert wurden. Der Verletzte wurde in da? städtische Hospital gebracht. Zwei Stunden später, um 12:45 Uhr wurde der EisenbahnWärter an der Morris Straße und Belt'Linie von einer Locomotive überfahren. Er wurde in das St. Vincents Hospital geschafft, wo ihm das linke Bein amputirt wer den mußte; an seinem Aufkommen wird gezweifelt. .. Tririe vergiftet sich. Trizie Palmer nahm Donnerstag Nacht in selbstmörderischer Absicht eine Quantität Schwefelsäure. Sie er. reichte ihren Zweck; Freitag Morgen kurz nach 7 Uhr starb sie im städtischen Hospital. Beschuldigung deS DiebftahIS eines Paar Ohrringe, an wel chem sie sich unschuldig fühlte, war die Veranlassung zum Selbstmord. Noch keine Entscheidung im GagProzekt. Das Ver. Staaten Clrcuit.Gericht für Berufungen in Chicago hat feine Sitzungen bis zum ersten April ver tagt, ohne eine Entscheidung in dem Prozeß abzugeben, der von der Stadt Indianapolis gegen die Confumerö GaS .Trust Co. anhängig gemacht wurde. Strolch als LebenSrett klr. Cincinn ati. 26. Jan. Bei einem Feuer in Charles Henderson'S HauS in Montgomery. 23. Va.. rettete der in der ganzen Stadt als Strolch bekannte Jua" King ein Kind vom Fiuertode. Er selbst wurde von einem fallenden Balken getroffen in dem Mo ment, wo das Kind in Sicherheit war. und wurde auf der Stelle getödtet. Vom Gesundheitsamt. Die Behörde flill den Restaurants, den GrocerieS und Fleischläden in der nächsten Zeit Besuche abstatten, um die zum Verkauf gelangenden Nahrung? Mittel auf ihre Brauchbarkeit hin zu prüfen. DaviS wieder in Indianapolis. ' In der Nähe deS Monuments wurde Alfred DaviS hier gestern gesehen, der vor vier Jahren die People National Bani in Washington um' $90,000 bis $100,000 machte- und zu 5 Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde. In dianapoliS hat insofern mit der Ge schichte zu thun, als DaviS sein er. schwindelteS Geld hier, verspielte. Da er sich gut im Zuchthaus betrug, wur den ihm 1 Jahre geschenkt. Er befand sich gestern in Begleitung eineS Freun. deS. m in 'Austern auf der Halbschale wer. oeu heute verschenkt bei . John Rosen berg. 406 Oft Washington Str. .
Zwei Bestien verhaftet. Ihre Opfer 2 junge Mädchen.
Aerztliche Untersuchung angeordnet. Die Wittwe Frau Cleve, welche an der Südseite in einem deutschen Haus halt bedienstet ist, hatte ihre zehnjährige Tochter Floren in dem ttosthause No. 1517 Nevada Str. untergebracht. Die Umgebung dortselbst erschien ihr nach näherem Bekanntwerden nicht zuträglich für ihre Tochter und sie holte sie deshalb heute von dort weg. Jr gend etwas schien an dem Mädchen nicht in Ordnung zu sein: ste sandte deshalb zur Polizei und bat. den Polizei.Arzt zu senden, um eine Untersuchung vorzunehmen. Dr. Hodgin fand das Kind in be dauernSwerthem Zustande. Nach vie len Zureden wurde endlich das Ge ftündniß aus ihm herausgebracht, daß sie in dem oben erwähnten Kofthaufe von zwei Männern, welche mit einer ekelhaften Krankheit behaftet war in verbrecherischer Weise , gemißbraucht worden sei. Capt. Asch sandte sofort die Bycicle. Polizisten AslinS und Duncan nach dem Haufe, welche die beiden Männer verhafteten. Die Namen derselben sind Ruffel Jowe. 33 Jahre alt. und Wal' ter CscnS, 29 Jahre alt. Beide be theuern ihre Unschuld. Der Polizei, arzt wird die beiden Verhafteten auf ihren Gesundheitszustand untersuchen. Schwarze Nauhdelne. Bud Hlser. ein Farbiger in No. 774 Jndiana Avenue wohnhaft, meldete sich gestern Abend 11.30 Uhr auf der Po. lizeistation und berichtete, daß er Frank Ruffel, einen anderen Farbigen, mit einem Beil über den Kopf geschlagen habe. Ruffel bewohnte ein Zimmer im Hiser'schen Hause und gestern Abend in betrunkenem Zustande insultirte er Hiser'ö 85 Jahre alte Mutter. Hiser, der ein Krüppel ist. eilte zu Hülfe und nachdem er den Trunkenbold kampfun fähig gemacht hatte, stellte er sich der Polizei. Ruffel ist nur leicht verletzt. Bon der SicherheitS-Vehorde. Die SicherheitSbehörde hielt gestern eine Versammlung ab, in der den Sa nitütSbeamten Polizeigewalt verliehen wurde. Die Sanitätsbeamten erhielten PolizeibadgeS, von denen tm ganzen 212 zur Vertheilung gelangten, davon 12 an die neugebackenen SanitätS Polizisten." Der SicherheitSbehörde ging eine Klage deS Redakteurs der Zeitung Freeman" zu, ein Organ der schwärzen Bevölkerung unserer Stadt. . ChaS. A. Parker, dies ist der Name des Klü gerS, beschwert sich darüber, daß ihm der Polizist Harry Dener im Park' Theater ohne Grund 2 Zähne auSge schlagen, ihn mißhandelt und in der gemeinsten Weise beschimpft habeZ Die Behörde will die Angelegenheit unter suchen. Heimath NnterützungsVerein. ' Ball in der Columbia Halle am Samstag, 27. Januar. Eintritt 25e; extra Dame 15e Die JuriSdictionsfrage zwischen WoodvorkerS" und CarpenterS". Unter dem Vorsitze von' Samuel GomperS, Präsidenten der American Federation of Labor, wurde gestern die gemeinsame Conferenz von Vertre tern der internationalen Verbände der Holzarbeiter und" der ZimmermannS Union zur Schlichtung ihrer JuriSdic. tionS. Streitigkeiten begonnen. Die Mitglieder der localen Holz. arbeiterUnion No. 13 sehen dem Resultat mit großem Interesse entgegen, da eö leicht möglich ist. daß die Confe renz eine Spaltung ihrer Organisation beschließt.
Lov den Kohlengrabern.
Die für gestern Vormittag festgesetzt gewesene Eröffnung der gemeinschaft lichen Conferenz zwischen den Gruben befitzern und den Kohlengrüdern fand erst gestern Nachmittag statt, da die Grubenbesitzer ihre Vorbereitungen noch nicht beendet hatten. Wichtige Fragen liegen zur Bera thung vor, so unter anderen die Zu lassung der Vertreter der Kohlengräber in den südwestlichen Staaten. ES ist möglich, daß die Grubenbesitzer sich hiermit nicht einverstanden erklären werden, und daß dann die Conferenz überhaupt nicht zu Stande kommt. Sollte dieser Fall eintreten, so wird wahrscheinlich die soeben aufgelöste Convention der Bergleute wieder zu Zammentreten, um üder weitere Schritte zu berathen. Ball der Co.L.der J. O. K. P. Die Compagnie A. der I. O. K. P. hielt gestern Abend in der Südseite Turnballe einen mit Verloosung ver. bundenen Ball ab, der einen glänzen den Verlauf nahm. Einen prächtigen Anblick gewährte eö . die stattlichen Ritter in ihren schmucken Uniformen und den Damenflor zu sehen, zu denen der Saal einen hübschen Rahmen bil dete. Zur Verloosung gelangte ein eleganter Schaukelftuhl. Die Gewinn nummer war 371. ' Der Besitzer konnte aber nirgends gefunden werden. Gegen Vorzeigung seines Billets soll ihm der hübsche Ge winn ausgehändigt werden. DaviS fiel herein. Joe DaviS. ein Händler mit altem Eisen an der Court und Erie Straße ist das Opfer, eines frechen Diebes geworden. Ein Neger kam zu ihm und erzählte, er habe eine große Quantität Eisen zu verkaufen. DaviS kam die Sache glaubhast vor, kaufte das Eisen und lieh dem angeblichen Verkäufer sein Pferd und seinen Wa gen, um das Metall herbeizuschaffen. Der Neger machte sich unverfroren da ran und stahl von der Firma Roch & Co. anDft Pearl Straße, dicht bei dem County'Gefängniß und der Polizei Station eine ganze Wagenladung aus rangirter und zerbrochener Maschinen theile, welche außerhalb deS Gebäudes unbeaufsichtigt lagen. DavlS nahm die Waare in Empfang und bezahlte dafür, im Glauben, ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Auf einmal erschien jedoch die Poli zei und steckte den leichtgläubigen Hünd ler wegen Hehlerei ein. Der Werth deS gestohlenen Eisens betrügt ungefähr $100. Wirksame Predigt, n Mechanicsville. Ja., ging ein Sermon des überall im Staate bekannten Me-thodisten-PredigersS. D. Bartle einem reichen Grundbesitzer so zu Herzen, daß er sich vornahm, fortan ein frommes Leben zu führen. Als Rev. Bartle seinem neuen Freunde den Wunsch ausdrückte, er möchte nur einmal Palästina servn, erklärte der andere sofort, daß er des Seelsorgers Wunsch erfüllen und auf seine Kosten mit ihm das heilige Land und auch andere Länder bereisen wolle. Beigabe von Kochsalz zum Futter. Viel zu wenig gewürdigt wird noch immer die Beigabe von Kochsalz zum Futter der Hausthiere. Das Kochsalz dient nicht allein dazu, gewisse Futtermittel schmackhafter zu machen, sondern befördert auch, besonders wenn sehr holzfaserreiche Futtermittel verabreicht werden müssen, die Verdauung und regt überhaupt den ganzen Stoffwechsel an. Es befördert ferner den Haarwechsel im Frühjahr und verschafft den Thieren ein glänzenderes Häar vermehrtes Wohlbefinden und größere Lebhaftigseit. Beim Milchvieh äußern mäßige Kochsalzgaben oft einen günstigen Einfluß auf die Milch-Sekretion, beim Mastvieh auf den Fettansatz, letztere', besonders 'auch bei den Schweinen, ausgenommen, dieselben werden mit viel Molkerei- oder salzreichen Küchenabfüllen gefüttert. Pferde brauchen Kochsalz nur bei schwer verdaulichem Rauhfutter (z. B. Bohnenstroh) oder stickstoffreichem Körnerfutter (Leguminosen). .
Traurig, aber wahr. Wenn das nachstehend geschilderte Vorkommniß nicht einen so starken Bei geschmack von Humor hätte, könnte man eö beinahe tragisch nennen. ES cha rakterifirt so recht das amerikanische Familienleben, von welchem die Sage geht : In Amerika singen die Vögel nicht, blühen die ' Blumen nicht, und d i e Frauen besitzen keine Liebe zu ihrem Man n." Daß der letzte Satz eine gewisse Be rechtigung hat, wurde unlängst hier in Indianapolis bewiesen. ES ist da ein reicher Leihstall'Bzfitzer. sein Name bezeichnet eine Farbe, der seit einiger Zeit' mit seiner Familie in Unfrieden lebt. Der Mann hat Geld und hat einen liberalen Characterzug. In seinem mit allen modernen Be quemlichkeiten ausgestatteten Heim fühl ten sich Frau und Kinder, denen er eine ausgezeichnete Erziehung angedeihm ließ, lang: recht behaglich. Einege räume Zeit lang trübte nichts daS gute Einvernehmen, bis sich auf einmal Differenzen einstellten, deren Ursache vielleicht allen Betheiligten selbst nicht recht klar ist; möglich, daß dieselben in einer der vielen unberechenbaren und unergründlichenEigenfinnigkeiten, L au nen deS amerikanisches Weibes ihren Grund hatten. v Die Entfremdung trat mehr und mehr zu Tage, bis endlich der gemein some Haushalt aufgegeben wurde; der Vater trennte sich von seiner Familie. Lange schienen die Beziehungen der feindlichen Parteien vollständig abge krochen; wenigstens war es so seitens der weiblichen Familienmitglieder. Nicht so bei dem Vater. Er hatte vor Jahren seiner Tochter versprochen, ihr, wann immer sie sich verheirathen würde, eine standesgemäße Hochzeitsfeierlichkeit herrichten zu wollen. Nun begab es sich vor Kurzem, daß die Tochter in den Stand der heiligen Ehe treten wollte, und der Vater, eingedenk feines Ver sprechenS, ging an'S Werk: Er traf alle Arrangements mit dem Geistlichen, schmückte die Kirche mit auserlesenen BlUmen. stellte Equipagen im Ueber flusse zur Verfügung, sorgte für Solisten zum Kirchenchor kurz, ordnete Alles bis in'S kleinste Detail auf feine Kosten. Und nicht das allein. Als der Hochzeitstag kam. begab er sich zur Kirche, trat an die Seite seiner Tochter und erfüllte alle Functionen, die einem Vater zukommen, der seine Tochter ver heirathet. Nicht ein einziges Wort wurde während der ganzen Feierlichkeit weder zwischen ihm und seiner an seiner Seite rnarschirenden Gemahlin, noch mit seinem Töchterchen gewechselt. Ein eisiger Hauch lag über der ganzen Feier' lichkelt und manchem Theilnehmer kam ein Frösteln an. Nach Beendigung der Feier beugte sich der Vater zu seiner Tochter und gab ihr, ohne etwas zu sprechen mit frostigen Lippen den üblichen Kuß. Ohne ein Wort der Entgegnung, in eisiger Ruhe, nahm er dann die Gratulationen der HochzeitSgäste entgegen und entfernte sich darauf, ohne Frau oder Tochter noch eines einzigen Blickes zu würdigen, stumm wie ein Fisch'. Könnte so etwas wohl in' deutschen Familien Passiren? Wohl kaum. Man sollte doch annehmen, daß daS Gefühl der kindlichen Anhänglichkeit bei der Tochter in der kurzen Zeit der Entfremdung zwischen ihr und dem Vater nicht so vollständig erftorben sein konnte, daß sie nicht wenigstens ein Wort der Anerkennung für ihren Va ter hätte finden können. Aber nichts dergleichen geschah. Mutter sowohl wie .Tochter nahmen die mit soviel Opferfreudigkeit gezollten Aufmerksam ketten deS Gatten und Vaters gleich gültig, als selbstverständlich gewisser maßen, entgegen. Der Mutter kam nicht ein einziges Mal der Gedanke, daß
das Verhalten ihres Mannes vielleicht einen Annäherung? Versuch bedeuten sollte. Und da sagt man noch, daß manche amerikanische Gatten von ihren Frauen und Töchtern nicht wie Schuhputzer be handelt werden!
Aus den Gerichten. Bundesgericht. Di'.- General Electric Company von New Aork hinterlegte im Bundesgericht eine Klage gegen die Commercial Eelec tric Company, weil letztere Armature CoilS", die erst genannte Company sich Patentiren ließ, nachahmte. Kriminalgericht. Vor Richter Alford hatte sich Anna McAllifter zu veraneworten, die Frau Ella Watts eine $12 enthaltende Börse stahl. Der Fall wurde auf ihr Ver langen auf Samstag vertagt. Wegen KleindiebftahlS wurde Ray Stanford zu einer Gefüngnißstrafe von
30 Tagen und zu einer Geldstrafe von S1 verdonnert. Superiorgericht. Der Zwangsverwalter der Englifh Hotel Company. Wilder N. Gannon, reichte seinen Bericht über die bestehen den Bedingungen in Richter LeatherS Abtheilung im Superiorgericht ein. Forderungsklagen. Gegen die Stadt Indianapolis reichte Elisabeth Abromet eine Forderung?' klage -im Betrage von $15,000 ein. Schadenersatzklage. Die Tracht Prügel, welche Alb. A. Hocker in John I. Roller'S Re staurant, 307 West Washington Str. erhalten hat, werden Roller teuer zu stehen kommen. Er verzehrte im Re staurant etwas, als ein Fremder in's Lokal kam und Hocker Prügel verab reichte. Hocker macht den Wirth für die Prügel verantwortungsvoll und hat nun gegen denselben eine Schadener satzklage im Betrage von $5000 einge reicht. Gegen die Cincinnati, Hamllton & Dayton Eisenbahn hat Harry Linde mann Schadenersatzklage im Betrage von $15,000 angestrengt. Weil Mike HarakaS, der berüchtigte Restaurantbesitzer in Washington Str., den Neger Elwood Smith thätlich an gegriffen hat, strengte Smit gegen den selben Schadenersatzklage im Betrage von L2500 an. Jda Coole verklagte die Jndiana polis Traction und Terminal Co. auf S1500 Schadenersatz. Scheidungsklage. Ruth Denney strengte gegen Wm. Denney Scheidungsklage an. Scheidungsklage strengte E. L. Bullock gegen Marie C. Bullock an. Polizeigericht. . Den Großgeschworenen wurden John Chambers' und John Hassner wegen Angriffs mit der Absicht zu tödten Überwiesen. Die Leute schlugen sich, weil Haffner, der Fuhrmann der Home Brewing Co., seinen Wagen vor Cham berö HauS stehen ließ. Der Schankwirth Joseph Schön, 366 Massachusetts Ave., wurde zu einer Geldstrafe von S10 verurtheilt, weil er am Sonntag' geistige Getränke ver kaufte. John Merkel und Jof. Baughman, die sich wegen thätlichen Angriffs zu Verantworten hatten, wurden steige, sprachen. Zu $35 Geldstrafe wurde Tony Heldman verknastert, desselben Ver gehen? halber. Kindergericht. Unter $200 Bürgschaft stellte Richter StubbS vom Kindergericht zwei junge Leute, unter 20 Jahre, die 2 junge Mädchen in Smith'S Annex. 433 Ost Washington Str. gebracht hatten und dies auch zugaben. Ihr Fall wird' am 5. Februar zur Verhandlung gelangen, an dem sich auch Smith und sein Nacht Clerk ween stttlichen'VergehenS zu ver antworten haben. Henry I. R e i n k e n. besser bekannt als Hank Reinken, 514 Oft Washington Str. Helles und dunkles Capital City Bier stets bei mir an Zapf. GouverneurCarter krank. i H o n o l u l u, 25. Jan. Gouverneur Gartet lft bedmklich erkrankt. Die Symptsme deuten auf Typhus.
Nachrichten aus Jndiana. Der Fall des Bürger meifters Bidamann. T e r r e Haute. 25. Januar. Das Verhör im Jmpeachment" Ver fahren gegen den Bürgermeister Edwin I. Bidamann vor dem Stadtrathe von Terre Haute hat, was die gerichtliche Verfolgung anbetrifft, beinahe fein Ende erreicht. Einige Zeugen wurden gestern verhört. Die Anklage wird wahrscheinlich ihren Theil de? Falles bis 'zum Abend beendet haben. Man sagt, daß drei StadtrathSmitglieder nicht für die Verurtheilung des Bür germeisterS stimmen werden, ganz gleich, welches BeweiSmaterial borge bracht wird. DaS Schicksal deS Bür germeisterS Bidamann hängt von den drei anderen-StadtrathSmitgliedern ab, da zwei Drittel der Stimmen (sechs) zur Verurtheilung nothwendig sind. Verhör des Advokaten Eacockwiederldufge ' n o m m en. Lafayette, 25. Jan. Das Verhör deS Advokaten Eacock, welches vor ein paar Tagen in Folge einer plötzlichen Erkrankung deS Angeklagten unterbrochen werden mußte, wurde ge stern im Kreisgericht wieder aufgenom men. Der Richter Vinton hatte sich bei dem Arzt erkundigt, ob der äugen blickliche Zustand deS Kranken eine Weiterführung der Verhandlung er laubte. Auf die bejahende Antwort deS Arztes wurde der Kranke in einem Krankenstuhl in daS Gerichtszimmer gebracht. Seine Frau, Tochter und Krankenpflegerin faßen während der Verhandlung an feiner Seite. Das Gesicht deS Advokaten war blaß und verzerrt. Während des Verhörs wurde entdeckt, daß Charles E. GrimeS der Hauptzeuge deS Eacock Falles im Sep tember 1884 eine Gefängnißstrafe we gen ' Großdiebstahls abgesessen habe. GrimeS ist wieder nach Guthrie, Okl., zurückgekehrt, und kann vielleicht nur mit Schwierigkeit zurückgebracht wer denj Der Richter Vinton entschied, daß GrimeS Ausage, trotz seiner frühe ren Bestrafung als Beweismittel gelten folle.' NodleSville, 25. Jan. A. GumbertS, ein Schuhkaufmann, hat sich vom Geschäft zurückgezogen. Die Waitwright Trust Company hat die Weiterführung deS Geschäfts über nommen. M o r g a n t o w n, 25. Jan. George Obenfhain, 34 Jahre alt, fiel gestern in seiner Wohnung todt zu Boden. Er war vor 65 Jahren von Virginia nach Morgantown überfiedelt und kränkelte seit mehrersn Wochen. Lafayette, 25. Jan. Blaine Lang, 19 Jahre alt, einer sehr respek tablen Familie in West Lafayette an gehörig, wurde gestern von dem Richter Dehart zur Strafe nach der Jndiana
Reformanstalt geschickt, weil er seinen Bruder mit einem Beil zu tödten ver sucht hat. Lang ist ein professioneller Vagabund und weigerte sich bei seinen Eltern zu wohnen. Libanon, 25. Jan. Fräulein Ruth VooriS, eine sehr bekannte junge Dame in Lebanon, wurde ge,tern von einem Zuge der Big Four überfahren und sofort getödtet. Fräulein VooriS wollte in einem Buggy auf'S Land fahren, um Verwandte zu besuchen. An dem Bahnübergang der Big Four Bahn, wurde sie von einem heranfah renden Zuge gefaßt und bis zur Un.' kenntlichkeit zerstümmelt. Die Verun glückte war 20 Jahre alt und Tochter der Frau L. H. Ballard. . K o k o m o . chi. Jan. Vier Ein brecher versuchten die EtateBank in Greentown heute Morgen 3 . Uhr zu berqnben. Nachtwächter Daniel Riley überraschte die Spitzbuben bei der Ar beit und eine Schießerei folgte, bei der jedoch Niemand verletzt wurde. Von den would.be- Räubern, welche in der Dunkelheit entkamen, hat man noch keine Spur. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S .Longfellow''.
