Indiana Tribüne, Volume 29, Number 130, Indianapolis, Marion County, 25 January 1906 — Page 3

Jndlana Müne, 23. Januar WOG.

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Die Opfer der Tiefe. Blutiger Zusammenstoß zwischen chinesischen und französischen Truppen. Die Äkarolko-Konferenz. Vorläufig keine venezolanische Blockade. Kwirila in Flammen.-Munition nach Port de Pnnce. -

Britisch.Columbia. Von der Valenci a"K a t a ft r o p h e. Victoria. B. (5., 24. Jan. Die Dampfer Quem" und Salvar" waren nicht im Stande irzend eineVer bindung mit dem Wrack deö Dampfers Valencia- herzustellen und man glaudt kaum, daß eS möglich fein wird diese' lenigen, die an Bord verblieben sind. zu retten. Jütx Tug Zzau" und der Dampfer Topeka" haben , hier eingegangenen Nachrichten zufolge daS Wrack erreicht. aber man glaubt, daß daS Schiff bei ihrer Ankunft in Stücke ging. Generalmanager Pearce von der Pacific Coast Steamfhip Company-, der sich etzt in dieser Stadt befindet. sagte gestern Abend, daß die Valen ci- für ungesäh, 150,00 vnsicher ,(j D.iertcl tos Stimme fällt aus Mguivjk uns on k,i am eint unw I ,'X:v..n Jt A0AnrrTstCI I ummcM 9ycilwu m San Lxranttco. Victoria, B. E., 24. Jan. Die Liste der Mannschaften des efchei terten Dampfers Valencia" lautet : Frau Orchard. Proviantaufseherin; T. McCarthy. HochbootZmann; C. A. Lmdur, Jimmermann ; . Oöland, Nachtwüchter; M. Tarpy. Quartiermeister; R. Carlsen, I. Montgomery, A. Johnson, Mate deö Quartier meiZerS; T. Lamfm, I. G. Williams, W. GoZlin. R. ShieldS, L. Olfen, C. Brown, L. T. Ahlsten. John Mark. Seelute; Ben. Locke, Decksunge; Ferner John T. Lynch, A. Pickering, C.

F.Gamage, Wllltam yarper, j. M58oot. cvn dem anderen Boote beim

lehanty. P. Primer. M. St. Clair, w. www, 3. sperom, 0. maia, t m crn:rr cy oiii..Hi I ;uiuii, p. Jiiu, o 2. O. Hancock, I. Cameron. I. John son, Charles F. Luhme (Bäcker). L. crr. cv r i-- . m in rr rr

Ziuins; i$. i5 vugyes, vxam, v.ane Tockter verlor.

Welch, W. Raymond, F. Martin, I. McCarthy, C. H. MeCarney, C. E. Frogge; John M. Bell. I. B. Cle mentZ, P. V. O'Brien, S. Römers, I. Walsh, John Wallace. F. B. ConnorS und C. Houddinott. tiWelkeuno Indianer untergegangen. Victoria. B. C.. 24. Jan. Der Marineagent Kapitain Gandin, erhielt gestern Abend von dem LeuchtI . ... rr , yau-warier vaiin.in armanaq n r. lim. lr.l--l Telegramm oe nqa5, oaB oas Brett, auf dem der Name des Echoneis an zu tt,en ist, m. oer Brandung in der Nähe von hier gefun. den urde. Der Schoner Fawnverließ das BeringSmeer im letzten Ok. lover um ncy Ylttyer zu oegeoen. &ui . n ..rjt- cm cn w I ocm in er verzollen, n oro oe. fanden sich 5,502 SeehundSfelle, C weiße Münner und 21 Indianer. Die Valencia- segelte von San Franci-co am Sonnabend um 11 Uhr ormtt.ugs um vii nu einer Besatzung von 60 Mann ab. DaS Schin trat an Stelle deö nicht seetüchtigen Dampfers City of Pueblo. Dies Ha k,Z 11 rtvm XTnn Wff OaM. um Wlt aiH um ugn,on nq m ,cinem vyrzeuge cem Eingange der Straße näherte, v...v . nÄ.i o:. ozzi.i iu muua. w ,,iau giauoien, nc? m oercaye oes umattua Riff.LeuchtschisseS zu befinden, welches in der Nahe des Kap Flattery ftationirt :n a:.k n...r.: ;tuurfiUrfi cm mw Nebelhorn an Bord. Der Kapitän ließ von seinen Leuten Messungen mit dem Senkblei vornehmen, wobei man nur 30 Jaden Wasser ermittelte; gleich darauf rannte der Dampfer auf einige Riffs an der Küste, wodurch das Schiff dermaßen erschüttert wurde, daß alle Leute an Bord wach wurden. Der Dampfer saß nicht auf dem Riffe fest und wurde sogleich ins tiefe Wasser zurückgestoßen, aber infolge des Stoßes gegen den Felsen begann er sich mit Wasser zu füllen. Die Heizer theilten dem Kapitän mit, daß da? Wasser sich in den Mafchinenrauc: ergösse. Die Heizer und die Feuerlcute muß ten sich an Deck begeben, doch ehe sie dies thaten, ließen sie das Schiff mit größter Eile gegen die Küste rennen. Zwei Boote, in denen sich Frauen und Kinder befanden, wurden gegen den Dampfer geschleudert und gingen sammt den Insassen unter. .

Nachrichten zufolge, die der Dampfer Queen" nach Seattle, Washington, brachte, sollen von der Besatzung der Valencia" 140 Personen ertrunken sein. Seattle, Wash., 24. Jan. Ein Spezialtelegramm der TimeZ" von Banfield sagt, daß die Valencia" in Stücken ging und daß alle an Bord be sindlichen' Leute umkamen. T a c o m a , Wash., 24. Jan. Der Dampfer Salvor- kehrte nach Victoria mit 60 Leichnamen, die von der Katastrophe des Dampfers Va lencia" kamen, zurück. DaS Schiff sollte heute Nachmittag um 4:30 Uhr in Victoria eintreffen.

Victoria, 24. Jan. Hier lief die bestätigte Nachricht ein, daß alle Leute an Bord der Valencia" den zg.llkn jum 0pf mi, au5. 15 M( ß ,,(,. Die Namen dieser 15 Personen, die n.ws.fnw rs i, fnT Vk.tkVVIIVV vw ' genden: F. F. Junker, früher Affistent.Su pnintendent der Schulen in Santa U0fa 6tti der seine Frau und zwei Töchter verlor. I. Richley, Heizer. ßQrI Samuel. 1. Klasse.Vassaaier. ö0n Seattle, m,;,, o cMG,aM,Bnni,r hnn f W ."MMMV W Seattle. 53rotDN. 6i'n Jgpse. Namens Hasoda. von akland nach Seattle. Diese Leute waren in dem einen Leuchtthurm befanden sich: t I. McCarthy, HochbootSmann. . ThoS. ShteldS. . Campdell, ein 2. Klaffe-Passa. flicr ber fcine grQU unb rdne 16 ' B. N. LedhoS, Heizer. Albert Wells, 17 Jahre alt, von der Marine der Ver. Staaten. John Mark. W. Goslin. T. Lamson. C. Brown, 11 Jahre alt, von San Francisco, Cal. Die Unglücks. Küste. . P o r t l a n d, Oreg.. 24. Jan. We iae Vlüke der Welt aiebt es. wo so " " " i-SchlffS-Ktttaftrophen vorkommen, tu T--T W an der Wenküne von Nanknnr. schiffe mit einem Verlust von 711 Menschenleben gingen hier innerhalb ber Iefeten 40 cvQfi m runde. Folgendes ist eine Liste der unterge. amnm Schiffe, bei denen mehr als 10 Menschen ertrankenBarke Jodn Brlabt. 1867. 14 Ner sgen; Dampfer Pacific. 1875. 250; Schiff Grace Darling. 1b73. 15; Barke Malleville. 1832. 20: Sckiff Sierra Nevada, 1886, 13; Schiff öarvey ills, 1836, 13; Barke Eldorado, 1337, 15; Schiff St. Stephen. 1837, 20; Siff vanboe. 1894. 23: Dam. Montorra. 1894, 30; Dampfer 1 tteeweenah, 1894, 31; Schooner Jane Grey, 1898, 34; Kriegsschiff Condor, 1902 80; $omx Triumph, 1904, ' rf ' 32 und Schiff Lamorna, 1904. 26. China. Vom Eindringen derChi M v NestN lN Tonkin Ma rsaille, 24. Jan. Chinesische kuppen drangen in Tonkin, Franzö fisch'Judo.China ein. Sie stießen da mit emer sranMschm Streitmacht zu lammen, welche 400 Mann zählte und von der 150 Europäer waren. ES folgte ein dreistündiger Kampf. Die Chinesen wurden geschlagen und erlitten einen eriuft von 300 Todten und 300 verwundeten. Die Franzo sm verloren an Todten 16 Mann vsn der Fremdenlegion und 29 Annamlten Spauien. Nahmen alle Artikel bett Verhinderung des Was fenschmuggelö a n. , A l g 1 1 i t a 5, 24. Jan. Die ma rolkanische Conferenz nahm heute alle Artikel betreffend deS Berichtes des Co miteS über Verhinderung des Waffen I schmuggelS an und pasfirte dann zur

Betrachtung der ökonomischen Fragen. Die spanische Delegation bekannte sich mit allen vorläufigen Abmachungen, die bereits den Delegaten unterbreitet wurden, einverstanden. Die Conferenz wird sich als Comite des Ganzen mor gen versammeln, um daS ökonomische Project zu prüfen. Frankreich zählt noch immer auf die Unterstützung Großbritanniens, Ruß. landö, Spaniens und Portugals, aber die Hoffnungen, die es sich auf die Un terstützung der Vereinigten Staaten don Nord Amerika gemacht hat, dürfte zu Wasser gehen, da die Vereinigten Staaten die französische Regierung in ihren Bestrebungen schwerlich unter, stützen werden. Deutschland erklärt, daß sein Prin zip. nämlich Gleichstellung für alle Nationen in Marokko nicht nur von den Vereinigten Staaten von Nord amerika, sondern auch von Oesterreich und Schweden unterstützt werde. Italien befindet sich dagegen in einer ganz außergewöhnlichen Verlegenheit. Erstens ist Italien ein Verbündeter Deutschlands und hat daher nach dieser Seite hin Rücksichten zunehmen. Dann ist eS mehr für die Gleichstellung aller Nationen in der Marokko.Affaire. Außerdem besteht aber noch ein ge heimer Vertrag mit Frankreich, den Italien im Jahre 1892 mit Frankreich abschloß. In diesem geheimen Ver

trage, dessen Wortlaut bisher nicht be annt gegeben wurde, verzichtete Jta ien auf alle Ansprüche in Marokko zu Gunsten Frankreichs. Infolge dieses geheimen Vertrages erwartete nun Frankreich, daß Italien mit ihm Hand n Hand gehen würde, doch weigert sich Italien dies zu thun. Belgien befindet sich auch in keiner rosigen Lage. Mit Schrecken hat eö die Marokkokonserenz herannahen sehen, denn eS denkt, daß die Mächte auch ineS TageS eine Kongostaatkonferenz abhalten werden, in der über das Schick al des KongostaateS in ähnlicher Weife gesprochen werden soll wie nun über Marokko. ES glaubt daß Frankreich und Deutschland diese Angelegenheit vielleicht nach der Konferenz auf'S Ta pez bringen werden. Die vorhergehenden Ansichten ftam men aus dem Gedankenaustausch her, den die Delegatcn nnter sich abhielten. Die britische Villa ist der Mittelpunkt dieser Versammlungen und die franzö sischen und amerikanischen Delegaten find häufige Besucher da. Die amerikanischen Delegaten haben auch Unterredungen mit den sranzösi chen Delegaten gepflogen. Diese Un terredungen hatten eine lange Dauer und waren von ernstem Charakter. Eine Monroe-Doktrin in Nordwest. Afrika. AlgeciraS, 24. Januar. Die vertraulichen AuStauschungen die jetzt zwischen den Repräsentanten der Mächte in der marokkanischen Konferenz statt nnden, am die sqwterlgketten er kennen, die zwischen Frankreich und Deutschland sich entwickeln dürften, da sowohl Frankreich als Deutschland schwerlich zu einer Einigung gelangen werden. Die deutschen Delegaten erklären, an der ganzen Angelegenhllt nur das eine Interesse zu haben, nämlich gleiche Rechte für alle Rationen zu verlangen. Die französischen Delegaten auf der anderen Seite bestehen dagegen darauf, daß Frankreich, durch die Verhältnisse gezwungen. Interesse ergreifen muß. Seit acht Jahren habe es Marokko ge genüber eine active Politik befolgt, und da eS zahlreiche Vortheile erhalten. sollte man nun nicht verlangen, daß eS sich mit derselben Stellung' wie die der übrigen Mächte, welche nicht solche Le bensinteressen wie Frankreich dort ha ben, begnügen sollte. Mit anderen Worten, Frankreich stellt eine Art MonroeDoktr!n für seine Besitzungen in Nordwestafrika auf ES hat eine Position gegen Marokko er worden und hält noch eine Position ge gen Marokko, wodurch der gleiche po lltische Einfluß' mit anderen Mächten unmöglich wird. Deutschland besteht auf politischer Gleichheit mit viel größerer Zähigkel als es mit der Frag? ökonomischer Gleichheit thut. Der wirkliche Kampf dürfte aber über die politische Zukunft Marokko'S entstehen. Frankreich würde eher seine Delegaten von der Konferenz zurück rufen als das politische Schicksal Ma rokko's von einer internationalen tton trotte abhängig zu machen. Dieses Gefühl herrscht unstreitig bei den Mit gliedern der französischen Delegation vor. Frankreich weigert sich von dem

ausgeschlossen zu werden, waS es schon innehat, da eS durch seine territoriale Ausdehnung in Afrika einen großen Einfluß besitzt. . Rußland. Juden Concessionen ge. währt. St. Petersburg, 24. Jan. Wie heute weiter gemeldet wird, sind den Juden in den russischen Provinzen,

n denen sie das WohnungSrecht genie. ßen, weitere Concessionen gewährt wor den. Sie können nämlich außer diesen bestimmten russischen Provinzen noch in 33 anderen Plätzen und in den Land diftricten wohnen, wo ihrer Niederlas. ung keinerlei Schwierigkeit in den Weg gelegt wird. Stadt in Flammen. S t. Petersburg, 24. Jan. Die Stadt Kwirila, im Kaukasus, steht in Folge eines Gefechtes, welches zwischen den Revolutionären und den Truppen stattfindet, in Flammen. Viele Personen wurden getödtet. Man erwartet bald, daß der Verkehr zwischen TifliS und Batoum wieder heröeftellt wird. Die revolutionäre Bewegung in den Distrikten Walck und Batotum im Gouvernement Livland endete mit der Ankunft von Truppen unter dem Kom mando deS Generals Orloff. Frankreich. KeineBlokade. Paris, 24. Jan. In Minister. reisen ist man recht verschnupft über die veröffentlichten Berichte, die der ranzöfischen Regierung Unentschlossen heit und Nervosität in Bezug auf die venezolanische Frage verworfen. Ein ehr hoher Beamter protestirte energisch gegen diese- Auffassung der Dinge. Er sagte, daß Frankreich eS bisher ver standen hätte, ohne unwillkommene Rathschlüge mit den venezolanischen Angelegenheiten fertig zu werden und würde auch in Zukunft zur rechten Zelt die rechten Mittel finden, um seine Rechte zu wahren. Auf eine directe Frage, ob die Blo ade der venezolanischen Küste angeord nct sei. gab er eine verneinende Ant wort. DaS öffentliche Interesse an dem ve. nezolanischen Zwischenfall nimmt be. ständig ab. ES besteht allgemein die Anficht, daß eine Blockade völlig nutz. öS wäre, da Venezuela einen Verkehr über Columbia leiten kann und ein solcher Schritt dem Peüsidenten Castro außerdem zum Vorwand dienen würde, die Zahlung der Verbindlichkeiten , an andere Mächte, welche durch Abliefe rung der Zölle geschieht, zu 'unter. brechen. Ein solches Vorkommniß würde Frankreich in seinem Verhältniß zu die sen Mächten in eine delikate Lage drin gen. Munition nach Port de France geschickt. Paris, 24. Jan. Eine Depesche von Lorient sagt, daß Befehl ertheilt wurde, große Quantitäten Munition nach Port de France, Insel Mar tinique für die atlantische Division der französischen Flotte, die jetzt in vene zuelanischen Gewäffern krenzt, - zu schaffen. Dekorirt Amerikaner. Paris. 24. Jan. Die franzöfi sche Regierung verlieh folgenden Ame rikanern folgende Klassen deS Ordens der Ehrenlegion: . Dem Herzog von Loubat, New Jork, zum Kommandeur der Ehrenlegion; den bekannten Heizer von Philadel phia, LewiS S. Ware zum Offizier der Ehrenlegion; Laurence Benet, Ritter der Ehrenlegion; I. ParsonS, der pro minente elektrische Ingenieur von New Vor! zum Ritter der Ehrenlegion. Bulkan-Ausbruch Zerstört deutsche Besitzungen in 4 Savaii. Berlin. 24. Jan. Alle Dörfer auf der Insel Savaii. eine deutsche Be fitzung zur Samoa Gruppe gehörig. wurden durch den erneuten Auöbruch eines Vulkans zerstört. Sämmtliche Pflanzungen der Insel find ruinlr und die 13,000 Bewchner, die ihr ganzes Hab und Gut verloren, befin den sich in großer Nothlage. Savaii ist die größte der deutschen SamoaJnseln, . ungefähr 50 Meilen lang und an der breitesten Stelle 30 Meilen weit; die Bewohner bauten au dem fruchtbaren Lande zumeist Baum wolle, ttassee, Ingwer, Gemüse und Früchte.

Eifersucht Führt zu Familientragödie,

MarrinSburg, W. Va., 24. Jan. In eifersüchtiger Raserei brachte ChaS. P. Heß seiner Frau tödtliche Schußwunden bei, gab mehrere Schüsse auf seine beiden kleinen Kin der ab und erschoß sich dann selbst. Frau Heß wird die Nacht nicht über. eben. Delegat verschwunden. D e S M o i n e S, Ja., 24. Januar. John Freeftone, der vor 2 Wochen zu der Convention der Kohlengräber nach Indianapolis reiste, ist dort nicht ange ommen und . spurlos verschwunden. Da er eine beträchtliche Summe Geldes mit fich führte, wird vermuthet, daß ein Verbrechen begangen wurde. ' NeuePoftmeister. Washington. 24. Jan. Der Präsident ernannte heute folgende Post. meister: Jndiana Martin V. Starr. Go. hen; Sherman L. Keach, Bedford; George D. Taylor, Worthington. Ohio Plympton S. Läbarger, Shelby. G e n e r al p o st m e i st e r gibt Aufklärung. .Washington,. 24. Jan. In Beantwortung der vielen Anfragen, ob wirklich die Absicht bestehe, die freie Ablieferung von Postsachen in solchen Landbezirken, wo der Verkehr ein schwa cher, einzustellen, erklärte der vierte Assiftenz.General.Postmeifter DeGray, daß dicS keineswegs der Fall sei. Wo mmer die Patronage einer ..Rural Free Delivery Route" eine schwache ist, wird zuerst der Versuch gemacht, diese Patronage zu heben, dann, wenn dies sich als nutzlos erweift, wird die Route verändert, bezw. vergrößert: wenn auch dies erfolglos bleibt, wird versucht, die Ablieferung der Postsachen anstatt täg. ich, alle zwei Tage zu besorgen und erst, wenn alles dies nicht eine Hebung deS Verkehrs herbeisührt, wird erst die gänzliche Einstellung der Postbestellung in Erwägung gezogen. Obgleich keine Bestimmung darüber eriftirt, wieviel Stücke in den Landbe zielen zur Bestellung kommen müssen, um die Beibehaltung der freien Ablie. ferung zu garantiren, so wird doch ge wohnlich von den Postbehörden ange. nommen, daß 2000 Stück Postsachen pro Monat hierzu erforderlich sind. Viel Söuld an der schwachen Patro. nage in manchen Landbezirken ist der Umstand, daß die Bewohner sich dem System gegenüber ablehnend verhalten Großbritannien. Edward und Alexandra wollen Parlament eröffnen. London. 24. Jan. ES wurde osn,iell bekannt macht, daß König Eduard und Königin Alexandra am 19. Februar formell daS Parlament eröffnen. Das frnuS der Gemeinen wird fich am 13. Febr. versammeln. . Ein Sprecher wird dann gewählt werden. Der Ren der Woöe wird mit Vorder Handlungen in der Administration an derer Mitglieder des Haukes vervracy: werden. Ueber die PcrsönlilZikcit San Giu lianos, dos neuen italienischen Ministers deö Auswärtigen, und feine Stelluna zum Dreibund lassen fich jetzt auch italienische Blätter vernelimcn. (rittgegen den Zweifeln die einige Blä tcr bezüglich der Haltung San Gin lianos gegenüber Oesterreich hegen, erklärt die Tnbuna"San Ginliano habe einen zu erleuchteten Geist, n:n der klugen und würdigen Politik sei' ne5 Vorgängers untreu zu werden. Keiner seiner Akte werde gegen dio Grundlagen der italienischen Au5 landspolitik: Frieden und Loyalität verstoßen. Ter Maltino" schildert in einem interessanten Leitartikel, den Politischen Augenblick, in dem San Giuliano die Erbschaft Tittonis übrnimmt. Als das letzte ' Kabinett (Giolitti-Tittoni) ins Amt trat, stand es einem politischen l?chec Italiens (Gemeint ist der Versuch, eine Vcrän dcrung in den Beziehungen zu den Allianzmächtcn herbeizuführen. Anni. d. Red.) gegenüber. Da hieß es, mir Volldampf, aber doch ohne Ucberci lung zurückgehen, eine unkluge Poli tik aufgeben, ohne damit dem Land cinc große Demüthigung zuzuziehen, hieß es ferner, das Vertrauen d?r al ten Alliirtei zurückgewinnen und das der neuen Freimdc nicht verlieren. Dies alles erreichte Tittoni in best möglicher Weise und unter völliger Wahrung' der nationalen Würde, und die Person seines Nachfolgers ist eine Bürgschaft dafür,, daß seine Politik nur eine Fortsetzung der Politik Tit tonis sein wird."