Indiana Tribüne, Volume 29, Number 125, Indianapolis, Marion County, 19 January 1906 — Page 4
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Indiana Tribüne. Hnaug,aebe von der dkg B. LndumapoliS, Ind. Karr) O. Thudw Präsident. VeschäftSloealt No 31 Süd Delaware Straße. telcphone ss.
Hntered Rl the Pott Office ot Indianapolis as sccond dass matter. Japan's Absichten Die Dresdener Nachr.- besprachen die durch die Erfolge Japan'S geschaf fene Neugegaltung der Dinge in Ost asien, du in dem japanischen Protek torat über Korea und dem in diesen Tagen unterzeichneten japanisch-chine-fischen Vertrage ihren markantesten Ausdruck finden. DaS Blatt führt u. A. auZ: Hat' Japan Korea erst in sicherem Besitz, so ist eS in Verbindung mit seinn gewaltigen maritimen Stellung und als Herr von Kwantung mit Port Arthur der unumstrittene Beherrscher des ganzen Japanischen und Chi nesischen MeereZ. Darüber hinaus aber bietet sich Ja. pan auch die ersehnte Möglichkeit, von Korea aus in das Mandschurei'Gebiet zu Lande hineinzuwachsen und dadurch zu Lande, ebenso roie zur See, eine UN' unterbrochene Verbindung mit Port Arthur herzugellen. Diesem Zwecke dient hauptsächlich der chlnesisch.japanl sche Vertrag. Wenn sein Inhalt NÜtürsichauch noch nicht bekanntgegeben ist, so weiß man doch jetzt schon, daß er weitgehende Zugeständnisse an Japan enthält, zu denen sich China wohl oder übel unter sanftem Druck hat entschlie ßen müssen. Wie groß diese Zugeständnisse sein müssen, geht schon daraus hervor, das im Verlause der Verhandlungen Teutschland, Frankreich und Rußland gemeinsam Einspruch gegen verschie dene Punkte erhoben haben sollen. Das hat jedsch nur den Erfolg ge habt, daß man neben dem offiziellen einen geheimen Vertrag zurechtgestutzt hat, der alles das enthält, was man vor der Welt nicht auSfprechen darf und mag. und es ist nicht uninteressant, daß gerade englische Blätter hierauf zuerst mit Nachdruck aufmerksam gemacht haben. Selbstverständlich wird man den wahren Inhalt und die wlrklche Be deutung deö neuen japanisch'chinefischen Vertrages nicht nach harmlosen Biber meler-Paragraphen beurtheilen dürfen, die in nächsterZZeit der mehr oder min der gläubigen Welt geoffenbart wer den. Man wird seinen Inhalt viel. mehr auZ der ganzen- neuen Con ftellation der oftasiatischen Verhältnine ziemlich genau deftilliren können, ohne sich allzu phantastischer Combination? gäbe schuldig zu machen. Erstens will Japan sich, vie Führer schast in China bei der jetzt langsam dort einsetzenden Reform des gesamm ten EtaatSwesenS sichern, indem eS die Reorganisation auf verschiedenen Ge bietendes öffentlichen Lebens, besonders auf dem des Armeewesens in China in die Hand nimmt und gleichzeitig durch Ausbildung der chinesischen Studen tenjugend an seinen Hochschulen daö beiderseitige KulturgemeinschastSgefühl zu stärken sucht. Weiter will sich Japan dieselben Con cessionen in der Mandschurei, wie sie Rußland bis jetzt hatte, verschaffen. hauptsächlich, um diese an Getreide, Mineralien und Kohlen so überaus er tragreichen Gebiete wirthschastlich auZ zunützen. denn Japan braucht Geld, um sich von den Kosten deS letzten Krie geS zu erholen und seine Rüstungen für die Zukunft weiter fortführen zu kön neu. Gleichzeitig hat Japan dabei na türlich die Stärkung seiner Stellung Rußland und China gegenüber im Auge, denen eZ beiden nicht traut, da sie die einzigen Rivalen sind, die ihm in Zukunft doch noch einmal gefährlich werden können. Gleichviel Thatsache ist. daß, wenn Japan in China einen ausschlaggebenden Einfluß bekommt und gleichzeitig in Korea und in der Südmandschurei dominlrt, . daö von Europa geforderte Princip der fvffenen Thür- für den Handel ein frommer Wunsch bleibt, denn wer ein Wirth schaftS.und HandelSgeblet thatsächlich in der Hand hat, braucht es nach außen hin formell nicht erst zu schließen; eS ist an sich den anderen Mächten schon verschlossen. Die beste 5 Cent Cigarre in dn Stadt, Mucho'S .Longfellow".
Nänkespinner
In bekannt leidenschaftlicher Weise kam Sen. Tillman, der Heißsporn von Süd.Carolina den Gegnern deS Präst denten Roofevelt gestern zu Hilse, in dem er den imperialistischen Wind, der im Weißen Hause seiner Anficht nach weht, zum Grund seiner bitteren An klage gegen den Präsidenten Roosevelt machte. Der Fall der Frau MorriS, welche wie z. Z. gemeldet aus dem Weißen Hause zwangsweise entfernt worden mußte, war sein Angriffspunkt. Nun ist Senator Tillman einer von den südlichen Kavalieren, welchen sich durch ein löbliches Zartgefühl füe alles Weibliche in Fleisch und Blut über gegangen ist. Seine Ritterlichkeit hätte ihn jeden, falls auch zu einem gleich bitteren An. griff auf einen demokratischen Prüft, denten aeranlaßt. Man mag seine Kritik, welch', er gegen daö Haupt der Nation richtete, verdammen, aber der Vorwurf der Unehrlichkeit kann ihn nicht treffen. Viel bedenklicher, weil gemein und wohlgeplant hingegen, muß die tückische Feindseligkeit, welche die republikani schen Monopolschranzen lm' Senat ge gen den Präsidenten üben, berühren. Mit unheimlicher Plötzlichkeit wurde auf Betreiben dieser Leute ein Senats. Comite inftrulrt. sofort die Beschul digungen welche Poulwey Bigelow, der fahrende Journalist und Interviewer gegen die Verwaltung der PanamaKanalbauer erhob zu untersuchen. Es liegt sür den unbefangenen Be obachter jedenfalls klar zu Tage, daß das Untersuchungscomite nicht in Thä tigkeit tritt um etwaige Uedelstände. die in der Canalzore herrschen mögen; zu entdecken und denselben abzuhelfen. Wenn ber Senak Veröffentlichungen in den verschiedenen Journalen oder Zeitschriften, welche Beschuldigungen gegen die Administration oder die Vor. gänge im Senat erheben. Aufmerksam keit schenken wollte, so müßte er ein stehendes UntersuchungSComite ernen nen. um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Der Senat hat dies bisher nicht ge than, auch nicht in Füllen, die ihn besonders nahe angingen, weil seine eige ne Integrität in Frage gestellt wurde. Wir erinnern nur an die famose Depesche deS Standard Oel Trust an Senator Aldrich, in welcher die bündige Weisung gegeben wurde, daß ein ge wisser Strafparagraph in der damals dem Senat vorliegenden AntiTrust. Vorlage nicht angenommen werden dürfte. Wenn jemals, so war es dann an der Zeit, eine rücksichtslose Untersuchung anzustellen, denn die Ehrenhastigkeit deS Senates kam in Frage. Die gesamnite Presse des Landes be. sprach damals den Vorfall, aber trotz. dem sah sich der Senat nicht bemüßigt, ein Comite zu beaustragen, die Angc legenheit zu untersuchen und den Senat von dem Makel zu befreien, der ihm angeheftet wurde. Daö Comite ist auch diesmal nicht ernannt worden, um im Interesse des großen CanalunternehmenS die Wahr heit zu erfahren. Die von Bigelow erhobenen Beschul digungen sollen nicht untersucht, son dem breilgetreten werden, um Miß trauen gegen die Administration zu er. wecken. Daß dies den Ränkespinnern bis za einem gewissen Grade gelingen wird, ist kaum zu bezweifeln. Aber der über, wiegende Theil der Bevölkerung hat fein Vertrauen in die patriotische Unei gennützigkelt der Herren' Senatoren verloren, hingegen jedoch volles Ver trauen in unseren Präsidenten. Man hat gesagt, daß die Kultur eines Landes nach seinem Seisever. brauche bemessen werden könne. Man könnte vielleicht mit gleichem Rechte auch behaupten, daß sich die Kultur eines Landes nach seiner Presse beur theilen ließe. Je dichter daö Netz der Zeitungen, die in einem Lande er scheinen, ist, um so stärker wachsen die Interessen aller Art, die politischen, die wissenschaftlichen, die künstlerischen. Die Presse kann gewiß diel Unglück stiften und in der Tha! stiftet sie oft genug Unheil . aber einen Nutzen wirkt sie immer: sie erregt Bewegung. Presse und Stagnation find Gegensätze, und Stagnation bedeutet den Tod. Insofern hat die Statistik deö Zei. tungSwefenS für die Beurtheilung der Kulturländer allerdings ein nicht uner heblicheS Interesse. Für Deutschland ist vor Kurzem eine Statistik deS Zei tungöwesenS aufgestellt worden. Da
nach beträgt die Gefammtzahl der ge. genwärtig in Deutschland erscheinenden Zeitungen rund 3500; und reichlich ein Drittel davon, nämlich 1400, find täg. lich erscheinende Blätter. Bei dem Vergleiche deS ZeitungSwesenS in den einzelnen deutschen Staaten resp, den einzelnen Provinzen des preußischen Staates muß man freilich auf die sehr verschiedenen Größenverhältnisse dieser Reichstheile Rückficht nehmen. So hat z. B. Bayern die absolut größte Zahl von Zeitungen, nämlich 363, und erst dann folgt die Rheinprovinz mit 353 Zeitungen. Verhältnißmüßig genommen aber entfallen auf 100,000 Einwohner per Woche in Bayern nur 5.83, in der Rheinprovinz aber 6.07 Zeitungen. In Mecklenburg kommt schon auf 9000 Einwohner eine Zeitung, in Ostpreu. ßen erst auf 34.000 Einwohner. Was speciell die Tageszeitungen angeht, so steht die rührige Rheinpfalz an der Spitze. Dort erscheinen 73 Procent aller überhaupt veröffentlichten Blätter täglich schon auf 15.000 Einmohner kommt eine Tageszeitung , während in Schlesien erst auf 89,000 Einwoh. ner, in Oftpreußen gar erst auf 107,000 Einwohner ein täglich erschel. nendeS Blatt entfällt. Ebenso groß sind NUN auch die Verschiedenheiten in der Bedeutung der Blätter. Hat zum Beispiel die Provinz Schlesien verhältnißmäßig weniger Tagesz?itnngen, so versügt doch keine darunter über weni ger als 12,000 Abonnenten, während es in Pommern Tagesblätter giebt, die NUr 400 biö 500 Abonnenten zählen. Die Verschiedenheiten in der Erschei
nungsweise. der Ausgestaltung und Art der Preffe sind in Deutschland viel leicht größer, als in irgend einem ande ren Lande, und bei manchen Nachthel len bringt dies doch einen großen Reich thum an Individualität in die deutsche Pressewelt. Grundeigenthums Uebertragungen. Charles C. Wynn an Mary E. James, Lot 11, Block 3, erste Addition der Indianapolis Car Csmpany, 40 bei 140 Fuß, verbessert, Westseite, von Sheldon Str., nördlich von 17. Str., $2500. Morgan & Jackson Company an John A. Spence. Theil von Lot 5, Sqare 17, Drake'S Addition. 35 bei 108 Fuß. verbessert, Westseite von Se. üate Ave. nördlich von 13. Straße, $2100. De M. Stout an Frank W. Morri son. Theil des südöstlichen VirrtelS von Section 32, Township 16, Range 3, 51 Hundertstel eines Acres, Wayne Township, $950. Minerva Clark an Henry MoewZ, Lot 3 und die südliche Hälfte von Lot 2 in ParkorS Subd. der Oak Hill Ad. dition, 45 bei 135.5 Fuß. verbessert. Oftseite der Rural Str., südlich ' von 25. Str. $1000. Edward Knight an Medford Wilson, ein Theil der Außenlot 174. 59 bei 135 Fuß. verbessert. Südost-Ecke der Pratt und Delaware Str. $8210. Blanche E. Chenoweth an denselben, dasselbe Edward H. Knight, Trust, an denselben, Lot 17, Chenoweth'S Subdivi. fion. Theil von Birkmeyei's Addition, 26 bei 105 Fuß, verbessert. Nordweft. Ecke von Orange, und Shelby Str, $760. Edward H. Knight, Trust, an denselben, Lot 6. wie vor, $810. JameS A. Brown an Luella I. Mauzy. Theil des südöstlichen Viertels, Section 6. Township 14, Range 5, 12.42 Acres, Franklin Township, $3000. Union Trust Company, Adminiftra tor, an Clinton L. Hare. Lot 11, Foote'S Addition. 44 bei Fuß, vac., Westseite von Madison Ave., südlich von NebraSka Str., $525. Lewis D. Williams an JameS E. Wilson, Lot 121, Douglaß Park Ad. dition, 35 bei 132.5 Fuß, verbessert, Ostseite von Alabama Str., nördlich von 25. Straße, $1900. JonathanIA. Gulon an denselben, Theil Section 17, Tshp. 16, Range 3, 3.07 Acker, Wayne Tshp. . $4200 Jonathan B. Gerard an Gordon C. Dickson, Lot 42, Section 1, Martindale & Stilz'S Add.. 34.38 bei 127 Fuß. verbessert. Nordfeite MorriS Str. westlich von Wright Str. $1800. John E. Woodard an John A. Copeland u. A.. Theil Lot 5, JoneS' Subd.. Lot 26, Jrvington, . vacant, Nordostecke Bolton Ave. und Wafhing ton Str. $3000. Oliver C. Fink an Samuel Wilson u. A., Theil südwestl. Viertel, Sec. 30. Township 17. Range 3, 2 Acres Pike Tp., $900.
IVit Die Alten schmausten. fit xöKnd)i Gastmahl nd wie eS dadi zugiug kulinarische Sinsou,,. In einem Aufsatz d.'r Teutschen Rundschau" gibt Professor Theodor Birt cm allgemeines Bild antiker Tafelfreuden, das wohl für die feinen Kreise der römischen Gesellschaft anS der Zeit des Augustus bis zum Tode Neros Geltung besitzt. Man lud nicht viele Gäste zu Tisch; neun waren die Negel und nur bei steifern Festessen wurde diese Zahl überschritten. Die so nothwendige vertrauliche Behaglichseit konnt: nur in einem kleinen Kreise erblühen. Da in der antiken Geselligkeit die Frau überhaupt keine große Rolle spielte, ovax höchstens die Dame d:s Haufes mit den Kindern anwesend, hielt sich aber im Hintergrund und kümmerte sich um die Anordnung der Gerichte. Ein Gastmahl begann etwa um vier Uhr Nachmittags und dauerte bis gegen acht Uhr; daran schloß sich, wenn die Magen gefüllt waren und circ frohe Laune sich verbreitet hatte, noch eine solenne Zecherei, die sich bis gegen Mitternacht hin ausdehnte. Die lange Tauer des Mahles erklärt sich daraus, daß zwischen den einzelnen Gängen lange Pausen eintraten. Man lag beim Essen sebr behaglich auf purpurnen Volstern, in die man weich einsank, der linke Ellenbogen war auf ein Kissen gestützt, während mit der rechten Hand gegessen wurde. De? Römer aß nämlich nur mit einer Hand, und zwar im buchstäblichen Hinne mit der Hand. Die Etzgabel war noch nicht erfunden worden und Löffel gab es nur zu Austern oder höchstens noch zum Eieressen. Alles andere, das feinste Frikassee .ebenso wie das zarteste Gemüse führte man mit der Hand zum. Munde und man tunkte die Finger in die köstlichen Fischsaucen, um sie dann mit Wohlbehagen abzulecken. Dabei ging es natürlich nicht immer ganz reinlich ab. und -Ovid hatte gewiß guten Grund, als er in seiner Liebe5unst" den Rath gab, ja, immer hübsch sauber zu essen und sich das
niedliche Gesichtchen nicht mit den seitigen Händen vollzuschmieren. Nach jedem Gericht wusch man sich mit Hilfe des Dieners, der einem zeden Gast zu Hilfereichung und Darreichung der Speisen beigesellt war, die Hände und reimgte sich Mund und Gesicht mit Servietten. Solcher Servietten bekam der Speisende mehrere oder er brachte sie sich auch selbst mit, da sie sehr schnell schmutzig wurden. Das Essen bestand aus drei Haupttheilen..: Das Präludium einer solchen kulinarischen Sinfonie war durch ganz leichte, meist kalte Speisen gebildet, die den Appetit anregen sollten. Als dazu am besten geeignet hatten auch die Alten pikante und saure Sachen erkannt. Man aß Sardinen oder Austern, dann Gurken. Oliven. Ehampianons. Dann folgte als zweiter und Haupttheil der Mahlzeit eine Reche substanzieller Fleischgerichte. Besonders war das Schweinefleisch beliebt, während Rindfleisch als Kost des gemeinen' Mannes galt. Wurden Fische oder Wild nicht zu Ragout verarbeitet, dann war ein Hauptgrundsatz des romischen Kochs, jedes Thier ganz und unzerlegt auf den Tisch zu bringen. Als einst eine riesige Steinbutte ae fangen 'wurde iinfr mit einem ungeheuren Preis bezahlt worden war, berief Kaiser Domitian (von 81 bis 96 n. Chr.) einen Reichsrath darüber ein, ob ein solches Riesenthier zerschnitten werden dürfte. Dies wurde verneint und die Steinbutte in einer eigens dafür erbauten Pfanne gekocht. Das Dessert bestand aus leichten Kleinigkeiten, wie trockenem Backwerk, griechischen Mandeln, persischen Walnüssen, Obst oder Käse. Kohlen auf Spitzbergen. Eine englische und eine amerikanische Expedition haben letzten Sommer die Vorarbeiten für den Kohlenabbau auf Spitzbergen vollendet. Die Kohle sindet sich in Spitzbergen an der Westküste am südlichen Strand der Kingsbai, an verschiedenen Stellen des Eisfjordes, beim . Velsund und an der Westküste des Storfjordes. Wegen der auszuführenden Vorarbeiten konnten aber letzten Sommer nur 200 Tonnen Kohlen gewonnen werden,' von denen 90 Tonnen an eine Walfischfanggesellschast, die ihren Betrieb bei Spitzbergen hat, verkauft worden sind. Diese Walfischfangbetriebe, von denen wegen des Verbotes des Walfischfanges an der norwegischen Küste eine Anzahl nach Spitzbergen verlegt worden sind, dürften mit den Touristendampfern, die jetzt die Westküste Spitzbergens jeden Sommer besuchen, die Hauptabnehmer für die spitzbergischen Kohlen werden; denn eine Ausfuhr wird sich wegen des theuern Betriebes und der großen Entfernung höchstens nach dem nördlichsten Norwegen lohnen. Lieber todt als arm. In Albany. N. Y., erschoß unlängst ein Fred. Harlow seine Gattin, dann deren Lieblingshund und schließlich sich selbst, und zwar, wie aus einem hinterlassenen Briefe ersichtlich ist. in Erfüllung eines mit seiner Frau eingegangenen Selhstmordvertrages. Beide Eheleute waren etwa 50 Jahre alt. In dem Brief erklärte Harlow, daß sie. arm und ohne Freunde, einem traurigen Lebensabend entgegensehen und deshalb lieber sterben als in Elend verkommen wollten.
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The undersigned, constituting aniajority oftlie Board pf Directors of the Gerrnan Fire Insurance Company of Indiana, pursuant to the laws of the State of Indiana, makes this, its annual report. The amount of the Capital Stock of the Company is One Ilundred Thousand Doilars ($100,000) all paid p. Said Company has issued du rings the last calcnder rear 37.SS4 Dolicies. airsreEratinir the sum
of 534,042,898. 0, the number of policics outstanding on the Slst day of December 1965, being 50,597, and the amount insuted thereby aggregating the sum of $44,525,342.00. Said Company takes risks of the nature and Und taken by insurance coinpanies engaged in the transaction of a general insurance business. This Company has sustained losses within the last year as follows :
! Losscs sustaincd prior to january 1, 1905, and 2. Losses sustained since january I, 1905, and S. Losses adjusted, not due .
4. Losses, unadiusted........ . J '"MfMwm ttll.l wlimMIMIIIWMW twIMWMtW ASSETS. 1. Cash in Treasury and Banks. 2. Real Estate a. Company's Building............ ..$50,000 00 b. Taken for Mortgage Indebtedness . .,7,965 57
3. irust Company's Ccrtificates of Dcposit, bearing interest 4. Loans on Bonds. Mortgages and Real Estate..,......
5. Debts due for Premiums in the hands of 6. Interest due and aecrued on Mortgages 7. Rents due... 8. Market Value of Real Estate, over book
Total A ssc ts.... M.M, .... . LIABII.IT1ES.
1. Losses adjusted, not due 2. Losses un adjusted ; l. Amount necessary to rc-insurc outstanding
risks
4- All other Claims against the Company....... Total Liabilities The greatest amount insured under any one risk., The greatest amount allowed tobe insured
The Condition of the Guarantce Fund is as follows'. First Mortgages upon Real Estate ; .$27,800 60 ' Ve, the undersigned, Wilhelm Kohlstacdt, William Kühn, Ferdinand A. Mueller, Theodore Reyer, Lorenz Schmidt, Frederick Schrader and Theodore Stein, COnstitlltin g Z majority of the Board of Directors of the Gerrnan Fire Insurance Company of Indiana, do hereTy -make oath that tr.e matters and facts set sorth in the soregoing report up to December 31, 1905, . inclusive, are triw. THEODORE STEIN, FERDINAND A. MUELLER, LORENZ SCHMIDT, WILLIAM F. KUHX, THEO. REVER, FREDERICK SCHRADER, (Company's Seal) Wilhelm kohlstaedt, At'testcd : LORENZ SCHMIDT, Secretary. State of Indiana. Marion County, ss: Pcrsonally appeared before me, the undersigned, a Notary Public, in and for ?ai? County and State, this 17th day of january 1906, Theodore Stein, William F. Kühn, Ferdinand A. Mueller, Theodore Reyer, Lorenz Schmidt, Frederick Schrader and Wilhelm Kohlstaedt. and subscribed and made oath to the foregoing report. Notary Seal. IDA WAXGELIX, Xotary Public. My commissin expires Sept. llth, 1907.
Englands nettester Turbinen, öan:p?cr. Der neue nrbinendampfer der Cunard - Linie, Carmania", hat di:ser Tage seine Fabrten zwischen LiverPool und New orl begonnen. An Luxus kann sjch die Carmania" mit jedem schwimmenden Hotel der Neuzeit messen. Sie kann 3100 Fahrgäste befördern, eine e!was kleinere Anzahl als der Hamburger Dampser Amerika" aufnimmt, doch verfügt der einzelne 'Reisende dafür über mehr Bequemlichkeit und Raum. Nicht nur in der ersten Klasse, auch, der Zwischendeckreisende erfreut sich viel menschlicher Fürsorge in großen und kleinen Dingen. Speisesaal, Rauchzimmer, Salon, Lesezimmer sind stilvoll und mit Geschmack eingerichtet; nirgends überladen, sondern leicht in der Verzierung und hell in der Farbe, um dadurch aus die Insassen die Wirkung von Ueberfluß n Raum und Luft zu erzielen, im Gegensatz zu den beengenden Gefühlen, die auf der Mehrzahl der ältern Fahrzeuge die Schiffsräumlichkei ten erzeugen. Von Beleuchtung und ! Heizung gar nicht zu. reden, befindet sich auf der Carmania tct erdenkliche elektrische Vorrichtung. Die Ci garrenanzünder der Rauchzimmn, die Douschen der Baderäume sind am Ende nicht neu, doch werden vor allem in der Küche raffinirte Erfindungen zur Zeitersparnitz gerühmt. Da findet sich unter anders ein Apparat, an den sechs Bratenstücke, jedes an seinem Spieß, gleichzeitig elektrisch in Bewegung bleiben. Eine andere Maschine reinigt 8000 Teller innerhalb einer Stunde, eine dritte verfertjgt belegte Butterbrode und schneidet den rosigen Frühstücksschinken in lockender Vollendung, eine vierte kocht Eier und so fort ik schier endloser Reihefolge. Dabei wird nach dem Vorbilde der Amerika" ä la carte servirt, weil die Gesellschaft den besten Tisch" auf dem ganzen atlantischen Ocean bieten will. Eine allgemeine Speisefolge wäre vom geschäftlichen Standpunkte aus vortheilhafter, aber derWettbewerb drängt in die neue Richtung. Und doch, werden für manchen Fahrgast alle bfc genannten Vorzüge nicht so schwer wiegen, als die Verheißung, daß die Erschutterung der Maschine auf dem Turbinendampfer fast unmerklich sein soll. Ein Reisender rauchte gemüthlich im Lesezimmer und hatte die Empfinduna 'daß ganz entfernt vielleicht eine Nähmaschine in Betrieb sei. Dabei soll btt Gebrauch an Kohle geringer sein als auf Schraubendampfern. Män' wird in nächste? Zeit über derlei Punkte übrigens ganz genaue Vergleiche anstellen können, denn ein Slhwesterschiff der Earmania" ist der Schraubendampfer Earonia". Beide sind Schiffe von 20,000 Zonnen. Während der Reise erscheint täglich eine Marconi-Zeitung, so daß es jedem an Bord möglich ist, -während des Schwimmens auf, dem Laufenden" zu bleiben und sich über die Tagesereignisse auf dem festen Lande aufzuregen. Gemüthlich. .'Was. schon dreimal haben Sie Ihrem Schatz von unserm Essen gegeben?!" San S' froh, gnä' Frau, daß ma's häm!"
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